Dolce far niente, Cicero, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott

Dolce far niente

“Cicero veroordeelt Catilina”. Fresco door Cesare Maccari, 1888

 

Uit: Tegen Catilina

“Catilina, hoe lang nog, in ’s hemelsnaam, ga je ons geduld misbruiken? Hoe lang nog gaat jouw razernij ons ontwijken? Hoe lang nog zal die ongebrijdelde durf van jou zich opwerpen? Heeft de nachtelijke bezetting van de Palatijn je niets gedaan, noch de wachtposten van de stad, noch de vrees van het volk, noch de samenkomst van alle republikeinen, noch de superversterkte plaats om de senaatszitting te houden, noch de gelaatsuitdrukking van dezen? Merk je niet dat je plannen uitgelekt zijn? Zie je niet dat jouw samenzwering reeds volledig lam ligt door de kennis van al dezen hier? Wie van ons, denk je, weet niet wat je vorige nacht en die daarvoor gedaan hebt, waar je was, wie je bijeengeroepen hebt, welk plan je beraamd hebt?

O tijden! O zeden! De senaat weet het, de consul ziet het; toch leeft hij. Leeft hij? Wat zeg ik? Hij komt zelfs naar de senaat, participeert aan de staatsbeslissingen, merkt en duidt eenieder van ons met zijn ogen ten dode. Wij echter, sterke mannen, hebben de indruk voldoende te doen voor de republiek als we zijn waanzin en zijn moordtuig vermijden. Het moest al lang dat jij, Catilina, op bevel van de consul tot de dood zou worden geleid en dat de pest, die jij al lang tegen ons allen beraamt, op jouw hoofd zou neerkomen.

Is het niet zo dat de zeer achtenswaardige man, Publius Scipio, de hoogste hogepriester, als ambteloos burger, Tiberius Gracchus heeft laten vermoorden, en dat deze slechts in geringe mate de republiek heeft doen wankelen; zullen wij, consuls, Catilina dulden, die heel de wereld verlangt te verwoesten door moord en brand? En dan ga ik nog voorbij aan al te oude precedenten, hoe Caius Servilius Ahala Spurius Maelius, die ijverde voor hervormingen, met zijn eigen handen heeft vermoord. Er was, er was ooit in deze republiek die deugd dat dappere mannen een verderfelijk burger met strengere straffen beteugelden dan de vreselijkste vijand. We hebben een hard en streng senaatsbesluit tegen jou, Catilina; het ontbreekt de republiek niet aan beleid, noch aan gezag van deze orde; ik zeg openlijk dat wij, consuls, dat wij in gebreke blijven.”

Cicero (3 januari 106 v. Chr. – 7 december 43 v. Chr.)

 

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

Uit: Das Geschenk

Geld, hatte d’Amato gesagt, ist nur zu einem gut, daß man es von einem Zug aus Fremden zuwirft. Was ganz das war, was Chuck dachte. Es ging weiter. Es hörte nicht auf. Nichts hörte auf, nicht plötzlich. Es gab immer eine Chance zu reagieren, und noch eine. Er kannte das. Und keinem erzählte er es lieber als seinem Sohn. Wichtiger als Geld war die Ruhe dessen, der keines hat. Sein Sohn suchte gerade den Tisch nach einem Wurfgeschoß ab, um die Fliege zu treffen, die eine undichte Stelle in der Fensterscheibe vermutete und sie deshalb inimmer neuen Attacken danach absuchte, bevor sie aufgab und zur Decke hinauf abdrehte. Die angebrochene Tafel Schokolade, die herumlag, interessierte ihn nicht, nur das Stanniolpapier, von dem er eine Ecke abriß und,ein Auge immer der Flugbahn der Fliege folgend, zu einem Kügelchen zusammenrollte. Geld verdirbt einem die Armut, sagte Chuck, und meinte es so. Es muß etwas bleiben, was man nicht hat, und nicht leicht bekommen kann, nicht zu seinen Bedingungen. Geld kostet was. Geld hat Hunger. Es ist eine Bestie. Es frißt dich auf. Es frißt, was es kriegt, deinen Verstand, dein Herz, deine Seele. Was bleibt, ist nichts, nur Angst, nackte Angst. Und was tut ein Mensch, der Angst hat? Er bewaffnet sich. Und mit was? Mit Geld! Er wollte wissen, ob sein Sohn darüber schon einmal nachgedacht habe, über Geld, über das, was Geld will, was es bedeutet, was es einem wert war. Man sagt, daß Geld Sicherheit bedeutet. Kann sein. Fragt sich nur, und ich frage das jetzt dich, wie abgesichert willst du leben? Wie viel Sicherheit ist sicher? Der Junge wirkte bedrückt. Was Geld wert war? Was man, wenn man sie hätte, mit einer Million anfinge, meinte er das? Was war das, ein Verhör? Gab es, vorausgesetzt, man hatte Lust, sich darüber Gedanken zu machen, eine Antwort? Und welchen Sinn hätte sie? Es würde der Antwort, falls er eine hätte, nur die nächste Frage folgen, und noch eine. Oder nicht ? Oder etwa nicht? Nachgedacht, fragte er, warum? Was war damit? Was sollte damit sein? Was gingen ihn die Vor- oder Nachteile einer Sache an, die ihn nichts anging? Und außerdem, sah sein Vater nicht, mit was er beschäftigt war, daß es nur eine Frage der Zeit sein konnte, wann sich die Fliege auf dem Tisch niederlassen würde? Er brachte also besser schon mal seine Munition in Stellung. Warum ? Weil es dein Leben kosten kann, mein Sohn, darum! Soweit er seinen Vater einschätzen konnte, war das seine Art, sich in seine Erziehung einzumischen. Er hatte immer solche Ideen, große Ideen. Und immer war man, wenn man sich darauf einließ, der Dumme. Man ging also besser in Deckung. Was für ein Leben? Deines. Damit niemand kommt und es stiehlt ! Oder kauft! Damit es dir gehört, allein dir, und nicht eines Tages einem anderen, einer Firma, einem Konzern, einer Regierung! Deshalb! Du wirst herausfinden müssen, was das ist, Geld, was dich daran interessiert.“

