Theo Olthuis, Edmund de Waal, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver, Eddy Pinas, Jeppe Aakjær, Viktor Paskov

De Nederlandse dichter en schrijver Theo Olthuis werd geboren in Amsterdam op 10 september 1941. Zie ook alle tags voor Theo Olthuis op dit blog.

Simpel

Ruggelings wiegend het onderlijf
als trage ruitenwissers.
Geen jeuk of ander ongenoegen,
maar simpel tijdverdrijf;
vermoedelijk in de buurt van
noem het honds geluk.

 

Vluchteling

Na alles en dat was veel
de beslissing toch genomen.
En op weg naar ergens ver
uiteindelijk toch nog
ergens aangekomen.
Maar al zijn we nu dan hier,
we weten ons ook nog daar,
waar afscheid nemen
een beproeving was.

Uit een hel ontsprongen
en in een doolhof beland,
valt er nog niet veel te vieren.
Opgeslagen in computer en papieren
met om ons heen een vreemde taal,
blijft het dagelijks oefenen
in kalm te blijven en af te wachten.
Met het oog op morgen / overmorgen
kalm te blijven en af te wachten.
– Want na alles overleefd,
hebben wij nog nèt wat dromen over
hoe het hier zou kunnen zijn…

 
Theo Olthuis (Amsterdam, 10 september 1941)

 

De Franse schrijver van Russische afkomst Andreï Makine werd geboren in Krasnojarsk op 10 september 1957. Zie ook alle tags voor Andreï Makine op dit blog.

Uit: Das französische Testament (Vertaald door Holger Fock en Sabine Müller)

„Ich sah einen großen, braunen Falter, eine abendliche Sphinx, die zitternd einen Weg in die trügerische Tiefe des Spiegels suchte. Mit ausgestreckter Hand stürzte ich mich auf ihn und fühlte schon das Kitzeln seiner samtigen Flügel in meinen Handflächen… Jetzt erst bemerkte ich die außergewöhnliche Größe des Schmetterlings. Ich pirschte mich heran und konnte einen Aufschrei nicht unterdrücken: »Das sind ja zwei! Es sind siamesische Zwillinge!« Die beiden Falter schienen tatsächlich aneinander zu kleben. Ihre Leiber wurden von fieberhaften Zuckungen geschüttelt. Zu meiner Überraschung schenkte mir diese doppelte Sphinx keinerlei Aufmerksamkeit und versuchte nicht zu entkommen. Bevor ich sie einfing, konnte ich die weißen Flecken auf ihrem Rücken betrachten, den berühmten Totenkopf. Die Frau in der wattierten Jacke war vergessen. Ich verfolgte den Flug der freigelassenen Sphinx, die sich in der Luft in zwei Schmetterlinge teilte, und mit dem Verständnis eines Zehnjährigen begriff ich den Grund für diese Vereinigung. Das erklärte für mich auch die Bestürzung meiner Großmutter. Die Jagd auf die Sphinx der sich paarenden Schmetterlinge rief in mir die Erinnerung an zwei weiter zurückliegende Ereignisse wach, die zu den geheimnisvollsten meiner Kindheit zählen. Die erste, in mein achtes Lebensjahr zurückreichende Erinnerung beschränkt sich auf einige Zeilen aus einem alten Lied, das meine Großmutter manchmal kaum hörbar sang oder vielmehr vor sich hin murmelte, wenn sie über ein Kleidungsstück gebeugt auf ihrem Balkon saß, einen Kragen flickte oder Knöpfe annähte. Insbesondere der letzte Vers des Lieds verzückte mich:

… Und dort würden wir schlafen bis ans Ende der Welt.

Dieser unendliche Schlaf der Liebenden überstieg meine kindliche Vorstellungskraft. Ich wusste bereits, dass Menschen, die sterben (wie die alte Nachbarsfrau, deren Verschwinden man mir im letzten Winter so ausführlich erklärt hatte), für immer einschlafen. War dies der Schlaf der Liebenden aus dem Lied? In der Folge bildeten die Liebe und der Tod eine seltsame Einheit in meinem Köpfchen. Die schöne, melancholische Melodie tat das Ihre, um meine Verwirrung zu steigern.“


Andreï Makine (Krasnojarsk, 10 september 1957)

 

De Britse schrijver, keramist en hoogleraar Edmund Arthur Lowndes de Waal werd geboren op 10 september 1964 in Nottingham. Zie ook alle tags voor Edmund de Waal op dit blog.

Uit: The Hare With Amber Eyes: A Hidden Inheritance

“Odessa was a city within the Pale of Settlement, the area on the western borders of imperial Russia in which Jews were allowed to live. It was famous for its rabbinical schools and synagogues, rich in literature and music, a magnet for the impoverished Jewish shtetls of Galicia. It was also a city that doubled its population of Jews and Greeks and Russians every decade, a polyglot city full of speculation and traders, the docks full of intrigues and spies, a city on the make. Charles Joachim Ephrussi had transformed a small grain-trading business into a huge enterprise by cornering the market in buying wheat. He bought the grain from the middlemen who transported it on carts along the heavily rutted roads from the rich black soil of the Ukrainian wheat fields, the greatest wheat fields in the world, into the port of Odessa. Here the grain was stored in his warehouses before being exported across the Black Sea, up the Danube, across the Mediterranean.
By 1860 the family had become the greatest grain-exporters in the world. In Paris, James de Rothschild was known as the le Roi des Juifs, the King of the Jews. The Ephrussi were les Rois de Blé, the Kings of Grain. They were Jews with their own coat of arms: an ear of corn and a heraldic boat with three masts and full sails. Their motto, Quod honestum, unfurled below the ship: We are above reproach. You can trust us.
The masterplan was to build on this network of contacts and finance huge capital projects: bridges across the Danube, railways across Russia and across France, docks and canals. Ephrussi et Cie would change from being a very successful commodity trading house into an international finance house. It would become a bank. And each helpful deal struck with a government, each venture with an impoverished archduke, each client drawn into serious obligation with the family would be a step towards even greater respectability, a step further from those wagons of wheat creaking in from the Ukraine.
In 1857 the two elder sons and their families were sent out from Odessa to Vienna, the capital city of the sprawling Hapsburg Empire. They bought a huge house in the city centre, and for ten years this was home to a shifting population of grandparents, children and grandchildren as the family moved backwards and forwards between the two cities. One of the sons, my great-great-grandfather Ignace, was tasked with handling Ephrussi business in the Austro-Hungarian Empire from this Vienna base. Paris came next: Léon, the older son, was tasked with establishing the family and business here.”

