Walt Whitman, Frank Goosen, Gabriel Barylli, Konstantin Paustovski, Svetlana Alexievich, Ludwig Tieck, Gerd Hergen Lübben, Saint-John Perse, T. T. Cloete

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Zie ook alle tags voor Whalt Whitman op dit blog.

 

Zang van de open weg

3
Jij, lucht die me adem schenkt om te spreken!
Jullie, voorwerpen die mijn intenties uit hun verstrooiing oproepen en vorm geven!
Jij, licht dat mij en alle dingen hult in tere, gelijkmatige vloed!
Jullie, paden, uitgesleten in de hobbelige gaten aan de kant van de weg!
Ik geloof dat er ongeziene bestaansvormen in jullie schuilen, jullie zijn me zo lief.

Jullie, geplaveide voetpaden in de steden! Jullie, sterke banden aan de rand!
Jullie, veerboten! Jullie, planken en palen van werven! Jullie, houtberande zijden! Jullie, verre schepen!
Jullie, huizenrijen! Jullie, raam-doorstoken gevels! Jullie, daken!
Jullie, veranda’s en ingangen! Jullie, muurkappen en ijzeren ankers!
Jullie, ramen wier doorzichtige vliezen soms zoveel blootgeven!
Jullie, deuren en oplopende treden! Jullie, gewelven!
Jullie, grijze stenen van eindeloze straten! Jullie, uitgetrapte kruispunten!
Ik geloof dat jullie jezelf verrijkt hebben aan alles wat jullie raakte, en dat jullie daarmee heimelijk nu ook mij verrijken,
Uit levenden en doden hebben jullie je onbewogen oppervlak bevolkt, en hun geesten komen me nu als vrienden begroeten.

Vertaald door Jabik Veenbaas

 

I Saw in Louisiana A Live-Oak Growing

I saw in Louisiana a live-oak growing,
All alone stood it and the moss hung down from the branches,
Without any companion it grew there uttering joyous leaves of dark green,
And its look, rude, unbending, lusty, made me think of myself,
But I wonder’d how it could utter joyous leaves standing alone there without its friend near, for I knew I could not,
And I broke off a twig with a certain number of leaves upon it, and twined around it a little moss,
And brought it away, and I have placed it in sight in my room,
It is not needed to remind me as of my own dear friends,
(For I believe lately I think of little else than of them,)
Yet it remains to me a curious token, it makes me think of manly love;
For all that, and though the live-oak glistens there in Louisiana solitary in a wide flat space,
Uttering joyous leaves all its life without a friend a lover near,
I know very well I could not.

 

Uit: Calamus Poems (Fragment)

3.
Whoever you are holding me now in hand,
Without one thing all will be useless,
I give you fair warning, before you attempt me
further,
I am not what you supposed, but far different.

Who is he that would become my follower?
Who would sign himself a candidate for my affec-
tions? Are you he?

The way is suspicious—the result slow, uncertain,
may-be destructive;
You would have to give up all else—I alone would
expect to be your God, sole and exclusive,
Your novitiate would even then be long and ex-
hausting,
The whole past theory of your life, and all conformity
to the lives around you, would have to be aban-
doned;
Therefore release me now, before troubling yourself
any further—Let go your hand from my
shoulders,
Put me down, and depart on your way.

 
Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)
Standbeeld in Philadelphia

 

De Duitse schrijver en cabaretier Frank Goosen werd geboren op 31 mei 1966 in Bochum. Zie ook alle tags voor Frank Goosen op dit blog.

