Hans Andreus, Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Marcellus Emants, Dolce far niente

Dolce far niente

 

A Relaxing Day door Dima Dmitriev, 2013


Liedje van de luie week

Maandag
is Kalmpjes-aan-dag.

Dinsdag
is Kom-ik-begin-‘s-dag.

Woensdag
is Zou-ik-het-wel-doen-dag,

Donderdag
is Dit-is-een-bijzondere-dag,

want Vrijdag
is Morgen-weer-vrij-dag

en Zaterdag
is ’s Avonds-wordt-het-later-dag

en Zondag
is Eet-je-buikje-rond-dag,

dus Maandag,
tja Maandag,
dat is weer Kalmpjes-aan-dag.

Hans Andreus (21 februari 1926 – 9 juni 1977)
Relaxen in Amsterdam, de geboorteplaats van Hans Andreus


Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Joseph und seine Brüder

“Joseph also, wohnhaft im Distrikte Kenana des Landes, das ägyptisch das Obere Retenu hieß, in seines Vaters von Terebinthen und immergrünen Steineichen beschattetem Familienlager bei Hebron, ein berühmt angenehmer Jüngling, angenehm namentlich in erblicher Nachfolge seiner Mutter, die hübsch und schön gewesen war, wie der Mond, wenn er voll ist, und wie Ischtars Stern, wenn er milde im Reinen schwimmt, außerdem aber, vom Vater her, ausgestattet mit Geistesgaben, durch welche er diesen wohl gar in gewissem Sinne noch übertraf, — Joseph denn schließlich (zum fünften- und sechstenmal nennen wir seinen Namen und mit Befriedigung; denn um den Namen steht es geheimnisvoll, und uns ist, als gäbe sein Besitz uns Beschwörerkraft über des Knaben zeitversunkene, doch einst so gesprächig-lebensvolle Person) — Joseph für sein Teil erblickte in einer südbabylonischen Stadt namens Uru, die er in seiner Mundart »Ur Kaschdim«, »Ur der Chaldäer« zu nennen pflegte, den Anfang aller, das heißt: seiner persönlichen Dinge. Von dort nämlich war vor längeren Zeiten — Joseph war sich nicht immer ganz im klaren darüber, wie weit es zurücklag — ein sinnender und innerlich beunruhigter Mann nebst seinem Weibe, die er aus Zärtlichkeit wohl gern seine »Schwester« nannte, und anderen Zugehörigen ausgezogen, um es dem Monde, der Gottheit von Ur, gleichzutun und zu wandern, weil er das als das Richtigste und seinem unzufriedenen, zweifelvollen, ja gequälten Zustande Angemessenste empfunden hatte. Sein Auszug, dem eine Sinnbetonung von Widerspruch und Auflehnung nicht abzusprechen gewesen war, hatte zusammengehangen mit gewissen Bauwerken, die ihm auf beleidigende Weise eindrucksvoll gewesen und die der dortzulande eben herrschende Nimrod und Erdengewaltige wenn nicht errichtet, so doch erneuert und übermächtig erhöht hatte: weniger, nach des Ur-Mannes geheimer Überzeugung, den göttlichen Lichtern zu Ehren, denen sie geweiht waren, denn als Hemmriegel der Zerstreuung und himmelaufragende Male von des Nimrods-Königs gesammelter Macht, — welcher der Mann von Ur sich nun gerade entzogen hatte, indem er sich dennoch zerstreute und mit seinem Anhange auf unbestimmte Wanderschaft begab.

De jas van Jozef wordt aan Jakob getoond door Diego Velázquez, 1630

Josephs Überlieferungen waren nicht ganz einsinnig darin, ob es die große Mondburg von Ur gewesen war, die den Unzufriedenen namentlich geärgert, der getürmte Tempel des Sin-Gottes, nach welchem das ganze Land Sinear also benannt war und dessen Name auch in so manchem mitklang, was Heimatlicheres bezeichnete, wie etwa in dem des Berges Sinai; oder etwa jenes hochragende Sonnenhaus, der Mardug-Tempel Esagila zu Babel selbst, dessen Spitze der Nimrod ebenfalls gleich dem Himmel erhöht hatte und von dem Joseph genaue mündliche Beschreibung besaß. Auch war da offenbar noch mehreres andere gewesen, woran der sinnende Mann sich gestoßen hatte: angefangen von der Nimrod-Gewaltigkeit überhaupt bis zu den und den Sitten und Bräuchen, die den anderen als heilig hergebracht und unveräußerlich erschienen waren, ihm aber die Seele je mehr und mehr mit Zweifeln erfüllt hatten; und da mit zweifelnder Seele nicht gut stillsitzen ist, so hatte er sich eben in Bewegung gesetzt. Er war nach Charran gelangt, der Mondstadt des Nordens, der Stadt des Weges, im Lande Naharain, wo er mehrere Jahre verblieben war und Seelen gesammelt, sie in die enge Verwandtschaft der Seinen aufgenommen hafte. Das war aber eine Verwandtschaft, die Unruhe bedeutete und fast nichts weiter, —Unruhe der Seele, sich äußernd in einer Unrast des Leibes, die mit dem Leichtsinn gewöhnlicher Wanderlust und abenteuernder Freizügigkeit wenig zu schaffen hatte, vielmehr die Getriebenheit und Heimsuchung eines Einzelnen war, in dessen Blut sich Schicksalsentwicklungen dunkelanfänglich vorbereiteten, zu deren erdrückender Tragweite die Qual seiner Friedlosigkeit in heimlich genauem Verhältnis mochte gestanden haben.“

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)


De Nederlandse schrijver Marcellus Emants werd op 12 augustus 1848 in Voorburg geboren. Zie ook alle tags voor Marcellus Emants op dit blog.

