Ida Gerhardt, Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Gaby Hauptmann, Tor Jonsson, Michael Basse, Dolce far niente

Dolce far niente

 

 
La Mélancolique door Jules Pascin, 1909

 

Kwade dagen

Ga niet naar anderen als dat leed u slaat
dat een mens kromt, of als een wig u splijt;
ga niet naar anderen: raak uw kracht niet kwijt,
die harde kern, waarmee u het bestaat.
En houd uw huis in stand, gelijk altijd.

Ga niet naar anderen: hun blik verraadt
weigering, te beseffen wat er is.
Straks woedt hún onrust om in uw gemis.
Mijd hun bedisselen, hun ergernis
dat ge u blijkbaar niét gezeggen laat.

Zoek het bij een goede vriend, u toegewijd,
één die u niets verwijt, niets vraagt, niets raadt,
maar u verdraagt met uw beschreid gelaat.
Die, zelf zwijgzaam, u kent voor wie ge zijt
en merkt dat het, nog bevend, berg-op gaat.

 

 
Ida Gerhardt (11 mei 1905 – 15 augustus 1997)
Gorinchem, de geboorteplaats van Ida Gerhardt

 

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

De nacht is veel te groen

De nacht is veel te groen
om krekels van het
blauw te onderscheiden

waar is het licht
dat leeggezogen weiden
uit hun stramme schaduw dwingt?

Je hoort geen stilte
die luider snikt
dan legers meeldraden
– ze vechten voor wat licht –

schrijf met glazen woorden
de scherven op hun dode bloemenmond.

de tijd eet geld met hopen
en af en toe
zich rond.

 

Moedervlek

Soms is het kind een wimper in je oog
of noem het maar
een vleselijk schandaal
een slak of een worm je durft het
niet zeggen
de deur staat open

Je schrijft een naam op zijn buik
een landschap met honderd gebaren
want je bent sprakeloos
als vaders met open oren
en naakt als een zeehond
die rilt in zijn huid

Waar komt het buurmeisje vandaan
dat met hoofdletters spreekt
ik zou haar cacao willen geven
en een moestuin met mussen bijvoorbeeld

Je denkt: het is een prins
met wollen wangen
en jurkjes uit valenciennekant
misschien had het geen vader
en opa, dat moet je noteren
al jarenlang weg

dus
zwijg je maar
over zijn oortjes
die lieflijk als zwemvliezen zijn
nagels die je nooit hebt geknipt

toch is het geboren met gembergeel
de moedervlek

 
Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

 

De Oostenrijkse schrijver, essayist en uitgever Karl-Markus Gauß werd geboren op 14 mei 1954 in Salzburg. Zie ook alle tags voor Karl-Markus Gauß op dit blog.

Uit: Der Alltag der Welt

„Vor jeder der zahllosen Türen blieb ich stehen, auf der Suche nach dem Zimmer mit der Nummer Abt. VII, 1.21, in dem ich mit meiner Unterschrift genehmigen würde, was notfalls auch gegen meinen Willen erzwungen werden könnte, dass nämlich die Oberleitung des städtischen Busses, der durch meine Straße fährt, eine neue Verankerung in der Fassade unseres Wohnhauses erhalte, direkt neben unserem Küchenfenster im zweiten Stock. Kein Mensch war zu sehen, offenbar war der Amtsverkehr mit und ohne Oberleitung erloschen, fast schon, dass ich die Sehnsucht verspürte, einer der Inspektoren oder Adjunkten von früher, wie längst keine mehr existieren, würde aus seinem Zimmer stürmen, mich anherrschen und mit dem mündlichen Bescheid, dass ich schon wieder die Frist übersehen habe, mein Anliegen gebührenpflichtig einzureichen, von der Schwelle scheuchen. Mit der eilfertigen Beflissenheit, mit der ich immer alles richtig zu machen versuche und die alles in allem das ist, was ich in meinem Leben seit jeher falsch mache, schlich ich über den Gang und bemühte mich, so leise wie möglich aufzutreten und einzuatmen. In der vollkommenen Ämterstille aber fehlte etwas, das es vor den zwanzig Jahren, als ich das letzte Mal hier gewesen war, noch gegeben hatte. Erst auf dem Nachhauseweg fiel mir ein, was es war: das Klappern der Schreibmaschinen. Damals hatte es aus allen Zimmern geklappert, selbst durch geschlossene Türen und dicke Wände, die sonst jedes Lebenszeichen verschluckten, war es zu hören gewesen, und dieses Klappern war monoton, aber nicht gleichmäßig und nicht eintönig, denn es kannte Takte, in denen es sich beschleunigte, und Pausen, in denen es abrupt stockte, und je schneller es voranging, umso höher schien die Tonlage zu werden, während die von ungelenker Hand nur sporadisch gesetzten Anschläge bedeutungsschwer tief klangen.Wer damals einen Behördengang zu erledigen hatte, ging wie durch eine vormittägliche Musikschule, in deren Übungsräumen die Schüler an Ersatzklavieren klappernd immer dieselben Etüden spielten. Die Schreibmaschine ist aus den Büros verschwunden, und der Zeitschrift, die ich herausgebe, schicken nur mehr zwei Mitarbeiter ihre Texte nicht als elektronische Dateien, sondern auf dem Postweg als Typoskripte zu, die mit Schreibmaschine verfertigt wurden und die sie mit etlichen handschriftlichen Korrekturen versehen. Größere Passagen korrigieren sie mithilfe jenes weißen Plättchens, das man zwischen Papier und Farbband fixieren musste, damit man die falschen Buchstaben und fehlerhaften Worte wieder entfernen konnte, und ich muss Hermann Schreiber und Hansjörg Graf, die beiden neunzigjährigen Münchener aus Österreich, einmal fragen, woher sie diese Plättchen noch beziehen oder ob sie seinerzeit einfach so viele Tipp-Ex im Voraus gekauft haben, dass es für ihr Leben und viele tausend Manuskriptseiten reichen mag.“