Uit: Pokorny lacht

„Zu Hause riss er zuerst die Fenster auf. Die Luft war abgestanden und muffig, wie immer, wenn er drei Wochen auf Tournee gewesen war. Die dicke Frau Sander, seine Putzfrau, hatte hier zwar einmal in der Woche nach dem Rechten gesehen, dabei aber wieder nicht gelüftet. Er ging in die Küche und machte sich einen doppelten Espresso. Sein Blick fiel auf den Haufen Post, den Frau Sander auf dem Tisch deponiert hatte. Das hatte Zeit. Das waren sowieso nur Rechnungen, Programme von Kleinkunsttheatern und Post von Veranstaltern, die seinen Agenten umgehen wollten, weil sie glaubten, dann kriegten sie Friedrich Pokorny billiger. Mit der Tasse in der Hand ging er nach draußen.
Der Garten war in einem schlimmen Zustand. In den nächsten Tagen würde er Maus anrufen müssen, den pensionierten Gärtner, der ihm das Grünzeug in Ordnung hielt.
Er zog seine Schuhe aus und ging über den Rasen. Er liebte das. Manchmal erwischte er sich dabei, wie er schon im Zug, lange vor der Ankunft am heimischen Bahnhof, diesem Moment entgegenfieberte.
Er trank den Espresso im Stehen und dachte an nichts. Dann ging er wieder hinein und packte seinen Koffer aus. Im Keller warf er die Leibwäsche in die Waschmaschine und stopfte den Rest in den großen Stoffsack, den die Reinigung am nächsten Morgen abholen würde.
Jetzt wäre Zeit für die Post gewesen, aber ihm ging nun die Stille im Haus ein wenig an die Nerven. Das passierte meistens eine bis anderthalb Stunden, nachdem er von einer Reise zurückgekommen war. Er legte A Man alone von 1969 in den CD-Player, die Platte, die Rod McKuen eigens für Sinatra komponiert hatte. Wahre Fans hielten nicht viel von dieser Schaffensphase des Meisters. Zu viele sentimentale Balladen, kein Biss, kein Swing. Friedrich fand, es war die richtige Musik für einen einsamen Mann, der gern heimlich in Selbstmitleid versank.
Er wollte gerade in die Küche gehen und sich endlich der Post zuwenden, als das Telefon klingelte. Es war sein Vater.
»Bist du wieder zu Hause?«
Sag bloß nicht Guten Tag, alter Mann, dir könnte die Zunge im Maul verdorren. »Hallo Papa, wie geht es dir?”

 
Frank Goosen (Bochum, 31 mei 1966)

 

De Oostenrijkse schrijver, toneelspeler en regisseur Gabriel Barylli werd geboren op 31 mei 1957 in Wenen. Zie ook alle tags voor Gabriel Barylli op dit blog.

Uit: Paradies

“Ich kenne den Weg dorthin und ich möchte davon erzählen, wie dieser Weg aussieht.
Den ersten Schritt habe ich vor zwei Jahren getan — ohne es zu wissen.
Mein Leben war zu dieser Zeit das Leben einer alleinlebenden Frau. Ich arbeitete in einem Kindergarten und war dabei, in meiner Freizeit Sportmassagen zu erlernen. Nachdem ich diese Ausbildung abgeschlossen hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Arbeitsplatz, an dem ich mein neues Können anwenden durfte.
Ich hatte die Vision, dass ich die eine Hälfte meines Arbeitstages mit meinen Kindern und die zweite Hälfte mit Massagen verbringen konnte Ich entschied mich fier einen unüblichen Weg und besuchte mehrere Wochen lang die
besten Hotels der Stadt. Ich wusste, dass diese luxuriösen Häuser einen Spa-Bereich haben, und so stellte ich mich der Reihe nach bei allen Managern vor. Nach drei Wochen hatte ich tatsächlich Glück.
Im größten Hotel der Stadt war ein Job im Saunabereich frei geworden. Dieses Hotel hatte so viel Personal, dass eine ständige Rotation stattfand, und ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.
Ich zeigte meine Zeugnisse vor, absolvierte eine Probemassage bei dem Spa-Manager und dann hatte ich den Job. Ich bat darum, hauptsächlich am Wochenende eingeteilt zu werden, und auch dieser Wunsch ging in Erfüllung. Ich hatte mit einem Mal ein Leben, das rund um die Uhr mit Arbeit ausgetillt war. Das erstaunte mich und ließ meine schon etwas mutlos gewordene Stimmung wieder steigen.
Ich arbeitete so viel und vor allem tat ich Dinge, die mich mit Freude erfüllten, dass ich keine Zeit hatte, an etwas anderes zu denken. Etwas anderes wie in meinem Fall die Tatsache, dass ich 32 Jahre alt geworden war und nach wie vor ohne Mann lebte. Hie und da schoss mir diese Erkenntnis durch den Kopf, wenn sich an einem Samstagabend ein attraktiver Geschäftsmann von mir durchkneten ließ. Dabei blieb es aber dann auch. Ich hatte eine eigenartige Einstellung zu Männern bekommen_ Zu ihrer Art, die Welt zu sehen, ihrer Art mit Frauen umzugehen und in der Folge auch zu ihren Körpern.
Es schien mir so als würden sie durch die unsexuelle Nähe, die ich erlebte, wenn ich sie massierte, zu einer stillen Distanz gebracht. Es war seltsam, Dutzende nackte Männer auf einem schmalen Tisch liegen zu sehen, sie einzuölen und eine Stunde lang anzugreifen.“


Gabriel Barylli (Wenen, 31 mei 1957)

 

De Russische schrijver Konstantin Paustovski werd geboren op 31 mei 1892 in Moskou. Zie ook alle tags voor Konstantin Paustovski op dit blog.

