Dolce far niente, E. E. Cummings, Ivo Victoria, Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Clemens Haipl, Miroslav Krleza, János Székely

Dolce far niente

 

 
The Summer Garden door Alfred de Breanski, Jr., ca. 1912

 

This Is The Garden

this is the garden:colours come and go,
frail azures fluttering from night’s outer wing
strong silent greens silently lingering,
absolute lights like baths of golden snow.
This is the garden:pursed lips do blow
upon cool flutes within wide glooms,and sing
(of harps celestial to the quivering string)
invisible faces hauntingly and slow.

This is the garden. Time shall surely reap
and on Death’s blade lie many a flower curled,
in other lands where other songs be sung;
yet stand They here enraptured,as among
the slow deep trees perpetual of sleep
some silver-fingered fountain steals the world.

 

 
E. E. Cummings (14 oktober 1894 – 3 september 1962)
Cambridge, Massachusetts, de geboorteplaats van E. E. Cummings

 

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen). Zie ook alle tags voor Ivo Victoria op dit blog

Uit: Dieven van vuur

“Ik herinner mij de dag dat de eerste wespen kwamen. Via de sleuven in de houten buitenbetimmering kropen ze in de spouw van de wand aan mijn rechterhand. Ik sta vaak op dat balkon, rokend, dwalend door mijn gedachten als een nieuwsgierige toerist, in deze periode van het jaar veelal mijmerend over vroeger.
Onze schaduwen nestelen zich in de plekken die wij achterlaten. Daarom raken we altijd zo in de war wanneer we er terugkeren, al is het maar in gedachten: omdat we de leegheid niet verwachten, het desolate, het verlatene van wat in onze herinnering bruisend en vol was, als de glazen champagne die wij toen nog niet konden betalen.
Ach, wat waren wij meer dan dwazen die naar een wilde jeugd verlangden, hun uiterlijk verwaarloosden in de hoop te worden bewonderd, en hun longen in brand zetten voor de lol? (Dat wij nog leven is een wonder, ook al ademen de meesten van ons met piepende geluiden en maken we beklagenswaardige lijstjes van wie bij ons in bed belandde, of wie we enkel zoenden of anderszins bijna hadden gehad.)
Wat rest er ons dan wel? Waar kunnen wij terug aan denken? Aan de dingen en gebeurtenissen die beslissend hadden kunnen zijn. Ze dansen, uitdagend, op de onbegrijpelijke noten die zonder overleg tegen die platenkast op springen; wespen, inderdaad, op zoek naar hun nest.
Het is geen dragende muur, dus nauwelijks meer dan wat hout, pleister en isolatiemateriaal. Wekenlang vlogen die wespen af en aan. De kolonie leek te groeien met iedere nieuwe sigaret. Toen ik het verdelgingsbedrijf belde, vertelden ze dat die wespen mijn muur van binnenuit zouden vernietigen met hun nest. Ik moest denken aan duizenden tot tienduizenden wespen die alles in die spouw zouden reduceren tot gruis en op een dag allemaal tegelijk uit die sleuven tevoorschijn zouden komen en uitvliegen.
Ik toonde de verdelger het balkon. Het hele idee is dat de wespen het mengsel aan hun lijf krijgen, mee het nest in nemen, en de koningin vergiftigen. De koningin sterft, het nest wordt verlaten. Ik vroeg die kerel of dat zeker werkte.”


Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

 

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook alle tags voor Lion Feuchtwanger op dit blog.

Uit: Goya oder der arge Weg der Erkenntnis

„Im Spätsommer kehrten die Albas nach Madrid zurück. Cayetana blieb unsichtbar und schickte keine Botschaft. Mehrmals begegnete Francisco einem der Wagen des Hauses Alba. Er befahl sich, nicht hinzuschauen. Schaute hin. Zweimal war es der Herzog, zweimal ein Fremder, ein anderes Mal die alte Marquesa. Eine Karte wurde überbracht, welche den Hofmaler de Goya y Lucientes und Seriora Doüa Josefa einlud, einem Musikabend des Herzogs beizuwohnen; gespielt werden sollte eine Oper des Serior Don Josü Haydn »Die Welt auf dem Monde«. Eine Stunde lang war Francisco fest entschlossen abzulehnen, die nächste ebenso fest, hinzugehen. Josefa hielt es für selbstverständlich, daß man die Einladung annahm. Wiederum wie an jenem Abend, da Goyas unselige Verstrickung mit ihr begonnen hatte, war die Alba zunächst nicht sichtbar. Vorerst einmal mußte Francisco die ganze Oper des Seflor Haydn anhören. Da saß er neben Josefa, verzehrt von Ungeduld, Furcht und Hoffnung, gepeinigt von der Erinnerung an Stunden in Piedrahita, wo er bei ähnlichen Musikdarbietungen des Herzogs neben Cayetana gesessen hatte. Dabei war die Oper leicht und zierlich. Sie stellte dar, wie ein von der Passion für die Astronomie besessener reicher Herr, Bonafede, Vater zweier hübscher Töchter, von einem betrügerischen Scharlatan, Eccletico, in den Glauben versetzt wird, er lebe auf dem Monde; seine Erlebnisse auf diesem Gestirn veranlassen ihn, seine Töchter an Freier zu verheiraten, denen er sie auf Erden niemals gegeben hätte. Der italienische Text war von dem Herzog selber, noch mit Hilfe des nunmehr verschwundenen Abate, ins Spanische übertragen worden, die Inszenierung war gut, die Musik nicht so verstiegen, wie Goya befürchtet hatte, er hätte sich unter andern Umständen der anmutigen Darbietung erfreut. So aber, in seinem Innern, schimpfte und knurrte er. Endlich war die Oper zu Ende, der Mayordomo bat in den Hauptsaal. Wie damals empfing Doria Cayetana ihre Gäste auf altspanische Art, auf ihrer Estrade. Diesmal war der hohe Baldachin, unter dem sie saß, geschmückt mit einer bemalten Holzstatue der Jungfrau, geschaffen von Juan Martinez Montanüs. Mit gefalteten Händen, das Haupt verschämt geneigt, stand anmutig mit einem ganz kleinen, stolzen, spanischen Lächeln die Jungfrau auf dem Schemel eines Halbmonds, der getragen war von zierlichen Engelsköpfen. Der Anblick der Alba, wie sie lieblich unter dieser lieblichen Statue saß, hatte etwas Lasterhaftes und Berückendes. Sie war geschminkt dieses Mal und gepudert, sie trug ein Kostüm alten Versailler Schnittes, von schmalster Taille fiel weit der Rock. Gewollt puppenhaft und beinahe lächerlich hochmütig sah sie aus. Das weiße Gesicht, starr lächelnd, während die metallischen Augen unter den hohen Brauen bestürzend lebendig wirkten, schien doppelt sündhaft durch die holde und freche Gemeinsamkeit mit dem Antlitz der Jungfrau, welche lächelnd und mit züchtiger Genugtuung der Verkündigung lauscht. Francisco,“


Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)
Cover

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Baghdati, Imereti, Georgië, geboren. Zie ook alle tags voor alle tags voor Vladimir Majakovski op dit blog.

A Cloud In Trousers – Part I (Fragment)

The doors suddenly banged ta-ra-bang,
as though the hotel¡¯s teeth
chattered.

You swept in abruptly
like ‘take it or leave it!’
Mauling your suede gloves,
you declared:
‘D’ you know,
I’m getting married.’

All right, marry then.
So what,
I can take it.
As you see, I¡¯m calm!
Like the pulse
of a corpse.

Do you remember
how you used to talk?
¡°Jack London,
money,
love,
passion.¡±
But I saw one thing only:
you, a Gioconda,
had to be stolen!

And you were stolen.

In love, I shall gamble again,
the arch of my brows ablaze.
What of it!
Homeless tramps often find
shelter in a burnt-out house! 

You’re teasing me now?
‘You have fewer emeralds of madness
than a beggar has kopeks!’
But remember!
When they teased Vesuvius,
Pompeii perished!

Hey!
Gentlemen!
Amateurs
of sacrilege,
crime,
and carnage,
have you seen
the terror of terrors ¨C
my face
when
I
am absolutely calm? 

 
Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)
Majakovski museum in Moskou

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Zie ook alle tags voor Clemens Haipl op dit blog.

Uit: Sind wir bald da?

