Roemi, Zhang Ailing, Edzard Schaper, Hermann Sudermann, Ferdinand von Saar, Jurek Becker

De Perzische dichter en soefistisch mysticus Jalal ad-Din Rumi (of Roemi) werd geboren op 30 september 1207 in Balkh. Zie ook alle tags voor Roemi op dit blog.

Uit: Masnavi VI

Zoek God in verootmoediging en zelfuitdoving,
want het denken brengt niets dan vormen voort.
En als je nergens troost vindt dan in vorm,
is de vorm die onwillekeurig bij je opkomt de beste.

Stel, het betreft een stad waarheen je je begeeft,
je wordt er in je afhankelijkheid naar toegetrokken
door een vormloos gevoel van verwachting.

Je begeeft je dus eigenlijk naar iets wat geen plaats heeft,
want je ergens op verheugen is iets anders dan tijd en plaats.

Stel, het betreft een vriend naar wie je toe gaat,
je gaat niet naar hem toe om zijn uiterlijke vorm,
maar om van zijn gezelschap te genieten.

Je begeeft je dus,
hoewel je je er niet van bewust bent
dat dit het doel is van je reis,
eigenlijk naar de vormloze wereld.

God wordt dus in werkelijkheid door allen aanbeden,
want bij reizen gaat het altijd om het plezier,
en daarvan is Hij de bron.


Roemi (30 september 1207 – 17 december 1273)
 

De Chinese schrijfster en scenariste Zhang Ailing (ook wel Eileen Chang) werd geboren op 30 september 1920 in Shanghai. Zie ook alle tags voor Zhang Ailing op dit blog.

Uit: Lust, Caution

“Though it was still daylight, the hot lamp was shining full-beam over the mahjong table. Diamond rings flashed under its glare as their wearers clacked and reshuffled their tiles. The tablecloth, tied down over the table legs, stretched out into a sleek plain of blinding white. The harsh artificial light silhouetted to full advantage the generous curve of Chia-chih’s bosom, and laid bare the elegant lines of her hexagonal face, its beauty somehow accentuated by the imperfectly narrow forehead, by the careless, framing wisps of hair. Her makeup was understated, except for the glossily rouged arcs of her lips. Her hair she had pinned nonchalantly back from her face, then allowed to hang down to her shoulders. Her sleeveless cheongsam of electric blue moire satin reached to the knees, its shallow, rounded collar standing only half an inch tall, in the Western style. A brooch fixed to the collar matched her diamond-studded sapphire button earrings.The two ladies–tai-tais–immediately to her left and right were both wearing black wool capes, each held fast at the neck by a heavy double gold chain that snaked out from beneath the cloak’s turned-down collar. Isolated from the rest of the world by Japanese occupation, Shanghai had elaborated a few native fashions. Thanks to the extravagantly inflated price of gold in the occupied territories, gold chains as thick as these were now fabulously expensive. But somehow, functionally worn in place of a collar button, they managed to avoid the taint of vulgar ostentation, thereby offering their owners the perfect pretext for parading their wealth on excursions about the city. For these excellent reasons, the cape and gold chain had become the favored uniform of the wives of officials serving in Wang Ching-wei’s puppet government. Or perhaps they were following the lead of Chungking, the Chinese Nationalist regime’s wartime capital, where black cloaks were very much in vogue among the elegant ladies of the political glitterati.Yee Tai-tai was chez elle, so she had dispensed with her own cape; but even without it, her figure still seemed to bell outward from her neck, with all the weight the years had put on her. She’d met Chia-chih two years earlier in Hong Kong, after she and her husband had left Chungking–and the Nationalist government–together with Wang Ching-wei.”

 
Zhang Ailing (30 september 1920 – 8 september 1995)
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De Duitse schrijver en vertaler Edzard Schaper werd geboren 30 september 1908 in Ostrowo in de provincie Posen. Zie ook alle tags voor Edzard Schaper op dit blog.

Uit: Die Legende vom vierten König

“Als das Jesuskind in Bethlehem geboren werden sollte, erschien der Stern, der seine Geburt anzeigte, nicht nur den weisen Königen im Morgenlande, sondern auch einem König im weiten Rußland. Es war kein großer, mächtiger Herr oder besonders reich oder ausnehmend klug und den Künsten der Magie ergeben. Er war ein kleiner König mit rechtschaffenem Sinn und einem guten, kindlichen Herzen, menschenfreundlich, sehr gutmütig, gesellig und einem Spaß durchaus nicht abgeneigt. Daß einmal ein Stern am Himmel erscheinen und die Herabkunft des Allherrschers über das ganze Erdreich ankündigen würde, und daß der Königssproß, der dann in Rußland herrschte, aufbrechen und dem größeren Herrn als Gefolgsmann huldigen müßte, das wußte unser kleiner König von allen seinen Vätern und Vorvätern her. Die hatten diese Verheißung durch viele Geschlechter bewahrt und jedem ihrer Nachfolger weitergegeben. Er hatte eine Riesenfreude, der kleine König in Rußland, daß der Stern, der das größte Ereignis der Welt ankündigte, gerade zu der Zeit am Himmel erschien, in der er, noch jung an Jahren, am Regieren war, und beschloß, sogleich aufzubrechen. Großes Gefolge wollte er nicht mitnehmen, das lag ihm nicht, und nicht einmal einen von seinen treuesten Knechten, denn es war nichts darüber bekannt, wo der größte Herrscher geboren werden und wie weit seine Reise ihn führen würde. Er wollte sich allein auf die Suche machen. Also ließ er sich sein Lieblingspferd Wanjka satteln – keinen Streithengst oder dergleichen, sondern nur so ein kleines, unverwüstliches russisches Pferdchen: zottig und mit einer Stirnlocke, daß die Augen kaum den Weg erkennen konnten, auf dem sein Herr es lenkte, aber ausdauernd und genügsam, wie man es für eine weite Reise braucht. Aber halt! dachte der kleine König, mit leeren Händen geht man nicht huldigen, zumal es nicht nur einem hohen, sondern dem höchsten Herrn gilt. Er überlegte lange, was er wohl mitnehmen könnte, daß seine Satteltaschen es noch zu fassen vermöchten, was die Güter und den Fleiß seines Landes ins rechte Licht setzen und, vor allem, für den zur Welt gekommenen höchsten Herrn eine geziemende Huldigungsgabe sein würde.”

 
Edzard Schaper (30 september 1908 – 29 januari 1984)

 

De Duitse schrijver Hermann Sudermann werd geboren op 30 september 1857 in Matz, Oost-Pruisen. Zie ook alle tags voor Hermann Sudermann op dit blog.

Uit: Frau Sorge

Frau Sorge, die graue, verschleierte Frau,
Herzliebe Eltern, Ihr kennt sie genau,
Sie ist ja heute vor dreißig Jahren
Mit Euch in die Fremde hinausgefahren,
Da der triefende Novembertag
Schweratmend auf nebliger Heide lag
Und der Wind in den Weidenzweigen
Euch pfiff den Hochzeitsreigen. –

Als Ihr nach langen, bangen Stunden
Im Litauerwalde ein Nest gefunden
Und zagend standet an öder Schwelle,
Da war auch Frau Sorge schon wieder zur Stelle
Und breitete segnend die Arme aus
Und segnete Euch und Euer Haus
Und segnete die, so in den Tiefen
Annoch den Schlaf des Nichtseins schliefen.

Es rann die Zeit. – Die morsche Wiege,
Die jetzt im Dunkel unter der Stiege
Sich freut der langverdienten Rast,
Sah viermal einen neuen Gast.
Dann, wenn die Abendglut verblichen,
Kam aus dem Winkel ein Schatten geschlichen
Und wuchs empor und wankte stumm
Erhobenen Arms um die Wiege herum.

Was Euch Frau Sorge da versprach,
Das Leben hat es allgemach
In Seufzen und Weinen, in Not und Plage,
Im Mühsal trüber Werkeltage,
Im Jammer manch’ durchwachter Nacht
Ach! so getreulich wahrgemacht.
Ihr wurdet derweilen alt und grau.

 
Hermann Sudermann (30 september 1857 – 21 november 1928)
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De Oostenrijkse schrijver en dichter Ferdinand von Saar werd geboren op 30 september 1833 in Wenen. Zie ook alle tags voor ferdinand von Saar op dit blog.

Uit: Der Brauer von Habrovan

“Die Bevölkerung der Ortschaft, woselbst ich so manchen Sommer und Winter zugebracht, wurde eines Tages durch ein außerordentliches Ereignis in die größte Aufregung versetzt. Ein dort ansässiger Schuhmacher hatte sein junges Weib aus – wie es hieß – grundloser Eifersucht ermordet und sich dann, nachdem er eine Zeitlang in den nahen Wäldern umhergeirrt, dem Gerichte gestellt. Wie begreiflich, wurde für das entseelte Opfer allgemein Partei ergriffen. Namentlich die Frauen konnten kein Ende finden, den entmenschten Wüterich zu verdammen, den sie schon jetzt am Galgen baumeln sahen. Sie priesen laut die häuslichen Tugenden, durch die sich die Tote im Leben ausgezeichnet, und schwuren hoch und teuer, daß sie, wenn auch ein wenig gefallsüchtig, doch das treueste Weib gewesen, das jemals auf Erden gewandelt. Aber auch die Männer, die in dieser Hinsicht nur wenig Korpsgeist besitzen, zogen über den Übeltäter los. Sie nannten ihn einen elenden Säufer und hirnverbrannten Narren, seit jeher unwert des schönen Weibes, das er, der ruppige, pechgeschwärzte Kerl, besessen. Und schön war sie, die Schustersfrau, das konnte ich selbst bezeugen. Zwar ihr Gesicht verdiente diese Bezeichnung nicht eigentlich. Denn es war breit, stumpfnasig und überdies stark mit Sommersprossen behaftet. Aber lebhafte schwarze Augen, leicht gekraustes rotbraunes Haar und ein eigentümlich lachender Zug um den frischen Mund verliehen diesem Gesicht um so mehr Reiz, als auch die ganze Gestalt in ihrer biegsamen Schlankheit höchst anziehend war. Zumal in der heißen Jahreszeit, wo sie sich immer möglichst leicht bekleidet sehen ließ. Wenn sie so, außerdem noch hochgeschürzt, blink und blank bis über die Knöchel in dem seichten Wasser des an ihrem Hause vorüberfließenden Baches stand, Geschirr oder Wäsche reinigend, da konnte man nicht umhin, sie wohlgefällig zu betrachten. Sie wußte das auch und vollführte dann, durchaus nicht ohne Absicht, die anmutigsten Bewegungen, so daß mir jetzt die Eifersucht ihres Mannes keineswegs unbegreiflich erschien.
Mein nachbarlicher Freund, Doktor Hulesch, hatte die gerichtliche Obduktion vorzunehmen. Als ich mit ihm später darüber sprach, hob er die ganz besondere Grausamkeit hervor, mit der der Schuster den Mord vollbracht. Denn nach den ersten tödlichen Stößen, die er mit einer Ahle nach dem Herzen seines Weibes geführt, hatte er in unstillbarer Mordgier ringsumher weiter gestochen, und so habe sich fast die ganze Vorderseite der Leiche wie tätowiert ausgenommen.”