Uit: Lichte kost (Een dag van ijdelheid)

“Pas toen zij voor het laatste haakje geen oog meer vond, bemerkte zij haar fout, maakte met één ruk alles weer los, en begon nogmaals van boven af aan.
Zij was er zeker van deze melodie meer te hebben gehoord; maar kon zich niet herinneren waar, en meende ook dat haar man in de vorm en de harmonie veranderingen had aangebracht.
Welk een geestdrift in die wijs; wat een pit in dat ritme; welk een rijkdom van akkoord-verbindingen! Het was een allegro vol bruisend leven, vol node bedwongen kracht, een muziek, die de zenuwen prikkelde, de spieren spande en elke sluimerende levensvonk tot een heldere vlam moest aanblazen!
Van welke componist of dit stuk wel was?
Vruchteloos verdiepte Mina zich in gissingen; zij zocht onder de beroemdste namen; doch vond er geen, die paste.
Veel later dan gewoonlijk kwamen moeder en dochter zo ver klaar, dat zij naar beneden konden gaan om in de huiskamer te ontbijten.
Van haar binnentreden in het achtervertrek bemerkte Koever even weinig, als van Mina’s driemaal herhaalde vraag: ‘Ga je vanmorgen niet naar Kraijenhof, ’t is al half negen gestagen?’
In het kleine voorsalon aan zijn vleugel gezeten, speelde hij onverdroten door en zijn volle aandacht bleef op het beschreven – ja bekraste – muziekblad gericht, dat, naast vele dergelijke, op het lessenaartje van zijn instrument rustte. Nu en dan neuriede hij er bij – wat Mina boven niet had gehoord – en de woorden: vrijheid, pal staan, trouw tot in de dood, waren duidelijk te onderscheiden.
Om Jetje niet te laten wachten, smeerde Mina nu maar eerst een paar boterhammen, schonk een glas melk in en liet het kind aan de etenstafel plaats nemen. Daarna trad zij naar voren, ging aan de piano staan, legde een hand op Hendriks schouder, en vroeg nog eenmaal:
‘Heeft juffrouw Kraijenhof haar les afgezegd?’
Nauwelijks had Koever zijn vrouw bemerkt, of met zenuwachtige opgewondenheid sprong hij van zijn taboeret op, sloot haar in zijn armen, kuste herhaaldelijk de rode lippen, de frisse wangen, zelfs de bruine kijkers, en riep eindelijk op hartstochtelijke toon uit:
‘Nu heb ik het! Nu ben ik zeker van mijn zaak! Nu twijfel ik niet langer aan de overwinning!’
Verbaasd keek Mina hem in de zonderling glanzende, hel blauwe ogen, en vroeg op bezorgde, bijna angstige toon:
‘Man, wat scheelt je? Waar heb je ’t over?’
Een paar keer haalde Koever de dunne vingers van zijn linkerhand door de blonde, achterovergolvende haren heen, terwijl de rechter een zakdoek te voorschijn bracht, waarmee hij zich het voorhoofd afwiste. Ondertussen riep hij met trillende stem uit:
‘Waar ik ’t over heb? Waar ik ’t over heb? Dat zal je horen!’

Marcellus Emants (12 augustus 1848 – 14 oktober 1923)
Jeugdportret van Emants door M.W. Liernur, 1862.


De Duitse dichter en schrijver en germanist Hans-Ulrich Treichel werd geboren op 12 augustus 1952 in Versmold. Zie ook alle tags voor Hans-Ulrich Treichel op dit blog.

Uit: Der Verlorene

„Abfahrt Berlin Hauptbahnhof 12.37 Uhr. Ankunft Kutno 17.07 Uhr. Der Berlin-Warszawa-Expreß war reservierungspflichtig. Ich hatte einen Platz an der Abteiltür reserviert, da ich sowohl im Flugzeug als auch in der Bahn zu Beklemmungen neige, wenn ich nicht am Gang beziehungsweise an der Abteiltür sitze. Neben mir war zudem frei, so daß ich mich auf eine entspannte Reise freuen konnte. Mir gegenüber saß eine ältere, ganz in Schwarz gekleidete Dame und daneben ein junges, unübersehbar verliebtes Pärchen. Der junge Mann mit seinem strohig-blonden Haar, den vollen Lippen und melancholischen Augen gefiel mir. Und das Mädchen, das eine sehr tief sitzende Jeans, eine viel zu kurze Bluse und eine Perle im Bauchnabel trug, ebenfalls. Die beiden redeten unentwegt miteinander, allerdings auf polnisch, was ich schade fand, ich hätte sie gern ein wenig belauscht. Und wenn sie nicht redeten, dann küßten sie sich, was weder die ältere Dame noch mich störte. Im Gegenteil. Wäre ich der junge Mann gewesen, dann hätte ich das Mädchen auch geküßt. Ich fand es sehr anziehend, zumal sie mich beim Küssen einige Male durch den Vorhang ihrer brünetten Haare unverhohlen anschaute und anscheinend nichts dagegen hatte, daß ich den beiden bei ihren Zärtlichkeiten zusah. Ich bemühte mich trotzdem, mich auf meine eigenen Angelegenheiten zu konzentrieren, und blätterte zuerst im Fahrplanheft, holte dann meine Lektüre aus der Tasche und breitete sie auf dem Sitz neben mir aus. Der Zug fuhr laut Plan über Frankfurt/Oder, Rzepin, Poznan und Konin nach Kutno. Konin kannte ich aus den Papieren meiner Eltern. Hier hatten sie im Januar 1945 ihr erstes Kind Günter auf der Flucht vor den Russen zurücklassen müssen, waren danach in einen Wald geflüchtet und schließlich für ein Jahr in einem polnischen Arbeitslager interniert worden. Sie hatten ihren verlorenen Sohn trotz jahre- und jahrzehntelanger Suche mit Hilfe des Suchdienstes des Roten Kreuzes niemals wiedergefunden. Ich hatte darüber vor gut einem Jahrzehnt ein Buch geschrieben. Einige Jahre später habe ich ein Buch über einen Mann namens Stephan geschrieben, der als Akademischer Rat in Berlin lebt, ein Buch über seinen verlorenen Bruder geschrieben hat und sich noch einmal, sechzig Jahre nach Kriegsende, auf die Suche nach dem Bruder begibt. Bald darauf habe ich es ihm nachgetan und mich auch selbst auf die Suche nach meinem Bruder gemacht. Die Suche habe ich inzwischen hinter mir. Stephan hatte sich außerdem vorgenommen, einen Ort namens Bryschtsche oder auch Bryszcze in der Ukraine zu besuchen, wo sein Vater geboren worden war. Er hatte den Ort dann doch nicht besucht und war lieber nach Ägypten gereist, um sich die Pyramiden anzuschauen, Freuds Traumdeutung zu lesen und sich in einem Hotel auf einer Nilinsel unweit von Luxor auf eine Affäre mit einer deutschen Archäologin einzulassen. Er hat recht daran getan, denn was hätte ihn in der Ukraine schon erwartet? Ein verschlafenes Bauerndorf, wenn überhaupt. Vielleicht existierte es schon längst nicht mehr und war irgendwelchen Plattenbausiedlungen gewichen. Stephan ist nicht nach Bryschtsche gereist. Ich wollte es besser machen. Die Reise habe ich inzwischen ebenfalls hinter mir.“