„Na bitte: Einödhof, Pilger … klingt doch ganz passabel. Muss mir das mal in Ruhe ansehen.
Ich habe vergessen, dass ich heute zum Internisten muss. Ich habe erhöhten Blutdruck, und es ist nicht auszuschließen, dass ich einen verfrühten, völlig würdelosen Tod erleiden werde. Ich will das nicht, also Abgang zum Internisten. Seine Sprechstundenhilfe muss er von seinem Vater, der sicher auch Arzt war, übernommen haben. Als Erbstück oder eine Art Leibrente, was weiß ich. Freiwillig setzt man sich so einen Drachen nicht in die Ordination. Das möchte ich rundheraus ausschließen. Zumal der Arzt und seine Assistentinnen nett und hübsch sind und, soweit ich das beurteilen kann, auch kompetent. Aber die Sprechstundenhilfe … mein lieber Herr Gesangsverein.
An ihrem Tisch staut sich eine Schlange, die bis zur Eingangstür reicht, ich schätze zehn Personen. Eine illustre Mischung aus starken RaucherInnen und TrinkerInnen und ein wunderschönes älteres Ehepaar aus der Neigungsgruppe »Wir sehen aus wie die Klestils oder Waldheims«. Er in ordentlichem Anzug, hochroter Kopf und ganz offensichtlich schon an dem einen oder anderen Herzinfarkt vorbeigeschrammt. Sie im feinsten Trachtenkostüm, eine Frisur, für die sich ihr Coiffeur bestimmt große Mühe gegeben hat (vielleicht hat er sie aber auch nur ausgelacht), und sehr eifrig bemüht, den Eindruck zu vermitteln, dass die beiden, vor allem aber sie, nur durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle oder eine üble Laune Gottes in dieser elenden Proletengegend gelandet sind. Vielleicht waren sie mit ihrem Mercedes Arbeiter schauen, wie früher die Familien in Gänserndorf im Safaripark. Sie wollten einfach einmal raus aus Hietzing und etwas anderes erleben. Also sind sie ins Auto gestiegen, um Hackler und Proleten in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Sie hat ein paar Leberkässemmeln gekauft, obwohl sie weiß, dass das Füttern verboten ist (zumal aus dem Auto), und justament hier, in dieser Ungegend, ist ihnen dann das Auto eingegangen. Er hat sich darob sehr erregt, und weil kein anderer verfügbar war, muss man eben jetzt mit dem Buschinternisten vorliebnehmen.
Der Ordinationsdrache scheint einen Anflug von Respekt vor der Trägerin der Edith-Klestil-Memorialfrisur zu haben, denn sie darf sich nicht nur schamlos an der Menschenschlange vorbeidrängeln, sie wird sogar einigermaßen menschenwürdig behandelt. Wahrscheinlich kennt man einander noch aus besseren Tagen, als der Herr Doktor noch ordinierte. Also der »richtige Doktor, Sie wissen schon, der Vater …”


Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook alle tags voor Miroslav Krleza op dit blog.

Uit:The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

“And consider this: Whether Barutanski, as a phenomenon, is to your personal liking or not, he is an organic phenomenon! His every act as a ruler is dictated by a deep, inborn awareness that he’s acting not in the twentieth but in the fifteenth century. That, generally, is exclusively political skill: to manage in space and in time and act with the means which suit the needs of a particular time in a particular space. Yes! Nature, as is well known, does nothing by leaps or bounds, my dear young friend, and it is an old and well-tried piece of wisdom: Naturae convenienter vivere! And what you are seeking in this ‘Open Letter’ of yours is, for our circumstances, rebus hic et nunc stantibus, here, today, in Blitva, a demand which is against nature! You’re looking for a leap, a salto mortale, from the fifteenth into the twentieth century! That is an intellectual supererogation, my dear friend; a state cannot be governed like that.”
“So, Professor: The world has to be ruled by the bludgeon and I have to be beaten to death by that bludgeon simply because I don’t think that the bludgeon should be ultima ratio?”
“Give me just one example in the history of civilizations that was not built on similar means of persuasion,” Burgwaldsen replied. “The pharaohs, Pericles, the Rome of the Caesars, Borgia, the papal see, the East India Company, the Transvaal? According to you, Blitva should be the one exception? Forgive me, but that’s naive!”
“Yes, my dear professor, I am naive, that much I admit. But do you know who it was who brought me up to be naive? In other words, who is responsible for my naïveté? You personally, you and your naive principles, which you naively preached from the rostrum and to which I naively listened through the course of several naive semesters, as you should well know! You taught us, together with the naive Cicero, that human communities should be ruled by that naive spirit of communality, that by the law of natural social instinct, people should be bound in naive organizations, according to the law of an instinct which Cicero naively called naturalis quaedam congregatio, and you yourself insisted that social groups should be naively similar to Cicero’s naive civitas and to that naive concept which Cicero naively called constitutio populis!”

 
Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)
Monument in Zagreb

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook alle tags voor János Székely op dit blog.

Uit:Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

„Um Schneiderrechnungen brauchte Swoboda sich ebenfalls keine Sorgen zu machen. Die Anzüge, die er zum ersten Mal trug, waren gewöhnlich bereits zehn oder fünfzehn Jahre früher bezahlt worden. Er bekam sie nicht etwa unentgeltlich. O nein! Dies nun doch nicht! So verschwenderisch war niemand in der Stadt. Swoboda arbeitete hart für seine Garderobe. Wenn ein großer Hausputz bevorstand, schickte man das Hausmädchen nach ihm. Mit der Zeit brachte er es im Teppichklopfen zur Meisterschaft und auch im Fußbodenschrubben und im Insektenvertilgen; er hatte sogar gelernt, selbständig die Vorhänge herunterzunehmen. Er spaltete das Anbrennholz in schön regelmäßige Scheite und nahm nach und nach dem Hausmädchen alle Arbeiten ab, die für es zu schwer waren.
Sein Lohn bestand aus den Mahlzeiten, aus alten Schuhen, fadenscheinigen Hemden, verwaschenen Unterhosen ? Manchmal sogar aus einem abgewetzten Anzug oder einem verschabten Überzieher. Die kostbare Garderobe mußten natürlich hart erarbeitet werden, denn es gab kein Kleidungsstück, egal wie alt und schäbig es war, das für die knickrigen Bürger nicht mehr wert gewesen wäre als ein Tagelohn für Swobodas Hilfe. Waren keine alten Kleider da, drückte ihm der Hausherr ein paar Heller in die Hand, wofür Swoboda sich mit einem herzlichen “Dankserr” bedankte. Er umklammerte die Münzen, als hänge sein Seelenheil davon ab, hätte es aber für unter seiner Würde gehalten, das Geld in Anwesenheit seines Kunden zu zählen. Auch die Bahnangestellten trugen ihm Besorgungen auf, und Anfang des Monats, solange ihr Gehalt es noch zuließ, gaben sie ihm ein kleines Trinkgeld. Swoboda stand jedermann zu Diensten und bedankte sich für die kleinste Belohnung mit einem breiten, freundlichen Grinsen.“


János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958) 
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook mijn blog van 7 juli 2016 en ook mijn blog van 7 juli 2014 en ook mijn blog van 7 juli 2013 deel 2 en eveneens deel 3.

Ivo Victoria, Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Clemens Haipl, Miroslav Krleza, Reinhard Baumgart, János Székely

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen). Zie ook alle tags voor Ivo Victoria op dit blog

