Theo Olthuis, Edmund de Waal, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver, Eddy Pinas, Jeppe Aakjær, Viktor Paskov

De Nederlandse dichter en schrijver Theo Olthuis werd geboren in Amsterdam op 10 september 1941. Zie ook alle tags voor Theo Olthuis op dit blog.

Simpel

Ruggelings wiegend het onderlijf
als trage ruitenwissers.
Geen jeuk of ander ongenoegen,
maar simpel tijdverdrijf;
vermoedelijk in de buurt van
noem het honds geluk.

 

Vluchteling

Na alles en dat was veel
de beslissing toch genomen.
En op weg naar ergens ver
uiteindelijk toch nog
ergens aangekomen.
Maar al zijn we nu dan hier,
we weten ons ook nog daar,
waar afscheid nemen
een beproeving was.

Uit een hel ontsprongen
en in een doolhof beland,
valt er nog niet veel te vieren.
Opgeslagen in computer en papieren
met om ons heen een vreemde taal,
blijft het dagelijks oefenen
in kalm te blijven en af te wachten.
Met het oog op morgen / overmorgen
kalm te blijven en af te wachten.
– Want na alles overleefd,
hebben wij nog nèt wat dromen over
hoe het hier zou kunnen zijn…

 
Theo Olthuis (Amsterdam, 10 september 1941)

 

De Franse schrijver van Russische afkomst Andreï Makine werd geboren in Krasnojarsk op 10 september 1957. Zie ook alle tags voor Andreï Makine op dit blog.

Uit: Das französische Testament (Vertaald door Holger Fock en Sabine Müller)

„Ich sah einen großen, braunen Falter, eine abendliche Sphinx, die zitternd einen Weg in die trügerische Tiefe des Spiegels suchte. Mit ausgestreckter Hand stürzte ich mich auf ihn und fühlte schon das Kitzeln seiner samtigen Flügel in meinen Handflächen… Jetzt erst bemerkte ich die außergewöhnliche Größe des Schmetterlings. Ich pirschte mich heran und konnte einen Aufschrei nicht unterdrücken: »Das sind ja zwei! Es sind siamesische Zwillinge!« Die beiden Falter schienen tatsächlich aneinander zu kleben. Ihre Leiber wurden von fieberhaften Zuckungen geschüttelt. Zu meiner Überraschung schenkte mir diese doppelte Sphinx keinerlei Aufmerksamkeit und versuchte nicht zu entkommen. Bevor ich sie einfing, konnte ich die weißen Flecken auf ihrem Rücken betrachten, den berühmten Totenkopf. Die Frau in der wattierten Jacke war vergessen. Ich verfolgte den Flug der freigelassenen Sphinx, die sich in der Luft in zwei Schmetterlinge teilte, und mit dem Verständnis eines Zehnjährigen begriff ich den Grund für diese Vereinigung. Das erklärte für mich auch die Bestürzung meiner Großmutter. Die Jagd auf die Sphinx der sich paarenden Schmetterlinge rief in mir die Erinnerung an zwei weiter zurückliegende Ereignisse wach, die zu den geheimnisvollsten meiner Kindheit zählen. Die erste, in mein achtes Lebensjahr zurückreichende Erinnerung beschränkt sich auf einige Zeilen aus einem alten Lied, das meine Großmutter manchmal kaum hörbar sang oder vielmehr vor sich hin murmelte, wenn sie über ein Kleidungsstück gebeugt auf ihrem Balkon saß, einen Kragen flickte oder Knöpfe annähte. Insbesondere der letzte Vers des Lieds verzückte mich:

… Und dort würden wir schlafen bis ans Ende der Welt.

Dieser unendliche Schlaf der Liebenden überstieg meine kindliche Vorstellungskraft. Ich wusste bereits, dass Menschen, die sterben (wie die alte Nachbarsfrau, deren Verschwinden man mir im letzten Winter so ausführlich erklärt hatte), für immer einschlafen. War dies der Schlaf der Liebenden aus dem Lied? In der Folge bildeten die Liebe und der Tod eine seltsame Einheit in meinem Köpfchen. Die schöne, melancholische Melodie tat das Ihre, um meine Verwirrung zu steigern.“


Andreï Makine (Krasnojarsk, 10 september 1957)

 

De Britse schrijver, keramist en hoogleraar Edmund Arthur Lowndes de Waal werd geboren op 10 september 1964 in Nottingham. Zie ook alle tags voor Edmund de Waal op dit blog.