Hans-Ulrich Treichel (Versmold, 12 augustus 1952)


Zie voor de schrijvers van de 12e augustus ook mijn blog van 12 augustus 2018 en mijn blog van 12 augustus 2015 en mijn blog van 12 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Dolce far niente, Justus van Maurik, Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Stefano Benni, Marcellus Emants, Naoki Higashida, Anthony Swofford

Dolce far niente

 

 
Avond op de Dam in Amsterdam door George Hendrik Breitner, ca. 1890

 

Uit: Amsterdam bij dag en nacht

“Bij half zeven!
De gaslantaarn voor mijn deur wordt uitgedraaid, ’t zwakke roode weêrschijntje, dat ’t eikenhout van mijn boekenkast naast ’t venster doet blozen, verdwijnt.
Dáár gaat de ‘lantaarnopsteker’ met zijn karpoetsmuts over de ooren, zijn bouffante om den hals en zijn stok onder den arm; hij blaast op zijn vingers en loopt op een drafje voort, met kromme knieën.
Nu is hij aan den overkant; daar draait hij weer een lantaarn uit, – een politie-agent komt hem tegen. Ik zie aan hun bewegingen dat ze tot elkaâr zeggen: ‘koud weertje!’ Hij tikt even aan zijn muts en draaft verder; weer een lantaarn uit, nog een en nog een in de verte. Hij gaat de straat in; dáár is ’t nog bijna donker. Hij verdwijnt, als opgeslokt door de schemering.
’t Wordt levendiger op straat; een paar werklui en jongens komen voorbij met hun blikken keteltje onder den arm of over den schouder. ‘k Zie rook uit de schoorsteenen opstijgen, grijs tegen de allengs helderder blauwe lucht; hier en daar gaat een deur open en aan het eind der gracht verschijnt een ‘morgenster,’ een voddenraper, die met omhoog getrokken schouders, de pet in den nek, den grooten, grauwen zak op den rug en een langen haakstok in de hand, langs den walkant loopt. Hij tuurt wrevelig naar ’t ijs; hij houdt niet van den winter, die zijn terrein zoo eensklaps overmeestert. Een ‘water lansier’ heeft natuurlijk het land, als ’t water ontbreekt, waarin hij visschen wil naar lappen en drijvend afval, omdat op straat voor hem niet meer te ‘rapen’ valt, sedert de straatreiniging zóó vroeg bij de hand is. Een uur van te voren heeft hij zich reeds geërgerd over die ‘stasmensen’ die geen vuilnisbak meer ontzien en hutje met mutje in hun kar omkeeren.
Nu staat hij te praten met een baanveger, die er heel vroeg bij is om een bruggetje te maken; hij wijst op een paar planken en stokken, die de man op een handkar voortrijdt.
Hun gesprek wordt levendiger, ze maken gebaren die allen twijfel omtrent het onderwerp van hun gesprek opheffen en… de kar blijft een oogenblik aan den walkant onbeheerd staan; de baanveger verdwijnt met den ‘morgenster,’ die ondergaat in den schaftkelder, op den hoek ginds waar ‘’t vroolijke schippertje’ uithangt.”


Justus van Maurik (16 augustus 1846 – 18 november 1904)
Een kroonlantaarn uit 1883 op de Keizersgracht in Amsterdam, de geboorteplaats van Justus van Maurik

 

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Joseph und seine Brüder

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?
Dies nämlich dann sogar und vielleicht eben dann, wenn nur und allein das Menschenwesen es ist, dessen Vergangenheit in Rede und Frage steht: dies Rätselwesen, das unser eigenes natürlich-lusthaftes und übernatürlichelendes Dasein in sich schließt und dessen Geheimnis sehr begreiflicherweise das A und das O all unseres Redens und Fragens bildet, allem Reden Bedrängtheit und Feuer, allem Fragen seine Inständigkeit verleiht. Da denn nun gerade geschieht es, daß, je tiefer man schürft, je weiter hinab in die Unterwelt des Vergangenen man dringt und tastet, die Anfangsgründe des Menschlichen, seiner Geschichte, seiner Gesittung, sich als gänzlich unerlotbar erweisen und vor unserem Senkblei, zu welcher abenteuerlichen Zeitenlänge wir seine Schnur auch abspulen, immer wieder und weiter ins Bodenlose zurückweichen. Zutreffend aber heißt es hier »wieder und weiter«; denn mit unserer Forscherangelegentlichkeit treibt das Unerforschliche eine Art von foppendem Spiel: es bietet ihr Scheinhalte und Wegesziele, hinter denen, wenn sie erreicht sind, neue Vergangenheitsstrecken sich auftun, wie es dem Küstengänger ergeht, der des Wanderns kein Ende findet, weil hinter jeder lehmigen Dünenkulisse, die er erstrebte, neue Weiten zu neuen Vorgebirgen vorwärtslocken.