Uit: Gelukkig zijn we machteloos

“Er dansen vlekken voor mijn ogen. En er hangt een geluid in de lucht. Ongrijpbaar. als mist. Een hoge. Zingende toon. Het lijkt van buitenaf te komen. Dat kan allicht niet.
Het zijn mijn oren die tuiten. Dat is het. Mijn lichaam zindert. Geperforeerd met duizend naalden. Pijn, overal pijn.
Behoedzaarn draai ik mijn hoofd. Eerst naar links, en dan naar rechts. Naast mij zit de jan-van-gent. Roerloos.
Vlakbij. Waar kom t die vandaan? Hoe komt het dat hij zich op ooghoogte bevindt? Mijn billen zijn koud en vochtig, mijn broek en onderbroek doorweekt van het natte gras.Ik sta niet recht. Ik zit op de grond. Ik heb mijn handen naast mij neergezet. als pilaren. Mijn benen liggen voor mij.
Frappant. Ik zit als het ware tot heuphoogte in de grond begraven – zoals kinderen weleens doen met hun vader op het strand. En iemand heeft die benen voor mij neergelegd.
Dejan-van-gent mekkert. Hij klinkt niet zielig of triest, zoals daarstraks, maar eerder verbolgen.
Billie. Waar is Billie? Ik zie haar nergens. Ik ril, maar het is nog steeds warm. Nog warm er. zo lijkt het wel. Het miezert een beetje. De regen valt als zweet.
Wat is er gebeurd. waarom zit ik hier? Ik kan mij niks voor de geest halen. Helemaal niks. Ik trek mijn benen op, leg mijn handen op mijn knieën en buig voorover. Ik laat mijn hoofd rusten op mijn armen. Ik sluit de ogen.
Billie. Ik zie Billie weer staan. Ik zie hoe ze de storm uitdaagt als een toreador, lange haren als zwart zeewier in haar gezicht. Slanke arm en dansend in de regen. Hey, Ma-hatsuko! Dat is het. Dat roept ze: Hey. Mahatsuko. Het lijkt alsof ze het tegen mij roept. Het klinkt alsof ze een dier opjut. Ik weet niet wie of wat Mahatsuko is.”
En terwijl ik daarover nadenk. sta ik voorzichtig op. Ik maak en kele eenvoudige rek- en strekbewegingen. Het bloed begint weer door mijn lijf’ te stromen en langzaam trekt de pijn weg uit mijn botten. Ik betast mijn gezicht en mijn haren. die pluizig zijn. De zon breekt door.”

 
Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

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Lion Feuchtwanger, Ivo Victoria, Vladimir Majakovski, Clemens Haipl, Miroslav Krleza

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook alle tags voor Lion Feuchtwanger op dit blog.

Uit: Die Jüdin von Toledo

„Die Schiffahrt der spanischen Moslems, geleitet von erprobten Mathematikern und Astronomen, war schnell und sicher, so daß sie ausgedehnten Handel treiben und ihre Märkte mir allen Erzeugnissen des islamischen Weltreichs versorgen konnten.
Künste und Wissenschaften blühten wie bisher niemals unter diesem Himmel. Erhabenes und Zierliches mischten sich, die Häuser auf besondere, bedeutende Art zu schmücken. Ein kunstvoll verästeltes Erziehungssystem erlaubte einem jeden, sich zu bilden. Die Stadt Córdova hatte dreitausend Schulen, jede größere Stadt hatte ihre Universität, es, gab Bibliotheken wie niemals seit der Blüte des hellenischen Alexandria. Philosophen weiteten die Grenzen des Korans, übersetzten in ihre eigene Denkart das Werk der griechischen Weltweisheit, schufen es in ein Neues um. Eine bunte, blühende Fabulierkunst schloß der Phantasie bisher unbekannte Räume auf. Große Dichter verfeinerten das reiche, tönend Arabisch, bis es jegliche Regung des Gefühls wiedergab.
Den Unterworfenen zeigten die Moslems Milde. Für ihre Christen übertrugen sie das Evangelium ins Arabische. Den zahlreichen Juden, die von den christlichen Westgoten unter strenges Ausnahmerecht gestellt worden waren, räumten sie bürgerliche Gleichheit ein. Ja, es führten unter der Herrschaft des Islams die Juden in Spanien ein so glückhaft erfülltes Leben wie niemals vorher seit dem Untergange ihres eigenen Reiches. Sie stellten den Kalifen Minister und Leibärzte, gründeten Fabriken, ausgedehnte Handelsunternehmungen, sandten ihre Schiffe über die sieben Meere. Sie entwickelten, ohne ihr eigenes hebräisches Schrifttum zu vergessen, philosophische Systeme in arabischer Sprache, sie übersetzten den Aristoteles und verschmolzen seine Lehren mit denen ihres eigenen Großen Buches und den Doktrinen arabischer Weltweisheit. Sie schufen eine freie, kühne Bibelkritik. Sie erneuerten die hebräische Dichtkunst.“

 
Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

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Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Clemens Haipl, Kuno Bärenbold, Hasan Abidi, János Székely, Miroslav Krleza, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008.

Uit: Der Teufel in Frankreich

 

Als er einen überfahren hatte

Hunde sind intelligent, Hühner und Fußgänger weniger, Radfahrer garnicht.

So kam es, daß einer in Herrn B. W. Smith′ neuen Chrysler Six hineinfuhr.

wobei das Auto garnicht, der Radfahrer letal beschädigt wurde.

Als Herr B. W. Smith vor der übel zugerichteten Leiche –

auch das Rad sah nicht gut aus –

stand,

überlegte er dieses:

 

Viele Opfer erfordert der Fortschritt des Verkehrs.

In Anbetracht der steigenden Unfallziffern müssen die Verkehrsgesellschaften

ihre Prämien erhöhn.

 

Dieser Radfahrer hat vielleicht ein Baby, vielleicht auch mehrere.

Die Unsterblichkeit der Seele ist eine prächtige Idee.

 

Media in vita –

doch infolge abbröckelnden Lateins kam er mit diesem Gedanken

nicht ganz zu Rande.

 

Trotz tiefen Nachdenkens ließ er hierbei seine Zigarre nicht ausgehn,

was die Umstehenden in Hinsicht auf den anwesenden toten Radfahrer empörte,

so daß einige schon von Teeren und Federn etwas fallen ließen:

als im rechten Augenblick ein Polizeimann eintraf

und den Tatbestand aufnahm.

 

Herr B. W. Smith war vorschriftsmäßig gefahren und ihm konnte nichts passieren.

Gleichwohl störten ihn, noch als er im Chefkabinett seiner Dachziegelfabrik über einer schwierigen Kalkulation saß,

 

Erwägungen solcher Art:

 

daß, wer den Gedanken der Unsterblichkeit zuerst gedacht hatte,

ein flotter Bursche gewesen sein müsse,

daß enge Beziehungen seien zwischen

Verkehrsfortschritt und Sterblichkeitsziffer,

daß die Unfallversicherungsprämien erhöht werden müßten,

und daß überhaupt mitten im Leben wir

im Tode seien.

 

 

feuchtwanger

Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

 

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006 en ook mijn blog van 7 juli 2007  ook mijn blog van 7 juli 2008.

Back Home

 

Thoughts, go your way home.

Embrace,

depths of the soul and the sea.

In my view,

it is

stupid

to be

always serene.

My cabin is the worst

of all cabins –

All night above me

Thuds a smithy of feet.

All night,

stirring the ceiling’s calm,

dancers stampede

to a moaning motif:

“Marquita,

Marquita,

Marquita my darling,

why won’t you,

Marquita,

why won’t you love me …”

But why

Should marquita love me?!

I have

no francs to spare.

And Marquita

(at the slightest wink!)

for a hundred francs

she’d be brought to your room.

The sum’s not large –

just live for show –

No,

you highbrow,

ruffling your matted hair,

you would thrust upon her

a sewing machine,

in stitches

scribbling

the silk of verse.

Proletarians

arrive at communism

from below –

by the low way of mines,

sickles,

and pitchforks –

But I,

from poetry’s skies,

plunge into communism,

because

without it

I feel no love.

Whether

I’m self-exiled

or sent to mamma –

the steel of words corrodes,

the brass of the brass tarnishes.

Why,

beneath foreign rains,

must I soak,

rot,

and rust?

Here I recline,

having gone oversea,

in my idleness

barely moving

my machine parts.

I myself

feel like a Soviet

factory,

manufacturing happiness.

I object

to being torn up,

like a flower of the fields,

after a long day’s work.

I want

the Gosplan to sweat

in debate,

assignning me

goals a year ahead.

I want

a commissar

with a decree

to lean over the thought of the age.

I want

the heart to earn

its love wage

at a specialist’s rate.

I want

the factory committee

to lock

My lips

when the work is done.

I want

the pen to be on a par

with the bayonet;

and Stalin

to deliver his Politbureau

reports

about verse in the making

as he would about pig iron

and the smelting of steel.

“That’s how it is,

the way it goes …

We’ve attained

the topmost level,

climbing from the workers’ bunks:

in the Union

of Republics

the understanding of verse

now tops

the prewar norm …”

 

Vertaald door Mitch Abidor

 

 

VladimirMajakovsky

Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008.

 

Uit: Finch

 

“Finch, at the apartment door, breathing heavy from five flights of stairs, taken fast. The message that’d brought him from the station was already dying, red spore smear on a limp circle of green fungal paper that had minutes before squirmed clammy in his hand. Now he had only the door uncanny to pass through, marked with the gray caps’ symbol. The mark smelled like the thick perfume his wife had used to cover the stench of her dying.

Nothing would pass, except him.

