Kjell Westö, Christoph Simon, Diane DiPrima

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009 en ook mijn blog van 6 augustus 2010.

 

Uit: Das Trommeln des Regens  (Vertaald door Ebba Segerberg)

 

In einer Novembernacht vor knapp drei Jahren klingelte das Telefon im Flur. Meine Ehefrau Gabriella, die einen leichteren Schlaf hat als ich, wurde davon geweckt und rüttelte heftig an mir. Ich habe seit jeher die tiefe Vertrautheit meines Freundes und Kollegen Lang mit den unvermittelt eintreffenden Ereignissen und zufälligen Zusammentreffen des großstädtischen Lebens geteilt. Gabi dagegen ist bis heute von ihrer Kindheit in einem verschlafenen Schärendörfchen geprägt. Sie ist ein willensstarker und robuster Mensch, neigt jedoch dazu, sich durch Unerwartetes bis ins Mark erschüttern zu lassen. Außerdem durchlebten wir damals gerade einen Herbst voller Veränderungen und Sorgen. Mattias, Gabis Sohn, den sie schon mit 19 zur Welt gebracht hatte, war nach Abo gezogen, um dort an der schwedischsprachigen Universität zu studieren. Kurz darauf hatte Gabis Vater einen leichten Herzinfarkt erlitten. Als Gabi mich in jener Novembernacht weckte, war sie deshalb sehr erregt. Es ist jemand gestorben!, stotterte sie. Wach auf, Konni! Papa oder Matti, einer von ihnen ist gestorben. Ich weiß es, das ist so eine Nacht! Widerwillig schlug ich die Augen auf und fand mich in einem alten film noir wieder: der Wind, der an den Dachziegeln rüttelte, das Trommeln des Regens gegen das Schlafzimmerfenster, die halb offen stehende Tür zum Flur und zum Wohnzimmer, das Telefon, das klingelte, Motorengeräusche, die näher kamen, der Lichtstreifen, der über die Wohnzimmerwand wanderte, wenn sich ein Nachtbus die Topeliusgatan zum Platz hinaufquälte, um anschließend zu erlöschen, wenn der Bus in den Schacht der Runebergsgatan abtauchte. Wenn du schon wach bist, kannst du doch auch selber drangehen, murrte ich ärgerlich, jedoch vergeblich, denn Gabi saß wie angewurzelt aufrecht im Bett und schien vor Angst wie gelähmt zu sein, ihre nackten Füße lugten unter der Decke hervor, die sie eng um sich geschlagen hatte. Das Telefon klingelte beharrlich weiter. Ich begab mich auf steife.”

 

 

 

Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

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Kjell Westö, Christoph Simon, Conor McPherson, Diane DiPrima, Jean Carrière, Alfred Lord Tennyson, Paul Claudel, John Middleton Murry, János Rózsás, Christa Reinig, Yacine Kateb, Isabel Bolton, Rolf Boldrewood, Jiří Weil

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: Tante Elsie und mein letzter Sommer (Vertaald door Paul Berf)

“Im August kam Tante Elsie.
Der Lärm der Stadt und die harten Holzpulte der Schule hatten sich bereits fest in meinen Gedanken verankert. Die Sonne versank immer schneller hinter dem Land der großen Kiefern auf der anderen Seite des Wassers. Ich war mir sicher, wenn ich nur das Motorboot nehmen und die dunkle Klippe mit der leer stehenden grünen Hütte umrunden dürfte, würde ich das Zischen hören und sehen können, wenn die Sonne in eine der Buchten hinter dem Kiefernwald fiel; aber Papa meinte, das Boot sei viel zu kippelig.
Einige Jahre vergingen, unser Boxer Bruno gewann eine Dritter-Platz-Schleife bei einer großen Hundeausstellung und lief immer seltener weg, mein Bruder Kenneth zog zu Hause aus, an den Wintersamstagen bekamen wir schulfrei, aber gleichzeitig wurde der Sommer kastriert; es war nicht mehr der September, der die Grenze markierte, sondern der sechzehnte oder achtzehnte August. Wir aßen Flusskrebse, Onkel Walle holte sie in Tammerfors, blaugrau und grauslig krabbelten sie in ihren Pappkartons, wurden in den Kochtopf geworfen und wurden rot und tot. Die Raubfische erwachten aus ihrer Juliträgheit, die Zander gingen wieder ins Netz. Inmitten des schweren, dunklen Grüns gab es einen Abgrund, das spürte ich, obwohl ich erst viel später gelernt habe, die Worte dafür zu finden.
Im August wartete ich auf Tante Elsie.
Sie kam mit einem Duft aus Tabak und Moschus, Großstadt und Lachen. Tante Elsie setzte eine Zäsur, ihre Stimme war laut und gierig, durchdrang die Genügsamkeit und übersättigte Ruhe, die im August über Lönnbacka hing. Ihre Haare kräuselten sich bis zur Taille, so schwarz wie die Kohlenhalden neben den Kraftwerken, die der Stadt Wärme spendeten. Die Stadt! Vielleicht war dies ja das Geheimnis Tante Elsies dass sie an Helsingfors erinnerte. Sie war hektisch und schnell, ihre Kent rauchte sie mit energischen Zügen, die ihre Wangen zu zwei großen Gruben zusammenzogen, und die Schritte, mit denen sie ging, waren so kurz, dass es aussah, alswürde sie laufen. Auf ihrem Nachttisch in der Saunakammer lagen stets vier Bücher, alle mit einem Eselsohr irgendwo in der Mitte.”

