Rosenmontag (Ingo Baumgartner), Robert Kleindienst, Khaled Hosseini, Kristof Magnusson, Irina Ratushinskaya, Alan Sillitoe

Dolce far niente – Bij Carnaval

 

 
Kölner Rosenmontagszug auf dem Marsplatz door Wilhelm Schreuer, 1906

 

Rosenmontag

Das Schweinefett wirkt ausgelassen,
Piraten tanzen durch die Gassen,
Schneewittchen schäkert mit Zwerg sieben,
ein Dachshund hechelt übertrieben,
zwei Männer tragen ein Gerüst
und echt ist nur der Polizist.

In dieser Trubelatmosphäre
verflüchtigt sich das Alltagsschwere.
Die Zunge zeigt der Bürgermeister,
der Pfarrer leert Tapetenkleister
ins gar nicht kleine Dekolleté
von Frau Magister Rübensee.

Wie anstandsledig und verwegen
sich Biedermänner da bewegen,
sogar der Altenheimverwalter
trägt einen Seidenbüstenhalter.
Der Spaßeffekt der Narrenschar
ist künftig nicht mehr steigerbar.

 


Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)
Oberndorf an der Salzach, de geboorteplaats van Ingo Baumgartner

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Robert Kleindienst werd geboren op 4 maart 1975 in Salzburg. Zie ook alle tags voor Robert Kleindienst op dit blog.

Uit: Zeit der Häutung

„Sie blieb stehen, lauschte. Trotz des Lärms meinte sie, das Läuten einer Kirchenglocke zu vernehmen, aber es waren nur Schellen am Rucksack kleiner Kinder, die an der Hand ihrer Eltern um die Kurve bogen.Nachdem sie die oberste Stufe der Wasserfälle er-reicht hatte, war sie allein auf weiter Flur. Ein Hoch-tal lag vor ihr, durch das sich ungestüm und milchig schäumend das Gletscherwasser der Ache zog. In kaum merkbarer Steigung führte der Weg am Ufer entlang, ließ sie durchatmen nach dem anstrengen-den Aufstieg. Wo der Zirbenwald in Geröllfelder überging, kam eine schneebedeckte Bergspitze zum Vorschein, bohrte sich wie die Zacke einer Krone in Wolkentürme. Wurde der Weg anfangs noch auf bei-den Seiten von steilen Hängen begrenzt, öffnete sich das Tal nach und nach, breiteten sich saftige Wiesen aus, auf denen Rinder weideten und Schafe. An einer Windung der Ache stand ein Fischer kniehoch im Wasser. Es hatte jetzt seine Wildheit verloren, ström-te kristallklar und smaragdfarben im breiten Bett da-hin. Ana musste ans Meer denken, den Dampfer, der vielleicht schon in Genuas Hafen vor Anker lag, und die Vorstellung der baldigen Überfahrt befremdete sie plötzlich. Mit jedem ihrer Schritte näherte sich die Zeit des Abschieds vom alten Kontinent, und ihr war, als würde wieder etwas aufbrechen in ihr, das ihr Angst machte. Auch wenn sie wusste, dass Damir alles Erforderliche in die Wege geleitet hatte, sie Argentinien mit offenen Armen empfing, sehnte sie sich zurück in das kleine, geordnete Universum von Altaussee, wo die Zeit stillzustehen schien.
Sie blieb stehen, lauschte. Trotz des Lärms meinte sie, das Läuten einer Kirchenglocke zu vernehmen, aber es waren nur Schellen am Rucksack kleiner Kinder, die an der Hand ihrer Eltern um die Kurve bogen.Nachdem sie die oberste Stufe der Wasserfälle er-reicht hatte, war sie allein auf weiter Flur. Ein Hoch-tal lag vor ihr, durch das sich ungestüm und milchig schäumend das Gletscherwasser der Ache zog. In kaum merkbarer Steigung führte der Weg am Ufer entlang, ließ sie durchatmen nach dem anstrengenden Aufstieg.“


Robert Kleindienst (Salzburg, 4 maart 1975)
Cover

 

De Afghaanse schrijver Khaled Hosseini werd geboren op 4 maart 1965 in Kabul. Zie ook alle tags voor Khaled Hosseini op dit blog.

Uit: A Thousand Splendid Suns

“Jalil had three wives and nine children, nine legitimate children, all of whom were strangers to Mariam. He was one of Herat’s wealthiest men. He owned a cinema, which Mariam had never seen, but at her insistence Jalil had described it to her, and so she knew that the façade was made of blue-and-tan terra-cotta tiles, that it had private balcony seats and a trellised ceiling. Double swinging doors opened into a tiled lobby, where posters of Hindi films were encased in glass displays. On Tuesdays, Jalil said one day, kids got free ice cream at the concession stand.
Nana smiled demurely when he said this. She waited until he had left the kolba, before snickering and saying, “The children of strangers get ice cream. What do you get, Mariam? Stories of ice cream.”
In addition to the cinema, Jalil owned land in Karokh, land in Farah, three carpet stores, a clothing shop, and a black 1956 Buick Roadmaster. He was one of Herat’s best-connected men, friend of the mayor and the provincial governor. He had a cook, a driver, and three housekeepers.
Nana had been one of the housekeepers. Until her belly began to swell.
When that happened, Nana said, the collective gasp of Jalil’s family sucked the air out of Herat. His in-laws swore blood would flow. The wives demanded that he throw her out. Nana’s own father, who was a lowly stone carver in the nearby village of Gul Daman, disowned her. Disgraced, he packed his things and boarded a bus to Iran, never to be seen or heard from again.
“Sometimes,” Nana said early one morning, as she was feeding the chickens outside the kolba, “I wish my father had had the stomach to sharpen one of his knives and do the honorable thing. It might have been better for me.” She tossed another handful of seeds into the coop, paused, and looked at Mariam. “Better for you too, maybe. It would have spared you the grief of knowing that you are what you are. But he was a coward, my father. He didn’t have the dil, the heart, for it.”
Jalil didn’t have the dil either, Nana said, to do the honorable thing. To stand up to his family, to his wives and in-laws, and accept responsibility for what he had done. Instead, behind closed doors, a face-saving deal had quickly been struck. The next day, he had made her gather her few things from the servants’ quarters, where she’d been living, and sent her off.
“You know what he told his wives by way of defense? That I forced myself on him. That it was my fault. Didi? You see? This is what it means to be a woman in this world.”
Nana put down the bowl of chicken feed. She lifted Mariam’s chin with a finger.
“Look at me, Mariam.”
Reluctantly, Mariam did.
Nana said, “Learn this now and learn it well, my daughter: Like a compass needle that points north, a man’s accusing finger always finds a woman. Always. You remember that, Mariam.”