An act of will, crossing th
at divide. Always. Nausea. A sudden flash of his partner Gray, telling him he was compromised, him replying, “I don’t have an opinion on that.”

Everyone’s a collaborator. Everyone’s a rebel. The truth’s in the weight of each. Written on a wall at a crime scene. Maybe the Lady in Blue had said it, once.

The knob was cold but grainy, the left side rough with light green fungus. Just like the left side of his right hand. It always felt like a point of no return, and yet he kept returning.

I am not a detective. I am not a detective.

Inside, a tall Partial dressed all in black stood halfway down the hall, staring into a doorway. Beyond him, a dark room. A worn bed. White sheets dull in the shadow. Didn’t look like anyone had slept in it in months. Dusty floor. His place had looked like this before he’d started seeing Sintra.”

 

VanDerMeer

Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008.

 

Uit: Damals

 

“Im Herbst dieses neuen Jahres 1963 fuhr ich auf gut drei Monate zur Schreibklausur nach Berlin, wohnte als Stipendiat im Hotel am Steinplatz, wo damals alle abstiegen, die im Theater- oder Musik- oder Literaturleben der nun schon zwei Jahre eingemauerten Stadt ein Gastspiel geben sollten, ob Zadek oder Henze oder Grüber oder Hans Werner Richter. Es sei denn, man hatte wie Ingeborg Bachmann ein noch höher dotiertes, ein amerikanisches Stipendium und konnte sich eine Wohnung im Grunewald leisten. Falls man nicht ohnehin, wie damals die halbe Gruppe 47, in diesem westlich Berlin wohnte, das Äquidistanz zum Westen wie Osten versprach. Die Spuren und Wunden aus deutscher Vergangenheit und die Realitäten des Kalten Kriegs schienen hier deutlicher als der Glanz und Glamour des Wirtschaftswunders, und zugleich bot das unter Literaten beliebte, weil unzerstörte Friedenau den Charme eines altbürgerlichen Idylls. Wenn Grass, wie Enzensberger öfter reisend unterwegs, wieder einmal in Tempelhof gelandet war, dann versammelten sich die Freunde abends um ihn am Roseneck, und Günter mußte erzählen, wie’s war, wie’s steht, da draußen in der westlichen Welt, von der man so schön weit abgerückt schien. Aber zugleich war man eben nah an der Grenze zu einer noch fremderen Welt, zur DDR, und damit zu der sich nach Osten dehnenden Unendlichkeit des realen Sozialismus, eine der beiden weltweit gebotenen “Möglichkeiten zu leben”, wie Uwe Johnson sie kühl und zurückhaltend genannt hatte. Denn gerade er hielt wohl beide für Unmöglichkeiten.”

 

Baumgart

Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Hij studeerde communicatiewetenschappen, theaterwetenschappen en psychologie. Hij produceerde talrijke programma’s voor Ö3, ORF, ProSieben, VIVA en ARTE. Verder tekent hij strips, treedt op als cabaretier en schrijft hij columns voor diverse tijdschriften.

 

Uit: Ich scheiss mich an (Urlaub)

 

„Urlaub, so meine ich, sollte man mit Menschen verbringen, die man mag. Das hat nicht nur den großen Vorteil, dass man sich besser verträgt, man streitet auch erheblich weniger. Darin liegt wohl auch einer der Gründe, dass ich noch nie mit einem Finanzbeamten, Mathematiklehrer oder Kommunalpolitiker Hotelbett und Handtuch geteilt habe.

Überaus erquicklich ist es hingegen, die eine oder andere Woche mit einer Auswahl guter Freunde im Süden zu verbringen. Man lernt einander besser kennen, man weiß sehr bald, wer schnarcht, wer wie oft die Zähne putzt, geschmacklose Unterhosen trägt, man kann sehr schön völlig enthemmt in trauter Männerrunde trinken, bis einem ein Feuchtbiotop am Rücken wächst, und man kann sehr ausführlich darüber sprechen, wann man wie welche Frauen am Strand oder an der Hotelbar anzusprechen gedenkt. Natürlich tut man das dann nie, weil man eben mit Schnarchen und Trinken beschäftigt ist, aber darüber unterhalten kann man sich ja. Die männlich-trinkende Urlauberrunde ist in ihrer Gemütlichkeit aber akut gefährdet, sollte sie von mitreisenden Freundinnen bzw. Pärchen unterwandert werden. Das geht dann doch nicht. Wie soll man denn bitte schön lässig am Pool stehen und mit eingezogenem Bauch versuchen, unfassbar männlich, unwiderstehlich und cool auf etwaige Bekanntschaften zu wirken, wenn die holde Lebensabschnittspartnerin daneben steht und laut fragt, ob man seiner Mutter schon eine Karte geschrieben hat?

Es geht hier eher um die Theorie des Frauenimurlaubkennenlernens: Also man könnte, wenn man wollte, man will aber eigentlich eh nicht, weil man weiß, dass man könnte, wenn man wollte … alles klar?

Außerdem: Wenn ich mit Freunden auf Urlaub fahre, will ich mir Unterhosen aufsetzen, um sieben Uhr morgens polnische Reden aus dem Hotelfenster halten, in Restaurants Polonaise Blankenese tanzen und auch sonst einfach neue Grenzen der Peinlichkeit ausloten. Was soll ich sagen … wenn Freundinnen dabei sind, geht das irgendwie nicht so ganz.“

 

Haipl

Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

De Duitse schrijver Kuno Bärenbold werd geboren op 7 juli 1946 in Pfullendorf. Hij volgde een opleiding tot timmerman en begon daarna met schrijven. Hij publiceerde in kranten en bloemlezingen. In de jaren tachtig kreeg hij succes bij een groter publiek. Van grote invloed op zijn werk was zijn gevangenisstraf van acht jaar wegens doodslag.

 

Uit: Kältegrade

 

„Der Nebel hing tief über den Dächern der Stadt. Es war noch kälter geworden. Im Hinterhof eines Buchladens kleidete ich mich um. Ich war sicher, dass mich niemand beobachten konnte. Noch gefiel mir die Idee, die Rolle eines auf der Straße sitzenden Ex-Sträflings zu spielen. Der zerbeulte Hut, eine Brille mit Vergrößerungsgläsern und der unrasierte Bart veränderten mich bis zur Unkenntlichkeit. Dazu gehörte eine Plastiktüte, in der eine an
getrunkene Flasche Wein steckte. Ich hatte Mühe, den Pappkarton an der Jacke zu befestigen. Die Blätter mit den Gedichten klemmte ich unter den Arm.

Nur wenige Schritte waren es bis zur Fußgängerzone. Autofahrer starrten mich an und schüttelten den Kopf. Zielstrebig strömten die Menschen in Supermärkte und Boutiquen. Plötzlich überfiel mich eine unerklärliche Angst. Ich zitterte, hatte weder die Kraft noch den Mut, weiterzugehen. Warum machst du das überhaupt? Was ist, wenn dich jemand von der Firma erkennt? die Polizei dich ausfragt? Die Blicke der an mir vorüberziehenden Passanten machten mich noch unsicherer. Noch nie empfand ich Verachtung so spürbar. Ich fror. Wusste, dass ich jetzt nicht stehen bleiben durfte, schlenderte weiter zu jenem Platz, den ich mir vor einigen Tagen ausgesucht hatte.“

 

Kuno

Kuno Bärenbold (7 juli 1946 – 6 mei 2008)

 

De Pakistaanse dichter, schrijver en journalist Hasan Abidi werd geboren op 7 juli 1929 in Jaunpur in Uttar Pradesh. Opgeleid werd hij in Azamgarh en Allahabad. In 1947 trok hij naar Pakistan. Hij vestigde zich in Karachi en begon te werken als journalits en schrijver. Gedichten schreef hij in het Urdu. Hij publiceerde o.a. de bundels Navisht-i-Nai (1995), Jareeda (1998) en Farar Hona Huroof ka (2004). Daarnaast schreef hij ook verhalen en gedichten voor kinderen.