Uit: The Hare With Amber Eyes: A Hidden Inheritance

“Odessa was a city within the Pale of Settlement, the area on the western borders of imperial Russia in which Jews were allowed to live. It was famous for its rabbinical schools and synagogues, rich in literature and music, a magnet for the impoverished Jewish shtetls of Galicia. It was also a city that doubled its population of Jews and Greeks and Russians every decade, a polyglot city full of speculation and traders, the docks full of intrigues and spies, a city on the make. Charles Joachim Ephrussi had transformed a small grain-trading business into a huge enterprise by cornering the market in buying wheat. He bought the grain from the middlemen who transported it on carts along the heavily rutted roads from the rich black soil of the Ukrainian wheat fields, the greatest wheat fields in the world, into the port of Odessa. Here the grain was stored in his warehouses before being exported across the Black Sea, up the Danube, across the Mediterranean.
By 1860 the family had become the greatest grain-exporters in the world. In Paris, James de Rothschild was known as the le Roi des Juifs, the King of the Jews. The Ephrussi were les Rois de Blé, the Kings of Grain. They were Jews with their own coat of arms: an ear of corn and a heraldic boat with three masts and full sails. Their motto, Quod honestum, unfurled below the ship: We are above reproach. You can trust us.
The masterplan was to build on this network of contacts and finance huge capital projects: bridges across the Danube, railways across Russia and across France, docks and canals. Ephrussi et Cie would change from being a very successful commodity trading house into an international finance house. It would become a bank. And each helpful deal struck with a government, each venture with an impoverished archduke, each client drawn into serious obligation with the family would be a step towards even greater respectability, a step further from those wagons of wheat creaking in from the Ukraine.
In 1857 the two elder sons and their families were sent out from Odessa to Vienna, the capital city of the sprawling Hapsburg Empire. They bought a huge house in the city centre, and for ten years this was home to a shifting population of grandparents, children and grandchildren as the family moved backwards and forwards between the two cities. One of the sons, my great-great-grandfather Ignace, was tasked with handling Ephrussi business in the Austro-Hungarian Empire from this Vienna base. Paris came next: Léon, the older son, was tasked with establishing the family and business here.”

 
Edmund de Waal (Nottingham, 10 september 1964)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Franz Werfel werd op 10 september 1890 in Praag geboren. Zie ook alle tags voor Franz Werfel op dit blog.

Uit: Stern der Ungeborenen

„Um allen groben Mißverständnissen vorzubeugen: ich bin durchaus kein Meisterträumer. Ich träume nicht lebhafter als andere Leute. Ich pflege am Morgen zumeist meine Träume vergessen zu haben. Oft bleiben freilich, als Strandgut der Nacht, in der grauen Frühe ein paar merkwürdige Bilder und Szenen zurück. Da gibt es zum Beispiel einen Hund, der mit mir in verständigen Worten spricht. Eine leuchtende Braut im Brautschleier, die ich nie gesehen habe, tritt mit ausgebreiteten Armen an mein Bett. Ein Mann mit Vollbart und blauer Schürze, den man den »Arbeiter« nennt, setzt Wasserkünste in Gang, die jedoch nicht aus Wasser, sondern aus absonderlichen Lichtstrahlen bestehen. Oder ich sehe mit unbeschreiblicher Deutlichkeit greise Männer, die anstatt zu sterben immer kleiner werden, immer winziger, und zuletzt als menschenförmige Rübchen in der Erde stecken. Solche Bilder und Szenen sind – wenn das Gedächtnis sie nicht ausstößt – wie eigenwillige Keime, die sich im Geiste während des Tageslebens wachsend weiterentwickeln, willst du oder willst du nicht. Selten, und doch ein paarmal im Leben geschieht es, daß diese selbständigen, vom erfinderischen Willen unabhängigen Gesichte während einer einzigen Nacht oder sogar in mehreren Nächten nacheinander logische Ketten und epische Reihen bilden, und man muß dann schon ein braver Tropf sein, um nicht angeschauert zu werden von den sinnvollen Spielen, die unsre Seele hinter unserm Rücken aufführt, als wäre sie nicht ein beschränktes Ich, sondern ein grenzenloses All.
Es gibt nur zwei Wege, um ein Historiker der Zukunft zu werden: wissenschaftliche Folgerung und Traumdeuterei oder Wahrsagerei. Die wissenschaftliche Folgerung dürfte sich durch wissenschaftliche Folgerung von der Erkenntnis der Zukunft selbst ausschließen. Die Wissenschaft nämlich muß stets auf der Hut sein, aus sich eine Närrin zu machen. Sie bringt es höchstens zur Wahrscheinlichkeitsrechnung. Traumdeuterei und Weissagung hingegen haben den unschätzbaren Vorteil, auf eine uralte Praxis zurückzublicken, die der unanzweifelbaren Überlieferung gemäß namhafte Erfolge aufzuweisen hat. Die prophetischen Erkenntnisarten müssen es nur verstehen, um echt zu sein, die Schleier des Gleichnisses zu tragen und die Schatten des Geheimnisses zu werfen.
Strenge Augen sehn mich schon längere Zeit an. Sie werden immer strenger, und jetzt sprechen sie sogar:
»Sie sind ein Mann in ziemlich reifem Alter. Sie haben wahrhaftig nicht so viel Zeit mehr, um auf unnütze Reisen zu gehn. Wie lange noch wollen Sie Ihren kurzen Arbeitstag vergeuden? Wissen Sie nicht, was heute in dieser Welt geschieht? Waren Sie nicht selbst ein Verfolgter und ein Opfer?”


