Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Sandro Penna, Johanna Spyri, H. C. Artmann, Günter Nehm

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

Uit: Kein Anfang und kein Ende

Ich war der Blindenführer des Unbekannten,
LEITBURSCH! riefen die Kinder im Hinterland.
Herkunft und Namen des Alten weiß ich nicht.
Wenn er laut redete, als ob er allein war
kamen für meine Ohren fremde Wörter,
mit denen ich nicht lebte, und kein andrer.
Ich füllte den Wassersack, und wenn er scheißte,
hielt ich ihm Gras, paar Stücke Papier hin.

Auf die Arbeit konnte ich nicht stolz sein,
aber die Sorge für ihn war gute Arbeit,
immer dieselbe. Leer waren die Augen nicht immer.
Schwarz war das linke, das andre weiß,
er hat gesehn, bevor er unsehend wurde.
Was er gesehn hat, weiß ich nicht.
Davon, wie von allem, hat er kein Wort gesagt.

Ich frage ihn hundertmal: Was hast du gesehn,
bevor du fürs Leben nichts mehr siehst.
Was ich gesehn hab, sagt er, ist vor mir gestorben,
Ich hab es gesehn, jetzt hat es ein Grab, das lebt
und läuft herum, blind, ohne Tod und Friedhof.
Gesehn hab ich auch, was noch lebt, wenn ich tot bin.
Wo das Eine bleibt, das Andre,
das Halbe hinkommt, das Ganze.
Du sollst nicht fragen, damit ich dir was erzähle,
und für deine Ohren erfinde, was falsch ist.

Er hält das Gesicht in die Luft, als wenn von oben
Vogel im Schwarm auf seine Augen stürzt.
Tickelt er mit der Stockspitze auf die Steine,
und was tief unten vor ihm auf der Piste herumliegt,
tot, halbtot, lebendig, geprügelter Hund,
Reste von Rädern und Krügen, zertrampelte Kröte,
Abfall der Bordelle, verpisste Knochen,
damit der Alte drüberrutscht und hinschlägt.

Seine Wut ist Gemurmel der brüchigen Stimme.
Zeichen geben, verflucht! Er tickelt, tackelt
mit der Stockspitze durch die Luft nach mir,
Kopf oder Bauch egal, wo der Stecken reinhaut und steckt
wie der Nagel in der Wand, der Dorn im Finger.
Ich zieh ihn am Arm aus der Pfütze, in der er
dreckig, bewusstlos, kalt, sekundenlang umkam,
der Kniende trieft, der Stehende schlackert
Schlamm und Wasser von sich, frierender Hund,
und bellt nicht.
Oft allein, ohne Zeugen, aus dem Dreckloch gekrochen.

Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)


De Duitse schrijver, schilder en illustrator Wolfgang Herrndorf werd geboren op 12 juni 1965 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Wolfgang Herrndorf op dit blog.

Uit: Bilder deiner großen Liebe

“Verrückt sein heißt ja auch nur, dass man verrückt ist, und nicht bescheuert. Weil das viele Leute denken, dass die superkomplett be-scheuert sind, die Verrückten, nur weil sie komisch rum-laufen und schreien und auf den Gehweg kacken und was nicht alles. Und das ist ja auch so. Aber so fühlt es sich nicht an, jedenfalls nicht von innen, jedenfalls nicht immer. Es macht einem nur wahnsinnig Angst, wenn man merkt, dass man gerade auf den Gehweg kackt und weiß, dass das nicht üblich ist und dass so was nur Leute ma-chen, die verrückt sind, und diese Angst macht, dass es einem auch wieder ganz gleichgültig ist, was die anderen denken, ob die jetzt gucken oder nicht, weil man in dem Moment wirklich andere Probleme hat. Und mein Problem war eben, dass ich langsam wieder verrückt wurde. Es war nicht das erste Mal, deshalb wusste ich schon, wie das läuft und dass das in Schüben kommt. Für wer sich das nicht vorstellen kann: wie Hunger oder Durst, oder wenn man ficken will. Das kommt ja auch in Schüben. Und nicht immer, wenn’s einem passt. Und da stehe ich jetzt im Garten, vier hohe ziegelsteinmauem um mich rum. Eltern sind weg, Ärzte und Pfleger auch gerade weg, und vor mir ein riesiges Tor aus riesigem Eisen. Die Blumen blühen. Die Blumen, die der Depri mir ge-zeigt hat mit seiner Depribegeisterung, was schlimm ist. Alle Depris versuchen immer sofort, dich in ihre Depri-scheiße reinzuziehen. Aber die Blumen sind okay und können nichts dafür, wer sie gut findet. Sie haben sich das nicht ausgesucht- Wenn sie es sich aussuchen könnten, würden sie vielleicht mich aussuchen. Und darüber denke ich seit zwei Stunden nach. Und am Himmel die Sonne, mein schöner Freund. Ich hebe also den Arm und zeige mit der Hand nach oben, sodass mein rechter Daumennagel genau den Rand der Sonne berührt, damit sie nicht mehr weiterwandert. Und da wandert die Sonne nicht mehr weiter, und die zeit steht still. Das ist leicht. Und auch das ist leicht: Mit sanf-tem Druck des Fingernagels schiebe ich die Sonne Millime-ter für Millimeter zurück, und da weiß ich: Am Anfang war die Kraft. Isabel, Herrscherin über das Universum, die Pla-neten und alles. Wenn ich will, dass die Sonne steht, steht die Sonne. Wenn ich will, dass das Eisentor aufgeht, dann geht das Eisentor auf. Und im selben Moment geht es auf Ein Lkw fährt durch, und ich hinter dem Lkw vorbeige-huscht und raus. So schnell kann keiner gucken. Aber es guckt eh keiner. Draußen ist dann auch alles gleich viel besser. Es ist nicht finster, sondern alles wieimmer. Und wie ich das sehe, dass alles wie immer ist, bin ich selbst gleich wieder wie immer.“

Wolfgang Herrndorf (12 juni 1965 – 26 augustus 2013)
Cover

 

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook alle tags voor Anne Frank op dit blog.

Uit: The Diary of a Young Girl (Vertaald door B. M. Mooyart-Doubleday)

“FRIDAY, 14 AUGUST 1942
Dear Kitty, I’ve deserted you for an entire month, but so little has happened that I can’t find a newsworthy item to relate every single day. The van Daans arrived on 13 July. We thought they were coming on the fourteenth, but from the thirteenth to six-teenth the Germans were sending out call-up notices right and left and causing a lot of unrest, so they decided it would be safer to leave a day too early than a day too late. Peter van Daan arrived at nine-thirty in the morning (while we were still at breakfast). Peter’s going on sixteen, a shy, awkward boy whose company won’t amount to much. Mr and Mrs van Daan came half an hour later. Much to our amusement, Mrs van Daan was carrying a hatbox with a large chamber pot inside. ‘I just don’t feel at home without my chamber pot,’ she exclaimed, and it was the first item to find a permanent place under the divan. Instead of a chamber pot, Mr van D. was lugging a collapsible tea table under his arm. From the first, we ate our meals together, and after three days it felt as if the seven of us had become one big family. Naturally, the van Daans had much to tell about the week we’d been away from civilization. We were especially interested in what had happened to our flat and to Mr Goldschmidt. Mr van Daan filled us in: ‘Monday morning at nine, Mr Goldschmidt phoned and asked if I could come over. I went straight away and found a very distraught Mr Goldschmidt. He showed me a note that the Frank family had left behind. As instructed, he was planning to take the cat to the neighbours, which I agreed was a good idea. He was afraid the house was going to be searched, so we went through all the rooms, tidying up here and there and clearing the breakfast things off the table. Suddenly I saw a notepad on Mrs Frank’s desk, with an address in Maastricht written on it.”

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)
Cover


De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Zie ook alle tags voor Renan Demirkan op dit blog

Uit: Septembertee

“Es war mir immer unverständlich, wie sich Menschen festlegen können. Festlegen auf einen Beruf zum Beispiel, oder auf einen Mann fürs Leben oder aber auch auf eine »Leitkultur« für alle. Wie soll das denn gehen?, frage ich. Kein Mensch besteht aus nur einer Erfahrung. Oder aus nur einer Begegnung. Keine Kultur aus nur einer Geschichte. Das Leben ist weder monothematisch noch monokausal.
Ich selbst kann mich an keinen Tag erinnern, an dem ich von morgens bis abends immer derselbe Mensch gewesen wäre: Ich war abwechselnd und zuweilen auch gleichzeitig Tochter und Schülerin, Schwester und Freundin, Geliebte und Mutter, Türkin und Deutsche, Nachbarin, Angestellte und Kollegin. Dabei ist keines dieser Ichs eine Solistin, denn jede Erfahrung mit einem neuen Gegenüber geht »nahtlos und ohne unausgefüllte Zwischenräume« in die Erfahrung mit dem Nächsten über und »bewahrt gleichzeitig ihre Identität«, wie der Philosoph John Dewey in »Kunst als Erfahrung« schreibt.
Das heißt, man hat nie nur ein Leben, sondern besteht aus verschiedenen Paralleluniversen. Wir sind gemacht aus dem Genpool unserer Ahnen und unseren eigenen Erfahrungen. Deshalb, so Dewey, »existiert kein Mensch ausschließlich innerhalb des Bereichs seiner eigenen Haut«. Wir sind vielmehr ein Echo all der Leben, die uns abverlangt werden, und versuchen im täglichen Dazwischen mühsam, ein selbstbestimmtes und einmaliges Ich zu kreieren. Und werden dabei nur zu einem neuen Echo, nämlich dem unserer eigenen Wunschvorstellungen.
Je mehr ich versuchte, irgendeine Art kontinuierliche Identität in mir zu finden, je öfter ich fragte: Wer bin ich mit welchem Gegenüber? Und wie verhalte ich mich in dem jeweiligen Kontext?, desto mehr Erfahrungswelten fächerten sich in mir auf. Und ich sah, dass ich als Tochter meiner Mutter eine andere Tochter war als die Tochter meines Vaters. Ich war als Vertraute meiner Schwester eine andere als die Vertraute meiner Freundin Evelyn. Ich war bei meiner Klassenlehrerin eine andere Schülerin als bei der Mathelehrerin, bei meiner Sprechtechnikdozentin wurde ich automatisch eine andere Studentin als bei dem szenischen Lehrer.
Jede dieser Veränderungen geschah ohne Druck oder Verstellung, denn jedes neue Gegenüber forderte mir ein anderes Verhalten und Denken ab. Ich merkte nur erst viel später, dass ich oft überfordert war und es nach wie vor immer wieder bin, wenn ich etwas völlig Neuem begegne. Aber ich möchte keine dieser Erfahrungen missen, denn ich habe nur dazugelernt.“

Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)
Cover


De Amerikaanse dichteres en schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Zie ook alle tags voor Djuna Barnes op dit blog.

