Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Jack Hirschman, Kenneth Patchen, Anton H.J. Dautzenberg, Jean Rouaud, Ida Vos, William Drummond, Robert Gernhardt

De Duitse dichter Heinrich Heine werd geboren in Düsseldorf op 13 december 1797. Zie ook alle tags voor Heinrich Heine op dit blog.

Die Wahl-Esel

Die Freiheit hat man satt am End,
Und die Republik der Tiere
Begehrte, daß ein einzger Regent
Sie absolut regiere.

Jedwede Tiergattung versammelte sich,
Wahlzettel wurden geschrieben;
Parteisucht wütete fürchterlich,
Intrigen wurden getrieben.

Das Komitee der Esel ward
Von Alt-Langohren regieret;
Sie hatten die Köpfe mit einer Kokard,
Die schwarz-rot-gold, verzieret.

Es gab eine kleine Pferdepartei,
Doch wagte sie nicht zu stimmen;
Sie hatte Angst vor dem Geschrei
Der Alt-Langohren, der grimmen.

Als einer jedocn die Kandidatur
Des Rosses empfahl, mit Zeter
Ein Alt-Langohr in die Rede ihm fuhr,
Und schrie: Du bist ein Verräter!

Du bist ein Verräter, es fließt in dir
Kein Tropfen vom Eselsblute;
Du bist kein Esel, ich glaube schier,
Dich warf eine welsche Stute.

Du stammst vom Zebra vielleicht, die Haut
Sie ist gestreift zebräisch;
Auch deiner Stimme näselnder Laut
Klingt ziemlich ägyptisch-hebräisch.

Und wärst du kein Fremdling, so bist du doch nur
Verstandesesel, ein kalter;
Du kennst nicht die Tiefen der Eselsnatur,
Dir klingt nicht ihr mystischer Psalter.

Ich aber versenkte die Seele ganz
In jenes süße Gedösel;
Ich bin ein Esel, in meinem Schwanz
Ist jedes Haar ein Esel.

Ich bin kein Römling, ich bin kein Slav;
Ein deutscher Esel bin ich,
Gleich meinen Vätern. Sie waren so brav,
So pflanzenwüchsig, so sinnig.

Sie spielten nicht mit Galanterei
Frivole Lasterspiele;
Sie trabten täglich, frisch-fromm-fröhlich-frei,
Mit ihren Säcken zur Mühle.

Die Väter sind nicht tot! Im Grab
Nur ihre Häute liegen,
Die sterblichen Hüllen. Vom Himmel herab
Schaun sie auf uns mit Vergnügen.

Verklärte Esel im Gloria-Licht!
Wir wollen Euch immer gleichen
Und niemals von dem Pfad der Pflicht
Nur einen Fingerbreit weichen.

O welche Wonne, ein Esel zu sein!
Ein Enkel von solchen Langohren!
Ich möcht es von allen Dächern schrein:
Ich bin als ein Esel geboren.

Der große Esel, der mich erzeugt,
Er war von deutschem Stamme;
Mit deutscher Eselsmilch gesäugt
Hat mich die Mutter, die Mamme.

Ich bin ein Esel, und will getreu,
Wie meine Väter, die Alten,
An der alten, lieben Eselei,
Am Eseltume halten.

Und weil ich ein Esel, so rat ich Euch,
Den Esel zum König zu wählen;
Wir stiften das große Eselreich,
Wo nur die Esel befehlen.

Wir alle sind Esel! I-A! I-A!
Wir sind keine Pferdeknechte.
Fort mit den Rossen! Es lebe, hurra!
Der König vom Eselsgeschlechte!

So sprach der Patriot. Im Saal
Die Esel Beifall rufen.
Sie waren alle national,
Und stampften mit den Hufen.

Sie haben des Redners Haupt geschmückt
Mit einem Eichenkranze.
Er dankte stumm, und hochbeglückt
Wedelt’ er mit dem Schwanze.

 
Heinrich Heine (13 december 1797- 17 februari 1856)
Monument in Toulon

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William Drummond, Robert Gernhardt, Jevgeni Petrov, Laurens Jan van der Post, Emily Carr

De Schotse dichter William Drummond werd geboren op 13 december 1585 in Hawthornden, in de buurt van Edinburgh. Zie ook alle tags voor William Drummond op dit blog.

De Snowbird

O leetle bird dat’s come to us w’en stormy win’ she’s blowin’,
An’ ev’ry fiel’ an’ mountain top is cover wit’ de snow,
How far from home you’re flyin’, noboddy’s never knowin’
For spen’ wit’ us de winter tam, mon cher petit oiseau!

