Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Reinhard Kaiser Mühlecker, Jorge Semprún, Gertrud Kolmarm, Jacquelyn Mitchard, Nelly Sachs, Cornelia Funke, George MacDonald

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

The Fact that Earth is Heaven

The Fact that Earth is Heaven –
Whether Heaven is Heaven or not
If not an Affidavit
Of that specific Spot
Not only must confirm us
That it is not for us
But that it would affront us
To dwell in such a place –

 

Of Yellow was the outer Sky

Nature rarer uses Yellow
Than another Hue.
Saves she all of that for Sunsets
Prodigal of Blue

Spending Scarlet, like a Woman
Yellow she affords
Only scantly and selectly
Like a Lover’s Words.

 

Down Time’s quaint stream

Down Time’s quaint stream
Without an oar
We are enforced to sail
Our Port a secret
Our Perchance a Gale
What Skipper would
Incur the Risk
What Buccaneer would ride
Without a surety from the Wind
Or schedule of the Tide –


Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Poster voor “A Quiet Passion”, een film over het leven van Emily Dickinson uit 2016

 

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook alle tags voor Karl Heinrich Waggerl op dit blog.

Uit: Die stillste Zeit im Jahr

Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr, wie es im Liede heißt, die Zeit der frohen Zuversicht und der gläubigen Hoffnung. Es mag ja nur eine Binsenweisheit sein, aber es ist eine von den ganz verläßlichen Binsenweisheiten, daß hinter jeder Wolke der Trübsal doch immer auch ein Stern der Verheißung glänzt. Daran trösten wir uns in diesen Wochen, wenn Nacht und Kälte unaufhaltsam zu wachsen scheinen. Wir wissen ja doch, und wir wissen es ganz sicher, daß die finsteren Mächte unterliegen werden, an dem Tag, mit dem die Sonne sich wendet, und in der Nacht, in der uns das Heil der Welt geboren wurde.
Für die Leute in den Städten hat der Advent kein großes Geheimnis mehr. Ihnen ist es nur unbequem und lästig, wenn die ersten Fröste kommen, wenn der Nebel in die Straßen fällt und das karge Licht des Tages noch mehr verkürzt. Aber der Mensch auf dem Lande, in entlegenen Tälern und einschichtigen Dörfern, der steht den gewaltigen Kräften der Natur noch unmittelbar gegenüber. Stürme toben durch die Wälder herab und ersticken ihm das Feuer auf dem Herd, er sieht die Sonne auf ihrem kurzen Weg von Berg zu Berg krank werden und hinsterben, grausig finster sind die Nächte, und der Schneedonner schreckt das Wild aus seinen Zuflüchten. Noch in meiner Kindheit gab es kein Licht in der Stube außer von einer armseligen Talgkerze. Der Wind rüttelte am Fensterladen und schnaufte durch die Ritzen, das hörte sich an wie der Atem eines Ungeheuers, das draußen herumging mit tappenden Hufen und schnupperte, an der Wand, an den Dachschindeln, überall. Wie gut, wenn ein Licht dabei brannte, gottlob für einen winzigen Funken Licht in der schrecklichen Finsternis!
Immer am zweiten Sonntag im Advent stieg der Vater auf den Dachboden und brachte die große Schachtel mit dem Krippenzeug herunter. Ein paar lange Abende wurde dann fleißig geleimt und gemalt, etliche Schäfchen waren ja lahm geworden, und der Esel mußte einen neuen Schwanz bekommen, weil er ihn in jedem Sommer abwarf wie ein Hirsch sein Geweih. Aber endlich stand der Berg wieder wie neu auf der Fensterbank, mit glänzendem Flitter angeschneit, die mächtige Burg mit der Fahne auf den Zinnen und darunter der Stall. Das war eine recht gemütliche Behausung, eine Stube eigentlich, sogar der Herrgottswinkel fehlte nicht und ein winziges ewiges Licht unter dem Kreuz.“


Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)
Bad Gastein.in de Adventstijd

 

De Oostenrijkse schrijver Reinhard Kaiser Mühlecker werd geboren op 10 december 1982 in Kirchdorf an der Krems. Zie ook alle tags voor Reinhard Kaiser Mühlecker op dit blog.

Uit: Magdalenaberg

“Und jetzt”, sagte ich, “was kommt jetzt.” “Was jetzt kommt?” fragte sie. “Nichts kommt jetzt. Wenn etwas aus ist, kommt nichts mehr.”
“So, so”, sagte ich. “Das kann ich mir aber nicht vorstellen.”
Ich gähnte. Vor mir stand die Flasche; es war beinah nichts mehr drin, und der Spiegel dieses Bisschens zitterte und blinkte im Licht. Ich sah nun nichts mehr schwimmen. Ich wollte schlafen, denn verstehen konnte ich das alles ohnehin nicht, wie mir schien. Was sollte das? Mir kam die ganze Welt sehr weit weg vor. Weder Schnaps noch Reden hatten mich befeuert.
Ich erinnerte mich, wie die Welt von mir weggerückt war, als ich die Nachricht von Wilhelms Tod bekommen hatte, wie sie weggekippt war, wie eine ungeheure Müdigkeit über mich gekommen war, die mich lähmte. Sie, dieWelt, war wie ein Ball, auf den ich gestarrt hatte, und der plötzlich weggeschlagen, weggekickt wurde, und mein Blick blieb starr und fand nichts mehr, wurde leer und sinnlos. Ich dachte an das Begräbnis (…). Das plötzlich faltenlose Gesicht der Mutter, die hellen leeren Augen des Vaters; sie hatten sich aufgehellt auf einmal, und sein ganzes Gesicht war plötzlich wieder jung geworden für ein paar Tage. Die Welt war von mir weggerückt, war vornübergekippt, oder vielleicht war doch ich es, der gekippt war in diesem Moment jedes Gefühl für die Zeit verloren hatte. Es ist, als stecke ich in diesem Damals fest, Herbst 2005.
Es gab so vieles, woran ich dachte. Etwa dachte ich an früher, daran, wie es war, als wir am Morgen mit dem Fahrrad in die Messe fuhren, dachte an die nassen Grashalme im Graben neben der Straße. Manchmal, wenn es in der Nacht stark geregnet hatte, lagen sie fast, waren wie geduckt. Oder ich dachte an das Blinken der ersten Sonne durch die Bäume, der Beginn eines Tages, oder an die orangefarbenen, zwischen die Speichen geklemmten Katzenaugen, die unzählige kleine Kästchen, die wie Bienenwaben aussehen, in sich tragen. Ich dachte an die Speiche, über die ich mit ausgestrecktem Zeigefinger fuhr, an die Kuppe, die daraufhin schwarz war; an den grauen Putz der Mauer im Hof in Pettenbach, der manchmal, je nach Sonnenlicht und Tageszeit, sehr dunkel, fast schwarz war.“

 
Reinhard Kaiser Mühlecker (Kirchdorf an der Krems, 10 december 1982)

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook alle tags voor Jorge Semprún op dit blog.