De voormalige villa van Thomas Mann in Pacific Palisades, Los Angeles, is sinds kort het Thomas-Mann-Haus en dient als cultuurcentrum

 

So gibt es Anfänge bedingter Art, welche den Ur-Beginn der besonderen Überlieferung einer bestimmten Gemeinschaft, Volkheit oder Glaubensfamilie praktisch-tatsächlich bilden, so daß die Erinnerung, wenn auch wohl belehrt darüber, daß die Brunnenteufe damit keineswegs ernstlich als ausgepeilt gelten kann, sich bei solchem Ur denn auch national beruhigen und zum persönlich-geschichtlichen Stillstande kommen mag.
Der junge Joseph zum Beispiel, Jaakobs Sohn und der lieblichen, zu früh gen Westen gegangenen Rahel, Joseph zu seiner Zeit, als Kurigalzu, der Kossäer, zu Babel saß, Herr der vier Gegenden, König von Schumir und Akkad, höchst wohltuend dem Herzen Bel-Marudugs, ein zugleich strenger und üppiger Gebieter, dessen Bartlöckchen so künstlich gereiht erschienen, daß sie einer Abteilung gut ausgerichteter Schildträger glichen; – zu Theben aber, in dem Unterlande, das Joseph »Mizraim« oder auch »Keme, das Schwarze«, zu nennen gewohnt war, seine Heiligkeit der gute Gott, genannt »Amun ist zufrieden« und dieses Namens der dritte, der Sonne leiblicher Sohn, zum geblendeten Entzücken der Staubgeborenen im Horizont seines Palastes strahlte; als Assur zunahm durch die Kraft seiner Götter und auf der großen Straße am Meere, von Gaza hinauf zu den Pässen des Zederngebirges, königliche Karawanen Höflichkeitskontributionen in Lapislazuli und gestempeltem Golde zwischen den Höfen des Landes der Ströme und dem Pharaos hin und her führten; als man in den Städten der Amoriter zu Beth-San, Ajalon, Ta’anek, Urusalim der Aschtarti diente, zu Sichem und Beth-Lahama das siebentägige Klagen um den Wahrhaften Sohn, den Zerrissenen, erscholl und zu Gebal, der Buchstadt, El angebetet ward, der keines Tempels und Kultus bedurfte:…“

 
Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Thomas en Katia Mann met hun kleinzonen Frido en Tonio bij de villa in Pacific Palisades

 

De Duitse dichter en schrijver en germanist Hans-Ulrich Treichel werd geboren op 12 augustus 1952 in Versmold. Zie ook alle tags voor Hans-Ulrich Treichel op dit blog.

Uit: Der Verlorene

„Mein Bruder hockte auf einer weißen Wolldecke und lachte in die Kamera. Das war während des Krieges, sagte die Mutter, im letzten Kriegsjahr, zuhaus. Zuhaus, das war der Osten, und der Bruder war im Osten geboren worden. Während die Mutter das Wort »Zuhaus« aussprach, begann sie zu weinen, so wie sie oft zu weinen begann, wenn vom Bruder die Rede war. Er hieß Arnold, ebenso wie der Vater. Arnold war ein fröhliches Kind, sagte die Mutter, während sie das Photo betrachtete. Dann sagte sie nichts mehr, und auch ich sagte nichts mehr und betrachtete Arnold, der auf einer weißen Wolldecke hockte und sich freute. Ich weiß nicht, worüber Arnold sich freute, schließlich war Krieg, außerdem befand er sich im Osten, und trotzdem freute er sich. Ich beneidete den Bruder um seine Freude, ich beneidete den Bruder um die weiße Wolldecke, und ich beneidete ihn auch um seinen Platz im Photoalbum. Arnold war ganz vorn im Photoalbum, noch vor den Hochzeitsbildern der Eltern und den Porträts der Großeltern, während ich weit hinten im Photoalbum war. Außerdem war Arnold auf einem ziemlich großen Photo abgebildet, während die Photos, auf denen ich abgebildet war, zumeist kleine, wenn nicht winzige Photos waren. Photos, die die Eltern mit einer sogenannten Box geschossen hatten, und diese Box konnte anscheinend nur kleine beziehungsweise winzige Photos machen. Die Photos, auf denen ich abgebildet war, mußte man schon sehr genau betrachten, um überhaupt irgend etwas erkennen zu können. Eines dieser winzigen Photos zeigte beispielsweise ein Wasserbecken mit mehreren Kindern, und eines dieser Kinder war ich. Allerdings war von mir nur der Kopf zu sehen, da ich, der ich damals noch nicht schwimmen konnte, im Wasser saß, das mir wiederum fast bis zum Kinn reichte. Außerdem war mein Kopf teilweise verdeckt von einem im Wasser und vor mir stehenden Kind, so daß das winzige Photo, auf dem ich abgebildet war, nur einen Teil meines Kopfes direkt über der Wasseroberfläche zeigte. Darüber hinaus lag auf dem sichtbaren Teil des Kopfes ein Schatten, der wahrscheinlich von dem vor mir stehenden Kind ausging, so daß von mir in Wahrheit nur das rechte Auge zu sehen war. Während mein Bruder Arnold schon zu Säuglingszeiten nicht nur wie ein glücklicher, sondern auch wie ein bedeutender Mensch aussah, war ich auf den meisten Photos meiner Kindheit zumeist nur teilweise und manchmal auch so gut wie überhaupt nicht zu sehen. So gut wie überhaupt nicht zu sehen war ich beispielsweise auf einem Photo, das anläßlich meiner Taufe aufgenommen worden war. Die Mutter hielt ein weißes Kissen auf dem Arm, über dem eine wiederum weiße Decke lag. Unter dieser Decke befand ich mich, was man daran erkennen konnte, daß die Decke sich am unteren Ende des Kissens verschoben hatte und die Spitze eines Säuglingsfußes darunter hervorschaute.“


Hans-Ulrich Treichel (Versmold, 12 augustus 1952)

 

De Italiaanse schrijver, satiricus en journalist Stefano Benni werd geboren op 12 augustus 1947 in Bologna. Zie ook alle tags voor Stefano Benni op dit blog.