westo
Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

 

 De Zwitserse schrijver Christoph Simon werd geboren op 6 augustus 1972 in Langnau im Emmental. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: Spaziergänger Zbinden

„Kâzim, den Namen habe ich doch richtig verstanden? Reichen Sie einem alternden Spaziergänger die Hand. Mit Treppen tue ich mich schrecklich schwer. Können Sie glauben, dass dieses Betagtenheim einmal ein Privatsitz gewesen ist? Dass hier eine nur vier- oder fünfköpfige Familie gelebt hat? Die Kinder haben sich hier ans Treppengeländer geschlichen und sich hingekauert, während ihre Eltern unten eine patrizische Abendgesellschaft empfingen. – Nehmen was? Sie müssen lauter sprechen. Ich habe zwei Hörgeräte. Mit dem einen höre ich und bekomme Kopfschmerzen, mit dem andern bekomme ich keine und höre aber nichts. – Den Lift? Nein, den Lift nehme ich nie. Im Lift stehen alle steif nebeneinander, blicken starr geradeaus oder halten den Blick gesenkt. Die Tür öffnet sich, einer kommt heraus, ein anderer geht hinein, dreht sich sofort um und blickt unbehaglich zur Tür. Wer hat ihnen befohlen, zur Tür zu blicken? Muss ich einen Lift benutzen, dann wende ich der Tür gern den Rücken zu, sehe den anderen ins Gesicht und sage: “Wäre es nicht wundervoll, wenn der Lift stecken bliebe und wir uns alle kennenlernen könnten?”

Wissen Sie, was dann geschieht? Die Tür öffnet sich auf der nächsten Etage, und alle verlassen den Aufzug.

Ich weiss. Ich stelle Leuten die unmöglichsten Fragen. Ich bitte meinen Sohn, mir die Funktionsweise des automatischen Getriebes zu erklären. Ich frage den Leiter des Betagtenheims, wer ihm die Socken strickt. Frau Grundbacher, halten Sie sich für sensibel und sind bloss beleidigt? Herr Imhof, können Sie eine Pflegefachfrau ansehen, ohne gleich den Wunsch nach tätiger Liebe zu verspüren? Herr Ziegler, unterschätzen Sie sich gern in Ihren Möglichkeiten, die Gefühle anderer zu verletzen? Herr Hügli, stehen Sie auf, um nachzuschauen, ob’s regnet, oder pfeifen Sie den Kater herein und fühlen, ob er nass ist?“

 simon

Christoph Simon (Langnau im Emmental, 6 augustus 1972)

 

De Ierse (toneel)schrijver Conor McPherson werd geboren op 6 augustus 1971 in Dublin. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: Shining City

McPherson

Conor McPherson (Dublin, 6 augustus 1971)

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Diane DiPrima werd geboren op 6 augustus 1934 in New York. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009.

The Belltower

the weighing is done in autumn
and the sifting
what is to be threshed
is threshed in autumn
what is to be gathered is taken

the wind does not die in autumn
the moon
shifts endlessly thru flying clouds
in autumn the sea is high

& a golden light plays everywhere
making it harder
to go one’s way.
all leavetaking is in autumn
where there is leavetaking
it is always autumn
& the sun is a crystal ball
on a golden stand
& the wind
cannont make the spruce scream
loud enough.

 

First snow, Kerhonkson – For Alan

This, then, is the gift the world has given me
(you have given me)
softly the snow
cupped in the hollows
lying on the surface of the pond
matching my long white candles
which stand at the window
which will burn at dusk while the snow
fills up our valley
this hollow
no friend will wander down
no one arriving brown from Mexico
from the sunfields of California, bearing pot
they are scattered now, dead or silent
or blasted to madness
by the howling brightness of our once common vision
and this gift of yours-
white silence filling the contours of my life.

diprima
Diane DiPrima (New York, 6 augustus 1934)

 

De Franse schrijver en essayist Jean Carrière werd geboren op 6 augustus 1928 in Nîmes. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: L’épervier de Maheux

« Quand l’homme avait le dos tourné, le monde se remplissait de choses mystérieuses, d’étranges complicités naissaient entre elles, des alliances inconnues se formaient, dont nul n’avait idée, et dont il ne restait aucune trace à son retour. Mais il fallait une prunelle pure et une oreille exercée pour les distinguer, pour en déceler les traces (…) » 