We alway know you’re comin’, w’en we hear de firs’ beeg storm,
A sweepin’ from de sky above, an’ screamin’ as she go–
Can tell you’re safe inside it, w’ere you’re keepin’ nice an’ warm,
But no wan’s never see you dere, mon cher petit oiseau!

Was it ‘way behin’ de mountain, dat de nort’ win’ ketch you sleepin’
Mebbe on your leetle nes’ too, an’ before de wing she grow,
Lif’ you up an’ bring you dat way, till some morning fin’ you peepin’
Out of new nes’ on de snow dreef, mon pauv’ petit oiseau!

All de wood is full on summer, wit’ de many bird is sing dere,
Dey mus’ offen know each oder, mebbe mak’ de frien’ also,
But w’en you was come on winter, never seein’ wan strange wing dere
Was it mak’ you feelin’ lonesome, mon pauv’ petit oiseau?

Plaintee bird is alway hidin’ on some place no wan can fin’ dem,
But ma leetle bird of winter, dat was not de way you go–
For de chil’ren on de roadside, you don’t seem to care for min’ dem
W’en dey pass on way to schoolhouse, mon cher petit oiseau!

No wan say you sing lak robin, but you got no tam for singin’
So busy it was keepin’ you get breakfas’ on de snow,
But de small note you was geev us, w’en it join de sleigh bell ringin’
Mak’ de true Canadian music, mon cher petit oiseau!

O de long an’ lonesome winter, if you’re never comin’ near us,
If we miss you on de roadside, an’ on all de place below!
But le bon Dieu he will sen’ you troo de storm again for cheer us,
W’en we mos’ was need you here too, mon cher petit oiseau!

 
William Drummond (13 december 1585 – 4 december 1649)
Drummond op het Scott Monument in Edinburgh

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Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Kenneth Patchen, Anton H.J. Dautzenberg, Jean Rouaud, Ida Vos, Robert Gernhardt

De Duitse dichter Heinrich Heine werd geboren in Düsseldorf op 13 december 1797. Zie ook alle tags voor Heinrich Heine op dit blog.

Uit:Die Harzreise

„Die Stadt Göttingen, berühmt durch ihre Würste und Universität, gehört dem Könige von Hannover, und enthält 999 Feuerstellen, diverse Kirchen, eine Entbindungsanstalt, eine Sternwarte, einen Karzer, eine Bibliothek und einen Ratskeller, wo das Bier sehr gut ist. Der vorbeifließende Bach heißt »die Leine«, und dient des Sommers zum Baden; das Wasser ist sehr kalt und an einigen Orten so breit, daß Lüder wirklich einen großen Anlauf nehmen mußte, als er hinübersprang. Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht. Sie muß schon sehr lange stehen; denn ich erinnere mich, als ich vor fünf Jahren dort immatrikuliert und bald darauf konsiliiert wurde, hatte sie schon dasselbe graue, altkluge Ansehen, und war schon vollständig eingerichtet mit Schnurren, Pudeln, Dissertationen, Teedansants, Wäscherinnen, Kompendien, Taubenbraten, Guelfenorden, Promotionskutschen, Pfeifenköpfen, Hofräten, Justizräten, Relegationsräten, Profaxen und anderen Faxen. Einige behaupten sogar, die Stadt sei zur Zeit der Völkerwanderung erbaut worden, jeder deutsche Stamm habe damals ein ungebundenes Exemplar seiner Mitglieder darin zurückgelassen, und davon stammten all die Vandalen, Friesen, Schwaben, Teutonen, Sachsen, Thüringer usw., die noch heutzutage in Göttingen, hordenweis, und geschieden durch Farben der Mützen und der Pfeifenquäste, über die Weenderstraße einherziehen, auf den blutigen Walstätten der Rasenmühle, des Ritschenkrugs und Bovdens sich ewig untereinander herumschlagen, in Sitten und Gebräuchen noch immer wie zur Zeit der Völkerwanderung dahinleben, und teils durch ihre Duces, welche Haupthähne heißen, teils durch ihr uraltes Gesetzbuch, welches Comment heißt und in den legibus barbarorum eine Stelle verdient, regiert werden.
Im allgemeinen werden die Bewohner Göttingens eingeteilt in Studenten, Professoren, Philister und Vieh; welche vier Stände doch nichts weniger als streng geschieden sind. Der Viehstand ist der bedeutendste. Die Namen aller Studenten und aller ordentlichen und unordentlichen Professoren hier herzuzählen, wäre zu weitläufig; auch sind mir in diesem Augenblick nicht alle Studentennamen im Gedächtnisse, und unter den Professoren sind manche, die noch gar keinen Namen haben. Die Zahl der Göttinger Philister muß sehr groß sein, wie Sand, oder besser gesagt, wie Kot am Meer; wahrlich, wenn ich sie des Morgens, mit ihren schmutzigen Gesichtern und weißen Rechnungen, vor den Pforten des akademischen Gerichtes aufgepflanzt sah, so mochte ich kaum begreifen, wie Gott nur so viel Lumpenpack erschaffen konnte.“

