Judas-kus (Hélène Swarth)

Bij Witte Donderdag

 

De Judaskus door Giotto di Bondone, 1304 – 1306

 

JUDAS-KUS

Hij nam de beker en Hij brak het brood.
Hij sprak het woord dat onvergeetbaar klonk
Door de eeuwen heen. En onheilspellend blonk
Op Judas’ rosse lokken ’t avondrood.

En elkeen at van ’t brood en elkeen dronk
De purpren wijn, die hem Zijn liefde bood.
Doch ’t brood was Judas bitter als de dood,
In elke wijndrop gloeide een helse vonk.

Kalm stond de god in ’t flikkrend fakkellicht,
Toen hij de valse kus voelde – en terstond
Viel droef zijn blik op Judas’ aangezicht.

-Ik spijsde en laafde u met mijn liefde, en toch
Verraadt gij mij! o snode, rode mond,
Uw Judas-kus brandt op mijn lippen nog!

 

Hélène Swarth (25 oktober 1859 – 20 juni 1941)
De Boomkerk in Amsterdam, de geboorteplaats van Hélène Swarth

 

De Nederlandse dichteres en vertaalster Eva Gerlach (pseudoniem van Margaret Dijkstra) werd geboren in Amsterdam op 9 april 1948. Zie ook alle tags voor Eva Gerlach op dit blog.

Rand

Wat je nu zegt verplaatst lucht
over een kleine afstand,

kleiner naarmate je zachter,
haastiger praat:

‘Tot waar het weer waait’. Een plek
opzij van het kijken.

Verwachting loopt naar de rand.
Niet te bereiken.

 

Toba

Ik maak de reis die ik nooit
maakte, plan blijf liggen, ik begin
hier waar ik ben en nu meteen, wees stil.

Ik zal vinden wat ik wil, het meer en
meer, lichaam uitspanselwijd
over het volle oppervlak gespreid,
opstaan in drie tijden tegelijk,

het meteen vergeten, om halfzeven
door de nevel en de spinnenwebben
waden, blinden losdoen, hemel
lezen als verwoesting als altijd

 

Mijn kind laat mij met buitenlucht alleen

Mijn kind laat mij met buitenlucht alleen,
zij blijft op afstand sinds zij uit mij viel.
Plastic steekt uit haar afgewend profiel,
met apparaten woont zij achter glas
die haar weerspannig ademen bewaken.

Als ik tot bloedens toe mijn handen was
mag ik een ogenblik haar vel aanraken.
Hoe steel ik haar, hoe krijg ik haar ontvreemd.

 

Eva Gerlach (Amsterdam, 9 april 1948)

 

De Duitse schrijver, dichter en essayist Johannes Bobrowski werd geboren op 9 april 1917 in Tilsit. Zie ook alle tags voor Johannes Bobrowski op dit blog.

De schelpblazer

De prachtige luchtgeest blaast op de schelphoorn,
de roodachtige, puntige, hij verdeelt het geluid
met zijn hand, dat hier- en daarheen
vliegt, zo heel anders dan kustvogels.

Mijn vriend, de luchtgeest, houdt ervan daar in de weilanden
te slapen en ik heb dit en dat al geleerd
bij hem en nu leer ik niet zoals hij
enkel licht te rusten, slechts leunend tegen de rand

van het donker en nog steeds in het licht,
en met kinderlijk ronde ogen snel te ontwaken.
Hoe moet ik zijn zoals mijn vriend:
alleen met mijn lief, zonder slaap, in de regen?

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Johannes Bobrowski
(9 april 1917 – 2 september 1965)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 9e april ook mijn blog van 9 april 2019 en ook mijn blog van 9 april 2018 en ook mijn blog van 9 april 2017 deel 2.

Gethsemane (Richard Dehmel)

Bij Witte Donderdag

 

 
De gevangenneming van Christus door Caravaggio, ca. 1602

 

Gethsemane

Lautlos steht der starre Hain der Palmen,
tiefe Schatten schaun aus Busch und Halmen,
ihre blauen Thränen weint die Nacht.
Nur von dumpfen Menschenlauten schauert
der verstummte starre Hain, und schauert;
einsam stöhnt und stöhnt und trauert
auf den Knien ein Mann in Betteltracht.