Karl-Markus Gauß (Salzburg, 14 mei 1954)

 

De Duitse schrijfster Gaby Hauptmann werd geboren op 14 mei 1957 in Trossingen. Zie ook alle tags voor Gaby Hauptmann op dit blog.

Uit: Plötzlich Millionärin – nichts wie weg!

„Ich hätte auf meine Vorahnung hören sollen. Wieso habe ich das nicht getan? Ich habe sie beiseite gewischt. Aber hinterher ist man immer schlauer – wer weiß das nicht!
Jetzt sitze ich auf diesem Flughafen, mitten in Afrika, und schüttle nur noch den Kopf: über mich, über das Schicksal, überhaupt darüber, dass die Dinge nie so sind, wie sie scheinen.
Wenn man zu einem Zeitpunkt, da einem das Wasser bis zum Hals steht, im Lotto gewinnt, dann wendet sich doch alles zum Guten. Glaubt man. Ja, eigentlich sollte man das glauben.
Gleichzeitig beginnen aber die Dinge um einen herum, ein dynamisches Eigenleben zu entwickeln. Denn eines ist sicher: Kaum hast du Geld, kommt die Gier der anderen. Und ich habe es nicht bemerkt.
Aber jetzt stecke ich mittendrin und habe Entscheidungen zu treffen, von denen ich vor Kurzem nicht einmal geträumt hätte. Wozu auch. Ich hatte ja kein Geld und war deshalb uninteressant für die meisten Menschen. Jetzt habe ich Geld, und einiges hat sich geändert. Für manche Menschen bin ich jetzt interessant. Sehr interessant.
Vor allem für meine eigene Familie.
Immerhin habe ich nun Zeit zum Nachdenken, denn ich habe meinen Weiterflug verpasst und bin gestrandet. Nachts in Nairobi. Und Hunderte von Fluggästen mit mir, weil unser Flugzeug von Johannesburg Verspätung hatte und der Anschluss nach Bangkok pünktlich war – also weg. Folglich sind wir nun alle hier, hier in Nairobi. Und stehen alle in einer langen Schlange vor einem einzigen Schalter, denn alle müssen übernachten. Das bedeutet, raus aus dem Flughafen. Aber bevor man Kenia betreten darf, braucht man ein Transit-Visa-Tagesticket. Die gelben Formulare sind angesichts der Menge an Menschen aber ausgegangen. Die weißen Formulare sind die falschen. So stehen nun alle in der Schlange und warten. Es sind noch zwei weitere Schalter besetzt: Dort aber steht niemand an, denn zwei Schilder »First Class« und »Diplomaten« zeigen uns, dass wir eben nur einfache Economics sind. Ein Herr mit Aktentasche probiert es trotzdem und wird von einer gähnenden Beamtin zurück in die lange Schlange geschickt.“


Gaby Hauptmann (Trossingen, 14 mei 1957)
Cover

 

De Noorse dichter, schrijver en journalist Tor Jonsson werd geboren op 14 mei 1916 in Lom, Oppland. Zie ook alle tags voor Tor Jonsson op dit blog.

I am sorrow and joy

Shape me not anew with shadow.
I wish to be the one I became.
I am sorrow in white clothing,
I am joy dressed in black.

Shape me not anew with joy.
I became who I wished to be:
Ruler of an unknown kingdom,
Slave in my own time.

 
Tor Jonsson (14 mei 1916 – 14 januari 1951)

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Basse geboren op 14 april 1957 in Bad-Salzuflen / Nordrhein-Westfalen. Zie ook alle tags voor Michael Basse op dit blog.