Uit: Le Grand Voyage

« Nous regardions monter sur la plate-forme ce Russe de vingt ans, condamné à la pendaison pour sabotage à la “Mibau”, où l’on fabriquait les pièces les plus délicates des V-1. Les prisonniers de guerre soviétiques étaient fixés dans un garde-à-vous douloureux, à force d’immobilité massive, épaule, contre épaule, à force de regards impénétrables. Nous regardons monter sur la plate-forme ce Russe de vingt ans et les S.S. s’imaginent que nous allons subir sa mort, la sentir fondre sur nous comme une menace ou un avertissement. Mais cette mort, nous sommes en train de l’accepter pour nous-mêmes, le cas échéant, nous sommes en train de la choisir pour nous-mêmes. Nous sommes en train de mourir de la mort de ce copain, et par là même nous la nions, nous l’annulons, nous faisons de la mort de ce copain le sens de notre vie. Un projet de vivre parfaitement valable, le seul valable en ce moment précis. Mais les S.S. sont de pauvres types et ne comprennent jamais ces choses-là.
(…)

“C’était la librairie,et plus précisément,le premier étage de la librairie de Martinus Nijhoff à La Haye.Aujourd’hui,vingt-trois ans après,je pourrais encore,les yeux fermés,monter cet escalier,je saurais encore m’y retrouver,parmi les longues rangées de livres du premier étage.Nijhoff,en général,se tenait au rez-de-chaussée,il me regardait passer vers l’escalier avec des yeux pétillants derrière les verres cerclés d’or.Au premier étage se trouvait les rayons de livres français neufs et d’occasion,et j’y passais des heures à lire des bouquins que je ne pouvais m’offrir.Une lumière placide baignait la grande salle,cette belle lumière dense,sans arêtes coupantes,de l’hiver nordique,une luminosité sphérique,irradiant par égal les plans rapprochés et les plans lointains,tamisée dans la grande salle encombrée de rayonnages sévères (et cette odeur d’encaustique devenait en quelque sorte l’équivalent sensible du puritanisme un peu hautain,et combien fragile,dérisoire tout compte fait,de l’ensemble) par les verrières nervurées de plomb cerclant les bouts de vitre colorée,disposés ça et là,selon un ordre vieillot et un tant soi peu monotone.
Mais tout ceci,bien entendu,ne fait pas partie de ce rêve-là,au cours de ce voyage.Ce rêve-là n’était que la nostalgie de ce lieu calme et clos,non identifié clairement,ne débouchant sur rien d’autre que sur le sentiment confus d’une perte irréparable,d’un manque impossible à combler,dans la puanteur moite du wagon,traversée bientôt de cris échevelés.”


Jorge Semprún (10 december 1923 – 7 juni 2011)
Cover

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Gertrud Kolmar op dit blog.

Stimme des Bluts

Du mußt nicht hören, was sie sagen,
Nicht glauben, was die Augen sehn,
Nicht deines Herzens Uhrenschlagen,
Des Geistes Falterflug verstehn.

Der glatte, matte Silberreifen,
Der kühl den Mädchenleib umschnürt,
Ihn soll kein Zauber von dir streifen
Als ich. Ich will, was mir gebührt.

Mein heilig Recht ist mein Begehren;
Ich ford’re Träume, wild vor Glut,
Will grausam Lachen, frevle Zähren –
Den Schleier fort! Ich bin das Blut!

Streck’ aus die Hand in Sündenqualen
Zum Himmel dort, zur Erde hier;
Dein Mund soll Lust mit Lüsten zahlen,
Und dir am Herzen keim’s: Gebier!

Neu will ich werden in dem Leben,
Das dir mein Wunder schuf. Sei’s mein!
Es soll wie du in Glück erbeben,
Wie du in tiefem Jammer schrein.

Hast du mir, was dir gleicht, gegeben,
So schlaf, dein müd’, in dir ich ein.

 

Das Herz

Ich ging durch einen Wald,
Da wuchsen viele Herzen.
Sie waren rot in Schmerzen,
Sie waren stolz und grün und kalt.

Sie rieselten und hingen
Von dünnem Ast, Morellenast.
Ich wog die sonneneigne Last
Und ließ sie schüchtern klingeln.

Ich habe eins gepflückt,
Das dunkel schien vor Reife;
Es hat mit grüner Schleife
Und einer Blume mich geschmückt.

Ein Herz ist heißes Klopfen.
Ich ahnte zögernd, daß es bat.
Zuweilen, blutschwarz wie Granat,
Zersprang ein großer Tropfen.

Es lappte gräserwärts
Mit aufgerißnen Schalen.
Da schlug aus welken Qualen
Ein kleines, kleines blaues Herz.


Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)
Verzamelde gedichten

 

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook alle tags voor Jacquelyn Mitchard op dit blog.

Uit:Two If by Sea

“It was always hot in Brisbane, but that night was pouty, unsettling. After getting Natalie and her family comfortable in their rooms at the inn, Frank couldn’t rest. His leg plagued him. The toll of oppressive weather on that kind of old injury was no old farmer’s myth. He rambled around, briefly joining Natalie’s brother Brian in the bar on the beach, then painfully mounting the switchbacked decks of wooden stairs that led to a kind of viewing platform just adjacent to the car park, looking out over Bribie Island Beach. Up there, he hoped the signal would be good enough to call home, his home, if home is the place you started. For Frank, that would always be a ramshackle horse farm in south-central Wisconsin—now probably more ramshackle than when he last saw it, three years before. As the brrrrr on the other end began, his pulse quickened. He looked up at the sky and thought of all the calls darting through the sea of radio waves tonight, swift as swallows—dutiful, hopeful, wistful, sad.
“Frank?” His sister, Eden, answered, her voice holiday-bright and holiday-brittle, suddenly next to him across nine thousand miles. He was about to ask her to summon his mother to the phone so they could all talk together when he saw it. Without thinking, and without another word to Edie, he let his phone slip into his jeans pocket.
He could not figure out what it was.
He would never remember it as a wave.
Wave was too mere a word.
Although there were hundreds of photos and pieces of film, some shot just at the moment, near this very spot, Frank could look at these and remain curiously unmoved. But should he close his eyes and let himself return, the sick sweats would sweep down his breastbone, a sluice of molten ice. He would hear again the single dog’s one mournful howl, and feel the heavy apprehension, something like that moment from his days as a uniform cop when a routine traffic stop went completely to shit and a fist came flying in from nowhere, but monumentally worse. So much worse that it routed even imagination. Many years later, Frank would think, this was his first sight of the thing that would sweep away the center of his life in the minutes after midnight, and, by the time the sun rose, send surging into his arms the seed of his life to come.
Just like that. Like some mythical deity with blind eyes that took and gave unquestioned.”


Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Nelly Sachs op dit blog.