 
Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)
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De Duitse schrijver, draaiboekauteur en DDR-dissident Jurek Becker werd geboren op 30 september 1937 in Łódź, in Polen. Zie ook alle tags voor Jurek Becker op dit blog.

Uit: Jakob der Lügner

“Ich höre schon alle sagen, ein Baum, was ist das schon, ein Stamm, Blätter, Wurzeln, Käferchen In der Rinde und eine manierlich ausgebildete Krone, wenn’s hochkommt, na und? Ich höre sie sagen, hast du nichts Besseres, woran du denken kannst, damit sich deine Blicke verklären wie die einer hungrigen Ziege, der man ein schönes fettes Grasbüschel zeigt? Oder meinst du vielleicht einen besonderen Baum, einen ganz bestimmten, der, was weiß ich, womöglich einer Schlacht seinen Namen gegeben hat, etwa der Schlacht an der Zirbelkiefer, meinst du so einen? Oder ist an ihm jemand Besonderer aufgehängt worden? Alles falsch, nicht mal aufgehängt? Na gut, es ist zwar ziemlich geistlos, aber wenn es dir solchen Spaß macht, spielen wir dieses alberne Spiel noch ein bißchen weiter, ganz wie du willst. Meinst du am Ende das leise Geräusch, das die Leute Rauschen nennen, wenn der Wind deinen Baum gefunden hat, wenn er sozusagen vom Blatt spielt? Oder die Anzahl an Nutzmetern Holz, die in so einem Stamm steckt? Oder du meinst den berühmten Schatten, den er wirft? Denn sobald von Schatten die Rede ist, denkt jeder seltsamerweise an Bäume, obgleich Häuser oder Hochöfen weit größere Schatten abgeben. Meinst du den Schatten? Alles falsch, sage ich dann, ihr könnt aufhören zu raten, ihr kommt doch nicht darauf. Ich meine nichts davon, wenn auch der Heizwert nicht zu verachten ist, ich meine ganz einfach einen Baum. Ich habe dafür meine Gründe. Erstens haben Bäume in meinem Leben eine gewisse Rolle gespielt, die möglicherweise von mir überbewertet wird, doch ich empfinde es so. Mit neun Jahren bin ich von einem Baum gefallen, einem Apfelbaum übrigens, und habe mir die linke Hand gebrochen. Alles ist einigermaßen wieder verheilt, doch gibt es ein paar diffizile Bewegungen, die ich seitdem mit den Fingern meiner linken Hand nicht mehr ausführen kann. Ich erwähne das deshalb, well es als beschlossene Sache gegolten hat, daß ich einmal Geiger werden sollte, aber das ist an und für sich ganz unwichtig. Meine Mutter wollte es zuerst, dann wollte es mein Vater auch, und zum Schluß haben wir es alle drei so gewollt. Also kein Geiger. Ein paar Jahre später, ich war wohl schon siebzehn, habe ich das erstemal in meinem Leben mit einem Mädchen gelegen, unter einem Baum.”

 
Jurek Becker (30 september 1937 – 14 maart 1997)
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Roemi, Zhang Ailing, Edzard Schaper, Hermann Sudermann, Ferdinand von Saar, Jurek Becker

De Perzische dichter en soefistisch mysticus Jalal ad-Din Rumi (of Roemi) werd geboren op 30 september 1207 in Balkh. Zie ook mijn blog van 30 september 2010 en eveneens alle tags voor Roemi op dit blog.

Uit: Juwelen

Liefde fluistert me in het oor:
`Je kunt beter een prooi zijn
dan een jager.
Wees mijn dwaas –
verzaak de hoge staat van de zon
en word een stofje!
Kom, hang rond bij Mijn deur en word dakloos.
Doe niet net of je een kaars bent, wees een mot,
opdat je de smaak van het leven mag proeven
en mag zien dat er gezag schuilt in dienstbaarheid.’

 

Degene die het schuim ziet, verklaart het geheim,
terwijl wie de Zee ziet verbijsterd is.
Degene die het schuim ziet, neemt zich iets voor,
terwijl wie de Zee kent, zijn hart ermee verenigt.
Degene die de schuimvlokken ziet, wikt en weegt,
terwijl wie de Zee ziet, zijn bewuste wil heeft opgegeven.
Degene die de vlokken ziet, is voortdurend in beweging,
terwijl wie de Zee ziet, vrij is van huichelarij.

 
Roemi (30 september 1207 – 17 december 1273)
Standbeeld in Buca, Turkije

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Eli Wiesel, Roemi, Henk Spaan, Ferdinand von Saar, Jurek Becker

De Joods-Roemeens-Frans-Amerikaanse schrijver Eli Wiesel werd geboren op 30 september 1928 in Sighet (nu Sighetu Marmaţiei), Roemenië. ook mijn blog van 30 september 2007 en en ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009 en ook mijn blog van 30 september 2010

 

Uit: And the Sea is Never Full

Why death, Primo? To tell us what truth about whose 1ife?
Did he want to reach to the very end of his thoughts, his memories? Truly enter death? I don’t remember why, but I called him shortly before his death. A premonition? His voice sounded thick, heavy. “Things are not good,” he said slowly, “not good at all.” “What’s not good, Primo?” “Oh, the world, the world’s no good.” And he doesn’t know what he is doing in a world that’s going so badly. “Are you having problems, Primo?” No, he has no problems. In Italy and elsewhere he is read, admired, honored, but it’s going badly. We speak of mutual friends, of his plans, of his son, Renzo. I suggest he come to New York, spend some time with me. He doesn’t say no, he doesn’t say yes; he doesn’t answer, as though he were already elsewhere, behind other walls. To cheer him up I describe to him the success of his works on American campuses. No reaction. “Are you there, Primo? Do you hear me?” Yes, he hears me–but he’s no longer there.

An American novelist publishes an article that shocks quite a few of us. He says that Primo’s friends should have urged him to get treatment, and that a good therapist could have cured him. This is a typical banalization: Here we have existential evil, the lifelong incandescent wound of a soul, reduced to a nervous breakdown common among writers whose inspiration becomes blocked, or among men of a certain age.


Eli Wiesel (Sighet, 30 september 1928)

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Truman Capote, Hendrik Marsman, Zhang Ailing, Edzard Schaper, Hermann Sudermann, Eli Wiesel, Roemi, Henk Spaan, Ferdinand von Saar, Jurek Becker

De Amerikaanse schrijver Truman Capote werd geboren op 30 september 1924 als Truman Streckfus Persons in New Orleans. Zie ook mijn blog van 1 oktober 2006 en ook mijn blog van 30 september 2007 en ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009.

Uit: A Christmas Memory

„Winter Woods

Morning. Frozen rime lusters the grass; the sun, round as an orange and orange as hot-weather moons, balances on the horizon, burnishes the silvered winter woods. A wild turkey calls. A renegade hog grunts in the undergrowth. Soon, by the edge of knee-deep, rapid-running water, we have to abandon the buggy. Queenie wades the stream first, paddles across barking complaints at the swiftness of the current, the pneumonia-making coldness of it. We follow, holding our shoes and equipment (a hatchet, a burlap sack) above our heads. A mile more: of chastising thorns, burs and briers that catch at our clothes; of rusty pine needles brilliant with gaudy fungus and molted feathers. Here, there, a flash, a flutter, an ecstasy of shrillings remind us that not all the birds have flown south. Always, the path unwinds through lemony sun pools and pitch vine tunnels. Another creek to cross: a disturbed armada of speckled trout froths the water round us, and frogs the size of plates practice belly flops; beaver workmen are building a dam. On the farther shore, Queenie shakes herself and trembles. My friend shivers, too: not with cold but enthusiasm. One of her hat’s ragged roses sheds a petal as she lifts her head and inhales the pine-heavy air. ”We’re almost there; can you smell it, Buddy?” she says, as though we were approaching an ocean.

And, indeed, it is a kind of ocean. Scented acres of holiday trees, pricklyleafed holly. Red berries shiny as Chinese bells: black crows swoop upon them screaming. Having stuffed our burlap sacks with enough greenery and crimson to garland a dozen windows, we set about choosing a tree.”

 capote
Truman Capote (30 september 1924 – 25 augustus 1984)

 

De Nederlandse dichter en schrijver Hendrik Marsman werd geboren op 30 september 1899 in Zeist. Zie ook mijn blog van 30 september 2006  en ook mijn blog van 30 september 2007 en ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009.

Herfst

De avonden donkeren al.
dit is het regenende jaargetiwaarin wij haar eenmaal ten grave droegen;
ook toen sloegen de bladeren en de regen
over de paden en de zwarte wegen
en het woei duister in de donkre groeve.

alleen was het toen vroeger herfst
en droever.

 

Holland

De hemel groots en grauw.
daaronder het geweldig laagland met de plassen;
bomen en molens, kerktorens en kassen,
verkaveld door de sloten, zilvergrauw.

dit is mijn land, mijn volk;
dit is de ruimte waarin ik wil klinken.
laat mij één avond in de plassen blinken,
daarna mag ik verdampen als een wolk.

 

Baai bij avond

De schemering valt.
een grote, rode maan
stijgt langzaam uit de golven
aan de oosterrand
der nauwlijks ademende avondzee.
de dromen komen met de golven mee
en mijmerend gewordt mij, ongezocht,
waarvoor ik jaren in vertwijfeling vocht,
denkende dat het geluk omstréden moest zijn
en dat het leven zonder smeken niet schenkt.
o, heerlijk is nu het talmen
geworden aan deze rede!
bij het dwalen onder de nacht’lijke palmen
ben ik van vrede doordrenkt.

 Hendrik Marsman

Hendrik Marsman (30 september 1899 – 21 juni 1940)
Portret door Charley Toorop, 1924

 

De Chinese schrijfster en scenariste Zhang Ailing (ook wel Eileen Chang) werd geboren op 30 september 1920 in Shanghai. Zhang Ailing werd bekend door haar verhalen en romans over de liefde, waarin ook vaak sprake is van emotionele dieptes en donkere kanten. In 1943 publiceerde ze haar eerste roman en werd ze een beroemde schrijver in Shanghai. In 1953 verliet ze Shanghai en werkte vanaf dat moment voor de Amerikaanse News Agency in Hong Kong. In 1955 verhuisde ze naar de VS, waar ze begon ook romans in het Engels te schrijven. Deze bleven echter in hun populariteit achter op haar Chineestalige romans. Haar werk gaat vaak over de gespannen relatie tussen man en vrouw. De verfilming van haar korte verhaal Se Jie, door de Taiwanese regisseur Ang Lee ontving op het International Film Festival van Venetië in 2007 de Gouden Leeuw.