Uit: Ein einziges lyrisches Missverständnis

„Doch damit sind die Parallelen nahezu erschöpft. Während Borchardt in Lucca mit Vorliebe königliche Hoheiten empfing, avancierte Rapallo unter Pound zum internationalen Treff für Musiker und Komponisten (von Igor Strawinsky bis George Antheil), und Dichter (von W. B. Yeats bis T. S. Eliot). Während Borchardt, der zu Beginn des Ersten Weltkriegs noch vom “Untergang des alten autonomen Europas und seiner kulturellen Übernahme durch das deutsche Imperium” träumte, auch danach noch an der deutschen Mission festhielt und einen aggressiven Chamberlain-Hitler-Pakt gegen Franco favorisierte, schwor Pound – vom ersten Weltkrieg gründlich desillusioniert – allen imperialistischen Visionen ab, mutierte zum Kriegsgegner und Internationalisten und schrieb seinen “Mauberly”-Zyklus. Hitler hielt er von Anfang an für einen “epileptischen Hinterwäldler”, während ihm der Duce – wie vielen italophilen Ausländern – der einzige Garant für ein kulturell fortschrittliches Europa zu sein schien. Mit anderen Worten: während Pound selbst noch als angeklagter “Hochverräter” seinen republikanischen Überzeugungen treu blieb und den Faschismus in seiner italienischen Spielart nur insoweit goutiert hatte, als er die res publica “fortschrittlicher” (und das hieß für ihn “gemeinnütziger und friedlicher”) organisierte als der wild gewordene Kapitalismus, der zu Weltkrieg und Börsenkrach geführt hatte, huldigte Borchardt unverdrossen einem untergegangenen deutschen Wilhelminismus samt seinen imperialen Ansprüchen. Borchardts überstrapazierter Leitbegriff hieß nicht “Republik” sondern “deutsche Nation”, und zwar eine, die im Zweifelsfall über alles ging (also auch über Leichen).”

 
Michael Basse (Bad-Salzuflen, 14 april 1957)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e mei ook mijn blog van 14 mei 2018 en eveneens mijn blog van 14 mei 2017 deel 2.

Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Wilma Vermaat, Frans Bastiaanse, Dante Alighieri, Krister Axel, Jens Sparschuh

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

Uit: Een spiegel op uitkijk

2.
De Heer van zeven dagen
laat vruchtbaar zijn
geeft vleugelslag aan valk en
gier en haastig komen katten
in verleiding.

Ligusters wijken uit elkaar
voor man en vrouw gedreven
uit het zand. Zij leven.
Met nieuwe longen eten
zij de appels van de bomen
hun ingewanden malen alle
vezels fijn.

Zij worden met namen genoemd. Zij
schuiven rij aan rij het dranghek
uit: teder hun eerste begeerte
aanraakbaar de huid.

 

Uit: De witte pauw (Samen met Annouk Westerling)

Dans van de witte pauw

Dans van de witte pauw
Wit in wit in spetters
op asfalt. Scherp gelijnd
in waaiend tegenlicht.
Sterrenstof op streepjespak.

Hitsig danst hij rond en rond
hooggehakt op spitse pumps
kopje duikend in de wind
schaduw snel in krijt gezet.

Molenwiekend bruidsboeket
met zacht geruis in tule sleep.

 
Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)
Foto bij „Dans van de witte pauw“ door Annouk Westerling

 

De Oostenrijkse schrijver, essayist en uitgever Karl-Markus Gauß werd geboren op 14 mei 1954 in Salzburg. Zie ook alle tags voor Karl-Markus Gauß op dit blog.

Uit: Der Alltag der Welt

„Nach einigen Minuten, von denen ich wünschte, sie würden nicht zu schnell vergehen, deren Ende ich aber doch mit angespannter Aufmerksamkeit erwartete, denn die Abmoderation durfte mir nicht entgehen, erfuhr ich vom Radiosprecher, dass es sich bei dem Instrument um eine Gambe, bei dem Komponisten um Carl Friedrich Abel und bei dem Stück um dessen berühmtes Arpeggio Nr. 205 handelte. Der Gestalter der Sendung erwähnte noch, dass die Gambe in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihre Stellung in den Orchestern verlor und ihre Bedeutung als Soloinstrument einbüßte, nach und nach kaum mehr Stücke für Gamben geschrieben wurden und jener Carl Friedrich Abel zu seiner Zeit als der letzte Virtuose und der bedeutendste Komponist von Stücken für dieses Instrument galt. Als er 1787 starb, habe ein Verehrer geschrieben, mit ihm sei die Kunst der Gambe selbst ins Grab gesunken.
Abel stammte aus Köthen in Sachsen-Anhalt und hatte jahrelang in London gelebt, als gefeierter Virtuose, gefragter Komponist und grandios scheiternder Konzertveranstalter. Er war damals so berühmt, dass der junge Mozart zu ihm pilgerte, um Tonsatz bei ihm zu studieren, und die Sinfonie, deren Noten er sich zu diesem Zweck bei Abel kopierte, galt eine Zeitlang als seine eigene, wurde in das Köchelverzeichnis aufgenommen und erst später wieder als Abels Werk identifiziert. Im Lexikon schlage ich nach, was es mit dem Schöpfer dieser wundersamen Musik auf sich hat, und lese, dass sich der Vielbewunderte nach mancher Enttäuschung entschlossen in den frühen Tod gesoffen hat und in London in der Gosse gestorben ist – kein Avantgardist, der die Musik der Zukunft vorwegnahm, sondern ein Arrièregardist, der dem Ton seiner Zeit nachtrottete und endlich, als neue Töne angeschlagen wurden, zur Seite trat und die Musik der Gambe, ein verschwindender Klang der Welt, mit sich in die Grube nahm. Und doch muten seine Gambensuiten an, als würden sie viel spätere Töne vorwegnehmen, sie klingen, als würden darin, in hohem Tempo, fortwährend Akkorde ausgespielt werden, und erinnern mich so daran, was mancher in rasanten Läufen mit seiner Elektrogitarre aufzuführen versuchte.
Wenn es in einem Amt, in dem man etwas zu erledigen hat, leer und still ist, dann hat man das Gefühl, es wäre, was es nicht sein kann und sprachlogisch unmöglich ist, nämlich leerer als leer und stiller als still, ein schwarzes Loch der Bürokratie, das alles Leben eingesaugt und verschlungen hat. So empfand ich es, als ich gestern im zweiten Stock des Amtsgebäudes diesen unerhört langen Gang erblickte.“

