Dolce far niente, E. E. Cummings, Ivo Victoria, Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Clemens Haipl, Miroslav Krleza, János Székely

Dolce far niente

 

 
The Summer Garden door Alfred de Breanski, Jr., ca. 1912

 

This Is The Garden

this is the garden:colours come and go,
frail azures fluttering from night’s outer wing
strong silent greens silently lingering,
absolute lights like baths of golden snow.
This is the garden:pursed lips do blow
upon cool flutes within wide glooms,and sing
(of harps celestial to the quivering string)
invisible faces hauntingly and slow.

This is the garden. Time shall surely reap
and on Death’s blade lie many a flower curled,
in other lands where other songs be sung;
yet stand They here enraptured,as among
the slow deep trees perpetual of sleep
some silver-fingered fountain steals the world.

 

 
E. E. Cummings (14 oktober 1894 – 3 september 1962)
Cambridge, Massachusetts, de geboorteplaats van E. E. Cummings

 

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen). Zie ook alle tags voor Ivo Victoria op dit blog

Uit: Dieven van vuur

“Ik herinner mij de dag dat de eerste wespen kwamen. Via de sleuven in de houten buitenbetimmering kropen ze in de spouw van de wand aan mijn rechterhand. Ik sta vaak op dat balkon, rokend, dwalend door mijn gedachten als een nieuwsgierige toerist, in deze periode van het jaar veelal mijmerend over vroeger.
Onze schaduwen nestelen zich in de plekken die wij achterlaten. Daarom raken we altijd zo in de war wanneer we er terugkeren, al is het maar in gedachten: omdat we de leegheid niet verwachten, het desolate, het verlatene van wat in onze herinnering bruisend en vol was, als de glazen champagne die wij toen nog niet konden betalen.
Ach, wat waren wij meer dan dwazen die naar een wilde jeugd verlangden, hun uiterlijk verwaarloosden in de hoop te worden bewonderd, en hun longen in brand zetten voor de lol? (Dat wij nog leven is een wonder, ook al ademen de meesten van ons met piepende geluiden en maken we beklagenswaardige lijstjes van wie bij ons in bed belandde, of wie we enkel zoenden of anderszins bijna hadden gehad.)
Wat rest er ons dan wel? Waar kunnen wij terug aan denken? Aan de dingen en gebeurtenissen die beslissend hadden kunnen zijn. Ze dansen, uitdagend, op de onbegrijpelijke noten die zonder overleg tegen die platenkast op springen; wespen, inderdaad, op zoek naar hun nest.
Het is geen dragende muur, dus nauwelijks meer dan wat hout, pleister en isolatiemateriaal. Wekenlang vlogen die wespen af en aan. De kolonie leek te groeien met iedere nieuwe sigaret. Toen ik het verdelgingsbedrijf belde, vertelden ze dat die wespen mijn muur van binnenuit zouden vernietigen met hun nest. Ik moest denken aan duizenden tot tienduizenden wespen die alles in die spouw zouden reduceren tot gruis en op een dag allemaal tegelijk uit die sleuven tevoorschijn zouden komen en uitvliegen.
Ik toonde de verdelger het balkon. Het hele idee is dat de wespen het mengsel aan hun lijf krijgen, mee het nest in nemen, en de koningin vergiftigen. De koningin sterft, het nest wordt verlaten. Ik vroeg die kerel of dat zeker werkte.”


Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

 

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook alle tags voor Lion Feuchtwanger op dit blog.

Uit: Goya oder der arge Weg der Erkenntnis

„Im Spätsommer kehrten die Albas nach Madrid zurück. Cayetana blieb unsichtbar und schickte keine Botschaft. Mehrmals begegnete Francisco einem der Wagen des Hauses Alba. Er befahl sich, nicht hinzuschauen. Schaute hin. Zweimal war es der Herzog, zweimal ein Fremder, ein anderes Mal die alte Marquesa. Eine Karte wurde überbracht, welche den Hofmaler de Goya y Lucientes und Seriora Doüa Josefa einlud, einem Musikabend des Herzogs beizuwohnen; gespielt werden sollte eine Oper des Serior Don Josü Haydn »Die Welt auf dem Monde«. Eine Stunde lang war Francisco fest entschlossen abzulehnen, die nächste ebenso fest, hinzugehen. Josefa hielt es für selbstverständlich, daß man die Einladung annahm. Wiederum wie an jenem Abend, da Goyas unselige Verstrickung mit ihr begonnen hatte, war die Alba zunächst nicht sichtbar. Vorerst einmal mußte Francisco die ganze Oper des Seflor Haydn anhören. Da saß er neben Josefa, verzehrt von Ungeduld, Furcht und Hoffnung, gepeinigt von der Erinnerung an Stunden in Piedrahita, wo er bei ähnlichen Musikdarbietungen des Herzogs neben Cayetana gesessen hatte. Dabei war die Oper leicht und zierlich. Sie stellte dar, wie ein von der Passion für die Astronomie besessener reicher Herr, Bonafede, Vater zweier hübscher Töchter, von einem betrügerischen Scharlatan, Eccletico, in den Glauben versetzt wird, er lebe auf dem Monde; seine Erlebnisse auf diesem Gestirn veranlassen ihn, seine Töchter an Freier zu verheiraten, denen er sie auf Erden niemals gegeben hätte. Der italienische Text war von dem Herzog selber, noch mit Hilfe des nunmehr verschwundenen Abate, ins Spanische übertragen worden, die Inszenierung war gut, die Musik nicht so verstiegen, wie Goya befürchtet hatte, er hätte sich unter andern Umständen der anmutigen Darbietung erfreut. So aber, in seinem Innern, schimpfte und knurrte er. Endlich war die Oper zu Ende, der Mayordomo bat in den Hauptsaal. Wie damals empfing Doria Cayetana ihre Gäste auf altspanische Art, auf ihrer Estrade. Diesmal war der hohe Baldachin, unter dem sie saß, geschmückt mit einer bemalten Holzstatue der Jungfrau, geschaffen von Juan Martinez Montanüs. Mit gefalteten Händen, das Haupt verschämt geneigt, stand anmutig mit einem ganz kleinen, stolzen, spanischen Lächeln die Jungfrau auf dem Schemel eines Halbmonds, der getragen war von zierlichen Engelsköpfen. Der Anblick der Alba, wie sie lieblich unter dieser lieblichen Statue saß, hatte etwas Lasterhaftes und Berückendes. Sie war geschminkt dieses Mal und gepudert, sie trug ein Kostüm alten Versailler Schnittes, von schmalster Taille fiel weit der Rock. Gewollt puppenhaft und beinahe lächerlich hochmütig sah sie aus. Das weiße Gesicht, starr lächelnd, während die metallischen Augen unter den hohen Brauen bestürzend lebendig wirkten, schien doppelt sündhaft durch die holde und freche Gemeinsamkeit mit dem Antlitz der Jungfrau, welche lächelnd und mit züchtiger Genugtuung der Verkündigung lauscht. Francisco,“


Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)
Cover

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Baghdati, Imereti, Georgië, geboren. Zie ook alle tags voor alle tags voor Vladimir Majakovski op dit blog.

A Cloud In Trousers – Part I (Fragment)

The doors suddenly banged ta-ra-bang,
as though the hotel¡¯s teeth
chattered.

You swept in abruptly
like ‘take it or leave it!’
Mauling your suede gloves,
you declared:
‘D’ you know,
I’m getting married.’

All right, marry then.
So what,
I can take it.
As you see, I¡¯m calm!
Like the pulse
of a corpse.

Do you remember
how you used to talk?
¡°Jack London,
money,
love,
passion.¡±
But I saw one thing only:
you, a Gioconda,
had to be stolen!

And you were stolen.

In love, I shall gamble again,
the arch of my brows ablaze.
What of it!
Homeless tramps often find
shelter in a burnt-out house! 

You’re teasing me now?
‘You have fewer emeralds of madness
than a beggar has kopeks!’
But remember!
When they teased Vesuvius,
Pompeii perished!

Hey!
Gentlemen!
Amateurs
of sacrilege,
crime,
and carnage,
have you seen
the terror of terrors ¨C
my face
when
I
am absolutely calm? 

 
Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)
Majakovski museum in Moskou

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Zie ook alle tags voor Clemens Haipl op dit blog.

Uit: Sind wir bald da?

„Na bitte: Einödhof, Pilger … klingt doch ganz passabel. Muss mir das mal in Ruhe ansehen.
Ich habe vergessen, dass ich heute zum Internisten muss. Ich habe erhöhten Blutdruck, und es ist nicht auszuschließen, dass ich einen verfrühten, völlig würdelosen Tod erleiden werde. Ich will das nicht, also Abgang zum Internisten. Seine Sprechstundenhilfe muss er von seinem Vater, der sicher auch Arzt war, übernommen haben. Als Erbstück oder eine Art Leibrente, was weiß ich. Freiwillig setzt man sich so einen Drachen nicht in die Ordination. Das möchte ich rundheraus ausschließen. Zumal der Arzt und seine Assistentinnen nett und hübsch sind und, soweit ich das beurteilen kann, auch kompetent. Aber die Sprechstundenhilfe … mein lieber Herr Gesangsverein.
An ihrem Tisch staut sich eine Schlange, die bis zur Eingangstür reicht, ich schätze zehn Personen. Eine illustre Mischung aus starken RaucherInnen und TrinkerInnen und ein wunderschönes älteres Ehepaar aus der Neigungsgruppe »Wir sehen aus wie die Klestils oder Waldheims«. Er in ordentlichem Anzug, hochroter Kopf und ganz offensichtlich schon an dem einen oder anderen Herzinfarkt vorbeigeschrammt. Sie im feinsten Trachtenkostüm, eine Frisur, für die sich ihr Coiffeur bestimmt große Mühe gegeben hat (vielleicht hat er sie aber auch nur ausgelacht), und sehr eifrig bemüht, den Eindruck zu vermitteln, dass die beiden, vor allem aber sie, nur durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle oder eine üble Laune Gottes in dieser elenden Proletengegend gelandet sind. Vielleicht waren sie mit ihrem Mercedes Arbeiter schauen, wie früher die Familien in Gänserndorf im Safaripark. Sie wollten einfach einmal raus aus Hietzing und etwas anderes erleben. Also sind sie ins Auto gestiegen, um Hackler und Proleten in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Sie hat ein paar Leberkässemmeln gekauft, obwohl sie weiß, dass das Füttern verboten ist (zumal aus dem Auto), und justament hier, in dieser Ungegend, ist ihnen dann das Auto eingegangen. Er hat sich darob sehr erregt, und weil kein anderer verfügbar war, muss man eben jetzt mit dem Buschinternisten vorliebnehmen.
Der Ordinationsdrache scheint einen Anflug von Respekt vor der Trägerin der Edith-Klestil-Memorialfrisur zu haben, denn sie darf sich nicht nur schamlos an der Menschenschlange vorbeidrängeln, sie wird sogar einigermaßen menschenwürdig behandelt. Wahrscheinlich kennt man einander noch aus besseren Tagen, als der Herr Doktor noch ordinierte. Also der »richtige Doktor, Sie wissen schon, der Vater …”


Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook alle tags voor Miroslav Krleza op dit blog.

Uit:The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

“And consider this: Whether Barutanski, as a phenomenon, is to your personal liking or not, he is an organic phenomenon! His every act as a ruler is dictated by a deep, inborn awareness that he’s acting not in the twentieth but in the fifteenth century. That, generally, is exclusively political skill: to manage in space and in time and act with the means which suit the needs of a particular time in a particular space. Yes! Nature, as is well known, does nothing by leaps or bounds, my dear young friend, and it is an old and well-tried piece of wisdom: Naturae convenienter vivere! And what you are seeking in this ‘Open Letter’ of yours is, for our circumstances, rebus hic et nunc stantibus, here, today, in Blitva, a demand which is against nature! You’re looking for a leap, a salto mortale, from the fifteenth into the twentieth century! That is an intellectual supererogation, my dear friend; a state cannot be governed like that.”
“So, Professor: The world has to be ruled by the bludgeon and I have to be beaten to death by that bludgeon simply because I don’t think that the bludgeon should be ultima ratio?”
“Give me just one example in the history of civilizations that was not built on similar means of persuasion,” Burgwaldsen replied. “The pharaohs, Pericles, the Rome of the Caesars, Borgia, the papal see, the East India Company, the Transvaal? According to you, Blitva should be the one exception? Forgive me, but that’s naive!”
“Yes, my dear professor, I am naive, that much I admit. But do you know who it was who brought me up to be naive? In other words, who is responsible for my naïveté? You personally, you and your naive principles, which you naively preached from the rostrum and to which I naively listened through the course of several naive semesters, as you should well know! You taught us, together with the naive Cicero, that human communities should be ruled by that naive spirit of communality, that by the law of natural social instinct, people should be bound in naive organizations, according to the law of an instinct which Cicero naively called naturalis quaedam congregatio, and you yourself insisted that social groups should be naively similar to Cicero’s naive civitas and to that naive concept which Cicero naively called constitutio populis!”

 
Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)
Monument in Zagreb

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook alle tags voor János Székely op dit blog.

Uit:Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

„Um Schneiderrechnungen brauchte Swoboda sich ebenfalls keine Sorgen zu machen. Die Anzüge, die er zum ersten Mal trug, waren gewöhnlich bereits zehn oder fünfzehn Jahre früher bezahlt worden. Er bekam sie nicht etwa unentgeltlich. O nein! Dies nun doch nicht! So verschwenderisch war niemand in der Stadt. Swoboda arbeitete hart für seine Garderobe. Wenn ein großer Hausputz bevorstand, schickte man das Hausmädchen nach ihm. Mit der Zeit brachte er es im Teppichklopfen zur Meisterschaft und auch im Fußbodenschrubben und im Insektenvertilgen; er hatte sogar gelernt, selbständig die Vorhänge herunterzunehmen. Er spaltete das Anbrennholz in schön regelmäßige Scheite und nahm nach und nach dem Hausmädchen alle Arbeiten ab, die für es zu schwer waren.
Sein Lohn bestand aus den Mahlzeiten, aus alten Schuhen, fadenscheinigen Hemden, verwaschenen Unterhosen ? Manchmal sogar aus einem abgewetzten Anzug oder einem verschabten Überzieher. Die kostbare Garderobe mußten natürlich hart erarbeitet werden, denn es gab kein Kleidungsstück, egal wie alt und schäbig es war, das für die knickrigen Bürger nicht mehr wert gewesen wäre als ein Tagelohn für Swobodas Hilfe. Waren keine alten Kleider da, drückte ihm der Hausherr ein paar Heller in die Hand, wofür Swoboda sich mit einem herzlichen “Dankserr” bedankte. Er umklammerte die Münzen, als hänge sein Seelenheil davon ab, hätte es aber für unter seiner Würde gehalten, das Geld in Anwesenheit seines Kunden zu zählen. Auch die Bahnangestellten trugen ihm Besorgungen auf, und Anfang des Monats, solange ihr Gehalt es noch zuließ, gaben sie ihm ein kleines Trinkgeld. Swoboda stand jedermann zu Diensten und bedankte sich für die kleinste Belohnung mit einem breiten, freundlichen Grinsen.“


János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958) 
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook mijn blog van 7 juli 2016 en ook mijn blog van 7 juli 2014 en ook mijn blog van 7 juli 2013 deel 2 en eveneens deel 3.

Ivo Victoria, Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Clemens Haipl, Miroslav Krleza, Reinhard Baumgart, János Székely

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen). Zie ook alle tags voor Ivo Victoria op dit blog

Uit: Gelukkig zijn we machteloos

“Er dansen vlekken voor mijn ogen. En er hangt een geluid in de lucht. Ongrijpbaar. als mist. Een hoge. Zingende toon. Het lijkt van buitenaf te komen. Dat kan allicht niet.
Het zijn mijn oren die tuiten. Dat is het. Mijn lichaam zindert. Geperforeerd met duizend naalden. Pijn, overal pijn.
Behoedzaarn draai ik mijn hoofd. Eerst naar links, en dan naar rechts. Naast mij zit de jan-van-gent. Roerloos.
Vlakbij. Waar kom t die vandaan? Hoe komt het dat hij zich op ooghoogte bevindt? Mijn billen zijn koud en vochtig, mijn broek en onderbroek doorweekt van het natte gras.Ik sta niet recht. Ik zit op de grond. Ik heb mijn handen naast mij neergezet. als pilaren. Mijn benen liggen voor mij.
Frappant. Ik zit als het ware tot heuphoogte in de grond begraven – zoals kinderen weleens doen met hun vader op het strand. En iemand heeft die benen voor mij neergelegd.
Dejan-van-gent mekkert. Hij klinkt niet zielig of triest, zoals daarstraks, maar eerder verbolgen.
Billie. Waar is Billie? Ik zie haar nergens. Ik ril, maar het is nog steeds warm. Nog warm er. zo lijkt het wel. Het miezert een beetje. De regen valt als zweet.
Wat is er gebeurd. waarom zit ik hier? Ik kan mij niks voor de geest halen. Helemaal niks. Ik trek mijn benen op, leg mijn handen op mijn knieën en buig voorover. Ik laat mijn hoofd rusten op mijn armen. Ik sluit de ogen.
Billie. Ik zie Billie weer staan. Ik zie hoe ze de storm uitdaagt als een toreador, lange haren als zwart zeewier in haar gezicht. Slanke arm en dansend in de regen. Hey, Ma-hatsuko! Dat is het. Dat roept ze: Hey. Mahatsuko. Het lijkt alsof ze het tegen mij roept. Het klinkt alsof ze een dier opjut. Ik weet niet wie of wat Mahatsuko is.”
En terwijl ik daarover nadenk. sta ik voorzichtig op. Ik maak en kele eenvoudige rek- en strekbewegingen. Het bloed begint weer door mijn lijf’ te stromen en langzaam trekt de pijn weg uit mijn botten. Ik betast mijn gezicht en mijn haren. die pluizig zijn. De zon breekt door.”

 
Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

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Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Die Geschwister Oppermann

“Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. Stürmisch, in breiter Front, brach Donnerwölkchen in den Raum ein. Gewaltig kam sie auf den schmalen François zu, umbauscht von ihrem Schlafrock. So erfüllt war sie von dem, was sie zu sagen hatte, daß es ihr die Sprache verschlug. Wortlos knallte sie ein großes, entfaltetes Zeitungsblatt auf den Schreibtisch, so daß es das Manuskript, die Bände der alten Klassiker, den Klopstock fast völlig überdeckte.

Es war die heutige Ausgabe des Berliner Organs der Völkischen. „Da“, brachte Frau Emilie François heraus, nichts weiter, uind stand da, dasleibgewordene Verhängnis. François las. Es war ein Artikel über die Zustände am Königin-Luise-Gmnasium. Diese Schule, längst eine Züchtungsanstalt von Landesverrätern, hieß es, sei jetzt vollends verrottet. Ein jüdischer Schüler, ein hoffnungsvoller Sproß der Familie Oppermann, habe in einem Schulvortrag vor versammelter Klasse Hermann den Befreier aufs wüstete geschmäht, ohne daß es bis jetzt seinem nationalen Klassenlehrer geglückt wäre, das Früchtchen zur Rechenschaft zu ziehen. Beschützt von dem verwelschten Vorstand der Anstalt, einem typischen Vertreter des Systems, spreitzte sich noch immer der freche Judenjunge in der

Glorie des Landesverrats. Wann endlich werde die nationale Regierung diesen unerhörten

Zuständen ein Ende bereiten?

François nahm die Brille ab, blinzelte. Er fühlte sich sehr elend. „Nun?“ fragte drohend Donnerwölkchen.

François wußte nicht, was antworten. „Was für ein entsetzliches Deutsch“, sagte er

nach einer Weile.

Er hätte es besser nicht gesagt. denn diese Äußerung endlich entfesselte Donnerwölkchen. Was? Der Mann hat sich und seine Familie durch seine ewige, phlegmatische Unentschlossenheit ruiniert, und jetzt hat er gegen den Angreifer nichts vorzubringen, als daß sie schlechtes Deutsch sprachen? War er wahnsinnig?

Die Portiersfrau hat ihr den Artikel gebracht, morgen werden ihr zehn Freundinnen den Artikel bringen. Sieht er denn nicht, daß es aus ist? Mit Schmach und Schande wird man ihn aus dem Amt jagen.

Fraglich, ob man ihm Pension zuerkennt. Was dann? Zwölftausendsiebenhundert Mark haben sie auf der Bank. Die Papiere stehen nicht mehr ihre vollen Hundert. Wovon soll man leben? Er, sie und die Kinder? „Von dem da?“ fragte sie und schlug mit der Hand auf sein Manuskript; sie erreichte aber nur das Zeitungsblatt.“

 

Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

Hier met de schrijver Bertolt Brecht (links)

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Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

Uit: Die Jüdin von Toledo

 

Achtzig Jahre nach dem Tod ihres Propheten Mohammed hatten die Moslems ein Weltreich aufgebaut, welches sich von der indischen Grenze ununterbrochen durch Asien und Afrika die südlichen Gestade des Mittelmeers entlang bis zur Küste des Atlantischen Ozeans dehnte. Im achtzigsten Jahr ihres Eroberungszuges setzten sie über die schmale westliche Enge des Mittelmeers hinüber in das “Andalús”, nach Spanien, zerstörten das Reich, welches dort die christlichen Westgoten drei Jahrhunderte vorher aufgerichtet hatten, und unterwarfen in gewaltigem Schwung die gesamte Halbinsel bis zu den Pyrenäen.
Die neuen Herren brachten mit sich eine überlegene Kultur und machten das Land zu dem schönsten, bestgeordneten, volkreichsten Europas. Von kundigen Architekten und einer weisen Baupolizei geplant, entstanden große, herrliche Städte, wie sie der Erdteil seit den Römern nicht mehr gekannt hatte. Córdova, die Residenz des westlichen Kalifen, galt als die Hauptstadt des gesamten Abendlands.
Die Moslems brachten die vernachlässigte Landwirtschaft wieder hoch und gewannen dem Boden durch kluge Bewässerung ungeahnte Fruchtbarkeit ab. Sie förderten den Bergbau durch eine neue, hochentwickelte Technik. Ihre Weber stellten kostbare Teppiche her und erlesene Tuche, ihre Zimmerleute und Bildhauer delikate Holzkunst, ihre Kürschner jede Art Pelzwerk. Ihre Schmiede schufen Gegenstände höchster Vollendung für friedliche wie für kriegerische Zwecke. Schwerter, Degen, Dolche wurden erzeugt, schärfer und schöner als die der nichtmoslemischen Völker, Rüstungen von großer Widerstandskraft, weittragende Geschütze, Geheimwaffen, von denen man in aller Christenheit mit Unbehagen sprach. Auch ein Anderes, Unheimliches, sehr Gefährliches wurde hergestellt…“

 

 

lion_feuchtwanger

Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

 

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006 en ook mijn blog van 7 juli 2007  ook mijn blog van 7 juli 2008  en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

On the pavement stones

On the pavement stones
Of my trampled soul
Steps of madmen
Plait soles of harsh words.
Where the cities
Are hung
And in a cloud noose
Stilled
Crooked turrets
Of towers –
I walk
Alone sobbing
That on the crossroads
Are crucified the tsar’s cops

 

A few words about my wife

Along a fantastic seas’ faraway beach
Promenades the moon –
My wife
My ginger-haired lover
After our carriage
Trundles the boisterous crowd
Of bright-striped constellations.
Marriage in a garage parking lot
Kissing of the newspaper kiosks
And the Milky Way’s train a blinking page boy
Embellished by the sparkle of tinsel.
And I?
Carried on brows’ yoke in gelid pails
To one singed from the eyes of wells
In lake-land silks it was you that hung
And with amber violins your hips sung.
You can’t fling
Into regions of roofs’ malice the forest’s radiance.
In boulevards I sank, fanned by the sorrow of sands:
Don’t you see, it’s your daughter – my song
In frilly laced socks
outside the coffee shops!

 

Mayakovsky

Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)

 

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: The Quickening

In the old, tattered photo Sensio has been dressed in a peach-colored prisoner’s uniform made out of discarded tarp and then tied to a small post that Aunt Etta made me hammer into the ground. Sensio’s long white ears are slanted back behind his head. His front legs, trapped by the crude arm holes, hang stiff at a forward angle. The absurdly large hind feet with the shadows for claws are, perhaps, the most monstrous part of Sensio—the way they seem to suddenly shoot from the peach-colored trousers, in a parody of arrested speed. The look on Sensio’s face—the large, almond-shaped eye, the soft pucker of pink nose—seems caught between a strange acceptance and an inchoate rage. Sensio was, of course, a rabbit, and in the photo, Aunt Etta’s stance confirms this bestial fact—she holds the end of the rope that binds Sensio to the post, and she holds it, between thumb and forefinger, with a form of distaste, even disdain? Such a strange pose, delicate against the roughness of Sensio; even a gentle tug and his humiliation would be undone. Or maybe not. I don’t know. I know only that Aunt Etta’s expression is ultimately unreadable, muddied by the severe red of her lipstick, by the book-ending of her body by a crepe-paper bag of a hat and the shimmering turquoise dress hitched up past her waist, over her stomach, and descending so far down that she appears to float above the matted grass of the ground. (Between the two, a flowsy white blouse that seems stolen from a more sensible person.) She’d dressed me in something similar, so that I looked like a flower girl at a wedding. The shoes Aunt Etta had dug up out of the closet pinched my feet.

 

 

Vandermeer_Jeff

Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Damals, ein Leben in Deutschland

 

„Aber er hatte sich schließlich doch als praktischer Arzt in einem Vorort von Breslau niedergelassen, und vielleicht, so mochten die Tanten Schube der Nichte Jonas hoffen, wäre er nun reif für eine Frau, eine Familie; und mit der jungen alten Krankenschwester würde er noch eine Sprechstundenhilfe dazu bekommen. Ein Versuch mit überraschend zügigem Erfolg. Daß Fräulein Jonas schon zwei Wochen nach diesem ersten Treffen als »Deine Braut« an ihren »Mann« und »lieben Reinhard« schreiben würde, um ihm zu versichern, sie würde ihm für seine Liebe danken wollen, »so lange ich lebe« – das war in dem Komplott der Tanten sicher nicht vorgesehen.
Die Erwählte, diese Johanniterschwester kam aus gutem Hause, aus einem schlesischen Gutshaus mit strenger Biedermeierfassade vorn und zwei Renaissanceseitenflügeln hinten zum Park hinaus.
Ihr Vater, mein Großvater Jonas, residierte als königlich-preußischer Domänenpächter auf dem Krongut Fürstenau im fruchtbaren Vorland des Riesengebirges, wo er sich, wie viele zweite oder dritte Söhne wohlhabender Kaufmannsfamilien aus dem Westen, mit seinem Braunschweiger Erbvermögen als Landwirt und Gutsherr eingekauft hatte. Mein Vater dagegen war ein Aufsteiger, Sohn eines Dorfschullehrers nahe der niederschlesisch-polnischen Grenze, der alle seine drei Söhne hatte studieren lassen, einen Philologie, einen Medizin, einen Theologie. Und keiner der drei hatte während des Studiums je eine Mark dazuverdient, sondern wie selbstverständlich von den Wechseln des schuftenden Vaters gelebt. Der mußte sein Lehrergehalt mit lauter Nebeneinkünften aufbessern, als Steuerberater und Mitverwalter von Großbauerngütern, als Sparkassen- und Versicherungsagent und auch mit dem Pensionsgeld von fremden, »heimlichen« Kindern, die mit den eigenen durchgefüttert wurden. Er war, als ich geboren wurde, schon fünf Jahre tot, Jahrzehnte überlebt von seiner Frau, dieser einzigen für uns sichtbaren, nahe bei uns wohnenden Oma, die erst starb Sommer 45, verhungert nach dem Einmarsch der Roten Armee.“

 

Baumgart

Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

De Duitse dichter en schrijver Kuno Bärenbold werd geboren op 7 juli 1946 in Pfullendorf. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

 

So ist das
Wenn Sie die Liebe kennen,
so geben Sie mir bitte ihre Anschrift.
Hast du mich, so hast du
nichts mehr zu verlieren außer dich.
Viele Frauen & Männer haben einen Sender –
Aber nur wenige ein Programm.
Wenn’s oben nicht stimmt, kann’s unten nicht klappen.
Eine Beziehung, die krank macht, ist nicht gesund.
Er half ihr schon lange
nicht mehr beim Frühjahrputz.
Er machte ihn wieder allein.
Wo du nicht bist,
fühl ich mich wohl.
Wissen,
was zwischen Menschen möglich ist und nicht geschieht,
macht traurig.
Leben – und nicht lieben dürfen,
das ist die Hölle.
Es gibt keine Liebe,
es gibt nur die Sehnsucht danach.
Schade nur, daß Bücher
nicht küssen können.
Hast du dich,
so hast du nichts mehr
zu verlieren.
Mein größter Fehler:
In Maskierungsfragen bin ich eine Niete –
Welch ein Glück!
Wer zu gut schreibt,
den bestraft der Leser.

 

Kuno

Kuno Bärenbold (7 juli 1946 – 6 mei 2008)

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

 

“Glücklich sind die Einfältigen”
Swoboda war der Gepäckträger des Städtchens. Wenn es stimmt, daß Angebot und Nachfrage einander bedingen, dann mußte seine Existenz allerdings als ökonomische Anomalie bezeichnet werden. Nur zwei Züge täglich hielten in der kleinen Provinzstadt, zwei rauchende, rußige, klepprige, im Schneckentempo keuchende Lokalzüge, und sie wurden hauptsächlich von Pendlern benützt, die mit dem Sechs-Uhr-vierzig zur Arbeit in die nächstgelegene Industriestadt fuhren und mit dem Neunzehn-Uhr-zehn zurückkehrten, ohne Gepäck, versteht sich. Andere Passagiere gab’s kaum. Höchstens hin und wieder ein älteres Ehepaar, das seine Kinder in der Stadt besuchte, oder junge Leute, die zu ihren Eltern fuhren. Lauter Verlustgeschäfte für den Dienstmann: denn die hatten meistens bloß eine Papiertüte mit Geschenken dabei. Touristen und heimliche Liebespaare waren ebenfalls Ausfälle. Erstere buckelten Rucksäcke, während die Wochenend-Liebespaare für zwei Pyjamas und einen Rasierapparat kaum einen Dienstmann brauchten. Swobodas einzige potenzielle Kunden waren griesgrämige, in dynamischeren Märkten erfolglose Handelsreisende, die, volle Musterkoffer schleppend, ihr Glück in der Provinz versuchten.
Dennoch war Swoboda schon fast seit einem Vierteljahrhundert Dienstmann, ein Phänomen, das sich nur durch seine beispiellose Einfältigkeit erklären ließ. Swoboda gehörte zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ja, man führte ihn sogar mit fast väterlichem Stolz den Gästen vor, die ob soviel heiliger Einfalt aufrichtig staunten.

 

JánosSzékely

János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Clemens Haipl, Kuno Bärenbold, Hasan Abidi, János Székely, Miroslav Krleza, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008.

Uit: Der Teufel in Frankreich

 

Als er einen überfahren hatte

Hunde sind intelligent, Hühner und Fußgänger weniger, Radfahrer garnicht.

So kam es, daß einer in Herrn B. W. Smith′ neuen Chrysler Six hineinfuhr.

wobei das Auto garnicht, der Radfahrer letal beschädigt wurde.

Als Herr B. W. Smith vor der übel zugerichteten Leiche –

auch das Rad sah nicht gut aus –

stand,

überlegte er dieses:

 

Viele Opfer erfordert der Fortschritt des Verkehrs.

In Anbetracht der steigenden Unfallziffern müssen die Verkehrsgesellschaften

ihre Prämien erhöhn.

 

Dieser Radfahrer hat vielleicht ein Baby, vielleicht auch mehrere.

Die Unsterblichkeit der Seele ist eine prächtige Idee.

 

Media in vita –

doch infolge abbröckelnden Lateins kam er mit diesem Gedanken

nicht ganz zu Rande.