An euch, die das neue Haus bauen

Wenn du dir deine Wände neu aufrichtest –
Deinen Herd, Schlafstatt, Tisch und Stuhl –
Hänge nicht deine Tränen um sie, die dahingegangen,
Die nicht mehr mit dir wohnen werden
An den Stein
Nicht an das Holz –
Es weint sonst in deinen Schlaf hinein,
Den kurzen, den du noch tun mußt.

Seufze nicht, wenn du dein Laken bettest,
Es mischen sich sonst deine Träume
Mit dem Schweiß der Toten.

Ach, es sind die Wände und die Geräte
Wie die Windharfen empfänglich
Und wie ein Acker, darin dein Leid wächst,
Und spüren das Staubverwandte in dir.

Baue, wenn die Stundenuhr rieselt,
Aber weine nicht die Minuten fort
Mit dem Staub zusammen,
Der das Licht verdeckt.

 

Wieviel Erinnerung wächst im Blute Der Abendsonne?

O die ungesungenen Wiegenlieder
In der Turteltaube Nachtruf –
Manch einer hätte Sterne herunterholen können,
Nun muß es der alte Brunnen für ihn tun!

Ihr Zuschauenden,
Die ihr keine Mörderhand erhobt,
Aber die ihr den Staub nicht von eurer Sehnsucht
Schütteltet,
Die ihr stehenbliebt, dort, wo er zu
Licht Verwandelt wird.

 
Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

 

De Duitse schrijfster en illustratrice Cornelia Funke werd geboren in Dorsten op 10 december 1958. Cornelia Funke viert vandaag haar 60e verjaardag. Zie ook alle tags voor Cornelia Funke op dit blog.

Uit: Hinter verzauberten Fenstern

„Draußen wurde es dunkel, und es schneite immer noch. Julia saß auf der Fensterbank und sah hinaus. Der Himmel war dunkelgrau, und die Bäume und Häuser sahen aus wie Scherenschnitte aus schwarzer Pappe. Nur die Fenster leuchteten gelb vom Lampenlicht oder blau von irgendeinem Fernseher. Ab und zu stapfte eine graue Gestalt mit hochgezogenen Schultern und eingezogenem Kopf unten auf der Straße vorbei. Aber ihre Mutter kam und kam nicht. Mindestens eine Stunde saß sie schon hier, drückte sich die Nase an der Scheibe platt und wartete. Da kam wieder jemand. Julia beugte sich vor. Nein, die hatte einen Hund dabei. Wieder nichts. Zwei Kinder hüpften vorbei und verschwanden hinter einem Gartentor. Dann war alles wieder still und leer. Nur die Schneeflocken fielen leise vom Himmel herunter und bedeckten die schwarzen Äste und die schwarzen Dächer, die dunklen Hecken, die graue Straße und die geparkten Autos, die unter dem Schnee wie dicke, geduckte Tiere aussahen. JuliagähnteundpresstedieNasewiedergegendie kalte Scheibe. Es ist doch immer dasselbe!, dachte sie. Wenn Mütter sagen, sie sind nur mal eben einkaufen, dann dauert’s eine Ewigkeit, bis sie wieder da sind. Und dann haben sie meistens schlechte Laune. Ihre Zimmertür ging auf, und das Licht ging an. Ärgerlich kniff Julia die Augen zusammen und sah sich um.
»Mach das Licht aus, Olli«, knurrte sie ihren jüngeren Bruder an.
»Wieso sitzt du hier im Dunkeln?«
»Weil ich nur so draußen was erkennen kann. Also mach das Licht aus!«
»Versteh ich nicht«, sagte Olli. Aber er machte das LichtausundschlossdieTür.Julia hörte,wie er im Dunkeln auf sie zu tappte.
»Ist es dir nicht unheimlich im Dunkeln?«, fragte er und krabbelte neben sie auf die Fensterbank.
»O verdammt, du Zwerg«, stöhnte Julia, »warum gehst du nicht in dein eigenes Zimmer?«
»Da unten seh ich nichts. Nur die blöde Hecke. Hier unterm Dach ist es viel schöner.«
« Olli rutschte ein bisschen näher an sie heran. Er hatte Angst im Dunkeln.
»Wetten, ich weiß, worauf du wartest?«, sagte er.
»Na, sag schon.« »Du wartest auf Mama.«
»Erraten«, sagte Julia.
»Sie hat versprochen, mir einen Adventskalender mitzubringen.«
»Mir auch!« »Dachte ich mir.«
»Was hast du dir für einen gewünscht?«

 
Cornelia Funke (Dorsten, 10 december 1958)

 

De Schotse dichter en schrijver George MacDonald werd geboren op 10 december 1824 in Huntly, Aberdeenshire. Zie ook alle tags voor George MacDonald op dit blog.

To My Aging Friends

It is no winter night comes down
Upon our hearts, dear friends of old;
But a May evening, softly brown,
Whose wind is rather cold.

We are not, like yon sad-eyed West,
Phantoms that brood o’er Time’s dust-hoard,
We are like yon Moon-in mourning drest,
But gazing on her lord.

Come nearer to the hearth, sweet friends,
Draw nigher, closer, hand and chair;
Ours is a love that never ends,
For God is dearest there!

We will not talk about the past,
We will not ponder ancient pain;
Those are but deep foundations cast
For peaks of soaring gain!

We, waiting Dead, will warm our bones
At our poor smouldering earthly fire;
And talk of wide-eyed living ones
Who have what we desire.

O Living, ye know what is death-
We, by and by, shall know it too!
Humble, with bated, hoping breath,
We are coming fast to you!

 

The Holy Midnight

Ah, holy midnight of the soul,
When stars alone are high;
When winds are resting at their goal,
And sea-waves only sigh!

Ambition faints from out the will;
Asleep sad longing lies;
All hope of good, all fear of ill,
All need of action dies;

Because God is, and claims the life
He kindled in thy brain;
And thou in him, rapt far from strife,
Diest and liv’st again.

 
George MacDonald (10 december 1824 – 18 september 1905)
Rond 1870

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn blog van 10 december 2017 deel 2.

Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Reinhard Kaiser Mühlecker, Jorge Semprún, Gertrud Kolmarm, Jacquelyn Mitchard, Nelly Sachs, Cornelia Funke

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

On the Paradox of Advent

The Infinite a sudden Guest
Has been assumed to be —
But how can that stupendous come
Which never went away?

 

The Savior must have been

The Savior must have been
A docile Gentleman—
To come so far so cold a Day
For little Fellowmen—

The Road to Bethlehem
Since He and I were Boys
Was leveled, but for that ‘twould be
A rugged Billion Miles—

 

Heaven is so far of the Mind

Heaven is so far of the Mind
That were the Mind dissolved –
The Site – of it – by Architect
Could not again be proved –

‘Tis vast – as our Capacity –
As fair – as our idea –
To Him of adequate desire
No further ’tis, than Here –

 
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
De UMASS-campus in Amherst

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Jacquelyn Mitchard, Nelly Sachs, Cornelia Funke, Carolyn Kizer, Pierre Louÿs

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook alle tags voor Jacquelyn Mitchard op dit blog.