In General

What altar cloth, what rag of worth
Unpriced?
What turn of card, what trick of game
Undiced?
And you we valued still a little
More than Christ.

 

Seen From The ‘L’

So she stands—nude—stretching dully
Two amber combs loll through her hair
A vague molested carpet pitches
Down the dusty length of stair.
She does not see, she does not care
It’s always there.

The frail mosaic on her window
Facing starkly toward the street
Is scribbled there by tipsy sparrows—
Etched there with their rocking feet.
Is fashioned too, by every beat
Of shirt and sheet.

Sill her clothing is less risky
Than her body in its prime,
They are chain-stitched and so is she
Chain-stitched to her soul for time.
Ravelling grandly into vice
Dropping crooked into rhyme.
Slipping through the stitch of virtue,
Into crime.

Though her lips are vague as fancy
In her youth—
They bloom vivid and repulsive
As the truth.
Even vases in the making
Are uncouth.

Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)
Cover biografie


De Italiaanse dichter en schrijver Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia. Zie ook alle tags voor Sandro Penna op dit blog.

Drowsy Autumn Arrives

Drowsy autumn arrives. Sparkling
Behind shining glass two
Shining eyes

 

Vertaald door Alexander Booth      

 

Lady on a Streetcar
You’d like to kiss your boy who doesn’t want to:
He’d like instead to look at life outside.
You’re disappointed then, but still you smile:
At least it doesn’t ache like jealousy,
Even though he already looks just like
The other who “to look at life outside”
Left you like this.

 

Vertaald door A.Z. Foreman

 

I have come down from the burning hill

I have come down from the burning hill
to stand by the station’s fresh urinal.
The dust and sweat that coat my skin
intoxicate me. In my eyes the sun
still sings. Body and soul I now abandon
to the lucid whiteness of the porcelain.

 

Vertaald door Jamie McKendrick.

Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)
In de jaren 1940 in Rome


De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827. Zie ook alle tags voor Johanna Spyri op dit blog.

Uit: Heidi kann brauchen, was es gelernt hat

„Als der Sebastian unten mit gewohnter Höflichkeit die Türe aufgemacht hatte, sagte er mit einem Bückling:
»Wenn der Herr Doktor wollten so freundlich sein und dem Mamsellchen auch einen Gruß vom Sebastian bestellen.«
»Ah, sieh da, Sebastian«, sagte der Herr Doktor freundlich; »so wissen Sie denn auch schon, daß ich reise?«
Sebastian mußte ein wenig husten.
»Ich bin… ich habe… ich weiß selbst nicht mehr recht… ach ja, jetzt erinnere ich mich: Ich bin eben zufällig durch das Eßzimmer gegangen, da habe ich den Namen des Mamsellchens aussprechen gehört, und wie es so geht, man hängt dann so einen Gedanken an den anderen an und so… und in der Weise…«
»Jawohl, jawohl«, lächelte der Herr Doktor, »und je mehr Gedanken einer hat, je mehr wird er inne. Auf Wiedersehen, Sebastian, der Gruß wird bestellt.«
Jetzt wollte der Herr Doktor gerade durch die offene Haustür enteilen, aber er traf auf ein Hindernis: Der starke Wind hatte Fräulein Rottenmeier verhindert, ihre Wanderung weiter fortzusetzen; eben war sie zurückgekehrt und wollte ihrerseits durch die offene Tür eintreten. Der Wind hatte ihr weites Tuch, in das sie sich gehüllt hatte, aber dergestalt aufgebläht, daß es gerade so anzusehen war, als habe sie die Segel aufgespannt. Der Herr Doktor wich augenblicklich zurück. Aber gegen diesen Mann hatte Fräulein Rottenmeier von jeher eine besondere Anerkennung und Zuvorkommenheit an den Tag gelegt. Auch sie wich mit ausgesuchter Höflichkeit zurück, und eine Weile standen die beiden mit rücksichtsvoller Gebärde da und machten einander gegenseitig Platz. Jetzt aber kam ein so starker Windstoß, daß Fräulein Rottenmeier auf einmal mit vollen Segeln gegen den Doktor heranflog. Er konnte eben noch ausweichen; die Dame aber wurde noch ein gutes Stück über ihn hinausgetrieben, so daß sie wieder zurückkehren mußte, um nun den Freund des Hauses mit Anstand zu begrüßen. Der gewalttätige Vorgang hatte sie ein wenig verstimmt, aber der Herr Doktor hatte eine Art und Weise, die ihr gekräuseltes Gemüt bald glättete und eine sanfte Stimmung darüber verbreitete. Er teilte ihr seinen Reiseplan mit und bat sie in der einnehmendsten Weise, ihm die Sendung an das Heidi so zu verpacken, wie nur sie zu packen verstehe. Dann empfahl sich der Herr Doktor.”

Johanna Spyri (12 juni 1827 – 7 juli 1901)
Cover


De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook alle tags voor H. C. Artmann op dit blog.

Uit: gedichte von der wollust des dichtens in worte gefaßt

cagliari:

die ameise deiner adern
greift meine sehnsüchte
wenn ich das beschreibe
was ein mittag verschweigt:
singt dich selbst caruso
meine zeile wird besser
im stein deines gesichts
die natur ist sinnloser
ein sehr blaues wasser
setzt dir bögen cagliari

 

carnac:

viele verbrannte lebensläufe
druiden der aschenbecher euch

ich aber ach bin noch student
sperling der stadt der türme

auf einem vogelbein hocke ich
ohne audiovisuelle erfahrung

durch den rockärmel der magie
spähe ich nach uralten echos

H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)


De Duitse dichter Günter Nehm werd geboren in Wattenscheid op 12 juni 1926. Zie ook alle tags voor Günter Nehm op dit blog.

Alles mit W

Waltraud würde Windeln waschen,
Wandern ist ihr höchstes Glück.
Waltraud wartet wohl ein Weilchen,
bleib ich allzu weit zurück.

Waltraud wird ein wenig wütend,
kommt sie erst sehr spät ins Bett.
Waltraud würde Windeln waschen,
wenn sie nur ein Baby hätt’.

Waltraud wittert warme Würstchen,
die sie über alles liebt.
Waltraud wählt die Worte weise
dass das W den Ton angibt.

Einen Grund für ihr Gebaren
konnte ich noch nicht erfahren.

 

Altersdilemma

Um Verstopfung zu vermeiden,
musst du dich am Trinken weiden.
Flüssigkeit behebt die Stauung
und ist gut für die Verdauung.

Fängst du an, das Bett zu nässen,
kannst das Trinken du vergessen.
Ständig in Urin zu baden,
kann dem Selbstbewusstsein schaden.

Harter Stuhl und nasse Hosen
können beide dich erbosen.
Doch für eins der beiden Leiden
musst du dich nun mal entscheidet

Beides ist nicht ideal,
dir bleibt nur die Qual der Wahl.

Günter Nehm (12 juni 1926 – 11 februari 2009)
Wattenscheid, marktdag

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e juni ook mijn blog van 12 juni 2016 deel 2.

Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Johanna Spyri

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

Dieser Tag

Alle Guten Geister für diesen Tag!

Der Wind strömt stark und warm.
                       Das Grosse Licht baut den Tag auf.
Bienen und Kraniche über der Brandung.

Als hätte die Schöpfung nocheinmal begonnen.
Kein vorletzter Tag, kein letzter
und das Meer bewegt lebendige Finsternis.

Das Haus, im Schwirren der Vogelflüge
                       fliegt auf in die Pinien.

Freude, das Wort aufersteht
                       nicht geraubt, nicht gesäubert.

Wir hängen die Schuhe hinaus in den Wind
und er füllt sie mit Schmetterling
                       und Samen der Steine.

Ein paar Sätze, die ich dir zurufen wollte
für heute, für morgen,
                       für sieben Leben, kein Ende —

 

Die Märchen, die Wunder sind alt…

–  Gott  hat dem Menschen wahrlich
sehr wenige Märchen gegeben –
                                                       (Mihály Babits)

Die Märchen, die Wunder sind alt
Und ausgeweidet wie Schlachtvieh.
Neue sind nicht erschienen. Der Gott ist fort,
ihm gehört das Wunder, Nichts zu sein
in den Räumen draussen.
Die Glocke ist ein Gefäss für Laut und Klang
Und dem Wunder am nächsten, und ist kein Wunder.
Die Kerze hält Licht und Feuer fest,
dem Wunder am nächsten, und ist kein Wunder.
Der Vogel ist von allem das Gegenteil
und dem Märchen am nächsten, und ist kein Märchen.