Uit:Goudzand (Vertaald door Wim Hartog)

“Nooit eerder heeft Rusland zo’n godverlaten, gietijzeren tijd gekend. Zelfs de aarde leek zwart te zijn geworden van al het aangekorste vergoten bloed. De grijns op de bek van de eeuwige bruut.
In Petersburg, een dodenstad, worden geen kinderen meer geboren. De mannen zijn er impotent. In de zes dagen dat hij* er was, heeft hij geen glimlach gezien, geen lach gehoord, zelfs geen koetsier horen roepen. Liefde bestaat niet meer. Het verschil tussen een man en een vrouw is uitgevlakt door de honger, het vuil en de ondraaglijke last van het leven. Wat vroeger flirten heette, bestaat niet meer. De monotonie is als van rubber. Het leven in deze monotonie, grauw en met de ammoniakgeur van de plee, is als een uitgedroogd elastiekje dat wordt gerekt tot het knapt.
Mannen lijken geen mannen meer en vrouwen geen vrouwen. Je ziet een wezen met uitgedoofde blik, een in een voddige bontjas gehulde hongerlijder. En als de meesten zich hoogstens eens in de twee maanden wassen – de waterleidingen zijn bevroren – kan er dan nog sprake zijn van liefde. Vrouwelijkheid, het teken van een levendig, vrij en rijk leven, is verschraald als een verdroogde rivier. De vrouwen wekken door hun vieze, rafelige kleding en tranende ogen al evenzeer walging op als de mannen met hun onfrisse, langharige luizenbos.
Lieve God, tot waar hebt Gij Rusland gebracht? Kon ik maar bidden in warme, van mat goud glanzende, halfduistere kerken. Bidden, wetende dat je, als je straks het kerkportaal uitloopt, op stille, met een blauwig licht beschenen pleinen van het Kremlin komt, donzige sneeuwvlokjes neerdwarrelen op de fluwelen wintermantel van een jonge vrouw en het leven zijn vaste loop heeft. Bidden voor ons reusachtige volk dat stervende is, blindelings rondtastend in het laatste schijnsel van troebel licht, zoekend naar een droge broodkorst. Duizeligheid en misselijkheid zijn ons nationale gevoel geworden. Er gaan meer mensen dood aan geestelijke misselijkheid, verdriet en eenzaamheid dan aan tyfus en honger.”

 
Konstantin Paustovski (31 mei 1892 – 14 juli 1968)
Cover

 

De Wit-Russische schrijfster en onderzoeksjournaliste Svetlana Alexandrovna Alexievich werd geboren op 31 mei 1948 in Stanyslaviv (sinds 1962 Ivano – Frankivsk). Zie ook alle tags voor Svetlana Alexievich op dit blog.

Uit: Secondhand Time: The Last of the Soviets (Vertaald door Bela Shayevich)

“After perestroika, no one was talking about ideas anymore — instead it was credit, interest, and promissory notes; people no longer earned money, they ‘made’ it or ‘scored’ it. Is all this here to stay? ‘The fact that money is a fiction is ineradicable from the Russian soul,’ wrote Marina Tsvetaeva. But it’s as though Ostrovsky and Saltykov-Shchedrin characters have come to life and are promenading down our streets.
I asked everyone I met what ‘freedom’ meant. Fathers and children had very different answers. Those who were born in the USSR and those born afterwards do not share a common experience. They’re people from different planets.
For the fathers, freedom is the absence of fear; the three days in August when we defeated the putsch. A man with his choice of a hundred kinds of salami is freer than one who only has ten to choose from. Freedom is never being flogged, although no generation of Russians has yet avoided a flogging. Russians don’t understand freedom, they need the Cossack and the whip.
For the children: freedom is love; inner freedom is an absolute value. Freedom is when you’re not afraid of your own desires, it’s having lots of money, so that you’ll have everything; it’s when you can live without having to think about freedom. Freedom is normal.
In the 90s… yes, we were elated; there’s no way back to that naiveté. We thought that the choice had been made and that communism had been defeated forever. But it was only the beginning…
Twenty years have gone by… ‘Don’t scare us with your socialism,’ children tell their parents.
From a conversation with a university professor: ‘At the end of the 90s, my students would laugh when I told them stories about the Soviet Union. They were sure that a new future awaited them. Now, it’s a different story… Today’s students have truly seen and felt capitalism: the inequality, the poverty, the shameless wealth. They’ve witnessed the lives of their parents, who never got anything out of the plundering of our country. And they’re oriented toward radicalism. They dream of their own revolution and wear red t-shirts with pictures of Lenin and Che Guevara.”

