Wolf Wondratschek

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

Supergirl

Es ist soo schön
Das ist verboten

Das Supergirl geht in den Supermarkt
Klaut alles was es gibt an Sonderangeboten
Raubt dann in Superform die Kasse aus
Und nimmt gleich noch die kleine Angestellte mit

Es ist soo schön
Das ist verboten

Die beiden fahren Taxi
Rauchen einen Joint
Das Supergirl verkauft das Zeug bei Rot auch an den Fahrer
Die kleine Angestellte hat noch nie
Und zieht zum erstenmal
Und sieht danach dann vieles umso klarer

Es ist soo schön
Das ist verboten

Das Supergirl nimmt ihr das rote Schleifchen aus dem Haar
Im Radio läuft den ganzen Tag nur Superrock
Hau ab sagt Supergirl
Hier nimm das ganze Geld
Du hast die freie Wahl
Fahr nach Amerika oder nach Osten
Nimm schon die Scheine
Fahr auf meine Kosten
Ich mach ne Menge Supergeld
Und alles illegal

Es ist soo schön
Das ist verboten

 

Weicher Computer

Du kamst zu mir
Ein wildes Tier verläßt den überfüllten Dschungel
Weicher Computer
Weicher Computer

Wir haben nichts getan
Wir hatten wirklich keine Zeit was anderes zu machen
Wir haben jede Nacht die ganze Welt verlacht
Wir haben uns die Sterne auf die Jeans gestickt
Wir haben uns als Träume mit der Post verschickt
Wir haben trips geschluckt und nachgedacht
und rumgefickt
Wir haben nichts getan
Wir hatten damals keine Zeit was anderes zu machen

Du kamst zu mir
Du warst ein wildes wunderbares Tier
Weicher Computer
Weicher Computer

Die Freiheit war der falsche Mann für dich
Du bist jetzt einundzwanzig und schon ziemlich alt
Versteh mich recht schreit sie drei Jahre später
irgendwo ins Telefon
Was ich jetzt brauche ist ein wenig Sicherheit
Die Sicherheit von einer sicheren Million
Die Freiheit war der falsche Mann für dich
Du bist erst einundzwanzig sag ich noch
Versteh mich recht
Und hänge auf
Denn mir wird schlecht

 

Supergirl

Het is zoo mooi
Dat is verboden

Het supergirl gaat naar de supermarkt
Steelt alles wat te krijgen is aan speciale aanbiedingen
Berooft dan in supervorm de kassa
En neemt de kleine bediende mee

Het is zoo mooi
Dat is verboden

De twee rijden in een taxi
Roken een joint
Het supergirl verkoopt bij rood de spullen ook aan de chauffeur
De kleine bediende heeft nog nooit
Neemt voor het eerst een trek
En ziet daarna alles veel duidelijker

Het is zoo mooi
Dat is verboden

Het supergirl haalt de rode strik uit haar haar
De radio draait de hele dag superrock
Ga weg, zegt supergirl
Hier, pak al het geld
De keuze is aan jou
Ga naar Amerika of naar het oosten
Pak de biljetten
Reis op mijn kosten
Ik verdien veel supergeld
En allemaal illegaal

Het is zoo mooi
Dat is verboden

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2019 en ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.

Dolce far niente, Cicero, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott

Dolce far niente

“Cicero veroordeelt Catilina”. Fresco door Cesare Maccari, 1888

 

Uit: Tegen Catilina

“Catilina, hoe lang nog, in ’s hemelsnaam, ga je ons geduld misbruiken? Hoe lang nog gaat jouw razernij ons ontwijken? Hoe lang nog zal die ongebrijdelde durf van jou zich opwerpen? Heeft de nachtelijke bezetting van de Palatijn je niets gedaan, noch de wachtposten van de stad, noch de vrees van het volk, noch de samenkomst van alle republikeinen, noch de superversterkte plaats om de senaatszitting te houden, noch de gelaatsuitdrukking van dezen? Merk je niet dat je plannen uitgelekt zijn? Zie je niet dat jouw samenzwering reeds volledig lam ligt door de kennis van al dezen hier? Wie van ons, denk je, weet niet wat je vorige nacht en die daarvoor gedaan hebt, waar je was, wie je bijeengeroepen hebt, welk plan je beraamd hebt?

O tijden! O zeden! De senaat weet het, de consul ziet het; toch leeft hij. Leeft hij? Wat zeg ik? Hij komt zelfs naar de senaat, participeert aan de staatsbeslissingen, merkt en duidt eenieder van ons met zijn ogen ten dode. Wij echter, sterke mannen, hebben de indruk voldoende te doen voor de republiek als we zijn waanzin en zijn moordtuig vermijden. Het moest al lang dat jij, Catilina, op bevel van de consul tot de dood zou worden geleid en dat de pest, die jij al lang tegen ons allen beraamt, op jouw hoofd zou neerkomen.

Is het niet zo dat de zeer achtenswaardige man, Publius Scipio, de hoogste hogepriester, als ambteloos burger, Tiberius Gracchus heeft laten vermoorden, en dat deze slechts in geringe mate de republiek heeft doen wankelen; zullen wij, consuls, Catilina dulden, die heel de wereld verlangt te verwoesten door moord en brand? En dan ga ik nog voorbij aan al te oude precedenten, hoe Caius Servilius Ahala Spurius Maelius, die ijverde voor hervormingen, met zijn eigen handen heeft vermoord. Er was, er was ooit in deze republiek die deugd dat dappere mannen een verderfelijk burger met strengere straffen beteugelden dan de vreselijkste vijand. We hebben een hard en streng senaatsbesluit tegen jou, Catilina; het ontbreekt de republiek niet aan beleid, noch aan gezag van deze orde; ik zeg openlijk dat wij, consuls, dat wij in gebreke blijven.”

Cicero (3 januari 106 v. Chr. – 7 december 43 v. Chr.)

 

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

Uit: Das Geschenk

Geld, hatte d’Amato gesagt, ist nur zu einem gut, daß man es von einem Zug aus Fremden zuwirft. Was ganz das war, was Chuck dachte. Es ging weiter. Es hörte nicht auf. Nichts hörte auf, nicht plötzlich. Es gab immer eine Chance zu reagieren, und noch eine. Er kannte das. Und keinem erzählte er es lieber als seinem Sohn. Wichtiger als Geld war die Ruhe dessen, der keines hat. Sein Sohn suchte gerade den Tisch nach einem Wurfgeschoß ab, um die Fliege zu treffen, die eine undichte Stelle in der Fensterscheibe vermutete und sie deshalb inimmer neuen Attacken danach absuchte, bevor sie aufgab und zur Decke hinauf abdrehte. Die angebrochene Tafel Schokolade, die herumlag, interessierte ihn nicht, nur das Stanniolpapier, von dem er eine Ecke abriß und,ein Auge immer der Flugbahn der Fliege folgend, zu einem Kügelchen zusammenrollte. Geld verdirbt einem die Armut, sagte Chuck, und meinte es so. Es muß etwas bleiben, was man nicht hat, und nicht leicht bekommen kann, nicht zu seinen Bedingungen. Geld kostet was. Geld hat Hunger. Es ist eine Bestie. Es frißt dich auf. Es frißt, was es kriegt, deinen Verstand, dein Herz, deine Seele. Was bleibt, ist nichts, nur Angst, nackte Angst. Und was tut ein Mensch, der Angst hat? Er bewaffnet sich. Und mit was? Mit Geld! Er wollte wissen, ob sein Sohn darüber schon einmal nachgedacht habe, über Geld, über das, was Geld will, was es bedeutet, was es einem wert war. Man sagt, daß Geld Sicherheit bedeutet. Kann sein. Fragt sich nur, und ich frage das jetzt dich, wie abgesichert willst du leben? Wie viel Sicherheit ist sicher? Der Junge wirkte bedrückt. Was Geld wert war? Was man, wenn man sie hätte, mit einer Million anfinge, meinte er das? Was war das, ein Verhör? Gab es, vorausgesetzt, man hatte Lust, sich darüber Gedanken zu machen, eine Antwort? Und welchen Sinn hätte sie? Es würde der Antwort, falls er eine hätte, nur die nächste Frage folgen, und noch eine. Oder nicht ? Oder etwa nicht? Nachgedacht, fragte er, warum? Was war damit? Was sollte damit sein? Was gingen ihn die Vor- oder Nachteile einer Sache an, die ihn nichts anging? Und außerdem, sah sein Vater nicht, mit was er beschäftigt war, daß es nur eine Frage der Zeit sein konnte, wann sich die Fliege auf dem Tisch niederlassen würde? Er brachte also besser schon mal seine Munition in Stellung. Warum ? Weil es dein Leben kosten kann, mein Sohn, darum! Soweit er seinen Vater einschätzen konnte, war das seine Art, sich in seine Erziehung einzumischen. Er hatte immer solche Ideen, große Ideen. Und immer war man, wenn man sich darauf einließ, der Dumme. Man ging also besser in Deckung. Was für ein Leben? Deines. Damit niemand kommt und es stiehlt ! Oder kauft! Damit es dir gehört, allein dir, und nicht eines Tages einem anderen, einer Firma, einem Konzern, einer Regierung! Deshalb! Du wirst herausfinden müssen, was das ist, Geld, was dich daran interessiert.“

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

 

De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947. Zie ook alle tags voor Danielle Steel op dit blog.