Khaled Hosseini (Kabul, 4 maart 1965)

 

De Duitse schrijver Kristof Magnusson werd geboren op 4 maart 1976 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Kristof Magnusson op dit blog.

Uit: Gebrauchsanweisung für Island

„Island ist also ein Land, das es eigentlich nicht geben dürfte, besiedelt von einem Volk, das längst hätte evakuiert werden sollen. Und ein Land der gelebten Unmöglichkeiten ist Island auch bis heute geblieben. Die Natur greift so unmittelbar in das Alltagsleben ein, wie wir Mitteleuropäer es nur selten erleben. Das fängt bei Sandstürmen an, die den kompletten Lack vom Auto schmirgeln, und hört bei Vulkanen auf, die unterhalb von Gletschern ausbrechen, Flutwellen katastrophenfilmischen Ausmaßes auslösen, Straßen und Brücken fortreißen und das Gesicht ganzer Landkreise innerhalb weniger Tage völlig verändern.
Auch das Gefühl, dass es zu wenig Leute gibt, um ein komplettes Gemeinwesen am Laufen zu halten, kennen die Isländer bis heute. Das Land muss mit nur 330 000 Menschen alle Funktionen einer arbeitsteiligen Gesellschaft besetzen, vom Geigenbauer über den Kindernephrologen bis zum Fluglotsen. Nebenbei muss es einen kompletten Nationalstaat am Laufen halten, Botschafter nach Japan und China, Beamte zur NATO und UNO schicken, eine Oper, ein Sinfonieorchester und ein Ballett finanzieren und ein dauernd von Unwettern fortgespültes Straßennetz flicken.
»Wie machen die das?« Diese Frage höre ich, seit ich klein bin, immer wieder. Deutsche Freunde und Bekannte haben sie meinem Vater gestellt, und ich erinnere mich genau an die mit Stolz vermischte Ratlosigkeit, mit der mein Vater auf diese Frage reagierte, denn richtig beantworten konnte er sie nicht. Er wusste nicht, wie die das machen, was meine kindliche Überzeugung verstärkte, dass Island weniger ein Land, sondern vielmehr ein Wunder sei.
Natürlich war auch ich stolz darauf, dass meine Familie väterlicherseits aus diesem Wunder namens Island stammte. Was sicher an den Gletschern und Geysiren lag, aber noch mehr daran, dass mein Großvater dort eine – nach der altnordischen Fruchtbarkeitsgöttin Freyja benannte – Schokoladenfabrik besessen hatte. Und an den Geschichten, die mein Vater mir erzählte, von Orkanen, gegen die man sich lehnen konnte ohne umzufallen, von Seeskorpionen, die er mit seinen Freunden im Reykjavíker Hafen fing, oder dem Busausflug, den er mit seinem Vater 1947 zu den Lavaströmen der ausbrechenden Hekla machte – Geschichten, die sich in meiner Erinnerung mit den Fotos auf der Titelseite des Morgenblatts mischten, das jeden Tag in unserem Hamburger Briefkasten lag und wenig anderes als Bilder von Vulkanausbrüchen oder Anglern mit besonders großen Fischen zeigte.“

 
Kristof Magnusson (Hamburg, 4 maart 1976)

 

De Engelse dichter en schrijver Alan Sillitoe werd geboren op 4 maart 1928 in Nottingham. Zie ook alle tags voor Alan Sillitoe op dit blog.

Uit: Saturday Night and Sunday Morning

“Someone was poking him in the ribs: he recognized it not as the vicious poke of someone who had beaten him in a fight, or the gentle and playful poke of a woman whom he had taken to bed, but the tentative poke of a man who did not know whether he was poking the ribs of someone who might suddenly spring up and give him a bigger poke back. It seemed to Arthur that the man was endeavouring to tell him something as well, so he tried very hard, but unsuccessfully, to make an answer, though he did not yet know what the man was saying. Even had he been able to make his lips move the man would not have understood him, because Arthur’s face was pulled down into his stomach, so that for all the world he looked like a fully-dressed and giant foetus curled up at the bottom of the stairs on a plush-red carpet, hiding in the shadow of two aspidistras that curved out over him like arms of jungle foliage.
The man’s pokes became more persistent, and Arthur dimly realised that the fingers must belong either to one of the waiters or to the publican himself. It was a waiter, towel in one hand and tray in the other, white jacket open from overwork, a face normally blank but now expressing some character because he had begun to worry about this tall, iron-faced, crop-haired youth lying senseless at his feet.
“He’s had a drop too much, poor bloke,” said an elderly man, stepping over Arthur’s body and humming a hymn tune as he went up the stairs, thinking how jolly yet sinful it would be if he possessed the weakness yet strength of character to get so drunk and roll down the stairs in such a knocked-out state.
“Come on, Jack,” the waiter pleaded with Arthur. “We don’t want the pleece to come in and find you like that or we shall get summonsed. We had trubble wi’ a man last week who had a fit and had to be taken to ’t General Hospital in an amb’lance. We don’t want any more trubble, or the pub’ll get a bad name.”