 

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time (fragment)

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time

‘Dajla’ would have cleaned her shore with wetness of blood

Here one more army, an army of blaze-n-rock would have camped

For many hundred years this city of angst

which never slept, would have been slept this time

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time

You will find corpses, but without head

A tower of skulls would have been built before your entrance

streets, lanes, inns, sanctuaries, cafes

would have been standing their hands bagging their shadows

 

Ashes of libraries would have been drifted

Antiques would have been distributed in bags

Valued copies of god’s book and divine scrolls

whose sights kept chests lighted

woud have been burned

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time

Nights of “alif Laila” (Thousand nights) will have escaped from tales

wearing sheet of sunlight, sitting on sand’s cliff

would have been waiting for tale-tellers, merchants, travellers, con-mans and princes

(to see when night will fall on city)

But now no dawn will come, or any night will fall

 

abidi

Hasan Abidi (7 juli 1929 – 6 september 2005)

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Na WO I vluchtte hij naar Duitsland. In Berlijn schreef hij talrijke draaiboeken voor films met sterren als Brigitte Helm, Willy Fritsch, Marlene Dietrich en Emil Jannings. In 1934 vroeg Ernst Lubitsch ihem om naar Hollywood te komen. In het McCarthy tijdperk verliet hij de VS, ging naar Mexico, en later naar de DDR. Zijn bekendste boek is de autobiografische roman Kisértés (Duits: Verlockung) die in de jaren vijftig verscheen en in 2000 opnieuw werd uitgegeven.

 

Uit: Verlockung (Vertaald door Ita Szent-Iványi)

 

„Budapest war weiß und wirklich wie ein Weihnachtsmärchen. Kein Lüftchen regte sich in den Straßen, es herrschte eine sonderbar beklemmende Windstille, als halte die ganze Stadt den Atem an. Große glitzernde Schneeflocken schwebten in dem gelben Glorienschein der hohen Laternen träumerisch hernieder, und meine Purzelbäume schlagende Phantasie vermutete die wunderbaren Schlösser eines Feenreiches in dem schimmernden Dunst. Hinter dem Schneevorhang glitten geheimnisvolle Fahrzeuge vorbei: lautlose herrschaftliche Limousinen, flinke kleine Taxis, schwerfällige, plattfüßige Omnibusse und hin und wieder ein Schlitten mit silbernem Schellengeläut, der aus einem Märchen von Andersen zu kommen schien. Aus den Kaffeehäusern und Restaurants quollen Lichtfluten und Zigeunermusik, die überdachten Eingänge waren von bunten Lampen erhellt, und ein als General gekleideter alter Herr öffnete mit gekrümmtem Rücken die Türen der vorfahrenden Autos.

   »Ein glückliches neues Jahr!« schmetterte er mit blecherner Stimme, obwohl bis Mitternacht noch einige Stunden fehlten. »Ein glückliches neues Jahr!«

   Aus den Wagen stiegen Damen, in kostbare Pelze gehüllt, und trippelten in hochhackigen, glänzenden Atlasschuhen am Arm ihrer mit Zylinder und schwarzem Abendumhang geschmückten Galane über den Bürgersteig. In ihrem Haar glitzerten Schneeflocken, an ihren Ohren Edelsteine, auf ihren porzellanfarbenen Gesichtern strahlte ein Lächeln. Sie waren überirdisch schön, und mir kamen Elek Benedeks Märchen in den Sinn, da ich im Leben dergleichen noch nie gesehen hatte.

   Die Donau lag weiß und regungslos da wie eine verschneite Landstraße. Erst als wir auf unserem Weg nach Pest die Kettenbrücke überquerten, bemerkte ich, daß schwere Eisschollen auf dem Fluß trieben und darunter pechschwarzes Wasser strudelte. Meine Mutter blieb plötzlich stehen.“

 

szekely

János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008.

 

Uit: The Return of Philip Latinowicz (Vertaald door Zora Depolo)

 

His idea of the infenalization of reality. This idea, doubtless a diabolical and unhealthy conception, was that in life phenomena have in fact no internal logical or rational connection! That life’s manifestations unfold and develop one beside another, simultaneously: with the sort of infernal simultaneity of the visions of Hieronymus Bosch, or Bruegel…The tall, grimy steeples with dragon’s heads, whitened waterspouts and marble behinds; and the fat Carolina; the English horses, bon jour, Monsieur, the voice of a caged jay,—and everything melting like the chocolate wrapped in silver paper, everything dragging along like Joe Podravec’s coach, everything foolish and swamplike as Pannonia itself!

 

krleza

Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)

 

De Duitse schrijver Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

Uit: Lebenslauf eines Optimisten

 

“Ein entsetzlicher Spektakel mit Geklirr und Gerassel – grelles Licht – dann finstere Nacht, in der ich schreien musste vor Angst.

Das ist die älteste unter den Erinnerungen an meine Kinderzeit in Kaufbeuren. Als ich vor vielen Jahren meiner Mutter einmal sagte, dass diese Erinnerung in mir wäre, musste sie sich lange besinnen, bevor sie das Rätsel lösen konnte. Sie hatte mich, ein anderthalbjähriges Bübchen, an einem Winterabend auf den Boden der Wohnstube gesetzt und war in die Küche gegangen; da hörte sie diesen klirrenden Spektakel; und als sie den Lärm erschrocken nachlief, fand sie eine finstere Stube, in der ich schrie, als wär’ ich an einen Spieß gebohrt; sie machte Licht, und da saß ich zeternd auf dem Tisch, während die Stehlampe in Scherben auf dem Boden lag.

 

Diese Lampe bekam neue Gläser, und ihr eiserner Fuß wurde fest auf einen großen, mit Blei ausgegossenen Holzteller geschraubt. Nun konnte man sie mit dem besten Kinderwillen nicht mehr umwerfen. Und so hat diese Lampe in der Wohnstube meiner Eltern noch hellen Dienst getan, als ich nach 25 Jahren der dunklen Beschäftigung oblag: Philosophie zu studieren.

Eine zweite Erinnerung: Ich friere schrecklich, obwohl die Sonne scheint; viele Menschen sind um mich her; ich laufe schnell und habe Schmerzen an den Sohlen; und die vielen Menschen laufen mir nach und lachen immer.“

GanghoferDenkmalEgern

Ludwig Ganghofer (7 juli 1855 – 24 juli 1920)
Standbeeld in Egern

 

 

De Duitse schrijver Alfred Joseph Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine gebor
en. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

Uit: Eiserne Sonette

 

Hol aus!

 

Hol aus, reck auf mit heldischer Gebärde,

Du Mann am Amboß! Spann dich! Straff den Mund!

Schleudre gestemmt den Hammer rund

Und hau, daß Kraft zu Kunst und Feuer werde!

Mein alter Lehrer sagte, uns zu sputen:

»Jungs, Klaun in de Aed!« – – Jungs, Klaun in de Aed!

Die Hände sind ein wundervoll Gerät,

Die Schultern sind wie Balken und wie Ruten.

Im Schwung des Hammers kreist die Ewigkeit,

Und jedem steht ein Amboß wohl bereit,

Daß sein Gewaltsames gewaltig sei.

Sei Tor und Baldur, Freund, verzweifel nicht;

Das Höchste, Letzte bleibt die Tat, die Pflicht.

Es kreist der Hammer: panta rhei!

 

*

 

Das ist so sonderbar, wenn kantige Segel

Eben ziehn durch das stille Land; man schaut

Den tiefen Strom nicht, hört nur kreischend laut

Der Möwen Spiel, der weißen, fremden Vögel.

Und sieht am Horizont die häusergroße

Getürmte Stadt in stickig dunkelgrauen

Dunstwolken, hangend nebeltrüb im Blauen,

Fata morgana – ins Grenzenlose:

Als sei dort Stadt an Stadt, nur Stadt; und hier

Ein letztes Fleckchen Grün. Der Erde Rund

Ist zugebaut. Hier haust das letzte Tier,

Der letzte Mensch. Dort drüben? – wohnen

Dort Fabelwesen? – – Du liegst still am Grund,

Dich überfallen Visionen.