Am Morgen schrie der Sperber im Sprühnebel draussen.

meckel
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

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Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Johanna Spyri

Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

Schlüssel aus Holz

Es war das Gewicht des Schlüssels in ihrer Tasche,
aber sie hatte ihn nie aus der Tasche genommen,
er war in ihr unsichtbar geblieben.
Fehlte nur noch das Schlüsselloch,
irgendwo in der Welt war ein Schlüsselloch,
alt, aus Holz, das allein für den Schlüssel da war.
Zum erstenmal nahm sie den Schlüssel aus der Tasche,
er war alt, aus Holz, mit zerkratztem Bart,
und sie sagte zum Schlüssel in ihrer Hand:

Das Haus gehört uns, wir kennen es nicht,
wir kennen das Haus nicht, es gehört uns nur.
Wir haben es nicht gebaut, gekauft gestohlen,
wir brauchen es nicht, es gehört uns nur.
Wir wissen nicht, ob die Tür einen Riegel hat,
einen Vorhang oder ein Schlüsselloch.
Das Haus gehört uns, aber wir kennen es nicht.
Das Haus gehört uns, aber wir kennen es nicht.

 

Vogel

DER VOGEL IST VON ALLEM DAS GEGENTEIL –
Aber kein Gegenteil von Luft und Himmel
die sind Palast und Tanzraum der Vogelvölker.

Bis ans Ende der Weltnacht eine Dohle,
die im letzten Schnee des Märzmorgens ruft,
kann sein eine Elster, Stellas Silberkettchen
im Schnabel, wohin damit. Er ist nicht
Gegenteil des Lichts, des Meers, des Sommers,
der Stürme aus neunzig Richtungen des Nadir.

Er ist der Schwarze Milan und hat keine Feinde.
Mein Vogel, aber er kennt mich nicht.

 

 
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

Bewaren

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Anne Frank, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Sandro Penna, Brigid Brophy, Johanna Spyri

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook alle tags voor Anne Frank op dit blog.

 

Uit: The Diary of a Young Girl (Vertaald door B. M. Mooyart-Doubleday)

„Tuesday, 11 April, 1944

Dear Kitty,

My head throbs, I honestly don’t know where to begin.

On Friday (Good Friday) we played Monopoly, Saturday afternoon too. These days passed quickly and uneventfully. On Sunday afternoon, on my invitation, Peter came to my room at half past four, at a quarter past five we went to the front attic, where we remained until six o’clock. There was a beautiful Mozart concert on the radio from six until a quarter past seven. I enjoyed it all very much, but especially the “Kleine Nachtmusik.” I can hardly listen in the room because I’m always so inwardly stirred when I hear lovely music.

On Sunday evening Peter and I went to the front attic together and, in order to sit comfortably, we took with us a few divan cushions that we were able to lay our hands on. We seated ourselves on one packing case. Both the case and the cushions were very narrow, so we sat absolutely squashed together, leaning against other cases. Mouschi kept us company too, so we weren’t unchaperoned.

Suddenly, at a quarter to nine, Mr. Van Daan whistled and asked if we had one of Dussel’s cushions. We both jumped up and went downstairs with cushion, cat, and Van Daan.

A lot of trouble arose out of this cushion, because Dussel was annoyed that we had one of his cushions, one that he used as a pillow. He was afraid that there might be fleas in it and made a great commotion about his beloved cushion! Peter and I put two hard brushes in his bed as a revenge. We had a good laugh over this little interlude!

Our fun didn’t last long. At half past nine Peter knocked softly on the door and asked Daddy if he would just help him upstairs over a difficult English sentence. “That’s a blind,” I said to Margot, “anyone could see through that one!” I was right. They were in the act of breaking into the warehouse. Daddy, Van Daan, Dussel, and Peter were downstairs in a flash. Margot, Mummy, Mrs. Van Daan, and I stayed upstairs and waited“.

 

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

Beeld op de Westermarkt, Amsterdam

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H. C. Artmann, Günter Nehm, Rona Jaffe, André Suarès, Johanna Spyri, Charles Kingsley

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmannwerd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008 en ook mijn blog van 12 juni 2009 en ook mijn blog van 12 juni 2010

Der 51. Traum

Stiege dir an einem neujahrsmorgen (im traum) ein zwerg aus deinem linken schuh und fragte dich, wo du seinen stern habest, und du dächtest: Was für einen stern meint er, der kleine kerl? Und du gäbest ihm nach einer weile zur antwort: Ich habe ihren stern nicht, aber bitte, sie können ja in meiner wohnung nachsuchen … Und er käme endlich an das Bett deiner noch schlafenden frau und riefe erfreut: Aber da liegt er doch! Und du sagtest: Man soll schlafendes nicht vor seiner zeit wecken; auch keinen stern …. Und der zwerg antwortete: Gut, so will ich mich denn einstweilen mit den lockenwicklern unterhalten … Und er begänne einen nach dem anderen in seinen langen bart zu wickeln – dann zähle mit bis zum fünfzigsten, aber beim einundfünfzigsten wirf ihn hinaus vor das haus, denn in diesem augenblicke ist er machtlos wie ein kind, seine fabelhafte stärke verläßt ihn, deine frau aber darfst du behalten.

H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)


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Günter Nehm, H. C. Artmann, Rona Jaffe, André Suarès, Johanna Spyri, Charles Kingsley

De Duitse dichter Günter Nehm werd geboren in Wattenscheid op 12 juni 1926. Nehm groeide op in Clausthal en Aken. Vanaf 1943 hielp hij bij de luchtmacht. Onmiddellijk na de Tweede Wereldoorlog werkte hij in de wegenbouw, de landbouw en de mijnbouw. Van 1949 tot 1953 studeerde hij mijnbouw en was nadien actief bij verschillende bedrijven uit de sector, vooral in steenkoolmijnen. Sinds 1975 publiceerde Günter Nehm verschillende gedichtenbundels, eerst vooral met humoristische gedichten en nadien met woordspelingen allerhande, zoals abecedariums, anagrammen, palindromen en spoonerismes. Hij was een der belangrijkste Duitse hedendaagse humoristische  dichters en woordspelkunstenaars

Geschüttelte Eierballade

Am Montag schellt Herr Meier an.
Herr Meier ist der Eiermann.
Er trifft sich gern auf freier Au
Mit Irma, einer Eierfrau.

Da er ein ernster Freier ist,
Sagt er nach kurzer Eierfrist:
„Sag Ja zur Hochzeitsfeier, Irma,
Zwecks Gründung einer Eierfirma.”

Er schwärmt: „Nie geht ein Meier unter,
Ihn halten frische Eier munter.
Gib nur auf deinen Schleier acht,
Zur Hochzeit gibt’s ‘ne Eierschlacht.”

So kam’s auch zu der Meier Ehr’,
Doch jetzt gab’s keine Eier mehr.
Sie wurden durch die Feier arm,
Und aus war’s mit der Eierfarm.

Kurzum, nach alter Leier eben
Verendeten zwei Eierleben
Durch schicksalhafte Eierwende
Vereint in einem Weiher. Ende.

Nehm

Günter Nehm (12 juni 1926 – 11 februari 2009)

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008 en ook mijn blog van 12 juni 2009.

Im Jahre 2002
Der 50. Traum

Träumst du dich als bordellbesucher in cape und zylinderhut, das blitzende
einglas im aug, den spazierstock unter die achsel geklemmt, und es empfangen
dich wunderhübsche skelette in seide und tüll, unbezahlbare mädchen ein jedes,
und man serviert dir ihr einstiges fleisch auf silbernen platten, hier gebratene
brüste, da einen zartrosa schenkel und dralle arme und gesottene stückchen
vom brauch mit spargel garniert, verschiedenste arten gegrillter popos,
kandierter lippen oder leicht überbackener finger, und unter speiseglocken
die leckere fülle verbotenster delikatessen – dann rühre die sachen nicht an,
so sehr dich madame auch drängt, nimm deine pistole und schieße nach den
gasflammen der fünfzig ampeln im salon, und misse keine von ihnen – so
werden sich alle skelette wieder befleischen und die nacht ist für diesmal
gerettet.

 

wald . . .

ich bin der tiefdunkle krug : ein sonnennachmittag ist das blatt
meiner eigenen daemmerseele : perlenungeziert dufte ich auch
voller ahnung die augen : bluetenwurzelig im nachtmoos
ein licht nach dem andern : raschelnde mondseide
verrinnt in meinem laecheln : die spinnen atmen

Artmann

H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

De Amerikaanse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 12 juni 2009.

Uit: The Best Of Everything

At eight-forty-five Wednesday morning, January second, 1952, a twenty-year-old girl named Caroline Bender came out of Grand Central Station and headed west and uptown toward Radio City. She was a more than pretty girl with dark hair and light eyes and a face with a good deal of softness and intelligence in it. She was wearing a grey tweed suit, which had been her dress-up suit in college, and was carrying a small attaché case, which contained a wallet with five dollars in it, a book of commuter tickets, some make-up, and three magazines entitled respectively The Cross, My Secret Life, and America’s Woman.It was one of those cold, foggy midwinter mornings in New York, the kind that makes you think of lung ailments. Caroline hurried along with the rest of the crowd, hardly noticing anybody, nervous and frightened and slightly elated. It was her first day at the first job she had ever had in her life, and she did not consider herself basically a career girl. Last year, looking ahead to this damp day in January, she had thought she would be married. Since she’d had a fiancé it seemed logical. Now she had no fiancé and no one she was interested in, and the new job was more than an economic convenience, it was an emotional necessity. She wasn’t sure that being a secretary in a typing pool could possibly be engrossing, but she was going to have to make it so. Otherwise she would have time to think, and would remember too much…Fabian Publications occupied five air-conditioned floors in one of the modern buildings in Radio City. On this first week of the new year the annual hiring has just been completed. Three secretaries had left the typing pool, one to get married, the other two for better jobs. Three new secretaries had been hired to start on Wednesday, the second of January. One of these was Caroline Bender.”