Höre, höre, Geist der Wahrheit,
meinen Zwiespalt, meine dunkle Schuld:
der ich wandelte in Kampf und Starrheit,
Liebe lehrt’ ich und Geduld.
Ach! ein Baum, der Licht gab, wollt’ ich leben,
übermächtig der Natur;
nur mein Glaube war mir Leben.
Ach, sie sahn nicht auf mein Streben,
sahn die That, des Baumes Schatten nur.

Uebermenschlich hab’ ich mich vermessen,
und sie haben fromm gemeint:
Ich, ich lebte selbstvergessen.
Einer, Er nur – Judas! Freund!
warum willst du mich verraten?!
O zertrennte mich doch mein Gebet,
daß ich zwiefach lebte Wort und Thaten,
Menschen menschlich irrend zu beraten,
auch dem Zweifel ein Prophet!

Und zum Mond die Arme wild gebreitet
und die Augen in die Nacht geweitet,
läßt er seine dunkeln Blicke irr’n.
Und er sieht die Schaaren seiner Qualen,
durch das Dickicht brechen bleiche Stralen,
und sie bohren ihm die fahlen
Dolche gierig in die glühende Stirn.

Wehe, wehe, Geist der Liebe:
voller Reinheit schwebst du klar und hoch,
doch dein Pfad ist Nacht und kalt und trübe,
und mich kettete die Erde doch!
Schwerter stieß ich in die weichsten Herzen:
Allen wollt’ ich liebend glühn,
aber meiner Mutter mach’ ich Schmerzen
und mit sehnsuchtwundem Herzen
weint um mich die Magdalenerin.

Nackt und bloß, und nur ein Menschensohn,
wollt’ ich trösten all mein arm Geschlecht;
doch im Mitleid glimmt die Rache schon,
auch der Reichste hat auf Liebe Recht!
Judas, Judas, kommst du mich zu richten?
ist Entsagung, ist Gewalt mein Loos?
Muß denn diese Welt sich erst vernichten,
um das Reich des Friedens aufzurichten?
Freiheit, lebst du im Gewissen blos?!

Und verzagt aufs Antlitz hingezwungen,
spürt er heftiger die Anfechtungen,
seine zarte Stirne trieft von Schweiß.
Und er fühlt wie Blut die großen Tropfen
von den Schläfen in die Gräser tropfen,
seine brennenden Pulse klopfen
an die Erde hart und laut und heiß.

Geist des Lebens: Klarheit, Klarheit!
wird denn Sieg um Opfer nur gewährt?
Sieh, es kommt der Jünger Meiner Wahrheit:
hier der Todesbecher, hier das Schwert!
Selig, meiner Inbrunst mich zu töten,
eine Lebensleuchte wollt’ ich stehn,
aber jetzt in Todesnöten
sieh mich zittern, sieh mich beten:
laß den Kelch an mir vorübergehn!

Allzu willig war mein Fleisch dem Geist!
weh: entbrächen meines Glaubens Gluten.
Sollen Tausend um mich Einen bluten?
Wer nach Meinem Wandel lebt, verwaist.
Nein, ich fühl es: nicht wie Ich will, Vater,
dunkler Geist, der alle Seelen speist,
allen Fleisches Schöpfer und Berater,
Du des Lebens, Du des Todes Vater,
Deiner Hand befehl ich meinen Geist!

Und er horcht, und sieht die Nacht erglühen,
starrer stehn die Bäume, Fackeln sprühen
auf, und dumpfe Menschenlaute nahn.
Und verzückt den Seherblick gehoben,
steht und hört er seine Häscher toben,
und ein Lächeln schluchzt nach Oben:
Judas, komm! ich schreite nur voran –

 

 
Richard Dehmel (18 november 1863 – 9 februari 1920)
Dehmel-monument in Hermsdorf, de geboorteplaats van Richard Dehmel

 

Zie voor de schrijvers van de 18e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Gethsemane (Jacqueline van der Waals)

 

Bij Witte Donderdag

 


Gethsemane door Carl Bloch, 1875

 

Gethsemane

Jezus, de laatste der nachten,
Ging naar de hof der olijven,
Liet zijn discipelen blijven
Buiten de duistere gaard;
Toen koos Hij drie uit hun midden,
Met Hem te waken, te bidden,
Maar door het bidden en wachten
Werden hun ogen bezwaard.

Kon dan niet één met Hem waken ?
Eén in die smartelijke uren
Met Hem de droefheid verduren
Van Zijn verwerping, Zijn smaad ?
Moest Hij, die zwartste der nachten,
Eenzaam de kruisdood verwachten,
Eenzaam de bitterheid smaken
Van de triomf van het kwaad?