 

Winckler_1925

Joseph Winckler (7 juli 1881 – 29 januari 1966)

Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Miroslav Krleza, Alfred Winckler, Ludwig Ganghofer

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

Uit: Goya oder der arge Weg der Erkenntnis

 

“In Parma nämlich war ein kleiner Vetter der Königin gestorben, und da ihr daran lag, die Würde und Hoheit der großherzoglichen Familie, der sie entstammte, zu betonen, wurde über die Erfordernisse des Zeremoniells hinaus Hoftrauer für den kleinen Prinzen angeordnet, und das bedeutete, daß die Porträtsitzungen von neuem unterbrochen wurden. Goya bat in einer Eingabe, nach Madrid zurückkehren zu dürfen; das Porträt sei so gut wie fertig, er könne das Fehlende in Madrid ergänzen. Er erhielt den dürren Bescheid, Ihre Majestät wünsche, dass er die Arbeit hier vollende. Es könne ihm in etwa zehn Tagen eine neue Sitzung bewilligt werden, und er möge sich schwarze Kleidung aus Madrid kommen lassen.
Da man in Madrid vergaß, ihm schwarze Strümpfe mitzuschicken, erschien er, als er endlich wieder zu einer Sitzung befohlen wurde, in grauen Strümpfen. Der Marqués de la Vega Inclán ließ ihn bedeuten, er könne so nicht vor das Angesicht der Majestät treten. Goya, erbittert, ging zurück in sein Appartement, zog weiße Strümpfe an, malte mit Tusche einen Mann auf den rechten Strumpf, der eine verdächtige Ähnlichkeit mit dem Hofmarschall hatte, auf den linken die Physiognomie eines zweiten, dem Marqués im Temperament verwandten Kämmerers. Frech und grimmig ließ er sich diesmal nicht aufhalten und drang zu Maria Luisa vor.
Er fand sie in Gesellschaft des Königs. Dieser begriff nicht und fragte, etwas ungehalten: „Was haben Sie da für merkwürdige, unziemliche Männerchen auf den Strümpfen?“ Goya, Finsternis auf dem massigen Gesicht, antwortete: „Trauer, Majestät, Trauer.“ Maria Luisa lachte schallend.”

 

Feuchtwanger

Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

 

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006 en ook mijn blog van 7 juli 2007.

Our March

 

Beat the squares with the tramp of rebels!
Higher, rangers of haughty heads!
We’ll wash the world with a second deluge,
Now’s the hour whose coming it dreads.
Too slow, the wagon of years,
The oxen of days — too glum.
Our god is the god of speed,
Our heart — our battle drum.
Is there a gold diviner than ours?
What wasp of a bullet us can sting?
Songs are our weapons, our power of powers,
Our gold — our voices — just hear us sing!
Meadow, lie green on the earth!
With silk our days for us line!
Rainbow, give color and girth
To the fleet-foot steeds of time.
The heavens grudge us their starry glamour.
Bah! Without it our songs can thrive.
Hey there, Ursus Major, clamour
For us to be taken to heaven alive!
Sing, of delight drink deep,
Drain spring by cups, not by thimbles.
Heart step up your beat!
Our breasts be the brass of cymbals.

 

 

Vertaald door Mitch Abidor

 

 

 

You

 

You came –
determined,
because I was large,
because I was roaring,
but on close inspection
you saw a mere boy.
You seized
and snatched away my heart
and began
to play with it –
like a girl with a bouncing ball.
And before this miracle
every woman
was either a lady astounded
or a maiden inquiring:
“Love such a fellow?
Why, he’ll pounce on you!
She must be a lion tamer,
a girl from the zoo!”
But I was triumphant.
I didn’t feel it –
the yoke!
Oblivious with joy,
I jumped
and leapt about, a bride-happy redskin,
I felt so elated
and light.

 

 

 

Vertaald door  Max Hayward and George Reavey

 

 

Wladimir_Majakowski

Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

The Mimic

 

“Dressed in a black business suit, a mimic appeared among the office workers on the third floor. He set up his computer in a just-abandoned cubicle. The dull hiss of his gray-spackled monitor reflected ghoulishly off his chalky face. He had an odd way of staring at the monitor, with his head cocked to the side. He had wrists and hands pale as the underbelly of a toad. He did not talk much.
“He is not natural to this place,” some said.
“None of us are,” others said.
If there had been fewer employees, perhaps the mimic would have been found out sooner. But the inhabitants of the third floor now numbered in the hundreds. They pressed down into the emergency stairwells, where middle managers sat in bewildered little groups, laptops balanced on their crossed legs. Everyone had to take lunch in shifts, for otherwise the elevators would groan with the weight for hours. Even a half-desk of space was coveted as a promotion.

  Perhaps it was strange enough for the mimic to have taken a cubicle for himself, but stranger things soon occurred on the third floor. When the mimic began to pluck bugs from the stalks of his neighbor’s hydrangea – the long, pink tongue erupting from the pale, calm face – everyone pretended not to notice. His neighbor told herself that it was nothing really, nothing important; after all, hadn’t they acclimated themselves to the strange customs of the people who lived on the second floor?”

 

 

Vandermeer_Jeff

Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

Uit: Glück und Scherben

 

Es war spätabends, als der Briefträger eintraf. Über sein Gesicht fielder schwarze Schatten der Schirmmütze bis hinunter zur Brust, undaus diesem Schatten heraus fuhr mit einer blitzenden Bewegung seine Hand und hielt mir eine hell leuchtende Postkarte unter die Augen.

Sie ist unfrankiert, flüsterte er, wieso hat Hans Werner – er verbesserte sich: Wieso hat Herr Richter das Porto vergessen, das ist ihm noch nie passiert.

Er ist alt geworden, sagten wir beide wie mit einer Stimme, aber er immer noch flüsternd.

Werden Sie fahren? flüsterte er weiter. Nach Kreuzsassenfeld, am Neckar?

Er las also immer noch meine Post. Statt sie treu und blind auszutragen, liest er sie und wahrscheinlich nicht nur die Postkarten. Ich versuchte das Strafporto aus beiden Hosentaschen zusammenzukramen, aber als ich ihm die Geldstücke hinhielt unter das dunkle Gesicht im Schatten der Schirmmütze, da schlug er mir die blinkenden Münzen lachend aus der Hand.

Erst mit diesem Schlag, schlagartig also ahnte ich, wo ich mich befand und versuchte, den Kopf hoch und immer höher zu stemmen, um durch die Decke des Traums nach oben durchzustoßen ins Helle, ins Licht, um aufzuwachen. Doch mein Briefträger riß plötzlich beide Arme hoch – hatte er die Postkarte vorher fallen lassen? – hoch über meinen Kopf und drückte dann, nun war er deutlich Hans Werner Richter selbst, drückte diesen Kopf und mich zurück ins Dunkel, in

die Bilder meines und seines Traums. Da sah ich ihn nun sitzen, Hans Werner mit sorgenvoll und schwer auf die Brust gesunkenem Haupt, ohne Schirmmütze, und zitterte in meiner dritten oder vierten Reihe, als er dort vorn mit besorgter Stimme über die große Entfernung

sagte: Du liest heut morgen als letzter. Er sagte das ohne eine Geste, einen Blick in meine Richtung, das Wort “letzter” schwermütig betonend, und ich wußte sofort: Du bist, ich bin gemeint. Hier in Kreuzsassenfeld am Neckar werde ich scheitern.”

 

Baumgart

Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

Uit: Illyricum Sacrum

 

»Wir hatten bisher keine Geschichte unserer Zivilisation, denn für eine solche waren und sind die
grundlegendsten Vorbedingungen nicht gegeben. Unsere gesamte Wissenschaft ist ein Torso, diktiert von regionaler Parteilichkeit. Kampanilismus. Unseren Royalisten ist alles Häresie, was nicht die >Krone< als höchsten Inbegriff preist, und gerade unsere unzähligen >Kronen< und der reaktionär-romantische Kult der Royalismen gehören zu den gefährlichsten historischen Störfaktoren bei uns, bei der Herausbildung eines progressiven Bewußtseins in artibus et musicus im Verlauf des gesamten 19. Jahrhunderts. Unseren Byzantinikern ist alles >Legende<, was etwas Positives über die Lateiner sagt. … Den Jesuiten ist jeder noch so kleine Gedanke an den Protestantismus bei uns zuwider, doch die Wahrheit ist, daß der Protestantismus bei uns zwei, drei Generationen von Intellektuellen galvanisiert hat, von Flacius und Trubar bis zu den Zrinskis, und daß vor dem Triumph des österreichischen Barocks der Protestantismus der letzte Versuch jener Volksteile war, sich geistig zu emanzipieren und politisch zu befreien …«

»Im Rahmen der kulturhistorischen, in erster Linie ästhetischen Problematik gibt es ein ganzes Bündel offener Fragen … Eine Analyse, die die Kulturgeschichte Illyriens, Makedoniens, Mösiens und Pannoniens in ihren Kardinalzügen zu erforschen beabsichtigt, darf grundsätzlich nicht durch den Ballast eines Romantiker- oder Politikerdetails von der Art jener Palanka-Schlitzohrigkeit beschwert sein, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Schatten einer provinz-intellektuellen Rückständigkeit auftritt und aller Vernunft zum Trotz bis heute präsent ist.«

 

krleza_v

Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

De Duitse schrijver Alfred Joseph Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine geboren.