 
Svetlana Alexievich (Stanyslaviv, 31 mei 1948)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Tieck werd op 31 mei 1773 geboren in Berlijn. Zie ook Zie ook alle tags voor Ludwig Tieck op dit blog.

 

Der Dichter

Wie sehnsuchtsvoll fühlt sich mein Herz gezogen,
Dem frischen grünen Walde zugelenket,
Von Bächen wird das neue Gras getränket,
Die Blumen schauen sich in klaren Wogen.

Ein blau Krystall erscheint der Himmelsbogen,
Zur blühenden Erde liebend hergesenket,
Die Sonne zeigt, daß sie der Welt gedenket,
Sie hat die Blumen küssend aufgesogen.

Die Pflanzen glänzen, Wasserwogen lachen,
Die muntern Thiere regen sich in Sprüngen,
Der Vogel singt, vom grünen Zweig umrauschet.
Wenn Thiere, Wasser, Blumen, Flur’ erwachen,
Läßt höher noch der Mensch die Stimm’ erklingen,
Der Dichter fühlt von Gottheit sich berauschet.

 

Wandern

Wohlauf! es ruft der Sonnenschein
Hinaus in Gottes Welt!
Geht munter in das Land hinein,
Und wandert über Feld!
Es bleibt der Strom nicht ruhig stehn,
Gar lustig rauscht er fort;
Hörst du des Windes muntres Wehn?
Er braust von Ort zu Ort.

Es reist der Mond wohl hin und her,
Die Sonne ab und auf,
Guckt überm Berg und geht ins Meer,
Nie matt in ihrem Lauf:
Und Mensch, du sitzest stets daheim,
Sehnst dich nicht nach der Fern’?
Sei frisch, und wandle durch den Hain
Und sieh die Fremde gern.

Wer weiß, wo dir dein Glücke blüht,
So geh und such es nur!
Der Abend kommt, der Morgen flieht,
Betrete bald die Spur.
So weit dich schließt der Himmel ein,
Gerät der Liebe Frucht,
Und jedes Herz wird glücklich sein
Und finden, was es sucht.

 

Trost

Wenn die Ankerstricke brechen,
Denen du zu sehr vertraust,
Oft dein Glück so sicher schaust,
Zornig nun die Wogen sprechen, –
O so laß das Schiff den Wogen,
Mast und Segel untergehn,
Laß die Winde zornig wehn,
Bleibe dir nur selbst gewogen,
Von den Tönen fortgezogen,
Wirst du schön’re Lande sehn:
Sprache hat dich nur betrogen,
Der Gedanke dich belogen,
Bleibe hier am Ufer stehn. –

 
Ludwig Tieck (31 mei 1773 – 28 april 1853)
Plaquette aan de woning in Dresden, waar Tieck woonde van 1819 tot 1842.

 

De Duitse dichter en schrijver Gerd Hergen Lübben werd geboren op 31 mei 1937 in Sillenstede. Zie ook alle tags voor Gerd Hergen Lübben op dit blog.

 

Für einen redenden Gott

tu nichts verkehrts
dreh um den spieß
vergiss gut herz
bös blut vergieß
an strang gebannt
vor schand durchs land
aus angst die wand
vergessen herz
vergossen blut
wen wetter scherts
obs bös obs gut
am strange zerrt
der wind gekreisch
brich ab es dörrt
das falsche fleisch…

 
Gerd Hergen Lübben (Sillenstede, 31 mei 1937)
Sillenstede, St.-Florian-Kirche

 

De Franse dichter en diplomaat Saint-John Perse (eigenlijk Marie-René-Alexis Saint-Léger) werd geboren op 31 mei 1887 in Saint-Léger-les-Feuilles op Guadeloupe. Zie ook alle tags voor Saint-John Perse op dit blog.

 

Et vous, mers (Fragment)

Poésie pour accompagner la marche d’une récitation en l’honneur de la
Mer.

Poésie pour assister le chant d’une marche au pourtour de la
Mer.

Comme l’entreprise du tour d’autel et la gravitation du chœur au circuit de la strophe.

Et c’est un chant de mer comme il n’en fut jamais chanté, et c’est la
Mer en nous qui le chantera :

La
Mer, en nous portée, jusqu’à la satiété du souffle et la péroraison du souffle,

La
Mer, en nous, portant son bruit soyeux du large et toute sa grande fraîcheur d’aubaine par le monde.