Uit: Lost and Found

“Madison Allen lived in an old brick firehouse in the West Village in downtown New York, a few blocks east of the Hudson River. The firehouse was a hundred years old. It had been a departure for Maddie, after living on the Upper East Side most of her life. She had raised her three children in a comfortable although not luxurious apartment, in a serious-looking prewar building. Buying the firehouse downtown had been an act of independence for her, and it had become a labor of love. She had bought it fifteen years before, when her youngest child, Milagra, had left for college. Her older two, Deanna and Ben, were twenty and twenty-one when she bought it, and still came home for school holidays. Two years later, they had moved into their own apartments, and never came home to live again after they had graduated.
Deanna moved in an apartment in Chelsea and got a job as an assistant designer for a successful contemporary fashion brand that was popular with young women. She had gone to Parsons School of Design and had real talent. She was fiercely competitive with other designers and single-minded with her love of fashion, always focused on her own success. She was less intellectual than her brother and sister. Ben, her younger brother, had a keen instinct for business and had done well. Milagra, the youngest, had been writing since she was fifteen, and her first novel was published by the time she was nineteen. All three of Maddie’s children were very different from each other, with their interests in design, business, and literature. Unlike her younger siblings, Deanna had a killer instinct.
After graduating from Berkeley, Ben had decided to stay in San Francisco, in the world of start-ups. He swore he’d never come back to New York to live, and he hadn’t. He loved the outdoors, California life, and the high-tech world. He was a kind and loving person, a good husband and father, and caring son, although Maddie seldom saw him, and rarely contacted any of them. She didn’t want to intrude on them now that they were adults, and most of the time waited to hear from them. Sometimes it was a long wait, so she called them. But she held out as long as she could.
Milagra had gone to UCLA, taken postgraduate writing classes at Stanford, and moved to Mendocino in northern California. She needed isolation to write her books, and silence. So Maddie heard from her the least often.
Maddie would have rattled around her old apartment alone, like a marble in a shoebox, if she’d stayed there. When she moved downtown, her children had been shocked, and objected strenuously. They felt awkward in their mother’s new and somewhat unusual home. But she was firm about it and knew it was right for her at the time and they would adjust to it eventually. And as she knew they would, they grew up and left.”

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)
Cover

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg. Zie ook alle tags voor Erwin Strittmatter op dit blog.

Uit: Der Laden

„Der Möbelwagen ist ein Haus auf Rädern; sein Dach ist gewölbt, an seiner Vorderseite, hoch über den Pferden, ein Sitz für vier Kutscher. Es sind Männer mit Bauerngesichtern und Lederschürzen, stämmig, gewaltig, krummbeinig, vom Lastentragen erdwärts gedrückt, und alle sind Sorben vom Lande, die in der Kleinstadt nach Glück fischen.
Die Räder des Möbelwagens sind athletisch. Ihre metallenen Reifen rieben sich an den Landstraßensteinen silberig; auch die Steine werden was von der Reibung gehabt haben, aber unsere Augen sind grob, sie sehen die Reibspuren auf den Straßensteinen nicht.
Vor dem Möbelwagen stehen sechs Belgierpferde, sie stehn in zwei Reihen und haben gespaltene Kruppen. Eine Hirschlaus krabbelt durch das Brusthaar eines Braunschimmels. Vielleicht fürchtet sie sich so wie ich, wenn ich durch eine finstere Waldschlucht muß?
Von den Flanken der Pferde steigt Dunst auf. Der Dunst ist wie mit Nadeln versetzt, und die Nadeln sticheln in meiner Nase.

Ammoniak, sagt die Mutter. Was hilfts? Es stichelt.
Die gelösten Zugstränge liegen über den Rücken der Gäule; sie klirren leise, wenn die Tiere atmen, und sie klirren laut, wenn die Pferde sich schütteln. Die Köpfe der Pferde stecken bis zu den Augen in Futterbeuteln, und die Tiere prusten in den Häcksel, um an die Haferkörner zu kommen. Sogleich nässen die Kutscher das Futter, gießen je einen Schwapp Wasser in die Freßsäcke, und Häcksel und Hafer sind nicht mehr zu trennen. Die Steppe, die Pferdeweide von einst, ist auf einen Raum, der in einem Futtersack Platz hat, zusammengedrängt.
Das schreibst du heute, sagt mein Sohn, aber hast dus damals so gesehen?
Ich habe es damals so gesehen, aber ich sagte es nicht; ich fürchtete mich vor dem Ausgelächter.
Einmal bewirtete mich die Vatermutter, von uns die Amerikanische genannt, mit Milchsuppe, und ich löffelte die Suppe langsam, weil sie einen Beigeschmack hatte.“

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)
Spremberg

 

De Schotse dichter en schrijver Sir Walter Scott werd geboren in Edinburgh op 14 augustus 1771. Zie ook alle tags voor Sir Walter Scott op dit blog.

Uit: Ivanhoe

“And where sleeps Gurth the swineherd?” said the stranger. “Gurth,” replied the bondsman, “sleeps in the cell on your right, as the Jew on that to your left; you serve to keep the child of circumcision separate from the abomination of his tribe. You might have occupied a more honourable place had you accepted of Oswald’ s invitation.” “It is as well as it is,” said the Palmer; “the company, even of a Jew, can hardly spread contamination through an oaken partition.” So saying, he entered the cabin allotted to him, and taking the torch from the domestic’s hand, thanked him, and wished him good-night. Having shut the door of his cell, he placed the torch in a candlestick made of wood, and looked around his sleeping apartment, the furniture of which was of the most simple kind. It consisted of a rude wooden stool, and still ruder hutch or bed-frame, stuffed with clean straw, and accommodated with two or three sheepskins by way of bed-clothes. The Palmer, having extinguished his torch, threw himself, without taking off any part of his clothes, on this rude couch, and slept, or at least retained his recumbent posture, till the earliest sunbeams found their way through the little grated window, which served at once to admit both air and light to his uncomfortable cell. He then started up, and alter repeating his matins, and adjusting his dress, he left it, and entered that of Isaac the Jew, lifting the latch as gently as he could. The inmate was lying in troubled slumber upon a couch similar to that on which the Palmer himself had passed the night. Such parts of his dress as the Jew had laid aside on the preceding evening, were disposed carefully around his person, as if to prevent the hazard of their being carried off during his slumbers. There was a trouble on his brow amounting almost to agony. His hands and arms moved convulsively, as if struggling with the nightmare; and besides several ejaculations in Hebrew, the following were distinctly heard in the Norman-English, or mixed language of the country: “For the sake of the God of Abraham, spare an unhappy old man! I am poor, I am penniless — should your irons wrench my limbs asunder, I could not gratify you!” The Palmer awaited not the end of the Jew’s vision, but stirred him with his pilgrim’s staff. The touch probably associated, as is usual, with some of the apprehensions excited by his dream; for the old man started up, his grey hair standing almost erect upon his head, and huddling some part of his garments about him, while he held the detached pieces with the tenacious grasp of a falcon, he fixed upon the Palmer his keen black eyes, expressive of wild surprise and of bodily apprehension.”

Sir Walter Scott (14 augustus 1771 – 21 september 1832)
Roger Moore als Ivanhoe in de tv-serie (KRO, 1961-1964)

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2018 en ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.

Dolce far niente, Simon Vestdijk, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Thusnelda Kühl, John Galsworthy

Dolce far niente

 

Rokin, Amsterdam door Igor Shterenberg, 2000


Uit: De laatste kans

“Toen ergens een kelner een stapel borden liet vallen, rekte hij scheef de nek uit, met schrikogen, zodat er plotseling een benard hoofd aan het eind van een haastig uitgestoken stengel scheen te zitten. Het was knap werk, maar de leider van de band, een jonge, blonde en maatslaande ambtenaar, lachte niet om hem, al scheen hij hem wel in het oog te willen houden.
‘Het is wel aardig, hè’, zei hij, toen er weer een stuk uit was.
‘Dat is geloof ik een grapnmaker’ zei Hilda Heringa bevredigd, en wees op de drummer.
Hoe onschuldig, hoe verbazend leuk uitgedrukt! Vooral dat ‘geloof ik’ was onbetaalbaar. Hij sloeg nu een vertrouwelijker toon aan, probeerde met haar hand te spelen, die zij dadelijk terugtrok, en na weer een nieuw stukje zei hij, dat hij eigenlijk aJ een tijdje verliefd op haar was, maar absoluut niet van plan was haar te overrompelen, en dat ze vooreerst maar veel naar de drummer moest kijken, die op dit ogenblik met een koddig hulpeloos gezicht aan zijn trom zat te draaien en er zijn oor tegenaan hield alsof hij het instrument wou ausculteren. Deze toch nog vrij ingewikkelde verklaring beantwoordde zij met een langgerekt ‘zóooo’ – duidelijk in de verdediging, duidelijk fatsoenlijk. Later, toen hij haar weer naar het gasthuis bracht – zij moest om 10 uur binnen zijn – betrapte hij haar nog een paar maal op dit honigzoet en lichtelijk smalend uitgesproken ‘zóooo’ met de dik aangezette z, dat zoveel als haar bodyguard scheen te zijn, want de eerste maal legde hij haar uit, dat hij altijd gewend was meisjes in de Kalverstraat een zoen te geven, de tweede maal, dat het op het Rokin óok kon. Het verbaasde hem, dat hij in de Kalverstraat gearmd met haar mocht lopen. Eerst op het Spui schenen weer zekere wetten te gelden en maakte zij haar arm los. Toen hij niets meer zei, ging ze in de buurt van de tweedehands boekwinkeltjes nog gauw tot een confidentie over.”