 
Karl-Markus Gauß (Salzburg, 14 mei 1954)

 

De Duitse schrijfster Gaby Hauptmann werd geboren op 14 mei 1957 in Trossingen. Zie ook alle tags voor Gaby Hauptmann op dit blog.

Uit: Scheidung nie – nur Mord!

“Vielleicht spinne ich ja schon. Oder auch nicht. Wer weiß das schon? Der Baum, an dem ich gerade lehne? Der vielleicht am ehesten. Der kennt mich schon so lange, und er ist beständig. Vielleicht ist er das Beständigste, das mir in meinem Leben je begegnet ist. Aber jetzt bin ich bald fünfzig. Fünfzig. Man stelle sich das vor. Nein, ich stelle mir das vor. Ich bin bald fünfzig. Wie alt mag der Baum sein, an dem ich lehne, wie alt das Moos, über das ich streiche? Es fühlt sich frisch an. Wie ein weicher, frischer Teppich, kurz geschoren, widerständig. Ich bücke mich und schaue es mir genauer an. Erstaunlich. So viele kleine Halme, und alle streben nach oben. Das habe ich auch mal. Nach oben gestrebt. Ich lehne mich wieder zurück. Er tut gut, dieser Wald. Dieses grüne Dach über mir, das mich abschirmt, dieses Moos unter mir, das mich beschützt, diese Geräusche, das Knistern und Ächzen und Wachsen und Sterben der Bäume. Bei diesem Gedanken höre ich auf. Überhaupt würde ich gern zu denken aufhören, denn ich denke immer bloß: Was soll ich tun? Wohin führt mein Weg? Ich lehne an meinem Baum, das tut mir gut. Der war hier, der ist hier und wird mich überleben, wenn die Forstwirtschaft ihn nicht killt. Alles wird verändert, beseitigt, getötet. Gibt es etwas, das nicht getötet wird? Ich spüre, wie sich meine Hand ins Moos krallt. Nein. Ich werde es nicht herausreißen, nein, ich werde nicht zu den achtlosen Killern gehören. Trotzdem ist die Verlockung da, und ich spüre, wie ich gegen meinen Drang ankämpfen muss. Steckt in jedem Menschen ein Killer? In jedem Individuum? Tötet nicht jeder jeden, damit er selbst leben kann? Tötet der Mensch aus Lust? Aus purer Lust?
Stefan. Ich hatte ihn verdrängt. Ich möchte nicht an ihn denken. Aber er drängt sich mir auf, wie er sich während unserer ganzen Ehe zwanzig Jahre über aufgedrängt hat. Ich habe ihn geheiratet. Ich bin selbst schuld. Nein, ich bin nicht schuld! Ich stehe auf. An der rauen Rinde entlang schiebe ich mich nach oben. Ich spüre, wie sich mein Pullover hochschiebt und die Rinde an meiner Haut kratzt. Wahrscheinlich habe ich jetzt rote Striemen auf meinem Rücken. Auf meinem makellosen Rücken, denn bei uns muss ja immer alles makellos sein. “

 
Gaby Hauptmann (Trossingen, 14 mei 1957)
Cover

 

De Nederlandse schrijfster Willemina (Wilma) Vermaat werd geboren in Zetten op 14 mei 1873. Zie ook alle tags voor Wilma Vermaat op dit blog.