Raffe

Rona Jaffe (12 juni 1932 – 30 december 2005)

 

De Franse schrijver André Suarès (eig. Félix André Yves Scantre) werd geboren op 12 juni 1868 in Marseille. Vanaf 1912 was hij een van de vier „zuilen“ van de Nouvelle Revue Française, samen met André Gide, Paul Claudel en Paul Valéry. In 1931 schreef hij “Marsilho“, waarin hij zijn gevoelens voor zijn geboortestad beschreef. Aan de Ecole Normale Superieur was hij een medeleerling van Romain Rolland. Geruïneerd, berooid na de dood van zijn vader leefde hij daarna in afzondering in Marseille tot 1895. Hij kwam deze ramp teboven dankzij de zorgen van zijn broer John en zijn zus Esther. In 1893 maakte Andre Suares te voet een reis naar Italië, waar hij het materiaal vond voor zijn meesterwerk „Voyage du condottière“ met onder andere beschrijvingen van Venetië, Florence, Siena, Genua, maar ook van kunstenaars, zoals Giotto, Dante, Piero della Francesca, Fra Angelico, Leonardo da Vinci, Luca Signorelli, Botticelli, Michelangelo, Veronese, Titiaan en Monteverdi.

Uit: Temples grecs, Maisons des dieux

“Il faut venir à Paestum pour se consoler de Sélinonte et ne pas quitter les dieux sur l’horreur de leurs ruines. Ici, du moins, la terre d’Italie garde intacte une image de la beauté grecque. En général, l’Italie n’est pas sévère ni tragique. On peut emporter le souvenir de Paestum avec une piété heureuse : on y croit encore à la vie : et qu’est-ce donc, sinon croire à la joie de vivre ? A Paestum, on peut ensevelir dans la pourpre la mort de l’Olympe et rendre à la nuit du Nord la lumière de l’antique. Le crépuscule de Paestum n’est pas un lac de sang, mais l’ivresse amoureuse du couchant : cerises en boucles aux oreilles, fraises aux lèvres, le soleil est Bacchus lui-même qui s’en va tout en feu au rendez-vous de la mer. Ha, comme elle l’attend ! C’est le charme du grand temple que la mer en passion est partout entre les colonnes palpitantes du bleu le plus ardent ou plus violette que les yeux de Sapho, elle appelle son Roi, elle le désire à ce point que le temple frissonne et les colonnes s’ébranlent pour le laisser sortir de sa maison. 

Une lande maigre, une herbe pauvre ; ni bourg ni village, à peine une auberge, le pays est délaissé. Des pierres en ordre, restes de murs anciens ; deux ou trois tours démantelées ; des remparts abattus et décrépits : on marche à Paestum sur l’ombre d’une ville. D’ailleurs, rien n’y sent la destruction ni le tremblement de terre : l’abandon seulement. La trace des rues droites se reconnaît encore, où de nobles Doriens se promenaient, peut-être, voilà vingt-cinq siècles, en allant vers la mer. Le sol est assez uni : ici, le stade où ils jouaient sans doute ; et là-bas, la plage où ils prenaient leur bain. Mais la poussière est la peau fine et légère de l’oubli.“

Suarez

André Suarès (12 juni 1868 – 7 september 1948

 

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 12 juni 2009.

Uit: Rosenresli

„Der Dorfbote Dietrich aus Wildbach, der früher ein ordentliches Heim besessen, war seit einigen Jahren sehr heruntergekommen und hatte dadurch auch Amt und Verdienst verloren. Seine einzige Beschäftigung bestand darin, hier und da aus seinem unbebauten Acker einige Büschel Gras auszureißen, die er der mageren Geiß als Mittagsmahl heimbrachte. Für ihn und sein Pflegekind gab’s dann nur einige Kartoffeln und ein wenig Milch. Nach dem Essen verschwand Dietrich und erschien erst Gegend Abend wieder, um die Geiß zu melken.

Dann sah man ihn daheim nicht mehr. Jedermann wußte aber, daß er bis spät in die Nacht hinein im Wirtshaus saß, und ihm bald Haus und Acker und Geiß genommen wurde, um seine Schulden damit zu bezahlen. So lange seine Frau gelebt hatte, war alles noch besser gegangen. Sie hatten mehr Feld und eine Kuh gehabt, und früh und spät hatte die Frau fleißig gearbeitet. Eigene Kinder hatten sie nie gehabt, aber eine verwaiste Nichte von Dietrich lebte seit drei Jahren bei ihnen.

Vor einem Jahr hatte er seine Frau verloren, und seither war es so rasch abwärts mit ihm gegangen, daß sich nur jeder über das frische, blühende Aussehen des Kindes wundern mußte. Es war jetzt acht Jahre alt und hieß überall nur das Rosenresli, denn es wurde niemals gesehen, ohne daß es ein Röslein in der Hand oder im Mund hatte. Das Resli, das ursprünglich Therese hieß, hatte ein solches Wohlgefallen an den Rosen, daß es mit seinen fröhlichen blauen Augen so lange in jeden Rosengarten hineinguckte; bis die Leute darin freundlich riefen: »Willst du eine?« Und freudestrahlend steckte Rosenresli die kleine Hand durch das Gitter und nahm dankbar seinen Schatz in Empfang. So sah man das Kind immer von Rosen umgeben, wenn sie blühten, und jedermann kannte das liebe Rosenresli und hatte es gern.“

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Johanna Spyri  (12 juni 1827 –  7 juli 1901)

 

De Engelse schrijver, predikant en historicus Charles Kingsley werd geboren op 12 juni 1819 in Holne, Devon.  Hij studeerde aan het King’s College in Londen en de Universiteit van Cambridge. Kingsley werd toegelaten tot het Magdalene College in Cambridge in 1838, en studeerde er af in 1842. Hij koos ervoor om zijn werk in de kerk voort te zetten. Van 1844 was hij rector van Eversley in Hampshire, en in 1860 werd hij benoemd tot hoogleraar Moderne Geschiedenis aan de Universiteit van Cambridge. In een relatief korte leven heeft hij een ongelooflijke hoeveelheid werk en activiteiten ontplooid: als pastoor, deken van Chester en Westminster, kapelaan van de koningin, leraar van de prins van Wales, docent geschiedenis aan Cambridge, dichter, schrijver, criticus, vertaler, politieke pamflettist, sanitaire hervormer, popularisator van de geologie en zoölogie. Rond zijn hoofd woedden enkele van de grote controverses van de tijd, in het bijzonder die werd opgeroepen door de christen-socialistische beweging.

Uit: The Works of Charles Kingsley

„I know that Deformed; he has been a vile thief this seven year; he goes up and down like a gentleman : I remember his name.”—Much Ado about Nothing. Amyas slept that night a tired and yet a troubled sleep; and his mother and Frank, as they bent over his pillow, could see that his brain was busy with many dreams. And no wonder; for over and above all the excitement of the day, the recollection of John Oxenham had taken strange possession of his mind; and all that evening, as he sat in the bay-windowed room where he had seen him last, Amyas was recalling to himself every look and gesture of the lost adventurer, and wondering at himself for so doing, till he retired to sleep, only to renew the fancy in his dreams. At last he found himself, he knew not how, sailing westward ever, up the wake of the setting sun, in chase of a tiny sail which was John Oxenham’s. Upon him was a painful sense that, unless he came u
p with her in time, something fearful would come to pass : but the ship would not sail. All around floated the sargasso beds, clogging her bows with their long snaky coils of weed ; and still he tried to sail, and tried to fancy that he was sailing, till the sun went down and all was utter dark. And then the moon arose, and in a moment John Oxenham’s ship was close aboard; her sails were torn and fluttering; the pitch was streaming from her sides; her bulwarks were rotting to decay. And what was that line of dark objects dangling along the mainyard 1—A line of hanged men! And, horror of horrors, from the yard-arm close above him, John Oxenham’s corpselooked down with grave-light eyes, and beckoned and pointed, as if to show him his way, and strove to speak,…“

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Charles Kingsley (12 juni 1819 – 23 jan 1875)

 

Anne Frank, Djuna Barnes, Sandro Penna, Christoph Meckel, H. C. Artmann, Renan Demirkan, Rona Jaffe, Johanna Spyri

Tachtig jaar Anne Frank

 De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Dat is vandaag dus precies 80 jaar geleden. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

Uit: Dagboek van Anne Frank

-21 juli 1944-
“Het is me ten enenmale onmogelijk alles op te bouwen op de basis van dood, ellende en verwarring. Ik zie hoe de wereld langzaam steeds meer in een woestijn herschapen wordt, ik hoor steeds harder de aanrollende donder, die ook ons zal doden, ik voel het leed van miljoenen mensen mee, en toch, als ik naar de hemel kijk, denk ik, dat dit alles zich weer ten goede zal wenden, dat ook deze wreedheid zal ophouden, dat er weer rust en vrede in de wereldorde zal komen. Intussen moet ik m’n denkbeelden hoog en droog houden, in de tijden die komen zijn ze misschien toch uit te voeren!”

-1 augustus 1944-
“In gezelschap is de lieve Anne dus nog nooit, nog niet één keer te voorschijn gekomen, maar in het alleenzijn voert zij haast altijd de boventoon. Ik weet precies wat hoe ik zou willen zijn, hoe ik ook ben… van binnen, maar helaas, ik ben het enkel voor mezelf. En dat is misschien, neen, heel zeker de reden waarom ik mezelf een gelukkige binnennatuur noem en andere mensen me een gelukkige buitennatuur vinden. Van binnen wijst de reine Anne me de weg, van buiten ben ik niets dan een van uitgelatenheid zich losrukkend geitje”

 

Anne Frank is in meer dan 60 talen vertaald, zelfs in het Urdu (Pakistan). Als voorbeeld uit het Duits:

Uit: Das Tagebuch der Anne Frank (Vertaald door Anneliese Schütz)

“Dienstag, 7. März 1944

Liebe Kitty!