‘k Wil bij Uw droefheid verwijlen,
In Uwe smarten verzinken,
Gij, die de beker moest drinken,
Die de verzoening ons bracht,
Wie zal de angsten doorgronden
Van deze nachtelijke stonden ?
Wie zal de duisternis peilen
Van deze duistere nacht ?

 

 
Jacqueline van der Waals (26 juni 1868 – 29 april 1922)
De Elandkerk (O.L.V. Onbevlekt Ontvangen) in Den Haag, de geboorteplaats van Jacqueline van der Waals

 

Zie voor de schrijvers van de 29e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

Gethsemane und Golgatha (Friedrich Nietzsche)

Bij Witte Donderdag

 

 
Christus in de tuin van Gethsemane door Heinrich Hofmann, 1890

 

Gethsemane und Golgatha

Des Mondes Helle zuckt in ungewissen,
Zerstreuten Strahlen durch die Mitternacht;
Die Wolken fliegen wie vom Sturm zerrissen,
Ein aufgelöstes Heer nach wilder Schlacht,
Der Kidron braust in ungestümem Drängen –
Der Ölberg ruht auf stummen Felsenhängen.

Herr, deine Jünger schlafen, hingestreckt
Auf feuchtem Boden, und manch’ ängstlich Bild
Scheucht ihrer Seelen Ruhe und erschreckt
Die Stille, die die Schlummernden umhüllt.
Sie sehen dich im Traum zu ihnen treten,
Sie sehn dich seufzen, sehn dich ängstlich beten.

Doch du liegst einsam! Keine Welt erfaßt
Die Qualen, die dein großes Herz umfluten;
Du liegst gebeugt von ungemess’ner Last,
Und alle Wunden brechen auf und bluten.
Das ist dein letztes, schwerstes Todesringen,
Und Erd’ und Hölle will dich niederzwingen.

Da steht vor deinem Blick ein Berg der Qual
Darauf ein Kreuz und frecher Spötter Fülle;
Das ist dein Berg, dein Kreuz, dein Marterpfahl.
Das ist dein Los, – nein, ’s ist dein eigner Wille.
Und nicht genug – was nie ein Mensch kann sagen –
Die Hölle selber kommt dich anzuklagen.

Du willst die Sünde tragen, und sie naht,
Aus tiefster Finsternis ans Licht gekrochen;
Da naht verstörten Blicks des Zweifels Saat,
Und Greuel, stumm und tief, nie ausgesprochen!
Sie nahen dir mit drohender Gebärde,
Sie wolln dich niederziehn zu Tod und Erde.

Du ringst gewaltig – blutger Tränen Flut
Sie künden deiner Seelen tiefstes Wehe,
“Vorüber geht er nicht, der Kelch voll Blut,
Du mußt ihn trinken, Gott, Dein Will’ geschehe.”
Und wieder naht mit leisem Flügelschlage
Ein Engel, wie an dem Versuchungstage.

O Stätten heiligster Vergangenheit!
Gethesemane und Golgatha! Ihr tönet
Die frohste Botschaft durch die Ewigkeit,
Ihr kündet, daß der Mensch mit Gott versöhnet,
Versöhnet durch das Herz, das hier gerungen,
Das dort verblutet und den Tod bezwungen!

O Stätten heilig ernster Gegenwart!
Zu denen sich die müde Seele führet
Und still der ewigen Lebensfluten harrt,
Die auch noch jetzt ein Engel Gottes rühret.
Es nah’n die Kranken – und der Himmel schließet
Sich auf, und Lebenswasser fließet!

O Stätten, ihr, der Zukunft Weltgericht,
Der Frommen Hoffnung und der Sünder Grauen!
Vor euch wird eitler Ruhm und Glanz zunicht,
Von euch wird Segen auf die Welten tauen.
So schaut ihr, vorwärts, rückwärts, auf die Zeiten,
Merksteine in dem Strom der Ewigkeiten.

 


Friedrich Nietzsche (15 oktober 1844 – 25 augustus 1900)
Röcken, de geboorteplaats van Friedrich Nietzsche

 

Zie voor de schrijvers van de 13e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Gethsemane (Annette von Droste-Hülshoff)

Bij Witte Donderdag

 

 
Christus in de hof van Gethsemane door Eugène Delacroix, 1824- 1827

 

Gethsemane

Als Christus lag im Hain Gethsemane
auf seinem Antlitz mit geschloss’nen Augen, –
die Lüfte schienen Seufzer nur zu saugen,
und eine Quelle murmelte ihr Weh,
des Mondes blasse Scheibe widerscheinend, –
das war die Stunde, wo ein Engel weinend

von Gottes Throne ward herabgesandt,
den bittern Leidenskelch in seiner Hand.
Und vor dem Heiland stieg das Kreuz empor;
daran sah seinen eignen Leib er hangen,
zerrissen, ausgespannt; wie Stricke drangen
die Sehnen an den Gliedern ihm hervor.