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

 

De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947. Zie ook alle tags voor Danielle Steel op dit blog.

Uit: Lost and Found

“Madison Allen lived in an old brick firehouse in the West Village in downtown New York, a few blocks east of the Hudson River. The firehouse was a hundred years old. It had been a departure for Maddie, after living on the Upper East Side most of her life. She had raised her three children in a comfortable although not luxurious apartment, in a serious-looking prewar building. Buying the firehouse downtown had been an act of independence for her, and it had become a labor of love. She had bought it fifteen years before, when her youngest child, Milagra, had left for college. Her older two, Deanna and Ben, were twenty and twenty-one when she bought it, and still came home for school holidays. Two years later, they had moved into their own apartments, and never came home to live again after they had graduated.
Deanna moved in an apartment in Chelsea and got a job as an assistant designer for a successful contemporary fashion brand that was popular with young women. She had gone to Parsons School of Design and had real talent. She was fiercely competitive with other designers and single-minded with her love of fashion, always focused on her own success. She was less intellectual than her brother and sister. Ben, her younger brother, had a keen instinct for business and had done well. Milagra, the youngest, had been writing since she was fifteen, and her first novel was published by the time she was nineteen. All three of Maddie’s children were very different from each other, with their interests in design, business, and literature. Unlike her younger siblings, Deanna had a killer instinct.
After graduating from Berkeley, Ben had decided to stay in San Francisco, in the world of start-ups. He swore he’d never come back to New York to live, and he hadn’t. He loved the outdoors, California life, and the high-tech world. He was a kind and loving person, a good husband and father, and caring son, although Maddie seldom saw him, and rarely contacted any of them. She didn’t want to intrude on them now that they were adults, and most of the time waited to hear from them. Sometimes it was a long wait, so she called them. But she held out as long as she could.
Milagra had gone to UCLA, taken postgraduate writing classes at Stanford, and moved to Mendocino in northern California. She needed isolation to write her books, and silence. So Maddie heard from her the least often.
Maddie would have rattled around her old apartment alone, like a marble in a shoebox, if she’d stayed there. When she moved downtown, her children had been shocked, and objected strenuously. They felt awkward in their mother’s new and somewhat unusual home. But she was firm about it and knew it was right for her at the time and they would adjust to it eventually. And as she knew they would, they grew up and left.”

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)
Cover

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg. Zie ook alle tags voor Erwin Strittmatter op dit blog.

Uit: Der Laden

„Der Möbelwagen ist ein Haus auf Rädern; sein Dach ist gewölbt, an seiner Vorderseite, hoch über den Pferden, ein Sitz für vier Kutscher. Es sind Männer mit Bauerngesichtern und Lederschürzen, stämmig, gewaltig, krummbeinig, vom Lastentragen erdwärts gedrückt, und alle sind Sorben vom Lande, die in der Kleinstadt nach Glück fischen.
Die Räder des Möbelwagens sind athletisch. Ihre metallenen Reifen rieben sich an den Landstraßensteinen silberig; auch die Steine werden was von der Reibung gehabt haben, aber unsere Augen sind grob, sie sehen die Reibspuren auf den Straßensteinen nicht.
Vor dem Möbelwagen stehen sechs Belgierpferde, sie stehn in zwei Reihen und haben gespaltene Kruppen. Eine Hirschlaus krabbelt durch das Brusthaar eines Braunschimmels. Vielleicht fürchtet sie sich so wie ich, wenn ich durch eine finstere Waldschlucht muß?
Von den Flanken der Pferde steigt Dunst auf. Der Dunst ist wie mit Nadeln versetzt, und die Nadeln sticheln in meiner Nase.