Uit: Gefahr und Begierde (Vertaald door Susanne Hornfeck)

„Er ließ den Chauffeur halten, stieg aus und folgte ihr in den Laden. Auf ihren hohen Absätzen war sie fast einen halben Kopf größer als er. Wenn es ihn gestört hätte, würde sie keine so hohen Schuhe tragen, aber das tat es offenkundig nicht. Ihr war aufgefallen, dass große Männer sich oft zu kleinen, zierlichen Frauen hingezogen fühlten, kleine Männer hingegen zu Frauen, die größer waren als sie. Vielleicht der gegenseitigen Ergänzung wegen. Sie fühlte seinen Blick auf sich ruhen und ließ die

Hüften noch weicher und verführerischer ausschwingen.

Mit ihrer schmalen Taille tänzelte sie wie ein anmutiger Drache zwischen den Glasvitrinen hindurch.

Ein indischer Verkäufer in westlichem Anzug kam ihnen grüßend entgegen. Obwohl der Laden so klein war, erinnerte er in seiner Höhe und Helligkeit an einen leeren Iglu. Nur ganz hinten stand eine gedrungene Vitrine mit Horoskopsteinen – je nach Geburtsmonat sollten sie dem Träger Glück bringen: Halbedelsteine wie gelber Quarz, oder Rubine und Saphire, die allerdings aus Steinmehl hergestellt waren. Aus ihrer Handtasche holte sie einen tropfenförmigen Rubinohrring. Einer der Diamanten an der blattförmigen Fassung fehlte.

»Den kann man ersetzen«, sagte der Inder, nachdem er sich das Stück angesehen hatte. Sie erkundigte sich nach dem Preis, und wie lange es dauern würde. »Frag ihn, ob er auch wertvolle Ringe da hat«, sagte Herr Yi zu ihr. Er hatte in Japan studiert und vermied es, Englisch zu sprechen. Als ranghoher Beamter ließ er andere für sich dolmetschen.

Sie zögerte einen Moment und fragte dann: »Wieso? «

»Wir wollten doch einen Ring zur Erinnerung kaufen «, erwiderte er lächelnd. »Würde dir ein Diamantring gefallen? Es soll aber etwas Gutes sein.«

Wieder zögerte sie und lächelte dabei, als könne sie ihm das nicht abschlagen. »Haben Sie Diamantringe?«, fragte sie leise.“

ailing 

Zhang Ailing (30 september 1920 – 8 september 1995)

 

De Duitse schrijver en vertaler Edzard Schaper werd geboren 30 september 1908 in Ostrowo in de provincie Posen. Na ontslag uit actieve dienst van zijn vader (1920), verhuisde het gezin naar Hannover, waar de jonge Schaper, het Humboldt-Gymnasium en het Conservatorium (piano) bezocht. Vóór het examen in 1925 verliet hij de middelbare school en werd hij assistent-regisseur bij de opera in Stuttgart. Van 1927 tot 1929 woonde hij tijdelijk in Denemarken op het eiland Christiansø. In deze periode verschenen zijn eerste literaire werken. In 1932 emigreerde hij naar Estland en woonde in Reval, waar hij werkte als freelance schrijver en journalist voor het Amerikaanse persbureau United Press. Nadat pogingen om een baan in het Duitse Rijk te krijgen mislukt waren ging hij in 1940 als oorlogs- correspondent vanuit Estland naar Finland en berichtte vanaf daar over de inval van Sovjet-troepen. In september 1944 kreeg Schaper de Finse nationaliteit. In Duitsland was hij ter dood veroordeeld. Kort daarna, nadat Finland en de Sovjet-Unie had een wapenstilstand overeengekomen waren, vluchtte hij naar Zweden. Hier werkte hij o.a als bosarbeider en vertaler. In 1947 verhuisde hij van Zweden naar Zwitserland. In 1951 bekeerde hij zich tot het rooms-katholicisme. In de naoorlogse periode was Schaper een veelgelezen auteur, die ook lezingen gaf en voor radio-en televisie actief was. Tot Schapers literaire werken behoren de romans Der letzte Gast (1927), Die Bekenntnisse des Försters Patrik Doyle (1928), Die sterbende Kirche (1936) en Der Henker (1940; later onder de titel Sie mähten gewappnet die Saaten.

Uit: Die Legende vom vierten König

„Außer Caspar, Melchior und Balthasar war auch ein vierter König aus dem Morgenland aufgebrochen, um dem Stern zu folgen, der ihn zu dem göttlichen Kind führen sollte. Dieser vierte König hieß Coredan. Drei wertvolle rote Edelsteine hatte er zu sich gesteckt und mit den drei anderen Königen einen Treffpunkt vereinbart. Doch Coredans Reittier lahmte unterwegs. Er kam nur langsam voran, und als er bei der hohen Palme eintraf, war er allein. Nur eine kurze Botschaft, in den Stamm des Baumes eingeritzt, sagte ihm, dass die anderen drei ihn in Betlehem erwarten würden. Coredan ritt weiter, ganz in seinen Wunschträumen versunken.

Plötzlich entdeckte er am Wegrand ein Kind, bitterlich weinend und aus mehreren Wunden blutend. Voll Mitleid nahm er das Kind auf sein Pferd und ritt in das Dorf zurück, durch das er zuletzt gekommen war. Er fand eine Frau, die das Kind in Pflege nahm. Aus seinem Gürtel nahm er einen Edelstein und vermachte ihn dem Kind, damit sein Leben gesichert sei. Doch dann ritt er weiter, seinen Freunden nach. Er fragte die Menschen nach dem Weg, denn den Stern hatte er verloren. Eines Tages erblickte er den Stern wieder, eilte ihm nach und wurde von ihm durch eine Stadt geführt. Ein Leichenzug begegnete ihm. Hinter dem Sarg schritt eine verzweifelte Frau mit ihren Kindern. Coredan sah sofort, dass nicht allein die Trauer um den Toten diesen Schmerz hervorrief. Der Mann und Vater wurde zu Grabe getragen. Die Familie war in Schulden geraten, und vom Grabe weg sollten

die Frau und die Kinder als Sklaven verkauft werden. Coredan nahm den zweiten Edelstein aus seinem Gürtel, der eigentlich dem neugeborenen König zugedacht war. „Bezahlt, was ihr schuldig seid, kauft euch Haus und Hof und Land, damit ihr eine Heimat habt!“ Er wendete sein Pferd und wollte dem Stern entgegenreiten – doch dieser war erloschen. Sehnsucht nach dem göttlichen Kind und tiefe Traurigkeit überfielen ihn. War er seiner Berufung untreu geworden? Würde er sein Ziel

nie erreichen?“

 schaper

Edzard Schaper (30 september 1908 – 29 januari 1984)

 

De Duitse schrijver Hermann Sudermann werd geboren op 30 september 1857 in Matz, Oost-Pruisen.

Als zoon van een arme brouwer verdiende hij het geld voor zijn studie van de filologie en geschiedenis in Königsberg (1875) en Berlijn (vanaf 1877) als prive-leraar. In 1882 werd hij redacteur van het »Deutsche Reichsblatt«. Vanaf 1883 werkte hij als een freelancer voor de »Reichsfreund«.. Sinds 1897 woonde hij in het kasteel Blankensee in de Mark Brandenburg dat hij later kocht. Sinds de première van „Die Ehre” (1889) tot ongeveer de eeuwwisseling was hij naast Gerhart Hauptmann de leidende toneelschrijver van het Duitse naturalisme.

Uit: Das Bilderbuch meiner Jugend

„Das Notjahr 1867
Zu jener Zeit stand’s schlimm um meines Vaters Haus. Die Leute wollten sein Braunbier nicht trinken. Es war nicht schlechter als das der anderen Brauereien, aber er ermangelte der Fähigkeit, sich und sein Produkt in Szene zu setzen. Da war sein Konkurrent, Herr Münsterberg aus Werden, schon ein ganz anderer Kerl. Wenn der mit seinen flotten Vatermördern und der prallen, perlengestickten Zigarrentasche von Gasthaus zu Gasthaus fuhr, anpreisend und überredend, dann hätte ich den Wirt sehen mögen, der seinen Lei-stungen widerstand. Und wenn morgens der Werdener Bierwagen, mit Tonnen bergehoch beladen, auf der Chaussee an uns vorüber-fuhr, dann standen wir alle angstvoll hinter der Gardine, und Mama preßte die Hand aufs Herz und ging schweigend nach hinten.
Und dann kam das schwerste aller Jahre – dann kam das Notstands-jahr.
Das war im Sommer 67, da gab es überhaupt keine Sonne mehr. Vom Juni an Tag für Tag nichts wie sickernder, suppender, trom-melnder Regen. Das Erdreich weichte auf, der Roggen reifte nicht, die Erntefelder sahen aus wie Lehmtennen, denn alle Halme lagen und braun und feuchtglänzend am Boden. Und das Schlimmste von allem: die Kartoffeln verfaulten. Was man zu Ende August als genießbar dem Boden entzog, hatte Haselnußgröße und war mit Propfen durchsetzt, die gingen querdurch bis ans andere Ende. Erst gegen Mitte September stellte zugleich mit dem Herbstreif blauer Himmel sich ein – aber da war schon alles verloren. Das hieß Hun-gern, und unter Umständen hieß es Verhungern. Wer hätte in sol-chen Zeiten, in denen jeder Groschen ein Schatz ist, Bier trinken mögen! Darum wurde auch im Sudermannschen Hause Schmalhans Küchenmeister.“

sudermann

Hermann Sudermann (30 september 1857 – 21 november 1928)
Portret door Max Slevogt, 1924

 

De Joods-Roemeens-Frans-Amerikaanse schrijver Eli Wiesel werd geboren op 30 september 1928 in Sighet (nu Sighetu Marmaţiei), Roemenië. ook mijn blog van 30 september 2007 en en ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009.

