Friedenspreis des Deutschen Buchhandels voor Jan en Aleida Assmann

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels voor Jan en Aleida Assmann

 

Tijdens een ceremonie in de Paulskirche in Frankfurt ontvingen de cultuurwetenschappers Aleida en Jan Assmann gisteren de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

De Duitse angliste, egyptologe en literatuur- en cultuurwetenschapper Aleida Assmann werd geboren op 22 maart 1947 in Bethel, vlakbij Bielefeld. Zij studeerde Engels en Egyptologie aan de universiteiten van Heidelberg en Tübingen, en promoveerde in beide richtingen in 1977. In 1993 werd ze hoogleraar Anglistik en Allgemeine Literaturwissenschaften aan de Universität Konstanz. Internationaal trad ze regelmatig op als gastdocent, onder meer aan Rice University (Houston), Princeton, Yale, de Universiteit van Chicago en de Universiteit van Wenen. Assmann publiceerde honderden artikelen, boeken en bundels over Engelse literatuur en over herinnerings- en herdenkingscultuur. Ze is lid van de Academies van Wetenschappen Brandenburg, Göttingen en Oostenrijk, en kreeg in 2008 een eredoctoraat van de Theologische Faculteit van de Universiteit van Oslo. In 2009 ontving ze van de Alexander von Humboldt Foundation en de Max Planck Society een Max Planck Onderzoeksprijs (750 duizend euro). In 2011 kreeg ze voor haar essays de Ernst Robert Curtius Prijs, een Duitse literatuurprijs. Aleida Assmann is getrouwd met de egyptoloog Jan Assmann, met wie ze vijf kinderen heeft en samen onderzoek doet en publiceert.

Uit: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses

«Nur deshalb spricht man so viel vom Gedächtnis,weil es keines mehr gibt» lautet ein vielzitierter Satz von Pierre Nora. Dieser Satz bestätigt die bekannte Logik, nach der ein Phänomen erst abhanden gekommen sein muß, um voll ins Bewußtsein zu gelangen. Bewußtsein entwickelt sich generell «im Zeichen des Abgelaufenen». Diese Logik paßt gut zum retrospektiven Charakter der Erinnerung: setzt diese doch erst dann ein, wenn die Erfahrung, auf die sie sich bezieht, abgeschlossen im Rücken liegt. Nehmen wir uns zunächst den zweiten Teil des Satzes vor, die These, daß es kein Gedächtnis mehr gibt. Stimmt das? Gibt es wirklich kein Gedächtnis mehr? Und was für ein Gedächtnis gäbe es nicht mehr? Wer zum Beispiel wirkliches Wissen mit Auswendigwissen gleichsetzt,wird feststellen müssen, daß es mit dieser Kunst heute nicht weit her ist. Das Erlernen vielstrophiger Balladen gehört nicht mehr zum Pensum des Deutschunterrichts. Gewiß gibt es auch heute noch Gedächtnisvirtuosen, die alljährlich in London zu einem Memorier-Wettkampf antreten und für das Guinness-Buch der Rekorde mit spektakulären Spitzenleistungen aufwarten. Doch ist nicht zu leugnen ,daß die kulturelle Blüte dieser Kunst lange vorüber ist. Während man in der Antike die Fähigkeit eines überragenden Gedächtnisses noch Feldherren, Staatsmännern und Königen zuschrieb, rücken heute die Gedächtnisvirtuosen eher in die Sphäre des Varietés oder gar des Pathologischen: der Schritt von der Gedächtniskunst zur Gedächtniskrankheit erscheint nicht mehr als sehr groß. Warum soll man auch auswendig lernen,was man doch überall in Büchern nachlesen kann? Dem Rückgang des Auswendiglernens korrespondiert die sprunghaft angestiegene Kapazität der elektronisch hochgerüsteten externen Wissensspeicher. Doch lange bevor die Computer dem Gedächtnis seine Arbeit abnahmen, war der Wert des Auswendiglernens bereits in Frage gestellt. Schon Platon hatte die Meinung vertreten, daß auswendig gelerntes Wissen kein echtes Wissen ist. In seinem Dialog Phaidros hatte er ja nicht nur die Schrift kritisiert, sondern sich auch über die neue sophistische Technik lustig gemacht, die dazu verhelfen sollte, Geschriebenes im Wortlaut zu memorieren. Die Geschichte der Gedächtniskunst war von Anfang an von einer fundamentalen Kritik an ihr begleitet, zumal das, was tief sitzend eingeprägt war, nicht immer den Standards der Vernunft und Empirie standhielt. «Die Ammenmärchen rupfe ich dir aus dem Kopf!» heißt es in einer Satire des Persius, und in der Mitte des 17.Jahrhunderts kündigte der Arzt und Theologe Sir Thomas Browne die Allianz von Überlieferung, Wissen und Gedächtnis auf, als er schrieb: «Wissen wird durch Vergessen gewonnen; wenn wir also einen klaren und triftigen Bestand an Wahrheiten erwerben wollen, müssen wir uns von vielem trennen, was in unseren Köpfen festsitzt.» In der Epoche der Renaissance, die einen neuen Aufschwung der Gedächtniskunst erlebte, wurde auch die Gedächtniskritik erneuert. Harald Weinrich hat auf dieseTradition aufmerksam gemacht,zu der u.a.Montaigne und Cervantes gehören.Der Roman Don Quijote kann als ein Manifest für «die grundsätzliche Dissoziation von Geist und Gedächtnis» gelesen werden,und in den Essais findet sich eine radikale «Absage an die Pädagogik des Hochleistungsgedächtnisses».