 « Il ne pleuvait jamais le soir, mais le ciel s’ouvrait au contraire, vaste et multicolore, vers le couchant, l’océan, l’ouest somptueux, les Amériques – l’Amérique du Nord, l’étoilée, à laquelle avaient appartenu ces plateaux à l’ère des trilobites. Le Haut-Pays reprenait la mer, au crépuscule, et remontait le vent dans la direction de l’étoile polaire. »

« Tu vois, lui, ce bâtard de haute époque – et je veux bien que l’histoire des hommes soit souvent l’histoire d’une bataille rangée entre une névrose cosmique et une désespérante lucidité – lui ne l’a pas supporté, d’être réveillé, qu’on le fasse brutalement passer de l’éternité dans le temps – le temps, signe de mort, signe de rien : ses catégories n’étaient pas les nôtres, j’en mettrais ma main au feu. »

carriere

Jean Carrière (6 augustus 1928 – 7 mei 2005)

 

De Engelse dichter Alfred, Lord Tennyson werd geboren op 6 augustus 1809 in Somersby, Lincolnshire, England. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2006 en ook mijn blog van 6 augustus 2007  en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Come not when I am dead

Come not, when I am dead,
To drop thy foolish tears upon my grave,
To trample round my fallen head,
And vex the unhappy dust thou wouldst not save.
There let the wind sweep and the plover cry;
But thou, go by.

Child, if it were thine error or thy crime
I care no longer, being all unblest:
Wed whom thou wilt, but I am sick of Time,
And I desire to rest.
Pass on, weak heart, and leave to where I lie:
Go by, go by.

 

Politics

We move, the wheel must always move,
Nor always on the plain,
And if we move to such a goal
As wisdom hopes to gain,
Then you that drive, and know your Craft.
Will firmly hold the rein,
Nor lend an ear to random cried,
Or you may drive in vain,
For some cry ‘Quick’ and some cry ‘Slow’
But, while the hills remain,
Up hill ‘Too-slow’ will need the whip,
Down hill ‘Too-quick’ the chain.

tennyson

Alfred Tennyson (6 augustus 1809 – 6 oktober 1892)
Portret door Helen Allingham

 

De Franse dichter, schrijver en diplomaat Paul Claudel werd geboren op 6 augustus 1868 in Villeneuve-sur-Fère. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Le Départ

_Ce n’étaient pas là vos grandes et gracieuses manières.

Vous qui n’avez de rien d’autre à vous repentir, n’avez-vous pas, mon amour,
regret de cette après-midi de juillet où vous partites avec une soudaine,
inintelligible phrase et un oeil effrayé, pour ce voyage si long sans aucun
baiser et nul adieu?
Je savais bien cependant que vous alliez partir tout à l’heure, et nous étions assis dans les rayons du soleil déclinant,
vous me murmurant tout
bas, car votre voix était faible, ce merci qui me faisait mal.
Tout de même ç’était bon d’entendre ces choses, et je pouvais dire ce qui
rendait vos yeux pleins d’amour une croissante ombre,
comme quand le vent
du Sud approfondit le noir feuillage.

_Et ç’était bien vos grandes et gracieuses manières

que de tourner le discours ainsi sur les choses de tous les jours, ma chérie, élevant pour l’éclair d’un sourire ces lumineuses, pathétiques paupières.
Tandis que je m’approchais davantage, car vous parliez si bas que je ne pouvais à peine entendre.
Mais tout d’un coup me laisser ainsi à la fin, effaré de surprise plus que
de la perte, avec une phrase pressée, inintelligible, et un oeil effrayé, et
partir ainsi pour votre voyage d’à jamais avec pas un seul baiser et pas
adieu, et le seul regard sans amour celui dans lequel vous passâtes,

_Çe n’était pas du tout vos grandes et gracieuses manières.

claudel

Paul Claudel (6 augustus 1868 – 23 februari 1955)

 

De Engelse schrijver, criticus, vertaler en dichter John Middleton Murry werd geboren op 6 augustus 1889 in Londen. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: Aspects of Literature

„It is curious and interesting to find our younger men of letters actively concerned with the present condition of literary criticism. This is a novel preoccupation for them and one which is, we believe,

symptomatic of a general hesitancy and expectation. In the world of letters everything is a little up in the air, volatile and uncrystallised. It is a world of rejections and velleities; in spite of outward similarities, a strangely different world from that of half a dozen years ago. Then one had a tolerable certainty that the new star, if the new star was to appear, would burst upon our vision in the shape of a novel. To-day we feel it might be anything. The cloud no bigger than a man’s hand might even be, like Trigorin’s in ‘The Sea-gull,’ like a piano; it has no predetermined form.