Uit: Christmas, Present

“But he could not frame a question that would elicit the date from Laura’s cool and sharp-eyed mother. She was a busy realtor, a woman of few words except where they concerned post-and-beam construction or Carrera marble in the master bath. She would not burble forth, “And that was the last time Helen and David went anywhere together as husband and wife … ” or “I’d just bought that silver Volvo … ” or “Do you remember how adorable Laurie’s sister Angela looked; she was only a junior … ” — remarks that could be checked against a family timeline.
Their wedding album had been no help.
It was inscribed with their names, the month and day — but, at Laura’s behest, not the year. For the same reason, the photos all were in black-and-white. “Color makes pictures look dated. I want this to be always new,” she’d said.
They were married December 23, and all the women, including Laura, wore red velvet, the men gray morning clothes, with top hats — even without the help of color film, he could remember the splash they all made, like bright cardinals and sparrows against the snow. The photographer spread huge sheets of clear plastic beneath an evergreen bower for outdoor shots. Laura peeked from under the hood of a wool merino cape trimmed with rabbit fur, like a character from Little Women.
The photos were timeless; not even a single car with an identifiable grille or body shape was visible.
He might have asked his own mother outright, and she would have felt no impulse to chide him. She would have been moved by his diligence.
He had missed his mother, more or less constantly, for two years, with the persistence of a low-grade fever that spiked in spring or at moments of acute need or tenderness. Laura resembled his mother in no way; she had different habits, preferences, and talents. But his wife still somehow recalled Amy, in common sense, in pure spirit. Laura still teased him about their first date: He had confessed he might never marry at all, never find a woman the equal of his mother. Amy had died of ovarian cancer, hadn’t even lived to hear Amelia, the daughter they had named for her, say her grandmother’s name.”

 
Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

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Jacquelyn Mitchard, Thomas Lux, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Christine Brückner

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.

 

Uit: Second Nature

“This is what I know.

My father stood in the center aisle of the Lady Chapel—that hunched, hexed little building he hated as a father and as a firefighter— under the lowering band of sooty, mean-colored smoke, and he looked right at me. He understood what had happened to me, and although he couldn’t tell me then, he was still happy. He thought I was one of the lucky ones.

I was.

This is what I remember.

There were fifty of us in the Lady Chapel that late afternoon, December 20, the shortest day of the year. Inside, in winter, it was always about as warm and bright as an igloo. Wearing our coats and mittens as we sang “O Come, O Come, Emmanuel,” we could see our breath.

As a place of worship and a historic structure, the Lady Chapel was exempt from all the building codes and conformed to none of them, which was why Dad despised the very sight of it. The mahogany pews, each with a different intricate carving, massaged for seventy years with layers of flammable polish, were nothing but tinder to him. Raw and reckless new structures, when they burned, were flimsy as tents. But the old chapel had stone walls a foot thick and had been reroofed so many times that Dad said that it could have withstood a phosphorus bomb.

It didn’t take anything as potent as a bomb, only a small candle in a small draft.

That day, just as the choirmaster, Mr. Treadwell, brought together his fingertips and held them up to his delicate cheekbones, twinkly as a ballerina (looking back, I think Mr. Treadwell was twinkly all the

time, what my mother called “a confirmed bachelor”), first one and then the other Christmas tree on either side of the altar went up like ten-foot sparklers. A few kids simply stood, flat-footed and amazed, as though the pyrotechnics were some sort of holiday surprise. I knew better than to think that, even for a second.”

 

Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

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Jacquelyn Mitchard, Thomas Lux, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Christine Brückner

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 Uit: Christmas, Present 

„For weeks, he’d pestered himself over the fact that he couldn’t remember whether this anniversary was the fourteenth or fifteenth. He would later regret the silliness, the mulling. He might have spent more time with the girls, taken the week off from work, made enormous resolutions and gestures of consummate intimacy. Still, even in hindsight, a fourteenth anniversary sounded routine, neither a rung on the ladder midway toward a golden sunset nor an observation blushingly fresh and new.

A fourteenth anniversary, like, perhaps, a forty-second birthday, didn’t seem to demand so much commemoration.

But one more year would be a landmark! Somehow, to have survived in relative peace and periodic delight for a decade and a half — through the arid, sandy-eyed numbness of sleep deprivation after the girls’ births, the unexpected and brutal death of his mother, the long, anxious week waiting for the results of the withdrawal of a microscopic bite of tissue from Laura’s breast, Annie’s meningitis (ten days during which neither of them finished a single meal, together or separately) — seemed to confer a certain status on this marriage. A marriage of substance, which few of their friends could boast. Fifteen years of marriage in full would cry out for a slam-bang celebration. A high school reunion equivalent, a renewal of vows with Laura at the Wee Kirk o’ the Heather in Las Vegas, Prada boots, costing half a week’s pay, or a (very brief) cruise to the West Indies.

He thought, by using a ruse, he might question his mother-in-law, Miranda, inventing some twaddle about checking Laura’s sizes (men being universally forgiven, even coddled, for ignorance in such matters).“


Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

 

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Karl Heinrich Waggerl, Pierre Louÿs, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Rumer Godden, Christine Brückner, Jacquelyn Mitchard

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

Uit: Davids Weihnachtsfeier im Armenhaus

„Aus allen Fenstern fällt warmer Kerzenschein auf den Dorfplatz. Im Vorübergehen sieht David die Leute in den Stuben vor dem Christbaum beisammenstehen. Das Jüngste hat der Vater auf dem Arm, es hopst und kräht und greift nach den Lichtern. Und die Mutter hat keinen Augenblick Ruhe, eins zerrt an ihrer Schürze, damit sie ihm endlich in die neuen Schuhe hilft, und indessen wird sie vom ändern beinahe erwürgt, weil sie die Puppe noch nicht genug bewundert hat. Anderswo kommt die Sache erst in Gang. Eine Tür öffnet sich eben, ein Rudel Kinder stolpert herein, und dahinter steht wiederum der Vater, es ist überall derselbe hemdsärmelige Mann, der wohlwollend lacht und die Zigarre zwischen den krummen Fingern dreht, und es ist auch die gleiche Mutter, die irgendein Paketchen in den Händen hält und den Kopf dazu schüttelt. Denn es ist ja alles reine Verschwendung, was man ihr schenkt!

Auch in den früheren Jahren ging David um diese Stunde über den Dorfplatz, stand vor den erleuchteten Fenstern und drückte seine Nase an die Scheiben. Auf diese Weise konnte er an allem ein wenig teilnehmen, an der Bescherung im ganzen Dorf. Er selbst hatte ja nicht viel zu erwarten, ein paar Äpfel und Dörrbirnen vom Pfarrer, eine Handvoll Zuckerzeug oder etwas Nützliches, ein Paar Strümpfe vielleicht. Und oft verging er fast vor Aufregung und Ungeduld, wenn er mitansehen mußte, was zum Beispiel dieser Peter mit seiner Mundharmonika anstellte. Rein gar nichts brachte er heraus, während er, David, sicher auf das erste Mal einen flotten Marsch aufgespielt hätte.