 
Aleida Assmann (Bethel, 22 maart 1947)

 

De Duitse egyptoloog, religie- en cultuurwetenschapper Jan Assmann werd geboren op 7 juli 1938 in Langelsheim. Assmann groeide op in Lübeck en Heidelberg. Hij is getrouwd met literator Aleida Assmann. Assmann studeerde Egyptologie, Klassieke Archeologie en Griekse Studies in München, Heidelberg, Parijs en Göttingen. 1966/1967 ontving hij een reisbeurs van het Duitse Archeologisch Instituut in Caïro. Hier werkte hij van 1967 tot 1971 als freelancer en bursaal van de Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Jan Assmann habiliteerde zich in 1971 en werd in 1976 benoemd aan de Universiteit van Heidelberg aan het Departement voor Egyptologie, waar hij les gaf tot zijn pensionering in 2003. Dit werd gevolgd door een ereprofessoraat voor algemene culturele studies aan de Universiteit van Konstanz,


Jan Assmann (Langelsheim, 7 juli 1938)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017 voor Margaret Atwood

 

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017 voor Margaret Atwood

Aan de Canadese schrijfster Margaret Atwood werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt. De Canadese schrijfster Margaret Atwood werd geboren in Ottawa op 18 november 1939. Zie ook alle tags voor Margaret Atwood op dit blog.

Uit: Cat’s Eye

“Time is not a line but a dimension, like the dimensions of space. If you can bend space you can bend time also, and if you knew enough and could move faster than light you could travel backward in time and exist in two places at once.
It was my brother Stephen who told me that, when he wore his raveling maroon sweater to study in and spent a lot of time standing on his head so that the blood would run down into his brain and nourish it. I didn’t understand what he meant, but maybe he didn’t explain it very well. He was already moving away from the imprecision of words.
But I began then to think of time as having a shape, something you could see, like a series of liquid transparencies, one laid on top of another. You don’t look back along time but down through it, like water. Sometimes this comes to the surface, sometimes that, sometimes nothing. Nothing goes away.
“Stephen says time is not a line,” I say. Cordelia rolls her eyes, as I knew she would.
“So?” she says. This answer pleases both of us. It puts the nature of time in its place, and also Stephen, who calls us “the teenagers,” as if he himself is not one. Cordelia and I are riding on the streetcar, going downtown, as we do on winter Saturdays. The streetcar is muggy with twice-breathed air and the smell of wool. Cordelia sits with nonchalance, nudging me with her elbow now and then, staring blankly at the other people with her gray-green eyes, opaque and glinting as metal. She can outstare anyone, and I am almost as good. We’re impervious, we scintillate, we are thirteen.
We wear long wool coats with tie belts, the collars turned up to look like those of movie stars, and rubber boots with the tops folded down and men’s work socks inside. In our pockets are stuffed the kerchiefs our mothers make us wear but that we take off as soon as we’re out of their sight. We scorn head coverings. Our mouths are tough, crayon-red, shiny as nails. We think we are friends.
On the streetcars there are always old ladies, or we think of them as old. They’re of various kinds. Some are respectably dressed, in tailored Harris tweed coats and matching gloves and tidy no-nonsense hats with small brisk feathers jauntily at one side. Others are poorer and foreign-looking and have dark shawls wound over their heads and around their shoulders. Others are bulgy, dumpy, with clamped self-righteous mouths, their arms festooned with shopping bags; these we associate with sales, with bargain basements. Cordelia can tell cheap cloth at a glance. “Gabardine,” she says. “Ticky-tack.”