 
Edmund de Waal (Nottingham, 10 september 1964)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Franz Werfel werd op 10 september 1890 in Praag geboren. Zie ook alle tags voor Franz Werfel op dit blog.

Uit: Stern der Ungeborenen

„Um allen groben Mißverständnissen vorzubeugen: ich bin durchaus kein Meisterträumer. Ich träume nicht lebhafter als andere Leute. Ich pflege am Morgen zumeist meine Träume vergessen zu haben. Oft bleiben freilich, als Strandgut der Nacht, in der grauen Frühe ein paar merkwürdige Bilder und Szenen zurück. Da gibt es zum Beispiel einen Hund, der mit mir in verständigen Worten spricht. Eine leuchtende Braut im Brautschleier, die ich nie gesehen habe, tritt mit ausgebreiteten Armen an mein Bett. Ein Mann mit Vollbart und blauer Schürze, den man den »Arbeiter« nennt, setzt Wasserkünste in Gang, die jedoch nicht aus Wasser, sondern aus absonderlichen Lichtstrahlen bestehen. Oder ich sehe mit unbeschreiblicher Deutlichkeit greise Männer, die anstatt zu sterben immer kleiner werden, immer winziger, und zuletzt als menschenförmige Rübchen in der Erde stecken. Solche Bilder und Szenen sind – wenn das Gedächtnis sie nicht ausstößt – wie eigenwillige Keime, die sich im Geiste während des Tageslebens wachsend weiterentwickeln, willst du oder willst du nicht. Selten, und doch ein paarmal im Leben geschieht es, daß diese selbständigen, vom erfinderischen Willen unabhängigen Gesichte während einer einzigen Nacht oder sogar in mehreren Nächten nacheinander logische Ketten und epische Reihen bilden, und man muß dann schon ein braver Tropf sein, um nicht angeschauert zu werden von den sinnvollen Spielen, die unsre Seele hinter unserm Rücken aufführt, als wäre sie nicht ein beschränktes Ich, sondern ein grenzenloses All.
Es gibt nur zwei Wege, um ein Historiker der Zukunft zu werden: wissenschaftliche Folgerung und Traumdeuterei oder Wahrsagerei. Die wissenschaftliche Folgerung dürfte sich durch wissenschaftliche Folgerung von der Erkenntnis der Zukunft selbst ausschließen. Die Wissenschaft nämlich muß stets auf der Hut sein, aus sich eine Närrin zu machen. Sie bringt es höchstens zur Wahrscheinlichkeitsrechnung. Traumdeuterei und Weissagung hingegen haben den unschätzbaren Vorteil, auf eine uralte Praxis zurückzublicken, die der unanzweifelbaren Überlieferung gemäß namhafte Erfolge aufzuweisen hat. Die prophetischen Erkenntnisarten müssen es nur verstehen, um echt zu sein, die Schleier des Gleichnisses zu tragen und die Schatten des Geheimnisses zu werfen.
Strenge Augen sehn mich schon längere Zeit an. Sie werden immer strenger, und jetzt sprechen sie sogar:
»Sie sind ein Mann in ziemlich reifem Alter. Sie haben wahrhaftig nicht so viel Zeit mehr, um auf unnütze Reisen zu gehn. Wie lange noch wollen Sie Ihren kurzen Arbeitstag vergeuden? Wissen Sie nicht, was heute in dieser Welt geschieht? Waren Sie nicht selbst ein Verfolgter und ein Opfer?”


Franz Werfel (10 september 1890 – 26 augustus 1945)

 

De Poolse schrijver Paweł Huelle werd geboren op 10 september 1957 in Gdańsk. Zie ook alle tags voor Pawel Huelle op dit blog.

Uit: Castorp (Vertaald door Renate Schmidgall)

„Zum ersten Mal in seinem Leben empfand Hans Castorp – wie man in seinen Kreisen in solchen Fällen zu sagen pflegte – die Notwendigkeit, jemandem eine Lektion zu erteilen – ja, man hätte, in diesem Sinne, streng die Stirn runzeln und in einem keinen Widerspruch duldenden Ton noch lauter sagen müssen: “Ihre Dienstnummer, bitte! Das ist unerhört, Sie haben wohl vor, ihre Stelle aufzugeben? Ich werde mich noch heute bei der Direktion beschweren!” Doch statt irgend etwas zu sagen, setzte sich Hans Castorp auf den nächsten freien Platz und schaute, das Gesicht dicht an die Fensterscheibe gepreßt, zerstreut auf das Spalier der hundertjährigen Linden, hinter denen sich die Fahrbahn der Allee und der Friedhof erstreckten. Das Bewußtsein, daß er ohne Fahrkarte fuhr, wenn auch ohne jegliche eigene Schuld, setzte ihm schwer zu. Nach dem, was vorgefallen war, konnte er jedoch auf gar keinen Fall den Schaffner noch einmal ansprechen, das wäre, wie sein französisches Kindermädchen, Madame Choissel, zu sagen pflegte, tout a fait impossible gewesen. Er dachte auch über den seltsamen Akzent des Schaffners nach: Er erinnerte keinesfalls an das Platt, in dem der Großvater, Senator Hans Lorenz Castorp, gewöhnlich mit seinem Diener Fiete redete. Auch jenen sonderbaren Lauten aus dem Süden, die er als kleiner Junge bisweilen im Hamburger Kontor seines Vaters gehört hatte, wenn ihn Geschäftsleute aus Bayern besuchten, war er nicht im mindesten ähnlich. Der Akzent des Schaffners gehörte in eine vollkommen andere, gesonderte Kategorie, die unserem Helden in diesem Moment außergewöhnlich abstoßend vorkam, fremd und feindlich zugleich. Zu allem Überfluß erklang in einem Winkel seines Gedächtnisses eine biblische Phrase, die er vor langer Zeit, wahrscheinlich bei den häuslichen Vorbereitungen auf die Konfirmation, einmal gelesen hatte. Der Satz lautete: “Mißachte seine Sprache nicht”, doch aus welchem Buch er stammte und ob er ihn als Kommentar zu der Situation in der Straßenbahn betrachten sollte – auf diese Fragen fand er keine Antwort. Bedrückt von all dem, registrierte er fast unbewußt das Gebäude der Technischen Hochschule, an dem sie gerade vorbeifuhren. Wäre es – wie ein paar Stunden zuvor die Stadt – während seiner euphorischen Stimmung vor ihm aufgetaucht, so hätte er sicher seine subtile, durchdachte Schönheit zu schätzen gewußt, die in einer Verbindung der jahrhundertealten örtlichen Tradition mit der Idee der Moderne bestand. Doch jetzt konnte ihn kein Maßwerk und keine Attika bezaubern. Er dachte nur: “Und das soll meine Schule sein, so etwas…” Dabei empfand er eine Art innerer Beschämung, ganz so, als müßte er seinem Onkel, Konsul Tienappel, lauthals Recht geben, was seine gegenwärtige, bedauernswerte Lage natürlich nicht zuließ. Womöglich wäre er in seiner Verwirrung zur Endstation beim Straßenbahndepot gefahren, wäre nicht eine junge Dame in einem schicken Hut gewesen, die sich über die Lehne beugte und mit freundlicher Stimme sagte: “Gleich kommt die Haltestelle am Ahornweg, mein Herr. Da ist der Eingang in den Kastanienweg, auf der anderen Seite der Gleise!”