Wenn ich so über mein Leben von 1942 nachdenke, kommt es mir so unwirklich vor. Dieses Götterleben erlebte eine ganz andere Anne Frank als die, die hier jetzt vernünftig geworden ist. Ein Götterleben, das war es. An jedem Finger fünf Verehrer, ungefähr zwanzig Freundinnen und Bekannte, der Liebling der meisten Lehrer, verwöhnt von Vater und Mutter, viele Süßigkeiten, genug Geld – was will man mehr?

Du wirst mich natürlich fragen, wie ich denn all die Leute so um den Finger gewickelt habe. Peter sagt “Anziehungskraft”, aber das stimmt nicht ganz. Die Lehrer fanden meine schlauen Antworten mein lachendes Gesicht und meinen kritischen Blick nett, amüsant und witzig. Mehr war ich auch nicht, nur kokett und amüsant. Ein paar Vorteile hatte ich, durch die ich ziemlich in der Gunst blieb, nämlich Fleiß, Ehrlichkeit und Großzügigkeit. Nie hätte ich mich geweigert, jemanden, egal wen, abschauen zu lassen, Süßigkeiten verteilte ich mit offenen Händen, und ich war nicht eingebildet.

Ob ich bei all der Bewunderung nicht übermütig geworden wäre? Es ist ein Glück, dass es mittendrin, auf dem Höhepunkt des Festes sozusagen, plötzlich in der Wirklichkeit landete, und es hat gut ein Jahr gedauert, bevor ich mich daran gewöhnt hatte, dass von keiner Seite mehr Bewunderung kam…

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Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)
Margot, Otto, Anne en Edith Frank in 1941

 

De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

Uit: Nightwood

Early in 1880, in spite of a well-founded suspicion as to the advisability of perpetuating that race which has the sanction of the Lord and the disapproval of the people, Hedvig Volkbein, a Viennese woman of great strength and military beauty, lying upon a canopied bed, of a rich spectacular crimson, the valance stamped with the bifurcated wings of the House of Hapsburg, the feather coverlet an envelope of satin on which, in massive and tarnished gold threads, stood the Volkbein arms, – gave birth, at the age of forty-five, to an only child, a son, seven days after her physician predicted that she would be taken.

Turning upon this field, which shook to the clatter of morning horses in the street beyond, with the gross splendour of a general saluting the flag, she named him Felix, thrust him from her, and died. The child’s father had gone six months previously, a victim of fever. Guido Volkbein, a Jew of Italian descent, had been both a gourmet and a dandy, never appearing in public without the ribbon of some quite unknown distinction tinging his buttonhole with a faint thread. He had been small, rotund, and haughtily timid, his stomach protruding slightly in an upward jutting slope that brought into prominence the buttons of his waistcoat and trousers, marking the exact centre of his body with the obstetric line seen on fruits, – the inevitable arc produced by heavy rounds of burgundy, schlagsahne, and beer.

The autumn, binding him about, as no other season, with racial memories, a season of longing and of horror, he had called his weather. Then walking in the Prater he had been seen carrying in a conspicuously clenched fist the exquisite handkerchief of yellow and black linen that cried aloud of the ordinance of 1468 issued by one Pietro Barbo, demanding that, with a rope about its neck, Guido’s race should run in the Corso for the amusement of the Christian populace, while ladies of noble birth, sitting upon spines too refined for rest, arose from their seats, and, with the red-gowned cardinals and the Monsignori, applauded with that cold yet hysterical abandon of a people that is at once unjust and happy; the very Pope himself shaken down from his hold on heaven with the laughter of a man who forgoes his angels that he may recapture the beast.“

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Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

 

De Italiaanse dichter en schrijver Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: Een beetje koorts (Vertaald door Willem Timmermans)

„Mijn metgezel praatte niet, wellicht uit natuurlijke verlegenheid. Maar toen ik iets zei, antwoordde hij overvloedig en met veel enthousiasme, blij dat hij zijn natuurlijke vuur aan iemand kon geven. Hij kon het niet laten me te laten weten dat hij achttien was, niet ouder. Hij vertelde me binnen enkele minuten over zijn meest intieme dingen, over zijn ouders, over zijn vrienden, over zijn pleziertjes, alsof ik op het punt stond een oude vriend van hem te worden. En ik was echt vertederd door deze warme onschuld. Ik verbaasde me erover die in een jongen tegen te komen die al man was, uit een burgerlijk milieu, met gewone gelaatstrekken, precies een jongen zoals alle andere. Doch het leven wil ons elke dag, of het in een brandende zon is of in een herfstregen, tegen elke prijs een mogelijkheid bieden onze stompzinnige verveling te loochenen en geeft ons een frisse zoen, nu eens op het kuise voorhoofd, dan weer op de gloeiende mond.
Deze keer was het mijn kuise voorhoofd dat gekust werd. En die kus duurde wat langer dan voorzien, met bij mij een zuiver genot van binnen, omdat we de brug wegens werkzaamheden gesloten vonden. We moesten een gedeelte van de afgelegde weg weer aflopen en daarna een ingewikkelde route volgen over glibberige hellingen en weggetjes waar we steeds over plassen moesten springen. En we genoten van dit alles, vastbesloten om de paraplu niet los te laten, de druk op elkaars armen niet te laten verslappen.
Dit gaf mij de illusie dat ik ook nog een jongen was zoals mijn metgezel. Maar toen hij vervolgens uit beleefdheid mij helemaal tot aan de halte van de tram wilde vergezellen, voelde ik me een moment in de war en vernederd, als bij een teleurstelling in de liefde“.

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Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007.

Bahnhofstreppe

Wer will immer wieder Sternbilder ordnen
und auseinanderreißen. Ich erwarte
eine Schnauze mit Reißzahn, einen bezahlten Kuß
eine Faust an der Gurgel,
meine Faust an der Gurgel des andern
dreckig von Leben, nicht länger schuldlos
Auge in Auge, er ich oder beide.

Als wir hintereinander zu den Biertischen
runtergingen, in schlechter Beleuchtung –
meine Zigarettenkippe auf den Stufen
er hob sie auf und steckte sie zwischen die Zähne
hohnvoll, lässig, der andere, Dreckstück, Engel
Mörder Mensch, meine furchtbare Chance –

Leben, Leben, auseinandergerissen.

 

Der Spanische Platz

Der Spanische Platz wurde umbenannt in Naumann-Bezirk.
Was ist falsch an Spanien und wer war Naumann.
Alberto, Theodor, Harry Naumann?
Tycoon einer Handelskette, ein Sponsor, Agent?
Die besonnten Fassaden am Spanischen Platz.
Die geräumten Läden im Naumann-Bezirk.

Wird man wohnen an Promenaden,
Prospekten und Küsten mit hellen Namen.
Passage du petit Cladan. Die Straße der Küsse.
Die Höfe der Spieler. Die Kolibri-Gärten.
Am Sonnenufer. Im Regenbogen. Am Meer.

Am Schnee. Am Süßgras. Am Baum des Propheten.

Am Krematorium. Am Camping. Am Rieselfeld.

An Jubals Weg. Im Raum. An den Sieben Gestirnen.

Im Jammertal. Am Schlachthof. Im Nixon-Distrikt.

An der Straße des Südwinds. Am Blauen Horn.

Wer will die Sonne umbenennen, den Wind
mit den zwölftausend Vogelstärken im frühen Licht!

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Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

Uit: H.C. Artmann über Gottfried Helnwein

„nachdem die schreie fertiggeschrieen sind, ringelt sich die tüllweiße natter des verbands um betroffene glieder, eine gipsfarbene hülle über einen stadtplan voller unfälle oder, kleiner noch, über die genauere karte eines viertels der verletzungen, inneren, äußeren, über adern, die sich zu schmerzblauen seen ausweiten. 

los angeles, manhattan oder das suburbe wien durch ein klinisch einwandfreies sieb auf die melancholischen reste eines infantilen nässer gerüttelt erscheinen am horizont, ein fröstelnder stich durch die männliche psyche, ein fiebriger durch die weibliche. oder ist es der pistolenschuss durch ein blutgefülltes reagenzglas, das man wieder hinzukriegen sucht mittels saftigem leukoplast? 

immer heißt es recht haben und die schatten des unrechts verteidigen, schatten, die wie menetekel an knallharten wänden sozialer anstalten aufkommen, taugiftig, wundrosig, geschwollen, benarbt, auf prothesen laufend, mit armstümpfen flehend… 

um diese zeit klagen viele, es ist februar. inzwischen ist es mai bis juni geworden, eine schreckliche gasse vorbei an schillernden rissen und rinnsalen verschiedener abgänge, durch seitenwege, die verstopften stirnhöhlen oder nasen ähnelten, durch die engen kanäle blutverlassener venen. einer notiert den neurotischen austritt durch das antiseptische fenster des animalischen ablebens – kein noch so sauberer mantel, der das verdecken kann.

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H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

 Uit: Es wird Diamanten regnen vom Himmel

„Also gut, sagte er, fangen wir von vorne an. Stimmt, ich fahre gerne schnelle Autos, kann aber lesen und schreiben und habe sogar Abitur. Ist doch schon ‘ne Menge für den Anfang? Warum? fragte ich flau, noch immer unter dem Einfluß des Gongs. Was „warum“? fragte er zurück, und danach ging es Schlag auf Schlag wie in einem imaginären Ring, ernst und ohne Mätzchen. Warum von vorne

anfangen? sagte ich. Na ja, irgendwie muß man doch anfangen! Aber warum gerade du und ich? Ich habe keine Ahnung, vielleicht weil es die Sterne so wollen. Wo ist das Problem? Ich weiß nicht mehr, wie es geht. Wie was geht? fragte er perplex, und ich war erstaunt, daß mir die Wahrheit so leicht fiel: Der Anfang, sagte ich. Ich weiß nicht mehr, wie das geht. Seltsam, nicht?