Uit:Terra! (Vertaald door Pieke Biermann)

“In der Nacht zum 30. August 2039 wurden die Vereinigten Staaten von einer außergewöhnlichen Hitzewelle überrollt. In New York stieg das Thermometer auf 42 Grad Celsius; gegen Mitternacht brachten die Duschen nur noch das heulende Elend hervor, und die Wasserrohre taten krächzend kund, daß das Wasser bis morgen früh um acht abgestellt bleiben würde. Die Hälfte der Bevölkerung verstopfte, auf der Suche nach dem nächsten Weg ans Meer, die Straßen. Der Coca-Cola-Konzern verkaufte allein in jener Nacht 40 Millionen Liter seines Getränks; dieses gezuckerte Schwarzmeer hätte für die gesamte US-Flotte gereicht. Eiswürfel waren kostbarer als Diamanten, und es geht die Sage, daß so manche Familie ihren Swimmingpool leersoff.
Im Herzen der kalifornischen Wüste, in einem Zementbunker mit dem Codenamen Hölltel, wo sich die geheime Operationszentrale des Pentagon befand, wachten zwei Techniker sowie General Kingwen, der Vertrauensmann des Präsidenten, an der Schalttafel mit den Knöpfen für den weltweiten Atomschlag. Exakt 20 Minuten nach Mitternacht fiel die Klimaanlage des Bunkers aus: Irgend etwas hatte die Außenleitungen verstopft. Eine Stunde später hingen die gut 100 Mann der Festungsbesatzung ziemlich in den Seilen, die Hemden klebten ihnen am Rücken, Bierdosenverschlüsse knallten wie Böllerschüsse aus einem Bombenteppich.
Um 1.30 Uhr beschloß General Kingwen, die gepanzerten äußeren Fenster öffnen zu lassen, damit ein bißchen frische Luft hereinkam. Das Licht des Wüstenmondes fiel auf die weißen Bunkerwände und betrachtete sein eigenes elektronisches Bild, das von den Monitoren der Raketenabwehr zurückgeworfen wurde.
Um 2.02 Uhr war alles normal. General Kingwen ging, nachdem er sich einen Cuba libre genehmigt und mit seinen Soldaten die Ergebnisse der Fußball-Sommerliga durchgehechelt hatte, ins Bett. Die Wüste lag in absolutem Schweigen, sogar die Koyoten schienen auf ihre allabendliche Serenade verzichten zu wollen.
Um 3.10 Uhr hörte der für die Geheimknöpfe zuständige Techniker ein schwaches Geräusch durch das Fenster über seinem Kopf. Er alarmierte augenblicklich eine Wache, die Außenscheinwerfer wurden angeschaltet: niemand zu sehen.“


Stefano Benni (Bologna,12 augustus 1947)

 

De Nederlandse schrijver Marcellus Emants werd op 12 augustus 1848 in Voorburg geboren. Zie ook alle tags voor Marcellus Emants op dit blog.

Uit: Een dag van ijdelheid

“Zo lang heeft hij voor het ontbijt nog nooit doorgestudeerd, dacht Mina Koever, terwijl zij de laatste hand legde aan het vlechten van Jetjes blonde haren, en de uiteinden der tressen met een rood strikje omwond.
Ook Jetje had al tweemaal gevraagd, of pa vanmorgen niet met piano-spelen ophield.
‘Zeker studeert hij een stuk voor de aanstaande uitvoering van de kwartet-vereniging; maar haast je nu wat, kind; ’t is al zo laat.’
Aan dergelijke vermaningen gewoon beijverde Jetje zich in ’t minst niet om haar moeders wens te vervullen. Mina zelf bergde zo snel mogelijk de kammen en de haarborstels weg, wierp Hendriks gedragen manchetten in de vuil-goed-mand, en maakte zijn benen knopen in een schoon paar vast. Al opredderend, wat er nog op het zeildoek van de tafel was blijven liggen, vroeg zij zich enigszins angstig af, of juffrouw Kraijenhof de les van half negen had verschikt. Was dit niet het geval, dan viel er niet meer aan te twijfelen, dat Hendrik zijn tijd aan de piano vergat. Het was al kwart over acht; binnen het kwartier kon hij onmogelijk het andere einde van de stad bereiken.
‘Pa speelt heel mooi, niet waar, moes? Anna van Klaveren zegt, dat haar oom pa de knapste van alle muziekmeesters uit de stad vindt.’
Mina’s bruine kijkers glansden van voldoening.
‘Anna’s oom heeft gelijk, kind. Pa speelt prachtig; maar haast je toch, dan kunnen wij ten minste naar beneden gaan. Kijk nu eens aan: je jurk is weer helemaal scheef toegehaakt! Hoe kan je zo lomp wezen?’
Tranen blonken in Jetjes ogen en terwijl moes de jurk weer loshaakte, begon zij te snikken.
‘Nu, nu; wees maar stil. Als je huilt, kunnen wij immers geen van beiden horen, hoe mooi pa speelt.’
Deze laatste aanmaning was niet alleen een middel om Jetje tot bedaren te brengen. Mina had inderdaad haar man nog nooit zo wegslepend horen spelen als juist deze morgen, en zij kon niet nalaten aan de heerlijke akkoorden, die uit de beneden-voorkamer het ganse huisje doorgalmden, haar volle aandacht te wijden. Onder de invloed van Koevers muziek, haakte zij zelf Jetjes jurk voor de tweede maal scheef toe, en hoorde zij ’t niet eens, dat het kind ongeduldig uitriep:
‘U doet het net zo slecht als ik.’