Paweł Huelle (Gdańsk, 10 september 1957)

 

De Amerikaanse dichteres Mary Oliver werd geboren op 10 september 1936 in Maple Heights, Ohio. Zie ook alle tags voor Mary Oliver op dit blog.

The Journey

One day you finally knew
what you had to do, and began,
though the voices around you
kept shouting
their bad advice–
though the whole house
began to tremble
and you felt the old tug
at your ankles.
“Mend my life!”
each voice cried.
But you didn’t stop.
You knew what you had to do,
though the wind pried
with its stiff fingers
at the very foundations,
though their melancholy
was terrible.
It was already late
enough, and a wild night,
and the road full of fallen
branches and stones.
But little by little,
as you left their voices behind,
the stars began to burn
through the sheets of clouds,
and there was a new voice
which you slowly
recognized as your own,
that kept you company
as you strode deeper and deeper
into the world,
determined to do
the only thing you could do–
determined to save
the only life you could save.

 

Sleeping in the Forest

I thought the earth remembered me,
she took me back so tenderly,
arranging her dark skirts, her pockets
full of lichens and seeds.
I slept as never before, a stone on the river bed,
nothing between me and the white fire of the stars
but my thoughts, and they floated light as moths
among the branches of the perfect trees.
All night I heard the small kingdoms
breathing around me, the insects,
and the birds who do their work in the darkness.
All night I rose and fell, as if in water,
grappling with a luminous doom. By morning
I had vanished at least a dozen times
into something better.

 


Mary Oliver (Maple Heights, 10 september 1935)

 

De Surinaamse dichter en schrijver Eddy Louis Pinas werd geboren in Paramaribo op 10 september 1939. Zie ook alle tags voor Eddy Pinasp op dit blog.

Er is nu geen tijd

er is nu geen tijd
om blij te zijn

ieder stukje loof
iedere zandkorrel

staat bol
van verwachting

de bibit wacht
om geboren te worden

beman de ploeg in naam
van volk en vaderland

pas morgen kunnen
we blij zijn

 

Toen ik insliep

toen ik insliep
zag ik enkel
je ogen nog
de droom
onthulde jou
weifelend hart


Eddy Pinas (Paramaribo, 10 september 1939)
In 1985

 

De Deense dichter en schrijver Jeppe Aakjær werd geboren in Aakjær bij Skive op 10 september 1866. Zie ook alle tags voor Jeppe Aakjaer op dit blog.

The Oats

Here I stand with tinkling bells galore,
Twenty on each straw, I think, or more.
But the farmer, bless his honest soul,
Calls me oats and speaks of twenty fold.

I was sown while happy birds in spring
Made with joyful song the welkin ring.
Bumble bees in wild and tumbling race,
In the mellow sunshine droned the bass.

Growing up in sunny morning dew
That sweet Symphony within me grew.
He who listens humbly while I ring,
Hears the echo of the songs of spring.

Cold, unfeeling hearts can never see
Anything but cattle-feed in me.
I am more than food for hungry jaws,
I am song of birds on golden straws.

I am friends with everything that grows,
Friends with every gentle wind that blows,
Friends with waving trees and summer skies,
Friends with daisies and with butterflies.

When the sun goes down, its parting smile
Lingers on my golden head a while,
And when evening bells ring out, I too
Tinkle, standing tip-toe in the dew.

I am ringing children to their beds,
Ringing up the mist that slowly spreads,
Ringing peace, as busy day departs,
Into humble homes and pious hearts.

 

Vertaald door S.D. Rodholm

 
Jeppe Aakjær (10 september 1866 – 22 april 1930)
Portret door Herman Albert Gude Vedel

 

De Bulgaarse schrijver en musicus Viktor Markos Paskov werd geboren in Sofia op 10 september 1949. Zie ook alle tags voor Viktor Paskov op dit blog.