De Duitse schrijver Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren.

Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Ludwig Ganghofer, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Miroslav Krleza, Joseph Winckler

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884.De machtovername door de nazi’s in Duitsland verraste Feuchtwanger, terwijl hij op rondreis door de VS was. De Nazi Propaganda-minister Goebbels gunde hem de twijfelachtige eer van de verfilming van zijn roman Jud Süß, maar wel voorzien van een anti-semitische strekking.Vanwege zijn joodse afkomst besloot hij niet naar Duitsland terug te keren, maar in de plaats daarvan naar Frankrijk te gaan, waar hij alsnog in 1940 werd gearresteerd; hij werd daarop in Frankrijk geïnterneerd. Het lukte Feuchtwanger om via Portugal naar de VS te vluchten. In de VS richtte hij met Wieland Herzfelde, Bertolt Brecht, Ernst Bloch en Heinrich Mann de Aurora-Uitgeverij op, die aan voor de nationaal-socialisten gevluchte Duitse auteurs een platform wilde bieden. Onder de indruk van zijn ervaringen voor en tijdens oorlog, bekende Feuchtwanger zich steeds duidelijker tot het socialisme. In 1948 kwam Feuchtwanger in het vizier van de FBI wegens (vermeende) communistische sympathieën. De Amerikaanse overheid weigerde zijn aanvraag voor het Amerikaanse staatsburgerschap. Feuchtwanger werd door Joseph McCarthy van onvaderlands en communistisch gedrag beticht. Toch bleef hij tot aan zijn dood in de VS wonen.

Uit: Die häßliche Herzogin

 

“Zwischen der Stadt Innsbruck und dem Kloster Wilten auf weitem, freiem Blachfeld hoben sich Gezelte, Fahnenstangen; Tribünen waren aufgerichtet, eine Art Rennbahn abgesteckt für Turniere und andere sportliche Spiele des Adels. Für viele tausend Menschen war Raum geschaffen, Bequemlichkeit, Vorbereitung zur Kurzweil. Schon das zweite Jahr bedeckten diese Zelte die Felder von Wilten, wartend auf die große, prächtige Hochzeit, die Heinrich, Herzog von Kärnten, Graf von Tirol, König von Böhmen, ausrichten wollte. Die Klosterbrüder sorgten dafür, daß der Wind die Zelte nicht schädige, daß die Arena für die sportlichen Spiele nicht zuwachse, daß die Tribünen nicht zusammenmorschten. Aber das Fest zögerte sich hinaus, der zweite Hochzeitsplan schien sich ebenso zerschlagen zu haben wie der erste. Die Bürger von Innsbruck, die Mönche von Wilten schmunzelten, die Berge schauten gleichmütig herunter. Die Frauen der Innsbrucker spazierten zwischen den feinen, bunten Leinwänden, die Kinder spielten Haschen über die Tribünen hin, Liebespaare benutzten die Zelte zu willkommenem Versteck.
Der alternde König Heinrich – ganz Europa ließ ihm gutmütig und ohne Spott den Königstitel, trotzdem er sein Königreich Böhmen längst verloren hatte und nur mehr die Grafschaft Tirol und das Herzogtum Kärnten besaß – ritt mißmutig zwischen den Zelten. Er hatte in der Abtei Wilten ein kleines Frühstück genommen, gebackene Forellen in Ingwer gesotten, Hühner in Mandelmilch, zum Nachtisch Gratias und Konfekt. Aber sie verstanden sich in Wilten nicht auf wirklich erlesene Küche: die Nuancen fehlten. Der Abt war ein wackerer, beflissener, gescheiter Herr und ein guter, verwendbarer Diplomat, aber von den Nuancen der Küche verstand er nichts. Ihm jedenfalls, dem König, hatte es nicht geschmeckt, und während sonst nach dem Essen seine Laune sich zu heben pflegte, war sie jetzt noch trüber als zuvor. Er ritt das kleine Stück Weges nach Innsbruck ohne Rüstung. Die knappe, modische Kleidung beengte ihn; es war nicht zu leugnen, er wurde jetzt von Monat zu Monat fetter. Aber er war ein weltmännischer, ritterlicher Herr; er saß prächtig auf seinem edlen, geschmückten Pferd und ließ sich von den unmäßig langen, weiten Ärmeln nicht behindern.“

 

 

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 Lion Feuchtwanger ( 7 juli 1884 – 21 december 1958)

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006.

 

Past one o’clock

Past one o’clock. You must have gone to bed.
The Milky Way streams silver through the night.
I’m in no hurry; with lightning telegrams
I have no cause to wake or trouble you.
And, as they say, the incident is closed.
Love’s boat has smashed against the daily grind.
Now you and I are quits. Why bother then
To balance mutual sorrows, pains, and hurts.
Behold what quiet settles on the world.
Night wraps the sky in tribute from the stars.
In hours like these, one rises to address
The ages, history, and all creation.

 

 

Vertaald door Mitch Abidor.

 

 

Call To Account! by Vladimir Mayakovsky

 

The drum of war thunders and thunders.
It calls: thrust iron int
o the living.
From every country
slave after slave
are thrown onto bayonet steel.
For the sake of what?
The earth shivers
hungry
and stripped.
Mankind is vapourised in a blood bath
only so
someone
somewhere
can get hold of Albania.
Human gangs bound in malice,
blow after blow strikes the world
only for
someone’s vessels
to pass without charge
through the Bosporus.
Soon
the world
won’t have a rib intact.
And its soul will be pulled out.
And trampled down
only for someone,
to lay
their hands on
Mesopotamia.
Why does
a boot
crush the Earth — fissured and rough?
What is above the battles’ sky –
Freedom?
God?
Money!
When will you stand to your full height,
you,
giving them your life?
When will you hurl a question to their faces:
Why are we fighting?

 

Vertaald door  Lika Galkina with Jasper Goss

 

vladimir_mayakovsky

Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)

 

De Duitse schrijver Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren. Vanf 1872 werkte hij eerst in een machinefabriek. In 1873 besloot hij schrijver te worden. Van 1874 tot 1877 studeerde hij filosofie en filologie in München en Berlijn. Vanaf 1880 woonde hij in Wenen waar hij dramaturg bij het Ringtheater was. Van 1886 tot 1892 werkte hij als redacteur bij het Neue Wiener Tagblatt, daarna als zelfstandig schrijver. Ganghofer was een zeer succesvolle volksschrijver. In zijn romans beschreef hij vaak het leven van eenvoudige mensen in de Beierse Alpen.

 

Uit: Der Jäger von Fall

 

“Eine stille, kalte Dezembernacht lag über dem Bergdorfe Lenggries. Die beschneiten Berge schnitten scharf in das tiefe Nachtblau des Himmels, aus dem die Sterne mit ruhigem Glanz herunterblickten in das lange, schmale Tal. Dick lag der Schnee auf Flur und Weg, auf den starrenden Ästen der Bäume und auf den breiten Dächern der Häuser, hinter deren kleinen Fenstern das letzte Licht schon vor Stunden erloschen war.

Nur die Wellen der Isar, deren raschen Lauf auch die eisige Winternacht nicht zum Stocken brachte, sprachen mit ihrem eintönigen Rauschen ein Wort in die allesumfangende Stille; und zwischendrein noch klang von Zeit zu Zeit der Anschlag eines Hundes, dem die Vergeßlichkeit oder das harte Herz seines Herrn die Tür verschlossen hatte und der nun aus seiner fröstelnden Ruhe unter der Hausbank auffuhr, wenn vor dem Hofgatter die Tritte des Nachtwächters im Schnee vorüberknirschten.

Langsam machte der Mann dieses einsamen Geschäftes seine Runde im Dorf, eine hagere, noch junge Gestalt, eingehüllt in einen weitfaltigen, bis auf die Erde reichenden Mantel, dessen Pelzkragen aufgeschlagen war; eine dicke Pelzmütze war tief über den Kopf gezogen, so daß zwischen Mantel und Mütze nur der starke, eisgehauchte Schnurrbart hervorlugte. Die Hände des nächtlichen Wanderers staken in einem Schliefer aus Fuchspelz. Mit dem Quereisen in den Ellbogen eingehakt, hing unter dem rechten Arm der hellebardenähnliche ›Wachterspieß‹, dessen Holzschaft lautlos nachschleifte im fußtiefen Schnee.”