Marcellus Emants (12 augustus 1848 – 14 oktober 1923)
Cover

 

De Japanse dichter, romancier en essayist Naoki Higashida werd geboren op 12 augustus 1992 in Kimitsu. Zie ook alle tags voor Naoki Higashida op dit blog.

Uit:Fall Down 7 Times Get Up 8

“If I couldn’t communicate via my alphabet grid, my questions would go unanswered and I’d be sad to my core about how little I understood. As it is, I was able to consult my mother about how she identified the rain by the sound alone. She told me: “Well, because that sound’s the sound of rain and when it starts raining, we bring in the washing. The weather forecast was saying it might rain today, remember?” I did recall the weather forecast, although to have done so of my own volition would have been impossible. As I remembered the relevant section of the report, the forecaster’s words returned and I understood a little more clearly why the rain appeared from nowhere, which eased my confusion and frustration.
What remains a mystery is how to infer that it’s raining purely from the noise. To me, the sound of rain is an abstract. Identifying the voices of my family or the trill of a phone, the barking of dogs or meowing of cats, these are relatively easy. Some sounds, however, take me forever to figure out, like the chirruping of cicadas at the start of summer.
I sense that I’ve heard these sounds before but without further clues their origins remain obscure. Even if I could identify the source of rain-noise, making the jump from the thought It’s raining! to bringing in the laundry would be virtually out of the question. I’d be too occupied just sitting there, entranced.
Rain is a special case. I have certain memories within which rain has left a lasting impression. When I see rain, bitter incidents I have come to associate with it come back to haunt me. Fun things must have happened on rainy days as well, yet somehow it’s only the sad scenes which summon themselves up. I have to put a lot of effort into distinguishing “memory rain” from real rain if I want to avoid triggering bad flashbacks. To do so, my mind tends to give first priority to organizing my memories ahead of thinking about what actions I need to take right at this moment. All these transactions are a part of what I need to factor in as I work toward behaving like a neurotypical person.


Naoki Higashida (Kimitsu, 12 augustus 1992)

 

De Amerikaanse schrijver Anthony Swofford werd geboren op 12 augustus 1970 in Fairfield, California. Zie ook alle tags voor Anthony Swofford op dit blog.

Uit: Exit A

“This boy is an American, born on the third of July, 1972. While his mother spat and screamed through the life-endangering birth, his father and the orderlies and janitors lit illegal fireworks in the hospital parking lot. The men drank from bottles of bourbon and beer while leaning down to light Bottle Rockets and Flaming Marys and Wailing Jennys. His father supplied the armament and the devil’s milk, and the matches, and most of the boisterous ranting and raving about God and Country and the Founding Fathers and the Mayflower and Plymouth Rock and the Salem witch trials and the Red Threat, that ungainly, bloody bear from the East.
The doctor held the boy upside down, and the safety of the womb became history. The room above the mother spun one hundred times, and she went under.
No one found the father, not even the orderly sent to look. So they slapped the boy’s bottom and placed him in a crib, where he waited for someone with his same blood to come to consciousness. His aunt Mirtha was the first to appear at the hospital, and after cursing the father’s name, she picked up the boy and performed an auntly show for him, baby talk and ego stroking and burp and bowel sounds. Because his aunt was present and cogent, and the nurses wanted to get down to the parade grounds for the base general’s midnight fireworks display, they asked her to name the boy, and she did. This boy’s name is SeverinBoxx.
This girl’s name is Virginia Sachiko Kindwall. She is the daughter of General Oliver Kindwall and Mrs. Oliver Kindwall, once known as Olive, though that was not her given name but simply a shortening of her husband’s. Her given name was Nakashima Sachiko. Olive died on the birthing table at Travis Air Force Base in California, in July 1972. While she died giving birth to Virginia Sachiko, her husband, a major at the time, paced the base morgue while overseeing the identification and shipment home of the newest dead boys from Vietnam, some of the last. Later, Kindwall would tell his daughter that on the day of her mother’s death and her own birth, the dead boys from Vietnam seemed much more dead than usual. He spent that night wide awake with his back ramrod straight, flat against the gray concrete floor of the hospital morgue, while his daughter, a few buildings away, slept with other military babies, some born to mothers whose husbands had died in Vietnam.”

 
Anthony Swofford (Fairfield, 12 augustus 1970)

 

Zie voor de schrijvers van de 12e augustus ook mijn blog van 12 augustus 2015 en ook mijn blog van 12 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Dolce far niente, Justus van Maurik, Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Stefano Benni, Marcellus Emants, Naoki Higashida

Dolce far niente

 


Amsterdam, Gemeentearchief vanaf de Weesperzijde

 