Aber heuer ist es anders, diesmal ist er nicht mit leeren Händen unterwegs, nicht Zaungast vor fremden Häusern. Ach Gott, wie freut sich die Mutter über ihre Schachtel, wie bestaunt die Krämerin den schönen Begonienstock! Wird er nun weiß oder rot blühen? Rot, sagt David prophetisch. Wenn nicht Gott ein Wunder wirkt, um des Friedens willen.

David geht stolz und schwitzend in der Stube auf und ab, trägt Fäustlinge an den Händen und einen Wollschal um den Hals, und alles ist so überaus prachtvoll und festlich. Der Lichterbaum, die Kerzen und das Backwerk und das glitzernde Engelhaar über und über, und ganz oben der gläserne Stern, der sich in der warmen Luft langsam dreht.“

waggerl

Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)

 

De Franse dichter en schrijver Pierre Louÿs werd geboren op 10 december 1870 in Gent. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

L’aube de la Lune

 

Regarde la naissance ardente de la lune,

Ô Stulcas! c’est un coeur qui répand sur les eaux

Le sang d’une aube horrible au sommet des roseaux

Où Syrinx va gémir à sa triste fortune

 

Les ombres des palmiers s’éveillent,et chacune

Traîne deux fils de flamme à ses obscurs fuseaux,

Et les crins du centaure et l’aile des oiseaux

Se haussent, alourdis d’une pourpre importune.

 

Le bruit des palmes doux comme la pluie en mer

Verse une onde altérée à la ferveur de l’air;

Tout ruisselle et se perd goutte à goutte…Respire,

 

Stulcas, la lune est pure et sur le ciel plus clair

Notre bouc irrité par le vol du vampire

Se cabre dans l’orgueil d’échapper à la nuit

 

 

L’Iris

 

Je t’apporte un iris cueilli dans une eau sombre

Pour toi, nymphe des bois, par moi, nymphe de l’eau,

C’est l’iris des marais immobiles, roseau

Rigide, où triste, oscille une fleur lourde d’ombre.

 

J’ai brisé, qui semblait un bleu regard de l’air,

L’iris du silence et des fabuleux rivages;

J’ai pris la tige verte entre mes doigts sauvages

Et j’ai mordu la fleur comme une faible chair.

 

Les gestes et les fleurs, ô sereine ingénue,

Parleront pour ma bouche impatiente et nue,

Où brûlent mes désirs et l’espoir de tes mains:

 

Accueille ici mon âme étrangement fleurie

Et montre à mes pieds par quels obscurs chemins

Je mêlerai ta honte à ma vaste incurie.

 

pierre-louys

Pierre Louÿs (10 december 1870 – 6 juni 1925)

 

De Engelse schrijfster Margaret Rumer Godden werd geboren op 10 december 1907 in Eastbourne, East Sussex. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: In This House of Brede

 

„The tower of Brede Abbey was a landmark for miles through the countryside and out to sea; high above the town of Brede its gilded weathercock caught the light and could flash in the bright sun.

The weathercock bore the date 1753 and had been put there by the Hartshorn family, to whom the abbey—in those days the Priory of the Canons of St. Augustine—had been given after the Reformation; it had then been the Hartshorns’ private house for more than 250 years. When the nuns came they had thought it prudent not to take the weathercock down. “Brede wouldn’t have tolerated a Catholic nunnery here in 1837,” Dame Ursula Crompton told the novices. “We had to disguise ourselves.” The cross was below, a stone cross interlaced with thorns—and it had known thorns; it had been thrown down, erected again, and stood now high over the entrance to the church; it was said to be nearly a thousand years old; certainly its stone was weathered, but, though the wind from the marshes blew fiercely against it and rain beat in the winter gales that struck the heights of Brede so violently, the cross stayed unmoved, sturdily aloft, while the weathercock whirled and thrummed as the wind took it. Dame Ursula had pleasure in underlining the moral, but then Dame Ursula always underlined.

The townspeople were used to nuns now. The extern sisters, who acted as liaisons between the enclosure and the outside world, were a familiar sight in their black and white, carrying their baskets as they did the abbey’s frugal shopping. Brede Abbey had accounts at the butcher and grocer as any family had; the local garage serviced the abbey car, which Sister Renata drove; workmen from Brede had been inside the enclosure, and anyone was free to come through the drive gates, ring the front-door bell, which had a true monastic clang, and ask for an interview with one of the nuns; few of the townspeople came, though the mayor made a formal call once a year; the abbey’s visitors, and there were many, usually came from further afield, from London or elsewhere in Britain, from the Continent or far overseas, some of them famous people. The guesthouse, over the old gatehouse, was nearly always full.“

 

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Rumer Godden (10 december 1907 – 8 november 1998)

 

De Braziliaanse schrijfster Clarice Lispector werd geboren op 10 december 1925 in Podolia (Oekraïne). Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: The Hour Of The Star

 

“Everything in the world began with a yes. One molecule said yes to another molecule and life was born. But before prehistory there was the prehistory of prehistory and there was the never and there was the yes. It was ever so. I do not know why, but I do know that the universe never began.

Let no one be mistaken. I only achieve simplicity with enormous effort. …

In writing this story, I shall yield to emotion and I know perfectly well that every day is one more day stolen from death. In no sense an intellectual, I write with my body. And what I write is like a dank haze. The words are sounds transfused with shadows that intersect unevenly, stalactites, woven lace, transposed organ music. I can scarcely invoke the words to describe this pattern, vibrant and rich, morbid and obscure, its counterpoint the deep bass of sorrow. Allegro con brio. I shall attempt to extract gold from charcoal. I know that I am holding up the narrative and playing at ball without a ball.

Is the fact an act? I swear that this book is composed without words: like a mute photograph. This book is a silence: an interrogation.”

 

clarice-lispector

Clarice Lispector (10 december 1925 – 9 december 1977)

 

De Armeense schrijver Ara Baliozian werd geboren op 10 december 1936 in Athene. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Pages From My Diary, 1986-1995

 

All people with a long history of oppression are short-tempered. When an Armenian loses his temper, the message he is trying to convey is: “I took it from the Turks for a thousand years; I don’t have to take it from you.” The “I” of course stands not just for himself but for all his ancestors as well—or his collective unconscious.

Whenever I read a book by an odar Armenologist, I cannot help thinking that he is more interested in our past than in our future. He values our antiquities much more than ourselves. These academics will probably be happier if we were to vanish from the face of the earth, thus providing them with a clear-cut ending and a final chapter to their field of inquiry.

Whenever I read a critical letter from one of my readers, I am reminded of a friend who runs a pizza parlor. “Armenians are hard to please”, he is fond of saying. “Everyone likes my pizza, except Armenians—they always have something critical to say. Some day if you ever go into pizza business you will know what I mean.”
I have never bothered to explain to him that I am myself a battle-scarred veteran of many wars; and that unlike the owner of a pizzeria, an Armenian writer is asked to bear not just the cross but also the cost of Armenian literature.