Simon Vestdijk (17 oktober 1898 – 23 maart 1971)
Harlingen, de geboorteplaats van Simon Vestdijk


De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

Uit: Das Geschenk

„Chuck war pleite, und auf der hohen Kante hatte er auch nichts, aber Sorgen machte er sich deshalb nicht. Es war ihm egal. Es war ihm das Geld, das er nicht hatte, so egal wie das Geld, wenn es hereinkam. Aber es rächte sich. Geld spürt, wenn man es nicht mag.
Cus d’Amato, ein berühmter alter Boxtrainer, ein Mann, der viele Weltmeister hatte kommen und gehen sehen, war Gott dankbar, daß er nie auch nur annähernd so viel verdient hatte wie einige von denen, die, als sie zu ihm kamen, jung und mutig und stark waren und irgendwann, wenn sie Glück hatten, Champions wurden und Geld verdienten, viel Geld, die aber, als sie dann reich waren, nicht mehr die Kerle waren, die er als halbe Kinder auf der Straße aufgelesen, in sein Haus geholt, durchgefüttert, trainiert und wie ein Vater geliebt hatte. Er wußte, wovon er sprach, wenn er von Geld sprach; das Geld hatte sie verrückt gemacht, die vielen Frauen, die dicken Autos, die sie fuhren, die Drogen, der Alkohol, bis sie schließlich wirklich verrückt waren, nur noch verrückt, krank und arm und verrückt. Sie hatten überlebt, hatten ihrer Mama ein Haus mit achtzehn Zimmern ge-kauft (und bar bezahlt) und jetzt wollten sie, wovon sie schon als kleine Kriminelle geträumt hatten, wie verrückt leben, als gebe es kein Morgen. Es war nicht das Boxen, die harten Schläge, denen man, weil man sie nicht kommen sieht, nicht ausweichen kann. Es waren nicht die Siege, um die man sie betrogen hatte, es war das Geld, die Scheine, ganze Bündel davon, die ihnen ihre maßgeschneiderten Anzüge ausbeulten. Sie hatten es bei sich, wie Hafenarbeiter ihren Lohn einstecken, einfach so, in der Hosentasche. Es war hart verdientes Geld.Und es war zum Vergnügen da, zum In-die-Luft-Werfen. Und dort blieb es hängen! Es löste sich in Luft auf. Die Luft stank vor Geld. Und dann wurde es dunkel. Geld war ein Gegner, härter als alle, gegen die sie im Ring gekämpft hatten.“

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)


De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947. Zie ook alle tags voor Danielle Steel op dit blog.

Uit: The Good Fight

„Meredith McKenzie could remember almost perfectly the day her father left for the war in February 1942. In her mind’s eye, she could still see the buttons on his uniform and how tall he looked and could almost smell his shaving soap when she kissed his face. If she closed her eyes, he was standing before her. There were other parts of the day she recalled less vividly. But she had a perfect mental picture of her mother crying, and her father’s parents watching him go. Her grandfather had said it was a proud moment. Her father had enlisted as an officer immediately after Pearl Harbor, and had been assigned to the legal corps in Washington, D.C. He was thirty-­seven years old, and her mother, Janet, was thirty-­three. Meredith was almost six. Her father had promised that they could come to Washington to visit him as soon as he got settled, and her mother had clung to him with tears streaming down her face. Her grandmother had faced it stoically. They had come to the apartment to say goodbye. Robert had said that it would be chaos at the train station, and it wasn’t as though he was going overseas, like many of the men who would be there.
After he left with a last wave and a smile, carrying his duffel bag, with his officer’s cap smartly on his head, in his heavy coat, Meredith’s grandfather had taken her for a walk to get some air, so Janet and her mother-­in-­law could talk, and Janet could compose herself before Meredith and her grandfather got back. Janet’s parents had died many years before, and she had no other family, only her in-­laws.
“You know why your dad is going away, don’t you?” he asked her, as they walked along the edge of Central Park. She thought about it for a moment and then shook her head. Two of her friends at school had said that their fathers were enlisting in the army. But they were being sent to New Jersey for training, and then taking a big ship to Europe.
Her daddy would be stationed in Washington, to be a lawyer, just like he was in New York. Her grandfather was a lawyer too. Her mother didn’t work, although she had volunteered for the Red Cross, and so had Meredith’s grandma. They were going to do it together, and Meredith’s mother had already shown her the uniform she was going to wear. It made her look like a nurse. She said she would be helping with something called a blood drive, to help soldiers who would get hurt.
“Your father will be defending our country, to keep us safe from anyone who wants to hurt us, and he’ll keep us free from bad people,” her grandfather explained to her. “That’s a very important thing to do. Freedom is the most important thing we have. Do you know what that means, Meredith?” he asked her solemnly, as they stopped and sat down on a bench in the park.“

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg. Zie ook alle tags voor Erwin Strittmatter op dit blog.

Uit: Der Laden

“In Grauschteen, von wo wir herkommen, war alles anders, auch mit dem Kunsthonig war es anders: Jedem Haushalt wurde jede Woche eine Scheibe zugeteilt. Ich war fünf Jahre alt und durfte unsere Scheibe aus dem Dorfladen holen, und ich hielt meinen Daumen dabei so, daß eine Spur von der graugelben Masse an ihm kleben blieb, wenn die Krämerin sie mit dem Spatel auf den Teller klatschte. Den bekleckten Daumen durfte ich ablecken, aber ich durfte ihn unterwegs nicht in die Masse stippen, um mich zu laben. Gott sieht den Sünder, Gott sieht alles, sagte meine Mutter. Sünde und Unsünde hingen von einer Bewegung meines Daumens ab.
Ich versuchte Gott mit meinem Zeigefinger, stippte, leckte und lauschte. Alles blieb ruhig. Der Herr schien über mich kleinen Affen zu lächeln, doch am Nachmittag ließ er ein großes Gewitter auf Grauschteen los, und alle mußten leiden und sich fürchten, weil ich den Zeigefinger in den Kunsthonig gebohrt hatte.
Nun sind wir nach Bossdom gezogen, sind noch keine Stunde hier, und alles ist anders: Ein Junge wird von seiner Mutter Waldchen gerufen. Der Name gefällt mir nicht, in Grauschteen gab es ihn nicht.
Waldchen wirft Pappwürfel gegen die Stalltüren im Bäckereihof; die Pappwürfel platzen, weicher Kunsthonig quillt aus ihnen und kleckt am Holz herunter. Volltreffer! schreit Waldchen.
Was wird Gott dazu sagen?
Meine Großmutter, ein Anderthalbmeter-Mütterchen, ist wie eine Zwergin aus dem Märchen. Sie hat tiefliegende Augen und rote Oberbäckchen, ist gütig und listig und – eben die tiefliegenden Augen. Wenn etwas nicht so geht, wie es gehen soll, stellt sie sich ein und schiebt an. Sie kommt in den Hof und sagt zu dem Jungen, der Waldchen heißt: Was schmeißt du den Honig?
Kann ich! sagt der Junge.
Du vergeidest Gottes Gaben, sagt die Großmutter.
Es ist unser Honig, sagt Waldchen und wirft weiter.
Kinder, sagt die Großmutter listig: Geht auf die Straße, gleich wern se den Möbelwagen ausladen. Gott weiß, ob nicht der große Spiegel zerscherbt ist.
Wir gehn auf die Straße. Waldchen neugierig hinter uns drein. Wir sind noch neu in der Welt. Wir wollen wissen, wie Dinge entstehn; wir wollen wissen, wie Dinge vergehn. Wir wissen noch nicht, daß sich in Scherben und Wassertropfen die Welt spiegelt. Spiegel zerscherbt – sieben Jahre Pech! heißts.“

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)
Cover


De Schotse dichter en schrijver Sir Walter Scott werd geboren in Edinburgh op 14 augustus 1771. Zie ook alle tags voor Sir Walter Scott op dit blog.

Uit: The Abbott

« The time which passes over our heads so imperceptibly, makes the same gradual change in habits, manners, and character, as in personal appearance. At the revolution of every five years we find ourselves another, and yet the same–there is a change of views, and no less of the light in which we regard them; a change of motives as well as of actions. Nearly twice that space had glided away over the head of Halbert Glendinning and his lady, betwixt the period of our former narrative, in which they played a distinguished part, and the date at which our present tale commences.
Two circumstances only had imbittered their union, which was otherwise as happy as mutual affection could render it. The first of these was indeed the common calamity of Scotland, being the distracted state of that unhappy country, where every man’s sword was directed against his neighbour’s bosom. Glendinning had proved what Murray expected of him, a steady friend, strong in battle, and wise in counsel, adhering to him, from motives of gratitude, in situations where by his own unbiassed will he would either have stood neuter, or have joined the opposite party.
Hence, when danger was near–and it was seldom far distant–Sir Halbert Glendinning, for he now bore the rank of knighthood, was perpetually summoned to attend his patron on distant expeditions, or on perilous enterprises, or to assist him with his counsel in the doubtful intrigues of a half-barbarous court. He was thus frequently, and for a long space, absent from his castle and from his lady; and to this ground of regret we must add, that their union had not been blessed with children, to occupy the attention of the Lady of Avenel, while she was thus deprived of her husband’s domestic society.