Uit: Amsterdam bij dag en nacht

“Evenals ’t licht zich ’t allereerst aan den uitersten rand van den gezichteinder vertoont, zóó ontwaakt ook ‘het leven’, de bedrijvigheid het eerst aan den zoom der stad.’t Is nog donker op den Sloter- en Amstelveenschen weg en de Weesper- en Utrechtsche zijden dommelen in grauw en nevelig duister. Op Y en Amstel glinstert ’t maanlicht nog over ’t ijs of spiegelt in de wakken, maar van alle kanten komen reeds ‘de boeren’ naar Amsterdam; zij brengen voedsel naar de slapende stad; voor hen is ’t reeds dag en werktijd.
Ziet! daar naderen ze van Sloten, uit de polders, van Ouwerkerk en van Amstelveen. Met wagens en karren komen ze aangereden, – de groenteboeren het eerst; zij brengen kool, wortelen, rapen en meer andere wintergroenten voor de groenmarkt en lokken de negotianten uit het warme bed, naar de Prinsengracht. Dáár komen de kinderen Israëls hun te gemoet; zij hebben den naam van ‘vroeg op te staan’ – maar ze doen ’t ook in werkelijkheid. Als er wat te verdienen is zijn zij, met loffelijken ijver, bij de hand, vóór anderen; zij duwen hun handkar voort en – moeder de vrouw zit er in! Waarom zou ze niet rijden? ’t Kost niets meer en straks zal ze nog genoeg moeten loopen, als ze haar groenten gaat uitventen, want ‘moeder’ loopt even hard met de savooie kool of rapen, als ‘vader’ met Hoornsche wortelen en uien.
Na de groenten, de melk.
De melkboeren komen iets later naar stad, maar toch zijn ze van vijf uur af al op weg, omdat tusschen vijf en zes uur de ‘tollen’ open zijn. Achter en naast elkander rijden ze voort tot aan het ‘Stuivertje,’ op den hoek van de Vondel- en Stadhouderskade; dáár wordt ’s morgens vroeg en ook tegen den avond, de melkmarkt gehouden. Alles en iedereen is daar druk in de weer; vóór de klok zes uur heeft geslagen wordt in ‘het Stuivertje’ reeds geloofd en geboden, gebitterd en gegeten, gekibbeld en weer vrede gemaakt.
De opkoopers wachten in die herberg de boeren af en voorzien zich van de noodige hoeveelheid melk die zij, op hunne beurt weer, aan de ‘slijters’ over doen. Veel buiten-boeren gaan zelf met hun wagens de stad in en enkelen onder hen bedienen zelfs particulieren, die liever niet van de Amsterdamsche melk-inrichtingen koopen, omdat ‘hun boer’ geen duinwater in zijn melk doet. – Gelukkig dat de kikkersloten niet klappen!”


Justus van Maurik (16 augustus 1846 – 18 november 1904)
Amsterdam, Overtoom. Vanaf de Stadhouderskade tot ongeveer bij de Anna Vondelstraat werd de Overtoom tot oktober 1901 de Vondelkade genoemd. Justus van Maurik werd geboren in Amsterdam.

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Dolce far niente, Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Stefano Benni, Marcellus Emants, Naoki Higashida

 

Dolce far niente

 

 
Uitgeest

 

 

Uitgeester volkslied

Dorpstrouw
(Melodie: ‘Aan het Noordzeestrand’, Will Tura)

Waar de golfjes kabbelen langs het Buitenmeer,
zet de binnenvisser ’s avonds fuiken neer,
Waar de witte zeilen over het water gaan,
en het riet blijft groeien, eeuwig af en aan,
Daar in ’t groen verscholen, ligt mijn mooi Uitgeest,
stipje op de landkaart, telt voor mij het meest.

Waar de gele treinen rijden af en aan.
vol met mensen die naar huis of werk toe gaan,
Waar men al 100 jaren melksuiker maakt,
en iedereen in juli, naar de kermis raakt,
Tussen boterbloemen traag het melkvee graast,
daar ligt mijn Uitgeest, dorpje zonder haast.

Waar de hopen staan van geurig goudgeel hooi,
en de tuintjes pronken met hun bloementooi,
Waar de twee spitse torens naar de hemel gaan,
en vijf watermolens in de polder staan,
Waar ’t Oude Regthuis staat op het dorpsplein,
daar ligt mijn Uitgeest, daar leef ik pas fijn.

Waar in koude winters ligt een sprei van sneeuw,
op zijn wijde wieken drijft de zilvermeeuw,
Waar op gladde ijzers heel de dorpsjeugd zwiert,
over ’t Binnenmeertje, dat de polder siert,
Heerlijk daar te wonen, dorp waar ik van hou,
jou, mijn mooi Uitgeest, blijf ik altijd trouw.

 

 
Poldermolen, Uitgeest

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Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Anthony Swofford, Stefano Benni, Marcellus Emants

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Dat is vandaag precies 60 jaar geleden. Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Tagebücher

„Geburtstag am D-Day
06.06.1944
Pacif. Palis., Dienstag den 6. Juni 1944. Invasion Frankreichs
Mein 69. Geburtstag. Stand ½ 9 auf. Es war neblig-aufklärend. Wurde von K. und der Schwarzen, die sang, empfangen. Während K. mir ihre Geschenke zeigte (Armstuhl fürs Schlafzimmer, Schlafrock, Platten, Ledernützlichkeiten, Seife, Süßigkeiten) rief Mrs. Meyer aus Washington an, von der ich, bevor ich die Zeitungen gesehen, erfuhr, dass die Invasion Frankreichs bei Caen, Calais, Le Havre begonnen hat. Eigentümliches Zusammentreffen. Beim Frühstück die Zeitungsnachrichten. Die Meyer erklärte, befriedigende direkte Nachrichten aus dem Kriegsministerium zu haben. Spannung auf coordinierte Aktionen der Russen. Telephon mit Franks. Man erwartet eine weitere Ansprache des Präsidenten. – Schrieb am Schluss des XVII. Kapitels. Besuch von Revy mit altem Goethe-Bändchen. Mittags auf der Promenade. Viel Post, Briefe von Kahler, Auerheimer. Nach Tische Gottlieb und Guggenheim mit Cigarren.