Franz Werfel (10 september 1890 – 26 augustus 1945)

 

De Poolse schrijver Paweł Huelle werd geboren op 10 september 1957 in Gdańsk. Zie ook alle tags voor Pawel Huelle op dit blog.

Uit: Castorp (Vertaald door Renate Schmidgall)

„Zum ersten Mal in seinem Leben empfand Hans Castorp – wie man in seinen Kreisen in solchen Fällen zu sagen pflegte – die Notwendigkeit, jemandem eine Lektion zu erteilen – ja, man hätte, in diesem Sinne, streng die Stirn runzeln und in einem keinen Widerspruch duldenden Ton noch lauter sagen müssen: “Ihre Dienstnummer, bitte! Das ist unerhört, Sie haben wohl vor, ihre Stelle aufzugeben? Ich werde mich noch heute bei der Direktion beschweren!” Doch statt irgend etwas zu sagen, setzte sich Hans Castorp auf den nächsten freien Platz und schaute, das Gesicht dicht an die Fensterscheibe gepreßt, zerstreut auf das Spalier der hundertjährigen Linden, hinter denen sich die Fahrbahn der Allee und der Friedhof erstreckten. Das Bewußtsein, daß er ohne Fahrkarte fuhr, wenn auch ohne jegliche eigene Schuld, setzte ihm schwer zu. Nach dem, was vorgefallen war, konnte er jedoch auf gar keinen Fall den Schaffner noch einmal ansprechen, das wäre, wie sein französisches Kindermädchen, Madame Choissel, zu sagen pflegte, tout a fait impossible gewesen. Er dachte auch über den seltsamen Akzent des Schaffners nach: Er erinnerte keinesfalls an das Platt, in dem der Großvater, Senator Hans Lorenz Castorp, gewöhnlich mit seinem Diener Fiete redete. Auch jenen sonderbaren Lauten aus dem Süden, die er als kleiner Junge bisweilen im Hamburger Kontor seines Vaters gehört hatte, wenn ihn Geschäftsleute aus Bayern besuchten, war er nicht im mindesten ähnlich. Der Akzent des Schaffners gehörte in eine vollkommen andere, gesonderte Kategorie, die unserem Helden in diesem Moment außergewöhnlich abstoßend vorkam, fremd und feindlich zugleich. Zu allem Überfluß erklang in einem Winkel seines Gedächtnisses eine biblische Phrase, die er vor langer Zeit, wahrscheinlich bei den häuslichen Vorbereitungen auf die Konfirmation, einmal gelesen hatte. Der Satz lautete: “Mißachte seine Sprache nicht”, doch aus welchem Buch er stammte und ob er ihn als Kommentar zu der Situation in der Straßenbahn betrachten sollte – auf diese Fragen fand er keine Antwort. Bedrückt von all dem, registrierte er fast unbewußt das Gebäude der Technischen Hochschule, an dem sie gerade vorbeifuhren. Wäre es – wie ein paar Stunden zuvor die Stadt – während seiner euphorischen Stimmung vor ihm aufgetaucht, so hätte er sicher seine subtile, durchdachte Schönheit zu schätzen gewußt, die in einer Verbindung der jahrhundertealten örtlichen Tradition mit der Idee der Moderne bestand. Doch jetzt konnte ihn kein Maßwerk und keine Attika bezaubern. Er dachte nur: “Und das soll meine Schule sein, so etwas…” Dabei empfand er eine Art innerer Beschämung, ganz so, als müßte er seinem Onkel, Konsul Tienappel, lauthals Recht geben, was seine gegenwärtige, bedauernswerte Lage natürlich nicht zuließ. Womöglich wäre er in seiner Verwirrung zur Endstation beim Straßenbahndepot gefahren, wäre nicht eine junge Dame in einem schicken Hut gewesen, die sich über die Lehne beugte und mit freundlicher Stimme sagte: “Gleich kommt die Haltestelle am Ahornweg, mein Herr. Da ist der Eingang in den Kastanienweg, auf der anderen Seite der Gleise!”