Uit: Night

„They called him Moishe the Beadle, as if his entire life he had never had a surname. He was the jack-of-all-trades in a Hasidic house of prayer, a shtibl. The Jews of Sighet—the little town in Transylvania where I spent my childhood—were fond of him. He was poor and lived in utter penury. As a rule, our townspeople, while they did help the needy, did not particularly like them. Moishe the Beadle was the exception. He stayed out of people’s way. His presence bothered no one. He had mastered the art of rendering himself insignificant, invisible.
Physically, he was as awkward as a clown. His waiflike shyness made people smile. As for me, I liked his wide, dreamy eyes, gazing off into the distance. He spoke little. He sang, or rather he chanted, and the few snatches I caught here and there spoke of divine suffering, of the Shekhinah in Exile, where, according to Kabbalah, it awaits its redemption linked to that of man.
I met him in 1941. I was almost thirteen and deeply observant. By day I studied Talmud and by night I would run to the synagogue to weep over the destruction of the Temple.
One day I asked my father to find me a master who could guide me in my studies of Kabbalah. “You are too young for that. Maimonides tells us that one must be thirty before venturing into the world of mysticism, a world fraught with peril. First you must study the basic subjects, those you are able to comprehend.”
My father was a cultured man, rather unsentimental. He rarely displayed his feelings, not even within his family, and was more involved with the welfare of others than with that of his own kin. The Jewish community of Sighet held him in highest esteem; his advice on public and even private matters was frequently sought. There were four of us children. Hilda, the eldest; then Bea; I was the third and the only son; Tzipora was the youngest.
My parents ran a store. Hilda and Bea helped with the work. As for me, my place was in the house of study, or so they said.“

wiesel

Eli Wiesel (Sighet, 30 september 1928)

 

De Perzische dichter en soefistisch mysticus Jalal ad-Din Rumi (of Roemi) werd geboren op 30 september 1207 in Balkh. Zie ook mijn blog van 30 september 2007 en ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009.

Uit: Woorden van het Paradijs

Dit is liefde: opwieken naar de hemel
Elk moment een honderdtal sluiers stuk rijten.
Eerst maak je je los van het zelf,
Je eerste stap zet je zonder voeten –
Deze wereld negeren en alleen zien wat U ziet.
Ik zei: `Gelukgewenst, mijn hart
dat je de kring van minnaars hebt betreden,
dat je verder kijkt dan het oog,
dat je het hartenlaantje in rent.’
Waar komt deze adem vandaan, mijn hart?
Waar komt dit bonzen vandaan, mijn hart?
Vogel spreek de taal der vogels,
ik begrijp de geheime betekenis.
Het hart zei: `Ik was in de fabriek
waar het huis van water en klei stond te bakken.
Ik vloog bij de werkplaats vandaan
toen die in het leven werd geroepen.
Toen ik geen weerstand meer kon bieden,
sleepten ze me mee.
Wat moet ik daarover zeggen?’

 

Vertaald door Sipko den Boer


roemi
Roemi (30 september 1207 – 17 december 1273)

 

De Nederlandse (gelegenheids-)dichter, (sport)journalist, televisiepresentator en columnist Henk Spaan werd geboren in Heerhugowaard op 30 september 1948. Zie ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009.

Jordi Cruijff, vergelijkenderwijs

Waarom schilderde Rembrandt Titus?
Gaf hij hem dubbele duurzaamheid
Met die alledaagse attributen
Uit de keukenkast:
Latjes, linnen, olieverf en kwast?

Zijn motief was niet zo alledaags en
Verborgen in de diepste genen van
Alle vaders uit elke tijd
Een zoon tegen de onsterfelijkheid

En de zoon denkt, kijkend
Naar de sterren : ben ik
Alleen gekomen als vervulling
Van mijn vaders dromen?

In het duister van de nacht
Heeft Titus van Rijn het
Vaak genoeg vervloekt
Rembrandts zoon te zijn.

spaan

Henk Spaan (Heerhugowaard, 30 september 1948)
Jordi Cruijff tijdens Euro 1996

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Ferdinand von Saar werd geboren op 30 september 1833 in Wenen. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2006. en mijn blog van 6 oktober 2008.

Uit: Leutnant Burda

„Bei dem Regiment, in welchem ich meine Militärzeit verbracht hatte, befand sich auch ein Leutnant namens Joseph Burda. In Anbetracht seiner Charge erschien er nicht mehr allzu jung; denn er mochte sich bereits den Dreißigern nähern. Dieser Umstand würde schon an und für sich genügt haben, ihm bei seinen unmittelbaren Kameraden, die fast durchweg flaumige Gelbschnäbel waren, ein gewisses Ansehen zu verleihen; aber er besaß noch andere Eigenschaften, die ihn besonders auszeichneten. Denn er war nicht bloß ein sehr tüchtiger, verwendbarer Offizier, er hatte sich auch durch allerlei Lektüre eine Art höherer Bildung erworben, die er sehr vorteilhaft mit feinen, weltmännischen Manieren zu verbinden wußte. Als Vorgesetzter galt er für streng, aber gerecht; Höheren gegenüber trug er eine zwar bescheidene, aber durchaus sichere Haltung zur Schau; im kameradschaftlichen Verkehr zeigte er ein etwas gemessenes und zurückhaltendes Benehmen, war jedoch stets bereit, jedem einzelnen mit Rat und Tat getreulich beizustehen. Niemand wachte strenger als er über den sogenannten Korpsgeist, und in allem, was den Ehrenpunkt betraf, erwies er sich von peinlichster Empfindlichkeit, so zwar, daß er in dieser Hinsicht, ohne auch nur im geringsten Händelsucher zu sein, mehr als einmal in ernste Konflikte geraten war und diese mit dem Säbel in der Faust hatte austragen müssen. Infolgedessen wurde er ein wenig gefürchtet, aber auch um so mehr geachtet, ohne daß er dadurch anmaßend oder hochfahrend geworden wäre, wenn es gleichwohl dazu beitrug, die etwas melancholische Würde seines Wesens zu erhöhen.“

vonsaar

Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)
Wenen: Het oude Burgtheater en de Winterreitschule aan de Michaelerplatz rond 1880

 

De Duitse schrijver, draaiboekauteur en DDR-dissident Jurek Becker werd geboren op 30 september 1937 in Łódź, in Polen. Zie ook mijn blog van 30 september 2008 en ook mijn blog van 30 september 2009.

Uit: Jakob der Lügner

“Willst du mir jetzt nicht sagen, was wir hier machen?”

“Pssst!”

Sie gehen den engen Kellergang entlang, hier kann man schon mit ganzer Sohle auftreten, der vorletzte Keller rechts ist ihrer. Frankfurter schließt das Vorhängeschloss auf, öffnet die Drahttür mit dem eisernen Rahmen, die nicht brennbar ist und darum noch vorhanden. Er geht hinein, sie folgt ihm zögernd, er schließt hinter ihr die durchsichtige Tür, und da sind sie nun.

Frankfurter ist ein vorsichtiger Mann, er sucht sich ein Stück Sacktuch oder einen Sack mit Löchern, den er zerreißt, oder, wenn kein Sack da ist, zieht er die Jacke aus und hängt sie vor die Tür, für alle Fälle. Ich denke mir, dass er für einen Augenblick den Finger auf den Mund legt, die Augen schließt und lauscht, aber nichts ist zu hören. Dann macht er sich an dem kleinen Berg zu schaffen, der eine Ecke des Raumes ausfüllt, ein kleiner Berg von unnützem Zeug, ein Hügelchen aus Erinnerungen.

Damals, als die Benachrichtigungen gekommen sind, haben sie zwei Tage zusammengesessen und überlegt, was sie mitnehmen sollen, bis auf die verbotenen Dinge natürlich. Die Lage war sehr ernst, ohne jeden Zweifel, sie haben nicht erwartet, dass es ein Paradies wird, aber Genaues gewusst hat keiner. Frau Frankfurter hat praktisch gedacht, zu praktisch für ihn, nur an Bettzeug und Geschirr und an Sachen zum Anziehen, aber er wollte sich von vielem, das sie für überflüssig gehalten hat, nicht trennen. Nicht von der Trommel, auf der er in einer überaus gelungenen Aufführung die Ankunft des Thronfolgers von Spanien angekündigt hat, und nicht von den Ballettschuhen Rosas, als sie fünf Jahre alt war, und die heute noch fast ungetragen sind, und nicht von dem Album mit den sorgfältig eingeklebten Rezensionen, in denen sein Name erwähnt und rot unterstrichen ist. Sag mir einen Grund, warum ich mich davon trennen soll, das Leben ist mehr als nur fressen und schlafen. Das Transportproblem? Er hat in aller Eile einen Handwagen gekauft, für irrsinniges Geld, denn über Nacht sind damals die Preise für Handwagen enorm angezogen, und jetzt füllt der kleine Berg eine Ecke des Kellers.“

becker

Jurek Becker (30 september 1937 – 14 maart 1997)

Victor Vroomkoning, Horst Bingel, Ludwig Begley, Heinrich Federer, Maria Dąbrowska, Ferdinand von Saar, Peter Gosse

De Nederlandse dichter Victor Vroomkoning (pseudoniem van Walter van de Laar) werd geboren op 6 oktober 1938 in Boxtel. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2006 en ook mijn blog van 6 oktober 2007 en ook mijn blog van 6 oktober 2008.

 

 

Vakwerk

 

‘Praat me niet van sneeuw en ijs’
sprak mijn meelbestoven vader
terwijl hij witbrood in de rijs-
kast schoof, ‘daar komt maar dooi van’.

Maar toen hij ’s avonds in de maan-
overgoten kerstetalage van zijn tuin
heenkeek over het poedersuikeren
gazon, de borstplaten vijver,
de marsepeinen beelden op hun
sokkels van fondant, knorde hij
voldaan: ‘het kan niet anders
of de Schepper moet een bakker wezen’.

 

 

 

Latijn

 

Hoe het huis wekelijks meeleefde
als hij neerstreek, steeds hetzelfde
ritueel, zongend onderaan de trap,
flarden Latijnse mis, dronken
tenor maar helder alsof hij alleen
beschonken het hoog akkoord kon
halen, klossend naar zijn hemel-
bed, roeden uit hun klemmen wippend,
een wonder dat hij elke keer weer
boven raakte waar de halve nacht
zijn vrouw, onze moeder, waakte
die hem kapittelend ontving
maar spoedig inbond als zijn Latijn
in een onvervalste smartlap over-
ging, ze mee ging neurien met haar
gevallen engel en hij genas
aan haar borst. Dank ik mijn genese
aan zulk een lucide verbond?

 

 

 

 

Transfiguratie

voor Edward Schillebeeckx

Hoe vaak ontwaarde hij niet in de nacht de drie gezellen van de
meester die wat hogerop te bidden lag. Ze sliepen, zagen niet
hoe diens gelaat ging stralen als de zon, als sneeuw zijn kleed
ging glanzen, witter ‘dan een bleker ooit ter wereld maken kan’.

Ontwaakt aanschouwden ze zijn heerlijkheid. Een plotse
wolk vol licht wierp woorden over hen. Ze verstomden,
hij die toekeek niet: herhaaldelijk ging hij die jakobs-
ladder van een Tabor op en af, kwam hij beneden in het wit
als gods heraut van vlees en bloed getuigen van dit droom-
gezicht, de voor hem transparant geworden openbaring gods.