Da gibts sicher noch andere Möglichkeiten. Er blieb. Das muß man ja nicht so eng sehen, sagte er, dann starten wir eben von der Mitte. Das war ein zweiter Versuch, aber ich zog die Reißleine. Ich wollte keine schnelle Einigung für eine Nacht. Ich mochte das stumpfe Aufwachen am nächsten Morgen nicht mehr. … und ab der Mitte gibt es nur Streß, da wird beim Essen gefurzt, beim Fernsehen gekotzt, und beim Reden brauchste einen Dolmetscher, weil jeder eine andere Sprache spricht, und das sind nur die statistischen Mittelwerte, da sind die Abgründe in den Betten noch gar nicht drin … Halt, stop! Warte, darüber redet man frühestens nach der zehnten Runde, sagte er. Das hängt von der Kondition ab, antwortete ich, die Mehrheit der Menschen geht schon in der ersten Runde k.o.

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Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)

 

De Amerikaanse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: The Room-Mating Season

Leigh Owen looked back at 1963
as if she were watching other people, almost strangers; not herself and her three roommates – so far away and different they all seemed. Sometimes it embarrassed her to see those distant girls, with their innocence and their juiciness, their long-limbed breathless sexuality, and sometimes it made her jealous. They were twenty-three years old, young and pretty and arrogant, excited about being in New York at their first jobs, living together in a nice, but small, apartment they could only afford because they all lived together. A town house on the Upper East Side: a brownstone (except that it was gray) with one bedroom for all of them, crammed together in their little single beds, a kitchen you couldn’t even sit down in, a bathroom. Since the living room was used to entertain men, they put up with their dormitory-style sleeping arrangements: because the purpose of being young and pretty was to meet men, and eventually to marry.

Before they married they planned to live fully, of course. They were filled with wonder and optimism and looking forward to adventures. None of them was a native New Yorker, and to them New York was the magical city. Everything would happen here, whatever everything was.

When she looked at the few photographs she had of thefour of them in those days, Leigh was surprised at how soft their faces looked, almost un-formed. Almost blank. But there were all kinds of emotions hiding underneath those unrevealing faces: anxiety, doubt (despite the arrogance), and often confusion. At times they felt deeply inadequate. They knew they were naove, and they wanted to learn.“

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Rona Jaffe (12 juni 1932 – 30 december 2005)

 

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: Heidis Lehr- und Wanderjahre

„Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fußweg durchgrüne, baumreiche Fluren bis zum Fuße der Höhen, dievon dieser Seite groß und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegen-zuduften, denn der Fußweg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf.Auf diesem schmalen Bergpfade stieg am hellen, sonnigen Junimorgen ein großes, kräftig aussehendes Mädchen dieses Berg-landes hinan, ein Kind an der Hand führend, dessen Wangen soglühend waren, dass sie selbst die sonnverbrannte, völlig braune Haut des Kindes flammend rot durchleuchteten. Es war auch kein Wunder: Das Kind war trotz der heißen Junisonne so ve-packt, als hätte es sich eines bitteren Frostes zu erwehren. Das kleine Mädchen mochte kaum fünf Jahre zählen; was aber seine natürliche Gestalt war, konnte man nicht ersehen, denn es hatte sichtlich zwei, wenn nicht drei Kleider übereinander angezogenund drüberhin ein großes, rotes Baumwolltuch um und um gebunden, so dass die kleine Person eine völlig formlose Figurdarstellte, die, in zwei schwere, mit Nägeln beschlagene Bergschuhe gesteckt, sich heiß und mühsam den Berg hinaufarbeitete. Eine Stunde vom Tal aufwärts mochten die beiden gestiegensein, als sie zu dem Weiler kamen, der auf halber Höhe der Almliegt und ›im Dörfli‹ heißt.“

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Johanna Spyri  (12 juni 1827 –  7 juli 1901)

Anne Frank, Djuna Barnes, H. C. Artmann, Sandro Penna, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Johanna Spyri, Rona Jaffe

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: Dagboek van Anne Frank

5 april 1944-
“Niemand die zelf niet schrijft weet hoe fijn schrijven is; vroeger betreurde ik het altijd dat ik in ’t geheel niet tekenen kon, maar nu ben ik overgelukkig dat ik tenminste schrijven kan. En als ik geen talent heb om voor kranten of boeken te schrijven, wel, dan kan ik nog altijd voor mezelf schrijven. Maar ik wil verder komen, ik kan me niet voorstellen, dat ik zou moeten leven zoals moeder, mevrouw van Daan* en al die vrouwen die hun werk doen en later vergeten zijn. Ik moet iets hebben naast man en kinderen, waar ik me aan wijden kan! O ja, ik wil niet zoals de meeste mensen voor niets geleefd hebben. Ik wil van nut of plezier zijn voor de mensen, die om mij heen leven en die mij toch niet kennen, ik wil nog voortleven, ook na mijn dood!”

 

-1 augustus 1944-
“In gezelschap is de lieve Anne dus nog nooit, nog niet één keer te voorschijn gekomen, maar in het alleenzijn voert zij haast altijd de boventoon. Ik weet precies wat hoe ik zou willen zijn, hoe ik ook ben… van binnen, maar helaas, ik ben het enkel voor mezelf. En dat is misschien, neen, heel zeker de reden waarom ik mezelf een gelukkige binnennatuur noem en andere mensen me een gelukkige buitennatuur vinden. Van binnen wijst de reine Anne me de weg, van buiten ben ik niets dan een van uitgelatenheid zich losrukkend geitje”

“Het snikt in me: “Zie je wel, dat is er van je terechtgekomen, slechte meningen, spottende en verstoorde gezichten, mensen die je antipathiek vinden, en dat alles alleen omdat je niet naar de goede raad van je eigen goede helft luistert. Ach, ik zou wel willen luisteren, maar het gaat niet, als ik stil en ernstig ben, denkt iedereen dat het een nieuwe komedie is, en dan moet ik me wel met een grapje eruit redden, nog niet eens over m’n eigen familie gesproken, die beslist denkt dat ik ziek ben, me hoofdpijnpillen en kalmeertabletten laat slikken, m’n hals en voorhoofd voelt of ik koorts heb, naar m’n ontlasting vraagt en m’n slechte bui bekritiseert, dat houd ik niet vol, als er op me gelet wordt, dan word ik eerst snibbig, dan verdrietig en ten slotte draai ik m’n hart weer om, draai het slechte naar buiten, het goede naar binnen en zoek aldoor naar een middel om te worden, zoals ik zo erg graag zou willen zijn en zoals ik zou kunnen zijn, als… er geen andere mensen in de wereld zouden wonen.

Frank

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

 

De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

TWILIGHT OF THE ILLICIT

OU, with your long blank udders
And your calms,
Your spotted linen and your
Slack’ning arms.
With satiated fingers dragging
At your palms.

Your knees set far apart like
Heavy spheres;
With discs upon your eyes like
Husks of tears,
And great ghastly loops of gold
Snared in your ears.

Your dying hair hand-beaten
’Round your head.
Lips, long lengthened by wise words
Unsaid.
And in your living all grimaces
Of the dead.

One sees you sitting in the sun
Asleep;
With the sweeter gifts you had
And didn’t keep,
One grieves that the altars of
Your vice lie deep.

You, the twilight powder of
A fire-wet dawn;
You, the massive mother of
Illicit spawn;
While the others shrink in virtue
You have borne.

We’ll see you staring in the sun
A few more years,
With discs upon your eyes like
Husks of tears;
And great ghastly loops of gold
Snared in your ears.

 

TO A CABARET DANCER

THOUSAND lights had smitten her
Into this thing;
Life had taken her and given her
One place to sing.

She came with laughter wide and calm;
        And splendid grace;
And looked between the lights and wine
        For one fine face.

And found life only passion wide
        ’Twixt mouth and wine.
She ceased to search, and growing wise
        Became less fine.

Yet some wondrous thing within the mess
        Was held in check:—
Was missing as she groped and clung
        About his neck.

One master chord we couldn’t sound
        For lost the keys,
Yet she hinted of it as she sang
        Between our knees.

We watched her come with subtle fire
        And learned feet,
Stumbling among the lustful drunk
        Yet somehow sweet.

We saw the crimson leave her cheeks
        Flame in her eyes;
For when a woman lives in awful haste
        A woman dies.

The jests that lit our hours by night
And made them gay,
Soiled a sweet and ignorant soul
And fouled its play.

Barriers and heart both broken—dust
        Beneath her feet.
You’ve passed her forty times and sneered
        Out in the street.

A thousand jibes had driven her
        To this at last;
Till the ruined crimson of her lips
        Grew vague and vast.

Until her songless soul admits
        Time comes to kill;
You pay her price and wonder why
        You need her still.

barnes

Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

auf dem berge ararat 

auf dem berge ararat 
wohnt der schneider drakulat, 
seine frau, die nosfretete, 
saß am särgelein und nähte, 
fiel herab, fiel herab, 
und der linke zahn brach ab. 
kam ihr männchen angerannt 
mit der nadel in der hand, 
näht ihn an, näht ihn an, 
daß sie wieder beißen kann.