 
Alan Sillitoe (4 maart 1928 – 25 april 2010)
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e maart ook mijn blog van 4 maart 2018 deel 1 en eveneens deel 2.

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 4 maart 2007 en ook mijn blog van 4 maart 2008 en eveneens mijn blog van 4 maart 2009.

Ingo Baumgartner, H. C. ten Berge, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti, Patrick Beck

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtener op dit blog.

Adventkerzen

Der Kerze rotes Wachs wird transparent
im Gas der zitternd heißen Flammenspitze.
Der weichen Honigwabe Tochter brennt,
verzehrt sich selbst in eigner Glut und Hitze.

Vier Schwestern opfern sich, der grüne Kranz
ist Uhr und Zimmerschmuck zu gleichen Teilen.
Das Feuer, des Gebindes Seidenglanz,
sie laden zu besinnlichem Verweilen.

Erwartung weckt das Flackern auf dem Docht,
verweist auf still berührendes Geschehen.
So manches Kinderherzchen hüpft und pocht
in Ungeduld, es will schon Wunder sehen.

 

Christkindlmarkt

es duften
honig
weihrauch bienenwachs
die kälte
zaubert tränen

ein stern
ein puppenkind aus flachs
maria josef
kind im schlafe
tausend kleine krippenschafe
im schnitzwerk
auf dem ladenpult
und herzen
für die große kleine
liebe auf der weihnachtsdult

zuckerwatte
chorgesänge
glühwein fließt
in stiefelschäfte
nicht beschaulich das gedränge
übervoll geschenksgeschäfte
glitzersternchen
aber sprühen
aus den augen
aller kinder


Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)

 

De Nederlandse dichter, schrijver en vertaler H. C. ten Berge (Eig. Johannes Cornelis) werd geboren in Alkmaar op 24 december 1938. Zie ook alle tags voor H. C. ten Berge op dit blog.

Aanvliegen over de sont

Aanvliegen over de sont,
over donkere kommen van finse meren

scheepgaan in de kajak
der gestorvenen

drijven op de wateren
tussen taiga en toendra

oog en oor zuiveren
aan leegte en verte

zich voeden met bessen, met hoed
en geur van de goddelijke paddestoel

dromen de droom
van het eeuwige heden

als arktiese beer
weer tot sneeuwblinde dronkenschap in te keren

Op de tong zeven vlokken
in dovend middaglicht smelten

zijn tent gebukt naar binnen gaan
als de zon slaapziek wegzakt achter de wouden

liggend op zijn bladerbed
het smeulend vuur van berkebast aanblazend

door het rookgat
de witblauwe poolster bespieden

in heldere blijdschap de hemelse spijker
en stralende navel van zijn heelal gadeslaan

als viervoeter zijn tent verlaten
om de verre suizing van een vleugelslag

oog en oog staan met de witte wolven
van een korte dageraad

  

Een lunch in Linhó

Het paradijs zou een subtiele klank zijn
en geen plaats.
Een kleur misschien, een boog van de veranda
die de tafel met het middageten in de schaduw houdt.
De wijnkaraf gekoeld, het dienblad
ingelegd met blauwe steentjes.
Roodgetint de matte glans van vloerplavuizen,
gedempte stemmen achter groene luiken
en Martinho, de kanarie, zingend in zijn kooi.
De huisslang tussen de agaven,
De vijgenboom tegen de muur.
Een geur van dennenhars, de wind
vanaf de bergen,
het tinteld klokkenspel van glazen staafjes
aan een koord.
In de open deur Maria met een tafelschel.
Zoemende insecten, hagedissen, hier en daar
geritsel van dor blad.
Een doorschijnende libel staat roerloos boven vijverriet.
Gestold dit beeld, ontsnapt
aan de vergetelheid:
Het is al dertig jaar twaalf uur.
Gewassen fruit, nog vers, lekt uit
in een vergiet.


H. C. ten Berge (Alkmaar, 24 december 1938)

 

De Nederlandse schrijver en journalist Karel Glastra van Loon werd geboren in Amsterdam op 24 december 1962. Zie ook alle tags voor Karel Glastra van Loon op dit blog.