This sense of incalculability, which has been aroused by the prodigious literary efflorescence of late  years, reacts upon its cause; and the reaction tends by many different paths to express itself finally in the ventilation of problems that hinge about criticism. There is a general feeling that the growth of the young plant has been too luxuriant; a desire to have it vigorously pruned by a capable gardener, in order that its strength may be gathered together to produce a more perfect fruit. There is also a sense that if the _lusus naturæ_, the writer of genius, were to appear, there ought to be a person or an organisation capable of recognising him, however unexpected his scent or the shape of his leaves. Both these tasks fall upon criticism. The younger generation looks round a little apprehensively to see if there is a gardener whom it can trust, and decides, perhaps a little prematurely, that there is none.”

 murry

John Middleton Murry (6 augustus 1889 – 12 maart 1957)
Hier met Kathrine Mansfield

 

De Hongaarse schrijver János Rózsás werd geboren in Boedapest op 6 augustus 1926. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007  en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: Autobiographie

Ich selbst wurde vom Kriegsgericht der 3. Ukrainischen Front am 6. Februar 1945 auf zehn Jahre Verbesserungsarbeit in Zwangsarbeitlagern – und noch dazu auf ewige Verbannung in Sibirien – verurteilt.
Ich wurde bald nach der Verkündung des Urteils mit meinen Mithäftlingen im Lastzug nach Sowjetunion, in das Odessaer Gefängnis transportiert. Ich bin nach dem Sanitätssperre, im Monat April 1945 in die ukrainische Stadt Nikolajew in einem Arbeitslager gelangen. Ich wurde nach einigen Monaten in Umkreis der Stadt Cherson mit einem Sträflingstransport verschleppt, das grausame Sklaveleben in einem anderen Arbeitslager fortsetzen.
Ich wurde dann im Herbst 1946 mit einem grössen Häftlingstransport in die Urwälder des Nord-Urals deportiert, zur Abholzungsarbeit. Ich bin in den gräßlichen Umständen, – wegen der ständigen Hungersnot, rauhes Klimas und grausamer Behandlung von den Treibern – mehrmals in Lebensgefahr geraten, aber glücklicherweise trotz alledem doch im Leben geblieben.
Ich wurde im Frühling 1949 wiederum weiterdeportiert, diesmal nach Asien, wiederum in Lastwaggons mit tausenden Mithäftingen zusammen. Wir sind in Nordkasachstan, in Umgebung Stadt Karaganda angekommen. Ich habe dort in den ersten Zeiten in einem grossen Steinbruch gearbeitet. Man hat mich im September 1949 mit tausenden anderen Häftlingen in Ortschaft Ekibaschtus, nicht weit vom Fluß Irtisch, im Gebiet der Stadt Pawlodar transportiert. Hier, in der Öde der Hungersteppe wurde eine neue Stadt, eine Bergbaustadt gegründet und aufgebaut. Die Geologen haben dort eine reiche Steinkohle-Fundstelle erschürfen. Ich habe auf Bauarbeiten gearbeitet, anfangs als Erdarbeiter, dann Maurer, später als Zimmermann und Verputzarbeiter, endlich als Hilfsarbeiter in einem Eisengießwerk.
Ich habe in diesem Lager, welche funktionierte mit verschärftem Regime, als ein spezielle, politische Gefängnislager, fast vier Jahre von meiner Haft verbracht. Wir haben uns in diesem Lager mit Alexander Solschenizyn befreundet. Obwohl er war damals noch nur ein Mittelschule-Lehrer, aber er war zwischen uns ein auffällige Mann von Bildung.“

roszas

János Rózsás (Boedapest, 6 augustus 1926)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Christa Reinig werd geboren op 6 augustus 1926 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

GOTT RUFT KAIN

Als gott mich suchte traf er mich nicht auf dem Acker
als gott mich suchte traf er mich beim zeitungslesen
er kam ganz schwarz – es war ein kohlenpacker
er sprach: was ist mit abel gestern losgewesen
ich sagte: ich hab nichts gelesen
er sprach: der mensch lebt nicht von zeitung und von essen
ich sagte: sondern vom vergessen
er sprach: was glaubst du – hast du ein ewiges gesicht?
ich sagte: manchmal glaube ich manchmal nicht
er sprach: und weißt von nichts und hörtest keinen schrei
ich sagte: ich hörte wohl – ich ging vorbei

 

GOTT RUFT JUDAS

Ich stieß den haken zwischen asche und absud
und fischte einen löffel und zwei halbverdaute dinge
und als er kam – den kasten auf die karre lud
sprach er: für wieviel lieferst du mich an die klinge
ich sagte: was sind mir dreißig silberlinge
er sprach: was willst du denn von mir – du scher dich zu den deinen
ich sagte. das ist nichts für unsereinen
er sprach: man wird dich ewiglich bespucken wenn dus wagst
ich sagte: es sind idioten, wie du selber sagst
er sprach: daß gott dich lieb hat hast du das gedacht
ich sagte: ja sehr – und darum habe ich es vollbracht.

 reinig

Christa Reinig (6 augustus 1926 – 30 september 2008)

 

De Algerijnse dichter en schrijver Yacine Kateb werd geboren op 6 augustus 1929 in Zighout-Youcef. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: L’œuvre en fragments

Nedjma ou le poème ou le couteau! (Fragment)