Sir Walter Scott (14 augustus 1771 – 21 september 1832)
Borstbeeld in de Poets’ Corner in Westminster Abbey, Londen

 

De Duitse schrijfster Thusnelda Kühl werd geboren op 14 augustus 1872 in Kollmar. Zie ook alle tags voor Thusnelda Kühl op dit blog.

Uit: Das Haus im Grunde

„Der Zorn, der im Auge des Generals mit dem Spott gekämpft hatte, wich dem letzteren.
»Ich werde in den Annalen dieses Kriegs nicht zu bemerken verfehlen, daß die Eiderstedter Bauernknechte die Haare, die ihnen auf dem Kopfe fehlen, auf den Zähnen tragen.«
Sprach’s und wandte sich lachend dem Wohngemache zu, aus dem Stimmengetöse und Gläserklang tönte.
»Und sorgt für meinen Reitknecht, daß ihm ein Imbiß nicht fehlt!« rief er herrisch über die Achsel zurück.
Im Zimmer war’s blau von Tabakrauch. Erst allmählich stellten sich die dort versammelten Gestalten dem Auge des Eintretenden in ihren Umrissen dar.
»Hurra, der General!« johlte es ihm entgegen.
»Zur Ordnung, Kinder!« mahnte er, »damit ich euren Gastfreund begrüße.«
Über Reimer Floris’ Gesicht zuckte es höhnisch für Sekundenlänge. Kalt blickte er auf des Generals Gestalt hinab und regungslos blieb seine derbe Faust bei dem Drucke der andern.
General Steenbock wollte das heute nicht merken.
»Hier ist es gut sein, dünkt mich, Kinder –«
»Jawohl,« lachten die Offiziere, »besser jedenfalls, als in dem Pfarrhofe zu Oldenswort – alle Wetter! wie saßen wir fest drin! Die Schlappe gilt’s auszuwetzen vor Tönning, und Euer Degen, General –«
»Schweigt mir davon!« brauste Steenbock auf, und blutig glühten die Narben in seinem wilden, doch nicht unedlen Gesicht.
»Konnte ich mich wehren gegen die Hinterlist des verfluchten Dänen – konnte ich’s?«

Thusnelda Kühl (14 augustus 1872 – 24 juli 1935)

 

De Britse schrijver John Galsworthy werd geboren op 14 augustus 1867 in Kingston Hill in Surrey. Zie ook alle tags voor John Galsworthy op dit blog.

Uit:The Forsyte Saga

„Between him and the four other brothers who were present, James, Swithin, Nicholas, and Roger, there was much difference, much similarity. In turn, each of these four brothers was very different from the other, yet they, too, were alike.
Through the varying features and expression of those five faces could be marked a certain steadfastness of chin, underlying surface distinctions, marking a racial stamp, too prehistoric to trace, too remote and permanent to discuss–the very hall-mark and guarantee of the family fortunes.
Among the younger generation, in the tall, bull-like George, in pallid strenuous Archibald, in young Nicholas with his sweet and tentative obstinacy, in the grave and foppishly determined Eustace, there was this same stamp–less meaningful perhaps, but unmistakable–a sign of something ineradicable in the family soul. At one time or another during the afternoon, all these faces, so dissimilar and so alike, had worn an expression of distrust, the object of which was undoubtedly the man whose acquaintance they were thus assembled to make. Philip Bosinney was known to be a young man without fortune, but Forsyte girls had become engaged to such before, and had actually married them. It was not altogether for this reason, therefore, that the minds of the Forsytes misgave them. They could not have explained the origin of a misgiving obscured by the mist of family gossip. A story was undoubtedly told that he had paid his duty call to Aunts Ann, Juley, and Hester, in a soft grey hat–a soft grey hat, not even a new one–a dusty thing with a shapeless crown. “So, extraordinary, my dear–so odd,” Aunt Hester, passing through the little, dark hall (she was rather short-sighted), had tried to ‘shoo’ it off a chair, taking it for a strange, disreputable cat–Tommy had such disgraceful friends! She was disturbed when it did not move.
Like an artist for ever seeking to discover the significant trifle which embodies the whole character of a scene, or place, or person, so those unconscious artists–the Forsytes had fastened by intuition on this hat; it was their significant trifle, the detail in which was embedded the meaning of the whole matter; for each had asked himself: “Come, now, should I have paid that visit in that hat?” and each had answered “No!” and some, with more imagination than others, had added: “It would never have come into my head!”
George, on hearing the story, grinned. The hat had obviously been worn as a practical joke! He himself was a connoisseur of such. “Very haughty!” he said, “the wild Buccaneer.”

John Galsworthy (14 augustus 1867 – 31 januari 1933)
Portret door Rudolf Helmut Sauter, 1912


Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.

Dolce far niente, Kees Fens, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Thusnelda Kühl

Dolce far niente

 

 
De Baarsjesweg in Amsterdam

 

Uit: Slatuinenweg (Column)

‘Slatuinen’ – het is al halflandelijk. Ik meen dat heel lang geleden de hele buurt eromheen de ‘Slatuintjes’ heette. Er moeten tuinders hebben gewoond; die werden bij de uitbreiding van Amsterdam naar het westen steeds verder weggeschoven. Het is minder dan een halve eeuw geleden dat niet ver voorbij het onlangs helemaal gerestaureerde Mercatorplein, waarvan de curieuze poortgebouwen verbeeld zijn in Hermans’ novelle Dokter Klondyke, de tuinderijen begonnen. Een lappendeken van kleine veldjes, doorsneden met slootjes. En die wereld, die zich alleen soms op de schaats liet verkennen, liep door tot het dorp Sloten.Met kleine bootjes, roeiboten vaak, kwamen de tuinders over hun slootjes en de Kostverlorenvaart naar de Centrale Markt-hallen, een lange en zware tocht voor weinig winst. Voor mij was het een groot buitengebied waar het altijd koud was en alleen boerenkool, die er verstijfd bijstond, werd verbouwd. De kerk van Sloten had als patroon Sint Pancratius, en dat is een van de ijsheiligen. (Het dorp Sint-Pancras, in Noord-Holland, leek mij ook een heel koude plek).De Slatuinenweg loopt van de Admiraal de Ruyterweg naar de Baarsjesweg, die aan het water ligt. Rechts van de toegang lag het einde van een huizenblok. Op de begane grond van die hoek was een café-restaurant gevestigd, dat op mij als jongen een zeer wereldse en vooral ook dure indruk maakte. Aan de linkerzijde lag het geheimzinnigste gebouw uit mijn buurt. ‘Dirk Schnabel’ stond erop. Je zag er nooit iemand, maar uit alle ramen kwamen vreemde geuren, die mij zeer bekoorden: ik bleef er wel staan om te snuiven. Schnabel was, wist ik later, een clichéfabriek. Tussen die twee daalde je af in de Slatuinenweg (sommigen zeiden ‘Slatuinenpad’, maar ik hield die naam voor een piepklein steegje dat het straatje ook nog kende). Ik was nog nooit in een dorp geweest – Sloterdijk uitgezonderd – maar zo stelde ik mij een dorpsstraat voor. Je kon er recht doorheen kijken, en dat is zeer bekoorlijk. Links en rechts heel kleine huisjes, een benedenverdieping en een zolderachtige bovenverdieping. Er leken mij alleen maar achtergeblevenen te wonen, de laatste tuinders, zonder tuin.”


Kees Fens (18 oktober 1929 – 14 juni 2008)
De Chassékerk en de Chasséstraat in Amsterdam. Kees Fens groeide op in deze straat.

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Dolce far niente

 

 
Standbeeld van Karel de Grote op paard van Albert Termote op het Keizer Karelplein, Nijmegen

 

goudvis in de waal

je ging naar het plein om de keizer te zien
het vroor, het was nacht
en je had geen plan.

je was jong en je leven was als op de rotonde:
zolang je niet afslaat
kun je nog alle kanten op.

wij bestaan uit water en tijd, zei de keizer
zijn woorden vielen als ijsblokjes
gladwit stuiterend op de grond.

je dacht aan je goudvis, die je als kind in de lente
meenam naar buiten en vergat;
nachtvorst zette hem op pauze -je was ontroostbaar

tot de zon hem ontdooide en hij weer zwom.
jaren later spoelde je vader hem door naar zijn vrienden
die op hem wachtten in zeeën van tijd

je gaat naar de brug om de waal te zien
heeft water een leeftijd, het is al zo oud;
zou het iets weten, vraag je de rivier

en de stad staat blauw van de dag aan haar kade
een aak duwt traag de ochtend voor zich uit
aan dek schudt een vrouw uit lakens haar dromen

soms denk je nog aan zijn woorden, draaiend van afslag
naar afslag op die kolkende rotonde, en vraag je je af
wat daar zo schittert, in die diepe, donkere onderstroom

 

 
Frouke Arns (Handorf, 1964)
Frouke Arns is momenteel stadsdichter van Nijmegen

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Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Julia Mann – da Silva-Bruhns, Stefanie de Velasco, Verena Güntner

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog en ook mijn blog van 14 augustus 2010. 