Waakzaam ving hij in de anderen een vonk op van de mens
van Nazareth, van wat zich aan hem blootgaf van gods rijk,
de hemel, of waar hij dat klare uitzicht, dieper inzicht, bleef
vermoeden: ‘waar het visioen ontbreekt, verwildert licht een volk’.

 

Victor Vroomkoning

Victor Vroomkoning (Boxtel, 6 oktober 1938)

 

De Duitse dichter, schrijver, graficus en uitgever Horst Bingel werd geboren in Korbach op 6 oktober 1933. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2008.

 

 

Aufs Rad geflochten

Du hörst das Meer in dir, das alles treibt, die Toten,
eingekrallt, die Mauern, die Häuser, die du
fallen sahst, die Wände, in die Nacht gemalt,
Fenster, die Rahmen noch herausgebrochen,
dich meiden Vögel, Sonne, Menschen, blind, du bist, ein
Stein, die Ohren tief schon im Beton, die Blumen,
jemand reicht sie nach. Was ist das? Die Boten,
aus der Toten Welt, die Erde,
das war es also, du ranntest schneller noch, der Nebel,
dick, du hörst die Schreie stets, tief, unter
deinen Füßen, du hast sie alle doch gehängt, ein
stummes Zucken, fest eingekerbt, in jeder Nacht.
Was wirst du tun? Der Stein im Schuh, es war dein Tisch, an
dem sie saßen, die du zur Bahn gebracht, zum
Viehwaggon, der Wind kennt ihre Namen,
die Kinder stehen auf, du hältst dir jetzt die Ohren zu,
das nicht, der Schornstein, der den Himmel fraß,
wir sehen dich, der Stein, der deinen Namen
trägt, der Spiegel, Scherben, die Erde,
aufgerissen,
du, Vater, Mutter, du hieltst mich an der Hand, ihr habt
gar nichts gesehen, und wir, Schimären gleich,
im Rauch, Gespenster doch, zu Stein gefroren,
ich hab’ in jeder Nacht noch Angst, ich sah nicht weg, die
Henker, die Kapuzen fielen,
ich saß im Keller, im Ohr, die Bomben. Ich hab’ die
Menschen mit dem gelben Stern gesehen.
Sie winkten nicht.

 

bingel

Horst Bingel (6 oktober 1933 – 14 april 2008)

 

De Amerikaanse schrijver Louis Begley werd geboren als Ludwig Beglejter op 6 oktober 1933 in Stryj (toen Polen, tegenwoordig Oekraïne). Zie ook mijn blog van 6 oktober 2008.

Uit: About Schmidt

 

Schmidt’s wife had not been dead more than six months when his only child, Charlotte, told him she had decided to get married. He was finishing breakfast at the kitchen table. The “Metropolitan” section of the Times was in his left hand; as on every Saturday, he had been poring over the mutual fund quotation table to check the prices of two investments, one in small capitalization companies and the other in international equities, both of which he had bought on his own initiative, out of conviction, and had come to regard, irrationally, because the rest of his money was managed with reasonable success by a professional whom he left quite alone, also out of conviction, as the weather vane of his financial standing. The small capitalization fund was down, by ten cents. He thought that made it a loss of about fifty cents for the week. The international stocks were down too. He put aside the paper, looked at his daughter, so tall and, it seemed to him, painfully desirable in her sweat-soaked running clothes, said I am very happy for you, when will it be? and began to cry. He had not cried since the afternoon when the specialist confirmed the advice he had previously given to him over the telephone: Don’t think of an operation, why mutilate Mary, it won’t give her even one good year, we’ll keep her as comfortable as possible. Meanwhile, you two try to have a good time. He held Mary’s hand until they were out in the street.

The morning sunlight was blinding. He put Mary into a taxi–ordinarily, she would have walked home, but he saw that she was shaken, almost disoriented–caught one himself, proceeded to the office, told his secretary he didn’t want to be disturbed, shut the door, called David Kendall, the family doctor who was also their friend, heard that he and the specialist had discussed the advice before it was given, and, lying facedown on the couch, wept like a boy, the parade of his life with Mary passing on the screen of his burning eyelids like some refurbished newsreel.”

 

louis_begley

Louis Begley (Stryj, 6 oktober 1933)

 

De Zwitserse schrijver en priester Heinrich Federer werd geboren op 6 oktober 1866 in Brienz. Na het gymnasium studeerde hij theologie in Eichstätt (1888), Luzern (1888-90) en Freiburg im Üechtland (1890-92). Na zijn studie werd hij kapelaan in Jonschwil. Om gezondheidsredenenen werd hij in 1900 redacteur bij de katholieke Neue Zürcher Nachrichten tot hij deze wegens vermeende homosexuele handelingen met een pupil moest opgeven. Literair brak hij door in 1911 met de Lachweiler Geschichten.

 

Uit: Unter südlichen Sonnen und Menschen

 

„An einem späten Nachmittag spazierte ich glückselig durch das alte, geduldige Rom. Denn es war just am Vorabend von Weihnachten und viele Jahre vor dem großen Krieg. Damals lag Rom noch so wundervoll braun mit einem Stich ins Graugrüne da, wie nur die Legende oder ein durch alle Feuer gehärteter und gewitzigter Held braun und erdenfest aussieht. Und Rom atmete noch jene unendliche Gelassenheit, durch die es sich von allen wichtigen Städten der Welt unterschied und die so ergreifend auf diejenigen wirkt, die seine Geschichte kennen.

Gerade war ich vom Aventin gestiegen, von wo aus ich die Urbs am liebsten betrachte. Ach, mit welch großartigem Phlegma lagerte die Stadt an den Schlingen des Tibers und ertrug die Axthiebe von fast drei Jahrtausenden, ohne merklich zu zittern oder ihre Gebärde zu ändern. Wie merkte ich ihr noch die Beharrlichkeit des antiken Senats, das überlegene Zaudern des Fabius und den Stolz des Pompeius an. Noch mehr, ich spürte die Geduld ihrer dreihundert Katakombenjahre, ihr dutzendmaliges Bücken vor einer Tagesgröße und ihr dutzendmaliges Über-die-Leiche-Wegschreiten, das unverwüstliche Wartenkönnen der Päpste, das Umworbensein und Körbeausteilen und das Genughaben an sich und an seiner schönen Langeweile.

Durch dieses alte Rom also spazierte ich in einer milden Nachmittagsluft und in jener weichen Stimmung, die uns Nordländer um die Zeit der Krippe ergreift. Ich sah hinter der Piazza del Popolo ein paar magere Tännchen, bei den Buden der Via Rossa etliche Jesulein aus Wachs im Stroh und in wenigen altbürgerlichen Bäckereien, besonders bei meinem Freund Niccolo Maggiolini, dem ich zur Verlobung seiner Agata oder Lea, ich wußte noch immer nicht, welcher es galt, – ich sah, sage ich, einige Teigwarenkindlein mit rotem Zucker als Heiligenschein und ebensolchen Augen und Lippen aus rotem Zuckergußfaden. Diese Figürchen predigten durch die schwitzenden Fenster, so lebkuchensüß ihre Glieder auch waren, mit einer strengen, herrischen Miene, etwa wie kleine Catone oder Cäsaren, und ich dachte bei mir, es sei doch gut, daß das erstaunliche Kind Mariens nicht auf dem harten Kapitol, sondern im ölbaumumrauschten Bethlehem bei gefühlvollen Hirten zur Welt gekommen sei. In Rom hätte man es in Stein gebettet und versteinern lassen.“

 

Federer

Heinrich Federer (6 oktober 1866 – 29 april 1928)

 

De Poolse schrijfster Maria Dąbrowska werd geboren op 6 oktober 1889 in Russów bij Kalisz. Zij stamde uit een familie van verarmde landadel. Ze was zowel in politiek als in literatuur geïnteresseerd en zette zich in voor mensen die het slecht hadden. Zij studeerde natuurwetenschappen, sociologie en filosofie in Lausanne en Brussel en woonde vanaf 1917 in Warschau. Vanaf 1927  keerder zij zich steeds vaker tegen de schending van de mensenrechten in Polen. Tijdens WO II werkte zij voor het verzet. Naast haar dagboeken schreef zij romans, theaterstukken en krantenartikelen.

 

Uit: Tagebücher. 1914-1965.

 

„8.10.1918. Dienstag

Ungewöhnliche Dinge geschehen, und Worte haben zu wenig Kraft, die Größe des Augenblicks auszudrücken. Vorgestern die Nachrichten von der Note Deutschlands und Österreichs an Wilson. Gestern die Nachricht von der Aufhebung der Okkupation. Heute Janusz Radziwiłłs Depesche von der Freilassung Pilsudskis. Und abends die Bekanntmachung des Staatsrates, daß endlich ein Vereintes und Unabhängiges Polen entsteht. Die Bekanntmachung löst den Sejm auf und beruft eine verfassunggebende Nationalversammlung. In Deutschland ein zur Hälfte sozialistisches Kabinett, die Revision der Brester Verträge wird geplant. Das sind so riesenhafte Dinge, daß die Leute nicht zu reagieren wagen. Eine große Stille macht sich unter den Menschen breit. Denn jedes Wort, das man sagt, wird, muß jetzt das Gewicht einer Tat haben und jede Tat das eines Umsturzes.

Ein Vereintes Polen.“

 

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Maria Dąbrowska  (6 oktober 1889 – 19 mei  1965)

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Ferdinand von Saar werd geboren op 30 september 1833 in Wenen. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2006 en ook mijn blog van 6 oktober 2008.

 

 

Herbst

 

Der du die Wälder färbst,
Sonniger, milder Herbst,
Schöner als Rosenblüh’n
Dünkt mir dein sanftes Glüh’n.

 

Nimmermehr Sturm und Drang,
Nimmermehr Sehnsuchtsklang;
Leise nur athmest du
Tiefer Erfüllung Ruh’.

 

Aber vernehmbar auch
Klaget ein scheuer Hauch,
Der durch die Blätter weht:
Daß es zu Ende geht.

 

 

 

Stadtsommer

 

Funkelnd über den Dächern
Liegt der heiße Strahl;
Ach, kein Lüften, kein Fächern
Lindert die sengende Qual.

 

Stumm in der Häuser Schatten
Gehen die Menschen hin;
Von Wäldern und grünen Matten
Träumt ihr lechzender Sinn.

 

Leiser rollen die Wagen,
Plätschert der Brunnen Fluth;
In solchen schlummernden Tagen
Selbst die Liebe ruht.

 

Einsam im weiten Raume
Schlummerst auch du, mein Herz,
Und leis’ nur wie im Traume
Durchzuckt dich der Sehnsucht Schmerz.