 
Margaret Atwood (Ottawa, 18 november 1939)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016 voor Caroline Emcke

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016 voor Caroline Emcke

Aan de Duitse schrijfster en journaliste Caroline Emcke werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt. Caroline Emcke werd op 18 augustus 1967 in Mülheim an der Ruhr geboren. Zie ook alle tags voor Caroline Emcke op dit blog.

Uit: Gegen den Hass

“Manchmal frage ich mich, ob ich sie beneiden sollte. Manchmal frage ich mich, wie sie das können: so zu hassen. Wie sie sich so sicher sein können. Denn das müssen die Hassenden sein: sicher. Sonst würden sie nicht so sprechen, so verletzen, so morden. Sonst könnten sie andere nicht so herabwürdigen, demütigen, angreifen. Sie müssen sich sicher sein. Ohne jeden Zweifel. Am Hass zweifelnd lässt sich nicht hassen. Zweifelnd könnten sie nicht so außer sich sein. Um zu hassen braucht es absolute Gewissheit. Jedes Vielleicht wäre da störend. Jedes Womöglich unterwanderte den Hass, zöge Energie ab, die doch gerade kanalisiert werden soll.
Gehasst wird ungenau. Präzise lässt sich nicht gut hassen. Mit der Präzision käme die Zartheit, das genaue Hinsehen oder Hinhören, mit der Präzision käme jene Differenzierung, die die einzelne Person mit all ihren vielfältigen, widersprüch¬lichen Eigenschaften und Neigungen als menschliches Wesen erkennt. Sind die Konturen aber erst einmal abgeschliffen, sind Individuen als Individuen erst einmal unkenntlich gemacht, bleiben nur noch unscharfe Kollektive als Adressaten des Hasses übrig, wird nach Belieben diffamiert und entwertet, gebrüllt und getobt: die Juden, die Frauen, die Ungläubigen, die Schwarzen, die Lesben, die Geflüchteten, die Muslime oder auch die USA, die Politiker, der Westen, die Polizisten, die Medien, die Intellektuellen.
Der Hass richtet sich das Objekt des Hasses zurecht. Es wird passgenau gemacht.
Gehasst wird aufwärts oder abwärts, in jedem Fall in einer vertikalen Blickachse, gegen »die da oben« oder »die da unten«, immer ist es das kategorial »Andere«, das das »Eigene« unterdrückt oder bedroht, das »Andere« wird als vermeintlich gefährliche Macht oder als vermeintlich minderwertiges Ding phantasiert – und so wird die spätere Misshandlung oder Vernichtung nicht bloß als entschuldbare, sondern als notwendigeMaßnahme aufgewertet. Der Andere ist der, den man straflos denunzieren oder missachten, verletzen oder töten kann.
Diejenigen, die diesen Hass am eigenen Leib erleben, die ihm ausgesetzt sind, auf der Straße oder im Netz, abends oder am helllichten Tag, die Begriffe aushalten müssen, die eine ganze Geschichte der Missachtung und Misshandlung in sich tragen, diejenigen, die diese Mitteilungen erhalten, in denen ihnen der Tod, in denen ihnen sexuelle Gewalt gewünscht oder gar angedroht wird, diejenigen, denen Rechte nur teilweise zugedacht werden, deren Körper oder Kopfbedeckung verachtet werden, die sich maskieren müssen aus Angst, angegriffen zu werden, diejenigen, die nicht aus dem Haus können, weil davor eine brutalisierte, gewaltbereite Menge steht, deren Schulen oder Synagogen Polizeischutz brauchen, alle diejenigen, die der Hass zum Objekt hat, können und wollen sich nicht daran gewöhnen.“

 
Caroline Emcke (Mülheim an der Ruhr, 18 augustus 1967)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2015 voor Navid Kermani

Aan de Duits-Iraanse schrijver en islamist Navid Kermani werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt. Navid Kermani werd geboren op 27 november 1967 in Siegen. Zie ook alle tags voor Navid Kermani op dit blog.