Gute Neuigkeiten

Streichle ihr Haar sanft,
wie es nicht mehr Mode ist.
Nimm eine Handvoll davon
in deine Faust, nicht wütend,
tu ihr nicht weh, aber spüren
soll sie das Begehren eines Mannes,
der sich entschieden hat.

Vorbei die Zeit der kleinen Ewigkeiten.
Vorbei die vielgeliebte Abwechslung,
mehr geliebt als die Liebe.

Oh, es war schön, das will ich nicht leugnen.
Aber ich tat es auf der Suche nach etwas
Schönerem, das mehr ist, viel mehr
als nur Schönheit.

Mit welchem Recht?
Mit keinem als dem meines Herzens,
das weiß, du wartest.

 

So wenig

Was alles Glück sein soll!
Durchwühlen wir die Angebote,
das der Woche, des Tages,
der langen Nächte..

Hinunter ins Vergnügen,
sieh dich vor.
Was das Auge nicht sieht,
schreit dir einer ins Ohr.

Nur was es zweimal gibt,
hat sich gelohnt.
Wir sind nicht gekommen,
daß man uns schont.

Andere Städte als diese sind unser.
Die Toten tragen das Königskleid.
Ein Augenzwinkern genügt,
und wir wissen Bescheid.

Wir sind, immer in Reichweite
einer Steckdose, dauerhafter
als Schakale.

Wir sind quitt
mit dem Unterschied zwischen
Mann und Frau.

Wir sind böse.
So wenig bleibt,
wenn wir Glück haben.

 
Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

Liebesgedicht auf meine Geburt

Ich bin gekommen, Mama –
von innen, aber auch ein bißchen
von unten, wie in der Liebe auch.
Ich lag dann, naß und verschwitzt,
nicht wahr, Mama?, auf deinem Bauch.
Wir waren beide naß und verschwitzt,
und hatten, wie in der Liebe auch,
ein Leben vor uns.

 

Gedicht

Aus dem einen oder andern
mach einen Menschen.
Doch davon kein Wort.
Kein Wort über Vergangenes,
womit auch der gestrige Tag gemeint ist.
Nicke noch eine Weile ihm zu
bei Gewohnheiten, die dich stören.
Er wird sie aufgeben. Darüber,
siehst du, lacht er schon jetzt.
Zum ersten Mal in seinem Leben
wird er etwas erfinden, das er
dir zeigt. Laß ihm Zeit, noch einmal
hinauszulaufen ins Leben.
Erspare ihm alle Lügen der Liebe.
Komplimente, bitte, nützen nichts.
Auch die Kugel, die ins Herz trifft,
sucht Wärme.

 

Schluß damit!

Schluß damit,
daß ich Dir nie
begegnet bin.
Schluß mit den Männergeschichten
zwischen Mann und Frau.
Schluß damit!
Diese kleine, klägliche Angst,
die Ihr Liebe nennt,
Schluß damit!
Für eine große Liebe
braucht es zwei Einzelgänger
und ein Gebet.
Sei meines,
wenn die Liebenden schlafen
und in den Häusern die Stille steht.
Dann komm, dann geh!
Tu beides mit der Heftigkeit
eines Sommergewitters.

 
Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Julia Mann – da Silva-Bruhns

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008. en ook mijn blog van 14 augustus 2009 en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

 

Uit: Mozarts Friseur

 

Der Friseur, so die Legende, ist eine Mischung aus einem arabischen Findelkind und einem (gewordenen) Wiener, aufgefunden von Nomaden und von ihnen am Leben gehalten, gesäugt von Kamelen, nachts warm gehalten von ihrem Dung, bemuttert von Palmenschatten, in die man ihn während der Ruhepausen bettete. Die Hölle war es trotzdem. Mit dem Lebenswillen eines Weggeworfenen wehrte er sich gegen das Verdursten und Verhungern, gegen Fieber und das Verbrennen der Augen. Bedürfnislos wie die Tiere, die ihn trugen, kam er durch. Eine Gruppe von Matrosen, die um eine Wasserpfeife saß, nahm das verlorene kleine Bündel in Port Said an Bord ihres Frachters (mit Ziel São Paulo), in keiner Absicht. In den Wüsten, erklärten sie, sei der Sand, am Himmel die Sonne, auf See jede Welle wahnsinnig. Daran solle er sich unter Menschen bis zu seiner Todesstunde erinnern.
Der Friseur kann den Wortlaut dieser seltsam bedrohlichen, knapp und endgültig klingenden Botschaft noch heute, fast ein halbes Menschenleben später, im Schlaf aufsagen, ist aber dem Entschluß zu seiner Entschlüsselung aus Gründen, über die er erst lange nachdenken müßte, bisher immer ausgewichen. Nicht, daß ihm dazu die Zeit gefehlt hätte, natürlich nicht. Aber es klappte beim Nachdenken mit den Gedanken nicht, sie waren nie zu dressieren. Und trainiert hat er das Denken später auch nie. Er geht noch immer auf Sand oder Wasser, wenn er denkt. Es gibt keinen Grund, keinen festen Boden, er sinkt ein, das Gehen seiner Gedanken ist schwer und ermüdend. Auch deshalb erinnert er sich jener lange zurückliegenden Zeit, als er an Gedanken noch nicht einmal gedacht hatte. Das Schweigen der Männer, die ihn aufgezogen hatten, war so selbstverständlich wie ihre Befehle verständlich waren. Unterhielten sie sich, benutzten sie nicht Worte, sondern machten Musik, einige tanzten. Sie lasen keine Bücher, schrieben keine Briefe, stellten keine Fragen, auch ihm nicht. Die Sonne ging morgens auf und abends ging sie unter, kein Gedanke würde daran etwas ändern, auch der Gedanke an Profite nicht. Es war das Leben ein stummes Vorwärtskommen auf beschwerlichen Routen, ein Ausruhen zwischendurch, ein Aufbrechen zu einem Ziel, von dem aus sie nach einigen Tagen oder Wochen wieder in die Wüste zurückkehrten, wieder beladen, wieder im Kampf mit dem Auftrag, eine Ladung ins Landesinnere zu bringen, zu Oasen oder Handelsstationen, und von dort eine andere zurück zum Fluß oder zur Küste.
Da ihm Gefahren unbekannt waren, dachte er über sie auch nicht nach. Luftspiegelungen, falls er sie überhaupt wahrnahm, hielt er für wirklich. Ein Spiel war nichts, was ihm widerfuhr. Er spielte nicht, mit nichts, nicht unterwegs. Er dachte sich auch nichts bei dem Spaß, unter die Bäuche der Kamele zu kriechen, um die dort herunterhängenden Haarbüschel erst zu entflechten, um sie anschließend wieder zu kleinen Zöpfen binden zu können. Mach nur weiter so, sagten die Männer und gaben ihm Fußtritte.
Das alles änderte sich mit den Matrosen.”

 

 

 

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Carola Herbst, Sir Walter Scott, Julia Mann – da Silva-Bruhns, John Galsworthy, Marie Delle Grazie, Sibilla Aleramo, Alice Rivaz, Johannes Trojan, Ernest Thayer

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008. en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

In einem kleinen Zimmer in Paris

In einem kleinen Zimmer in Paris,
wo ich den Kopf vor Sehnsucht gegen alle Wände stieß
und deinen Namen leise in die Spiegel schrie,
doch keiner kam und niemand nahm mich in den Arm
wie du, der mich verließ.
Und als du gingst, hast du gesagt:
“Du machst das schon, mein Kleines, irgendwie!”
Oh ja, mein Mann! Ich mach das schon.
Ich weine ohne Träne jede Nacht,
ich liebe dich, auch wenn es einsam macht,
ich sterbe so dahin
und frag nicht mehr nach einem Sinn
in diesem kleinen Zimmer hier,
wo Gaukler wohnten, Trinker, Diebe,
es war umsonst, denn es war Liebe.

Die Liebe mit dem Leben büßen
Warten, bis das Leben dich vergisst
Jede Nacht, sie bleibt in mir
Auch wenn es Tag geworden ist.

Dann war es still.
Dann gingen viele Jahre hin
und ich blieb hier,
in diesem kleinen Zimmer in Paris
und trank mit Trinkern auf ihr Glück
und sang mit Gauklern Liebeslieder
und morgens kamen auch die Diebe wieder,
nur du kamst nie zurück.

 

Fliehende sind wir

“Ungleiches Paar, beide
kalt genug für das kälteste Unglück
Gegner, die auf keine zweite
Chance warten –

solche Gegner gehen niemal einen Schritt zurück
und bleiben doch einander unnahbar bis in ihr Schweigen
in dem, was einmal Feuer war und Liebesglück
ausglüht zu Asche

Und wie auf Gesichtern von Toten
siehst du ihr letztes Erstaunen erkalten
Fliehende sind wir, die sich festhalten

Reisende durch leere Zimmer
Gleichgültig schluchzen die Geigen noch immer
Sterbende betteln um Dollarnoten”

 wondrascheck

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)
Hier met de Zweedse dichter Lars Gustafsson (links)

 

De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008 en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Uit: H. R. H.