 

tanzlied: brugge

tanzlied: brugge

sing E und I und O 
trinitatis ach versúng 
sublim in provisoor 
vergondelblumenblei 
belooste güldenklei 
am hellen amseldamm 
umvóll kalkülenblau

den wattenmondemord 
erstieg 
in sanften fjorden 
rausumbúst 
lieb lemmelind 
und wolk de reiden 
loos und lombedond 
mit E und I und O

H_C__Artmann

H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

De Italiaanse dichter en schrijver  Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: Een beetje koorts (Vertaald door Willem Timmermans)

“Later merk ik dat ik niet de enige ben met deze belangstelling: hier zijn jongens die blij zijn als ze tussen de militairen iemand uit hun dorp ontdekt hebben. Als ze dan samen zijn scheppen ze vrijelijk genoegen in dezelfde dingen, en met dezelfde zinnen, wat meer dan al het andere telt voor ze, misschien ook wel voor mij. Het lijkt echter of ze op deze manier willen bijkomen, deze stadsjongens tenminste, van de een of andere continue heel oude onderdrukking van hun eigenlijke wezen. Ze demonstreren eigenlijk een zuur en misschien wel voorlopig genot. Ik ben een beetje teleurgesteld als ik bedenk dat zij zich niet door hetzelfde vuur hebben laten leiden als ik. Ik zou me willen richten, als ik dat al ooit zou doen, juist tot degenen die ver van me afstaan, anderen leren kennen en niet teveel toegeven – ook al is dat natuurlijk – aan de dorre weemoed. Maar misschien zijn ze allemaal wel… Dan bekijk ik de arme zanger met de megafoon hoog boven die menigte van hem met ronde ogen, en plotseling voel ik me alleen, als voor altijd losgemaakt van een denkbeeldige liefde.”

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Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

 

De Duitse dichter, schrijver en graficusChristoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: Einer bleibt übrig, damit er berichte

“Sie lag auf der Erde, allein mit sich selbst und den Kleidern, der Zeit und dem Zufall, zwischen Rücken und Beinen von Leuten, die sie nicht kannte, den Kopf auf einem Stück Gras, zertrampelt und dürr, und hörte die Sirene des Wagens, der den Suppenkessel ins Lager fuhr. Hunderte drängten sich zu der Stelle, mit Eimern, Büchsen, Plastikbeuteln, andere standen mühsam vom Boden auf, kehrten mit leeren Behältern um. Sie hatte keinen Behälter, sie blieb zurück, allein mit dem Hunger, der ihr gleichgültig war, sah den Wagen zwischen den Leuten schwanken und hörte den Schrei, als der Kessel umfiel und der Mann mit der Schöpfkelle in die Menge flog.

Sie stand auf und ging fort. Kein Auge sah, daß sie aufstand und fortging, hier wurde kein Mensch bemerkt, weil er aufstand und rumlief, zwischen seinesgleichen herumstand und weiterging, wimmerte oder schwieg und weiterging, etwas verloren hatte, nichts mehr suchte, das Lager hinter sich ließ und weiterging, den Müll, die Toiletten, die Toten zurückließ, allein mit sich selbst, in verbrauchten Kleidern, Haare vor dem Gesicht, mit leeren Händen, die schmalen Arme vor der Brust verschränkt, als trüge ein Schlaf sie mit sich fort, ein stilles Tier, das nichts von sich wußte, nach ein paar Schritten nicht mehr da.

Sie ging durch das fremde Land, sie war allein, von Angst und Hunger in Ruhe gelassen, in verbrauchten Kleidern und flachen Schuhen, vor Augen ein Horizont, der den Süden verbarg, ein Fahrweg aus Schotter und trockenem Schlamm. Von ihm gingen Pfade fort in alle Richtungen – Panzerketten, Schuhe, Reifen, Pfoten der Tiere –, vermischten und trennten sich, brachen spurlos ab, und verloren sich fern in Rinnen aus Sand und Gras. Brachland, verkümmerte Felder, von Wildgras umgeben, im flachen Grasmeer verschwanden die Steine, ein Vogel flog senkrecht aus dem Gras in die Höhe, sie blieb stehen und hörte ihr Herz und ein Flügelschlagen, das sich leicht und schnell in der Luft verlor. Glück, eine schnelle Freude, durchwärmte ihr Blut, weil der Name des Vogels ihr Eigentum war – Lerche! Die Lerche! Sie war kaum ein paar Schritte allein unterwegs, da war schon die Lerche mit ihrem Namen da, eine Lerche allein in der Fülle aus Gras und Luft. Als sie weiterging, wußte sie, daß sie lebte und nichts weiter brauchte von sich und den Sachen als die Gewißheit ihres Lebendigseins. Nichts fehlte, seit ihr die Lerche begegnet war. Sie sprach mit den Sachen, die sie umgaben, ungefähr singend, weil sie kein Wort dafür brauchte, ungefähr horchend auf sich und die Stille, sie wollte wissen, wie ihr geschah.“

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Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

Uit: Der Mond, der Kühlschrank und ich

Es ist schon fast eine Ewigkeit her, aber ich zittere noch immer bei jedem Gedanken an diese Erinnerung.
Ich war kurz vor dem Abitur, da sprach mich in einer Kneipe eine Frau an. Etwa 30 und im vierten Monat schwanger. Der Kellner hatte gerade die letzte Runde angekündigt, und draußen war es kalt, Winter.
>> Kann ich heute Nacht bei dir schlafen?<< , fragt sie. Ihr >>Typ<< sei im Knast, und sie hätte keine Bleibe. >> Und mit dem Kind im Bauch kann ich nicht überall hin.<<
Ich weiß bis heute nicht, warum sie sich ausgerechnet mich ausgeguckt hatte. Ich kannte sie nicht. Sie war mir einmal in einer WG begegnet. Aber ich sagte trotzdem ja, dachte, für einen Nacht, da ist doch nichts dabei.
Am nächsten Morgen verließ ich früh um sieben meine Wohnung. Ich musste ja in die Schule und bat sie, wenn sie ausgeschlafen hat, einfach die Tür hinter sich zuzuziehen.
Das war damals so. Ich war da keine Ausnahme. Das heißt, in meinem Alter war man so, ohne Argwohn. Weshalb auch, weder hatte ich einen Besitz noch andere Kostbarkeiten, um die ich mich hätte ängstigen müssen. Meine Garderobe hätte ihr nicht gepasst, meine Bücher brauchte sie nicht. Jedoch hatte ich ein Dach über dem Kopf und sie ein Kind im Bauch, und sich zu helfen war damals Zeitgeist.”

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Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)

 

Zie voor onderstaande schrijfster ook mijn blog van 12 juni 2007.

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827.

De Amerika
anse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York.

Djuna Barnes, Anne Frank, H. C. Artmann, Johanna Spyri, Sandro Penna, Christoph Meckel, Rona Jaffe, Renan Demirkan

De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Barnes schreef romans, korte verhalen en toneel, gedichten en jornalistiek werk. Zij verwierf internationale faam met de roman Nightwood uit 1936. Nightwood is een verhaal over de Parijse bohème in de kring rondom Gertrude Stein en de andere expatriaten van de Parijse linkeroever, in welke kring Barnes tijdens het interbellum verkeerde. Het boek wordt beschouwd als een minor classic. Nightwood is ook een klassieker van de lesbische literatuur; het is deels autobiografisch en beschrijft de relatie van Barnes met de kunstenares Thelma Wood. Dat Barnes thuishoort in de stroming van het Modernisme, komt sterk naar voren in haar korte verhalen, vooral in de vroege verhalen die later werden bijeengebracht als Smoke and Other Early Stories.

FROM THIRD AVENUE ON

ND now she walks on out turned feet
Beside the litter in the street
Or rolls beneath a dirty sheet
Within the town.
She does not stir to doff her dress,
She does not kneel low to confess,
A little conscience, no distress
And settled down.

Ah God! she settles down we say;
It means her powers slip away
It means she draws back. day by day
From good or bad.
And so she looks upon the floor
Or listens at an open door
Or lies her down, upturned to snore
Both loud and sad.

Or sits besides the chinaware,
Sits mouthing meekly in a chair,
With over-curled, hard waving hair
Above her eyes.
Or grins too vacant into space—
A vacant space is in her face—
Where nothing came to take the place
Of high hard cries.

Or yet we hear her on the stairs
With some few elements of prayers,
Until she breaks it off and swears
       A loved bad word.
Somewhere beneath her hurried curse,
A corpse lies bounding in a hearse;
And friends and relatives disperse,
       And are not stirred.

Those living dead up in their rooms
Must note how partial are the tombs,
That take men back into their wombs
While theirs must fast.
And those who have their blooms in jars
No longer stare into the stars,
Instead, they watch the dinky cars—
And live aghast.

 

SUICIDE

Corpse A

HEY brought her in, a shattered small
Cocoon,
With a little bruised body like
A startled moon;
And all the subtle symphonies of her
A twilight rune.

Corpse B

HEY gave her hurried shoves this way
And that.
Her body shock-abbreviated
As a city cat.
She lay out listlessly like some small mug
Of beer gone flat.

Barnes

Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

 

De Nederlandse schrijfster Annelies Marie (Anne) Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006.

Uit: Dagboek van Anne Frank

11 juli 1942

“Het achterhuis is als schuilplaats ideaal, hoewel vochtig en scheefgetrokken, zal men in heel Amsterdam, ja in heel Holland misschien, voor schuilers niet meer zoiets gerieflijks ingericht hebben.”

12 maart 1944

“Margot is erg lief en zou graag m’n vertrouwde zijn, maar ik kan haar toch niet alles zeggen. Ze neemt me ernstig, veel te ernstig en denkt lang over haar gekke zusje na. Ze kijkt me bij alles wat ik zeg onderzoekend aan en denkt bij alles: Is het nu komedie of meent ze het werkelijk?”

15 juli 1944

“Trouwens, ik kan iemand niet m’n vertrouwen geven, die mij niet ook heel veel van zichzelf vertelt en omdat ik van Pim [Otto] niets afweet, zal ik de weg naar het intieme tussen ons niet kunnen betreden. (…) Voor vader verborg ik alles wat mezelf beroerde, heb hem nooit m’n idealen laten delen, heb hem willens en wetens van me vervreemd.”