Nous avions préparé deux verres de sang Nedjma ouvrait ses yeux parmi les arbres
Un luth faisait mousser les plaines et les transformait en jardins
Noirs comme du sang qui aurait absorbé le soleil
J’avais Nedjma sous le cœur frais humais des bancs de chair précieuse
Nedjma depuis que nous rêvons bien des astres nous ont Suivis…
Je t’avais prévue immortelle ainsi que l’air et l’inconnu
Et voilà que tu meurs et que je me perds et que tu ne peux me demander de pleurer …
Où sont Nedjma les nuits sèches nous les portions sur notre dos pour abriter d’autres sommeils!
La fontaine où les saints galvanisaient les « bendirs »
La mosquée pour penser la blanche lisse comme un chiffon de Soie
La mer sifflée sur les visages grâce à des lunes suspendues dans l’eau telles des boules de peau de givre
C’était ce poème d’Arabie Nedjma qu’il fallait conserver!
Nedjma je t’ai appris un diwan tout-puissant mais ma voix s’éboule je suis dans une musique déserte j’ai beau jeter ton cœur il me revient décomposé
Pourtant nous avions nom dans l’épopée nous avons parcouru le pays de complainte nous avons suivi les pleureuses quand elles riaient derrière le Nil…
Maintenant Alger nous sépare une sirène nous a rendu sourds un treuil sournois déracine ta beauté
Peut-être Nedjma que le charme est passé mais ton eau gicle sous mes yeux déférents

kateb

Yacine Kateb (6 augustus 1929 – 28 oktober 1989)

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Isabel Bolton (eig. Mary Britton Miller) werd geboren op 6 augustus 1883 in New London, Connecticut. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Cat

The black cat yawns,
Opens her jaws,
Stretches her legs
And shows her claws.
Then she gets up
And stands on four
Long still legs,
And yawns some more.
She shows her sharp teeth,
She stretches her lip,
Her slice of a tongue
Turns up at the tip.
Lifting herself
On her delicate toes,
She arches her back
As high as it goes.
She lets herself down
With particular care,
And pads away
With her tail in the air.

 

The Universe

There is the moon, there is the sun
Round which we circle every year,
And there are all the stars we see
On starry nights when skies are clear,
And all the countless stars that lie
Beyond the reach of human eye.
If every bud on every tree,
All birds and fireflies and bees
And all the flowers that bloom and die
Upon the earth were counted up,
The number of the stars would be
Greater, they say, than all of these.

bolton

Isabel Bolton (6 augustus 1883 – 5 april 1975)
New London, de bibliotheek (Public Library)

 

De Australische schrijver Rolf Boldrewood (eig. Thomas Alexander Browne) werd geboren op 6 augustus 1826 in Londen. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009.

Uit: Miner’s Rights

Passionately fond of shooting and fishing, I had taken pains to get him a day’s rabbiting occasionally, and had let him carry my basket now and then when we had an afternoon’s holiday and set off for the trout stream. ‘Would ye look at this, Mr. Pole?’ said he. ‘I ha’ gotten it from a brother of mine in Australia, who went there in a big ship called the Red Jacket last year. Quartermaster, Jack was; and seems loike he’s runned away, and gotten hissen up the country to a place they call Ballyrat, where they’re a rootin’ out the gold like spuds.’ ‘That must be all nonsense,’ said I, unable to take in so much of the unusual at one gulp. ‘ Nay, but it is na,’ he replied. ‘ He sent me the letter and two newspapers as I’ve got at the kitchen as ye’d like to see ‘em. Here’s the letter. Happen ye’d like to read it. It’s Jack’s fist sure enough. He wants me to go to him, and I’d go fast enpu if I had any neighbour folk as ‘ud go with me. But I can’t think to face so far by mysen.’ ‘ Ha! Joe,’ said I, raising the heavy hammer and bringing down stroke after stroke with a strangely excited feeling, which made the heavy tool tremble in my grasp like a tack hammer. ‘ Wants you to go, does he ? Well, maybe you might have a mate after all.” I finished my hour’s striking, shod a horse, and pointed some farm tools, thinking the while that I might find such skill valuable in rude lands. My task done, I ventured to the Grange, and, locking myself in my bedroom, opened the epistle of Mr. Jack Bulder.“

 boldrewood

 Rolf Boldrewood (6 augustus 1826 – 11 maart 1915)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 6 augustus 2007.

De Tsjechische schrijver, criticus en vertaler Jiří Weil werd op 6 augustus 1900 in Praskolesy.