 „Christianna stood at her bedroom window, looking down at the hillside in the pouring rain. She was watching a large white dog, soaking wet with matted hair, digging excitedly in the mud. Every now and then he would look up at her and wag his tail, and then return to digging again. He was the Great Pyrenees her father had given her eight years before. His name was Charles, and in many ways he was her best friend. She laughed as she watched him chase a rabbit that eluded him and promptly disappeared. Charles barked frantically and then splashed happily through the mud again, looking for something else to pursue. He was having a great time, as Christianna was, watching him. It was the last of summer and the weather was still warm. She had returned to Vaduz in June, after four years of college in Berkeley. Coming home had been something of a shock, and so far the best thing about her homecoming was Charles. Other than her cousins in England and Germany, and acquaintances throughout Europe, her only friend was Charles. She led a sheltered and isolated life, and always had. It seemed unlikely she would see her Berkeley friends again.
As she watched the dog disappear toward the stables, Christianna hurried out of her room, intent on going outside and following him. She grabbed her riding slicker and a pair of rubber boots she used to muck out her horse’s stall, and ran down the back stairs. She was grateful that no one noticed her, and a moment later she was outside, sliding through the mud and running after the big white dog. She called his name, and in an instant he bounded up to her, nearly knocking her down. He wagged his tail, splashing water everywhere, put a muddy paw on her, and when she bent to stroke him, he reached up and licked her face, and then ran away again as she laughed. Together, they ran side by side along the bridle path. It was too wet today to ride“.

 steel

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008 en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Uit: Kalender ohne Anfang und Ende

“NÄCHSTES JAHR nehmen wir Einzelzimmer, sagte meine Geliebte im Vorjahr. Ein guter Einfall, sagte ich, da muß ich nicht mehr fürchten, daß ich dich störe, wenn ich meinem kleinen Taschentonband etwas einsage, muß nicht mehr hinaus in den Park, wenn es gar zuviel ist, was ich auf dieses Zelluloid- oder Plasteband einzureden habe, muß nicht, wenn meine auszementierte Diktierbahn unter dem Damm bei Regenwetter von Liebespaaren besetzt ist, hinauf auf den Damm, wo der Váh-Wind mich packt und wo die Kälte mich trotz meiner Lederjacke zu fassen bekommt und mir bis unter die Haut kriecht. Nicht zu vergessen, daß du mich nachts nicht mehr stören wirst, sagte meine Geliebte, wenn du bei halber Nacht das Licht einschaltest und liest bis zum Morgen. Du vergißt, sagte ich, daß ich aufwach, weil du schnarchst, und daß ich lange wach lieg, ehe ich mich entschließen kann, dich zu wecken, aber dann tue ich es. Ja, und dann bin ich wach, sagte meine Geliebte, und du schläfst ein und schnarchst.
Also, es blieb dabei, wir nahmen Einzelzimmer, und nun haben wir sie. Das hat seine Romantik und macht mein Piest‘anyer Märchen noch märchenhafter. Ich darf tatsächlich diktieren, wann ich will oder wann mir danach ist, und ich platze nicht in den Essay hinein, den meine Geliebte über eine gemeinsame Freundin in Ungarn, über eine Malerin, schreibt. Wir wissen weniger voneinander. Eines weiß die Badezeiten des anderen nur dunkel, und wir lassen auch im finstern, wann wer zur Massage geht, aber wir haben eine neue Aufgabe, ich jedenfalls, eine romantische Aufgabe. Das beschäftigt mich ziemlich, fast kriminalistisch, aber mindestens so arg wie einen jungen eifersüchtigen Liebhaber, festzustellen, wo meine Geliebte sich in dieser oder jener Stunde befindet, und sie aufzuspüren. Oft ist es dann so, als ob wir uns in der großen Welt zum ersten Mal träfen, und das hat seinen Reiz, das übt seine Macht aus auf unser Zueinander.
Aber an manchen Abenden, wenn jedes von uns seinen Zimmerschlüssel aus der Tasche zieht, seine eigene Tür aufschließt, und wenn durchs mondhelle Zimmer hindurch in den blühenden Kastanien von gegenüber die Nachtigall ihre Roller und Schleifer, ihr gar nicht so sanftes Getön, sondern ihren harten, fordernden Schlag (nein nicht) in die Nacht hinausläßt, sondern hinausstößt, sagt meine Geliebte, das machen wir aber nie wieder.”

strittmatter

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)

 

De Duitse schrijfster Carola Herbst werd geboren op 14 augustus 1960 in Rostock. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008 en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Uit: Weiße Geheimnisse

 „Wenn man in Rostock geboren und aufgewachsen ist, glaubt man lange Zeit, man könne dieser Stadt niemals den Rücken zukehren.
Vom Küchenfenster unserer Neubauwohnung aus konnte ich an Sonntagen die alten Glocken schlagen hören, und ich lauschte andächtig.
Irgendwann begannen meine Freundinnen und ich, die alten Gemäuer der Stadt auf eigene Faust zu erkunden und stießen auf viele freundliche Leute, die uns, wohl verwundert über das eher ungewöhnliche Interesse einiger Backfische, bereitwillig Kirchenportale öffneten und uns sogar hinter schmiedeeiserne Türen geheimnisvoller Grabkapellen schauen ließen. Überall spürte ich den Atem der Geschichte.
Doch nichts berührte mich mehr, als ein riesiges Ölgemälde, es hing damals im Ostchor der Marienkirche. Ich stand davor und begriff plötzlich, in einer Zeit leben zu dürfen, in der die den Kriegskindern nachfolgende Generation Krieg und Zerstörung, zumindest im Herzen Europas, nicht durch eigenes Erleben würde kennen lernen müssen und ich bin dankbar dafür.
Der Künstler war vogelgleich über St. Marien geschwebt und hatte auf die unversehrt wirkende Kirche geschaut, die inmitten eines gewaltigen Trümmerfeldes wie ein unzerstörbares Bollwerk aufragte. Wir haben ein Geschenk erhalten, denn St. Jacobi und St. Petri brannten in den Bombennächten von 1942, ganze Stadtquartiere fielen in Schutt und Asche.
Die Wunden der Vergangenheit sind vernarbt, vieles, was unwiederbringlich verloren ging, lebt in Erinnerungen, in alten Fotos, alten Kupferstichen und Gemälden weiter und wenn man ganz genau hinschaut, dann entdeckt man die Straßen, Wege und Plätze, auf denen Franz den Spuren seines Bruders folgte.“

herbst

Carola Herbst (Rostock, 14 augustus 1960)

 

De Schotse dichter en schrijver Sir Walter Scott werd geboren in Edinburgh op 14 augustus 1771. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008 en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Uit: Waverley Or t’ Is Sixty Years Since

„It is, then, sixty years since Edward Waverley, the hero of the following pages, took leave of his family, to join the regiment of dragoons in which he had lately obtained a commission. It was a melancholy day at Waverley-Honour when the young officer parted with Sir Everard, the affectionate old uncle to whose title and estate he was presumptive heir.

A difference in political opinions had early separated the Baronet from his younger brother Richard Waverley, the father of our hero. Sir Everard had inherited from his sires the whole train of Tory or High-Church predilections and prejudices which had distinguished the house of Waverley since the Great Civil War. Richard, on the contrary, who was ten years younger, beheld himself born to the fortune of a second brother, and anticipated neither dignity nor entertainment in sustaining the character of Will Wimble. He saw early that, to succeed in the race of life, it was necessary he should carry as little weight as possible.

Painters talk of the difficulty of expressing the existence of compound passions in the same features at the same moment; it would be no less difficult for the moralist to analyse the mixed motives which unite to form the impulse of our actions. Richard Waverley read and satisfied himself from history and sound argument that, in the words of the old song,

     Passive obedience was a jest,

     And pshaw! was non-resistance;

yet reason would have probably been unable to combat and remove hereditary prejudice could Richard have anticipated that his elder brother, Sir Everard, taking to heart an early disappointment,

would have remained a bachelor at seventy-two. The prospect of succession, however remote, might in that case have led him to endure dragging through the greater part of his life as ‘Master Richard at the Hall, the Baronet’s brother,’ in the hope that ere its conclusion he should be distinguished as Sir Richard Waverley of Waverley-Honour, successor to a princely estate, and to extended political connections as head of the county interest in the shire where it lay.“

scott

Sir Walter Scott (14 augustus 1771 – 21 september 1832)
Portret door Sir Henry Raeburn

 

De moeder van (o.a.) de Duitse schrijvers Heinrich en Thomas Mann, Julia Mann-da Silva-Bruhns werd geboren op  14 augustus 1851 in Paraty in Brazilië. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008.en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Uit: Der Flügelschlag eines brasilianischen Schmetterlings

(Bespreking Thomas Manns roman Felix Krull door Martin R. Dean in NNZ Online)

„Verfolgt man den Familienstammbaum rückwärts, entdeckt man die Rückseite dieser Weltläufigkeit in der Entwurzelungserfahrung seiner Mutter Julia. Denn die ersten Tropfen seines Weltbürgertums nimmt der Lübecker mit der Muttermilch ein: «Meine Mutter», schreibt Mann, «stammte aus Rio de Janeiro, hatte aber einen deutschen Vater, so dass nur zum vierten Teil unser Blut mit lateinamerikanischem gemischt ist. Uns Kindern erzählte sie von der paradiesischen Schönheit der Bucht von Rio, von Giftschlangen, die sich auf der Pflanzung ihres Vaters zeigten und von Negersklaven mit Stöcken erschlagen wurden. Mit sieben Jahren fand sie sich nach Lübeck verpflanzt – den ersten Schnee, den sie sah, hielt sie für Zucker.» Man wundert sich hier vielleicht über das «nur», mit dem Thomas Mann den Anteil brasilianischen Blutes qualifiziert, was er in der Folge kaum mehr zu würdigen sich genötigt sah.