Uit: Albert en Dieneke

“De Grootmoeder van Albert met haar spierwitte hoofd gebogen over het grove naaiwerk, dat menschen uit de stad haar opdroegen, en naast dat witte hoofd het donkerbruine van Albert’s moeder, in spanning van ijver over het fijnere werk, dat altijd áf moest.
’s Morgens en ’s middags en ’s avonds zaten ze tegenover elkander aan de tafel, die vlak voor het venster geschoven stond, opdat ze zoo lang mogelijk licht zouden hebben op hun bezige handen.
Als de zon in de kamer scheen, lag er over het hoofd van de moeder een sluiertje van goud, de kleine, bleeke Grootmoeder droeg een zilveren kroontje.
Ze wisselden geen noodelooze woorden. Als Albert er niet was, werd de stilte waarin zij leefden alleen verbroken door het regelmatige snorren van de naaimachine, het plotselinge klikken van een schaar, of een opmerking over het werk.
Verder was tusschen hen het woordenlooze spreken van twee menschen, die elkander door en door kennen en samen veel doorleden.
Hun huisje was ’t laatste in een armoedige stadsvoorstraat; maar daardoor was ’t ook het begin van de vrijheid. Want in plaats van de lage, vervelooze huizenreeks, begon een breede beukenlaan door de open heerlijkheid van het korenland naar de heuvels heen te trekken, die heel in de verte steil uit den Enkrand opsprongen, om aan de andere zijde langzaam af te dalen naar de bosschen en de ongemeten heidevlakten, die daarachter wegdroomden naar den horizont.
Aan den akkerrand lagen de boerderijen met hun bronzen daken, en hooischelven in kransen van eik- en lindeboomen.
Albert’s moeder keek soms even verlangend van haar werk op naar de groene schemering tusschen de beukestammen, dan arbeidde ze weer ijverig voort om het brood te winnen voor haar jongen, die leeren moest, omdat hij zoo goed leeren kon…. zoo buitengewoon goed…………………… Tot zoover spraken de moeder en de grootmoeder het een enkele maal tegen elkander uit, het overige vulden ze aan zonder woorden.
Als ze het hardop zeiden, zou het verdriet van hun leven misschien weer gestalte aannemen en een schaduw werpen over Albert’s kinderbestaan.”

 
Wilma Vermaat (14 mei 1873 – 20 maart 1967)
Portret door Roeland Koning, 1948

 

De Ierse schrijver Eoin Colfer (zijn voornaam wordt uitgesproken als Owen) werd geboren in Wexford op 14 mei 1965. Zie ook alle tags voor Eoin Colfer op dit blog.

Uit: WARP – The Reluctant Assassin

“Bedford Square. Bloomsbury. London. 1898
There were two smudges in the shadows between the grandfather clock and the velvet drapes. One high and one low. Two pale thumbprints in a black night made darker still by blackout sheets behind the thick curtains and sackcloth tacked across the skylights. The lower smudge was the face of a boy, soot blackened and slightly shivering inside the basement chamber. This was young Riley, brought this very night on his first killing as a test. The upper smudge was the face of a man known to his employers as Albert Garrick, though the public had once known him by a different name. His stage name had been the Great Lombardi, and many years ago he had been the most celebrated illusionist in the West End, until during one performance he actually sawed his beautiful assistant in half. Garrick discovered on that night that he relished taking a life almost as much as he enjoyed the delighted applause from the stalls, and so the magician made a new career of assassination. Garrick fixed his flat murderer’s eyes on Riley and gripped his shoulder, long bony fingers pressing through the fabric of the boy’s coat, pinching the nerves. He didn’t say a word but nodded once, a gesture heavy with reminder and implication. Think back, said the inclined chin, to your lawn of this afters won. Move silently as the Whitechapel fog and slide the blade in until your fingers sink into the wound. Garrick had instructed Riley to haul a dog carcass from the Strand to their Holborn rooms and then practise his knife work on the suspended remains so he would be accustomed to the resistance of bone. Novices have the mistaken impression that a sharp blade will slip in like a hot poker through wax, but it ain’t so. Sometimes even a master like myselfran come up against bone and muscle, so be ready to lever down and force up. Remember that, boy. Lever down and force up. Use the bone itself as yourfithrum.”

 
Eoin Colfer (Wexford, 14 mei 1965)
Cover

 

De Nederlandse dichter Wilhelm Ange François (Frans) Bastiaanse werd geboren in Utrecht op 14 mei 1868. Zie ook alle tags voor Frans Bastiaanse op dit blog.

 

Druilende Dag

Binnenvaartscheepjes met zwart-glanz’ge rompen
Liggen te domm’len langs de kade-lijn
In regenschemering, als donk’re klompen,
Die kinderlijk getuigd met lompen zijn.

Een vlagje rook, van diep ultramarijn-
Blauw, dat de vochtbezwaarde nevels dompen
Waar ’t even wappert, wimpelt uit het stompe
Vierkanten houten schoorsteenpijpje; een klein

Bruin glimmend schipperke loopt langs de boord
Van ’t schip, blaft naar zijn buurman, om gestild
Druilstaartend, ’t trapje af naar de roef te gaan.

Dan valt de nacht; de schipper hijst aan ’t koord
Het mastlicht op, dat vreedzaam medetrilt
Met stadslantarens, die op schildwacht staan.

 

Eens en Nu

Wel ben ik blijde om ’t Leven, maar de extase
Der Jeugd was nu sinds lang niet meer voor mij,
Gegaan ook ’t nauw doorworsteld noodgetij,
Waarmee der wereld stormen om ons razen!

En ‘k zie het Leven als door koele glazen:
Een blauwe stroom, een zonbeglansde wei,
Waar ’t bruine paard en blanke koeien grazen,
En een wit zeil drijft, achter ’t groen, voorbij.

Maar, dankbaar om het schoon, dat is gebleven,
Zie ik der jaren staêge wisselingen,
’t Najaar in goud, de Lente in bloesem staan,

Niet wetend, of ik lééfde of eerst gíng leven,
En of de storm’ge dagen, die vergingen
Wel schoner waren, dan dit nieuw bestaan.