 

Von Saar

Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)

 

 Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 6 oktober 2008.

 

De Duitse dichter, schrijver en essayist Peter Gosse werd geboren in Leipzig op 6 oktober 1938.

Ferdinand von Saar, Nachoem Wijnberg, Saskia Noort, Tim Krabbé, Samuel Beckett, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Seamus Heaney, Stephan Hermlin, Orhan Veli

Alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 

 

rembrandt
De opstanding van Jezus, Rembrandt, 1635/39,
Alte Pinakothek, München

 

 

Fröhliche Ostern

 

Ja, der Winter ging zur Neige,

holder Frühling kommt herbei,

Lieblich schwanken Birkenzweige,

und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen

bei der Glocken Feierklang,

und auf oft betretnen Bahnen

nimmt der Umzug seinen Gang.

 

Nach dem dumpfen Grabchorale

tönt das Auferstehungslied,

und empor im Himmelsstrahle schwebt er,

der am Kreuz verschied.

 

So zum schönsten der Symbole

wird das frohe Osterfest,

daß der Mensch sich Glauben hole,

wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

 

Jedes Herz, das Leid getroffen,

fühlt von Anfang sich durchweht,

daß sein Sehnen und sein Hoffen

immer wieder aufersteht.

 

 

 

ferdinand_von_saar

Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Nachoem Mesoelam Wijnberg werd geboren in Amsterdam op 13 april 1961. Zie ook mijn blog van 13 april 2008. en ook mijn blog van 10 april 2009.

 

 

Krokussen, hyacinten

 

De groep meisjes, wedijverend

zacht rijk haar, uitgeleide

van de afgezant (aan haar terugkeer te denken

is misselijk-makend):

 

Een enkele adem parfum

om haar enkels en hals. Ver weg

brengt de bruidegom zijn

gezicht in de adem.

 

 

 

SU DONGPO

Een gedicht moet over iets gaan; anders kan iemand niet zeggen
of het gedicht overbodig is als hij kan zijn waar het gedicht over gaat.

Wat hij kan zeggen, wat in zijn hart is: een gedicht als het een groter is dan het ander,
teleurgesteld als het geen goed gedicht is.

Een ander kan de woorden die te groot en te klein zijn
vergeten als ballen die hij kort na elkaar hoog in de lucht gegooid heeft,

maar neem hem zijn gedichten af en wat houdt hij over?
Hij wil nog meer gedichten schrijven, genoeg om de halve wereld te vullen.

 

Wijnberg_2

Nachoem Wijnberg (Amsterdam, 13 april 1961)

 

 

De Nederlandse schrijfster, freelance journaliste en columniste Saskia Noort werd geboren in Bergen op 13 april 1967. Zie ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: De Verbouwing

 

Ik weet niet wat erger is. Alleen eten in een restaurant vol stellen, of samen maar dan stilzwijgend. Vroeger keek ik vol afgrijzen naar ze. Een man en een vrouw die elkaar niets meer te vertellen hadden. Hoe ze zich, de ogen van elkaar afgewend, door de maaltijd heen werkten, met de fles wijn als reddingsboei. Dat aura van verveling en wanhoop. Twee mensen gevangen in traditie, comfort en rituelen. Waarom zouden ze nog bij elkaar zitten, als de liefde en de interesse voor elkaar zo overduidelijk waren verdwenen?  Ik kon ze er uitpikken, de uitgeblusten. Ik zag de dodelijke, geërgerde blikken, het ontwijken van iedere aanraking, ik hoorde ze spreken over elkaar in de derde persoon, het in de rede vallen en publiekelijk vernederen. Daar ben ik trots op, dat ik de pijn en verlangens van andere mensen feilloos herken. Ik zie ze hunkeren, lijden en stralen. Hun onzekerheid  en geheimen zijn niet afgeschermd voor mij, hoezeer ze ook hun best doen. Ik weet het, vaak eerder da
n ze het zelf weten.
En nu zit ik hier, in het restaurant waar we wekelijks zitten, en ontwijk ik de blikken van mijn zoon Tom en mijn man Rogier.

 

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Saskia Noort (Bergen, 13 april 1967)

 

 

De Nederlands schrijver en schaker Tim Krabbé werd geboren in Amsterdam op 13 april 1943.  Hij voltooide in 1960 de HBS-B aan het Spinoza Lyceum in Amsterdam en studeerde enige tijd psychologie aan de Universiteit van Amsterdam. Krabbé was aanvankelijk vooral actief als journalist (onder andere voor Vrij Nederland). Na enige inspanningen werd hij redacteur van het studentenweekblad Propria Cures, waarvan hij ook al gastredacteur was geweest. Al snel werd hij schrijver van beroep. Sinds 1967 leeft hij van de pen. In dat jaar debuteerde hij met De werkelijke moord op Kitty Duisenberg. Zijn romans zijn in zestien talen vertaald. Vier boeken zijn verfilmd. Zijn grootste succes is Het Gouden Ei, dat handelt over de zoektocht van een man naar het lot van zijn vriendin die spoorloos verdwijnt bij een Frans benzinestation. Het boek werd verfilmd door George Sluizer. Spoorloos, naar Het gouden ei won het Gouden Kalf 1988 voor de beste Nederlandse film.  Krabbé’ schrijft poëzie, romans, novellen, korte verhalen, columns, essays en biografieën. Van 1967 tot 1972 behoorde hij tot de beste twintig schakers van Nederland. Hij heeft een aantal schaakproblemen geanalyseerd en studies daarover gepubliceerd.

 

Uit:  Het gouden ei

„Als ze mochten blijven zouden ze morgenochtend zo vroeg mogelijk weggaan. ‘Jawel, dat zal wel gaan,’ zei Lemorne. Hij ging in zijn auto zitten en dacht na. Door de voorruit keken de jongens hem met nog niet helemaal durvende glimlachen aan. Lemorne pakte het pistool uit het dashboardkastje en stapte uit. Hij koos een van de jongens als eerste, en schoot hem dood. Hij had de ander ook onmiddellijk dood willen schieten, maar de langzame manier waarop de onderlip van die jongen van zijn snorretje vandaan zakte sloeg hem met stomheid, en het duurde een paar seconden voordat hij weer schoot. Hij laadde de lichamen in zijn auto en brak de tent af. Hij vervloekte die jongens dat hij nu al hun haringen weer uit de grond moest trekken.“

 

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Tim Krabbé (Amsterdam, 13 april 1943)

 

 

De Ierse (toneel)schrijver en dichter Samuel Barclay Beckett werd geboren in Foxrock, Dublin op 13 april 1906. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en mijn Blog van 13 april 2006 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: Texts For Nothing

 

Where would I go, if I could go, who would I be, if I could be, what would I say, if I had a voice, who says this, saying it’s me? Answer simply, someone answer simply. It’s the same old stranger as ever, for whom alone accusative I exist, in the pit of my inexistence, of his, of ours, there’s a simple answer. It’s not with thinking he’ll find me, but what is he to do, living and bewildered, yes, living, say what he may. Forget me, know me not, yes, that would be the wisest, none better able than he. Why this sudden affability after such desertion, it’s easy to understand, that’s what he says, but he doesn’t understand. I’m not in his head, nowhere in his old body, and yet I’m there, for him I’m there, with him, hence all the confusion. That should have been enough for him, to have found me absent, but it’s not, he wants me there, with a form and a world, like him, in spite of him, me who am everything, like him who is nothing. And when he feels me void of existence it’s of his he would have me void, and vice versa, mad, mad, he’s mad. The truth is he’s looking for me to kill me, to have me dead like him, dead like the living. He knows all that, but it’s no help his knowing it, I don’t know it, I know nothing. He protests he doesn’t reason and does nothing but reason, crooked, as if that could improve matters. He thinks words fail him, he thinks because words fail him he’s on his way to my speechlessness, to being speechless with my speechlessness, he would like it to be my fault that words fail him, of course words fail him. He tells his story every five minutes, saying it is not his, there’s cleverness for you. He would like it to be my fault that he has no story, of course he has no story, that’s no reason for trying to foist one on me.”

 

Beckett

Samuel Beckett (13 april 1906 – 22 december 1989)

 

 

De Franse schrijver Jean-Marie Gustave Le Clézio werd geboren op 13 april 1940 in Nice. Zie ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: Ourania

 

Nous avons marché dans les allées du marché aux légumes, elle me tenait par la main. A cause de sa haute stature, elle avançait un peu courbée, une main en avant pour écarter les pans de toile. Nous respirions une odeur puissante de coriandre, de goyave, de piment grillé. Une odeur d’eau noire, qui sortait des caniveaux recouverts de grilles en ciment. Par instant, nous débouchions en plein soleil, au milieu d’un vol de fausses guêpes rouge et noir. C’était enivrant. Nous avons terminé notre reconnaissance par les rues adjacentes à la gare des cars, où les Indiens de Capacuaro vendent leur cargaison de meubles mal équarris en bois de pin encore vert, qui sentent bon. L’esprit du quartier, nous l’avons rencontré sous les traits d’un homme cul-de-jatte, sans âge, qui se faufilait en ramant sur son petit chariot, un fer à repasser dans chaque main, comme dans le film de Buñuel. Je lui ai donné un billet, il m’a fait un clin d’œil. Après midi, nous avons rapporté des sacs de fruits à l’hôtel Peter Pan. Nous nous sommes gorgés de pastèques douces, de mangues, de bananes primitives. Nous avons fait l’amour sur le matelas posé à même le sol, pour éviter le sommier défoncé. Puis nous avons somnolé en regardant la lumière changer sur les rideaux de la fenêtre, au fur et à mesure que les nuages emplissaient le ciel. C’était une façon de faire connaissance avec cette ville, de ressentir ses toits de tuiles et ses rues encombrées d’autos, ses places archaïques et ses grands centres commerciaux. C’était pour ne pas trop se sentir de passage. Pour croire qu’on allait rester, un certain temps, peut-être même longtemps.

 

Clezio

Jean-Marie Gustave Le Clézio (Nice, 13 april 1940)

 

 

De Ierse dichter Seamus Heaney werd op 13 april 1939 te County Derry, Noord-Ierland, geboren. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

 

From The Frontier Of Writing

  

The tightness and the nilness round that space

when the car stops in the road, the troops inspect

its make and number and, as one bends his face

 

towards your window, you catch sight of more

on a hill beyond, eyeing with intent

down cradled guns that hold you under cover

 

and everything is pure interrogation

until a rifle motions and you move

with guarded unconcerned acceleration—

 

a little emptier, a little spent

as always by that quiver in the self,

subjugated, yes, and obedient.

 

So you drive on to the frontier of writing

where it happens again. The guns on tripods;

the sergeant with his on-off mike repeating

 

data about you, waiting for the squawk

of clearance; the marksman training down

out of the sun upon you like a hawk.