Nach dem Tod ihrer Mutter Maria da Silva wird Julia 1885 ins deutsche Lübeck verpflanzt. Dort lebt sie mit ihrem Vater und den Geschwistern und wird, in der Entourage ihres schwarzen Kindermädchens Anna, schnell zur auffälligen Exotin. Julia Mann ist hübsch, lebenssüchtig und geniesst das Leben sorglos wie ein Schmetterling. Nach dem Tod ihres Mannes wird sie von der Stadt Lübeck entmündigt und muss nach München umsiedeln, um ihre persönliche Freiheit wieder zu gewinnen. Ihre beiden Söhne Thomas und Heinrich aber werden dieses Gefühl der Entwurzelung, das sich im Familienkörper ausbreitet, nicht verdrängen können. Der Flügelschlag des tropischen Schmetterlings bewegt die Familie selbst noch im kalten und fernen Norden.“

 mann

Julia Mann – da Silva-Bruhns (14 augustus 1851 – 11 maart 1923)
Villa Boa Vista in Paraty, ouderlijk huis van Julia Mann

 

De Britse schrijver John Galsworthy werd geboren op 14 augustus 1867 in Kingston Hill in Surrey. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008 en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Uit: The Forsyte Saga

„On June 15, eighteen eighty-six, about four of the afternoon, the observer who chanced to be present at the house of old Jolyon Forsyte in Stanhope Gate, might have seen the highest efflorescence of the Forsytes.

This was the occasion of an ‘at home’ to celebrate the engagement of Miss June Forsyte, old Jolyon’s granddaughter, to Mr. Philip Bosinney. In the bravery of light gloves, buff waistcoats, feathers and frocks, the family were present, even Aunt Ann, who now but seldom left the comer of her brother Timothy’s green drawing-room, where, under the aegis of a plume of dyed pampas grass in a light blue vase, she sat all day reading and knitting, surrounded by the effigies of three generations of Forsytes. Even Aunt Ann was there; her inflexible back, and the dignity of her calm old face personifying the rigid possessiveness of the family idea.

When a Forsyte was engaged, married, or born, the Forsytes were present; when a Forsyte died–but no Forsyte had as yet died; they did not die; death being contrary to their principles, they took precautions against it, the instinctive precautions of highly vitalized persons who resent encroachments on their property.

About the Forsytes mingling that day with the crowd of other guests, there was a more than ordinarily groomed look, an alert, inquisitive assurance, a brilliant respectability, as though they were attired in defiance of something. The habitual sniff on the face of Soames Forsyte had spread through their ranks; they were on their guard.

The subconscious offensiveness of their attitude has constituted old Jolyon’s ‘home’ the psychological moment of the family history, made it the prelude of their drama.

The Forsytes were resentful of something, not individually, but as a family; this resentment expressed itself in an added perfection of raiment, an exuberance of family cordiality, an exaggeration of family importance, and–the sniff. Danger–so indispensable in bringing out the fundamental quality of any society, group, or individual–was what the Forsytes scented; the premonition of danger put a burnish on their armour. For the first time, as a family, they appeared to have an instinct of being in contact, with some strange and unsafe thing.“

galsworthy

John Galsworthy (14 augustus 1867 – 31 januari 1933)

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Marie Eugenie Delle Grazie werd geboren op 14 augustus 1864 in Bela Crkva. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008. en ook mijn blog van 14 augustus 2009.

Du schöne duftige Linde

Du schöne, duftige Linde
Hoch oben auf alter Bastei,
Was rauschst Du so traurig im Winde
Geh’n kosend wir vorbei?

Freut Dich nicht die schöne Liebe,
Nicht die süße, selige Lust,
Die ferne vom Weltengetriebe
Hold blüht in uns’rer Brust?

Wohl freut mich Eure Liebe,
Eure süße, selige Lust,
O, daß sie doch ewig bliebe
In Eurer jungen Brust!

Wohl freut’s mich, daß Eure Herzen
Einander so lieb und so gut,
Doch seh’ ich Euch küssen und scherzen
Wird’s mir so weh’ zu Muth.

Muß trauernd die Zweige ich senken
So trübe und ahnungschwer,
Und vergangener Tage gedenken,
Die einst mich erfreut so sehr.

Gedenken der vielen Menschen,
Die hier schon gejubelt – ach
Und denen doch bald vor Liebe,
Vor Leid das Herze brach.

 grazie

Marie Delle Grazie (14 augustus 1864 – 19 februari 1931)

De Italiaanse dichteres en schrijfster Sibilla Aleramo (eig. Rina Faccio) werd geboren in Alessandria op 14 augustus 1876. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2007.

Mais oui, toujours

Je sens que je souris,
Attendrie,
Il y a de la pudeur et une grâce puérile,
Dans le sentiment qui m’envahit,
Seule,
Frémissement imprévu,
Ô lumière à travers les branches bourgeonnantes,
Soirée qui approche du printemps,
Je sens que je souris,
Attendrie,
Tant la vie est pure, tant elle est légère
et présente,
Avec elle aussi son sentiment de chaste vertu,
Riant,
D’une heure qui revient, revient, mais oui, toujours
D’une heure suspendue,
Ô si neuve !

 

Vertaald door Béatrice Vierne

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Sibilla Aleramo (14 augustus 1876 – 13 januari 1960)

 

De Zwitserse schrijfster Alice Rivaz werd geboren op 14 augustus 1901 in Rovray, in het Franstalige deel van Zwiserland. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2007

Uit: Une étude sur Alice Rivaz, door Françoise Fornerod

„Ancrée dans la réalité de Suisse romande, l’œuvre d’Alice Rivaz offre le reflet de préoccupations auxquelles la littérature de ce pays a longtemps accordé peu d’attention : le sort des êtres marginalisés par la société, la complexité des rapports dans le monde du travail, la place des femmes dans la littérature, la solitude de ceux qui appartiennent à des minorités. Sans doute son milieu familial aussi bien que celui dans lequel la romancière a exercé son activité professionnelle ont-ils déterminé ses prises de position.

Lorsqu’Alice Rivaz vient au monde le 14 août 1901 à Rovray, petit village du Nord vaudois, son père, Paul Golay est instituteur ; il exercera encore sa profession à Clarens de 1904 à 1910 avant de rejoindre Lausanne pour se consacrer entièrement à la politique et s’illustrer comme l’un des ténors du jeune parti socialiste vaudois. Le récit que, dans L’Alphabet du matin, Alice Rivaz fait de son enfance heureuse et protégée n’occulte pas les tensions familiales nées du heurt des idées paternelles avec les convictions religieuses de sa mère, née Ida Etter, dont un début de noviciat chez les diaconesses de Saint-Loup avait renforcé le rigorisme moral. La dénonciation de l’injustice sociale, la défense des humbles et les opinions pacifistes défendues au sein de la famille, Alice Rivaz les a retrouvées ensuite sur son lieu de travail. Ayant renoncé à gagner sa vie en donnant des leçons de musique après avoir obtenu un diplôme de piano au Conservatoire de Lausanne, elle a suivi une école de dactylo qui lui a permis d’être engagée en 1925 au Bureau International du Travail à Genève. Elle a fait toute sa carrière dans ce milieu international, chargée de recherches et d’enquêtes qui ne lui laissaient que peu de temps pour sa vocation littéraire. Il a fallu la guerre et la suspension des activités du BIT à Genève pour qu’elle puisse s’y consacrer.“

rivaz

Alice Rivaz (14 augustus 1901 – 27 februari 1998)

 

De Duitse dichter en schrijver Johannes Trojan werd geboren op 14 augustus 1837 in Danzig. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2007.

Die liebe Not

Warum die Not wird lieb genannt,
Das war mir lange unbekannt,
Bis ich’s von einer Frau erfahren.
Es war umringt von Kindern sie,
Die all’ noch hilfsbedurftig waren,
Und einer meinte: viele Muh’
Must sie doch haben mit der kleinen Schar.
“Ja”, sagte sie, und ihre Mienen
erhellten sich, “ja, es ist wahr,
Ich habe meine liebe Not mit ihnen.”

 

Veränderte Ansicht

Daß gefangne Vögel singen,
konnt’ ich früher nicht verstehn;
Wenn sie auf den Zweigen springen,
dann nur, dacht` ich, kann es gehen.

Hinter eines Käfigs Stäben,
nicht von freier Luft umweht –
Wer kann so Gesang erheben?
Und nun seh` ich doch: es geht.

trojan

 Johannes Trojan (14 augustus 1837 – 23 november 1915)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Ernest Lawrence Thayer werd geboren op 14 augustus 1863 in Lawrence, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2007.