 
Frans Bastiaanse (14 mei 1868 – 12 juni 1947)

 

De Italiaanse dichter Dante Alighieri werd tussen 14 mei en 13 juni 1265 (volgens hemzelf in de Divina Comedia in de Goede Week en in het teken van de Tweelingen) in Florence geboren. Zie ook alle tags voor Dante Alighieri op dit blog.

Uit: De Goddelijke Komedie (Vertaald door Christinus Kops)

En een wolvin die zo was uitgemergeld,
dat zij van aller vraatzucht scheen bezeten,
en die reeds velen ’t leven had verdorven,

benauwde mij zo drukkend zwaar de boezem,
door de angst die zij mij aanjoeg met haar blikken,
dat ik de heuveltop nooit dacht te halen.

Zoals de man die gaarne schatten stapelt,….
wanneer de tijd hem alles doet verliezen,
in ’t droevig hart z’n lot beklaagt en jammert,

zo ging het mij door dat onrustig monster,
dat op mij aandrong en allengs deed wijken
naar ’t oord, waarin de Zon zijn licht doet zwijgen.

Terwijl ik nu als neerviel in de laagte,
verhief zich voor m’n ogen ’n gestalte,
die al maar zweeg alsof hij niet kon spreken.

Toen ‘k in die wijde stilte hem aanschouwde,
riep ik met luide stem: ‘ontferm u mijner,
wat of ge ook zijt óf schim óf menslik wezen!’

‘Mens ben ik niet; ik wàs ‘t,’ klonk mij nu tegen,
‘M’n ouders waren uit het Lombardijse
en Mantua is’t vaderland van beiden.

Ik kwam sub Julio, schoon laat, ter wereld
en leefde in Rome, toen de goede Augustus
heerste in de tijd der valse leugengoden.

‘k Was dichter en bezong eens in mijn verzen
Anchises’ vrome zoon, die Troje ontvluchtte,
toen ’t trotse Ilion verzonk in vlammen.

 
Dante Alighieri (14 mei/13 juni 1265 – 13/14 september 1321)
Portret van Dante door Attilio Roncaldier de Agostino (1801-1884)

 

De Amerikaanse dichter en musicus Krister Axel werd geboren op 14 mei 1974 in Parijs.Zie ook alle tags voor Krister Alex op dit blog.

Brooklyn

She said show me all the ways that you would hold me
The way that you feel empty to know I’m not around
Teach me all the things that you find holy
About living in the city and finding your way home
Tell me I am not alone
Tell me I am not alone

All the way out
All the way down

Brooklyn, she’s like poetry in the morning
She mends my faith when I am broken, a bridge over the past
She says baby, I’ll change my shoes and pull my hair back
Throw some hope into this backpack and see what comes of the day
They say love gets in the way
They say love gets in the way

All the way out
All the way down
All the way in
Leads me back to Brooklyn

Leads me back to Brooklyn
Leads me back to Brooklyn
Fate won’t let me down

Brooklyn follows birds across the ocean
Leaves her white Honda running and settles on a star
They say love can break your heart

All the way out
All the way down
All the way in
Leads me back to Brooklyn

 
Krister Axel (Parijs, 14 mei 1974)

 

De Duitse schrijver Jens Sparschuh werd geboren op 14 mei 1955 in Karl-Marx-Stadt en groeide op in Oost-Berlijn Zie ook alle tags voor Jens Sparschuh op dit blog.