Frank

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Vanaf 1947 publiceerde hij literaire teksten op de radio en in het tijdschrift „Neue Wege“. In 1958 kwam het grote succes met de dichtbundel med ana schwoazzn dintn, waarmee hij het genre van het dialektgedicht aan een doorbraak hielp. Artmannn zelf zag het als een experiment onder velen en het gebruik van het dialekt is inderdaad niet typisch voor zijn werk, ook al werd hij er wel steeds mee geïdentificeerd. Artmann ontving talrijke prijzen en onderscheidingen waaronder de Große Österreichische Staatspreis (1974), een eredoctoraat van de universiteit van Salzburg (1991) en de Georg-Büchner-Preis (1997).

irgendwo:

frag mich um meinen namen
ich will ihn dir beichten
kein ort ist mir ähnlich:
bin honig unter kanditen
bin vergoldeter zuckerhut
eigentlich bin ich biene
wabengebilde immenhäusle
eigentlich bin ich brief
adresse postporto stempel
ich antworte dir wie noah
ein rebstock ein zauberer
sieh ich verändere mich:
caruso besingt mich als
colibri turteltaube aar

robinson schilt mich als
natter skarabäus mikrobe
bin eiland im weltenall
bin kraft echter aktien
des altai nashorn das gnu
des ural der gobi makaki
kein spiegel wirft mich
kein film zeigt mich auf
ich bin der ort nirgendwo

 

jerusalem:

du rotweinspur auf
einem liebesbrief
jerusalem
jahwe behüte
hast keine lackstiefel nötig
um allahs zehen
noch jesu überbein
zu verbergen sag an:
wie gibst du dich
in deinem abendlicht
nachdem du den tag
mit mandelseifen
weitgehend entfernt hast?

jerusalem
du rotweinspur auf
einem liebesbrief
deine taxis und busse
sind klarerweise
mit dem namen gottes
dreier weltreligionen
durchnumeriert
wer würde dich
der dich nie gesehen
nicht doch vermissen und
deine winkel gäßchen gassen
über dem stadtplan
nachweinen?

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H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827. Ze groeide op in Hirzel, een dorp in het kanton Zürich. In 1852 trouwde ze met Johann Bernhard Spyri. Haar eerste verhaal (Ein Blatt auf Vronys Grab) verscheen pas in 1871, toen Spyri 44 was. In 1881 schreef ze Heidis Lehr- und Wanderjahre, dat een groot succes werd. Het jaar daarna kwam een vervolg uit, Heidi kann brauchen was es gelernt hat. Het boek wordt ook nu nog veel gelezen, en is meerdere malen verfilmd.

Uit: Heidis Lehr- und Wanderjahre

“{Nachdem die Dete verschwunden war, hatte der Öhi sich wieder auf die Bank hingesetzt und blies nun große Wolken aus seiner Pfeife; dabei starrte er auf den Boden und sagte kein Wort. Derweilen schaute das Heidi vergnüglich um sich, entdeckte den Geißenstall, der an die Hütte angebaut war, und guckte hinein. Es war nichts drin. Das Kind setzte seine Untersuchungen fort und kam hinter die Hütte zu den alten Tannen. Da blies der Wind durch die Äste so stark, dass es sauste und brauste oben in den Wipfeln. Heidi blieb stehen und hörte zu. Als es ein wenig stiller wurde, ging das Kind um die kommende Ecke der Hütte herum und kam vorn wieder zum Großvater zurück. Als es diesen noch in derselben Stellung erblickte, wie es ihn verlassen hatte, stellte es sich vor ihn hin, legte die Hände auf den Rücken und betrachtete ihn. Der Großvater schaute auf. »Was willst du jetzt tun?«, fragte er, als das Kind immer noch unbeweglich vor ihm stand.

»Ich will sehen, was du drinnen hast, in der Hütte«, sagte Heidi.

»So komm!«, und der Großvater stand auf und ging voran in die Hütte hinein.

»Nimm dort dein Bündel Kleider noch mit«, befahl er im Hereintreten.

»Das brauch ich nicht mehr«, erklärte Heidi.”

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Johanna Spyri  (12 juni 1827 –  7 juli 1901)

 

De Italiaanse dichter Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia, maar het grootste deel van zijn leven woonde hij in Rome. Een vaste baan had hij nooit. Hij werkte mee aan diverse tijdschriften en schreef bijna uitsluitend gedichten. Door toedoen van Umberto Saba werden zijn eerste gedichten gepubliceerd in 1932. Zijn poëzie wordt gekenmerkt door zijn melancholieke kijk op homoseksualiteit. Zijn liefde voor jongens werd weerspiegeld in de voortdurende aanwezigheid van jonge jongens in zijn gedichten. In 1956 nam hij een veertien jaar oude straatjongen mee naar het huis, waarin hij samen met zijn moeder woonde. De jongen, Raffaele, bleef al met al veertien jaar bij hem. Penna’s was vaak arm en toen hij wat ouder was kwam een groep intellectuelen met een manifest in de krant Paese Sera om hem te helpen.

 

Op de pier

De wind blaast hard over de pier. Mijn ogen
vangen een rustig lichtspel op. Er vaart
een zeiljacht op zijn kant, met in de stilte
aan ’t roer een haast horizontale man.
Zachtjes en stil waait van een jongenskop
een muts, die ’t woelig zeevlak raakt zoals
een bal de lucht. En vurig als een vlam
rest mij in ’t koude spel van licht dat hoofd
met wapperende haren.

 

Vertaald door Frans van Dooren

 

The light was fadeless

The light was fadeless where a soldier sat
in solitude upon a parapet.
He turned his back on all the countryside
until the melancholy bride appeared.
The sun had bound us both with one strong thread:
dead we were, but we did not know it yet.

 

I must be growing old

I must be growing old, if I could stay
seated so long a journey, seeing nothing
except the rain, if but one weary ray
of silent life… (The workmen occupied
my train and then abandoned it; they bore
from suburbs to the tenderness of lakes
their slumber with the tools they always carry.)
I too-in bed at last-aloud I cried:
“Men are we all, and less debased than weary!”

 

Vertaald door Francis Henchy

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Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006.

Augen

Diese offnen Augen
und du bist
in der Bläue
die kein Sommer ist

Bläue ohne Duft
und ohne Jahr
schattenlose
die kein Winter war

Sonnen, Zeiten, Räume
alle leer
namenlose Bläue
ohne Meer

ohne Abgrund
Ahnung, Alter, Licht
nichts als Bläue
blind vor dem Gesicht.

 

Dass Du

Dass Du
mir nicht zerfällst
im Traum
nicht zwischen den Händen
Gesicht unkenntlich
Augen aus Salz und Kohle
Finsterwasser
Gestalt ohne Umriß
ohne Duft, ohne Schatten
verlorener als Nichts
denn es fehlt die Gewißheit
des Todes

Meckel

Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

De Amerikaanse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York. Zij schreef 16 boeken, waarvan „The Best of Everything“ het bekendste is. De roman werd in 1959 verfilmd met Joan Crawford in de hoofdrol. Haar laatste roman „The Road Taken“ publiceerde zij in 2000.

Uit: The Best of Everything

You see them every morning at a quarter to nine, rushing out of the maw of the subway tunnel, filing out of Grand Central Station, crossing Lexington and Park and Madison and Fifth avenues, the hundreds and hundreds of girls. Some of them look eager and some look resentful, and some of them look as if they haven’t left their beds yet. Some of them have been up since six-thirty in the morning, the ones who commute from Brooklyn and Yonkers and New Jersey and Staten Island and Connecticut. They carry the morning newspapers and overstuffed handbags. Some of them are wearing pink or chartreuse fuzzy overcoats and five-year-old ankle-strap shoes and have their hair up in pin curls underneath kerchiefs. Some of them are wearing chic black suits (maybe last year’s but who can tell?) and kid gloves and are carrying their lunches in violet-sprigged Bonwit Teller paper bags. None of them has enough money.”

Jaffe

Rona Jaffe (12 juni 1932 – 30 december 2005)

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Toen zij zeven jaar was kwam zij met haar familie naar Duitsland (Hannover). Zij volgde na het gymnasium een acteursopleiding en vond daarna werk in Neurenberg, Dortmund en Keulen. Sinds 1981 speelt zij ook solovoorstellingen en houdt zij lezingen. In 1991 verscheen haar eerste roman Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker. In 2006 schreef zij scenes voor het theater Die Hände meiner Mutter, een hommage aan haar overleden moeder.

Uit: Über Liebe, Götter und Rasenmähn (2003)

Ich kann nicht über die Liebe reden, ohne auch
über die Götter zu reden. Ich sage immer
>Götter<,weil ich irgendwie mit mehreren aufgewachsen bin, und deswegen existiert für
mich das Überirdische nur im Plural. Als eine Art Götter-WG.
Also, die Götter waren jedenfalls meine ersten Lieb-haber. Das heißt, sie waren die Ersten,
deren Namen immer in Verbindung mit >Liebe<
benutzt wurden. Von jedem.

Nun, als ich vor Ewigkeit im Diesseits sichtbar
wurde, haben mir alle Menschen, die auf mich herabblickten, gesagt, dass auch sie mich allesamt sehr lieben würden.
Und gewissermaßen als Beweis ihrer großen Liebe wurde ich ständig geküsst, umarmt, gedrückt, getragen, gefüttert, gewaschen, gekniffen,
herumgereicht und bespuckt, besonders bespuckt, ja sogar sehr oft bespuckt.

Das ist so Brauch im Orient. Je mehr ein Kind geliebt wird, desto nasser wird es.
Dieses Spucken hat etwa dieselbe Bedeutung wie das abendländische Toi, toi, toi! Nur dass es
eben Tüh, tüh, tüh! ausgesprochen wird.

Demirkan

Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)