Casey at the Bat (fragment)

Then from five thousand throats and more there rose a lusty yell;
It rumbled through the valley, it rattled in the dell;
It pounded on the mountain and recoiled upon the flat,
For Casey, mighty Casey, was advancing to the bat.

There was ease in Casey’s manner as he stepped into his place;
There was pride in Casey’s bearing and a smile lit Casey’s face.
And when, responding to the cheers, he lightly doffed his hat,
No stranger in the crowd could doubt ‘twas Casey at the bat.

Ten thousand eyes were on him as he rubbed his hands with dirt;
Five thousand tongues applauded when he wiped them on his shirt;
Then while the writhing pitcher ground the ball into his hip,
Defiance flashed in Casey’s eye, a sneer curled Casey’s lip.

And now the leather-covered sphere came hurtling through the air,
And Casey stood a-watching it in haughty grandeur there.
Close by the sturdy batsman the ball unheeded sped–
“That ain’t my style,” said Casey. “Strike one!” the umpire said.

 thayer

Ernest Thayer (14 augustus 1863 – 21 augustus 1940

Wolf Wondratschek, Carola Herbst, Danielle Steel, Erwin Strittmatter

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt.

 

Im Sommer

 

Einsam sein im Sommer
und hundemüde auf einen
Liebesbrief warten,
das ist schlimm;
und abends zuschauen wie sich
Lana Turner in Robert Mitchum verliebt;
und wenn morgens die Sonne aufgeht,
hast du niemand getroffen,
in der Tür steckt kein Zettel “Ruf mich an.”
Ein Maler würde das Blau immitieren,
eine Flugzeugladung Menthol;
ein Dichter würde lieben oder sterben;
ich starre, ohne hinauszuschauen,
aus dem Fenster, frühmorgens,
und sage “Ich liebe dich”
ohne irgendetwas
oder irgendwen
zu meinen

 

 

 

Lied von der Liebe

 

Wir lagen, faul vor Liebe,

noch im Gras, da färbten schon

sich über uns die Blätter.

 

Dann standen die Bäume kahl.

Ich sah den Himmel, mehr davon,

als mir lieb war.

 

Nein, mit der Liebe unten

hat der Himmel nichts zu tun.

Ich nahm eine Handvoll Erde.

 

Da hast du gesagt: das da

in deiner Hand, so will ich,

daß ich werde.

 

 

wondratschek

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

 

De Duitse schrijfster Carola Herbst werd geboren op 14 augustus 1960 in Rostock. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008.

 

Uit: Johanna und das Meer

 

Die See lag so ruhig, dass sich vereinzelt am Himmel hängende Wolken in ihrer fast unbeweglichen Oberfläche spiegelten. Das Gelbgrün der Sandbänke schied sich deutlich vom Dunkelgrün der Seegraswiesen. Doch die scharfen Farbkontraste des Flachwassers verloren sich allmählich im einheitlichen Blau der tieferen Wasserzonen.

Margitta hatte ihr Theaterglas mitgenommen und beobachtete fasziniert von dem erhöhten Plateau der vor ihr abrupt abfallenden Kliffküste die Verwandlungskünstlerin zu ihren Füßen, die See. Weit draußen konnte sie Segelschiffe ausmachen, die vermutlich vor Warnemünde auf Reede lagen, die kleinen Segelboote fehlten jedoch an diesem Sonntagvormittag. Die ungewöhnliche Flaute brachte die Bootsführer der Ausflugsjollen um ihre Tageseinnahmen.

In Küstennähe schwammen drei Schwäne in ihrer unnachahmlich majestätischen Art, sie senkten nach einer nur ihnen bekannten Choreografie immer wieder die langen Hälse ins Wasser, um den Meeresboden nach Leckerbissen abzusuchen.

„Hier, schau sie dir an”, einladend hielt sie Johanna das Glas vor die Nase, „sie sind wunderschön.”

Johanna lehnte an einem der Baumstämme, die sich im Laufe ihres langen Lebens den stürmischen Nordwestwinden hatten beugen müssen und nun ihre Äste unwillig landeinwärts reckten. Da der Wuchs dieser Bäume durch ständige Anfechtungen der Natur immer wieder gestört wurde, sahen sie merkwürdig verrenkt und knorrig aus, beinahe griesgrämig, wie ein verwachsenes Weiblein. Der friedliche und ruhige Eindruck, den Wind und Meer momentan vorgaukelten, war demnach trügerisch. Die Elemente setzten nicht nur den Bäumen, sondern auch der Landschaft zu, abgebrochene Steilküstenabschnitte, die wie Fremdkörper auf dem Strand lagen, waren stumme Zeugen ihrer Kraft. Mitgerissene Sträucher und Gräser hatten dort unten noch nicht aufgegeben zu grünen, sie konnten nicht ahnen, endgültige Opfer der nächsten Sturmflut zu werden.“

 

Herbst

Carola Herbst (Rostock, 14 augustus 1960)

 

De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947.

 

Uit: Matters of the Heart

 

Hope Dunne made her way through the silently falling snow on Prince Street in SoHo in New York. It was seven o’clock, the shops had just closed, and the usual bustle of commerce was shutting down for the night. She had lived there for two years and she liked it. It was the trendy part of New York, and she found it friendlier than living uptown. SoHo was full of young people, there was always something to see, someone to talk to, a bustle of activity whenever she left her loft, which was her refuge. There were bright lights in all the shops. It was her least favorite time of year, December, the week before Christmas. As she had for the past several years, she ignored it, and waited for it to pass. For the past two Christmases, she had worked at a homeless shelter. The year before that she had been in India, where the holiday didn’t matter. It had been a hard jolt coming back to the States after her time there. Everything seemed so commercial and superficial in comparison. The time she had spent in India had changed her life, and probably saved it. She had left on the spur of the moment, and been gone for over six months. Reentry into American life had been incredibly hard. Everything she owned was in storage and she had moved from Boston to New York. It didn’t really matter to her where she lived, she was a photographer and took her work with her. The photographs she had taken in India and Tibet were currently being shown in a prestigious gallery uptown. Some of her other work was in museums. People compared her work to that of Diane Arbus. She had a fascination with the destitute and devastated. The agony in the eyes of some of her subjects ripped out your soul, just as it had affected hers when she photographed them. Hope’s work was greatly respected, but to look at her, nothing about her demeanor suggested that she was famous or important.“

 

danielle_steel

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg.

 

Uit: Die Tabakpfeife

 

Alles, was Großvater im Bauernkalender las, war für ihn NATURREINE WAHRHEIT. Was in den Zeitungen stand, war teils wahr und teils erlogen. In den Büchern standen erdichtete Geschichten, und etwas ausdichten konnte Großvater sich selber. Er tat es auf dem Kutschbock beim Klappern des Fuhrwerks: »In der Linde, der krummen, hörst du Bienchen und Hummchen summen…«
Wenn wir Großvater beim lauten Versemachen ertappten, machte er: »Simm, simm, simm«, als striche er alles durch, sah uns an und sagte: »Ja, ja, so ist das, so ist das!« – Nach der Meinung der Dorfleute konnte ein Häusler, der Verse machte, nicht ganz richtig im Kopfe sein.
Abends, nur abends, rauchte Großvater seine lange Tabakpfeife. Sie hatte einen Porzellankopf, und der war mit einer Waldlandschaft bemalt: Zwischen giftgrünen Bäumen stand ein röhrender Hirsch, dem viel Atemdampf aus dem Geäse kam.
Die Tabakpfeife war eine Lehrerpfeife, und Großvater war stolz auf sie. Er hatte sie zusammen mit einem hölzernen Lehnsessel auf einer Auktion erstanden. Sie gehörte zum Nachlaß des Lehrers aus Großvaters Heimatdorf Klein-Partwitz; der Lehrer hatte Kopetzki geheißen und war nach Großvaters Meinung der beste Vogelkenner des Sorbenlandes gewesen. »Er konnte dir jeden Vogel nachmachen, er war dir schon selber ein Vogel.« Großvater blies und puffte bläuliche Tabakwölkchen in die Stube. Er rauchte nur Rippentabak; denn der war am billigsten, und er kaufte ihn in der Kreisstadt beim Zigarrenmacher i
n kleinen Bündeln. Den Tabak schnitten meine Schwester und ich mit Großvaters scharfem Jagdnicker, den wir sonst nicht anrühren durften.
Die KAUFMANNSTREICHHÖLZER waren für den tiefen Porzellankopf an Großvaters Pfeife zu kurz, und sie waren vor allem UNGESUND, wie Großvater behauptete, deshalb fertigten wir Schwefelhölzchen an, wenn Großmutter bei einer Nachbarin zum Schwatz war. Wir waren dann für längere Zeit sicher, denn Großmutter schwatzte gern und nichts als PAPPEREPAPP, wie Großvater sagte. Er schnitt mit seinem Jagdnicker zweifingerlange Hölzchen von einem Kiefernkloben, während auf der glühenden Herdplatte in einer alten Kasserolle Schwefelklumpen flüssig gemacht wurden. Schwefel war SEHR GESUND, wenn man Großvater glauben durfte, und wir glaubten es ihm, weil er selber glaubte, was er sagte.“

 

Strittmatter

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)

 

Zie voor alle bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 14 augustus 2008.

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn vorige blog van vandaag.