Kjell Westö, Christoph Simon, Conor McPherson, Diane DiPrima, Jean Carrière, Alfred Lord Tennyson, Paul Claudel, John Middleton Murry, János Rózsás, Christa Reinig, Yacine Kateb, Isabel Bolton, Rolf Boldrewood, Jiří Weil

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 Uit: Wo wir einst gingen  (Vertaald door Paul Berf)

 

Der Zufall wollte es, dass der erste Tag von Vivan Fallenius als Hausmädchen bei den Herrschaften Gylfe in der Achtzimmerwohnung an der Boulevardsgatan auf den ersten Jahrestag der Ermordung des russischen Generalgouverneurs Bobrikoff durch den einsamen und halbtauben Beamten Eugen

Schauman fiel. Der stellvertretende Amtsrichter und seine Frau, die Schauman flüchtig gekannt hatten, feierten dies mit einem stummen Champagnertoast zur Consommé. Vivan stand an der Tür zum Flur, mit Rüschen in den Haaren, sie trug einen schwarzen Rock und eine schwarze Bluse

mit weißem Spitzenkragen und hatte sich darüber hinaus eine weiße Schürze umgebunden, sie wartete auf die nächste Anweisung und versuchte sich möglichst unsichtbar zu machen.

Das mit Schauman und Bobrikoff interessierte sie nicht weiter, stattdessen dachte sie an den Familienbaum daheim in Degerby, an ihre Hofbirke, die während eines überraschenden Maisturms vor gut einem Monat in der Mitte umgeknickt war, und daran, wie seltsam es doch war, dass sie bereits im Januar geträumt hatte, der Baum werde sterben. Träume dieser Art hatte sie in regelmäßigen Abständen, und sie machten ihr Angst, aber inzwischen war schon zartgrün gefärbter Sommer, und sie fragte sich, warum Frau Beata Gylfe nicht die schweren Samtvorhänge aufziehen ließ. Vivan hatte es am Vormittag eigenmächtig getan; wenn die Vorhänge fort waren, sah man, wie schön das Licht auf die Boulevardsgatan fiel, und man konnte sich hinauslehnen und die jungen Linden anschauen

und dem Klackern von Pferdehufen und Klappern von Wagen und Karren auf dem Kopfsteinpflaster lauschen. Vivan fand, dass die Gylfeschen Paradezimmer düster und brütend wurden, sobald die Vorhänge zugezogen waren. Sie wusste nicht, dass es dem Wunsch der reichen Stadtbewohner entsprach, wenn ihre Wohnungen so aussahen – dunkel getäfelte Möbel, Ebenholz und Mahagoni, schwarze, dekorativ bemalte Urnen und gipsweiße, auf kleinen Ziertischen ausgestellte Statuetten,

üppige Topfpalmen in den Ecken, Seegemälde und glupschäugige Verwandte an den Wänden und dann die Stühle, diese quälende Vielzahl von Zierstühlen und Sesseln, die allerorten herumstanden und zur Folge hatten, dass man sich die Beine blau und wund schlug, wenn man zwischen den Möbelstücken kreuzte, um zu servieren oder abzudecken oder eine soeben abgegebene Visitenkarte zu überreichen oder was einem sonst gerade aufgetragen worden war.“

 

westo

Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

 

De Zwitserse schrijver Christoph Simon werd geboren op 6 augustus 1972 in Langnau im Emmental. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 

Uit: Luna Llena

 

«Sieben mal vier Meter Parkett. Luna Llena, die Gelateria im Breitenrain, vollgestellt mit Holztischen, Stühlen und einem abgewetzten Sofa. Eine ägyptische Palme beim Eingang und ein mexikanischer Kaktus beim Ausgang verbreiteten Stimmung. Das Prunkstück, der türkisfarbene Eiskasten, und daneben die Bar, Stütze für Gewohnheitstrinker, die halbleere Biergläser von der einen in die andere Hand schoben und ein Gesprach mit Rahel König suchten, wers schafft, zehn Franken. Das Luna Llena im Breitenrain war Bühne und Abstellkammer für allerlei Strandgut der geist- und weniger geistreichen Art: Stempelbrüder, Provinzintellektuelle, Hafturlauber, Erziehungsbedürftige, lettische Aupair-Mädchen … Sie strömten herein, sassen an kleinen Tischen, Platz für vier Personen, zu acht, zu neunt, je später der Abend. Sie löffelten Eis, assen Focaccias, schlürften Kaffee und überboten sich im Versuch, Neuigkeiten und Insiderwissen auszutauschen (Schwarzarbeit, Aktienkurse, Gletscherschmelze). Einige hörten mit (Ukrainer mit Touristenvisum, Kiffer im freien Fall, Jugendliche mit Return-to-sender-Bewerbungen in der Tasche), schnappten auf und verdrückten sich zu den regional einschlägigen Arbeitsbörsen: Flohmärkte, eigenwillige Strassenecken, General-Guisan-Platz. Alles hatte seine Ordnung bis zu jenem Tag, als Alexandra Jenk bei ihrem Freund, dem Bodybuilder Jost Matter ein- und – mit ausgekugeltem Arm – gleich wieder auszog. Das Luna Llena begann zu kochen.»