 

 
De villa die Thomas Mann liet bouwen in Pacific Palisades

 

Zum Thee Neumanns, ebenfalls mit Blumen und den rar gewordenen Cigarren. Telephon mit Heinrich. Blumen-Arrangements von der Meyer. 7 Uhr Werfels und Franks mit französ. Champagner, großer Ascheschale, Abendessen zu sechsen mit Champagner. Nach dem Kaffee auf Werfels Wunsch Vorlesung aus dem Roman: da Schleppfuß fehlte, das Kapitel mit Adrians Brief. Gespräch über die Welt des Buches. Nach Wefels Weggang liest Frank die für mich geschriebene Kino-Novelle. Gut gemacht. – Hörten 11 Uhr ausführliche Invasionsnachrichten aus Hollywood und London. – Blumentelegramme von Oprechts-Giese, Bermanns.“

 

 
Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

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Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Anthony Swofford, Stefano Benni, Marcellus Emants

 

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Der kleine Herr Friedemann

„Die Amme hatte die Schuld. – Was half es, dass, als der erste Verdacht entstand, Frau Konsul Friedemann ihr ernstlich zuredete, solches Laster zu unterdrücken? Was half es, dass sie ihr ausser dem nahrhaften Bier ein Glas Rotwein täglich verabreichte? Es stellte sich plötzlich heraus, dass dieses Mädchen sich herbeiließ, auch noch den Spiritus zu trinken, der für den Kochapparat verwendet werden sollte, und ehe Ersatz für sie eingetroffen war, ehe man sie hatte fortschicken können, war das Unglück geschehen. Als die Mutter und ihre drei halbwüchsigen Töchter eines Tages von einem Ausgange zurückkehrten, lag der kleine, etwa einen Monat alte Johannes, vom Wickeltische gestürzt, mit einem entsetzlich leisen Wimmern am Boden, während die Amme stumpfsinnig daneben stand.
Der Arzt, der mit einer behutsamen Festigkeit die Glieder des gekrümmten und zuckenden kleinen Wesens prüfte, machte ein sehr, sehr ernstes Gesicht, die drei Töchter standen schluchzend in einem Winkel, und Frau Friedemann in ihrer Herzensangst betete laut.

 

 
Kamer in het Buddenbrookhaus in Lübeck

 

Die arme Frau hatte es noch vor der Geburt des Kindes erleben müssen, dass ihr Gatte, der niederländische Konsul, von einer ebenso plötzlichen wie heftigen Krankheit dahingerafft wurde, und sie war noch zu gebrochen, um überhaupt der Hoffnung fähig zu sein, der kleine Johannes möchte ihr erhalten bleiben. Allein nach zwei Tagen erklärte ihr der Arzt mit einem ermutigenden Händedruck, eine unmittelbare Gefahr sei schlechterdings nicht mehr vorhanden, die leichte Gehirnaffektion, vor allem, sei gänzlich gehoben, was man schon an dem Blicke sehen könne, der durchaus nicht mehr den stieren Ausdruck zeige wie anfangs … Freilich müsse man abwarten, wie im übrigen sich die Sache entwickeln werde – und das Beste hoffen, wie gesagt, das Beste hoffen …“
Das graue Giebelhaus, in dem Johannes Friedemann aufwuchs, lag am nördlichen Thore der alten, kaum mittelgrossen Handelsstadt. Durch die Hausthür betrat man eine geräumige, mit Steinfliesen versehene Diele, von der eine Treppe mit weissgemaltem Holzgeländer in die Etagen hinaufführte. Die Tapeten des Wohnzimmers im ersten Stock zeigten verblichene Landschaften, und um den schweren Mahagoni-Tisch mit der dunkelroten Plüschdecke standen steiflehnige Möbel.

 

 
Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

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Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Marguerite Radclyffe Hall, Marcellus Emants

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

 

Uit: Buddenbrooks

 

Die allgemeine Munterkeit hatte nun ihren Gipfel erreicht, und Herr Köppen verspürte das deutliche Bedürfnis, ein paar Knöpfe seiner Weste zu öffnen; aber das ging wohl leider nicht an, denn nicht einmal die alten Herren erlaubten sich dergleichen. Lebrecht Kröger saß noch genau so aufrecht an seinem Platze wie zu Beginn der Mahlzeit, Pastor Wunderlich blieb weiß und formgewandt, der alte Buddenbrook hatte sich zwar ein bißchen zurückgelegt, wahrte aber den feinsten Anstand, und nur Justus Kröger war ersichtlich ein wenig betrunken.
Wo war Doktor Grabow? Die Konsulin erhob sich ganz unauffällig und ging davon, denn dort unten waren die Plätze von Mamsell Jungmann, Doktor Grabow und Christian frei geworden, und aus der Säulenhalle klang es beinahe wie unterdrücktes Jammern. Sie verließ schnell hinter dem Folgmädchen, das Butter, Käse und Früchte serviert hatte, den Saal – und wahrhaftig, dort im Halbdunkel, auf der runden Polsterbank, die sich um die mittlere Säule zog, saß, lag oder kauerte der kleine Christian und ächzte leise und herzbrechend.
“Ach Gott, Madamchen!” sagte Ida, die mit dein Doktor bei ihm stand, “Christian, dem Jungchen, ist gar so schlecht… “

 

 

 

Het graf van Thomas Mann in Kilchberg bij Zürich

 


“Mir ist übel, Mama, mir ist verdammt übel!” wimmerte Christian, während seine runden, tiefliegenden Augen über der allzu großen Nase unruhig hin und her gingen.
Er hatte das “verdammt” nur aus übergroßer Verzweiflung hervorgestoßen, die Konsulin aber sagte:
“Wenn wir solche Worte gebrauchen, straft uns der liebe Gott mit noch größerer Übelkeit! ”
Doktor Grabow fühlte den Puls; sein gutes Gesicht schien noch länger und milder geworden zu sein.
“Eine kleine Indigestion… nichts von Bedeutung, – Frau Konsulin!” tröstete er. Und dann fuhr er in seinem langsamen, pedantischen Amtstone fort: “Es dürfte das beste sein, ihn zu Bette zu bringen… ein bißchen Kinderpulver, vielleicht ein Täßchen Kamillentee zum Transpirieren … Und strenge Diät, – Frau Konsulin? Wie gesagt, strenge Diät. Ein wenig Taube, – ein wenig Franzbrot…”

 

 

 

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

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