Paweł Huelle (Gdańsk, 10 september 1957)

 

De Amerikaanse dichteres Mary Oliver werd geboren op 10 september 1936 in Maple Heights, Ohio. Zie ook alle tags voor Mary Oliver op dit blog.

The Journey

One day you finally knew
what you had to do, and began,
though the voices around you
kept shouting
their bad advice–
though the whole house
began to tremble
and you felt the old tug
at your ankles.
“Mend my life!”
each voice cried.
But you didn’t stop.
You knew what you had to do,
though the wind pried
with its stiff fingers
at the very foundations,
though their melancholy
was terrible.
It was already late
enough, and a wild night,
and the road full of fallen
branches and stones.
But little by little,
as you left their voices behind,
the stars began to burn
through the sheets of clouds,
and there was a new voice
which you slowly
recognized as your own,
that kept you company
as you strode deeper and deeper
into the world,
determined to do
the only thing you could do–
determined to save
the only life you could save.

 

Sleeping in the Forest

I thought the earth remembered me,
she took me back so tenderly,
arranging her dark skirts, her pockets
full of lichens and seeds.
I slept as never before, a stone on the river bed,
nothing between me and the white fire of the stars
but my thoughts, and they floated light as moths
among the branches of the perfect trees.
All night I heard the small kingdoms
breathing around me, the insects,
and the birds who do their work in the darkness.
All night I rose and fell, as if in water,
grappling with a luminous doom. By morning
I had vanished at least a dozen times
into something better.

 


Mary Oliver (Maple Heights, 10 september 1935)

 

De Surinaamse dichter en schrijver Eddy Louis Pinas werd geboren in Paramaribo op 10 september 1939. Zie ook alle tags voor Eddy Pinasp op dit blog.

Er is nu geen tijd

er is nu geen tijd
om blij te zijn

ieder stukje loof
iedere zandkorrel

staat bol
van verwachting

de bibit wacht
om geboren te worden

beman de ploeg in naam
van volk en vaderland

pas morgen kunnen
we blij zijn

 

Toen ik insliep

toen ik insliep
zag ik enkel
je ogen nog
de droom
onthulde jou
weifelend hart


Eddy Pinas (Paramaribo, 10 september 1939)
In 1985

 

De Deense dichter en schrijver Jeppe Aakjær werd geboren in Aakjær bij Skive op 10 september 1866. Zie ook alle tags voor Jeppe Aakjaer op dit blog.

The Oats

Here I stand with tinkling bells galore,
Twenty on each straw, I think, or more.
But the farmer, bless his honest soul,
Calls me oats and speaks of twenty fold.

I was sown while happy birds in spring
Made with joyful song the welkin ring.
Bumble bees in wild and tumbling race,
In the mellow sunshine droned the bass.

Growing up in sunny morning dew
That sweet Symphony within me grew.
He who listens humbly while I ring,
Hears the echo of the songs of spring.

Cold, unfeeling hearts can never see
Anything but cattle-feed in me.
I am more than food for hungry jaws,
I am song of birds on golden straws.

I am friends with everything that grows,
Friends with every gentle wind that blows,
Friends with waving trees and summer skies,
Friends with daisies and with butterflies.

When the sun goes down, its parting smile
Lingers on my golden head a while,
And when evening bells ring out, I too
Tinkle, standing tip-toe in the dew.

I am ringing children to their beds,
Ringing up the mist that slowly spreads,
Ringing peace, as busy day departs,
Into humble homes and pious hearts.

 

Vertaald door S.D. Rodholm

 
Jeppe Aakjær (10 september 1866 – 22 april 1930)
Portret door Herman Albert Gude Vedel

 

De Bulgaarse schrijver en musicus Viktor Markos Paskov werd geboren in Sofia op 10 september 1949. Zie ook alle tags voor Viktor Paskov op dit blog.