 

simon

Christoph Simon (Langnau im Emmental, 6 augustus 1972)

 

De Ierse (toneel)schrijver Conor McPherson werd geboren op 6 augustus 1971 in Dublin. Daar heeft hij ook filosofie gestudeerd. In 1992 bracht hij aan de universiteit zijn eerste stuk op de planken Rum & Vodka. In 1996 nam het Londense Bush Theatre zijn stuk The Lime Tree Bower op het repertoir en nam de schrijver zelf in dienst als “writer in residence“. Met The Weir kwam in 1997 in het Royal Court Theatre in London de grote doorbraak. The Lime Tree Bower werd inmiddels door McPherson zelf verfilmd. In 2006 werd hij genomineerd voor een Tony Award voor Shining City.

 

Uit: The Weir

 

“I just kept walking. There was a light rain. I just kept walking. And then I was in town… And I ducked into a pub. Little dark place. Just one or two others there. A businesslike barman… And I put a pint or two away. And a small one or two. And I sat there, just looking down at the dirty wooden bar. And the barman asked me if I was alright? Simple little question. And I said I was. And he said he’d make me a sandwich. And I said okay. And I nearly started crying – because, you know, here was someone just… and I watched him.
He took two big slices off a fresh loaf and buttered them carefully, spreading it all around. I’ll never forget it. And then he sliced some cheese and cooked ham and an onion out of a jar, and put it all on a plate and sliced it down the middle. And, just someone doing this for me. And putting it down in front of me. ‘Get that down you now,’ he said. And then he folded up his newspaper and put on his jacket and went off on his break. And there was another barman then.
And I took this sandwich up and I could hardly swallow it, because of the lump in my throat. But I ate it all down because someone I didn’t know had done this for me. Such a small thing. But a huge thing in my condition. It fortified me, like no meal I ever had in my life.”

 

McPherson

Conor McPherson (Dublin, 6 augustus 1971)

 

 De Amerikaanse dichteres en schrijfster Diane DiPrima werd geboren op 6 augustus 1934 in New York. In 1957 leerde zij Allen Ginsberg, Jack Kerouac en andere schrijvers van de Beat Generation kennen. In 1958 verscheen haar eerste bundel This Kind of Bird Flies Backward. In 1961 verscheen een prozaboek Dinners and Nightmares. Eind jaren zestig drong Maurice Girodias van de Olympia Press er bij haar op aan om haar memoires te schrijven. Elk hoofdstuk dat zij naar hem opstuurde retourneerde hij met de opdracht: “meer sex”. Hoewel zij het boek schreef vanwege het geld werd Memoirs of a Beatnik haar meest gelezen werk.

 

 

Rant, From A Cool Place

 

                                                       “I see no end of it, but the turning

                                                        upside down of the entire world”

                                                                                               Erasmus 

 

We are in the middle of a bloody, heartrending revolution

Called America, called the Protestant reformation, called Western man,

Called individual consciousness, meaning I need a refrigerator and a car

And milk and meat for the kids so, I can discover that I don’t need a car

Or a refrigerator, or meat, or even milk, just rice and a place with

              no wind to sleep next to someone

Two someones keeping warm in the winter learning to weave

To pot and to putter, learning to steal honey from bees,

               wearing the bedclothes by day, sleeping under

(or in) them at night; hording bits of glass, colored stones, and

               stringing beads

How long before we come to that blessed definable state

Known as buddhahood, primitive man, people in a landscape

together like trees, the second childhood of man 

 

I don’t know if I will make it somehow nearer by saying all this

out loud, for christs sake, that Stevenson was killed, that Shastri

              was killed

both having dined with Marietta Tree

the wife of a higher-up in the CIA

both out of their own countries mysteriously dead, as how many others

as Marilyn Monroe, wept over in so many tabloids

done in for sleeping with Jack Kennedy – this isn’t a poem – full of

              cold prosaic fact

thirteen done in the Oswald plot: Jack Ruby’s cancer that disappeared

              in autopsy

the last of a long line – and they’re waiting to get Tim Leary

Bob Dylan

Allen Ginsberg

LeRoi Jones – as, who killed Malcolm X? They give themselves away

with TV programs on the Third Reich, and I wonder if I’ll live to sit in

             Peking or Hanoi

see TV programs on LBJ’s Reich: our great SS analysed, our money exposed,

              the plot to keep Africa

genocide in Southeast Asia now in progress Laos Vietnam Thailand Cambodia

             O soft-spoken Sukamo

O great stone Buddhas with sad negroid lips torn down by us by the red

              guard all one force

one leveling mad mechanism, grinding it down to earth and swamp to sea

              to powder 

 

till Mozart is something a few men can whistle

or play on a homemade flute and we bow to each other

telling old tales half remembered gathering shells

learning again “all beings are from the very beginning Buddhas”

or glowing and dying radiation and plague we come to that final great

             love illumination

“FROM THE VERY FIRST NOTHING IS.”