Uit: Ballade pour Georg Henig (Vertaald door Marie Vrinat)

« Récemment, alors que je fouillais dans de vieux papiers de famille, je tombai sur deux lettres écrites au crayon-encre sur des feuilles de cahier par Georg Henig, de son écriture impossible. En haut à droite, on peut lire l’année ainsi que l’endroit où elles ont été rédigées : 1960, hospice de vieillards de Haïredine. L’administration de l’hospice avait joint un avis à la dernière page de la seconde lettre, retenu à l’aide d’un trombone rouillé. On nous informait qu’à cette date, Georg Henig était mort de… (suivait alors l’appellation latine du mot « vieillesse ») et qu’il serait enterré le lendemain, dans le cimetière du village. Conformément à ses dernières volontés, on avait déposé dans son cercueil le violon avec lequel il était arrivé et qui constituait son seul bien. Par un étrange concours de circonstances, le jour où Georg Henig mourait, moi, je fêtais mes douze ans. Je me suis efforcé de me souvenir de cette journée. Mais là où je cherchais le souvenir – était-ce dans mon coeur ? dans mon âme ? – il n’y avait qu’un trou noir. Ce devait être une douce matinée ensoleillée au début de l’automne… sûrement irisée – mais de quelles couleurs ? Existe-t-il encore de telles couleurs ? Au moment où j’écris ces lignes, tombe une fine bruine. C’est un soir d’automne. Les bâtiments, en face, ont la couleur du lilas dans la brume gris sale. De temps en temps, en bas, un bus s’arrête avec ses portes qui s’ouvrent et se ferment. Dans la chambre, des ombres se profilent, mais je ne vois pas celle de Georg Henig. Jamais je n’ai ressenti la solitude aussi intensément.”

 
Viktor Paskov (10 september 1949 – 16 april 2009)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e september mijn blog van 10 september 2017 deel 2..

Logos (Mary Oliver)

Bij de 17e zondag door het jaar

 

 
Het wonder van de broden en de vissen door Jacopo Bassano, ca, 1580

 

Logos

Why worry about the loaves and fishes?
If you say the right words, the wine expands.
If you say them with love
and the felt ferocity of that love
and the felt necessity of that love,
the fish explode into many.
Imagine him, speaking,
and don’t worry about what is reality,
or what is plain, or what is mysterious.
If you were there, it was all those things.
If you can imagine it, it is all those things.
Eat, drink, be happy.
Accept the miracle.
Accept, too, each spoken word
spoken with love.

 


Mary Oliver (Maple Heights, 10 september 1935)
Veteranen Memorial in Maple Heights, de geboorteplaats van Mary Oliver

 

Zie voor de schrijvers van de 29e julli ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Mary Oliver, Mohsin Hamid, Lauren Groff, Frans Erens, Kai Meyer, Thea Dorn, Irina Liebmann, Lisa Alther

Dolce far niente

 

 
The Bathers door Dominique Amendola, 2008

 

The Pond

August of another summer, and once again
I am drinking the sun
and the lilies again are spread across the water.
I know now what they want is to touch each other.
I have not been here for many years
during which time I kept living my life.
Like the heron, who can only croak, who wishes he
could sing,
I wish I could sing.
A little thanks from every throat would be appropriate.
This is how it has been, and this is how it is:
All my life I have been able to feel happiness,
except whatever was not happiness,
which I also remember.
Each of us wears a shadow.
But just now it is summer again
and I am watching the lilies bow to each other,
then slide on the wind and the tug of desire,
close, close to one another,
Soon now, I’ll turn and start for home.
And who knows, maybe I’ll be singing.

 


Mary Oliver (Maple Heights, 10 september 1935)
Maple Heights, Ohio

 

De Amerikaanse schrijver Lauren Groff werd geboren op 23 juli 1978 in Cooperstown, New York. Zie ook alle tags voor Lauren Groff op dit blog.

Uit: Furie en fortuin (Vertaald door Maaike Bijnsdorp en Lucie Schaap)

“Na het onbegrip en de rauwe vis kwam de lange vlucht en daarna de korte. En uiteindelijk: thuis. Hij keek door het raampje naar de trap die over het zondoorstoofde asfalt op het vliegtuig af rolde. Tijdens het taxiën was er even een lentebui langsgewaaid, die net zo snel weer was verdwenen. Hij wilde met zijn gezicht in Mathildes nek, de troost van haar haar. Twee weken als gastschrijver voor het theater in Osaka, zo lang was hij nog nooit bij zijn vrouw vandaan geweest. Te lang. Bij het wakker worden de afwezigheid van Mathilde in zijn bed, de pijn van de koelte waar haar warmte had moeten zijn.
De rijdende vliegtuigtrap zocht en miste de deur drie keer voordat hij vastklikte. Gretig als een maagd. Wat heerlijk om zijn lange lichaam te kunnen strekken, om even boven aan de trap te kunnen blijven staan om diep in te ademen, te genieten van de geur van olie, mest en ozon die op het vliegveldje van Albany hing, de zon op zijn wangen, zijn vrouw wachtend in de terminal om hem mee te nemen naar hun mooie buitenhuis, een vroege avondmaaltijd. De buitensporige vermoeidheid uit zijn botten verdrijven met koude prosecco, een warme douche, dan zachte Mathildehuid en slaap.
Zijn gelukzaligheid strekte haar vleugels en fladderde een paar keer.
Hij had geen rekening gehouden met het ongeduld van de andere passagiers. Pas toen hij al door de lucht vloog voelde hij de handafdruk hard midden op zijn rug.
Schandalig, dacht hij. Geduwd.
Het plaveisel bolde op hem af als een tafelkleed dat uitgeschud werd, in de verte een windzak die zijn tong uitstak naar het oosten, de kantelen van de luchthaventerminal, schittering van de schuurpapierachtige treden in het zonlicht, de neus van het vliegtuig die op de een of andere manier zijn blikveld in schoot, de piloot die zich achter het raampje uitrekte. Toen zijn rechterschouder de rand van een tree raakte was hij volledig om zijn as gedraaid en keek hij op naar degene die hem schijnbaar had geduwd en nu uit de duistere grotopening boven hem opdoemde, een man met een tomaatrood gezicht en dito haar, in zijn voorhoofd geëtste groeven en in een geruite korte broek, kon het erger?”

 
Lauren Groff (Cooperstown, 23 juli 1978)

 

De Brits-Pakistaanse schrijver Mohsin Hamid werd geboren op 23 juli 1971 in Lahore, Pakistan. Zie ook alle tags voor Moshin Hamid op dit blog.