Uit: Dein Name

„Wann er wieder zu beten aufhört, gehört nicht zum Gelübde. Er mag die Worte, ihren Klang, die Melodie der Reime genauso wie die Bedeutung, er mag die Bewegungen. Es könnte eine Befreiung sein, sich am Tag einige Mal zu verbeugen, sich niederzuwerfen auf die Stirn – und dann wieder aufrecht zu stehen. Wenn seit vierzehnhundert Jahren Menschen ebendiese Verse in eben dieser Abfolge von Körperhaltungen täglich fünfmal aufsagen, muß ein Segen darin wohnen. Ob es Gott gibt, steht auf einem anderen Blatt. Nicht um Ihn ist es den Religionen zu tun, von dem sie ohnehin nur Namen aussprechen, vielmehr um die Menschen, deren Handlungen mit oder ohne Gott genauso gut oder schlecht, richtig oder falsch, sinnvoll oder unnütz sind – sofern es ohne Gott gut oder schlecht gibt, richtig oder falsch, sinnvoll oder unnütz. Mit oder ohne Gott fing er heute morgen mit dem Gebet an, aber für den Vater, der keinen der vier Söhne je mit der Religion bedrängte und gerade deshalb mit Achtzig noch einen Freudensprung machen würde. Es war die einzige Möglichkeit, bei ihm zu sein, so empfand es der Jüngste, der gestern nachmittag mit der Frühgeborenen vor dem Bauch nichtsahnend aus dem Haus gegangen war, um zu spazieren, als der Internist auf dem Handy anrief. Weil die Operation der Herzklappe zu riskant schien und das Blut nicht gerinnt, hatte der Kardiologe im St. Marien allenfalls einen kleinen, oberflächlichen Eingriff in Erwägung gezogen, um die Drähte des Schrittmachers freizulegen, und deshalb einen Termin in einem Herzzentrum besorgt, wo der Chef dem Vater während der ersten Visite mitteilte, daß die Klappe ersetzt werden müsse, Risiko hin oder her, sonst läge die Lebenserwartung bei höchstens einem Jahr, wahrscheinlicher einem halben, gleich morgen also, da jeder Tag zählt, also heute, also jetzt, Donnerstag, 19. Juli 2007, 11:28, jetzt gerade liegt der Vater auf der gebogenen Streckbank aufgespannt wie auf einem großen Ball, rasiert von Hals bis Fuß, mit aufgeschnittenem Brustkorb, umringt von Ärzten, Schwestern, Apparaten, und Gott entscheidet sich, wenn es Ihn gibt, ob Er den Vater wieder zum Leben erweckt. Dem Sohn wird schlecht bei dem Gedanken, daß die Entscheidung gegen den Vater ausfallen könnte. Auch das Gebet hilft jetzt nicht mehr, schon ist die Wirkung verpufft. Kurz nach acht sollte die Operation beginnen, zweieinhalb Stunden sollte sie dauern, die Ärzte könnten also längst fertig sein, sie könnten sagen, puh, das scheint gutgegangen zu sein, oder das Gegenteil. Sie haben auch gesagt, daß es länger dauern könnte, je nachdem, was sie vorfinden und was mit der Blutgerinnung ist. Sie haben die besten, modernsten Apparate und eine neue Methode, der Chef selbst operiert, für sie ist es Routine, wie der Jüngste sich immer wieder zuredet, sie machen das jeden Tag und unter widrigen Umständen als bei dem Vater, nach Unfällen etwa, wenn die Patienten mit dem Hubschrauber eingeflogen werden und die Voruntersuchungen wegfallen.“

 
Navid Kermani (Siegen, 27 november 1967)

Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2014 voor Jaron Lanier

Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2014 voor Jaron Lanier

Aan de Amerikaanse computerwetenschapper en schrijver Jaron Lanier werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt.