Uit:Das Leben kostet viel Zeit

»Stimmt was nicht?« »Ja«, sagte Wanda. Lange schaute sie Brose an. Und dann sagte sie leise, fast entschuldigend: »Eigentlich — — alles.« Ein Lächeln hing verrutscht in ihrem Gesicht; jeder-zeit, so schien es, konnte es herunterfallen und in tausend Stücke zerspringen.
Dabei, an diesem Diensteig hatte alles so perfekt begon-nen. Ein richtig guter Vormittag hätte es werden können. Luftig zogen ein paar Wolken über den beinahe schon sommerlichen Frühlingstag hinweg. Als weißflockiges Kontrastprogramm zum himmlischen Blau ließen sie das Firmament noch höher erscheinen, noch intensiver leuch-ten, flirren.
I)ic beigefarben Lebenslauf Mappe locker unter den Arm geklemmt, war Titus Brose um halb zehn vom Park-platz gekommen, durch das Foyer geschritten, selbstbe-wusst am Fahrstuhl vorbei, den er wie stets stolz ignoriert hatte, um dann, immer zwei Stufen auf einmal, zu ihr in den zweiten Stock zu eilen. Nachdem cr kurz angeklopft hatte, war er in Wandas Zimmer getreten. Was heißt »ge-treten«? Hineingeweht war er, wie ein Frühlingswind. Auf demonstrative Weise wurde er in diesem Senioren-heim jedes Mal unglaublich leichtfüßig; das war unfair, er wusste c..>. Es war eine widerrechtlich angemaßte Jugend-lichkeit, die sich nur angesichts des allgemeinen Siechens und Kriechens rundum behaupten konnte; abstellen ließ sich es trotzdem nicht. Sogar an Blumen für Wanda hatte er noch gedacht, Tulpen von Shell, gelbe und rote. Unterm Strich waren es exakt die zweihundertvierzig Seiten geworden, die sie vereinbart hatten; darüber war Brose sehr froh. Der Fototeil musste noch eingearbeitet werden, kein Problem. Auf ein Namensregister verzichte-ten sie natürlich. Mehrkosten waren keine angefallen. Sie mussten sich abschließend noch über einen Titel für Wandas Lebenslauf verständigen. »Wanda im Wan-del«, wie es Brose einmal, als ihm ihre Erzählung zu sehr mäanderte, spaßeshalber vorgeschlagen hatte, war natür-lich Unsinn, aber etwas in dieser Richtung hätte es seines Erachtens schon sein können. Wanda hatte sich extra für diesen Anlass schick ge-macht, es schien ihr also wichtig zu sein. Schließlich, es war das erste Mal, dass sie schwarz auf weiß zu lesen bekam, was »dieser junge Mann« — und damit war tat-sächlich er, Brose, gemeint — aus den Mitschnitten ihrer mehrtägigen Sitzungen herausgefiltert, in eine chronolo-gische Ordnung und am Ende zu Papier gebracht hatte. Diese kupferfarben schimmernde Seidenbluse bei-spielsweise, die sie an diesem Tag trug, kannte er noch gar nicht. Ebensowenig die Kette mit den kullerigen Bern-steinen, die ihn an Honigbonbons erinnerten. Sie hatte wohl auch versucht, sich zu schminken. Die schrägen schwanen Striche anstelle ihrer Augenbrauen wirkten clownesk, wie von einer frechen Kinderhand gemalt.“

 
Jens Sparschuh (Karl-Marx-Stadt, 14 mei 1955)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e mei ook mijn blog van 14 mei 2017 deel 2.

Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Wilma Vermaat, Frans Bastiaanse

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

Ik zou je

Ik zou je als zaligheid
bestempelen
soms ben je hard

Ik zou je met lauweren
omhangen
je ogen spuien licht

Ik zou je met goed fatsoen
roerloos naast een ander leggen
het is vergeefse moeite

Bijna was ik doorgegaan
met wolken op je
hoofd te stapelen
van je lichaam
een vindplaats te maken
vol goud en zilverlingen
maar ook dat is vals bericht

Je bent het breviarium
van mijn langste dag
de gastheer aan mijn tafel
het transparante
in dit gedicht.

 

Wierook van vandaag

Als jij niet meer komt
ga ik je tegen
al moet het dan met huiver
van volslagen manke benen
ruimten vullen we op
met tijd die we hebben
verspeeld
de leegte van gisteren
met wierook van vandaag

terwijl de kievit in mijn
droom danst op de vijver
dragen ranonkels op
stijve stelen de stilte
uit het huis

hetgeen nog komen moet
hangt als een klepel
in mijn schaarse boom.

 
Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)
Cover

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Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

Ach, hoe sereen en listig de narcissen in april

Op de dag
dat het gebeurde
had het gevroren

Het serveren van de thee was
nauwelijks een ritueel naast
het bed dat begroeid was
met bloemen van hen
die je niet meer wilde zien

Het sap nog in de mond
van sinaasappelmarmelade
deed mij eraan denken
dit is geen sinister sprookje

De zuster kwam bedauwd
de kamer binnen
met voeten verend
onder schaars gewicht
Op een gedempt klavier
van juist gestemde woorden
vroeg ze naar de nacht
en naar de morgenboterham
waarna ze hoorbaar
voorzichtig als een vis
door kieuwen ademde

de zeep stond klaar
de schone handdoek als fluweel
gevouwen en gladgestreken
voor het toedekken
van zoveel doelloos lichaam

Ik tastte aan de golven
van uitgebloede aders
geen aroma’s meer
van japanse kerselaren in de tuin
waar het gekanker met kapotgevreten
vingertoppen ook daar niet ophield
te bestaan

Ach, en wat sereen en listig
de gele bekken van narcissen
in april

 

Nog eenmaal

Nog eenmaal om precies te zijn
zou ik een kind willen baren
Het ritueel van de ogenblikken
in mij opslaan als in een gouden kooi

Het lichaam dat zich opent om zwijgend dicht te gaan
in de trance van het afgebakend moment

Te weten dat ik vrouw ben
en niet zomaar vermoeid
van steeds weer stappen over zebrapaden
met kinderen in donker uniform
en boekentassen vol verzamelingen

Straks de quiche Lorraine op tafel
en schoenen poetsen voor het vertrek
de brooddoos met het gebakje, het springtouw voor de middagpauze

Nog éénmaal wil ik wakker worden
met het weke lijfje aan mijn weke mond
Het hart op het hart

 
Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

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Karl-Markus Gauß, Jo Gisekin, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri

De Oostenrijkse schrijver, essayist en uitgever Karl-Markus Gauß werd geboren op 14 mei 1954 in Salzburg. Zie ook alle tags voor Karl-Markus Gauß op dit blog.