Uit: Exit West

“Nadia looked him in the eye. ‘You don’t say your evening prayers?’ she asked.
Saeed conjured up his most endearing grin. ‘Not always. Sadly.’
Her expression did not change.
So he persevered, clinging to his grin with the mounting desperation of a doomed rock climber: ‘I think it’s personal. Each of us has his own way. Or . . . her own way. Nobody’s perfect. And, in any case –’
She interrupted him. ‘I don’t pray,’ she said.
She continued to gaze at him steadily.
Then she said, ‘Maybe another time.’
He watched as she walked out to the student parking area and there, instead of covering her head with a black cloth, as he expected, she donned a black motorcycle helmet that had been locked to a scuffed-up hundred-ish cc trail bike, snapped down her visor, straddled her ride, and rode off, disappearing with a controlled rumble into the gathering dusk.
The next day, at work, Saeed found himself unable to stop thinking of Nadia. Saeed’s employer was an agency that specialised in the placement of outdoor advertising. They owned billboards all around the city, rented others, and struck deals for further space with the likes of bus lines, sports stadiums and proprietors of tall buildings.
The agency occupied both floors of a converted townhouse and had over a dozen employees. Saeed was among the most junior, but his boss liked him and had tasked him with turning around a pitch to a local soap company that had to go out by email before five. Normally Saeed tried to do copious amounts of online research and customise his presentations as much as possible. ‘It’s not a story if it doesn’t have an audience,’ his boss was fond of saying, and for Saeed this meant trying to show a client that his firm truly understood their business, could really get under their skin and see things from their point of view.”

 
Mohsin Hamid (Lahore, 23 juli 1971)

 

De Nederlandse schrijver Frans Erens werd geboren op 23 juli 1857 in Schaesberg. Zie ook alle tags voor Frans Erens op dit blog.

Uit: Limburg

“Deze provincie, vroeger altijd in wetten en of ficieele stukken aangeduid als het ‘Hertogdom Limburg’ (en die benaming is, als ik mij niet vergis, nauwelijks twintig jaar geleden eerst daaruit verdwenen) mag stellig wel de jongste dochter van het Nederlandsche provincie-gezin heeten. Weifelend tusschen het Duitsche, het Belgisch-Vlaamsche en het Hols landsche element, heeft dit laatste definitief door het tractaat van 1839 de zegepraal behaald. In dat jaar werden de grenzen vastgesteld, zoo als ze op heden zijn, maar toch bleef tot 1866 Limburg deel uitmaken van den Noord-Duitschen Bond. Welke rechten en verplichtingen precies uit dit bondgenootschap voortvloeiden, weet ik niet, ik meen echter dat de steden Maastricht en Venlo daar buiten gesloten waren en niet tot dien Bond behoorden. In 1848, toen het overal in Europa onrustig werd, en revolutionnaire bewegingen zich openbaarden, ontstond in Limburg een strooming ten gunste van den Duitschen Bond, en van afscheiding van Nederland, waarvan Roermond het brandpunt werd. Baron von Scherpenseel stelde zich aan het hoofd van die beweging. Een groote geestdrift maakte zich van een deel der bevolking meester. Er werden redevoeringen gehouden op de markt te Roermond. In de stad werden op talrijke uithangborden van neringdoenden de Hollandsche geschriften voor Duitsche verwisseld. Een leerlooier b.v. wischte dit woord uit en zette er Lohgerber voor in de plaats. Met kracht werd tegen dezebeweging door de Hollandsche militairen opgetreden; de cavalerie behoefde zich slechts even te vertoonen of de heele markt was schoon geveegd, slachtoffers vielen er niet en het enthousiasme voor Duitschland was spoedig gedempt.
Of er ooit in Limburg eene strooming ten gunste van België is geweest, zou ik moeten betwijfelen. Wel hebben zich hier en daar soms afzonderlijke stemmen laten hooren, die voor eene aansluiting van deze provincie aan België pleitten, doch tot een gezamenlijke actie is het niet gekomen. België heeft nooit in Limburg eene bizondere geestdrift verwekt. De reden daarvan is, dat men dit land niet als eene afzonderlijke natie heeft beschouwd. Zijn bestaan uit twee heterogene elementen, het Waalsche en het Vlaamsche, was daarvoor een onoverkomelijke hinderpaal. Daarbij komt, dat de ligging der Belgische bevolkingen niet zoodanig is, dat zij Nederlandsch Limburg zouden vermogen op te slorpen. Het Waalsche element, waarop Maastricht en omstreken onmiddellijk staan, is geheel vreemd, terwijl de meer verwante bevolking van Belgisch Limburg te dun gezaaid over heien peellanden, te weinig contact vermag te brengen met de streken van den rechter-Maasoever. Antwerpen en Gent, ze liggen zoo ver; Luik, dat zoo dicht bij Maastricht ligt, is door de barrière van het Waalsche idioom volkomen daarvan gescheiden.”


Frans Erens (23 juli 1857 – 5 december 1936)
De Markt van Roermond anno 1879, geschetst door Piet Schipperus.

 

De Duitse schrijver Kai Meyer werd geboren op 23 juli 1969 in Lübeck. Zie ook alle tags voor Kai Meyer op dit blog.

Uit: Arkadien erwacht

“Alessandro seufzte leise und führte Rosa vom Hauptweg in eine schmale Gasse zwischen Wänden aus marmornen Grabfächern.
Fünf, sechs lange Reihen aus Rechtecken übereinander, darauf gerahmte Schwarzweißfotos der Toten, ihre Namen, die Geburts- und Todesdaten. An einigen waren Blumen und Gestecke befestigt.
»Eigentlich möchte ich dir etwas geben«, sagte er, als sie zwischen den Marmorwänden aus dem Blickfeld der übrigen Trauergäste verschwanden. »Ein Geschenk. Und dann wollte ich dich einladen.«
»Mich – «
»Erst das Geschenk.« Er zog etwas aus der Tasche seines Jacketts.
»Oh«, sagte sie ohne jeden Enthusiasmus. »Ein Babybuch.«
Es war winzig, kleiner als eine Zigarettenschachtel, mit ledernem Einband und vergilbtem Seitenschnitt.
»Aber es hat den Vorteil, dass es ein Leben lang so niedlich bleibt«, sagte er. »Und nicht schreit.«
»Und besser riecht, hoffe ich.«
Er öffnete es und presste die Nase zwischen die Seiten.
»Nicht so gut wie frisch gedruckt, aber ganz in Ordnung, schätze ich.« Ihre erste Reaktion schien ihn nicht abzuschrecken.
»Mein Vater hat es mir gegeben, bevor er mich ins Internat nach Amerika abgeschoben hat.«
Sie verkniff sich eine Bemerkung, beobachtete ihn nur.
Sein Blick streifte über die zahllosen Gesichter auf den Grabplatten, die meisten der ausgeblichenen Fotografien alt und seltsam unscharf, wie von Geistern. Viele Blumen an den Grabfächern waren vertrocknet.“

 
Kai Meyer (Lübeck, 23 juli 1969)

 

De Duitse schrijfster en televisiepresentatrice Thea Dorn (peudoniem van Christiane Scherer) werd geboren op 23 juli 1970 in Offenbach am Main. Zie ook alle tags voor Thea Dorn op dit blog.

Uit: Die deutsche Seele (Samen met Richard Wagner)

„Er kann seine Stereoanlage aufdrehen und Sven Regener mit dessen Band Element of Crime lauschen: »Braungebrannte Arme brechen jeden Tag / Das harte Brot der Wirklichkeit, als wär’s das letzte Mal […]
Zum Abendbrot / Zum Abendbrot […]«
Die Tendenz, meditative Mahlzeit der Einsamen zu sein, hatte das Abendbrot seit je. Gleichzeitig war der Abendbrottisch jahrhundertelang der Ort, an dem der Hausvater die Familie versammelte, um über die Ereignisse des Tages zu berichten und sich berichten zu lassen, auf dass im Anschluss gerichtet werde. Spuren davon haben sich bis in die Gegenwart erhalten, weshalb das Abendbrot dem Spätpubertierenden, der dem Elternhaus entronnen ist, als Inbegriff spießigen Schreckens erscheint. Er schwört, des Abends künftig alles zu essen von kalten Dosenravioli bis hin zu drei Tage altem Sushi. Nur nie wieder ein belegtes Brot.
Dass belegte Brote einst in den erlesensten Zirkeln gereicht wurden, wenn man über Literatur, Politik und die großen Fragen der Welt plauderte, ist vergessen. Voll Stolz berichtete Johanna Schopenhauer ihrem Sohn Arthur, der zu jugendlicher Großmannssucht neigte, dass in ihrem Weimarer Salon nichts Kostspieliges, sondern lediglich Tee mit Butterbroten gereicht wird. Auch Rahel Varnhagen, die berühmteste Gastgeberin im romantischen Berlin, servierte Schlichtes, wenn sie die Größen ihrer Zeit zum »Teetisch« empfing. Die anschaulichste Beschreibung des gehobenen Abendbrots findet sich bei dem Juristen und Schriftsteller Felix Eberty, der uns in seinen Jugenderinnerungen eines altenBerlinersin die erste Hälfte des px. Jahrhunderts mitnimmt: »Bei den gewöhnlichen geselligen Abendzusammenkünften begnügte man sich […[ mit einer Tasse Tee und Butterbrot, und setzte einige sehr zierlich, aber auch recht sparsam mit Wurstscheibchen, Braten und Schinkenschnitten belegte Teller auf die Tafel.«
Geiz spielte bei dieser frugalen Sitte die unwesentlichste Rolle. Man wollte sich bewusst absetzen von den Abendschlemmereien in katholischen Ländern wie Frankreich, und ganz im Ernst: Wen interessieren Austern, gebratene Wachteln oder Petits Fours, wenn er die Wahl zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Heinrich Heine und Bettine von Arnim hat? Kein Zufall also, dass die großbürgerlichen Gastgeberinnen erst in der zweiten Hälfte des px. Jahrhunderts, als der deutsche Geist feister geworden war, ihren Ehrgeiz daransetzten, mit immer ausgefinkelteren Menüfolgen zu glänzen.“

 
Thea Dorn (Offenbach am Main, 23 juli 1970)
Cover

 

De Duitse dichteres en schrijfster Irina Liebmann werd geboren op 23 juli 1943 in Moskou. Zie ook alle tags voor Irina Liebmann op dit blog.

Uit: Drei Schritte nach Russland

„Ich bin auch eine erwachsene Frau, ich trinke Tee und überlege, was ich sagen kann, um meine Bekannte zu trösten, zu verblüffen.
Das Sportstadion an der Berliner Chausseestraße fällt mir ein, wie ich dort als Kind erlebte, dass riesiger Jubel ausbrach, als es aus den Lautsprechern tönte, dass die Delegation der Sowjetunion
die Aschenbahn betreten hat: »… begrüßen wir die Vertreter des ersten sozialistischen Staates der Erde!«, und mit ihren roten Fahnen kamen lachend und singend unendlich viele junge Frauen und Männer in weißer Kleidung, ja, weißer Kleidung gelaufen.
Da lief sie, da unten, die Weltmacht meiner Kindheit, Garant des Friedens, so hat sie sich selber bezeichnet, und besonders wir sollten sie so nennen, wir, die Kinder im Osten Deutschlands.
Aber auch die übrige Welt führte ihre Losungen immerzu im Munde, ihre Abrüstungsinitiativen, ihre Führer, ihre Raketen, ihre Filme und ihre Sportler natürlich.
In meiner Erinnerung sehe ich sie wieder und wieder auf die Siegertreppchen steigen, junge Leute mit drei halbrunden Kreisen auf der Brust und dem großen P: CCCP!
Und ihre Fahne wird hochgezogen, die rote, mit Hammer und Sichel, und die Hymne erklingt, ihre Hymne, die ganz große Opernmusik:
»Von Russland, dem großen, auf ewig verbündet, steht machtvoll der Volksrepubliken Bastion!
Es lebe, vom Willen der Völker gegründet, die einig und mächtige Sowjetunion!«
– Ihr singt sie immer noch, stimmt’s?
– Nein.
Doch, doch. Sie singen sie noch, und sie singen sie auch nicht.
Der Text ist geändert. Und die Kremltürme auf dem Roten Platz tragen den zaristischen Doppeladler und sie tragen ihn auch nicht – denn vom höchsten und wichtigsten Turm blitzt wie immer der rote Stern.
Ob er auch immer noch leuchtet nachts? Wie früher, als ich ein Kind war, auf der Durchreise in Moskau?
Wir sind hier in Moskau. Die Wohnung gehört einer Frau, die oft auch nach Deutschland kommt, und schon hier, in der Winzigkeit des Raumes und der Heftigkeit des Gefühls ist die ganze Entfernung zu spüren, die zwischen uns liegt.“