Uit: Ongeneeslijk optimistisch

“Ik zat in een huisje op de Veluwe en het regende —zo’n stille, ononderbroken regen die dc wereld grijs kleurt Zo’n regen die doorgaans aanzet rot somber gepeins. Maar toch: somber was ik niet. En dc wereld mocht dan schuilgaan achter een grijs gordijn, in mijn hoofd was het licht en zonnig. Het was begin april en de knoppen in bomen en struiken stonden op barsten. In de dagen die achter mij lagen, had ik spechten driftig horen kloppen op holle stammen, op zoek naar een plek om een nest re maken. Ik had zanglijsters en groenlingen horen zingen in de boomtoppen. En op een ochtend waren twee reeën de tuin rond mijn huisje binnengewan-deld om wat tc knabbelen aan het eerste jonge groen. Ik had naar 72 gekeken vanachter het glas en zo nu en dan hadden ze de kop geheven en teruggekeken, met grote zwarte ogen die van alles deden vermoeden, maar niets verrieden. Ik was, kortom, domweg gelukkig op de Veluwe. Hoeveel weken waren er verstreken sinds die dag dat ik aan de voet van een besneeuwde heuvel in Ann Arbor, Michigan, in elkaar zakte? Elf, twaalf hooguit. Kort na onze terugkeer in Nederland was ik op een zaterdagavond per ambulance afgevoerd naar het VU-ziekenhuis, omdat ik de ene epileptische aanval na de andere kreeg. In de ambulance zei Karin tegen mij: ‘Ik dacht dat je gezegd had dat we de komende tijd veel leuke dingen zouden gaan doen, als tegenwicht tegen alle narigheid. “Kwaliteitstijd” noemde je dat gisteren nog.’ En ik zei: ‘Nou, wat dacht je van lekker samen een avondje insulten in het VU? En we hoeven niet eens zelf te rijden!’ Zo hielden we de moed erin. Ik kreeg anti-epileptica waar ik allergisch voor bleek te zijn en ik werd zieker dan ik ooit van mijn leven was geweest. Gelukkig vond ik een oude wijze arts in Haarlem, die zich na het behalen van zijn diploma’s in de reguliere geneeskunst zijn leven lang was blijven verdiepen in alle vormen van kennis op het gebied van de complexe relatie tussen lichaam en geest, tussen ziekte en patiënt en tussen een patiënt en zijn omgeving, zijn leefgewoontes, eetgewoontes, denkgewoontes. Hij was bovendien gespecialiseerd in de behandeling van mensen met tumoren, kankerpatienten, die zware, giftige therapieën moesten ondergaan. Hij was, kortom, precies wie ik nodig had. ‘Eén ding,’ had hij vooraf gezegd, ‘is wel van groot belang u moet bereid zijn een streng dieet te volgen.’ Ik liet mij in het kort uitleggen wat zijn dieet behelsde: geen vlees, geen suiker, geen alcohol, weinig vet, veel rauwe groentes en vers fruit, en alles van eco-kwaliteit. Ik ging zonder aarzelen akkoord, blij dat ik nu ook zelf iets kon doen om bij te dragen aan mijn herstel. Drie dagen na mijn eerste consult was de jeukende uitslag van de medicijnallergie verdwenen en voelde ik me in alle opzichten stukken beter dan daarvoor.”


Karel Glastra van Loon (24 december 1962 – 1 juli 2005)

 

De Amerikaanse schrijver en dichter Dana Gioia werd op 24 december 1950 in Los Angeles geboren. Zie ook alle tags voor Dana Gioia op dit blog.

Pity the Beautiful

Pity the beautiful,
the dolls, and the dishes,
the babes with big daddies
granting their wishes.

Pity the pretty boys,
the hunks, and Apollos,
the golden lads whom
success always follows.

The hotties, the knock-outs,
the tens out of ten,
the drop-dead gorgeous,
the great leading men.

Pity the faded,
the bloated, the blowsy,
the paunchy Adonis
whose luck’s gone lousy.

Pity the gods,
no longer divine.
Pity the night
the stars lose their shine.

 

The Country Wife

She makes her way through the dark trees
Down to the lake to be alone.
Following their voices on the breeze,
She makes her way. Through the dark trees
The distant stars are all she sees.
They cannot light the way she’s gone.
She makes her way through the dark trees
Down to the lake to be alone.

The night reflected on the lake,
The fire of stars changed into water.
She cannot see the winds that break
The night reflected on the lake
But knows they motion for her sake.
These are the choices they have brought her:
The night reflected on the lake,
The fire of stars changed into water.


Dana Gioia (Los Angeles, 24 december 1950)

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Henriette Roland Holst-van der Schalk werd geboren op 24 december 1869 in Noordwijk. Zie ook alle tags voor Henriette Roland Holst op dit blog.

Ik die had kameraadschap uitgegeven

Ik die had kameraadschap uitgegeven
tot levenswachtwoord in mijn jong getij,
ik word nu door de makkers uitgedreven
en kan geen schred meer houden met hun rij.

Er is geen plaats in het broederlijk leven,
bij ’t volk der makkers is geen plaats voor mij:
nu moet ik mij in d’eenzaamheid begeven
en hullen in herin’rings grauwe pij.

Daarom omfloerst nu waas van smart mijn ogen,
ik zie mij door de leege jaren zwerven
die liggen voor mij een verlaten veld;

en zie de bronnen van mijn kracht uitdrogen,
mijn hart verdorren in dit levend sterven:
ik had mijn zaak op broederschap gesteld.

 

Schemering is het doodgaan

Schemering is het doodgaan en vertrekkend
begeven van dingen die zijn gegleden
mee met de dag, en steunden als vertrouwdheden,
en waren als scheidingen, wegen behekkend.

Plekkend beschenen witte heerlijkheden
van dag de morgen, en onbevreesd zich trekkend
was daaraan op, ’t hart dat nu is zich rekkend
uit wanhopig naar de vreemde leegheden

van de avond en zijn gemaskerd gezicht, –
maar de dingen die hem zullen behoren
houden hun ogen nog zo vragend gericht;
en de verledenheden hebben verloren
hun glans, en liggen van al hun bekoren
leeggelopen, met een verdrietig gezicht.

 
Henriette Roland Holst (24 december 1869 – 21 november 1952)
Poster voor een documentaire over het leven van Henriette Roland Holst

 

De Franse schrijfster en historica Dominique Manotti werd geboren op 24 december 1942 in Parijs. Zie ook alle tags voor Dominique Manotti op dit blog.