 
Heinrich Heine (13 december 1797- 17 februari 1856)
Portret uit ongeveer 1820/ 25

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Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Kenneth Patchen, Jean Rouaud, Ida Vos, Robert Gernhardt

De Duitse dichter Heinrich Heine werd geboren in Düsseldorf op 13 december 1797. Zie ook alle tags voor Heinrich Heine op dit blog.

Burleskes Sonett

Wie nähm die Armut bald bei mir ein Ende,
Wüßt ich den Pinsel kunstgerecht zu führen
Und hübsch mit bunten Bildern zu verzieren
Der Kirchen und der Schlösser stolze Wände.

Wie flösse bald mir zu des Goldes Spende,
Wüßt ich auf Flöten, Geigen und Klavieren
So rührend und so fein zu musizieren,
Daß Herrn und Damen klatschten in die Hände.

Doch ach! mir Armen lächelt Mammon nie:
Denn leider, leider! trieb ich dich alleine,
Brotloseste der Künste, Poesie!

Und ach! wenn andre sich mit vollen Humpen
Zum Gotte trinken in Champagnerweine,
Dann muß ich dürsten, oder ich muß – pumpen.

 

Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput I (Fragment)

Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zumute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew’gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

 
Heinrich Heine (13 december 1797- 17 februari 1856)
Monument in St. Goarshausen

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Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Kenneth Patchen, Robert Gernhardt

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Uit: Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski

“Mein Vater hieß Schnabelewopski; meine Mutter hieß Schnabelewopska; als beider ehelicher Sohn wurde ich geboren den ersten April 1795 zu Schnabelewops. Meine Großtante, die alte Frau von Pipitzka, pflegte meine erste Kindheit und erzählte mir viele schöne Märchen und sang mich oft in den Schlaf mit einem Liede, dessen Worte und Melodie meinem Gedächtnisse entfallen. Ich vergesse aber nie die geheimnisvolle Art, wie sie mit dem zitternden Kopfe nickte, wenn sie es sang, und wie wehmütig ihr großer einziger Zahn, der Einsiedler ihres Mundes, alsdann zum Vorschein kam. Auch erinnere ich mich noch manchmal des Papagois, über dessen Tod sie so bitterlichweinte. Die alte Großtante ist jetzt ebenfalls tot, und ich bin in der ganzen weiten Welt wohl der einzige Mensch, der an ihren lieben Papagoi noch denkt. Unsere Katze hieß Mimi, und unser Hund hieß Joli. Er hatte viel Menschenkenntnis und ging mir immer aus dem Wege, wenn ich zur Peitsche griff. Eines Morgens sagte unser Bedienter, der Hund trage den Schwanz etwas eingekniffen zwischen den Beinen

und lasse die Zunge länger als gewöhnlich hervorhängen; und der arme Joli wurde, nebst einigen

Steinen, die man ihm an den Hals festband, ins Wasser geworfen. Bei dieser Gelegenheit ertrank er. Unser Bedienter hieß Prrschtzztwitsch. Man muß dabei niesen, wenn man diesen Namen ganz richtig aussprechen will. Unsere Magd hieß Swurtszska, welches im Deutschen etwas rauh, im Polnischen aber äußerst melodisch klingt. Es war eine dicke, untersetzte Person mit weißen Haaren und blonden Zähnen. Außerdem liefen noch zwei schöne schwarze Augen im Hause herum, welche man Seraphine nannte. Es war mein schönes herzliebes Mühmelein, und wir spielten zusammen im Garten und belauschten die Haushaltung der Ameisen und haschten Schmetterlinge und pflanzten Blumen. Sie lachte einst wie toll, als ich meine kleinen Strümpfchen in die Erde pflanzte, in der Meinung, daß ein paar große Hosen für meinen Vater daraus hervorwachsen würden.

Mein Vater war die gütigste Seele von der Welt und war lange Zeit ein wunderschöner Mann; der

Kopf gepudert, hinten ein niedlich geflochtenes Zöpfchen, das nicht herabhing, sondern mit einem Kämmchen von Schildkröte auf dem Scheitel befestigt war.