Die Nägel sah er ragen und die Krone
auf seinem Haupte, wo an jedem Dorn
ein Blutestropfen hing, und wie im Zorn
murrte der Donner mit verhaltnem Tone.
Ein Tröpfeln hört’ er; und am Stamme leis
herniederglitt ein Flimmern qualverloren.

Da seufzte Christus, und aus allen Poren
drang ihm der Schweiß.
Und dunkel ward die Nacht, im grauen Meer
schwamm eine tote Sonne, kaum zu schauen
war noch des qualbewegten Hauptes Grauen,
im Todeskampfe schwankend hin und her.

Am Kreuzesfuße lagen drei Gestalten;
er sah sie grau wie Nebelwolken liegen,
er hörte ihres schweren Odems Fliegen,
vor Zittern rauschten ihrer Kleider Falten.

O welch ein Lieben war wie seines heiß?
Er kannte sie, er hat sie wohl erkannt;
das Menschenblut in seinen Adern stand,
und stärker quoll der Schweiß.

Die Sonnenleiche schwand, nur schwarzer Rauch,
in ihm versunken Kreuz und Seufzerhauch;
ein Schweigen, grauser als des Donners Toben,
schwamm durch des Äthers sternenleere Gassen;
kein Lebenshauch auf weiter Erde mehr,
ringsum ein Krater, ausgebrannt und leer,
und eine hohle Stimme rief von oben:
“Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verlassen!”

Da weinte Christus mit gebrochnem Munde:
“Herr, ist es möglich, so laß diese Stunde
an mir vorübergehn!”
Ein Blitz durchfuhr die Nacht; im Lichte schwamm
das Kreuz, o strahlend mit den Marterzeichen,
und Millionen Hände sah er reichen,
sich angstvoll klammernd um den blut’gen Stamm,
o Händ’ und Händchen aus den fernsten Zonen!

Und um die Krone schwebten Millionen
noch ungeborner Seelen, Funken gleichend;
ein leiser Nebelhauch, dem Grund entschleichend,
stieg aus den Gräbern der Verstorbnen Flehn.
Da hob sich Christus in der Liebe Fülle,
und: “Vater, Vater,” rief er, “nicht mein Wille,
der deine mag geschehn!”

Still schwamm der Mond im Blau, ein Lilienstengel
stand vor dem Heiland im betauten Grün;
und aus dem Lilienkelche trat der Engel
und stärkte ihn.

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Het graf van Annette von Droste-Hülshoff vlakbij de Friedhofskapelle in Meerrsburg.

 

Zie voor de schrijvers van de 24e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

Gethsemane (Simon Vestdijk)

Bij Witte Donderdag

 

 
Sebastiono Conca, Christus in de tuin van Gethsemane, 1746

 

Gethsemane

Waakt met mij, éen nacht, éen uur, éen oogwenk,
Opdat ik de plek voel waar gij zijt.
Kunt gij waken, strijdend tegen lijfsdwang,
Kunt ge ook troosten met aanwezigheid.

Zóo zijn goden vaak op ’t eind vereenzaamd,
Menschonwaardig haav’loos en verkild,
Dat zij need’rig smeeken om de bijstand
Van een vriend die ’t zelfde heeft gewild.

En zij gaan ongaarne in de doodsstrijd
Waar geen spiegel zelfs hen gadeslaat,
En zij huiv’ren voor de bleeke nanacht,
Als de haan kraait en de vriend verraadt.

Waakt met mij, éen nacht, éen uur, éen oogwenk,
Slaap is maar een smalle overzij,
En wanneer de slaap u tóch vermeestert,
Breekt uit droomen los, en waakt met mij

 

 
Simon Vestdijk (17 oktober 1898 – 23 maart 1971)
Harlingen, Sint Michaëlkerk. Simon Vestdijk werd geboren in Harlingen

 

Zie voor de schrijvers van de 2e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Der Ölbaum-Garten (Rainer Maria Rilke)

Bij Witte Donderdag

 

 
Christus in de tuin van Getsemane door Paolo Veronese, 1583-1584

 

Der Ölbaum-Garten

Er ging hinauf unter dem grauen Laub
ganz grau und aufgelöst im Ölgelände
und legte seine Stirne voller Staub
tief in das Staubigsein der heißen Hände.