Uit: Kesseltreiben (Vertaald door Iris Konopik)

„François Lamblin ist bester Laune, als er aus Paris kommend nach acht Stunden Flug, drei Whisky und einem exzellenten Krimi am späten Nachmittag auf dem JFK-Airport landet. Beim Verlassen des Flugzeugs ist die Luft frisch, stimulierend. Heute Abend an der Bar seines Luxushotels ein hübsches Mädchen aufgabeln, und nach einer wohlverdienten Ruhepause ist er dann in Form für das Treffen mit Großkunden, die er mit seiner Präsentation zur Leistungsfähigkeit der neuen Generation Kraftwerksanlagen einwickeln wird. Erfolg garantiert laut der Abteilung Strategie. Und wenn er erst den amerikanischen Markt in der Tasche hat, erreicht seine Karriere im Unternehmen, dem größten französischen Hersteller von Turbinen und Kraftwerken jeden Typs, ihren Zenith, so viel ist sicher.
Er geht zum Einreiseschalter, zeigt seinen Pass. Zwei uniformierte Polizisten tauchen auf, flankieren ihn, legen ihm die Hände auf die Schultern, ein dritter nimmt ihm seine kleine Reisetasche ab, ein vierter legt ihm Handschellen an. Ein Blitzlicht flammt auf.
»François Lamblin?«
Wie vom Schlag getroffen, offener Mund, unfähig, einen Ton von sich zu geben. In seinem Hirn ein paar unzusammenhängende Bilder: Er sitzt im Büro von Gus Anderson, der Nummer zwei der Rechtsabteilung bei Orstam, dieser Dreckskerl von Anderson, seine großen blauen Augen und sein ach so distinguierter britischer Akzent. Er sieht sich selbst, tief im Sessel versunken: »Das vertrauliche Rundschreiben vom Oberboss, in dem er seinen Führungskräften rät, nicht in die USA zu reisen, eine fixe Idee oder besteht echte Gefahr? Ich habe potenzielle Großkunden in New York. Soll ich die Finger davon lassen?« Und sein Gegenüber, heiter: »Was Sie betrifft, keinerlei Gefahr. Sie sind durch die Einstellung des Verfahrens der französischen Justiz bestens abgesichert … und weiß wie Schnee seit den Ergebnissen unserer internen Untersuchung. Sie können unbesorgt reisen.« …
Zurück in die Gegenwart. Stockend bringt er heraus: »Ja, ich bin François Lamblin.«
»Sie sind verhaftet, kommen Sie mit.«
Endlich begehrt er auf. »Was soll das Theater? Wo bringen Sie mich hin?«
»Das erfahren Sie noch, wir führen nur Befehle aus.«
Um ihn herum gehen die Leute aus dem Weg, eilig, gleichgültig. Er wird in einen kleinen fensterlosen Raum in der Nähe des Zollamts geschubst.“

 
Dominique Manotti (Parijs, 24 december 1942)
Parijs in de kersttijd

 

De Duitse dichter en schrijver Patrick Beck (ook wel Patrick Gorre) werd geboren in 1975 in Zwickau. Zie ook alle tags voor Patrick Beck op dit blog.

Uit: Nautilus

„Seit vielen Jahren kreuzt die Nautilus in den Meeren. Sie ist gewunden wie eine Spirale, früher ähnelte sie einer spitzen Zigarre. Kein Hafen steht unter ihrem Namen, ihr Heimathafen sind die Ozeane. Wenn sie einen Hafen anläuft und wir auf Große Liege gehen, so lasse ich die Luken für Neugierige öffnen. Ich zeige ihnen das Schiff und schildere das Rätsel: die Rufe der Wale, den Liebestanz der Seepferdchen, das Gift der Nesselquallen, den aufsteigenden Wasserqualm der Schwarzen Raucher, das Verschlucken der Kontinente, die schwarze Stille der Tiefsee. Oft bleibt jemand an Bord – fast jeder in meiner Besatzung schloss sich so der Suche an. Sie wissen, dass wir nichts finden werden.
Die Nautilus erreicht den Grund der See. Dort unten wächst das Leben langsamer als ein Gebirge. Das Witjastief ist längst nicht mehr der tiefste Ort. Aber der Borstenwurm, der dort schwebte, ist vielleicht noch derselbe. Der Teil des Meeres, den ich erkundet habe, ist so klein wie ein Sandkorn gegen den Himmel, und so groß wie ein Planet gegen eine Sternschnuppe. Ich habe Ruinen gefunden, von denen ich nicht sagen kann, ob sie die Überreste von Atlantis sind oder eine Laune der Natur. Ich habe Städte gesehen, deren Bewohner ich nicht erkannte und deren Häuser ich nicht zählen konnte. Andere Städte trieben in der Strömung und hatten weder Häuser noch Straßen. Ich habe Metropolen entdeckt, von denen ich nicht weiß, ob sie Städte waren oder Wiederholungen einer einzigen Struktur. Vielleicht wächst auch die Zeit hier anders, und die Nautilus ist hier unten eine von ihrer Hülle begrenzte kausale Wirklichkeit, umgeben von komplexeren Zeitlichkeiten. Sie ist nichts weiter als ein Sonderfall in der Ganzheit. Aber das eigene Schiff zur Ausnahme zu erklären ist derselbe Fehler, wie die Erde zum Mittelpunkt der Welt zu erheben. Es ist vielleicht nur wenig besser, wenn ich unsere Wirklichkeit einen Einzelfall nenne, der von unendlich vielen weiteren Einzelfällen umgeben ist. Jeder dieser Einzelfälle ist, ich kann keine Gewissheit darüber haben, eine Welt mit eigenen Gesetzen.“


Patrick Beck (Zwickau, 24 december 1975)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 24e december ook mijn vorige blog van vandaag.

 

 

Dolce far niente, Ingo Baumgartner, Colin Channer, Jeet Thayil, Herman Franke, Richard Howard

Dolce far niente

 

 
Golden Autumn door Alfred East, 1904

 

Goldener Vorhang

Ein Vorhang zaudert sich zu heben,
er selbst ist Bühne schönster Art.
Der Birke goldner Hängebart
will sich mit Buchenlaub verweben.
Die Feuertulpenbäume geben
ein Schauspiel vor, das  Augen narrt.