Seine Hände waren blendend weiß, und ich küßte sie oft. Es ist mir, als röche ich noch ihren süßen Duft und er dränge mir stechend ins Auge. Ich habe meinen Vater sehr geliebt; denn ich habe nie daran gedacht, daß er sterben könne. Mein Großvater väterlicher Seite war der alte Herr von Schnabelewopski; ich weiß gar nichts von ihm, außer daß er ein Mensch und daß mein Vater sein Sohn war.”

 

Heinrich Heine (13 december 1797- 17 februari 1856)

Heine monument van Waldemar Grzimek in Berlijn

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Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Kenneth Patchen, Robert Gernhardt

De Duitse dichter Heinrich Heine werd geboren in Düsseldorf op 13 december 1797. Zie ook mijn blog van 13 december 2006 en ook mijn blog van 13 december 2007 en ook mijn blog van 13 december 2008 en ook mijn blog van 12 december 2009.

Ein Fichtenbaum steht einsam

Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh’.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme,
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schweigend trauert
Auf brennender Felsenwand.

 

Winter

Die Kälte kann wahrlich brennen
Wie Feuer. Die Menschenkinder
Im Schneegestöber rennen
Und laufen immer geschwinder.

Oh, bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
Und die Klavierkonzerte
Zerreißen uns die Ohren.

Weit besser ist es im Summer,
Da kann ich im Walde spazieren,
Allein mit meinem Kummer,
Und Liebeslieder skandieren.

 

Sie saßen und tranken am Teetisch

Sie saßen und tranken am Teetisch,
Und sprachen von Liebe viel.
Die Herren waren ästhetisch,
Die Damen von zartem Gefühl.

Die Liebe muß sein platonisch,
Der dürre Hofrat sprach.
Die Hofrätin lächelt ironisch,
Und dennoch seufzet sie: Ach!

Der Domherr öffnet den Mund weit:
Die Liebe sei nicht zu roh,
Sie schadet sonst der Gesundheit.
Das Fräulein lispelt: Wie so?

Die Gräfin spricht wehmütig:
Die Liebe ist eine Passion!
Und präsentieret gütig
Die Tasse dem Herrn Baron.

Am Tische war noch ein Plätzchen;
Mein Liebchen, da hast du gefehlt.
Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,
Von deiner Liebe erzählt.

 

Heinrich Heine (13 december 1797- 17 februari 1856)

Portret door Isidor Popper, 1843

 

 

Doorgaan met het lezen van “Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Kenneth Patchen, Robert Gernhardt”

Heinrich Heine, José Eduardo Agualusa, Kenneth Patchen, Robert Gernhardt, Ida Vos, Jevgeni Petrov, Jean Rouaud, Laurens Jan van der Post, Emily Carr

De Duitse dichter Heinrich Heine werd geboren in Düsseldorf op 13 december 1797. Zie ook mijn blog van 13 december 2006 en ook mijn blog van 13 december 2007 en ook mijn blog van 13 december 2008.

Aus einem Brief

Die Sonne spricht:

Was gehn dich meine Blicke an?
Das ist der Sonne gutes Recht,
Sie strahlt auf den Herrn wie auf den Knecht;
Ich strahle, weil ich nicht anders kann.

Was gehn dich meine Blicke an?
Bedenke, was deine Pflichten sind,
Nimm dir ein Weib und mach ein Kind,
Und sei ein deutscher Biedermann.

Ich strahle, weil ich nicht anders kann,
Ich wandle am Himmel wohl auf, wohl ab,
Ass Langeweile guck ich hinab –
Was gehn dich meine Blicke an?

Der Dichter spricht:

Das ist ja eben meine Tugend,
Daß ich ertrage deinen Blick,
Das Licht der ew’gen Seelenjugend,
Blendende Schönheit, Flammenglück!

Jetzt aber fühl ich ein Ermatten
Der Sehkraft, und es sinken nieder,
Wie schwarze Flöre, nächt’ge Schatten
Auf meine armen Augenlider…

Chor der Affen:

Wir Affen, wir Affen,
Wir glotzen und gaffen
Die Sonne an,
Weil sie es doch nicht wehren kann.

Chor der Frösche:

Im Wasser, im Wasser,
Da ist es noch nasser
Als auf der Erde,
Und ohne Beschwerde
Erquicken
Wir uns an den Sonnenblicken.

Chor der Maulwürfe:

Was doch die Leute Unsinn schwatzen
Von Strahlen und von Sonnenblicken!
Wir fühlen nur ein warmes Jücken,
Und pflegen uns alsdann zu kratzen.

Ein Glühwurm spricht:

Wie sich die Sonne wichtig macht,
Mit ihrer kurzen Tagespracht!
So unbescheiden zeig ich mich nicht,
Und bin doch auch ein großes Licht,
In der Nacht, in der Nacht!