Nothing can be more repellent to me than the self-satisfied smile of someone who thinks he has got it made. Whenever I see such a smile on the cover of a magazine, I feel like going down on my knees and saying: “O God, allow me to die a miserable failure in order that I may never smile like that.”

 

Baliozian

Ara Baliozian (Athene, 10 december 1936)

 

De Duitse schrijfster Christine Brückner werd geboren op 10 december 1921 in Schmillinghausen bij Bad Arolsen in Hessen. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Effi Briest an den tauben Hund Rollo

 

Ich klage dich nicht an, Instetten, du bist, wie du bist. Aber klagen werde ich doch dürfen. Ihr habt mich alle geliebt, weil ich war, wie ich war und wie ich jetzt nicht mehr bin. Und dich hat man geachtet, weil du bist, wie du bist. Und was ist denn nun besser, lange Jahre geachtet oder kurze Zeit geliebt zu werden? Vater würde da wieder sagen, „das ist ein zu weites Feld“. Das weite Feld! Ich wußte nicht, daß es Mauern und Zäune gibt, über die man nicht hinwegspringen kann. Hindernisreiten habe ich nicht gelernt.
Jetzt legt er mir wieder seine dicke Pfote aufs Knie. Meinst du, Rollo, daß wir unseren Spaziergang machen sollten, damit alles immer so weitergeht und seine Ordnung hat? Die Wege immer kürzer, die Ruhepausen länger? Ja, Instetten! Jemand, der Grundsätze hat, der ist im Vorteil, und mehr will ich dazu nicht sagen. Du hast keine Liebe in dir, und dafür kannst du nichts und deshalb hast du vielleicht doch keine Schuld. Du hast gesagt, Festigkeit wäre nicht meine Spezialität. Du hast immer nur gesagt, was ich nicht war und was ich nicht hatte. Das ist wie mit den Zehn Geboten. „Du sollst nicht!“ Aber mir muß man sagen, was ich soll! Du hattest dich in das halbe Kind, das ich noch war, verliebt, weil du in jungen Jahren meine Mutter liebtest. Eigentlich hast du doch meine Mutter gemeint, und die hätte auch besser zu dir gepaßt, das denkt Vater auch. A
lle haben es gewußt, nur ich nicht. Und die andere Hälfte des halben Kindes wolltest du dir erziehen.
Jetzt müssen wir endlich auch von Crampas reden, Instetten! Crampas ließ mich so, wie ich war, der wollte nichts, und ich wollte auch nichts. Man fliegt und verliert den Boden unter den Füßen, man denkt, gleich reißt das Seil, und dann reißt es doch nicht, und man steht wieder auf den Füßen, aber man ist danach nicht mehr dieselbe. Von Major Crampas hieß es in Kessin, er sei ein Damenmann. Er nahm die Frauen ernst oder wenigstens doch so ernst wie seinen Dienst und überhaupt die Welt. Ganz ernst war ihm nichts. Ich habe doch „nein“ gesagt! Ich habe mich gewehrt, und er hat mich bedrängt, das ging so hin und her.”

 

brueckner

Christine Brückner (10 december 1921 – 21 december 1996)

 

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: No Time to Wave Goodbye

 

Before dawn on the day she would finally see his first real film, Beth Cappadora slipped into the guest room and lay down on the edge of the bed where her son, Vincent, slept.
Had she touched his hair or his shoulder, he would not have stirred. When he slept at all, Vincent slept like a man who’d fallen from a relaxed standing position after being hit on the back of the head by a frying pan. Still, she didn’t take the risk. Her relationship with Vincent didn’t admit of nighttime confidences, funny cards, all the trappings of the sentimental, platonic courtship between a mother and her grown boy. Instead, Beth blessed the air around his head, where coiled wisps of dark hair still sprang up as they had when he was a child.
Show them, Vincent, she said softly. Knock ‘em dead.
Beth asked only a minor redemption-something that would stuff back the acid remarks that everyone had made about where Vincent’s career of minor crime and major slough-offs would end, because it had so far outlasted the most generous boundaries of juvenile delinquency. She wished one thing itself, simple and linear: Let Vincent’s movie succeed.
That night, as she watched the film, and recognized its might and its worth, Beth had to appreciate-by then, against her will-that her wish was coming true. What she didn’t realize was something that she’d learned long ago.
Only long months from that morning did Beth, a superstitious woman all her life, realize she had forgotten that if a wish slipped like an arrow through a momentary slice in the firmament, it was free to come true any way it would. Only fools thought its trajectory could ever be controlled.„ 

 

mitchard

Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

Emily Dickinson, Jorge Semprún, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Jacquelyn Mitchard, Thomas Lux, Carolyn Kizer

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2006 en ook mijn blog van 10 december 2007.

THERE is another Loneliness 

THERE is another Loneliness
That many die without,
Not want or friend occasions it,
Or circumstances or lot.

But nature sometimes, sometimes thought,
And whoso it befall
Is richer than could be divulged
By mortal numeral.

 

A POOR torn heart, a tattered heart

A POOR torn heart, a tattered heart,
That sat it down to rest,
Nor noticed that the ebbing day
Flowed silver to the west,
Nor noticed night did soft descend
Nor constellation burn,
Intent upon the vision
Of latitudes unknown.

The angels, happening that way,
This dusty heart espied;
Tenderly took it up from toil
And carried it to God.
There,—sandals for the barefoot;
There,—gathered from the gales,
Do the blue havens by the hand
Lead the wandering sails.

 

I SHOULD not dare to leave my friend

I SHOULD not dare to leave my friend,
Because—because if he should die
While I was gone, and I—too late—
Should reach the heart that wanted me;

If I should disappoint the eyes
That hunted, hunted so, to see,
And could not bear to shut until
They “noticed” me—they noticed me;

If I should stab the patient faith
So sure I ’d come—so sure I ’d come,
It listening, listening, went to sleep
Telling my tardy name,—

My heart would wish it broke before,
Since breaking then, since breaking then,
Were useless as next morning’s sun,
Where midnight frosts had lain

Dickinson

Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Na het uitbreken van de Spaanse burgeroorlog ging de familie Semprún in ballingschap, aanvankelijk in een dorp in de buurt van het Franse Lourdes en daarna in Den Haag, waar Semprúns vader ambassadeur van de Spaanse republiek werd. Na de overwinning van het Franco-regime in 1939 en de daaropvolgende sluiting van de Spaans-republikeinse diplomatieke vertegenwoordiging in Nederland verhuisde het gezin naar Parijs. Semprún volgde daar het Gymnasium Henri IV en ging vervolgens aan de Sorbonne filosofie studeren. Na de Slag om Frankrijk en de daaropvolgende bezetting van dat land door Nazi-Duitsland trad Semprún in 1941 toe tot de Francs-Tireurs et Partisans. Een jaar later werd hij lid van de Partido Comunista de España (PCE). In 1943 werd hij door de Gestapo gearresteerd. Hierdoor raakte hij stateloos: omdat hij voor zijn gevangenneming in ballingschap had geleefd, werd hij door het Franco-regime niet als Spaans staatsburger erkend. Na gefolterd en verhoord te zijn in de gevangenis van Auxerre werd hij gedeporteerd naar het concentratiekamp Buchenwald. Na de oorlog keerde Semprún naar Parijs terug en werd hij actief binnen de PCE. Tot 1952 werkte Semprún als vertaler bij de UNESCO. Na de democratisering van Spanje in 1978 keerde Semprún naar zijn vaderland terug en nam hij de Spaanse nationaliteit weer aan. Semprúns eerste boek, dat werd gepubliceerd in 1963, was Le Grand Voyage (De grote reis), waarin hij zijn verblijf in Buchenwald beschreef, aangevuld met fictieve elementen. Van 1988 tot 1991 was Semprún minister van cultuur van Spanje.

Uit: Der Tote mit meinem Namen (Le mort qu’il faut, vertaald door Eva Moldenhauer)

 

„- Wir haben den passenden Toten! schreit Kaminsky.

Er kommt mit großen Schritten herbei, wartet nicht, bis er mich erreicht hat, um die gute Nachricht auszuposaunen.

Ein Dezembersonntag: Wintersonne.

Die Bäume ringsum waren mit Reif bedeckt. Überall Schnee, anscheinend seit jeher. Jedenfalls hatte er den bläulichen Schimmer des Ewigen. Aber der Wind hatte sich gelegt. Seine üblichen Böen auf der Höhe des Ettersbergs, stürmisch, rauh, eisig, gelangten nur noch bis zu der Bodensenke, wo sich das Latrinengebäude des Kleinen Lagers erhob.

Flüchtig hätte man in der Sonne, in der Abwesenheit des todbringenden Windes vergessen, an etwas anderes denken können. Das hatte ich mir gesagt, als ich am vereinbarten Treffpunkt ankam, vor der Baracke der Gemeinschaftslatrinen. Man hätte sich sagen können, daß der Appell gerade zu Ende gegangen war und daß man, wie jeden Sonntag, ein paar Stunden Leben vor sich hatte: eine kostbare kleine Zeitspanne, die nicht den SS-Leuten gehören würde.

Man hätte in der Sonne die Augen schließen, sich ausdenken können, womit man diese verfügbare Zeit, dieses allwöchentliche Wunder ausfüllen würde.

Die Auswahl war nicht groß, es gab präzise Grenzen – wie man sich denken kann. Aber die gibt es wahrscheinlich immer und überall; jedenfalls für den gemeinen Sterblichen. Dennoch war eine, wenn auch eingeschränkte Wahl möglich: eine Ausnahme, ausschließlich den Sonntagnachmittagen vorbehalten, aber real. Man könnte zum Beispiel wählen, sich schlafen zu legen.

Übrigens rannten die meisten Deportierten gleich nach dem Ende des Sonntagsappells zu den Schlafräumen. Sich vergessen, sich verlieren, vielleicht träumen. Sie fielen wie ein Stein auf das Stroh der Bettstellen, schliefen sofort ein. Nach dem Appell, nach der Sonntagssuppe – immer Nudelsuppe; die dickste der Woche; immer willkommen schien das Bedürfnis nach dem erholsamen Nichts zu überwiegen.

Man konnte es aber auch über sich bringen, den Schlafmangel, die Lebensmüdigkeit zu überwinden, um Kumpel aufzusuchen, eine Gemeinsamkeit, manchmal sogar eine Gemeinschaft herzustellen, wenn nicht allein das Geburtsdorf oder der Maquis, die Widerstandsbewegung, ihr zugrunde lag; wenn sie zudem noch eine politische oder religiöse war, die nach Überschreitung, also nach Transzendenz trachtete.“

 

semprun

Jorge Semprún (Madrid, 10 december 1923)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2007.

 

Kommt einer
von ferne
mit einer Sprache
die vielleicht die Laute
verschließt
mit dem Wiehern der Stute
oder
dem Piepen
junger Schwarzamseln
oder
auch wie eine knirschende Säge
die alle Nähe zerschneidet –

Kommt einer
von ferne
mit Bewegungen des Hundes
oder
vielleicht der Ratte
und es ist Winter
so kleide ihn warm
kann auch sein
er hat Feuer unter den Sohlen
(vielleicht ritt er
auf einem Meteor)
so schilt ihn nicht
falls dein Teppich durchlöchert schreit –

Ein Fremder hat immer
seine Heimat im Arm
wie eine Waise
für die er vielleicht nichts
als ein Grab sucht.

 

 

 

Und wenn diese meine Haut zerschlagen sein wird,
so werde ich ohne mein Fleisch Gott schauen
Hiob

 

O die Schornsteine
Auf den sinnreich erdachten Wohnungen des Todes,
Als Israels Leib zog aufgelöst in Rauch
Durch die Luft –
Als Essenkehrer ihn ein Stern empfing
Der schwarz wurde
Oder war es ein Sonnenstrahl?

O die Schornsteine!
Freiheitswege für Jeremias und Hiobs Staub –
Wer erdachte euch und baute Stein auf Stein
Den Weg für Flüchtlinge aus Rauch?

O die Wohnungen des Todes,
Einladend hergerichtet
Für den Wirt des Hauses, der sonst Gast war –
O ihr Finger,
Die Eingangsschwelle legend
Wie ein Messer zwischen Leben und Tod –

O ihr Schornsteine,
O ihr Finger,
Und Israels Leib im Rauch durch die Luft!

 

 

WOHIN o wohin

 

WOHIN o wohin
du Weltall der Sehnsucht
das in der Raupe schon dunkel verzaubert
die Flügel spannt,
mit den Flossen der Fische
immer den Anfang beschreibt
in Wassertiefen, die
ein einziges Herz
ausmessen kann mit dem Senkblei
der Trauer.
Wohin o wohin
du Weltall der Sehnsucht
mit der Träume verlorenen Erdreichen
und der gesprengten Blutbahn des Leibes;
während die Seele zusammengefaltet wartet
auf ihre Neugeburt
unter dem Eis der Todesmaske.

 

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Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006.

 

Das Herz

 

Ich ging durch einen Wald,
Da wuchsen viele Herzen.
Sie waren rot in Schmerzen,
Sie waren stolz und grün und kalt.

Sie rieselten und hingen
Von dünnem Ast, Morellenast.
Ich wog die sonneneigne Last
Und ließ sie schüchtern klingeln.

Ich habe eins gepflückt,
Das dunkel schien vor Reife;
Es hat mit grüner Schleife
Und einer Blume mich geschmückt.

Ein Herz ist heißes Klopfen.
Ich ahnte zögernd, daß es bat.
Zuweilen, blutschwarz wie Granat,
Zersprang ein großer Tropfen.