Das Blattwerk fällt im Rieselregen,
der Blick zum Szenenbrett wird frei.
Der Landschaft wahres Konterfei
erscheint, blickt überrascht verlegen
dem Wandrerpublikum entgegen.
Die Matinee schließt knapp nach drei.

 

 
Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)
Oberndorf an der Salzach, de geboorteplaats van Ingo Baumgartner

 

De Jamaicaanse schrijver Colin Channer werd geboren op 13 oktober 1963 in Kingston. Zie ook alle tags voor Colin Channer op dit blog.

Mimic

II.
Later, as I pinch out
contact lenses, my own voice comes blah-blah-ing
from behind the mirror mounted
to the bathroom wall.

I smile at Mr. Silly’s talents,
how he switches accents
from Liberian to mine,
hacking vowels,
pitching consonants
precisely in the mouth,
beginning now another improv,

Phone calls from police headquarters
in Gbarnga, begging Kingston
for assistance, tips for getting info
out of infants who
despite receiving torture
still refuse to talk.

In my bed, on light cotton,
ceiling fan on slow,
I miscue the iPod in the dock.
Callas, not Lee Perry, comes on.
In my head I talk to Maki
and myself.

The confessors are clan
to killers on an island
I know. Same nose,
same eyes, same trail of razor
bumping on the shine-
clean cheeks.’ he nicknames
from the news and movies.
Rambo, bin Laden.
The loafers, designer jeans
and polo shirts worn loose.
How they discuss a slaughter
with ease, by rote,
never as something spectacular,
absurd. And I belong to them,
on two sides, for generations,
by blood.

My kinsmen aren’t poets.
They’re cops.

 
Colin Channer (Kingston, 13 oktober 1963)

 

De Indiase dichter, schrijver, librettist en muzikant Jeet Thayil werd geboren op 13 oktober 1959 in Kerala. Zie ook alle tags voor Jeet Thavil op dit blog.

Nativism

At 48, the youngest
director in the history of the Civil
Center for Falconry,
Universal Understanding & Aesthetic
Interest,
he published The Spiritual Uses of Oneiric
Travel. It was wartime,
but there’s little trace of conflict
in this odd and beautiful collection
of travel jottings, doodles, and rhyme.
“Everywhere in the old city
there was dread,
a sense of ancient
sympathy,
of inebriated spirits taking the dead,
imperial government
to task, while its citizenry
and civil
servants slept.”
In subsequent decades, he refined his view
of history as the art of the impassable.
He wrote that his goal had been
to be wholly adept
at transference, “a bridge between
thought and its correct
articulation.”
When the government fell he lost his new
stipend, a palpable
loss, and he went home to die.
It was his last
act of secular defiance.
Varanasi, inauspicious
in the new theology, was a dry
tiered place of souls
whose chance on earth had passed,
who concerned themselves
with “a wider world, a suspicious
heritage,
a secure context for the cosmic dance,
a swift descent, a dangerous old age.”

 
Jeet Thayil (Kerala, 13 oktober 1959)

 

De Nederlandse schrijver Herman Franke werd geboren op 13 oktober 1948 in Groningen. Zie ook alle tags voor Herman Franke op dit blog.

Uit: De verbeelding

“Ze was nog maar net teruggekeerd uit Napels of ze zocht hem op in zijn nieuwe atelier in Hampstead. Daar stond ze na negen jaar afwezigheid, zijn divine lady, de vrouw met het expressiefste gezicht dat hij ooit had gezien. Hij dacht dat ze een kokette grap maakte toen ze met haar liefste stem vroeg of hij haar wilde portretteren ‘zoals de natuur me gemaakt heeft’. Honderden keren had hij haar geschetst en geschilderd voor haar vertrek naar Italië, maar naakt poseren wilde ze nooit. ‘Mijn beste Romney, dat bewaar ik voor het oog van de liefde,’ was haar vaste antwoord als hij haar op een warme lentedag, of juist midden in een koude winter, toch weer probeerde over te halen, omdat kunst niet van verboden houdt. Maar nu, getrouwd en wel met de Britse oud-ambassadeur in het koninkrijk Napels, lachte ze hem ontwapenend toe en hield haar hoofd smekend schuin toen hij weigerde op haar verzoek in te gaan omdat hij zich te moe voelde en al maanden niets meer gedaan had. Bovendien verlangde ze van het origineel een miniatuur. Ook als hij de tempera-techniek die daarvoor nodig is goed beheerste, zou hij er met zijn onzeker wordende handen niet aan durven beginnen. Vroeger had hij ze wel eens gemaakt met jonge, rustige vingers. Vooral verliefden waren gek op die ovale miniaturen. Ze verwerkten ze in een armband of in een halsketting. Mannen droegen ze op hun hart.van mensen op ware grootte en zelfs daar deinsde hij nu voor terug.
‘Lieve Emma, kijk naar me. Grijs en gerimpeld ben ik. Heb ik het oog van de liefde?’ zei hij.
‘Ach kom, mijn beste vriend, in uw ogen zit meer liefde dan in die van uw jongste collega’s. En u weet het toch? Wijs nooit een mooie vrouw af, want ze zal u altijd haten,’ antwoordde ze en pakte liefdevol zijn arm vast. Hij moest zich beheersen en dat deed pijn, als vanouds. Bij andere vrouwen voelde hij die pijn nooit of hij bracht de beheersing gewoon niet op en omhelsde hen, waartegen ze niet durfden te protesteren. Van kunstenaars tolereerden vrouwen veel meer dan van andere mannen en meer dan ze tolereerden wilde hij niet van ze. Maar Emma had altijd het beest in hem losgemaakt; het beest dat gekooid moest blijven. En dat deed pijn.” Bij de details ging het om precisiewerk waarbij je een loep moest gebruiken. Hij was geen miniaturist, hij was een schilder

 
Herman Franke (13 oktober 1946 – 14 augustus 2010)
Cover

 

De Amerikaanse dichter, literair criticus, essayist en vertaler Richard Joseph Howard werd geboren op 13 oktober 1929 in Cleveland, Ohio. Zie ook alle tags voor Richard Howard op dit blog.