Irina Liebmann (Moskou, 23 juli 1943)

 

De Amerikaanse schrijfster Lisa Alther werd geboren op 23 juli 1944 in Kingsport, Tennessee. Zie ook alle tags voor Lisa Alther op dit blog.

Uit: Original Sins

„Corliss Rainey was removed from a debtors’ prison in England and put on a ship. He was working as an indentured servant to a farmer in tidewater Virginia when he met Buck Tatreaux, the son of a Cherokee woman and a French trader. Tatreaux did odd jobs for Rainey’s master. One day the farmer sent them both to Williamsburg for supplies. They headed toward Richmond instead. On the way they further darkened Tatreaux’s skin with berry juice and charcoal, cut off his braids, and scorched his remaining hair into kinks. They rubbed lard over his muscled body until he gleamed with apparent good health. Rainey put on a stolen set of his master’s clothes. In Richmond they found the slave market, and Rainey put Tatreaux up for sale. Rainey soon drove away with more money than he had ever before seen. He supplied the wagon and headed down a dusty road through well-tended farmland toward the hazy mountains. At the foot of the mountains he hid.
Tatreaux meanwhile had run away from his new master. He scrubbed with sand in a stream until his skin was its usual copper color. With a sharp stone he hacked off his kinked hair. Then he ran for the mountains.
Rainey gave him his clothes, and a hat with the braids attached, and the two set off up the mountain. At times the slopes were so steep that they had to hitch ropes to trees and haul on them, to help the mules drag the wagon up the narrow rutted path to the pass. Upon reaching the pass, they saw below them the valley, heavily forested but dotted here and there with cleared land and cabins and sheds. And on the far side, the rugged walls of the neighboring plateau.”

 
Lisa Alther (Kingsport, 23 juli 1944)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 23e juli ook mijn blog van 23 juli 2017 deel 2.

Edmund de Waal, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver

De Britse schrijver, keramist en hoogleraar Edmund Arthur Lowndes de Waal werd geboren op 10 september 1964 in Nottingham. Zie ook alle tags voor Edmund de Waal op dit blog.

Uit: The Hare With Amber Eyes: A Hidden Inheritance

`I look up at the second-floor windows where Charles had his suite of rooms, some of which looked across the street to the more robustly classical house opposite, some across the courtyard into a busy roofscape of urns and gables and chimneypots. He had an antechamber, two salons — one of which he turned into his study – a dining-room, two bedrooms and a ‘petite’. I try to work it out; he and his older brother Ignace must have had neighbouring apartments on this floor, their elder brother Jules and their widowed mother Mina below, with the higher ceilings and grander windows and the balconies on which, on this April morning, there are now some rather leggy red geraniums in plastic pots. The courtyard of the house was glazed, according to the city records, though all that glass is long gone. And there were five horses and three carriages in these stables which are now a perfect bijou house. I wonder if that number of horses was appropriate for a large and social family wanting to make the right kind of impression.
It is a huge house, but the three brothers must have met every day on those black-and-gold winding stairs, or heard each other as the noise of the carriage being readied in the courtyard echoed from the glazed canopy. Or encountered friends going past their door on the way up to an apartment above. They must have developed a way of not seeing each other, and not hearing each other, too: to live so close to your family takes some doing, I think, reflecting on my own brothers. They must have got on well. Perhaps they had no choice in the matter. Paris was work, after all.
The Hôtel Ephrussi was a family house, but it was also the Parisian headquarters of a family in its ascendancy. It had its counterpart in Vienna, the vast Palais Ephrussi on the Ringstrasse. Both the Parisian and Viennese buildings share a sense of drama, of a public face to the world. They were both built in 1871 in new and fashionable areas: the rue de Monceau and the Ringstrasse were so of-the-minute that they were unfinished, untidy, loud and dusty building sites. They were still spaces that were inventing themselves, competitive with the older parts of town with their narrower streets, and spikily arriviste.
If this particular house in this particular streetscape seems a little stagey, it is because it is a staging of intent. These houses in Paris and Vienna were part of a family plan: the Ephrussi family was ‘doing a Rothschild’. Just as the Rothschilds had sent their sons and daughters out from Frankfurt at the start of the nineteenth century to colonise European capital cities, so the Abraham of my family, Charles Joachim Ephrussi, had masterminded this expansion from Odessa in the 1850s. A true patriarch, he had two sons from his first marriage, Ignace and Léon. And then when he remarried at fifty he had continued producing children: two more sons, Michel and Maurice, and two daughters, Thérèse and Marie. All of these six children were to be deployed as financiers or married into suitable Jewish dynasties.”

 
Edmund de Waal (Nottingham, 10 september 1964)

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Dolce far niente, Clara Müller-Jahnke, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver

Dolce far niente

 

 
Beach Scene door Aiden Lassell Ripley, ca. 1935

 

Spätsommer am Strand

Da weht von Süd ein sanfter Hauch
aus sonnenlichten Tagen;
die goldbelaubten Äste dehnt
der Ahorn voll Behagen.
Kein Vogelsang, – kein Blütenduft, –
die weiche, warme Sommerluft
säuselt in allen Hagen.