Ammoniak, sagt die Mutter. Was hilfts? Es stichelt.
Die gelösten Zugstränge liegen über den Rücken der Gäule; sie klirren leise, wenn die Tiere atmen, und sie klirren laut, wenn die Pferde sich schütteln. Die Köpfe der Pferde stecken bis zu den Augen in Futterbeuteln, und die Tiere prusten in den Häcksel, um an die Haferkörner zu kommen. Sogleich nässen die Kutscher das Futter, gießen je einen Schwapp Wasser in die Freßsäcke, und Häcksel und Hafer sind nicht mehr zu trennen. Die Steppe, die Pferdeweide von einst, ist auf einen Raum, der in einem Futtersack Platz hat, zusammengedrängt.
Das schreibst du heute, sagt mein Sohn, aber hast dus damals so gesehen?
Ich habe es damals so gesehen, aber ich sagte es nicht; ich fürchtete mich vor dem Ausgelächter.
Einmal bewirtete mich die Vatermutter, von uns die Amerikanische genannt, mit Milchsuppe, und ich löffelte die Suppe langsam, weil sie einen Beigeschmack hatte.“

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)
Spremberg

 

De Schotse dichter en schrijver Sir Walter Scott werd geboren in Edinburgh op 14 augustus 1771. Zie ook alle tags voor Sir Walter Scott op dit blog.

Uit: Ivanhoe

“And where sleeps Gurth the swineherd?” said the stranger. “Gurth,” replied the bondsman, “sleeps in the cell on your right, as the Jew on that to your left; you serve to keep the child of circumcision separate from the abomination of his tribe. You might have occupied a more honourable place had you accepted of Oswald’ s invitation.” “It is as well as it is,” said the Palmer; “the company, even of a Jew, can hardly spread contamination through an oaken partition.” So saying, he entered the cabin allotted to him, and taking the torch from the domestic’s hand, thanked him, and wished him good-night. Having shut the door of his cell, he placed the torch in a candlestick made of wood, and looked around his sleeping apartment, the furniture of which was of the most simple kind. It consisted of a rude wooden stool, and still ruder hutch or bed-frame, stuffed with clean straw, and accommodated with two or three sheepskins by way of bed-clothes. The Palmer, having extinguished his torch, threw himself, without taking off any part of his clothes, on this rude couch, and slept, or at least retained his recumbent posture, till the earliest sunbeams found their way through the little grated window, which served at once to admit both air and light to his uncomfortable cell. He then started up, and alter repeating his matins, and adjusting his dress, he left it, and entered that of Isaac the Jew, lifting the latch as gently as he could. The inmate was lying in troubled slumber upon a couch similar to that on which the Palmer himself had passed the night. Such parts of his dress as the Jew had laid aside on the preceding evening, were disposed carefully around his person, as if to prevent the hazard of their being carried off during his slumbers. There was a trouble on his brow amounting almost to agony. His hands and arms moved convulsively, as if struggling with the nightmare; and besides several ejaculations in Hebrew, the following were distinctly heard in the Norman-English, or mixed language of the country: “For the sake of the God of Abraham, spare an unhappy old man! I am poor, I am penniless — should your irons wrench my limbs asunder, I could not gratify you!” The Palmer awaited not the end of the Jew’s vision, but stirred him with his pilgrim’s staff. The touch probably associated, as is usual, with some of the apprehensions excited by his dream; for the old man started up, his grey hair standing almost erect upon his head, and huddling some part of his garments about him, while he held the detached pieces with the tenacious grasp of a falcon, he fixed upon the Palmer his keen black eyes, expressive of wild surprise and of bodily apprehension.”

Sir Walter Scott (14 augustus 1771 – 21 september 1832)
Roger Moore als Ivanhoe in de tv-serie (KRO, 1961-1964)

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2018 en ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.

Dolce far niente, Simon Vestdijk, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Thusnelda Kühl, John Galsworthy

Dolce far niente

 

Rokin, Amsterdam door Igor Shterenberg, 2000


Uit: De laatste kans

“Toen ergens een kelner een stapel borden liet vallen, rekte hij scheef de nek uit, met schrikogen, zodat er plotseling een benard hoofd aan het eind van een haastig uitgestoken stengel scheen te zitten. Het was knap werk, maar de leider van de band, een jonge, blonde en maatslaande ambtenaar, lachte niet om hem, al scheen hij hem wel in het oog te willen houden.
‘Het is wel aardig, hè’, zei hij, toen er weer een stuk uit was.
‘Dat is geloof ik een grapnmaker’ zei Hilda Heringa bevredigd, en wees op de drummer.
Hoe onschuldig, hoe verbazend leuk uitgedrukt! Vooral dat ‘geloof ik’ was onbetaalbaar. Hij sloeg nu een vertrouwelijker toon aan, probeerde met haar hand te spelen, die zij dadelijk terugtrok, en na weer een nieuw stukje zei hij, dat hij eigenlijk aJ een tijdje verliefd op haar was, maar absoluut niet van plan was haar te overrompelen, en dat ze vooreerst maar veel naar de drummer moest kijken, die op dit ogenblik met een koddig hulpeloos gezicht aan zijn trom zat te draaien en er zijn oor tegenaan hield alsof hij het instrument wou ausculteren. Deze toch nog vrij ingewikkelde verklaring beantwoordde zij met een langgerekt ‘zóooo’ – duidelijk in de verdediging, duidelijk fatsoenlijk. Later, toen hij haar weer naar het gasthuis bracht – zij moest om 10 uur binnen zijn – betrapte hij haar nog een paar maal op dit honigzoet en lichtelijk smalend uitgesproken ‘zóooo’ met de dik aangezette z, dat zoveel als haar bodyguard scheen te zijn, want de eerste maal legde hij haar uit, dat hij altijd gewend was meisjes in de Kalverstraat een zoen te geven, de tweede maal, dat het op het Rokin óok kon. Het verbaasde hem, dat hij in de Kalverstraat gearmd met haar mocht lopen. Eerst op het Spui schenen weer zekere wetten te gelden en maakte zij haar arm los. Toen hij niets meer zei, ging ze in de buurt van de tweedehands boekwinkeltjes nog gauw tot een confidentie over.”