Nach allem dies. Und dieses war der Schluss.
Jetzt soll ich gehen, während ich erblinde,
und warum willst Du, dass ich sagen muss
Du seist, wenn ich Dich selber nicht mehr finde.

Ich finde Dich nicht mehr. Nicht in mir, nein.
Nicht in den andern. Nicht in diesem Stein.
Ich finde Dich nicht mehr. Ich bin allein.

Ich bin allein mit aller Menschen Gram,
den ich durch Dich zu lindern unternahm,
der Du nicht bist. O namenlose Scham…
Später erzählte man: ein Engel kam – .

Warum ein Engel? Ach es kam die Nacht
und blätterte gleichgültig in den Bäumen.
Die Jünger rührten sich in ihren Träumen.
Warum ein Engel? Ach es kam die Nacht.

Die Nacht, die kam, war keine ungemeine;
so gehen hunderte vorbei.
Da schlafen Hunde und da liegen Steine.
Ach eine traurige, ach irgendeine,
die wartet, bis es wieder Morgen sei.

Denn Engel kommen nicht zu solchen Betern,
und Nächte werden nicht um solche groß.
Die Sich-Verlierenden läßt alles los,
und sie sind preisgegeben von den Vätern
und ausgeschlossen aus der Mütter Schoß.

 

 
Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
Praag (Rilke werd geboren in Praag)

 

Zie voor de schrijvers van de 17e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Am Gründonnerstage (Annette von Droste-Hülshoff)

Bij Witte Donderdag

 

bassano
Het Laatste Avondmaal door Jacopo Bassano, 1542

 

Am Gründonnerstage

O Wundernacht, ich grüße!
Herr Jesus wäscht die Füße.
Die Luft ganz stille stand;
Man hört den Atem hallen
Und wie die Tropfen fallen
Von seiner heil’gen Hand.

Da Jesus sich tut beugen,
Ins tiefe Meer sich neigen
Wohl Inseln diesem Gruß.
Ist er so tief gestiegen,
So muß ich ewig liegen
Vor meines Nächsten Fuß.

Herr, ob sich gleich betöret
Die Seele mein empöret
Vor aller Niedrigkeit,
Daß ich vielmehr mein Leben
In Qualen aufzugeben
Für deinen Ruhm bereit:

So gib, daß ich nicht klage,
Wenn du in meine Tage
Hast alle Schmach gebannt;
Laß brennen meine Wunden,
So du mich stark befunden
Zu solchem harten Stand!

O Gott, ich kann nicht bergen,
Wie angst mir von den Schergen,
Die du vielleicht gesandt
In Krankheit oder Grämen
Die Sinne mir zu nehmen,
Zu töten den Verstand!

Es ist mir oft zu Sinnen,
Als wolle schon beginnen
Dein schweres Strafgericht;
Als dämmre eine Wolke,
Doch unbewußt dem Volke,
Um meines Geistes Licht.

Doch wie die Schmerzen schwinden,
Die mein Gehirn entzünden,
So flieht der Nebelduft,
Und mit geheimem Glühen
Fühl’ ich mich neu umziehen
Die frische starke Luft.

Mein Jesu, darf ich wählen,
Ich will mich lieber quälen
In aller Schmach und Leid,
Als daß mir so benommen,
Ob auch zu meinem Frommen,
Die Menschenherrlichkeit.

Doch ist er so vergiftet,
Daß es Vernichtung stiftet,
Wenn er mein Herz umfleußt:
So laß mich ihn verlieren,
Die Seele heimzuführen,
Den reichbegabten Geist.

Hast du es denn beschlossen,
Daß ich soll ausgegossen
Ein tot Gewässer stehn
Für dieses ganze Leben:
So will ich denn mit Beben
An deine Prüfung gehn.

 


Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Keuken in het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff

 

Zie voor de schrijvers van de 28e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

Nicolaas Beets, Hugo Claus, Algernon Swinburne, Bora Ćosić

Bij Witte Donderdag

 

rubens
Het Laatste Avondmaal door Peter Paul Rubens, 1630-1632

 

Het laatste avondmaal
Mark. XIV v. 22-24.