Uit: Lob der Sprache, Glück des Schreibens

„Als Bianca Jagger in Salzburg einen Ring verlor, dessen Wert lumpige 200.000 Euro betragen soll, wurde der bedauerliche Verlust zugleich mit der Nachricht vermeldet, dass es sich bei der Besitzerin um eine weltberühmte Menschenrechtskämpferin handle. Dadurch entstand der Eindruck, der Kampf um Menschenrechte wäre ein einträgliches Gewerbe, mit dem man sich nebenbei eine passable Ausstattung an Schmuck zulegen könne. Kein Wunder, dass unter Salzburger Kindern, die nach ihrem Berufswunsch befragt werden, die notorischen Astronauten, Fernsehmoderatoren, Popstars so was von out sind und neuerdings ein jedes meint, wenn es erst groß wäre, würde es sein Geld am liebsten auch als weltberühmter Menschen rechtsaktivist verdienen.
Der Wunsch ist verständlich, denn welcher Beruf ist heute schon edel und einträglich zugleich? Vielleicht der des Investmentbankers? Nein, der ist zwar edel, aber nicht mehr einträglich, denn ein solcher Banker bleibt sein Leben lang von staatlicher Unterstützung abhängig – und wer will das schon außer den wirklich Reichen? Wer sich für den Beruf des Menschenrechtsaktivisten entscheidet, setzt hingegen darauf, dass sich das Ansehen der Mutter Teresa ohne Schwierigkeiten mit der Ausstattung von Tante Bianca verbinden lasse.
Und wenn einem der immerwährende Einsatz für die Entrechteten und Gedemütigten, die einem Gottseidank so schnell nicht ausgehen werden, wieder einmal zu langweilig geworden ist, dann heißt es eben Shoppen, bis die Ringe von den Fingern rutschen.
Früher, in barbarischen Zeiten, wurden die Kämpfer und Kämpferinnen für die Menschenrechte ja noch ermordet, inhaftiert, verfolgt; oder sie waren, bestenfalls und in demokratischen Staaten, übel beleumundet als Störenfriede, die den guten Geschäftsgang mit Diktaturen und Despotien störten.“

 
Karl-Markus Gauß (Salzburg, 14 mei 1954)
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Eoin Colfer, Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri, Krister Axel

De Ierse schrijver Eoin Colfer (zijn voornaam wordt uitgesproken als Owen) werd geboren in Wexford op 14 mei 1965. Zie ook alle tags voor Eoin Colfer op dit blog.

Uit: The Atlantis Complex

“How do I love thee? wondered Orion. “Let me see. I love thee passionately and eternally…obviously eternally-that goes without saying.” Holly blinked sweat from her eyes. “Is he serious?” she called over her shoulder to Foaly. “Oh, absolutely,” said the centaur “If he asks you to look for birthmarks, say no immediately.” “Oh, I would never.” Orion assured her. “Ladies don’t look for birthmarks; that is work for jolly fellows like the Goodly Beast and myself. Ladies, like Miss Short, do enough by simply existing. They exude beauty, and that is enough.” “I am not exuding anything.” said Holly, through gritted teeth. Orion tapped her shoulder. “I beg to differ. You’re exuding right now, a wonderful aura. It’s pastel blue with little dolphins.” Holly gripped the wheel tightly. “I’m going to be sick. Did he just say pastel blue?” “And dolphins, little ones,” said Foaly.”
(…)

„Very well, I promise. So, what did you get for me?” Angeline paused for a beat. “Jeans.” “What?” croaked Artemis. “And a T-shirt” …Artemis took several breaths. “Does the T-shirt have any writing on it?” A rustling of paper crackled through the phone’s speakers. “Yes, it’s so cool. There’s a picture of a boy who for some reason has no neck and only three fingers on each hand, and behind him in this sort of graffiti style is the words RANDOMOSIY. I don’t know what that means but it sounds really current.” Randomosity though Artemis, and he felt like weeping.”

 
Eoin Colfer (Wexford, 14 mei 1965)

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Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri, Krister Axel

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

Kweeperen in cognac

Weemoed van kweeperen in cognac
zomers boudoir achter
lichtschuw inmaakglas
waar ik naar tracht
als naar een haardvuur
in een huis met
geblinde ramen.

Stroomafwaarts
in lopende plooien
van mijn huid
is de herfst geboren
als in een zwijgend laken
of in een handpalm
bespannen met opalen vlies
van witte eierschalen.
De boomgaard met blaren
wisselt feestelijk van vacht
naast de kweeperelaar
op het vloerkleed gras .

 

Zwijgen

Zwijgen
is
dieper graven

vlinder die de nacht bevoelt
met vingertoppen duisternis
-ik ben het blauw van Raveel verloren-

vaak heb ik de vroegste morgen
uit je wuivende vleugels geperst
je wieg was me meer
dan een wijngaard stilte
en op je rug
heb ik mezelf vertekend

ik huil om zinloosheid
van opgesteven woorden
om weemoed die de traan
niet kent.

 

Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

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