 

Der Wind zieht seine Hosen an

 

Der Wind zieht seine Hosen an,
Die weißen Wasserhosen!
Er peitscht die Wellen, so stark er kann,
Die heulen und brausen und tosen.

 

Aus dunkler Höh’, mit wilder Macht,
Die Regengüsse träufen;
Es ist, als wollt die alte Nacht
Das alte Meer ersäufen.

 

An den Mastbaum klammert die Möwe sich
Mit heiserem Schrillen und Schreien;
Sie flattert und will gar ängstiglich
Ein Unglück prophezeien.

 

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Heinrich Heine (13 december 1797- 17 februari 1856)
Standbeeld in Düsseldorf

 

De Angolese schrijver José Eduardo Agualusa werd op 13 december 1960 in Huambo geboren. Zie ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Uit: Ein Stein unter Wasser (Vertaald door Inés Koebel)

 

“ Brief an Ana OlímpiaQuinta da Saragoça, Juli 1877

 

Geliebte!

Ich habe die Insel Cajaiba gekauft, da ich Dir, wenngleich nicht das Paradies, so doch zumindest einen vorübergehenden Zufluchtsort bieten wollte, und als wir im Mai auseinandergingen, dachte ich noch, das Eiland könne dies tatsächlich sein. Weit gefehlt. Ich habe schlechte Nachrichten für Dich, furchtbar als solche und beunruhigend, was Deine Sicherheit angeht. Wenige Tage vor meiner Abreise nach Lissabon versuchte mich ein Mann auf der Fähre zwischen Rio und der kleinen Stadt Niteroi zu erschießen, es gelang ihm, schwimmend zu entkommen. Dieser Zwischenfall hat mich nicht sonderlich beunruhigt, zumal ich überall in der Welt treffliche Feinde habe und Bekundungen ihrer Antipathie ebenso gewohnt bin wie Schüsse! Ich habe dem guten Patrocinio von besagtem Vorfall berichtet, der in dem Schützen einen gedungenen Mörder vermutet und sogleich zwei Capoeira-Kämpfer zu meinem Schutze anheuerte. Was zur Folge hatte, daß ich den Rest der Woche vergeblich versuchte, Patrocinios Männern zu entkommen, und mich erst am Montag, als ich endlich an Bord gehen konnte, wieder als freier Mensch fühlte.Es regnete. Die Luft war erfüllt von feinen, lästigen Tropfen, melancholisch wie Tränen, die bei uns Portugiesen im Volksmund »Narrenregen« heißen. Ich verweilte lange an Deck und sah Brasilien traurig im Nebel zurückbleiben.Anschließend suchte ich meine Kajüte auf. Ich fand dort einen Koffer vor, der fast identisch war mit dem meinen. Im ersten Augenblick dachte ich, man habe versehentlich ein Gepäckstück vertauscht, was früher oder später jedem Reisenden einmal widerfährt, und rasch wieder in Ordnung gebracht werden kann. Doch dann bemerkte ich, daß der Koffer mit meinem Namen versehen war. Ich öffnete ihn beunruhigt, und was ich sah, verschlug mir den Atem: zwei kalte, glasige Augen starrten mir entgegen. Vor mir lag der präparierte Kopf eines schwarzen Mannes.Ich schlug den Koffer wieder zu. Welch gräßlicher Alptraum; übelkeit stieg in mir auf, mir war, als drehte sich das Schiff auf dem Meer, ich entriegelte die Luke und legte mich in die Hängematte. Ich weiß nicht, wie lange ich so dalag und krampfhaft die schwere, feuchte Luft einatmete. Als ich mich wieder beruhigt hatte, stand ich auf und öffnete erneut den Koffer. Der Kopf war immer noch dort, doch erst jetzt erkannte ich zu meinem Entsetzen, daß er die edlen Züge des alten Cornélio trug.Ich weiß, daß diese Nachricht Dich verstören wird. Und Du wirst Dir vorstellen können, wie verstört ich bin. Der Tod des alten Cornélio ist ein Verbrechen, das sich um so schändlicher und absurder darstellt, als es gewiß einzig in der Absicht begangen wurde, uns zu ängstigen und zu verhöhnen.“

 

Jose_Eduardo_Agualusa

José Eduardo Agualusa (Huambo, 13 december 1960)

 

De Amerikaanse dichter  Kenneth Patchen werd geboren op 13 december 1911. Zie ook mijn blog van 13 december 2006  en ook mijn blog van 13 december 2008.

 

The Naked Land 

 

A beast stands at my eye.

 

I cook my senses in a dark fire.