 

And suddenly you’re through, arraigned yet freed,

as if you’d passed from behind a waterfall

on the black current of a tarmac road

 

past armor-plated vehicles, out between

the posted soldiers flowing and receding

like tree shadows into the polished windscreen.

 

 

 

Song

  

A rowan like a lipsticked girl.

Between the by-road and the main road

Alder trees at a wet and dripping distance

Stand off among the rushes.

 

There are the mud-flowers of dialect

And the immortelles of perfect pitch

And that moment when the bird sings very close

To the music of what happens.

 

Heany

Seamus Heaney (County Derry, 13 april 1939)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Stephan Hermlin werd als zoon van joodse immigranten geboren op 13 april 1915 in Chemnitz. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: Ein Gruß für Aragon. Zum 60. Geburtstag

 

„Aragons ungeheures Talent hätte für zehn bedeutende Dichter gereicht. Aber dieses Übermaß an Begabung konzentrierte sich gerade in ihm, gleichermaßen verfügte er über den Ausdruck von Zärtlichkeit und Hohn, von Verzweiflung und Zuversicht, er geht im gleichen Augenblick über die Sprache des Alltags und die der höchsten Kunst, er konnte von den Verletzungen aller und seinen eigenen reden, er stellte sich zur Schau und wahrte sein Geheimnis, er trug Masken; er war brillant und dunkel, er war das, was man nicht erwartet hatte, nämlich immer der gleiche, er besaß die schreckliche Kraft der Verführung, auch hielt er Treue der Sache, der er sich vor langer Zeit verschrieben hatte. Eigentlich war es zuviel. Ich kannte viele, die ihn bewunderten. Geliebt haben ihn wahrscheinlich nicht so viele. Liebt man denn, was man nicht sein kann?

 

StephanHermlin

Stephan Hermlin (13 april 1915 – 6 april 1997)

 

 

De Turkse dichter Orhan Veli (eig. Orhan Veli Kanık) werd geboren op 13 april 1914 in Izmir. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

 

Fine Days

 

These fine days have been my ruin.

On this kind of day I resigned

My job in “Pious Foundations.”

On this kind of day I started to smoke

On this kind of day I fell in love

On this kind of day I forgot

To bring home bread and salt

On this kind of day I had a relapse

In my versifying disease.

These fine days have been my ruin.

 

 

 

If only I could set sail

 

How pleasant, oh dear God, how pleasant

To journey on the blue sea

To cast off from shore

Aimless as thought.

 

I would set sail to the wind

And wander from sea to sea

To find myself one morning

In some deserted bay.

 

In a harbor large and clean

A harbor in coral isles

Where in the wake of clouds

A golden summer trails.

 

The languid scent of oleasters

Would fill me there

And the taste of sorrow

Never find that place.

 

Sparrows would nest in the flowered

Eaves of my dream castla

The evenings would unravel with colors

The days pass in pomengrate gardens.

 

Veli

Orhan Veli (13 april 1914 – 14 november 1950)

Zeventig jaar Victor Vroomkoning, Ferdinand von Saar, Peter Gosse, Horst Bingel, Ludwig Begley

De Nederlandse dichter Victor Vroomkoning (pseudoniem van Walter van de Laar) werd geboren op 6 oktober 1938 in Boxtel. Hij is vandaag dus zeventig jaar geworden. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2006 en ook mijn blog van 6 oktober 2007.

 

 

Buddléia

 

Wat weten vlinders van augustus?
De buddléia bloeit, ze nemen het
ervan. Je dochter kan dat eigenlijk
niet aan, zo ijl, zo flinterdun

 

haar jurk. Je bent haar vader maar
kunt kijken als een man. Waar eindigen
haar poten? Hoge zomen vangen wind,
de zomer raakt nu op zijn bangst.

 

Ze fladdert weg, je kijkt haar na zoals
de vriend die laatst iets ongelukkigs
zei toen zij op haar fiets passeerde.

 

Later als het licht de middag heet
en scherp maakt bij de sloot aan gene
zijde jaagt een man bij de buddléia ‘s.

 

 

 

De Belgische Ardennen

 

Heel bemoedigend natuurlijk
al die therapeutische sparren:
de een begrijpt je, een ander
peinst met je mee, een derde
slaat wat takken om je heen
maar allemaal met dat sombere
smoelwerk. Alles druppelt,
druipt, snottert, wasemt, sopt.
Hout dat wil verzoenen, helen,
meeleeft, meewaait, maar vooral
meemiezert. Om de dooie
dood geen bouwvakkerspark waar
iedereen vrolijk luidruchtig
maar wat aanrotzooit. Nee,
hier introverte riviertjes,
survivalinspanninkjes, feedback-
uitspanninkjes. Intellectueel
woud-voertaal beschaafd Hollands-
onder een stolp van eeuwige mist.
En overal creaturen die de door
melancholie bevangen dichter uithangen.

 

 

 

OM DE BEURT

En het geschiedde in de vrije jaren zeventig
dat de Buwalda’s helemaal uit Groningen
ten behoeve van partnerruil met doosje en
apparaat voor onze Gelderse deur verschenen.

Nadat mevrouw zich weldra bloot als een vis
op ons vloerkleed had uitgestrekt, begon meneer
een preekbeurt over het hoe en het wat van het wad
dat hij tegen een vrijgemaakte wand projecteerde.

Terwijl ik aan zijn vrouw zat, raakte de
mijne verstrikt in de netten van de droog-
kloot in geitenwollen sokken en open sandalen.
Eindelijk een vent die van haar af bleef.

Jaren later begreep ik de draagwijdte van zijn
vertoog: soms was het wad, meestal was het
niet. Wij hielden het op den duur niet droog
werden schipbreukelingen zonder compassie.

vroomkoning

Victor Vroomkoning (Boxtel, 6 oktober 1938)

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Ferdinand von Saar werd geboren op 30 september 1833 in Wenen. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2006.

 

 

Alter

 

Das aber ist des Alters Schöne,
Daß es die Saiten reiner stimmt,
Daß es der Lust die grellen Töne,
Dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.

 

Ermessen läßt sich und verstehen
Die eigne mit der fremden Schuld,
Und wie auch rings die Dinge gehen,
Du lernst dich fassen in Geduld.

 

Die Ruhe kommt erfüllten Strebens,
Es schwindet des Verfehlten Pein –
Und also wird der Rest des Lebens
Ein sanftes Rückerinnern sein.

 

 

Der Ziegelschlag

Weit gedehnte, öde Strecken,
schmutziggelbe Wassertümpel,
einsam ragt der Schlot des Ofens
über morsche Bretterschuppen.

Fahle Menschen, wie geknetet
aus dem fahlen Lehm des Bodens,
drin sie wühlen, treiben lautlos
Jahr um Jahr hier ödes Handwerk.

Füllen und entleeren Truhen,
mischen, treten, streichen, schlichten,
so des Backsteins ewig gleiche
Form verdrossen wiederholdend.

Träge ziehn vorbei die Stunden;
aufgelöst in Staub und Hitze
oder rings in Kot zerfließend,
scheint die Welt auch hier zu Ende.

Von_Saar

Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)

 

 

De Duitse dichter, schrijver en essayist Peter Gosse werd geboren in Leipzig op 6 oktober 1938. Gosse rondde een technische studie af in Moskou en werkte eerst als ingenieur. Vanaf 1968 was hij zelfstandig schrijver in de DDR. Sinds 1985 was hij docent poëzie aan het Literaturinstitut “Johannes R. Becher” in Leipzig. In 1993 kwam hij er in de directie. Sinds 2008 is hij waarnemend president van de Sächsischen Akademie der Künste.

 

 

Das Verhältnis

So schön Du bist – Du bist mirs nicht auf Dauer,
sag ich zu ihr, die neben mir liegt nackt
und sich statt nackt nun platt entblößt fühlt. Fakt,
sag ich, ist Fakt: je länger desto lauer.

Nicht daß mich, was ich red, nicht irritierte.
Ich will ihr Gutes, doch was ist das: gut?
Sie griff schon unters Sofa nach dem Hut.
Nun quält uns zart das Frösteln der Begierde.

Mein Kaltsinn ists, der ihrer Glieder Beben
anfeuert, dann ersäuft in Glück. (Verfiel
ich ihr kurzatmig-innig, wie sie will –
der Wollust tiernes Ganz verfiel, das Leben.)

Sie will beherrscht sein, ich will herrschen. – Wüst.
Lust ist, weil Zwistes Tränensalz uns süßt.

 

gosse

Peter Gosse (Leipzig op 6 oktober 1938)

 

De Duitse dichter, schrijver, graficus en uitgever Horst Bingel werd geboren in Korbach op 6 oktober 1933. Na een opleiding tot boekhandelaar studeerde hij schilderkunst en beeldhouwkunst. Van 1957 tot 1969 was hij als redacteur en uitgever betrokken bij het blad „Streit-Zeit-Schrift“. In 1965 richtte hij het Frankfurter Forum für Literatur op. Bingel was uitgever van verschillende bloemlezingen en organiseerde talloze schrijversbijeenkomsten. Van 1983 tot 1985 was hij stadsschrijver van Offenbach am Main. „Das Fragegedicht“ ontstond in 1964 tijdens de Auschwitz processen en verscheen  januari 1965 in de Frankfurter Allgemeine Zeitung. Het gedicht was wekenlang onderwerp van een controverse in de lezersbrieven.