De Amerikaanse computer wetenschapper, schrijver, componist en beeldend kunstenaar Jaron Lanier werd geboren in New York op 3 mei 1960. Hij is de auteur van “You Are Not A Gadget: A Manifesto” en “Who Owns The Future?” Laniers naam wordt ook vaak geassocieerd met het onderzoek naar Virtual Reality Hij bedacht dan wel populariseerde de term ‘Virtual Reality’ en in de vroege jaren 1980 richtte hij VPL Research op, het eerste bedrijf dat VR producten verkocht. Hij leidde het team dat de eerste veelgebruikte software platform architectuur ontwikkelde voor immersieve virtual reality-toepassingen. Van 1997 tot 2001 was Lanier de Chief Scientist van Advanced Network en Services, waar het Ingenieursbureau van Internet2 deel van uitmaakte en werkte hij als de Lead Scientist van de National Tele-immersion Initiative, een coalitie van universiteiten die onderzoek deden naar geavanceerde toepassingen voor Internet2. Van 2001 tot 2004 was hij Visiting Scientist bij Silicon Graphics Inc, waar hij oplossingen voor kernproblemen in telepresence en tele-immersie ontwikkelde. Lanier ontving o.a. een eredoctoraat van de New Jersey Institute of Technology in 2006, de CMU’s Watson award in 2001 en een Lifetime Career Award van de IEEE in 2009 voor bijdragen aan Virtual Reality. Hij schrijft en spreekt over tal van onderwerpen, met inbegrip van hightech bedrijven, de sociale gevolgen van technologie, de filosofie van bewustzijn en informatie, internetpolitiek en de toekomst van het humanisme. Zijn artikelen verschenen in The New York Times, Discover, The Wall Street Journal, Forbes, Harpers Magazine, The Sciences, Wired Magazine en Scientific American.

Uit: Digital Passivity (Artikel in The Herald Tribune, 2013)

“I wish I could separate the two big trends of the year in computing — the cool gadgets and the revelations of digital spying — but I cannot.
Back at the dawn of personal computing, the idealistic notion that drove most of us was that computers were tools for leveraging human intelligence to ever-greater achievement and fulfillment. This was the idea that burned in the hearts of pioneers like Alan Kay, who a half-century ago was already drawing illustrations of how children would someday use tablets.
But tablets do something unforeseen: They enforce a new power structure. Unlike a personal computer, a tablet runs only programs and applications approved by a central commercial authority. You control the data you enter into a PC, while data entered into a tablet is often managed by someone else.
Steve Jobs, who oversaw the introduction of the spectacularly successful iPad at Apple, declared that personal computers were now ‘‘trucks’’ — tools for working-class guys in T-shirts and visors, but not for upwardly mobile cool people. The implication was that upscale consumers would prefer status and leisure to influence or self-determination.
I am not sure who is to blame for our digital passivity. Did we give up on ourselves too easily?
This would be bleak enough even without the concurrent rise of the surveillance economy. Not only have consumers prioritized flash and laziness over empowerment; we have also acquiesced to being spied on all the time.
The two trends are actually one. The only way to persuade people to voluntarily accept the loss of freedom is by making it look like a great bargain at first.
Consumers were offered free stuff (like search and social networking) in exchange for agreeing to be watched. Vast fortunes can be made by those who best use the personal data you voluntarily hand them. Instagram, introduced in 2010, had only 13 employees and no business plan when it was bought by Facebook less than two years later for $1 billion.
One can argue that network technology enhances democracy because it makes it possible, for example, to tweet your protests. But complaining is not yet success. Social media didn’t create jobs for young people in Cairo during the Arab Spring.
To be free is to have a private zone in which you can be alone with your thoughts and experiments. That is where you differentiate yourself and grow your personal value. When you carry around a smartphone with a GPS and camera and constantly pipe data to a computer owned by a corporation paid by advertisers to manipulate you, you are less free. Not only are you benefiting the corporation and the advertisers, you are also accepting an assault on your free will, bit by bit.”

 
Jaron Lanier (New York City, 3 mei 1960)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013 voor Svetlana Alexievich

Aan de Wit-Russische schrijfster en onderzoeksjournaliste Svetlana Alexandrovna Alexievich  werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt. Zie ook alle tags voor Svetlana Alexievich op dit blog.

 

Uit: Zinky Boys: Soviet Voices from the Afghanistan War

 

“I never want to write another word about the war, I told myself. Long after I’d finished “War is not a Woman”, a book about World War II, I could still be upset by the sight of a child with a nosebleed.

Out in the country I couldn’t bear to watch the fishermen cheerfully throwing their catch on to the sandy riverbank. Those fish, dragged up from the depts of God knows where, with their glassy, bulging eyes, made me want to vomit. I dare say we all have our pain threshold – physical as well as psychological. Well, I’d reached mine. The screech of a cat run over by a car, eventhe sight of a squa

shed worm, could make me feel I was going mad. I felt that animals, birds, fish, every living thing had a right to a life of its own. And then all of a sudden, if you can call it suddenfor the war had been going on for seven years…

One day we gave a lift to a young girl. She’d been to Minsk todo some food shopping for her mother. She had a big bag with chicken heads sticking out, I remember, and a shopping-net full of bread, which we put in the boot.

Her mother was waiting for her in the village. Or rather, standing at her garden gate, wailing.

‘Mama!’ The little girl ran up to her.

‘Oh, my baby. We’ve had a letter. Our Andrey in Afghanistan.

Ohhh… They’re sending him home, like they did Ivan Fedorinov. A little child needs a little grave, isn’t that what they say? But my Andrei was as big as an oak and over six foot. “Be proud of me Mum, I’m in the Paras now,” he wrote to us. Oh, why? .

Why? Can anyone tell me? Why? ”Each substance of agrief hath twenty shadoms.’ (Richard II) Then, last year, something else happened.

I was in the half-empty waitingroom of a bus station. An officer was sitting there with a suitcase, and next to him there was as kinny boy who you could tell from his shaved head was a soldier.

The young soldier was digging in a plant pot (a dryold ficus, Iremember it was) with an ordinary kitchen fork. A couple of simple country women went and sat next to them and, out ofsheer curiosity, asked where they were going, and why, who were they? It turned out the officer was escorting the soldier home.“

 


Svetlana Alexievich(Stanyslaviv, 31 mei 1948)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2012 voor Liao Yiwu

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2012 voor Liao Yiwu

Aan de Chinese dichter en schrijver Liao Yiwu werd gisteren in de Frankfurter Paulskerk de Friedenspreis des Deutschen Buchhandels uitgereikt. Liao Yiwu (ook bekend als Lao Wei) werd geboren op 4 augustus 1958 in Yanting, Sichuan Zie ook alle tags voor Liao Yiwu op dit blog.

Uit: For a Song and a Hundred Songs (Vertaald door Wenguang Huang)

“I have written this book three times, thanks to the relentless obstructions of the Chinese security police.
I first started writing it on the backs of envelopes and on scraps of paper that my family smuggled into the prison where I was serving a four-year sentence from 1990 to 1994 for writing and distributing a poem that condemned the infamous, bloody government crackdown on the 1989 student prodemocracy movement in Tiananmen Square.
Even after my release in 1994, the police continued to monitor and harass me. On October 10, 1995, police raided my apartment in Chengdu, Sichuan Province, confiscating the handwritten manuscript of For a Song and a Hundred Songs. As a punishment for what they called “attacking the government’s penitentiary system” with my writings, I was placed under house arrest for twenty days.
I started on my book again from scratch. It took me three years to finish a new version, which was seized in 2001, along with my other unpublished literary works. This time, the police also absconded with my computer.
Writers like to wax poetic and brag about their works in an attempt to secure a berth in the history of literature. Unfortunately, I no longer possess many physical products of my years of toil. Instead, I have become an author who writes for the pleasure of the police. Most of my past memories—the manuscripts that I have painstakingly created about my life, and my poems—are now locked away at the Public Security Bureau. In a grimly humorous twist, the police used to peruse my writings more meticulously than even the most conscientious editors.
Chinese career spies have amazing memories. A director of a local public security branch could memorize many of my poems and imbue them with more complicated ideas than I had originally intended. So in a sense, my writing found a way to the minds and lips of at least one eager audience.
Indeed, the police proved to have an insatiable need for more of my work. So after each successive raid, I dug more holes like a rat, and I hid my manuscripts in deeper and deeper crevices across the city, in the homes of family and friends. My furtive efforts to conceal my work called to mind those of the Nobelist Aleksandr Solzhenitsyn, whose handwritten manuscript of The Gulag Archipelago had famously faced similar threats from the KGB. The only way to preserve his writings was to get them published.
In early 2011, after this book was finally smuggled out of China and scheduled to be published in Taiwan and in Germany, I again met resistance from the Chinese authorities.”.

 
Liao Yiwu (Sichuan, 4 augustus 1958)