Nun schaun sich schier verwundert an
die schweigenden Zypressen;
es ist, als habe der flüchtige Lenz
sein Lebewohl vergessen
und ginge noch einmal über das Feld,
die blasse, sommermüde Welt
an seine Brust zu pressen.

Durch nackte Zweige schweift der Blick
auf graue Wellenpfade:
die weißen Wasser tummeln sich
am träumenden Gestade;
sie flüstern und raunen wie Liebesgruß,
sie kosen und spielen um deinen Fuß,
leuchten und locken zum Bade.

 

 
Clara Müller-Jahnke (5 februari 1860 – 4 november 1905)
Lenzen (Nu: Łęczno). De kerk is een monument gewijd aan de dorpelingen die in WO I zijn omgekomen. Clara Müller – Jahnke werd geboren in Lenzen

Bewaren

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Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver, Eddy Pinas, Viktor Paskov

De Franse schrijver van Russische afkomst Andreï Makine werd geboren in Krasnojarsk op 10 september 1957. Zie ook mijn blog van 10 september 2010. en eveneens alle tags voor Andreï Makine op dit blog.

Uit: Das französische Testament (Vertaald door Holger Fock en Sabine Müller)

„Selbst Glacha, die Bäuerin in der Familie, trug auf den wenigen Aufnahmen, die uns von ihr geblieben waren, dieses wunderbare Lächeln. Schließlich war da noch ein ganzer Schwarm junger Cousinen, die in den endlos langen Sekunden des Stillhaltens ihre Lippen aufwarfen beim Versuch, sich den flüchtigen französischen Charme zu geben. Als sie ihr »petite pomme« murmelten, glaubten sie noch, das künftige Leben würde allein aus solchen anmutigen Augenblicken gewebt sein …
In diese endlose Reihe von Blicken und Gesichtern drängte sich gelegentlich das Bild einer Frau mit ebenmäßigen, feinen Gesichtszügen und großen, grauen Augen. Als junges Mädchen war ihr Lächeln, in den ältesten Alben, erfüllt vom geheimnisvollen Zauber des »petite pomme«. Mit den Jahren verblasste dieser Ausdruck, und in den immer neueren und näher an unsere Gegenwart rückenden Alben wurde er von einem Schleier aus Melancholie und Schlichtheit überschattet.
Aber diese Frau, eine in der verschneiten, unermesslich weiten Landschaft Russlands verlorene Französin, hatte ihnen das Zauberwort beigebracht, das schön machte. Meine Großmutter mütterlicherseits … Sie war zu Beginn des Jahrhunderts in Frankreich geboren worden als Kind von Norbert und Albertine Lemonnier. Das Geheimnis des »petite pomme« war wahrscheinlich die allererste Legende, die unsere Kindheit bezauberte. Und sicher lieferte sie die ersten Worte aus jener Sprache, die meine Mutter scherzhaft meine »Großmuttersprache« nannte.
Eines Tages fiel mir ein Foto in die Hände, das ich nicht hätte sehen sollen … Ich verbrachte die Ferien bei meiner Großmutter in einer Stadt am Rande der russischen Steppe, in die es sie nach dem Krieg verschlagen hatte. Es war an einem heißen Sommertag, die Sonne neigte sich langsam dem Abend entgegen und tauchte das Zimmer in malvenfarbenes Rot. Dieser etwas unwirkliche Schein legte sich über die Fotos, die ich am offenen Fenster betrachtete. Es waren die ältesten Aufnahmen in unseren Alben. Sie hatten die Revolution von 1917 überstanden, führten in die unvordenklichen Zeiten des Zaren zurück und ließen sie wieder lebendig werden, vor allem aber durchstießen sie den damals sehr dichten Eisernen Vorhang und brachten mich einmal zu einer gotischen Kathedrale, ein anderes Mal auf die Wege eines Gartens, dessen vollkommene Geometrie mich ratlos machte.
Ich tauchte in die Ahnengeschichte unserer Familie ein …”

 
Andreï Makine (Krasnojarsk, 10 september 1957)

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Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver, Eddy Pinas, Jeppe Aakjær

De Franse schrijver van Russische afkomst Andreï Makine werd geboren in Krasnojarsk op 10 september 1957. Zie ook mijn blog van 10 september 2010. en eveneens alle tags voor Andreï Makine op dit blog.

Uit: Dreams of My Russian Summers (Le Testament français, vertaald door Geoffrey Strachan)

„Throughout this parade of expressions and faces there recurred here and there that of a woman with fine, regular features and large gray eyes. Young at first, in the earliest of the albums, her smile was suffused with the secret charm of the “petite pomme.” Then, with age, in the more recent albums, closer to our time, this expression became muted and overlaid with a veil of melancholy and simplicity.
It was this woman, this Frenchwoman, lost in the snowy immensity of Russia, who had taught the others the words that bestowed beauty. My maternal grandmother… She was born in France at the beginning of the century in the family of Norbert and Albertine Lemonnier. The mystery of the “petite pomme” was probably the first of the legends that enchanted our childhood. And these were also among the first words we heard in that language that my mother used, jokingly, to call “your grandmaternal tongue.”
One day I came upon a photo I should not have seen…. I was spending my holidays with my grandmother in the town at the edge of the Russian steppe where she had been stranded after the war. A warm, slow summer dusk was drawing in and flooding the rooms with a mauve glow. This somewhat unearthly light fell upon the photos that I was examining before an open window, the oldest snapshots in our albums. The pictures spanned the historic watershed of the 1917 revolution; brought to life the era of the tsars; and, moreover, pierced the iron curtain, which was then almost impenetrable, transporting me at one moment to the precinct of a gothic cathedral and the next into the pathways of a garden where the precise geometry of the plants left me perplexed. I was plunging into our family prehistory.
Then suddenly this photo!
I saw it when, out of pure curiosity, I opened a large envelope that had been slipped between the last page and the cover. It was that inevitable batch of snapshots that have not been judged worthy to appear on the rough cardboard of the pages, landscapes that can no longer be identified, faces that evoke neither affection nor memories. One of those batches you always tell yourself you must sort through one day, to decide the fate of all these souls in torment…. “

 
Andreï Makine (Krasnojarsk, 10 september 1957)

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