 

 

Fragegedicht

(Wir suchen Hitler)

 

Hitler war nicht in Deutschland

niemals

haben sie wirklich herrn Hitler gesehen

Hitler ist eine erfindung

 

man wollte uns

wie damals

die schuld

Hitler ist eine erfindung

dekadent

ihre dichter

 

für Hitler

erstmals

den Nobelpreis

für ein kollektiv

Hitler

 

eine deutsche Frau

ist nicht für Hitler

die deutschen frauen

nicht

sie tun es

die pfarrer

am sonntag frühmorgens

niemand hat Hitler gesehen

 

niemand hat Hitler gesehen

Hitler ist ein gedicht

nur an gedichten

sterben sie nicht

 

in blauen Augen

wird Hitler

kein unheil anrichten

wer hat gesagt

die Juden die Deutschen die Polen

gibt es nicht

 

Hitler ist eine erfindung

der bösen der guten der bösen

wer so etwas

wir aber werden

verzeihen

poesie

das hebt

heraus

Hitler ist keine nationaldichtung

wir waren schon immer

verderbt

durch fremdländisches

 

Hitler ist

internationale poesie

Goethe hat es

geahnt

Goethe unser

 

Hitler hat inspiriert

autobahnen

briefmarken

wir haben Hitler

umgesetzt

wirtschaftlich autark

nichts wurde fortan

unmöglich

 

Hitler

unsere stärke

war

fremdländisches

umzusetzen

umzusetzen

wir haben Hitler

assimiliert geschluckt

Hitler

ich

du

Hitler

ohne ende ohne

kein ende

ich

du

wir fragen nach

Hitler

 

Hitler

wir

Hitler

aber wir fragen

 

 

Bingel

Horst Bingel (6 oktober 1933 – 14 april 2008)

 

De Amerikaanse schrijver Louis Begley werd geboren als Ludwig Beglejter op 6 oktober 1933 in Stryj (toen Polen, tegenwoordig Oekraïne). Tijdens WO II werd zijn vader gedwongen dienst te nemen in het Russische leger. Louis vluchtte met zijn moeder naar Warschau om aan het ghetto te ontsnappen. In de herfst van 1945 verliet de familie, inmiddels weer herenigd, Polen, en emigreerde via Parijs naar de VS. Begley studeerde aan de Harvard University rechten. John Updike was een van zijn jaargenoten bij het vak Engelse literatuur, dat hij daarnaast ook nog als studie had gekozen. Zijn debuutroman Wartime Lies beschrijft
de gebeurtenissen tijdens de holocaust in Polen. Latere romans spelen in de Amerikaanse upper class. Zijn boek Schmidt werd met Jack Nicholson in de hoofdrol verfilmd. (About Schmidt)

 

Uit: Matters of Honor

 

„This is my first memory of Henry: I stand at the door of one of the three bedrooms of the ground floor suite in the college dormitory to which I have been assigned. At the open window, with his back to me, a tall, slender, red-haired boy is leaning out and waving to someone. He has heard my footsteps, turns, and beckons to me saying, Take a look, a beautiful girl is blowing kisses to me. I’ve never seen her before. She must be mad.

I went to the window. Not more than ten feet away, a girl standing on the grass was indeed blowing kisses and waving her hand in the direction of our window. Between kisses, she grinned, her mouth made to seem very large by a thick layer of red lipstick. She wore a suit of beige tweed, dark green stockings, and a Tyrolean hat with a little pheasant feather. A couple of paces away from her I saw a middle-aged woman, in darker tweeds and a brown fedora. Something about her—the hat? an air of haughty distinction?—made me think of Ingrid Bergman in Casablanca, about to board the plane for Lisbon. I assumed, partly on account of their similar dress, that she was the girl’s mother.

Several undergraduates had stopped on the path leading diagonally to the far corner of the Widener and were gawking at the scene. Neither the daughter’s antics nor the audience they had attracted seemed to disturb the mother. But after a few more minutes she said something in a voice too low for us to hear, and the girl, having blown one more kiss, threw up her arms in theatrical despair. They strolled away.

I’m in love, sighed the red-haired boy. I want to throw myself at her feet.

Why don’t you? I replied, only half kidding. It’s not too late. Climb out the window right now and you won’t even have to run to catch them.

Oh no, he wailed, I can’t. Why did this have to happen today, when I’m not prepared?

As there wasn’t a trace of irony in his voice or expression, I should have let the subject drop. Instead, I told him that, while a formal declaration might be premature, no harm could come of his proposing a cup of coffee in the Square.

He shook his head bitterly. I don’t dare, he said. Don’t you see how splendid she is? Penthesilea in tweeds! None but the son of Peleus could tame her. I am unworthy even of her scorn.

His face was a mask of discouragement.

I suppose that I shrugged. That or perhaps the expression on my face must have told him that I thought he had gone overboard. He recomposed his face into a bland smile and said, I suppose you are one of my roommates. I’m Henry White . . . from New York.”

 

begley

Louis Begley (Stryj, 6 oktober 1933)

Victor Vroomkoning, Ferdinand von Saar

De Nederlandse dichter Victor Vroomkoning (pseudoniem van Walter van de Laar) werd geboren op 6 oktober 1938 in Boxtel. Zie ook mijn blog van 6 oktober 2006.

 

Vuiniszakken

Zoals ze daar ’s morgens
op de stoep tegen elkaar aan
geleund warmte zoekend
in hun plastic jassen
staan te wachten, grijs,
vormeloos, vol afgedankt
leven, tegelijk broos
en weerloos. Je zou ze
weer naar binnen willen
halen, je ouders
wachtend op de bus

 

 

Bedijvigheid

Ik heb veel meegemaakt.

Vanaf mijn eerste dag

zocht ik mijn ouders

in mijn ouders tot hun

oogopslag vanmorgen.

Ook leefde ik veel levens

tussen vrouw en kinderen,

kreeg steeds kennis aan

de vrienden die ik had.

Onderwijl bereisde ik

de halve wereld in mijn

land, verhuisde aldoor in

mijn stad en zwierf door

de vier tuinen van mijn

tuin. Ik keek mijn ogen

uit naar het weekdier

in mijn dagelijkse bad,

herlas mijn twintig boeken

twintig maal, herschreef

mijn honderd verzen

onophoudelijk en had lief

alsof ik nooit had liefgehad.

 

 

Model

Laat mij hem uittekenen.
Hij zet de ezel op, beveelt mij
in de pose die hem lokt, zwijgend
moet ik nijgen, de stilte voor de vorm.

 

Het duurt wel even voordat iets
in hem beweegt. Kijk zijn mond
kieren, zie zijn tong week en vol
het lippenvlees toucheren.

 

Zijn adem rijst, uit zijn middel
zwelt de zucht, zijn hand aan het
penseel. Is hij met me klaar

 

geen veeg, geen fractie verf.
Het doek is leeg op het gebroken
wit na, dat ik uit hem heb geknepen.

 

victorvroomkoning

Victor Vroomkoning (Boxtel, 6 oktober 1938)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 6 oktober 2006.

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Ferdinand von Saar werd geboren op 30 september 1833 in Wenen.

Victor Vroomkoning en Ferdinand von Saar

De Nederlandse dichter Victor Vroomkoning (pseudoniem van Walter van de Laar) werd geboren op 6 oktober 1938 in Boxtel. Zijn vader had een brood- en banketzaak. Vroomkoming studeerde Nederlandse taal- en letterkunde en filosofie aan de Katholieke Universiteit Nijmegen. Hij was lange tijd werkzaam in het onderwijs. Vroomkonings werk werd regelmatig onderscheiden. Zo won hij in 1983 de Pablo Nerudaprijs en in 2006 de Karel de Grote-prijs van de stad Nijmegen. Dat jaar ook won hij met zijn bundel Stapelen de Publieksprijs voor de beste gedichtenbundel van 2005. Verder zijn gedichten van hem opgenomen in verschillende bloemlezingen. Vroomkoning is de komende twee jaar stadsdichter van Nijmegen.(Zie ook het blog van 3 september)

Werk o.a.:  De Laatste dingen (1983), Echo van een echo (1990), Oud zeer (1993), Bij verstek (2002), Stapelen (2005).

UUR U

Vader en ik, wij zijn de luidkeelse
zwijgers. Ik hoef maar moeder
te fluisteren, of daar gaan we
met zestig minuten oorverdovende
stilte. Hij was al een man van halve
woorden, maar sinds haar dood
hoeft niets meer uitgesproken.

Af en toe hoor je hem slikken,
glinstert er iets aan zijn ogen
maar zijn gezicht een masker van
papier-maché, een bedje ijskoude
asperges zijn biddende vingers.

Achter hem trouwt hij haar,
zijn vingers in de hare, zijn kop
lachend naar haar toegenegen.

 

De herfst

heeft weer flink uitgepakt:
de bruinrode loper uit, eikels
voor de pijp, kastanjes voor
het vuur, paddestoelen om tot
sprookjes in te keren. De zon
weerlicht aan de grond, ritselt
tussen afgeleefd blad en overal
het wuiven en zwaaien, depressies
binnen en buiten. Alles trekt
zich terug, de takken in hun
boom, de bomen in hun wortels,
de mens in zijn dromen. Wisseling
van jas, sjaal wordt das,
rooksignalen van overlevenden.

UIT RIJDEN

Hier is je sleutel, rinkelt hij.

Hij zal ervan lusten.

Onderweg, beide handen aan het stuur,

ben ik weerloos onder zijn vingeren.

Geen mens die onder de ijlte

van mijn stof zijn geile spin

vermoedt tot in de kilte van mijn grot.

Ik zoek de boom

waarmee ik hem de dood insla.

 

(Onder pseudoniem Stella Napels)

 

Vroomkoning

Victor Vroomkoning (Boxtel, 6 oktober 1938)

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Ferdinand von Saar werd geboren op 30 september 1833 in Wenen. Hij stamde uit een in de adelstand verheven ambtenarenfamilie. Hij bezocht in Wenen o.a. het gymnasium en nam in 1849 dienst in het leger. In 1854 werd hij luitenant. In 1871 beëindigde hij zijn officiersloopbaan. Hoge schulden uit zijn diensttijd leidden echter in de daaropvolgende jaren tot verschillende gevangenisstraffen. In 1871 werd hij door adellijke beschermvrouwen van de ergste nood verlost. In 1877 zorgde de publicatie van zijn Nove
llen aus Österreich
voor literaire erkenning. Zijn grootste succes werden de Wiener Elegien in 1893. De laatste jaren van zijn leven werd hij geplaagd door ziekte en zware depressies. Nadat aan zijn huwelijk al in 1884 door de zeldmoord van zijn vrouw een tragisch einde was gekomen maakte von Saar zelf in 1906 ook zelf een einde aan zijn leven.

 

Wiener Elegien

 

1.

 Also seh’ ich dich wieder, du schimmernde Stadt an der Donau,
Die ich seit Jahren bereits nur mehr im Fluge gestreift!
Traut umfing mich ein ländliches Heim, es heischte die Muse
Ernsteste Sammlung – und so hielt ich mich selber verbannt.
Jetzt, am Abend des Lebens, nach fast vollendetem Tagwerk,
Treibt Erinnrung mich, treibt mich die Sehnsucht zurück.
Freilich bist du nicht mehr, die du warst! Es gingen die Zeiten
Mit veränderndem Lauf über dein Weichbild dahin.
Altes, Gewohntes versank, daran mir die Seele gehangen,
Und ein Fremdling längst bin ich dem neuen Geschlecht.
Aber es weht noch die Luft herüber vom Kahlengebirge,
Die ich geatmet als Kind, die mich zum Manne gereift;
Noch zu gewahren dem Aug’ sind Reste entschwundener Tage,
Still wehmütig erfreun sie des Elegikers Herz.
Und so sei mir gegrüßt! Für immer nun bleib’ ich der Deine,
Ob du auch nie mich vermißt, hältst du mich liebend doch fest.
Singen will ich ein Lied dir noch als treuster der Söhne –
Und wo die Wiege mir stand, find’ ich zuletzt auch ein Grab!

 

VonSaar

Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)