Elementary Principles at Seventy-Two

When we consider the stars
(what else can we do with them?) and even
recognize among them sidereal

father-figures (it was our
consideration that arranged them so),
they will always outshine us, for we change.

When we behold the water
(which cannot be held, for it keeps turning
into itself), that is how we would move—

but water overruns us.
And when we aspire to be clad in fire
(for who would not put on such apparel?)

the flames only pass us by—
it is a way they have of passing through.
But earth is another matter. Ask earth

to take us, the last mother—
one womb we may reassume. Yes indeed,
we can have the earth. Earth will have us.

 

Compulsive Qualifications
for Stewart Lindh

I
“Richard, May I Ask A Question? What Is An Episteme?”

A body of knowledge. As I know best now,
Regarding yours across the abyss between
That chair and this one,
My ignorance the kind of bliss unlikely
To bridge the furniture without a struggle,
A scene—mad or bad Or just gauche.
The known body is Greek to me,
Though I am said to have conspicuous gifts
As a translator.
More likely the Bible is the right version:
All knowledge was probably gained at first hand
And second nature;
To know the Lord was to be flesh of His flesh.
There was a God, but He has been dismembered;
We are the pieces.

 
Richard Howard (Cleveland, 13 oktober 1929)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 13e oktober ook mijn vorige blog van vandaag.

Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Patrick Beck, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtener op dit blog.

Adventmarktgewimmel

Ein Rentier hängt im Tannengrün,
der Weihnachtsmann steht frierend Wache.
Zwei Leuchtstoffelche klettern kühn
Fassaden hoch. Dort blinkt ein Stern,
er zuckt, sodass das Auge schmerzt.
Amerika ist auch nicht fern,
doch hör ich Jingle Bells ja gern.
Erheiternd alles – und ich lache.

Da schüttet mir ein junger Mann
den Glühwein auf die neue Hose.
Dann rempeln mich zwei Engel an,
sie grinsen gleichfalls vorgeglüht.
Ein Ellenbogen trifft mein Aug,
das mittelgroße Veilchen blüht
zu voller Pracht. Das Lachen müht,
selbst mit dem Sinn fürs Kuriose.

 

Im Weihnachtswald

Der Blick ist frei und klar wie selten,
das Himmelblau verblasst im Weiß.
Wie Wesen aus den fernsten Welten
stehn Tannen da voll Zapfeneis.

Ein Busch erweckt – in Reif gebadet –
Gedanken an ein Krippenbild.
Nur Restlaub ist es, doch was schadet
das Trugbild. Herzen werden mild

wenn Schein und Wirklichkeit sich mengen.
Mit Kindsein wirst du neu bedacht.
Im Wald der Heimlichkeiten drängen
sich Fee und Elf schon vor der Nacht.

Ein tiefer Frieden hüllt die Weite,
umfasst den Körper wie den Geist.
Des Christmonds milde, schöne Seite
ist Manna, das die Seele speist.

 
Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)

Doorgaan met het lezen van “Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Patrick Beck, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti”

Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtener op dit blog.

Adventversuchung

Schnuppernasen wittern Gutes,
Ihre Träger rüsten sich.
Kleine Hände, ach, so tut es,
Nehmt von Keks und Bienenstich!

Mutter würde freilich rügen,
Teller wären raschest leer.
Christkind, darf ich etwas lügen,
Einmal nur, dann nimmermehr?

So verschwinden Herzen, Sterne,
Fein gezog’ner Zuckerguss,
Honigbrot und Mandelkerne
Marzipan und Haselnuss.

Christkind lächelt, kennt die Kinder,
Schließlich nascht es selber gern.
Doch auch Vater greift nicht minder
Häufig zu, wenn Mama fern.

 

Weihnachtswunsch

Menschen erfahren das Dunkel der Nacht,
Fürchten die Schwärze, die Seelen befällt.
Sehnsüchte wachsen nach gnädiger Macht,
Die eine Weiche zur Helligkeit stellt.

Drängen zu Leben versprechendem Licht,
Streben nach Hoffnung auf bessere Zeit,
Gläubig, Vernunft nur, wer wollte dies nicht?
Weihnacht so allen, die friedensbereit!

 
Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)

Doorgaan met het lezen van “Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti”

Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtener op dit blog.

Weihnachtsahnung

Ist’s Engelswerk, ist’s Augentrug?
Noch gestern standen grün die Lärchen,
als Turmgeläut zum Abend schlug.
Der Morgen sieht ein Weihnachtsmärchen.

Welch Zuckerguss auf allen Bäumen,
welch Wunderwerk der kalten Nacht!
Die stolzen Weißgetünchten säumen
noch Tannen voller Zapfenpracht.

Ein Bild, gemalt für liebe Grüße
zum frohen Fest der Christenheit.
Doch Kälte zieht in meine Füße,
so weiß ich, es ist Wirklichkeit.

 

Krippenzauber

Die Mauer bröckelt, Schindeln brechen,
in losen Angeln hängt die Tür.
Nur Armes will ins Auge stechen,
für nobles Wohnen schlechte Kür.

Doch drängen Menschen hin zum Haus
mit Körben voll von Nützlichkeiten.
Vom Stall dringt Chorgesang heraus,
ein Engel scheint sie anzuleiten.