Es lappte gräserwärts
Mit aufgerißnen Schalen.
Da schlug aus welken Qualen
Ein kleines, kleines blaues Herz.

 

Wunschlied

 

Du solltest zu mir kommen in der langen Nacht.

Sie hätt aus Silberseide dir ein Bett gemacht.

 

Drum solltest du bei mir schlafen die ganze lange Nacht;

Mein kleines dunkles Auge war ein tiefer, tiefer Schacht.

 

Mein Auge war ein Brunnen, im Grunde Geisterlicht,

Da schautest du unter der Wirklichkeit allen Glückes Gesicht.

 

Träume blieben in Stunden stehn und sahn dich an: Es ist wahr.

Sehnsucht würf den Flügelhut aus ihrem brennenden Haar.

 

Alles was süß ist und warm ist, leis deine Lider nur streift,

Hätt Nacht in roter
gespaltener Frucht für deine Lippen gereift.

 

Meine Locken wären feines braunes Gras und Kraut,

Aus den Halmen sprängen Blüten, wie du sie nie geschaut.

 

Blüten von so fremdem Duft, Blüten von so seltnem Schein

Schüteten mit unaufhörlich sachtem Rieseln ganz dich ein.

 

Aber meine Arme kröchen, listigen Schlangen gleich,

Durch den Blumenwald zu dir, schön und schwellend, bunt und weich.

 

In schillernde Schlingen verstrickt, in Blütenwehe verschneit –

Könntest du noch erwachen vor lauter Seligkeit?

 

Kolmarr

Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)

 

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951 als oudste van twee dochters. Nadat ze het diploma voor de BA van Engels aan het Rockford College had gehaald in 1973, studeerde zij creatief schrijven aan de University of Illinois at Urbana-Champaign. Vanaf 1984 werkte ze voor The Milwaukee Journal-Sentinel, waarvoor ze een column,  “The Rest of Us”, schreef.  In 1993 ging de man van Mitchard bij haar weg. Mitchard bleef met vijf kinderen achter en had minder dan 1 dollar op de bank. Zij begon haar eerste boeken te schrijven. Haar eerste, The deep end of the Ocean, werd meteen heel goed verkocht.

 

Uit: A Theory of Relativity

 

They died instantly.

Or close enough.

Gordon, of course, knew that “instantly,” in this context, didn’t mean what it seemed to suggest: Several minutes would have passed inside the car after the impact, while the final tick and swoosh of Ray’s and Georgia’s heart-sent blood swept a pointless circuit, while muscles contracted loyally at the behest of a last volley of neurological commands. But there would have been no awareness, or only a few twilight seconds — and no memory.

Most of the others in Tall Trees, the McKenna family and their friends, didn’t know as much about the biology involved or care to. Small town people, they were accustomed to having something to be grateful for, even death no more physically complex than a power failure. It seemed to many a source of comfort. And as the months unfurled, comfort of any sort was in short supply.

Even Gordon had to admit he was relieved. Couldn’t it have been worse, much, much worse?

It could have been. This, Gordon decided, in those few breathless, shocky moments as he prepared to leave his school classroom and drive to the scene of the accident at Lost Tribe Creek, would be his mantra. He would not yowl and quake at this abrupt conclusion to the year of living catastrophically. He would not let himself come unglued. Dread tapped at his gut, like an unwelcome salesman tapping insistently at the window — Your sister is dead; your sister really is dead! But Gordon breathed in and out, spoke to himself of focus.“

 

Mitchard

Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

 

De Amerikaanse dichter Thomas Lux werd geboren op 10 december 1946 in Northampton, Massachusetts. Als kind was hij al een boekenwurm die hele middagen in de bibliotheek doorbracht. Hij studeerde aan het Emerson College in Boston, waar hij in de periode1972-1975 ook poet in residence was. In 1975 verscheen zijn eerste bundel Memory’s Handgrenade. Lux ontving in 1995 de Kingsley Tufts Poetry Award, een prijs van $50,000, voor zijn bundel Split Horizons. Hij bekleedt tegenwoordig de Bourne chair in poetry aan het Georgia Institute of Technology.

 

 

The Road That Runs Beside The River

  

 follows the river as it bends

along the valley floor,

going the way it must.

Where water goes, so goes the road,

if there’s room (not in a ravine,

gorge), the river

on your right or left. Left is better: when you’re driving,

it’s over your elbow across

the road.

You see the current, which is

what the river is: the river

in the river, a thing sliding fast forward

inside a thing sliding not so fast forward.

Driving with, beside, the river’s flow is good.

Another pleasure, driving against it: it’s the same river

someone else will see

somewhere else downstream — same play,

new theater, different set.

Wide, shallow, fairly fast,

roundy-stone streambed, rocky-land river,

it turns there or here — the ground

telling it so — draining dull

mountains to the north,

migrating, feeding a few hard-fleshed fish

who live in it. One small sandbar splits

the river, then it loops left,

the road right, and the river’s silver

slips under the trees,

into the forest,

and over the sharp perpendicular

edge of the earth.

 

lux

Thomas Lux (Northampton, 10 december 1946)

 

De Amerikaanse dichteres Carolyn Ashley Kizer werd geboren op 10 december 1925 in Spokane, Washington. Zij kreeg haar opleiding aan de Lewis and Clark High School in Spokane en studeerde daarna aan de Columbia University en de the University of Washington. Na haar studie keerde zij terug naar Washington, trouwde, kreeg kinderen en scheidde weer van haar man. In 1954 volgde zij een creative writing workshop die gegeven werd door Theodore Roethke en deze spoorde haar aan om (weer) te gaan schrijven. In 1959 richtte zij het tijdschrift Poetry Northwest op, waarvan zij tot 1965 redacteur bleef. In 1966 werd zij de eerste directeur Literary Programs voor de pas opgerichte National Endowment for the Arts. In de jaren zeventig en tachtig was zij verbonden aan verschillende universiteiten, o.a als poet-in-residence en lector.

 

The Ungrateful Garden

Midas watched the golden crust
That formed over his steaming sores,
Hugged his agues, loved his lust,
But damned to hell the out-of-doors

Where blazing motes of sun impaled
The serrid roses, metal-bright.
“Those famous flowers,” Midas wailed,
“Have scorched my retina with light.”

This gift, he’d thought, would gild his joys,
Silt up the waters of his grief;
His lawns a wilderness of noise,
The heavy clang of leaf on leaf.

Within, the golden cup is good
To lift, to sip the yellow mead.
Outside, in summer’s rage, the rude
Gold thorn has made his fingers bleed.

“I strolled my halls in golden shift,
As ruddy as a lion s meat.
Then I rushed out to share my gift,
And golden stubble cut my feet.”

Dazzled with wounds, he limped away
To climb into his golden bed,
Roses, roses can betray.
“Nature is evil,” Midas said.

Kizer

Carolyn Kizer (Spokane, 10 december 1925)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn vorige blog van vandaag.