 

Trotz tiefen Nachdenkens ließ er hierbei seine Zigarre nicht ausgehn,

was die Umstehenden in Hinsicht auf den anwesenden toten Radfahrer empörte,

so daß einige schon von Teeren und Federn etwas fallen ließen:

als im rechten Augenblick ein Polizeimann eintraf

und den Tatbestand aufnahm.

 

Herr B. W. Smith war vorschriftsmäßig gefahren und ihm konnte nichts passieren.

Gleichwohl störten ihn, noch als er im Chefkabinett seiner Dachziegelfabrik über einer schwierigen Kalkulation saß,

 

Erwägungen solcher Art:

 

daß, wer den Gedanken der Unsterblichkeit zuerst gedacht hatte,

ein flotter Bursche gewesen sein müsse,

daß enge Beziehungen seien zwischen

Verkehrsfortschritt und Sterblichkeitsziffer,

daß die Unfallversicherungsprämien erhöht werden müßten,

und daß überhaupt mitten im Leben wir

im Tode seien.

 

 

feuchtwanger

Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

 

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006 en ook mijn blog van 7 juli 2007  ook mijn blog van 7 juli 2008.

Back Home

 

Thoughts, go your way home.

Embrace,

depths of the soul and the sea.

In my view,

it is

stupid

to be

always serene.

My cabin is the worst

of all cabins –

All night above me

Thuds a smithy of feet.

All night,

stirring the ceiling’s calm,

dancers stampede

to a moaning motif:

“Marquita,

Marquita,

Marquita my darling,

why won’t you,

Marquita,

why won’t you love me …”

But why

Should marquita love me?!

I have

no francs to spare.

And Marquita

(at the slightest wink!)

for a hundred francs

she’d be brought to your room.

The sum’s not large –

just live for show –

No,

you highbrow,

ruffling your matted hair,

you would thrust upon her

a sewing machine,

in stitches

scribbling

the silk of verse.

Proletarians

arrive at communism

from below –

by the low way of mines,

sickles,

and pitchforks –

But I,

from poetry’s skies,

plunge into communism,

because

without it

I feel no love.

Whether

I’m self-exiled

or sent to mamma –

the steel of words corrodes,

the brass of the brass tarnishes.

Why,

beneath foreign rains,

must I soak,

rot,

and rust?

Here I recline,

having gone oversea,

in my idleness

barely moving

my machine parts.

I myself

feel like a Soviet

factory,

manufacturing happiness.

I object

to being torn up,

like a flower of the fields,

after a long day’s work.

I want

the Gosplan to sweat

in debate,

assignning me

goals a year ahead.

I want

a commissar

with a decree

to lean over the thought of the age.

I want

the heart to earn

its love wage

at a specialist’s rate.

I want

the factory committee

to lock

My lips

when the work is done.

I want

the pen to be on a par

with the bayonet;

and Stalin

to deliver his Politbureau

reports

about verse in the making

as he would about pig iron

and the smelting of steel.

“That’s how it is,

the way it goes …

We’ve attained

the topmost level,

climbing from the workers’ bunks:

in the Union

of Republics

the understanding of verse

now tops

the prewar norm …”

 

Vertaald door Mitch Abidor

 

 

VladimirMajakovsky

Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008.

 

Uit: Finch

 

“Finch, at the apartment door, breathing heavy from five flights of stairs, taken fast. The message that’d brought him from the station was already dying, red spore smear on a limp circle of green fungal paper that had minutes before squirmed clammy in his hand. Now he had only the door uncanny to pass through, marked with the gray caps’ symbol. The mark smelled like the thick perfume his wife had used to cover the stench of her dying.

Nothing would pass, except him.

An act of will, crossing th
at divide. Always. Nausea. A sudden flash of his partner Gray, telling him he was compromised, him replying, “I don’t have an opinion on that.”

Everyone’s a collaborator. Everyone’s a rebel. The truth’s in the weight of each. Written on a wall at a crime scene. Maybe the Lady in Blue had said it, once.

The knob was cold but grainy, the left side rough with light green fungus. Just like the left side of his right hand. It always felt like a point of no return, and yet he kept returning.

I am not a detective. I am not a detective.

Inside, a tall Partial dressed all in black stood halfway down the hall, staring into a doorway. Beyond him, a dark room. A worn bed. White sheets dull in the shadow. Didn’t look like anyone had slept in it in months. Dusty floor. His place had looked like this before he’d started seeing Sintra.”

 

VanDerMeer

Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008.

 

Uit: Damals

 

“Im Herbst dieses neuen Jahres 1963 fuhr ich auf gut drei Monate zur Schreibklausur nach Berlin, wohnte als Stipendiat im Hotel am Steinplatz, wo damals alle abstiegen, die im Theater- oder Musik- oder Literaturleben der nun schon zwei Jahre eingemauerten Stadt ein Gastspiel geben sollten, ob Zadek oder Henze oder Grüber oder Hans Werner Richter. Es sei denn, man hatte wie Ingeborg Bachmann ein noch höher dotiertes, ein amerikanisches Stipendium und konnte sich eine Wohnung im Grunewald leisten. Falls man nicht ohnehin, wie damals die halbe Gruppe 47, in diesem westlich Berlin wohnte, das Äquidistanz zum Westen wie Osten versprach. Die Spuren und Wunden aus deutscher Vergangenheit und die Realitäten des Kalten Kriegs schienen hier deutlicher als der Glanz und Glamour des Wirtschaftswunders, und zugleich bot das unter Literaten beliebte, weil unzerstörte Friedenau den Charme eines altbürgerlichen Idylls. Wenn Grass, wie Enzensberger öfter reisend unterwegs, wieder einmal in Tempelhof gelandet war, dann versammelten sich die Freunde abends um ihn am Roseneck, und Günter mußte erzählen, wie’s war, wie’s steht, da draußen in der westlichen Welt, von der man so schön weit abgerückt schien. Aber zugleich war man eben nah an der Grenze zu einer noch fremderen Welt, zur DDR, und damit zu der sich nach Osten dehnenden Unendlichkeit des realen Sozialismus, eine der beiden weltweit gebotenen “Möglichkeiten zu leben”, wie Uwe Johnson sie kühl und zurückhaltend genannt hatte. Denn gerade er hielt wohl beide für Unmöglichkeiten.”

 

Baumgart

Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Hij studeerde communicatiewetenschappen, theaterwetenschappen en psychologie. Hij produceerde talrijke programma’s voor Ö3, ORF, ProSieben, VIVA en ARTE. Verder tekent hij strips, treedt op als cabaretier en schrijft hij columns voor diverse tijdschriften.

 

Uit: Ich scheiss mich an (Urlaub)

 

„Urlaub, so meine ich, sollte man mit Menschen verbringen, die man mag. Das hat nicht nur den großen Vorteil, dass man sich besser verträgt, man streitet auch erheblich weniger. Darin liegt wohl auch einer der Gründe, dass ich noch nie mit einem Finanzbeamten, Mathematiklehrer oder Kommunalpolitiker Hotelbett und Handtuch geteilt habe.

Überaus erquicklich ist es hingegen, die eine oder andere Woche mit einer Auswahl guter Freunde im Süden zu verbringen. Man lernt einander besser kennen, man weiß sehr bald, wer schnarcht, wer wie oft die Zähne putzt, geschmacklose Unterhosen trägt, man kann sehr schön völlig enthemmt in trauter Männerrunde trinken, bis einem ein Feuchtbiotop am Rücken wächst, und man kann sehr ausführlich darüber sprechen, wann man wie welche Frauen am Strand oder an der Hotelbar anzusprechen gedenkt. Natürlich tut man das dann nie, weil man eben mit Schnarchen und Trinken beschäftigt ist, aber darüber unterhalten kann man sich ja. Die männlich-trinkende Urlauberrunde ist in ihrer Gemütlichkeit aber akut gefährdet, sollte sie von mitreisenden Freundinnen bzw. Pärchen unterwandert werden. Das geht dann doch nicht. Wie soll man denn bitte schön lässig am Pool stehen und mit eingezogenem Bauch versuchen, unfassbar männlich, unwiderstehlich und cool auf etwaige Bekanntschaften zu wirken, wenn die holde Lebensabschnittspartnerin daneben steht und laut fragt, ob man seiner Mutter schon eine Karte geschrieben hat?

Es geht hier eher um die Theorie des Frauenimurlaubkennenlernens: Also man könnte, wenn man wollte, man will aber eigentlich eh nicht, weil man weiß, dass man könnte, wenn man wollte … alles klar?

Außerdem: Wenn ich mit Freunden auf Urlaub fahre, will ich mir Unterhosen aufsetzen, um sieben Uhr morgens polnische Reden aus dem Hotelfenster halten, in Restaurants Polonaise Blankenese tanzen und auch sonst einfach neue Grenzen der Peinlichkeit ausloten. Was soll ich sagen … wenn Freundinnen dabei sind, geht das irgendwie nicht so ganz.“

 

Haipl

Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

De Duitse schrijver Kuno Bärenbold werd geboren op 7 juli 1946 in Pfullendorf. Hij volgde een opleiding tot timmerman en begon daarna met schrijven. Hij publiceerde in kranten en bloemlezingen. In de jaren tachtig kreeg hij succes bij een groter publiek. Van grote invloed op zijn werk was zijn gevangenisstraf van acht jaar wegens doodslag.

 

Uit: Kältegrade

 

„Der Nebel hing tief über den Dächern der Stadt. Es war noch kälter geworden. Im Hinterhof eines Buchladens kleidete ich mich um. Ich war sicher, dass mich niemand beobachten konnte. Noch gefiel mir die Idee, die Rolle eines auf der Straße sitzenden Ex-Sträflings zu spielen. Der zerbeulte Hut, eine Brille mit Vergrößerungsgläsern und der unrasierte Bart veränderten mich bis zur Unkenntlichkeit. Dazu gehörte eine Plastiktüte, in der eine an
getrunkene Flasche Wein steckte. Ich hatte Mühe, den Pappkarton an der Jacke zu befestigen. Die Blätter mit den Gedichten klemmte ich unter den Arm.

Nur wenige Schritte waren es bis zur Fußgängerzone. Autofahrer starrten mich an und schüttelten den Kopf. Zielstrebig strömten die Menschen in Supermärkte und Boutiquen. Plötzlich überfiel mich eine unerklärliche Angst. Ich zitterte, hatte weder die Kraft noch den Mut, weiterzugehen. Warum machst du das überhaupt? Was ist, wenn dich jemand von der Firma erkennt? die Polizei dich ausfragt? Die Blicke der an mir vorüberziehenden Passanten machten mich noch unsicherer. Noch nie empfand ich Verachtung so spürbar. Ich fror. Wusste, dass ich jetzt nicht stehen bleiben durfte, schlenderte weiter zu jenem Platz, den ich mir vor einigen Tagen ausgesucht hatte.“

 

Kuno

Kuno Bärenbold (7 juli 1946 – 6 mei 2008)

 

De Pakistaanse dichter, schrijver en journalist Hasan Abidi werd geboren op 7 juli 1929 in Jaunpur in Uttar Pradesh. Opgeleid werd hij in Azamgarh en Allahabad. In 1947 trok hij naar Pakistan. Hij vestigde zich in Karachi en begon te werken als journalits en schrijver. Gedichten schreef hij in het Urdu. Hij publiceerde o.a. de bundels Navisht-i-Nai (1995), Jareeda (1998) en Farar Hona Huroof ka (2004). Daarnaast schreef hij ook verhalen en gedichten voor kinderen.

 

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time (fragment)

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time

‘Dajla’ would have cleaned her shore with wetness of blood

Here one more army, an army of blaze-n-rock would have camped

For many hundred years this city of angst

which never slept, would have been slept this time

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time

You will find corpses, but without head

A tower of skulls would have been built before your entrance

streets, lanes, inns, sanctuaries, cafes

would have been standing their hands bagging their shadows

 

Ashes of libraries would have been drifted

Antiques would have been distributed in bags

Valued copies of god’s book and divine scrolls

whose sights kept chests lighted

woud have been burned

 

Halaku, when you will come to Baghdad this time

Nights of “alif Laila” (Thousand nights) will have escaped from tales

wearing sheet of sunlight, sitting on sand’s cliff

would have been waiting for tale-tellers, merchants, travellers, con-mans and princes

(to see when night will fall on city)

But now no dawn will come, or any night will fall

 

abidi

Hasan Abidi (7 juli 1929 – 6 september 2005)

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Na WO I vluchtte hij naar Duitsland. In Berlijn schreef hij talrijke draaiboeken voor films met sterren als Brigitte Helm, Willy Fritsch, Marlene Dietrich en Emil Jannings. In 1934 vroeg Ernst Lubitsch ihem om naar Hollywood te komen. In het McCarthy tijdperk verliet hij de VS, ging naar Mexico, en later naar de DDR. Zijn bekendste boek is de autobiografische roman Kisértés (Duits: Verlockung) die in de jaren vijftig verscheen en in 2000 opnieuw werd uitgegeven.

 

Uit: Verlockung (Vertaald door Ita Szent-Iványi)

 

„Budapest war weiß und wirklich wie ein Weihnachtsmärchen. Kein Lüftchen regte sich in den Straßen, es herrschte eine sonderbar beklemmende Windstille, als halte die ganze Stadt den Atem an. Große glitzernde Schneeflocken schwebten in dem gelben Glorienschein der hohen Laternen träumerisch hernieder, und meine Purzelbäume schlagende Phantasie vermutete die wunderbaren Schlösser eines Feenreiches in dem schimmernden Dunst. Hinter dem Schneevorhang glitten geheimnisvolle Fahrzeuge vorbei: lautlose herrschaftliche Limousinen, flinke kleine Taxis, schwerfällige, plattfüßige Omnibusse und hin und wieder ein Schlitten mit silbernem Schellengeläut, der aus einem Märchen von Andersen zu kommen schien. Aus den Kaffeehäusern und Restaurants quollen Lichtfluten und Zigeunermusik, die überdachten Eingänge waren von bunten Lampen erhellt, und ein als General gekleideter alter Herr öffnete mit gekrümmtem Rücken die Türen der vorfahrenden Autos.

   »Ein glückliches neues Jahr!« schmetterte er mit blecherner Stimme, obwohl bis Mitternacht noch einige Stunden fehlten. »Ein glückliches neues Jahr!«

   Aus den Wagen stiegen Damen, in kostbare Pelze gehüllt, und trippelten in hochhackigen, glänzenden Atlasschuhen am Arm ihrer mit Zylinder und schwarzem Abendumhang geschmückten Galane über den Bürgersteig. In ihrem Haar glitzerten Schneeflocken, an ihren Ohren Edelsteine, auf ihren porzellanfarbenen Gesichtern strahlte ein Lächeln. Sie waren überirdisch schön, und mir kamen Elek Benedeks Märchen in den Sinn, da ich im Leben dergleichen noch nie gesehen hatte.

   Die Donau lag weiß und regungslos da wie eine verschneite Landstraße. Erst als wir auf unserem Weg nach Pest die Kettenbrücke überquerten, bemerkte ich, daß schwere Eisschollen auf dem Fluß trieben und darunter pechschwarzes Wasser strudelte. Meine Mutter blieb plötzlich stehen.“

 

szekely

János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008.

 

Uit: The Return of Philip Latinowicz (Vertaald door Zora Depolo)

 

His idea of the infenalization of reality. This idea, doubtless a diabolical and unhealthy conception, was that in life phenomena have in fact no internal logical or rational connection! That life’s manifestations unfold and develop one beside another, simultaneously: with the sort of infernal simultaneity of the visions of Hieronymus Bosch, or Bruegel…The tall, grimy steeples with dragon’s heads, whitened waterspouts and marble behinds; and the fat Carolina; the English horses, bon jour, Monsieur, the voice of a caged jay,—and everything melting like the chocolate wrapped in silver paper, everything dragging along like Joe Podravec’s coach, everything foolish and swamplike as Pannonia itself!

 

krleza

Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)

 

De Duitse schrijver Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

Uit: Lebenslauf eines Optimisten

 

“Ein entsetzlicher Spektakel mit Geklirr und Gerassel – grelles Licht – dann finstere Nacht, in der ich schreien musste vor Angst.

Das ist die älteste unter den Erinnerungen an meine Kinderzeit in Kaufbeuren. Als ich vor vielen Jahren meiner Mutter einmal sagte, dass diese Erinnerung in mir wäre, musste sie sich lange besinnen, bevor sie das Rätsel lösen konnte. Sie hatte mich, ein anderthalbjähriges Bübchen, an einem Winterabend auf den Boden der Wohnstube gesetzt und war in die Küche gegangen; da hörte sie diesen klirrenden Spektakel; und als sie den Lärm erschrocken nachlief, fand sie eine finstere Stube, in der ich schrie, als wär’ ich an einen Spieß gebohrt; sie machte Licht, und da saß ich zeternd auf dem Tisch, während die Stehlampe in Scherben auf dem Boden lag.

 

Diese Lampe bekam neue Gläser, und ihr eiserner Fuß wurde fest auf einen großen, mit Blei ausgegossenen Holzteller geschraubt. Nun konnte man sie mit dem besten Kinderwillen nicht mehr umwerfen. Und so hat diese Lampe in der Wohnstube meiner Eltern noch hellen Dienst getan, als ich nach 25 Jahren der dunklen Beschäftigung oblag: Philosophie zu studieren.

Eine zweite Erinnerung: Ich friere schrecklich, obwohl die Sonne scheint; viele Menschen sind um mich her; ich laufe schnell und habe Schmerzen an den Sohlen; und die vielen Menschen laufen mir nach und lachen immer.“

GanghoferDenkmalEgern

Ludwig Ganghofer (7 juli 1855 – 24 juli 1920)
Standbeeld in Egern

 

 

De Duitse schrijver Alfred Joseph Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine gebor
en. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007.

 

Uit: Eiserne Sonette

 

Hol aus!

 

Hol aus, reck auf mit heldischer Gebärde,

Du Mann am Amboß! Spann dich! Straff den Mund!

Schleudre gestemmt den Hammer rund

Und hau, daß Kraft zu Kunst und Feuer werde!

Mein alter Lehrer sagte, uns zu sputen:

»Jungs, Klaun in de Aed!« – – Jungs, Klaun in de Aed!

Die Hände sind ein wundervoll Gerät,

Die Schultern sind wie Balken und wie Ruten.

Im Schwung des Hammers kreist die Ewigkeit,

Und jedem steht ein Amboß wohl bereit,

Daß sein Gewaltsames gewaltig sei.

Sei Tor und Baldur, Freund, verzweifel nicht;

Das Höchste, Letzte bleibt die Tat, die Pflicht.

Es kreist der Hammer: panta rhei!

 

*

 

Das ist so sonderbar, wenn kantige Segel

Eben ziehn durch das stille Land; man schaut

Den tiefen Strom nicht, hört nur kreischend laut

Der Möwen Spiel, der weißen, fremden Vögel.

Und sieht am Horizont die häusergroße

Getürmte Stadt in stickig dunkelgrauen

Dunstwolken, hangend nebeltrüb im Blauen,

Fata morgana – ins Grenzenlose:

Als sei dort Stadt an Stadt, nur Stadt; und hier

Ein letztes Fleckchen Grün. Der Erde Rund

Ist zugebaut. Hier haust das letzte Tier,

Der letzte Mensch. Dort drüben? – wohnen

Dort Fabelwesen? – – Du liegst still am Grund,

Dich überfallen Visionen.

 

Winckler_1925

Joseph Winckler (7 juli 1881 – 29 januari 1966)