The old wombs rot and the new mother

Approaches with the footsteps of a world.

 

Who are the people of this unscaled heaven?

What beckons?

Whose blood hallows this grim land?

What slithers along the watershed of my human sleep?

 

The other side of knowing …

Caress of unwaking delight … O start

A sufficient love! O gently silent forms

Of the last spaces. 

 

 

Creation 

 

Wherever the dead are there they are and

Nothing more. But you and I can expect

To see angels in the meadowgrass that look

Like cows –

And wherever we are in paradise

in furnished room without bath and

six flights up

Is all God! We read

To one another, loving the sound of the s’s

Slipping up on the f’s and much is good

Enough to raise the hair on our heads, like Rilke and Wilfred Owen

 

Any person who loves another person,

Wherever in the world, is with us in this room –

Even though there are battlefields.

 

patchen

Kenneth Patchen (13 december 1911 – 8 januari 1972)

 

 

De Duitse dichter en schrijver  Robert Gernhardt werd op 13 december 1937 in het Estische Reval (het huidige Tallinn) geboren. Zie ook mijn blog van 13 december 2006 en ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Bilden Sie mal einen Satz mit…

 

visuell

Vi su ell die Sonne strahlt –

als würde sie dafür bezahlt.

 

pervers

Ja, meine Reime sind recht teuer:

per Vers bekomm ich tausend Eier.

 

Minister

Aus welchem Mund dringt dies Geplärr?

“Min is ter Rachen”, spricht der Herr.

 

Metapher

Herr Kapitän, der Steuermann

hat grade lallend kundgetan,

er brächte jetzt das Schiff zum Sinken –

me taph er wirklich nicht mehr trinken.

 

Symbol

Herr Dschingis Khan, das tut man nicht,

daß man in fremdes Land einbricht.

Nu aber raus mit Ihren Horden –

Sie sym bol wahnsinnig geworden!

 

allegorisch

Nichts wird sich ändern hier auf Erden,

bevor nicht alle gorisch werden.

 

sensibel

Herr Ober! Bringt mir einen Kübel!

Mir wird von diesem Nonsens ibel!

 

robert_gernhardt

Robert Gernhardt (13 december 1937 – 30 juni 2006)

 

De  Joods-Nederlandse schrijfster Ida Vos (meisjesnaam Gudema) werd geboren in Groningen op 13 december 1931. Zie ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Mevrouw Van Dalen, weet u wel?

 

“Op een dag komt tante Jetje, die nu ook bij hen woont, erg verdrietig thuis.

‘Het is weer gebeurd,’ zegt ze. ‘Ik heb er genoeg van.’

‘Trek het je niet aan. De mensen in Holland weten niet beter.’

Zo probeert oma tante Jetje te troosten.

‘Je moet eraan wennen. Het komt doordat je net uit Amerika terug bent. Wij zijn er al een beetje mee vertrouwd.’

‘Moet ik dan steeds maar weer vertellen dat Annie en Bram en kleine Ineke zijn vermoord?’

‘Ja, er zit niets anders op.’

Ze heeft heel stil zitten luisteren. Ze voelt dat de tranen uit haar ogen willen springen, maar ze kan ze nog net tegenhouden.

Annie en Bram heeft ze ook gekend. Dat waren de dochter en de schoonzoon van tante Jetje en Ineke was haar kleindochter.

Als ze kan, zal ze proberen tante Jetje een beetje op te vrolijken.

Ze heeft mamma beloofd boodschappen te doen. Misschien wil tante Jetje met haar mee.

Tantje Jetje wil graag. Ze lopen gearmd over de Haagweg.

‘Net als vroeger met Annie,’ zegt tante Jetje. ‘Dat was ook zo gezellig.’

Ze kletst achter elkaar door. Ze moet haar best doen om niet over de onderduiktijd te praten. Tante Jetje moet getroost worden, maar tante Jetje vraagt zoveel.

‘Hoe voelde het toen je voor de eerste keer met een ster op je borst de straat op moest?’

Ze geeft geen antwoord.

‘Kind, wat deed je al die jaren toen je niet naar buiten mocht?’

Ze geeft geen antwoord. Hoe moet je dat uitleggen aan iemand die de hele oorlog in Amerika is geweest.

 

‘Dag, mevrouw Nieweg!’

Voor tante Jetje staat een mevrouw.

‘Kent u me niet meer? Mevrouw Van Dalen, weet u wel? Vroeger hielp ik u wel eens in de winkel.’

‘O ja,’ zegt tante Jetje, maar ze ziet aan tantes gezicht dat ze niet weet wie de mevrouw is.