Simon Vestdijk (17 oktober 1898 – 23 maart 1971)
Harlingen, de geboorteplaats van Simon Vestdijk


De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

Uit: Das Geschenk

„Chuck war pleite, und auf der hohen Kante hatte er auch nichts, aber Sorgen machte er sich deshalb nicht. Es war ihm egal. Es war ihm das Geld, das er nicht hatte, so egal wie das Geld, wenn es hereinkam. Aber es rächte sich. Geld spürt, wenn man es nicht mag.
Cus d’Amato, ein berühmter alter Boxtrainer, ein Mann, der viele Weltmeister hatte kommen und gehen sehen, war Gott dankbar, daß er nie auch nur annähernd so viel verdient hatte wie einige von denen, die, als sie zu ihm kamen, jung und mutig und stark waren und irgendwann, wenn sie Glück hatten, Champions wurden und Geld verdienten, viel Geld, die aber, als sie dann reich waren, nicht mehr die Kerle waren, die er als halbe Kinder auf der Straße aufgelesen, in sein Haus geholt, durchgefüttert, trainiert und wie ein Vater geliebt hatte. Er wußte, wovon er sprach, wenn er von Geld sprach; das Geld hatte sie verrückt gemacht, die vielen Frauen, die dicken Autos, die sie fuhren, die Drogen, der Alkohol, bis sie schließlich wirklich verrückt waren, nur noch verrückt, krank und arm und verrückt. Sie hatten überlebt, hatten ihrer Mama ein Haus mit achtzehn Zimmern ge-kauft (und bar bezahlt) und jetzt wollten sie, wovon sie schon als kleine Kriminelle geträumt hatten, wie verrückt leben, als gebe es kein Morgen. Es war nicht das Boxen, die harten Schläge, denen man, weil man sie nicht kommen sieht, nicht ausweichen kann. Es waren nicht die Siege, um die man sie betrogen hatte, es war das Geld, die Scheine, ganze Bündel davon, die ihnen ihre maßgeschneiderten Anzüge ausbeulten. Sie hatten es bei sich, wie Hafenarbeiter ihren Lohn einstecken, einfach so, in der Hosentasche. Es war hart verdientes Geld.Und es war zum Vergnügen da, zum In-die-Luft-Werfen. Und dort blieb es hängen! Es löste sich in Luft auf. Die Luft stank vor Geld. Und dann wurde es dunkel. Geld war ein Gegner, härter als alle, gegen die sie im Ring gekämpft hatten.“

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)


De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947. Zie ook alle tags voor Danielle Steel op dit blog.

Uit: The Good Fight

„Meredith McKenzie could remember almost perfectly the day her father left for the war in February 1942. In her mind’s eye, she could still see the buttons on his uniform and how tall he looked and could almost smell his shaving soap when she kissed his face. If she closed her eyes, he was standing before her. There were other parts of the day she recalled less vividly. But she had a perfect mental picture of her mother crying, and her father’s parents watching him go. Her grandfather had said it was a proud moment. Her father had enlisted as an officer immediately after Pearl Harbor, and had been assigned to the legal corps in Washington, D.C. He was thirty-­seven years old, and her mother, Janet, was thirty-­three. Meredith was almost six. Her father had promised that they could come to Washington to visit him as soon as he got settled, and her mother had clung to him with tears streaming down her face. Her grandmother had faced it stoically. They had come to the apartment to say goodbye. Robert had said that it would be chaos at the train station, and it wasn’t as though he was going overseas, like many of the men who would be there.
After he left with a last wave and a smile, carrying his duffel bag, with his officer’s cap smartly on his head, in his heavy coat, Meredith’s grandfather had taken her for a walk to get some air, so Janet and her mother-­in-­law could talk, and Janet could compose herself before Meredith and her grandfather got back. Janet’s parents had died many years before, and she had no other family, only her in-­laws.
“You know why your dad is going away, don’t you?” he asked her, as they walked along the edge of Central Park. She thought about it for a moment and then shook her head. Two of her friends at school had said that their fathers were enlisting in the army. But they were being sent to New Jersey for training, and then taking a big ship to Europe.
Her daddy would be stationed in Washington, to be a lawyer, just like he was in New York. Her grandfather was a lawyer too. Her mother didn’t work, although she had volunteered for the Red Cross, and so had Meredith’s grandma. They were going to do it together, and Meredith’s mother had already shown her the uniform she was going to wear. It made her look like a nurse. She said she would be helping with something called a blood drive, to help soldiers who would get hurt.
“Your father will be defending our country, to keep us safe from anyone who wants to hurt us, and he’ll keep us free from bad people,” her grandfather explained to her. “That’s a very important thing to do. Freedom is the most important thing we have. Do you know what that means, Meredith?” he asked her solemnly, as they stopped and sat down on a bench in the park.“

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg. Zie ook alle tags voor Erwin Strittmatter op dit blog.