Uit: Ballade pour Georg Henig (Vertaald door Marie Vrinat)

« Récemment, alors que je fouillais dans de vieux papiers de famille, je tombai sur deux lettres écrites au crayon-encre sur des feuilles de cahier par Georg Henig, de son écriture impossible. En haut à droite, on peut lire l’année ainsi que l’endroit où elles ont été rédigées : 1960, hospice de vieillards de Haïredine. L’administration de l’hospice avait joint un avis à la dernière page de la seconde lettre, retenu à l’aide d’un trombone rouillé. On nous informait qu’à cette date, Georg Henig était mort de… (suivait alors l’appellation latine du mot « vieillesse ») et qu’il serait enterré le lendemain, dans le cimetière du village. Conformément à ses dernières volontés, on avait déposé dans son cercueil le violon avec lequel il était arrivé et qui constituait son seul bien. Par un étrange concours de circonstances, le jour où Georg Henig mourait, moi, je fêtais mes douze ans. Je me suis efforcé de me souvenir de cette journée. Mais là où je cherchais le souvenir – était-ce dans mon coeur ? dans mon âme ? – il n’y avait qu’un trou noir. Ce devait être une douce matinée ensoleillée au début de l’automne… sûrement irisée – mais de quelles couleurs ? Existe-t-il encore de telles couleurs ? Au moment où j’écris ces lignes, tombe une fine bruine. C’est un soir d’automne. Les bâtiments, en face, ont la couleur du lilas dans la brume gris sale. De temps en temps, en bas, un bus s’arrête avec ses portes qui s’ouvrent et se ferment. Dans la chambre, des ombres se profilent, mais je ne vois pas celle de Georg Henig. Jamais je n’ai ressenti la solitude aussi intensément.”

 
Viktor Paskov (10 september 1949 – 16 april 2009)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e september mijn blog van 10 september 2017 deel 2..

Edmund de Waal, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver

De Britse schrijver, keramist en hoogleraar Edmund Arthur Lowndes de Waal werd geboren op 10 september 1964 in Nottingham. Zie ook alle tags voor Edmund de Waal op dit blog.

Uit: The Hare With Amber Eyes: A Hidden Inheritance

`I look up at the second-floor windows where Charles had his suite of rooms, some of which looked across the street to the more robustly classical house opposite, some across the courtyard into a busy roofscape of urns and gables and chimneypots. He had an antechamber, two salons — one of which he turned into his study – a dining-room, two bedrooms and a ‘petite’. I try to work it out; he and his older brother Ignace must have had neighbouring apartments on this floor, their elder brother Jules and their widowed mother Mina below, with the higher ceilings and grander windows and the balconies on which, on this April morning, there are now some rather leggy red geraniums in plastic pots. The courtyard of the house was glazed, according to the city records, though all that glass is long gone. And there were five horses and three carriages in these stables which are now a perfect bijou house. I wonder if that number of horses was appropriate for a large and social family wanting to make the right kind of impression.
It is a huge house, but the three brothers must have met every day on those black-and-gold winding stairs, or heard each other as the noise of the carriage being readied in the courtyard echoed from the glazed canopy. Or encountered friends going past their door on the way up to an apartment above. They must have developed a way of not seeing each other, and not hearing each other, too: to live so close to your family takes some doing, I think, reflecting on my own brothers. They must have got on well. Perhaps they had no choice in the matter. Paris was work, after all.
The Hôtel Ephrussi was a family house, but it was also the Parisian headquarters of a family in its ascendancy. It had its counterpart in Vienna, the vast Palais Ephrussi on the Ringstrasse. Both the Parisian and Viennese buildings share a sense of drama, of a public face to the world. They were both built in 1871 in new and fashionable areas: the rue de Monceau and the Ringstrasse were so of-the-minute that they were unfinished, untidy, loud and dusty building sites. They were still spaces that were inventing themselves, competitive with the older parts of town with their narrower streets, and spikily arriviste.
If this particular house in this particular streetscape seems a little stagey, it is because it is a staging of intent. These houses in Paris and Vienna were part of a family plan: the Ephrussi family was ‘doing a Rothschild’. Just as the Rothschilds had sent their sons and daughters out from Frankfurt at the start of the nineteenth century to colonise European capital cities, so the Abraham of my family, Charles Joachim Ephrussi, had masterminded this expansion from Odessa in the 1850s. A true patriarch, he had two sons from his first marriage, Ignace and Léon. And then when he remarried at fifty he had continued producing children: two more sons, Michel and Maurice, and two daughters, Thérèse and Marie. All of these six children were to be deployed as financiers or married into suitable Jewish dynasties.”

 
Edmund de Waal (Nottingham, 10 september 1964)

Continue reading “Edmund de Waal, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver”

Edmund de Waal

De Britse schrijver, keramist en hoogleraar Edmund Arthur Lowndes de Waal werd geboren op 10 september 1964 in Nottingham. De Waal is een zoon van de deken van Canterbury Cathedral, Victor de Waal. De Waal’s grootmoeder, Elisabeth de Waal, stamde uit de Weense, joodse familie Ephrussi. Ze trouwde met de Nederlander Hendrick de Waal en trol met hem door Europa om tijdens WO II tenslotte in Emgeland terecht te komen. Hij doorliep de King’s School in Canterbury voordat hij een beurs kreeg voor de studie Engels aan Trinity Hall in Cambridge. Tijdens zijn schooljaren in Canterbury de Waal leerde het ambacht van pottenbakker. Dus het was niet meer dan logisch dat hij na zijn afstuderen zijn eigen pottenbakkerij opende in het westen van Engeland in de buurt van de grens met Wales. Tegelijkertijd leerde hij de Japanse taal aan de Universiteit van Sheffield en kreeg een tweejarige werkbeurs ​​van de stichting van het Japanse beursbedrijf Daiwa Shōken Group Honda, die hem in staat stelde om te werken in de Mejiro Ceramics Studio in Tokio. In 2010 werd de Waasl familiegeschiedenis “The Hare with the Amber Eyes: a Hidden Inheritance” gepubliceerd en in hetzelfde jaar won het boek de Costa Book Award in de categorie biografie. De titel verwijst naar een van de 264 Netsukefiguren die de Waal van zijn oudoom Iggy (Ignaz / Ignace) Leo Ephrussi had geërfd. Het verhaal beschrijft het leven van zijn voorouders, de joodse familie Ephrussi, die als Griekse Sephardim door handel en banktransacties in heel Europabekend werd, maar werden vervolgens echter als Joden werden vervolgd in de tijd van het nationaal-socialisme.

Uit: The Hare With Amber Eyes: A Hidden Inheritance

“One sunny April day I set out to find Charles. Rue de Monceau is a long Parisian street bisected by the grand boulevard Malesherbes that charges off towards the boulevard Pereire. It is a hill of golden stone houses, a series of hotels playing discreetly on neoclassical themes, each a minor Florentine palace with heavily rusticated ground floors and an array of heads, caryatids and cartouches. Number 81 rue de Monceau, the Hôtel Ephrussi, where my netsuke start their journey, is near the top of the hill. I pass the headquarters of Christian Lacroix and then, next door, there it is. It is now, rather crushingly, an office for medical insurance.
It is utterly beautiful. As a boy I used to draw buildings like this, spending afternoons carefully inking in shadows so that you could see the rise and fall of the depth of the windows and pillars. There is something musical in this kind of elevation. You take classical elements and try to bring them into rhythmic life: four Corinthian pilasters rising up to pace the façade, four massive stone urns on the parapet, five storeys high, eight windows wide. The street level is made up of great blocks of stone worked to look as if they have been weathered. I walk past a couple of times and, on the third, notice that there is the double back-to-back E of the Ephrussi family incorporated into the metal grilles over the street windows, the tendrils of the letters reaching into the spaces of the oval. It is barely there. I try to work out this rectitude and what it says about their confidence. I duck through the passageway to a courtyard, then through another arch to a stable block of red brick with servants’ quarters above; a pleasing diminuendo of materials and textures.
A delivery man carries boxes of Speedy-Go Pizza into the medical insurers. The door into the entrance hall is open. I walk into the hall, its staircase curling up like a coil of smoke through the whole house, black cast iron and gold filigree stretching up to a lantern at the top. There is a marble urn in a deep niche, chequerboard marble tiles. Executives are coming down the stairs, heels hard on marble, and I retreat in embarrassment. How can I start to explain this idiotic quest? I stand in the street and watch the house and take some photographs, apologetic Parisians ducking past me. House-watching is an art. You have to develop a way of seeing how a building sits in its landscape or streetscape. You have to discover how much room it takes up in the world, how much of the world it displaces. Number 81, for instance, is a house that cannily disappears into its neighbours: there are other houses that are grander, some are plainer, but few are more discreet.”

 
Edmund de Waal (Nottingham, 10 september 1964)