‘Hoe is het toch met…’

‘Prima, prima. Met Annie en Bram en de kleine Ineke gaat het prima. Ze wonen in een schitterende bungalow in Florida. Ze hebben zelfs een zwembad. Dag mevrouw Van Dalen. Kom Rachel, we gaan verder.’

Tante Jetje trekt haar mee, maar ze hoort nog hoe mevrouw Van Dalen zegt: ‘Weer één te weinig vergast. Kale kakmadam. Met een winkeljuffrouw praat ze niet meer.’

 

IdaVos

Ida Vos (13 december 1931 – 3 april 2006)

 

De Russische schrijver Jevgeni Petrov werd geboren in Odessa op 13 december 1903. Zie ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Uit: The 12 Chairs

 

“The grandmaster moved on to local topics.
“Why, in the provinces, is there no chess thought? For example, your club. What’s it called? `Chess club’. It’s boring, girls! Why don’t you name it something beautiful, something in the spirit of chess? The nation’s masses would beat a path to your club’s door. For example, you could name it “Four Knights Club”, “Beautiful Endgame”, or “Loss of Material Compensated for by Gain of Tempo”. That would be good! Sweet sounding!”
The idea was successful.
“Really”, the locals said, “why not rename our club the `Four Knights Club’?”
Since the executive committee of the chess club was right there, Ostap organized, under his honorary chairmanship, a minute-long meeting at which the club was unanimously renamed “Four Knights Chess Club”. The grandmaster, with his own hand, artistically executed on a piece of cardboard a design with four knights and an accompanying inscription.
This important measure augured a dawn of chess thought in Vasiuki.
“Chess!” Ostap said. “Do you know what chess is? It advances not only culture, but the economy, too! Do you know that your Four Knights Chess Club, under the right circumstances, could completely transform the city of Vasiuki?”
Ostap had eaten nothing since yesterday. Therefore, the elegance of his speech was extraordinary.
“Yes!” he shouted. “Chess enriches the nation! If you agree to my proposal, you’ll have a marble staircase descending from the city to the pier! Vasiuki will become the center of ten provinces! What had you previously heard about the town of Zimmering? Nothing! But now, this little burg is rich and famous only because it hosted an international tournament. Therefore, I say: we must organize an international chess tournament in Vasiuki.”
“How?” everyone shouted.
“It’s a completely realistic idea,” answered the grandmaster. “My personal connections and your initiative are all that’s needed to ensure the organization of the internation
al Vasiuki tournament. Think how beautiful it will sound: “The International Vasiuki Tournament for 1927″. The attendance of Jose Raul Capablanca, Emanuel Lasker, Alekhine, Nimtzovitz, Reti, Rubenstein, Marotsi, Tarrasch, Widmar, and Doctor Grigoriev is assured. Moreover, my participation is assured.”
“But, money,” the locals groaned. “You have to pay all of them money. Thousands of rubles. Where can we get it?”

 

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Jevgeni Petrov (13 december 1903 – 2 juli 1942)
Jevgeny Petrov (rechts) en Ylya Ilf (links)

 

De Franse schrijver Jean Rouaud werd geboren op 13 december 1952 in Campbon (Loire-Atlantique). Zie ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Uit: Les Champs d’honneur

 

“La lettre de Commercy mit dix ans à arriver jusqu’à nous. Elle marqua pour Mathilde la fin de sa jeunesse, ce moment d’abdication où, si l’on s’autorise encore à rêver, c’est en s’interdisant désormais d’imaginer que la rêverie débouche un jour sur le réel. Dès la formule de condoléances, on comprend que rien de ce qu’on espère vraiment n’arrive jamais, qu’il n’y a pas de miracle, pas d’histoire de Polonaise aux grands yeux mettant le grappin sur un galant petit Français, pas d’amnésie provisoire, mais qu’Emile est bien mort. Simplement, son camarade signale l’avoir enterré de façon sommaire au pied d’un eucalyptus, où il saurait le retrouver si la famille se montrait désireuse de ramener le corps parmi les siens- ce qui avait été, semble-t-il, le désir du mourant et la raison de cet escamotage, pour éviter une inhumation collective ou la lente décomposition sur le champ de bataille. Mais il y a déjà plusieurs lignes que la vue de Mathide se brouille, et sur un clignement de paupières une ribambelle de larmes s’affale sur le papier. Ce n’est pas tant la confirmation de cette mort qu’elle a de toute façon apprise il y a douze ans maintenant, mais ce trait final qui clôt l’attente, cette porte qui se referme.”