Toen hij zijn bijzijn was ontvloden,
Wien Jezus, in den laatsten nacht,
De bittre bete had geboden.
Die al zijn bloed aan ’t gisten bracht;
Toen Judas, om, naar ’t woord des Heeren,
Met haast te doen hetgeen hij deed,
Zijn heilig aangezicht vermeed,
Om met dien kus terug te keeren!

Toen de ijslijke ure was gekomen,
Waarin de kampstrijd aan zou gaan,
Werd op zijn wezen niets vernomen.
Dat angst of droef heid kon verraân;
Hij zag in wat Hij zou beginnen,
In ieder foltring Hem bereid,
Al zijn aanstaande heerlijkheid,
En in zijn strijden ’t overwinnen.

Nog eens tot de Elve dan gesproken,
Van liefde en eendracht, moed en trouw!
Toen heeft Hij plechtig ’t brood gebroken,
Daar elk van hen van eten zou.
Toen heeft Hij, aan dien heilgen dissche,
Den laatsten beker om doen gaan,
Zoo als ’t nog heden wordt gedaan,
Ter maaltijd der gedachtenisse.

O Beeldspraak van de felste smart:
Gebroken brood, vergoten wijn!
Moet gij voor mijn geloovig harte
Van ’s Heilands dood de teeknen zijn!
Gewis; zijn lichaam werd verbroken,
Om mij te redden van ’t verderf,
Zijn hand doorgriefd, zijn zij’ doorstoken,
Opdat ik Gods gena verwerf.

Als ik ’t gebroken brood dan ete,
En proeve den vergoten wijn,
Mijn Heiland! dat ik nooit vergete
Hoe veel en groot mijn zonden zijn!
Opdat ik voor mijzelf mij schame,
Maar, overtuigd van Gods gena,
Van uw gewijde tafel ga,
Op nieuw versterkt in uwen name.

 

Nicolaas Beets (13 september 1814 – 13 maart 1903)

De theekoepel in Arendshof, waar Beets zijn verzen voorlas

Doorgaan met het lezen van “Nicolaas Beets, Hugo Claus, Algernon Swinburne, Bora Ćosić”

Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, John Mortimer, Peter Schneider, María Elena Cruz Varela

 Bij Witte Donderdag

 

macip
Het laatste avondmaal door Vicente Juan Macip (1475– 1545)

 

Het Laatste Avondmaal (door María Elena Cruz Varela *)

De lucht ruikt duidelijk naar rampspoed. Ik speel met kaarten
die niet van mij zijn. Aan mijn rechterkant. Stijfjes. De Heilige Familie.
Als een strop om mijn nek. Mij omringend. Mij verstikkend.
En zij zijn zó zwaar. God. En zij doen mij zó’n pijn. En zij verlammen mij
met hun pathetische gezichten. Hun nobele gebaren. Onder hun lichte masker
en hun zwijgzaamheid vermoed ik zwarte plekken. De lucht ruikt naar mest.
Angstaanjagende heksensabbat die de zintuigen afstompt. En het doet zo pijn. God.
En zij drukken hun stempel van opgewonden hemelbewakers op ons.
De lucht voert geuren van messen aan na de ochtendstond te hebben doorkliefd.
De lucht ruikt naar schanddaad, Naar eenzaam kind. Naar grijs. Naar warme as.
De lucht ruikt nar avondmaal. Oneindig. Treurig. Natgeworden brood
van het laatste avondmaal. En zij drukken zo. God.
Het bestek dat in het krijtstaat, schraapt zo over de huid.
Ze genieten onverstoorbaar van jouw bloeddruppels die zich mengen met de wijn.
De lucht ruikt naar namen. Naar tijdloze namen. Voorspellers vereeuwigen de vrede in de vensters.
Aan mijn rechterkant. Eeuwig. Levert de Heilige Familie strijd om de resten
van de zoon die ik niet was. En zij krabben zo. God. En zij vinden zichzelf zo fantastisch.
De wind draait. Draagt de dobbelstenen met behulp van verbazing.
Het scherp van zijn blad snijdt de hoop af. De lucht ruikt naar roest.
Naar duidelijke rampspoed. En ik weet dat ik speel. God. En ik weet dat ik mezelf
voor de gek hou.

Vertaald door Mariolein Sabarte Belacortu

* Zie „Onafhankelijk van geboortedata“

Doorgaan met het lezen van “Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, John Mortimer, Peter Schneider, María Elena Cruz Varela”