Uit: Der Laden

“In Grauschteen, von wo wir herkommen, war alles anders, auch mit dem Kunsthonig war es anders: Jedem Haushalt wurde jede Woche eine Scheibe zugeteilt. Ich war fünf Jahre alt und durfte unsere Scheibe aus dem Dorfladen holen, und ich hielt meinen Daumen dabei so, daß eine Spur von der graugelben Masse an ihm kleben blieb, wenn die Krämerin sie mit dem Spatel auf den Teller klatschte. Den bekleckten Daumen durfte ich ablecken, aber ich durfte ihn unterwegs nicht in die Masse stippen, um mich zu laben. Gott sieht den Sünder, Gott sieht alles, sagte meine Mutter. Sünde und Unsünde hingen von einer Bewegung meines Daumens ab.
Ich versuchte Gott mit meinem Zeigefinger, stippte, leckte und lauschte. Alles blieb ruhig. Der Herr schien über mich kleinen Affen zu lächeln, doch am Nachmittag ließ er ein großes Gewitter auf Grauschteen los, und alle mußten leiden und sich fürchten, weil ich den Zeigefinger in den Kunsthonig gebohrt hatte.
Nun sind wir nach Bossdom gezogen, sind noch keine Stunde hier, und alles ist anders: Ein Junge wird von seiner Mutter Waldchen gerufen. Der Name gefällt mir nicht, in Grauschteen gab es ihn nicht.
Waldchen wirft Pappwürfel gegen die Stalltüren im Bäckereihof; die Pappwürfel platzen, weicher Kunsthonig quillt aus ihnen und kleckt am Holz herunter. Volltreffer! schreit Waldchen.
Was wird Gott dazu sagen?
Meine Großmutter, ein Anderthalbmeter-Mütterchen, ist wie eine Zwergin aus dem Märchen. Sie hat tiefliegende Augen und rote Oberbäckchen, ist gütig und listig und – eben die tiefliegenden Augen. Wenn etwas nicht so geht, wie es gehen soll, stellt sie sich ein und schiebt an. Sie kommt in den Hof und sagt zu dem Jungen, der Waldchen heißt: Was schmeißt du den Honig?
Kann ich! sagt der Junge.
Du vergeidest Gottes Gaben, sagt die Großmutter.
Es ist unser Honig, sagt Waldchen und wirft weiter.
Kinder, sagt die Großmutter listig: Geht auf die Straße, gleich wern se den Möbelwagen ausladen. Gott weiß, ob nicht der große Spiegel zerscherbt ist.
Wir gehn auf die Straße. Waldchen neugierig hinter uns drein. Wir sind noch neu in der Welt. Wir wollen wissen, wie Dinge entstehn; wir wollen wissen, wie Dinge vergehn. Wir wissen noch nicht, daß sich in Scherben und Wassertropfen die Welt spiegelt. Spiegel zerscherbt – sieben Jahre Pech! heißts.“

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)
Cover


De Schotse dichter en schrijver Sir Walter Scott werd geboren in Edinburgh op 14 augustus 1771. Zie ook alle tags voor Sir Walter Scott op dit blog.

Uit: The Abbott

« The time which passes over our heads so imperceptibly, makes the same gradual change in habits, manners, and character, as in personal appearance. At the revolution of every five years we find ourselves another, and yet the same–there is a change of views, and no less of the light in which we regard them; a change of motives as well as of actions. Nearly twice that space had glided away over the head of Halbert Glendinning and his lady, betwixt the period of our former narrative, in which they played a distinguished part, and the date at which our present tale commences.
Two circumstances only had imbittered their union, which was otherwise as happy as mutual affection could render it. The first of these was indeed the common calamity of Scotland, being the distracted state of that unhappy country, where every man’s sword was directed against his neighbour’s bosom. Glendinning had proved what Murray expected of him, a steady friend, strong in battle, and wise in counsel, adhering to him, from motives of gratitude, in situations where by his own unbiassed will he would either have stood neuter, or have joined the opposite party.
Hence, when danger was near–and it was seldom far distant–Sir Halbert Glendinning, for he now bore the rank of knighthood, was perpetually summoned to attend his patron on distant expeditions, or on perilous enterprises, or to assist him with his counsel in the doubtful intrigues of a half-barbarous court. He was thus frequently, and for a long space, absent from his castle and from his lady; and to this ground of regret we must add, that their union had not been blessed with children, to occupy the attention of the Lady of Avenel, while she was thus deprived of her husband’s domestic society.

Sir Walter Scott (14 augustus 1771 – 21 september 1832)
Borstbeeld in de Poets’ Corner in Westminster Abbey, Londen

 

De Duitse schrijfster Thusnelda Kühl werd geboren op 14 augustus 1872 in Kollmar. Zie ook alle tags voor Thusnelda Kühl op dit blog.

Uit: Das Haus im Grunde

„Der Zorn, der im Auge des Generals mit dem Spott gekämpft hatte, wich dem letzteren.
»Ich werde in den Annalen dieses Kriegs nicht zu bemerken verfehlen, daß die Eiderstedter Bauernknechte die Haare, die ihnen auf dem Kopfe fehlen, auf den Zähnen tragen.«
Sprach’s und wandte sich lachend dem Wohngemache zu, aus dem Stimmengetöse und Gläserklang tönte.
»Und sorgt für meinen Reitknecht, daß ihm ein Imbiß nicht fehlt!« rief er herrisch über die Achsel zurück.
Im Zimmer war’s blau von Tabakrauch. Erst allmählich stellten sich die dort versammelten Gestalten dem Auge des Eintretenden in ihren Umrissen dar.
»Hurra, der General!« johlte es ihm entgegen.
»Zur Ordnung, Kinder!« mahnte er, »damit ich euren Gastfreund begrüße.«
Über Reimer Floris’ Gesicht zuckte es höhnisch für Sekundenlänge. Kalt blickte er auf des Generals Gestalt hinab und regungslos blieb seine derbe Faust bei dem Drucke der andern.
General Steenbock wollte das heute nicht merken.
»Hier ist es gut sein, dünkt mich, Kinder –«
»Jawohl,« lachten die Offiziere, »besser jedenfalls, als in dem Pfarrhofe zu Oldenswort – alle Wetter! wie saßen wir fest drin! Die Schlappe gilt’s auszuwetzen vor Tönning, und Euer Degen, General –«
»Schweigt mir davon!« brauste Steenbock auf, und blutig glühten die Narben in seinem wilden, doch nicht unedlen Gesicht.
»Konnte ich mich wehren gegen die Hinterlist des verfluchten Dänen – konnte ich’s?«

Thusnelda Kühl (14 augustus 1872 – 24 juli 1935)

 

De Britse schrijver John Galsworthy werd geboren op 14 augustus 1867 in Kingston Hill in Surrey. Zie ook alle tags voor John Galsworthy op dit blog.

Uit:The Forsyte Saga

„Between him and the four other brothers who were present, James, Swithin, Nicholas, and Roger, there was much difference, much similarity. In turn, each of these four brothers was very different from the other, yet they, too, were alike.
Through the varying features and expression of those five faces could be marked a certain steadfastness of chin, underlying surface distinctions, marking a racial stamp, too prehistoric to trace, too remote and permanent to discuss–the very hall-mark and guarantee of the family fortunes.
Among the younger generation, in the tall, bull-like George, in pallid strenuous Archibald, in young Nicholas with his sweet and tentative obstinacy, in the grave and foppishly determined Eustace, there was this same stamp–less meaningful perhaps, but unmistakable–a sign of something ineradicable in the family soul. At one time or another during the afternoon, all these faces, so dissimilar and so alike, had worn an expression of distrust, the object of which was undoubtedly the man whose acquaintance they were thus assembled to make. Philip Bosinney was known to be a young man without fortune, but Forsyte girls had become engaged to such before, and had actually married them. It was not altogether for this reason, therefore, that the minds of the Forsytes misgave them. They could not have explained the origin of a misgiving obscured by the mist of family gossip. A story was undoubtedly told that he had paid his duty call to Aunts Ann, Juley, and Hester, in a soft grey hat–a soft grey hat, not even a new one–a dusty thing with a shapeless crown. “So, extraordinary, my dear–so odd,” Aunt Hester, passing through the little, dark hall (she was rather short-sighted), had tried to ‘shoo’ it off a chair, taking it for a strange, disreputable cat–Tommy had such disgraceful friends! She was disturbed when it did not move.
Like an artist for ever seeking to discover the significant trifle which embodies the whole character of a scene, or place, or person, so those unconscious artists–the Forsytes had fastened by intuition on this hat; it was their significant trifle, the detail in which was embedded the meaning of the whole matter; for each had asked himself: “Come, now, should I have paid that visit in that hat?” and each had answered “No!” and some, with more imagination than others, had added: “It would never have come into my head!”
George, on hearing the story, grinned. The hat had obviously been worn as a practical joke! He himself was a connoisseur of such. “Very haughty!” he said, “the wild Buccaneer.”

John Galsworthy (14 augustus 1867 – 31 januari 1933)
Portret door Rudolf Helmut Sauter, 1912


Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.

Dolce far niente, Kees Fens, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Thusnelda Kühl

Dolce far niente

 

 
De Baarsjesweg in Amsterdam

 

Uit: Slatuinenweg (Column)

‘Slatuinen’ – het is al halflandelijk. Ik meen dat heel lang geleden de hele buurt eromheen de ‘Slatuintjes’ heette. Er moeten tuinders hebben gewoond; die werden bij de uitbreiding van Amsterdam naar het westen steeds verder weggeschoven. Het is minder dan een halve eeuw geleden dat niet ver voorbij het onlangs helemaal gerestaureerde Mercatorplein, waarvan de curieuze poortgebouwen verbeeld zijn in Hermans’ novelle Dokter Klondyke, de tuinderijen begonnen. Een lappendeken van kleine veldjes, doorsneden met slootjes. En die wereld, die zich alleen soms op de schaats liet verkennen, liep door tot het dorp Sloten.Met kleine bootjes, roeiboten vaak, kwamen de tuinders over hun slootjes en de Kostverlorenvaart naar de Centrale Markt-hallen, een lange en zware tocht voor weinig winst. Voor mij was het een groot buitengebied waar het altijd koud was en alleen boerenkool, die er verstijfd bijstond, werd verbouwd. De kerk van Sloten had als patroon Sint Pancratius, en dat is een van de ijsheiligen. (Het dorp Sint-Pancras, in Noord-Holland, leek mij ook een heel koude plek).De Slatuinenweg loopt van de Admiraal de Ruyterweg naar de Baarsjesweg, die aan het water ligt. Rechts van de toegang lag het einde van een huizenblok. Op de begane grond van die hoek was een café-restaurant gevestigd, dat op mij als jongen een zeer wereldse en vooral ook dure indruk maakte. Aan de linkerzijde lag het geheimzinnigste gebouw uit mijn buurt. ‘Dirk Schnabel’ stond erop. Je zag er nooit iemand, maar uit alle ramen kwamen vreemde geuren, die mij zeer bekoorden: ik bleef er wel staan om te snuiven. Schnabel was, wist ik later, een clichéfabriek. Tussen die twee daalde je af in de Slatuinenweg (sommigen zeiden ‘Slatuinenpad’, maar ik hield die naam voor een piepklein steegje dat het straatje ook nog kende). Ik was nog nooit in een dorp geweest – Sloterdijk uitgezonderd – maar zo stelde ik mij een dorpsstraat voor. Je kon er recht doorheen kijken, en dat is zeer bekoorlijk. Links en rechts heel kleine huisjes, een benedenverdieping en een zolderachtige bovenverdieping. Er leken mij alleen maar achtergeblevenen te wonen, de laatste tuinders, zonder tuin.”


Kees Fens (18 oktober 1929 – 14 juni 2008)
De Chassékerk en de Chasséstraat in Amsterdam. Kees Fens groeide op in deze straat.

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Dolce far niente

 

 
Standbeeld van Karel de Grote op paard van Albert Termote op het Keizer Karelplein, Nijmegen

 

goudvis in de waal

je ging naar het plein om de keizer te zien
het vroor, het was nacht
en je had geen plan.

je was jong en je leven was als op de rotonde:
zolang je niet afslaat
kun je nog alle kanten op.

wij bestaan uit water en tijd, zei de keizer
zijn woorden vielen als ijsblokjes
gladwit stuiterend op de grond.

je dacht aan je goudvis, die je als kind in de lente
meenam naar buiten en vergat;
nachtvorst zette hem op pauze -je was ontroostbaar

tot de zon hem ontdooide en hij weer zwom.
jaren later spoelde je vader hem door naar zijn vrienden
die op hem wachtten in zeeën van tijd

je gaat naar de brug om de waal te zien
heeft water een leeftijd, het is al zo oud;
zou het iets weten, vraag je de rivier

en de stad staat blauw van de dag aan haar kade
een aak duwt traag de ochtend voor zich uit
aan dek schudt een vrouw uit lakens haar dromen

soms denk je nog aan zijn woorden, draaiend van afslag
naar afslag op die kolkende rotonde, en vraag je je af
wat daar zo schittert, in die diepe, donkere onderstroom

 

 
Frouke Arns (Handorf, 1964)
Frouke Arns is momenteel stadsdichter van Nijmegen

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Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Julia Mann – da Silva-Bruhns, Stefanie de Velasco, Verena Güntner

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog en ook mijn blog van 14 augustus 2010. 

Gute Neuigkeiten

Streichle ihr Haar sanft,
wie es nicht mehr Mode ist.
Nimm eine Handvoll davon
in deine Faust, nicht wütend,
tu ihr nicht weh, aber spüren
soll sie das Begehren eines Mannes,
der sich entschieden hat.

Vorbei die Zeit der kleinen Ewigkeiten.
Vorbei die vielgeliebte Abwechslung,
mehr geliebt als die Liebe.

Oh, es war schön, das will ich nicht leugnen.
Aber ich tat es auf der Suche nach etwas
Schönerem, das mehr ist, viel mehr
als nur Schönheit.

Mit welchem Recht?
Mit keinem als dem meines Herzens,
das weiß, du wartest.

 

So wenig

Was alles Glück sein soll!
Durchwühlen wir die Angebote,
das der Woche, des Tages,
der langen Nächte..

Hinunter ins Vergnügen,
sieh dich vor.
Was das Auge nicht sieht,
schreit dir einer ins Ohr.

Nur was es zweimal gibt,
hat sich gelohnt.
Wir sind nicht gekommen,
daß man uns schont.

Andere Städte als diese sind unser.
Die Toten tragen das Königskleid.
Ein Augenzwinkern genügt,
und wir wissen Bescheid.

Wir sind, immer in Reichweite
einer Steckdose, dauerhafter
als Schakale.

Wir sind quitt
mit dem Unterschied zwischen
Mann und Frau.

Wir sind böse.
So wenig bleibt,
wenn wir Glück haben.