 

ganghofer1883

Ludwig Ganghofer (7 juli 1855 – 24 juli 1920)
Foto rond 1883

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Het grootste deel van zijn jeugd bracht hij door op de Fiji Eilanden, waar zijn ouders werkten voor het vredescorps. Deze ervaring en de reis terug naar de VS later door Azië, Afrika en Europa waren van grote invloed op hem. Zelf noemt hij zijn werk magisch realistisch. Het sluit aan bij auteurs als Jorge Luis Borges, Angela Carter en Vladimir Nabokov. VanderMeer werkt als lector voor verschillende uitgeverijen.

 

Werk o.a.:  The Book of Frog, 1989, The Day Dali Died, 2003, Secret Life, 2004, Shriek: An Afterword, 2006

 

Uit: City of Saints and Madmen (2001)

 

Ignoring their stares, Dradin found the religious quarter on the map, traced over it with his index finger. It resembled
a bird’s eye view of a wheel with interconnecting spokes. No more a “quarter” than drawn. Cadimon Signal’s mission stood near the center of the spokes, snuggled into a corner between the Church of the Fisherman and the Cult of the Seven-Edged Star. Even looking at it on the map made Dradin nervous. To meet his religious instructor after such a time. How would Cadimon have aged after seven years? Perversely, as far afield as Dradin had gone, Cadimon Signal had, in that time, come closer to the center, his home, for he had been born in Ambergris. At the religious institute Cadimon had extolled the city’s virtues and, to be fair, its vices many times after lectures, in the common hall. His voice, hollow and echoing against the black marble archways, gave a raspy voice to the gossamerthin cherubim carved into the swirl of white marble ceilings. Dradin had spent many nights along with Anthony Toliver listening to that voice, surrounded by thousands of religious texts on shelves gilded with gold leaf.”

 

 

vandermeer

Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. In 1953 promoveerde hij op Thomas Mann die welwillend kennis nam van zijn dissertatie zoals uit de later gepubliceerde dagboeken blijkt. Baumgartwerkte als lector en hoogleraar, o.a. in Berlijn. Als literatuurcriticus nam hij vaak deel aan de bijeenkomsten van de Gruppe 47.

 

Uit: Damals, ein Leben in Deutschland

 

„Ich war eigentlich nicht vorgesehen in der Lebensplanung meiner Eltern. Denn zwei Jahre vor meiner Geburt erwartete die Frau des Doktor Baumgart ein Zwillingspaar, zwei Jungen, die aber zu früh, nach gut fünf Monaten geboren wurden. Nicht überlebensfähig, entschieden die Eltern, er Arzt und Geburtshelfer, sie ehemalige Johanniterschwester, entschieden sich also gegen das damals noch sehr heikle Risiko eines Brutkastenversuchs. Wor ooch gutt so, orakelte später, oft zitiert, die Kinder-Anna, die meine Mutter aufgezogen hatte: Sunst wär dä Rainatt ni Mohde gewäsn. So wurde ich also »Mode« und nach dem frühen Tod zweier winziger Brüder als Trost- und Ersatzkind gezeugt und heil zur Welt gebracht, unter dem Geläut von Sonntagsglocken im Juli 1929.
Es war eine späte Verlobung, die dort im Breslauer Zoo beschlossen und besiegelt wurde, und ohne die kupplerische Intrige von zwei fern verwandten Tanten meiner Mutter wäre es zu diesem
für sie eher unwahrscheinlichen Glücksfall nicht gekommen. Denn die Heiratschancen einer Frau Ende Zwanzig, angewiesen auf die im Weltkrieg gelichteten Männerjahrgänge, mußte man damals für hoffnungslos halten. Sie war auch schon entschlossen, in den fast nonnenstrengen Johanniterorden einzutreten, in dem sie im Weltkrieg als Schwester gedient hatte. Und ein hoffnungsloser Fall schien auch mein Vater, ein in Friedens- und Kriegsjahren gut eingeübter Junggeselle und inzwischen fast vierzig.“

 

 

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Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Krleza was een centrale figuur in de letterkunde van het voormalige Joegoslavië/Kroatië. Zijn persoonlijke leven weerspiegelde in veel opzichten de chaotische toestand van de westelijke Balkan in de twintigste eeuw. Krleza sloot zich in 1912 aan bij het Servische leger, maar hij vocht tijdens WO I aan de zijde van de Oostenrijkse troepen. Daarna werd hij lid van de communistische partij tijdens de Joegoslavische monarchie (1918-1939), maar er later weer uitgezet omdat hij er andere opvattingen over kunst op na hield. Het fascistische Ustase regime negeerde hem tijdens WO II. Uiteindelijk rehabiliteerde zijn oude vriend Generaal Tito, die president van Joegoslavië was geworden, de schrijver een paar jaar na de oorlog. Miroslav Krleza schreef een oeuvre van meer dan vijftig romans, gedichten, essays, korte verhalen en toneelstukken. Zijn magnum opus is de zesdelige roman ‘Zastave'(1967), waarin hij een beeld schetst van het leven in Europa tussen 1912 en 1922.

Uit: The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

“It was night. The streetlights trembled in the park of the ancient Blitvas-Holm fortress, which, to that very day, towered above the miry, flooded principality as a memory of those far-off days of Kurlandia and Hunnia, when, for centuries, the words of the Finnish conqueror of Blitva, the Prince Elector, were valid: “Blitvas-Holm is the key to the Karabaltic.” On the steep, seventy-three-meters-high, almost sheer cliff slept the ancient fortress of Blitvas-Holm above the town of Blitwanen, like a fortification on a hill set with dense fir trees. In the utter darkness of a muddy autumn dawn, the dark walls and towers of the old fort were still outlined, lit from time to time by a silver shower of headlights that slid silently down the curving paths of the fortress park, with the white, magnesium gleam of their long and mysterious tentacles lighting up now Beauregard with its orangeries and arcades on the height of the vast Swedish park, and now the complexes of towers and ancient walls of the medieval Jarl’s fortress. A lot of cars . . . returning from a Beauregard bridge party which usually lasted till three or four in the morning.”

 

 

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Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)

 

De Duitse schrijver Alfred Joseph Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine geboren. Zijn bekendste boek Der Tolle Bomberg uit 1923 werd een langdurige bestseller. Het werd in 1957 met Hans Albers in de hoofrol verfilmd.

 

Uit: Der tolle Bomberg

 

„In Recklinghausen im »Deutschen Hof« saß eine honorige Stammtischgesellschaft in riesige Dampfwolken gehüllt, und nichts im Städtchen verriet, daß etwas Besonderes in der Luft liege oder doch irgendeine Sensation im Anzug sei. Der Rasierer seifte gerade einen grauhaarigen Kunden ein, der Pfarrer ging im Garten des Pastorats und schlug das Brevier auf, Pagina sieben, der Kreistierarzt kam von Herten die Chaussee gefahren und schrieb sich ins Notizbuch: »Geburt Kalb Müller« – da gab’s im »Deutschen Hof« einen fürchterlichen Knall, als platze eine luftleere Kugel, und sausende Splitter schwirrten einen Strudel von Glas: Jemand galoppierte quer durch

die Spiegelscheiben! Die große aufgeklebte Goldtaler-Ehrenmedaille der Brauerei fuhr ihm wie ein Diskus unter die Achsel dahin! Schnaubend und schweißend parierte der Gaul, die blutende Nase dem Postmeister hinters Ohr. »Schnabus!« schnarrte eine Stimme, schallend klatschte eine Peitsche, während der Boden noch zitterte und die Wände im Kreise torkelten. Lähmung sperrte

Zunge wie Ohr. Da brauste schon in Karriere der Reiter fort, man hörte in Intervallen nur die zwei Doppelhufschläge vom Pflaster, und datternd schlugen alle Stimmen mit dem Lärm der Herbeigestürzten in ein wirres Durcheinander der Entrüstung zusammen.

In Herten am selben Tag ließ der Auskultator Friedrichs seinen ältesten Sprößling taufen. Aus Ochtrup waren drei Tanten, ein Patenohm und ein Seminarschüler zur Stelle, und die Hebamme hob das Söhnchen bedächtig übers Taufbecken, indes die Meßjungen blinkende Laternen auf polierten Stangen hielten und der Pfarrer in Stola und weißem Rochett aus dem schwarzen Ritusbuch die lateinischen Gesetze hinmurmelte, darauf der Küster in ebensolcher Monotonie lateinisch respondierte“.

 

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Joseph Winckler (7 juli 1881 – 29 januari 1966)