Poésie pour apaiser la fièvre d’une veille au périple de mer.
Poésie pour mieux vivre notre veille au délice de mer.

Et c’est un songe en mer comme il n’en fut jamais songé, et c’est la
Mer en nous qui le songera :

La
Mer, en nous tissée, jusqu’à ses ronceraies d’abîme, la
Mer, en nous, tissant ses grandes heures de lumière et ses grandes pistes de ténèbres –

Toute licence, toute naissance et toute résipiscence, la
Mer ! la
Mer ! à son afflux de mer,

Dans l’affluence de ses bulles et la sagesse infuse de son lait, ah ! dans l’ébullition sacrée de ses voyelles -les saintes filles! les saintes filles ! –

 
Saint-John Perse (31 mei 1887 – 20 september 1975)

 

De Zuid-Afrikaanse dichter, vertaler en wetenschapper Theunis Theodorus Cloete werd geboren in Vredefort op 31 mei 1924, in de toenmalige Oranje Vrijstaat. Zie ook alle tags voor T. T. Cloete op dit blog.

 

Boomstudies

I
eerste skets
uit die aarde kom die stam,
word boom en
stoot sy takke op
óp in die lug:
hy teken skadu’s op sy eie lyf
én staan teen die hemel uitgeskryf

II
tweede skets
die witstinkhoute is lankal kaal
tot bruin en silwer skraalte afgeskaal
dan is die akkers nog
’n vuurgeel storm oor die straat
die swaar gekrulde donker balke hou
– goud teen blou, goud teen blou –
’n koepel sierlik op
ornaat in hoog barok
dié borne uit europa bou
uit eie bodem weggehaal
op afrika se oerou grond
’n outochtone katedraal

III
derde skets
lentetyd verdwyn my boom in groen
mis, groen wolk, groen grofgebreide mus
die sterk getekende taktiek van die
oorwintering – niks is ooit alles nie –
’n onderliggende herinnering

 
T. T. Cloete (31 mei 1924 – 29 juli 2015)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 31e mei ook mijn blog van 31 mei 2017 en ook mijn blog van 31 mei 2015 deel 2.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013 voor Svetlana Alexievich

Aan de Wit-Russische schrijfster en onderzoeksjournaliste Svetlana Alexandrovna Alexievich  werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt. Zie ook alle tags voor Svetlana Alexievich op dit blog.

 

Uit: Zinky Boys: Soviet Voices from the Afghanistan War

 

“I never want to write another word about the war, I told myself. Long after I’d finished “War is not a Woman”, a book about World War II, I could still be upset by the sight of a child with a nosebleed.

Out in the country I couldn’t bear to watch the fishermen cheerfully throwing their catch on to the sandy riverbank. Those fish, dragged up from the depts of God knows where, with their glassy, bulging eyes, made me want to vomit. I dare say we all have our pain threshold – physical as well as psychological. Well, I’d reached mine. The screech of a cat run over by a car, eventhe sight of a squa

shed worm, could make me feel I was going mad. I felt that animals, birds, fish, every living thing had a right to a life of its own. And then all of a sudden, if you can call it suddenfor the war had been going on for seven years…

One day we gave a lift to a young girl. She’d been to Minsk todo some food shopping for her mother. She had a big bag with chicken heads sticking out, I remember, and a shopping-net full of bread, which we put in the boot.

Her mother was waiting for her in the village. Or rather, standing at her garden gate, wailing.

‘Mama!’ The little girl ran up to her.

‘Oh, my baby. We’ve had a letter. Our Andrey in Afghanistan.

Ohhh… They’re sending him home, like they did Ivan Fedorinov. A little child needs a little grave, isn’t that what they say? But my Andrei was as big as an oak and over six foot. “Be proud of me Mum, I’m in the Paras now,” he wrote to us. Oh, why? .

Why? Can anyone tell me? Why? ”Each substance of agrief hath twenty shadoms.’ (Richard II) Then, last year, something else happened.

I was in the half-empty waitingroom of a bus station. An officer was sitting there with a suitcase, and next to him there was as kinny boy who you could tell from his shaved head was a soldier.

The young soldier was digging in a plant pot (a dryold ficus, Iremember it was) with an ordinary kitchen fork. A couple of simple country women went and sat next to them and, out ofsheer curiosity, asked where they were going, and why, who were they? It turned out the officer was escorting the soldier home.“

 


Svetlana Alexievich(Stanyslaviv, 31 mei 1948)