Es ist ein Werk verdienter Meister,
das hier so zauberhaft erzählt.
Geschick mit Messer, Holz und Kleister
macht Krippen so zur Wunderwelt.

 
Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)
De Stille Nacht kapel in Oberndorf, altaar (detail). Ingo Baumgartner werd in Oberndorf geboren.

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Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtner op dit blog.

Weihnachtlich

Stehen da nicht Weihnachtsbäume,
schöner noch als Kinderträume?
Leuchten da nicht Glitzerherzen
auf im Licht von tausend Kerzen?

Nein, es sind Kristallgebilde,
die dann bis zur Mittagsmilde
auf den Tannen, Lärchen, Fichten
sich in Kinderseelen dichten.

In die Täler hoch vom Berge
ziehen sie, die Märchenzwerge,
Riesen auch in Weißgewändern,
Zuckerstaub, Lamettabändern.

Frost und Reif sind Frohnaturen,
ihrer Scherze schöne Spuren,
die den Wanderweg begleiten,
geben Mut in kalten Zeiten.

 

Weihnachtswunsch

Menschen erfahren das Dunkel der Nacht,
Fürchten die Schwärze, die Seelen befällt.
Sehnsüchte wachsen nach gnädiger Macht,
Die eine Weiche zur Helligkeit stellt.

Drängen zu Leben versprechendem Licht,
Streben nach Hoffnung auf bessere Zeit,
Gläubig, Vernunft nur, wer wollte dies nicht?
Weihnacht so allen, die friedensbereit!

 
Ingo Baumgartner (Oberndorf an der Salzach, 24 december 1944)
De Stille Nacht kapel in Oberndorf 

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Adventliche Einkehr (Ingo Baumgartner)

Bij de eerste zondag van de Advent

 

 
Eschweger Weihnachtsmarkt um 1816 door Ernst Christopher Metz

 

Adventliche Einkehr

Adventmarkt, glühgebirnte Helle,
ein runder Tisch, wie fein, ich stelle
mich hin und äußere den Wunsch
nach einem Gläschen Weihnachtspunsch.

Der Kellner eilt, jetzt schon zum dritten,
gar vierten  Mal, ein Pferdeschlitten
quetscht meine Zehen, weil ich lieg
und da den fünften Becher krieg.

Der Dom hat, seltsam, heut vier Türme,
im Schnee kriecht hässliches Gewürme,
doch ist’s nur eine Glühweinspur
von meiner Innenwärmungskur.

Am Nebentischchen lehnt ein Engel,
er hat genug vom Marktgedrängel
und tut, was gleich ins Auge sticht,
er säuft, der rechte Flügel bricht.

Ich geh hinüber, denn alleine
ist’s kaum adventlich, wie ich meine.
So frönen wir ab nun zu zweit
der Einkehr und Besinnlichkeit.

 

 
Ingo Baumgartner (Oberndorf an der Salzach, 24 december 1944)
Oberndorf an der Salzach

 

Zie voor de schrijvers van de 30e november ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

Dolce far niente, Ingo Baumgartner, Remco Campert, Malcolm Lowry, Gerard Manley Hopkins

Dolce far niente

 

 
De storm door Jan van Goyen, 1641

 

Gewitter am See

Ein Delta formt des Blitzes Feuer,
rückt schemenhaft den Berg ins Licht.
Die Wolke wird zum Ungeheuer,
das grollend dunklen Qualm erbricht.

Aus Spielgekräusel wachsen Wogen
die Anmut flieht in Hast den See.
Bedenklich hin zum Nass gebogen,
schwankt Segeltuch in wilder Bö.

Die Möwen schützen sich, sie ducken
sich schweigend in das Uferrohr.
Doch bald verebbt das Himmelszucken
und Blau strahlt kräftig wie zuvor.

 

 
Ingo Baumgartner (Oberndorf an der Salzach, 24 december 1944)

 

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Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtner op dit blog.

Weihnacht am Grab

Bescherung, frohes Miteinand
steh’n an, der Weihrauch schwebt durchs Haus.
Dich zieht zuerst ein Herzensband
zu deiner Lieben Grab hinaus.

Ein Tannenbäumchen nimmt den Platz
vor zwei Laternen schmückend ein,
erhellt den tröstend schönen Satz
“der Tod ist einfach andres Sein”.

Das weihnachtliche Kerzenlicht
schafft Zugang zu den Lieben dort.
Der Flammen warmes Flackern bricht
die Ferne und ersetzt das Wort.

Nicht traurig sei der Grabbesuch
am Abend hin zur stillen Nacht.
Der Lichtschein auf dem Flockentuch,
er tanzt, zum Mittler hier gemacht.

Auch trägst du wieder Kerzen mit
für Gräber ohne Licht und Schein.
Es kostet dich nur einen Schritt
und Stimmung stellt sich doppelt ein.

 

Auch eine Weihenacht

Götter verlieren ihr Leben im Streite,
Riesen verschonen die Oberen nicht.
Geister mit Vidar und Vali zur Seite
schlagen im Julmond die Bresche zum Licht.

Noch sind die Nächte die Zeit voller Ängste,
Hort der Dämonen, der Druden Gefild.
Heute erhellt er, der dunkelste, längste,
schwärzeste Fleck auf des Sonnenrads Schild.

Feuer und Feiern, sie lassen vergessen,
brechen der Hoffnung ein offenes Tor.
Ansgar und Baldur bereiten das Essen,
holen zum Festtag das Leinen hervor.

 
Ingo Baumgartner (Oberndorf an der Salzach, 24 december 1944)
De Stille Nacht wijk met kapel in Oberndorf 

Doorgaan met het lezen van “Ingo Baumgartner, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti”