Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Reinhard Kaiser Mühlecker, Jorge Semprún, Gertrud Kolmarm, Jacquelyn Mitchard, Nelly Sachs, Cornelia Funke, George MacDonald

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

The Fact that Earth is Heaven

The Fact that Earth is Heaven –
Whether Heaven is Heaven or not
If not an Affidavit
Of that specific Spot
Not only must confirm us
That it is not for us
But that it would affront us
To dwell in such a place –

 

Of Yellow was the outer Sky

Nature rarer uses Yellow
Than another Hue.
Saves she all of that for Sunsets
Prodigal of Blue

Spending Scarlet, like a Woman
Yellow she affords
Only scantly and selectly
Like a Lover’s Words.

 

Down Time’s quaint stream

Down Time’s quaint stream
Without an oar
We are enforced to sail
Our Port a secret
Our Perchance a Gale
What Skipper would
Incur the Risk
What Buccaneer would ride
Without a surety from the Wind
Or schedule of the Tide –


Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Poster voor “A Quiet Passion”, een film over het leven van Emily Dickinson uit 2016

 

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook alle tags voor Karl Heinrich Waggerl op dit blog.

Uit: Die stillste Zeit im Jahr

Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr, wie es im Liede heißt, die Zeit der frohen Zuversicht und der gläubigen Hoffnung. Es mag ja nur eine Binsenweisheit sein, aber es ist eine von den ganz verläßlichen Binsenweisheiten, daß hinter jeder Wolke der Trübsal doch immer auch ein Stern der Verheißung glänzt. Daran trösten wir uns in diesen Wochen, wenn Nacht und Kälte unaufhaltsam zu wachsen scheinen. Wir wissen ja doch, und wir wissen es ganz sicher, daß die finsteren Mächte unterliegen werden, an dem Tag, mit dem die Sonne sich wendet, und in der Nacht, in der uns das Heil der Welt geboren wurde.
Für die Leute in den Städten hat der Advent kein großes Geheimnis mehr. Ihnen ist es nur unbequem und lästig, wenn die ersten Fröste kommen, wenn der Nebel in die Straßen fällt und das karge Licht des Tages noch mehr verkürzt. Aber der Mensch auf dem Lande, in entlegenen Tälern und einschichtigen Dörfern, der steht den gewaltigen Kräften der Natur noch unmittelbar gegenüber. Stürme toben durch die Wälder herab und ersticken ihm das Feuer auf dem Herd, er sieht die Sonne auf ihrem kurzen Weg von Berg zu Berg krank werden und hinsterben, grausig finster sind die Nächte, und der Schneedonner schreckt das Wild aus seinen Zuflüchten. Noch in meiner Kindheit gab es kein Licht in der Stube außer von einer armseligen Talgkerze. Der Wind rüttelte am Fensterladen und schnaufte durch die Ritzen, das hörte sich an wie der Atem eines Ungeheuers, das draußen herumging mit tappenden Hufen und schnupperte, an der Wand, an den Dachschindeln, überall. Wie gut, wenn ein Licht dabei brannte, gottlob für einen winzigen Funken Licht in der schrecklichen Finsternis!
Immer am zweiten Sonntag im Advent stieg der Vater auf den Dachboden und brachte die große Schachtel mit dem Krippenzeug herunter. Ein paar lange Abende wurde dann fleißig geleimt und gemalt, etliche Schäfchen waren ja lahm geworden, und der Esel mußte einen neuen Schwanz bekommen, weil er ihn in jedem Sommer abwarf wie ein Hirsch sein Geweih. Aber endlich stand der Berg wieder wie neu auf der Fensterbank, mit glänzendem Flitter angeschneit, die mächtige Burg mit der Fahne auf den Zinnen und darunter der Stall. Das war eine recht gemütliche Behausung, eine Stube eigentlich, sogar der Herrgottswinkel fehlte nicht und ein winziges ewiges Licht unter dem Kreuz.“


Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)
Bad Gastein.in de Adventstijd

 

De Oostenrijkse schrijver Reinhard Kaiser Mühlecker werd geboren op 10 december 1982 in Kirchdorf an der Krems. Zie ook alle tags voor Reinhard Kaiser Mühlecker op dit blog.

Uit: Magdalenaberg

“Und jetzt”, sagte ich, “was kommt jetzt.” “Was jetzt kommt?” fragte sie. “Nichts kommt jetzt. Wenn etwas aus ist, kommt nichts mehr.”
“So, so”, sagte ich. “Das kann ich mir aber nicht vorstellen.”
Ich gähnte. Vor mir stand die Flasche; es war beinah nichts mehr drin, und der Spiegel dieses Bisschens zitterte und blinkte im Licht. Ich sah nun nichts mehr schwimmen. Ich wollte schlafen, denn verstehen konnte ich das alles ohnehin nicht, wie mir schien. Was sollte das? Mir kam die ganze Welt sehr weit weg vor. Weder Schnaps noch Reden hatten mich befeuert.
Ich erinnerte mich, wie die Welt von mir weggerückt war, als ich die Nachricht von Wilhelms Tod bekommen hatte, wie sie weggekippt war, wie eine ungeheure Müdigkeit über mich gekommen war, die mich lähmte. Sie, dieWelt, war wie ein Ball, auf den ich gestarrt hatte, und der plötzlich weggeschlagen, weggekickt wurde, und mein Blick blieb starr und fand nichts mehr, wurde leer und sinnlos. Ich dachte an das Begräbnis (…). Das plötzlich faltenlose Gesicht der Mutter, die hellen leeren Augen des Vaters; sie hatten sich aufgehellt auf einmal, und sein ganzes Gesicht war plötzlich wieder jung geworden für ein paar Tage. Die Welt war von mir weggerückt, war vornübergekippt, oder vielleicht war doch ich es, der gekippt war in diesem Moment jedes Gefühl für die Zeit verloren hatte. Es ist, als stecke ich in diesem Damals fest, Herbst 2005.
Es gab so vieles, woran ich dachte. Etwa dachte ich an früher, daran, wie es war, als wir am Morgen mit dem Fahrrad in die Messe fuhren, dachte an die nassen Grashalme im Graben neben der Straße. Manchmal, wenn es in der Nacht stark geregnet hatte, lagen sie fast, waren wie geduckt. Oder ich dachte an das Blinken der ersten Sonne durch die Bäume, der Beginn eines Tages, oder an die orangefarbenen, zwischen die Speichen geklemmten Katzenaugen, die unzählige kleine Kästchen, die wie Bienenwaben aussehen, in sich tragen. Ich dachte an die Speiche, über die ich mit ausgestrecktem Zeigefinger fuhr, an die Kuppe, die daraufhin schwarz war; an den grauen Putz der Mauer im Hof in Pettenbach, der manchmal, je nach Sonnenlicht und Tageszeit, sehr dunkel, fast schwarz war.“

 
Reinhard Kaiser Mühlecker (Kirchdorf an der Krems, 10 december 1982)

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook alle tags voor Jorge Semprún op dit blog.

Uit: Le Grand Voyage

« Nous regardions monter sur la plate-forme ce Russe de vingt ans, condamné à la pendaison pour sabotage à la “Mibau”, où l’on fabriquait les pièces les plus délicates des V-1. Les prisonniers de guerre soviétiques étaient fixés dans un garde-à-vous douloureux, à force d’immobilité massive, épaule, contre épaule, à force de regards impénétrables. Nous regardons monter sur la plate-forme ce Russe de vingt ans et les S.S. s’imaginent que nous allons subir sa mort, la sentir fondre sur nous comme une menace ou un avertissement. Mais cette mort, nous sommes en train de l’accepter pour nous-mêmes, le cas échéant, nous sommes en train de la choisir pour nous-mêmes. Nous sommes en train de mourir de la mort de ce copain, et par là même nous la nions, nous l’annulons, nous faisons de la mort de ce copain le sens de notre vie. Un projet de vivre parfaitement valable, le seul valable en ce moment précis. Mais les S.S. sont de pauvres types et ne comprennent jamais ces choses-là.
(…)

“C’était la librairie,et plus précisément,le premier étage de la librairie de Martinus Nijhoff à La Haye.Aujourd’hui,vingt-trois ans après,je pourrais encore,les yeux fermés,monter cet escalier,je saurais encore m’y retrouver,parmi les longues rangées de livres du premier étage.Nijhoff,en général,se tenait au rez-de-chaussée,il me regardait passer vers l’escalier avec des yeux pétillants derrière les verres cerclés d’or.Au premier étage se trouvait les rayons de livres français neufs et d’occasion,et j’y passais des heures à lire des bouquins que je ne pouvais m’offrir.Une lumière placide baignait la grande salle,cette belle lumière dense,sans arêtes coupantes,de l’hiver nordique,une luminosité sphérique,irradiant par égal les plans rapprochés et les plans lointains,tamisée dans la grande salle encombrée de rayonnages sévères (et cette odeur d’encaustique devenait en quelque sorte l’équivalent sensible du puritanisme un peu hautain,et combien fragile,dérisoire tout compte fait,de l’ensemble) par les verrières nervurées de plomb cerclant les bouts de vitre colorée,disposés ça et là,selon un ordre vieillot et un tant soi peu monotone.
Mais tout ceci,bien entendu,ne fait pas partie de ce rêve-là,au cours de ce voyage.Ce rêve-là n’était que la nostalgie de ce lieu calme et clos,non identifié clairement,ne débouchant sur rien d’autre que sur le sentiment confus d’une perte irréparable,d’un manque impossible à combler,dans la puanteur moite du wagon,traversée bientôt de cris échevelés.”


Jorge Semprún (10 december 1923 – 7 juni 2011)
Cover

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Gertrud Kolmar op dit blog.

Stimme des Bluts

Du mußt nicht hören, was sie sagen,
Nicht glauben, was die Augen sehn,
Nicht deines Herzens Uhrenschlagen,
Des Geistes Falterflug verstehn.

Der glatte, matte Silberreifen,
Der kühl den Mädchenleib umschnürt,
Ihn soll kein Zauber von dir streifen
Als ich. Ich will, was mir gebührt.

Mein heilig Recht ist mein Begehren;
Ich ford’re Träume, wild vor Glut,
Will grausam Lachen, frevle Zähren –
Den Schleier fort! Ich bin das Blut!

Streck’ aus die Hand in Sündenqualen
Zum Himmel dort, zur Erde hier;
Dein Mund soll Lust mit Lüsten zahlen,
Und dir am Herzen keim’s: Gebier!

Neu will ich werden in dem Leben,
Das dir mein Wunder schuf. Sei’s mein!
Es soll wie du in Glück erbeben,
Wie du in tiefem Jammer schrein.

Hast du mir, was dir gleicht, gegeben,
So schlaf, dein müd’, in dir ich ein.

 

Das Herz

Ich ging durch einen Wald,
Da wuchsen viele Herzen.
Sie waren rot in Schmerzen,
Sie waren stolz und grün und kalt.

Sie rieselten und hingen
Von dünnem Ast, Morellenast.
Ich wog die sonneneigne Last
Und ließ sie schüchtern klingeln.

Ich habe eins gepflückt,
Das dunkel schien vor Reife;
Es hat mit grüner Schleife
Und einer Blume mich geschmückt.

Ein Herz ist heißes Klopfen.
Ich ahnte zögernd, daß es bat.
Zuweilen, blutschwarz wie Granat,
Zersprang ein großer Tropfen.

Es lappte gräserwärts
Mit aufgerißnen Schalen.
Da schlug aus welken Qualen
Ein kleines, kleines blaues Herz.


Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)
Verzamelde gedichten

 

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook alle tags voor Jacquelyn Mitchard op dit blog.

Uit:Two If by Sea

“It was always hot in Brisbane, but that night was pouty, unsettling. After getting Natalie and her family comfortable in their rooms at the inn, Frank couldn’t rest. His leg plagued him. The toll of oppressive weather on that kind of old injury was no old farmer’s myth. He rambled around, briefly joining Natalie’s brother Brian in the bar on the beach, then painfully mounting the switchbacked decks of wooden stairs that led to a kind of viewing platform just adjacent to the car park, looking out over Bribie Island Beach. Up there, he hoped the signal would be good enough to call home, his home, if home is the place you started. For Frank, that would always be a ramshackle horse farm in south-central Wisconsin—now probably more ramshackle than when he last saw it, three years before. As the brrrrr on the other end began, his pulse quickened. He looked up at the sky and thought of all the calls darting through the sea of radio waves tonight, swift as swallows—dutiful, hopeful, wistful, sad.
“Frank?” His sister, Eden, answered, her voice holiday-bright and holiday-brittle, suddenly next to him across nine thousand miles. He was about to ask her to summon his mother to the phone so they could all talk together when he saw it. Without thinking, and without another word to Edie, he let his phone slip into his jeans pocket.
He could not figure out what it was.
He would never remember it as a wave.
Wave was too mere a word.
Although there were hundreds of photos and pieces of film, some shot just at the moment, near this very spot, Frank could look at these and remain curiously unmoved. But should he close his eyes and let himself return, the sick sweats would sweep down his breastbone, a sluice of molten ice. He would hear again the single dog’s one mournful howl, and feel the heavy apprehension, something like that moment from his days as a uniform cop when a routine traffic stop went completely to shit and a fist came flying in from nowhere, but monumentally worse. So much worse that it routed even imagination. Many years later, Frank would think, this was his first sight of the thing that would sweep away the center of his life in the minutes after midnight, and, by the time the sun rose, send surging into his arms the seed of his life to come.
Just like that. Like some mythical deity with blind eyes that took and gave unquestioned.”


Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Nelly Sachs op dit blog.

An euch, die das neue Haus bauen

Wenn du dir deine Wände neu aufrichtest –
Deinen Herd, Schlafstatt, Tisch und Stuhl –
Hänge nicht deine Tränen um sie, die dahingegangen,
Die nicht mehr mit dir wohnen werden
An den Stein
Nicht an das Holz –
Es weint sonst in deinen Schlaf hinein,
Den kurzen, den du noch tun mußt.

Seufze nicht, wenn du dein Laken bettest,
Es mischen sich sonst deine Träume
Mit dem Schweiß der Toten.

Ach, es sind die Wände und die Geräte
Wie die Windharfen empfänglich
Und wie ein Acker, darin dein Leid wächst,
Und spüren das Staubverwandte in dir.

Baue, wenn die Stundenuhr rieselt,
Aber weine nicht die Minuten fort
Mit dem Staub zusammen,
Der das Licht verdeckt.

 

Wieviel Erinnerung wächst im Blute Der Abendsonne?

O die ungesungenen Wiegenlieder
In der Turteltaube Nachtruf –
Manch einer hätte Sterne herunterholen können,
Nun muß es der alte Brunnen für ihn tun!

Ihr Zuschauenden,
Die ihr keine Mörderhand erhobt,
Aber die ihr den Staub nicht von eurer Sehnsucht
Schütteltet,
Die ihr stehenbliebt, dort, wo er zu
Licht Verwandelt wird.

 
Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

 

De Duitse schrijfster en illustratrice Cornelia Funke werd geboren in Dorsten op 10 december 1958. Cornelia Funke viert vandaag haar 60e verjaardag. Zie ook alle tags voor Cornelia Funke op dit blog.

Uit: Hinter verzauberten Fenstern

„Draußen wurde es dunkel, und es schneite immer noch. Julia saß auf der Fensterbank und sah hinaus. Der Himmel war dunkelgrau, und die Bäume und Häuser sahen aus wie Scherenschnitte aus schwarzer Pappe. Nur die Fenster leuchteten gelb vom Lampenlicht oder blau von irgendeinem Fernseher. Ab und zu stapfte eine graue Gestalt mit hochgezogenen Schultern und eingezogenem Kopf unten auf der Straße vorbei. Aber ihre Mutter kam und kam nicht. Mindestens eine Stunde saß sie schon hier, drückte sich die Nase an der Scheibe platt und wartete. Da kam wieder jemand. Julia beugte sich vor. Nein, die hatte einen Hund dabei. Wieder nichts. Zwei Kinder hüpften vorbei und verschwanden hinter einem Gartentor. Dann war alles wieder still und leer. Nur die Schneeflocken fielen leise vom Himmel herunter und bedeckten die schwarzen Äste und die schwarzen Dächer, die dunklen Hecken, die graue Straße und die geparkten Autos, die unter dem Schnee wie dicke, geduckte Tiere aussahen. JuliagähnteundpresstedieNasewiedergegendie kalte Scheibe. Es ist doch immer dasselbe!, dachte sie. Wenn Mütter sagen, sie sind nur mal eben einkaufen, dann dauert’s eine Ewigkeit, bis sie wieder da sind. Und dann haben sie meistens schlechte Laune. Ihre Zimmertür ging auf, und das Licht ging an. Ärgerlich kniff Julia die Augen zusammen und sah sich um.
»Mach das Licht aus, Olli«, knurrte sie ihren jüngeren Bruder an.
»Wieso sitzt du hier im Dunkeln?«
»Weil ich nur so draußen was erkennen kann. Also mach das Licht aus!«
»Versteh ich nicht«, sagte Olli. Aber er machte das LichtausundschlossdieTür.Julia hörte,wie er im Dunkeln auf sie zu tappte.
»Ist es dir nicht unheimlich im Dunkeln?«, fragte er und krabbelte neben sie auf die Fensterbank.
»O verdammt, du Zwerg«, stöhnte Julia, »warum gehst du nicht in dein eigenes Zimmer?«
»Da unten seh ich nichts. Nur die blöde Hecke. Hier unterm Dach ist es viel schöner.«
« Olli rutschte ein bisschen näher an sie heran. Er hatte Angst im Dunkeln.
»Wetten, ich weiß, worauf du wartest?«, sagte er.
»Na, sag schon.« »Du wartest auf Mama.«
»Erraten«, sagte Julia.
»Sie hat versprochen, mir einen Adventskalender mitzubringen.«
»Mir auch!« »Dachte ich mir.«
»Was hast du dir für einen gewünscht?«

 
Cornelia Funke (Dorsten, 10 december 1958)

 

De Schotse dichter en schrijver George MacDonald werd geboren op 10 december 1824 in Huntly, Aberdeenshire. Zie ook alle tags voor George MacDonald op dit blog.

To My Aging Friends

It is no winter night comes down
Upon our hearts, dear friends of old;
But a May evening, softly brown,
Whose wind is rather cold.

We are not, like yon sad-eyed West,
Phantoms that brood o’er Time’s dust-hoard,
We are like yon Moon-in mourning drest,
But gazing on her lord.

Come nearer to the hearth, sweet friends,
Draw nigher, closer, hand and chair;
Ours is a love that never ends,
For God is dearest there!

We will not talk about the past,
We will not ponder ancient pain;
Those are but deep foundations cast
For peaks of soaring gain!

We, waiting Dead, will warm our bones
At our poor smouldering earthly fire;
And talk of wide-eyed living ones
Who have what we desire.

O Living, ye know what is death-
We, by and by, shall know it too!
Humble, with bated, hoping breath,
We are coming fast to you!

 

The Holy Midnight

Ah, holy midnight of the soul,
When stars alone are high;
When winds are resting at their goal,
And sea-waves only sigh!

Ambition faints from out the will;
Asleep sad longing lies;
All hope of good, all fear of ill,
All need of action dies;

Because God is, and claims the life
He kindled in thy brain;
And thou in him, rapt far from strife,
Diest and liv’st again.

 
George MacDonald (10 december 1824 – 18 september 1905)
Rond 1870

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn blog van 10 december 2017 deel 2.

Dolce far niente, Emily Dickinson, Herman Brusselmans, Tadeusz Różewicz, Mário de Andrade, Victor Klemperer, Marína Tsvetájeva

Dolce far niente

 


Clairière à l’automne door Ivan Fedorovich Choultsé, z.j.

 

Indian Summer

These are the days when birds come back,
A very few, a bird or two,
To take a backward look.

These are the days when skies put on
The old, old sophistries of June, —
A blue and gold mistake.

Oh, fraud that cannot cheat the bee,
Almost thy plausibility
Induces my belief,

Till ranks of seeds their witness bear,
And softly through the altered air
Hurries a timid leaf!

Oh, sacrament of summer days,
Oh, last communion in the haze,
Permit a child to join,

Thy sacred emblems to partake,
Thy consecrated bread to break,
Taste thine immortal wine!

 


Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
De UMASS-campus in Amherst, de geboorteplaats van Emily Dickinson

 

De Vlaamse schrijver Herman Brusselmans werd geboren in Hamme op 9 oktober 1957. Zie ook alle tags voor Herman Brusselmans op dit blog.

Uit: Feest bij de familie Van de Velde

“Mest Van de Velde werd 85 jaar. Dat is niet zomaar een getal. Het is de leeftijd waarop Sint Varèse, de patroonheilige van het instinct, tot de conclusie kwam dat ouder worden en laatste woorden niet samengaan. Zonder daar rekening mee te houden wilde de vrouw van Mest, Ravijn, een groot feest organiseren, waarop enige mensen uitgenodigd zouden worden, zoals dat gaat. Natuurlijk zouden eveneens van de partij zijn: de kinderen van Mest, hun partners indien nodig, en de kleinkinderen. Er waren ook twee achterkleinkinderen, Zivo en Nack. De kinderen waren: Orgaan Van de Velde, Palace Van de Velde, Binokkel Van de Velde, en Sneut Van de Velde. Orgaan was getrouwd met de heer Driapp Zoolse, een wiskundige. Zij waren volstrekt kinderloos gebleven. Palace Van de Velde was een weduwnaar, met één dochter, Tutte. Binokkel Van de Velde was een non, en Sneut Van de Velde was homoseksueel en was al jaren samen met Venus Klomb, een matroos. Tutte Van de Velde was getrouwd met de heer Sjonge Sprongwaarts, een ideoloog van de ultrarechtse partij. Zij waren het die de ouders genoemd konden worden van Zivo, een jongen van vijf, en Nack, een meisje van vijf. Ze waren een tweeling, hoewel ze dat niet ostentatief uitspeelden ten aanzien van de maatschappij, misschien wel omdat ze daar te jong voor waren.
Al deze personen wilde Ravijn op het feest, maar ook anderen: Perscienne Boorring, de beste vriend van Mest; Krimper Noossens, de vroegere baas van Mest bij Schilderwerken Noossens; Mood Ter Brelling, de prostituee die, toen Ravijn tweeënhalf jaar ziek was geweest, Mest had geholpen op het seksuele gebied; Mug Zoeverijns, de vrouwelijke arts die Mest ooit van z’n zenuwziekte had afgeholpen, en Gezoek De Chachte, de abdis van het klooster waar Binokkel leefde, en met wie Mest heel goed gesprekken over het leven en de nasleep ervan kon voeren. Ravijn besliste dat het feest zou plaatsvinden op 30 maart, één dag na de verjaardag van Mest, want op de verjaardag zelf, 29 maart, zat Palace nog op Hawaï, waar hij, in het kader van zijn beroep, Europees getinte demonstratiefilmpjes van allerlei aard aan de internationale man probeerde te brengen. En dan was er de kwestie van de verrassingsgast. De familie had de koppen bij elkaar gestoken en ten slotte hadden ze voor mij gekozen. Mest las heel graag m’n boeken, had ooit samen met mij op een selfie gestaan die hij had gemaakt nadat hij me staande had gehouden in de Lange Munt hier in Gent, en bovendien had Mest dezelfde hobby als ik: met de motor rijden.
Ravijn had me gebeld en me gevraagd of ik op 30 maart het verjaardagsfeest van haar man wilde bijwonen. “

 
Herman Brusselmans (Hamme, 9 oktober 1957)

 

De Poolse dichter en schrijver Tadeusz Różewicz werd geboren in Radomsko op 9 oktober 1921. Zie ook alle tags voor Tadeusz Różewicz op dit blog.

A Sketch For A Modern Love Poem

And yet whiteness
can be best described by greyness
a bird by a stone
sunflowers
in december

love poems of old
used to be descriptions of flesh
they described this and that
for instance eyelashes

and yet redness
should be described
by greyness the sun by rain
the poppies in november
the lips at night

the most palpable
description of bread
is that of hunger
there is in it
a humid porous core
a warm inside
sunflowers at night
the breasts the belly the thighs of Cybele

a transparent
source-like description
of water is that of thirst
of ash
of desert
it provokes a mirage
clouds and trees enter
a mirror of water
lack hunger
absence
of flesh
is a description of love
in a modern love poem

 
Tadeusz Różewicz (9 oktober 1921 – 24 april 2014)

 

De Braziliaanse dichter en schrijver Mário de Andrade werd op 9 oktober 1893 in São Paulo in Brazilië geboren. Zie ook alle tags voor Mário de Andrade op dit blog.

 

The Valuable Time of Maturity

” I counted my years and discovered that I have
less time to live going forward than I have lived until now.

I have more past than future.
I feel like the boy who received a bowl of candies.
The first ones, he ate ungracious,
but when he realized there were only a few left,
he began to taste them deeply.

I do not have time to deal with mediocrity.
I do not want to be in meetings where parade inflamed egos.

I am bothered by the envious, who seek to discredit
the most able, to usurp their places,
coveting their seats, talent, achievements and luck.

I do not have time for endless conversations,
useless to discuss about the lives of others
who are not part of mine.

I do not have time to manage sensitivities of people
who despite their chronological age, are immature.

I cannot stand the result that generates
from those struggling for power.

People do not discuss content, only the labels.
My time has become scarce to discuss labels,
I want the essence, my soul is in a hurry…
Not many candies in the bowl…

I want to live close to human people,
very human, who laugh of their own stumbles,
and away from those turned smug and overconfident
with their triumphs,
away from those filled with self-importance,
Who does not run away from their responsibilities ..
Who defends human dignity.
And who only want to walk on the side of truth
and honesty.
The essential is what makes
life worthwhile.

I want to surround myself with people,
who knows how to touch the hearts of people ….
People to whom the hard knocks of life,
taught them to grow with softness in their soul.

Yes …. I am in a hurry … to live with intensity,
that only maturity can bring.
I intend not to waste any part of the goodies
I have left …
I’m sure they will be more exquisite,
that most of which so far I’ve eaten.

My goal is to arrive to the end satisfied and in peace
with my loved ones and my conscience.
I hope that your goal is the same,
because either way you will get there too .. “

 
Mário de Andrade (9 oktober 1893 – 25 februari 1945)

 

De Joods-Duitse filoloog en schrijver Victor Klemperer werd geboren in Landsberg an der Warthe (tegenwoordig Gorzów Wielkopolski) op 9 oktober 1881. Zie ook alle tags voor Victor Klemperer op dit blog.

Uit: Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen  

“Aber jeder Monat ist gewonnen, und warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen? Wir haben so vieles erlebt, die festesten und scheinbar unabänderlichsten Dinge sind anders geworden, warum soll sich das Rad nicht noch ein-mal drehen? Auf mittelalterlichen Handschriften findet man mehrfach das Bild des Fortunarades mit vier darauf geflochte-nen Königen und der Umschrift: regno, regnavi, regnabo, sum sine regno (Ich herrsche, habe geherrscht, werde herrschen, bin ohne Herrschaft). Es ist überhaupt merkvürdig, wie sehr mich jetzt Mittelalterliches verfolgt. Alles was mir früher bloss mär-chenhafte Lektüre war, ohne jede Möglichkeit eines Bezuges auf mein eigenes Leben, ist mir jetzt ungeheuer lebendig und nahe, die Betrachtung über Freunde, que vent ernporte, et il ventait devant ma porte (und es war windig vor meiner Thür), Geschichten von Aussatzldappem, usw, usw. Nur schade, dass man zugleich mit den Erfahrungen des Mittelalters nicht auch dessen kindlichen Glauben zurückgewinnen kann. So ein recht fester Glaube an eine wohlgeheizte Hölle — Mindesttempera-tur 2000 Grad, das wäre doch eine herrliche Sache. Bei alledem beissen wir so gut es gehen will, den Rest unse-rer Zähne &st aufeinander und arbeiten, Eva bei jedem Wetter an ihrem Garten, ich an meinem Buch. Diese Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert (Aufklärung und Revolution) wird wahrhaftig und ohne Phrase das Buch mei-nes Lebens. Ich war noch nicht achtzehn Jahre, als mir unser Vater als erstes wissenschaftliches Buch die Aufklärung von Hettner zu lesen gab; ich habe als erstes eigenes grösseres Opus mit 33 Jahren meinen Montesquieu geschrieben, und die bei-den Bände trugen mir die Privatdozentur und die Professur ein; ich habe seitdem immer geplant, einmal das ganze Jahrhundert zu beschreiben, aber erst dann, wenn ich mich der Sache ganz gewachsen fühlte. 1933 habe ich endlich damit angefangen. Es wird ein Wälzer von etwa 1000 Druckseiten im Format meiner Literaturgeschichte des 19. Jh.’s, in zwei ungefähr gleiche Bände zerlegt. Der erste ist bis auf den letzten i-Punkt druckfertig im Maschinenmanuscript, über dem zweiten sitze ich jetzt, und wenn ich nicht vorher verrecke, wird er bis Ostern 38 fertig. Nie habe ich eine Sache so sehr mit dem Herzen und so sehr unter Aufbietung meiner ganzen Kraft geschrieben wie diese. Wenn ich morgens aufwache und noch gar nicht recht dabin und nicht weiss, welcher Wochentag es ist, dann denke ich schon an mein Buch, und in diesem Augenblick ist mir gewöhn-lich ldar, was mir gestern unklar war, und ich habe meine be-sten Einfälle. Du denkst ein Neunzehnjähriger erzählt Dir von seinen Versen; aber ich bin 55 und berichte von einer Literatur-geschichte, die schon x Leute vor mir geschrieben haben. Und doch verhält es sich wirklich und ganz unübertrieben so.”

 
Victor Klemperer (9 oktober 1881 – 11 februari 1960)

 

De Russische dichteres en schrijfster Marina Tsvetájeva werd geboren op 9 oktober 1892 in Moskou. Zie ook alle tags voor Marína Tsvetájeva op dit blog.

Uit: Briefwisseling. Marina Tsvetajeva & Rainer Maria Rilke, 1926 (Vertaald door Ronald Bos)

“Uw boeken verwacht ik als een onweer, dat – of ik het wil of niet – zal losbarsten. Bijna als een hartoperatie (geen beeldspraak! Ieder gedicht (van jou) snijdt in het hart en snijdt het volgens zijn kennis – of ik het wil of niet.) Men moet niets willen!
Weet je waarom ik jij zeg en van je houd en – en – en – Omdat jij een kracht bent. De zeldzaamste.
Je hoeft me niet te antwoorden, ik weet wat tijd is en wat een gedicht. Ik weet ook wat een brief is. Dus.
Als 10-jarig meisje (1903) woonde ik in de Vaud, in Lausanne, en ik weet nog veel over die tijd. In het pension was een volwassen negerin, die Frans wilde leren. Ze leerde niets en at viooltjes. Dat is mijn sterkste herinnering. De blauwe lippen – lippen van negers zijn niet rood en viooltjes blauw. Het blauwe meer van Genève komt pas later.
Wat ik van je wil, Rainer? Niets. Alles. Dat je het me vergunt ieder moment van je mijn leven tegen je op te kijken – als een berg die me beschermt (als een stenen beschermengel!). Tot ik je niet kende, ging het, nu, omdat ik je ken, heb ik toestemming nodig.
Want mijn ziel is goed opgevoed.
Maar ik zal je schrijven – of je wilt of niet. Over jouw Rusland (tsarenmilieu en andere dingen). Over veel. Over je Russische letters. De ontroering. Ik, die als een indiaan (of Indiër) nooit huil, ik had bijna –
Ik las je brief aan de oceaan, de oceaan las mee, we lazen samen. Stoort zo’n meelezer je niet? Anderen zullen er niet zijn, – ik ben veel te jaloers (over jou – vurig).
Hier zijn mijn boeken – je hoeft ze niet te lezen – leg ze op je werktafel en geloof me op mijn woord, dat ze er voor mij niet waren (daarmee bedoel ik op de wereld, niet de tafel!).”

 
Marína Tsvetájeva (9 oktober 1892 – 31 augustus 1941)
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 9e oktober ook mijn blog van 9 oktober 2017 en eveneens mijn blog van 9 oktober 2016 deel 2.

Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Reinhard Kaiser Mühlecker, Jorge Semprún, Gertrud Kolmarm, Jacquelyn Mitchard, Nelly Sachs, Cornelia Funke

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

On the Paradox of Advent

The Infinite a sudden Guest
Has been assumed to be —
But how can that stupendous come
Which never went away?

 

The Savior must have been

The Savior must have been
A docile Gentleman—
To come so far so cold a Day
For little Fellowmen—

The Road to Bethlehem
Since He and I were Boys
Was leveled, but for that ‘twould be
A rugged Billion Miles—

 

Heaven is so far of the Mind

Heaven is so far of the Mind
That were the Mind dissolved –
The Site – of it – by Architect
Could not again be proved –

‘Tis vast – as our Capacity –
As fair – as our idea –
To Him of adequate desire
No further ’tis, than Here –

 
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
De UMASS-campus in Amherst

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Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Reinhard Kaiser Mühlecker, Jorge Semprún, Gertrud Kolmar

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

Hope Is The Thing With Feathers

‘Hope’ is the thing with feathers—
That perches in the soul—
And sings the tune without the words—
And never stops—at all—

And sweetest—in the Gale—is heard—
And sore must be the storm—
That could abash the little Bird
That kept so many warm—

I’ve heard it in the chillest land—
And on the strangest Sea—
Yet, never, in Extremity,
It asked a crumb—of Me.

 

“Faith” Is A Fine Invention

“Faith” is a fine invention
When Gentlemen can see—
But Microscopes are prudent
In an Emergency.

 

Love is anterior to life

Love is anterior to life,
Posterior to death,
Initial of creation, and
The exponent of breath.

 
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Portret door Jerry Breen, ca. 2006

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Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Jorge Semprún, Gertrud Kolmar, Nelly Sachs, Cornelia Funke

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

Als ik niet meer in leven zal zijn

Als ik niet meer in leven zal zijn
En de roodborstjes komen, zul je dan schenken
Dat eene met ’t dasje van karmozijn
Een kruimel brood als aandenken?
 
En hoor je dan mijn dank woord niet.
Diep uit de donk’re groeve,
Weet, dat ik ’t tóch zal beproeven
Met mijn lippen van graniet.

 

Vertaald door Simon Vestdijk

 

Als Men Zijn leven opgeeft

Als Men Zijn leven opgeeft
Valt afscheid van de rest
Niet zwaar, zoals wanneer de Dag
Het hele Westen lost

De Top, het langste zichtbaar
Vervult Hem nog met spijt
Maar als de Jodium bij Staar
Is het voor korte tijd-

 

Vertaald door Peter Vestegen

 

Dood maakt iets veelbetekenend

Dood maakt iets veelbetekenend
Waar eerst geen oog voor was
Om aandacht doen zij smeken
Nu dat het is volbracht

Creaties om bij stil te staan
Verfijnd van wol of krijt
Hier zat ze aan te werken tot …
Steeds bezig als altijd

De vingerhoed te zwaar werd
Een steek niet afgehecht
Daar opgeborgen in het stof
En in de kast gelegd

Een boek dat van een vriend was
Waarin je her en der
Zijn streepjes vond met potlood
En nu was het zover

En lees ik, als ik lees, niet
Bang dat wat staat gegrift
En onvervangbaar, kostbaar
Door tranen wordt gewist.

 

Vertaald door Ans Bouter

 
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Cover van een biografie

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Dolce far niente, Emily Dickinson, Rainer Kirsch, Martin R. Dean

Dolce far niente

 

 
Morgen, Zon Effect, Eragny door Camille Pissarro, 1899

 

Uit : Complete Poems. 1924, Part Two: Nature

V

THE SUN just touched the morning;
The morning, happy thing,
Supposed that he had come to dwell,
And life would be all spring.
She felt herself supremer,—
A raised, ethereal thing;
Henceforth for her what holiday!
Meanwhile, her wheeling king
Trailed slow along the orchards
His haughty, spangled hems,
Leaving a new necessity,—
The want of diadems!
The morning fluttered, staggered,
Felt feebly for her crown,—
Her unanointed forehead
Henceforth her only one.

 

 
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Amherst. The Homestead (nu museum), gebouwd rond 1813. Hier werd Emily geboren.

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Emily Dickinson, Victor Vroomkoning, Jean Cocteau, Felix Timmermans

Dolce far niente

 

 
Een zomerlandschap met twee reizigers door B. C. Koekkoek, 1826

 

Summer Shower

A drop fell on the apple tree,
Another on the roof;
A half a dozen kissed the eaves,
And made the gables laugh.

A few went out to help the brook,
That went to help the sea.
Myself conjectured, Were they pearls,
What necklaces could be!

The dust replaced in hoisted roads,
The birds jocoser sung;
The sunshine threw his hat away,
The orchards spangles hung.

The breezes brought dejected lutes,
And bathed them in the glee;
The East put out a single flag,
And signed the fete away.

 

 
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Amherst, universiteit. Emily Dickinson werd geboren in Amherst

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