 

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Jean Rouaud (Campbon, 13 december 1952)

 

De Engelstalige en van oorsprong Zuid-Afrikaanse schrijver en officier Laurens Jan van der Post werd geboren in Philippopolis op 13 december 1906. Zie ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Uit: Wind of Change

 

 In this fashion, after many days, almost precisely at noon (wherein, my teacher had just informed me, midnight is born), we had our first glimpse since we had left Port Natal, of the coast of East Africa. It did not cause much excitement in Plomer or Mori, for whom it was little more than a landmark proving how faultless his navigation had been. Seen from the shade of our little deck on a day white with heat and a haze almost as dense as fog, it was indeed not a dramatic sight. It appeared just a dark line drawn firmly on the infirm air; now and then surges of white of a ghostly kind against it marked the breakers of the Indian Ocean swell. But through the glasses that I borrowed and when Mori told me it was the port of Mozambique, it was another matter. I could then just see the flamingo pink coral below the line of the land, and the fort or castle resting still intact on the foundations Vasco da Gama had provided for it (so legend had it), in stones carried as ballast from Lisbon, four hundred and twenty-eight years before. I knew both legend and history well. The Portuguese had had to fight desperately against disease, malnutrition and stubborn rivals like the Dutch, in order to maintain their hold on that strategic base on their route to the Far East. Immediately that mere outline in the light of a day so fierce that it hissed like a serpent in my ears, became an ideogram of the kind that I had been studying that morning with direct access to all the emotions of endeavour and seeking that had brought us to Africa and, in sense, had impelled me to follow through as an odd sort of pilgrim of history, in the wake of Vasco da Gama and his successors. I continued to watch the land until it vanished not below the horizon but burnt out like ashes into the fire of the day. I went to lunch marvelling at the indifference of everyone at table to the event, and resolved that no matter how far and long I travelled I would not allow so culpable an ennui to overcome my spirit at any first glimpse of land after days at sea.

          At last we came to our first landfall after Port Natal. The drama for me was set the evening before when the Canada Maru felt her way delicately through the last coral water between Dar-es-Salaam (The Haven of Peace) and the Sultanate of Zanzibar. Almost on the equator now, the sky was heavy with thunder-clouds, black as Mohamet’s coffin below but piled so high above it that they were pure and white in a sky of peacock blue. From somewhere behind them, the sun at the exit of the world enfolded all with wide arch-angel’s wings of light, in an immense and final clasp of valediction.“

 

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Laurens Jan van der Post (13 december 1906 – 16 december 1996)

 

De Canadeese schilderes en schrijfster  Emily Carr werd geboren in Victoria op 13 december 1871. ook mijn blog van 13 december 2008.

 

Uit: The Book of Small

“The turn brought Small face to face with the Orange Lily.

The lily grew in the angle made by the front of the house and the side of the porch. Small’s knees doubled to the splintery porch floor. She leaned over to look into the lily’s trumpet, stuck out a finger to feel the petals… They were cool, slippery and alive.

Lily rolled her petals grandly as sentinelled doors roll back for royalty. The entrance to her trumpet was guarded by a group of rust-powdered stamens – her powerful perfume pushed past these. What was in the bottom of Lily’s trumpet? What was it that the stamens were so carefully guarding? Small pushed the stamens aside and looked. The trumpet was empty – the emptiness of a church after parson and people have gone, when the music is asleep in the organ and the markers dangle frm the Bible on the lectern.

Anne Mitchell opened the cottage door.

“Come and see my everlasting flowers, Small – my flowers that never die.”

With a backward look, Small said, “What a lovely lily!”

“Well enough but strong-smelling, gaudy. Come and see the everlastings.”

Presently Small said, “I had better go now”.

“You shall have a posy,” said Anne… “We will gather flowers from the garden for you.”

The Orange Lily! Oh, if Mrs Mitchel would only give me the Orange Lily! Oh if only I could hold it in my hand and look and look!

Anne passed the lily. Beyond was the bed of pinks – white, clove, cinnamon. “Smell like puddings, don’t they?” said Small.

Anne’s scissors chawed the wiry stems almost as sapless as the everlastings. Life seemed to have rushed to the heads of the pinks and flopped them face down to the ground. Anne blew off the dust as she bunched he pinks. Small went back to the lily. With pocket-handkerchief she wiped the petals she had rusted by pushing aside the stems.

“There are four more lilies to come, Mrs Mitchell!”

Anne lifted the corner of her black silk apron.

“That lily has rusted your nose, Small.”

She scrubbed.

Small went home.

“Here’s pinks”, she said, tossing the bunch upon the table.

In her heart she hugged an Orange Lily. It had burned itself there not with flaming petals, not through the hot, rich smell. Soundless, formless, white – it burned there”

 

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Emily Carr (13 december 1871 – 2 maart 1945)