 
Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

Liebesgedicht auf meine Geburt

Ich bin gekommen, Mama –
von innen, aber auch ein bißchen
von unten, wie in der Liebe auch.
Ich lag dann, naß und verschwitzt,
nicht wahr, Mama?, auf deinem Bauch.
Wir waren beide naß und verschwitzt,
und hatten, wie in der Liebe auch,
ein Leben vor uns.

 

Gedicht

Aus dem einen oder andern
mach einen Menschen.
Doch davon kein Wort.
Kein Wort über Vergangenes,
womit auch der gestrige Tag gemeint ist.
Nicke noch eine Weile ihm zu
bei Gewohnheiten, die dich stören.
Er wird sie aufgeben. Darüber,
siehst du, lacht er schon jetzt.
Zum ersten Mal in seinem Leben
wird er etwas erfinden, das er
dir zeigt. Laß ihm Zeit, noch einmal
hinauszulaufen ins Leben.
Erspare ihm alle Lügen der Liebe.
Komplimente, bitte, nützen nichts.
Auch die Kugel, die ins Herz trifft,
sucht Wärme.

 

Schluß damit!

Schluß damit,
daß ich Dir nie
begegnet bin.
Schluß mit den Männergeschichten
zwischen Mann und Frau.
Schluß damit!
Diese kleine, klägliche Angst,
die Ihr Liebe nennt,
Schluß damit!
Für eine große Liebe
braucht es zwei Einzelgänger
und ein Gebet.
Sei meines,
wenn die Liebenden schlafen
und in den Häusern die Stille steht.
Dann komm, dann geh!
Tu beides mit der Heftigkeit
eines Sommergewitters.

 
Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008. en ook mijn blog van 14 augustus 2009 en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

 

Uit: Mozarts Friseur

 

Der Friseur, so die Legende, ist eine Mischung aus einem arabischen Findelkind und einem (gewordenen) Wiener, aufgefunden von Nomaden und von ihnen am Leben gehalten, gesäugt von Kamelen, nachts warm gehalten von ihrem Dung, bemuttert von Palmenschatten, in die man ihn während der Ruhepausen bettete. Die Hölle war es trotzdem. Mit dem Lebenswillen eines Weggeworfenen wehrte er sich gegen das Verdursten und Verhungern, gegen Fieber und das Verbrennen der Augen. Bedürfnislos wie die Tiere, die ihn trugen, kam er durch. Eine Gruppe von Matrosen, die um eine Wasserpfeife saß, nahm das verlorene kleine Bündel in Port Said an Bord ihres Frachters (mit Ziel São Paulo), in keiner Absicht. In den Wüsten, erklärten sie, sei der Sand, am Himmel die Sonne, auf See jede Welle wahnsinnig. Daran solle er sich unter Menschen bis zu seiner Todesstunde erinnern.
Der Friseur kann den Wortlaut dieser seltsam bedrohlichen, knapp und endgültig klingenden Botschaft noch heute, fast ein halbes Menschenleben später, im Schlaf aufsagen, ist aber dem Entschluß zu seiner Entschlüsselung aus Gründen, über die er erst lange nachdenken müßte, bisher immer ausgewichen. Nicht, daß ihm dazu die Zeit gefehlt hätte, natürlich nicht. Aber es klappte beim Nachdenken mit den Gedanken nicht, sie waren nie zu dressieren. Und trainiert hat er das Denken später auch nie. Er geht noch immer auf Sand oder Wasser, wenn er denkt. Es gibt keinen Grund, keinen festen Boden, er sinkt ein, das Gehen seiner Gedanken ist schwer und ermüdend. Auch deshalb erinnert er sich jener lange zurückliegenden Zeit, als er an Gedanken noch nicht einmal gedacht hatte. Das Schweigen der Männer, die ihn aufgezogen hatten, war so selbstverständlich wie ihre Befehle verständlich waren. Unterhielten sie sich, benutzten sie nicht Worte, sondern machten Musik, einige tanzten. Sie lasen keine Bücher, schrieben keine Briefe, stellten keine Fragen, auch ihm nicht. Die Sonne ging morgens auf und abends ging sie unter, kein Gedanke würde daran etwas ändern, auch der Gedanke an Profite nicht. Es war das Leben ein stummes Vorwärtskommen auf beschwerlichen Routen, ein Ausruhen zwischendurch, ein Aufbrechen zu einem Ziel, von dem aus sie nach einigen Tagen oder Wochen wieder in die Wüste zurückkehrten, wieder beladen, wieder im Kampf mit dem Auftrag, eine Ladung ins Landesinnere zu bringen, zu Oasen oder Handelsstationen, und von dort eine andere zurück zum Fluß oder zur Küste.
Da ihm Gefahren unbekannt waren, dachte er über sie auch nicht nach. Luftspiegelungen, falls er sie überhaupt wahrnahm, hielt er für wirklich. Ein Spiel war nichts, was ihm widerfuhr. Er spielte nicht, mit nichts, nicht unterwegs. Er dachte sich auch nichts bei dem Spaß, unter die Bäuche der Kamele zu kriechen, um die dort herunterhängenden Haarbüschel erst zu entflechten, um sie anschließend wieder zu kleinen Zöpfen binden zu können. Mach nur weiter so, sagten die Männer und gaben ihm Fußtritte.
Das alles änderte sich mit den Matrosen.”

 

 

 

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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