 

 

DiPrima

Diane DiPrima (New York, 6 augustus 1934)

 

De Franse schrijver en essayist Jean Carrière werd geboren op 6 augustus 1928 in Nîmes. Hij debuteerde in 1957 met de roman Retour à Uzès, waarvoor hij meteen de prijs van de Académie française ontving. Van tijd tot tijd werkte hij ook als muziek- en literatuurcriticus. In 1972 ontving hij voor L’épervier de Maheux de Prix Goncourt. Het boek werd een enorm succes ( 2 miljoen verkochte exemplaren, vertalingen in 14 talen). Maar de dood van zijn vader bij een verkeersongeluk en een scheiding stortten de schrijver in een diepe depressie. Deze verwerkt hij vijftien jaar later in Le prix d’un Goncourt. In dit boek beschrijft hij de vernietigende werking die de toekenning van een prijs op een schrijver kan hebben.

 

Uit: Passions futiles

 

« Nous avons réalisé que nous étions passés à travers deux guerres mondiales mais qu’elles ne nous avaient pas affectés. Quand nous avons vu dans les journaux locaux les photographies des abominations commises dans les camps de la mort, nous n’avons pas été tellement bouleversés. Ces horreurs restaient hors de portée de notre compréhension, et notre indignation demeurait abstraite.

(…)

 

Les mois, les semaines, les jours qui passaient, et jusqu’à la moindre minute, se ressemblaient tellement que nous avions le sentiment de vivre dans la prison d’un éternel présent où mêmes les amabilités du climat n’avaient que peu de prise sur notre état d’esprit. Tout était immobile, figé, comme un suspens du mouvement des planètes, du soleil, de la lune, et notre principale activité mentale se réduisait à lutter contre la peur d’une nouvelle catastrophe. »

 

Carriere

Jean Carrière (6 augustus 1928 – 7 mei 2005)

 

De Engelse dichter Alfred, Lord Tennyson werd geboren op 6 augustus 1809 in Somersby, Lincolnshire, England. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2006 en ook mijn blog van 6 augustus 2007  en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 

 

Tears, Idle Tears

 

‘Tears, idle tears, I know not what they mean,

Tears from the depth of some divine despair

Rise in the heart, and gather to the eyes,

In looking on the happy autumn-fields,

And thinking of the days that are no more.

 

‘Fresh as the first beam glittering on the sail,

That brings our friends up from the underworld,

Sad as the last which reddens over one

That sinks with all we love below the verge;

So sad, so fresh, the days that are no more.

 

‘Ah, sad and strange as in dark summer dawns

The earliest pipe of half-awaken’d birds

To dying ears, when unto dying eyes

The casement slowly grows a glimmering square;

So sad, so strange, the days that are no more.

 

‘Dear as remember’d kisses after death,

And sweet as those by hopeless fancy feign’d

On lips that are for others; deep as love,

Deep as first love, and wild with all regret;

O Death in Life, the days that are no more.’

 

 

 

The Miller’s Daughter

 

IT is the miller’s daughter,

And she is grown so dear, so dear,

That I would be the jewel

That trembles in her ear:

For hid in ringlets day and night,

I’d touch her neck so warm and white.

 

And I would be the girdle

About her dainty dainty waist,

And her heart would beat against me,

In sorrow and in rest:

And I should know if it beat right,

I’d clasp it round so close and tight.

 

And I would be the necklace,

And all day long to fall and rise

Upon her balmy bosom,

With her laughter or her sighs:

And I would lie so light, so light,

I scarce should be unclasp’d at night.

 

Tennyson

Alfred Tennyson (6 augustus 1809 – 6 oktober 1892)
Portret door Samuel Laurence

 

De Franse dichter, schrijver en diplomaat Paul Claudel werd geboren op 6 augustus 1868 in Villeneuve-sur-Fère. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 

 

Le delphinium

Toute pure comme le ciel,
Brûlante comme le feu,
Aérienne et réelle,
Quel nom te donner pour modèle,
Énorme torche bleue?

La grande fleur bleue dit: N’ai-je
Pas réussi à sortir
Du fond du plus noir saphir
Ce feu plus pur que la neige?
Dans le clair matin du Dieu
La grande fleur a frissonné
De la gloire d’être née,
Du triomphe d’être bleue!
Si jamais Dieu s’ennuyait,
Qu’il te regarde, créature
Aussi fraîche que le lait,
Énorme épi de millet,
Colonie de clair juillet.
Madrépore de l’azur!

 

Claudel

Paul Claudel (6 augustus 1868 – 23 februari 1955)

 

 

De Engelse schrijver, criticus, vertaler en dichter John Middleton Murry werd geboren op 6 augustus 1889 in Londen. Hij was een uiterst vruchtbaar schrijver die tijdens zijn leven meer dan 60 boeken schreef en duizenden essays, artikelen en kritieken over literatuur, sociale kwesties, politiek en religie. Hij was getrouwd met de schrijfster Katherine Mansfield en verzorgde na haar dood de uitgave van haar werk. Ook werkte hij nauw samen met de schrijver D.H. Lawrence. Gedurende WO I waren de Murrys en de Lawrences buren in Cornwall, en iets van de relatie tussen de twee echtparen is terug te vinden Lawrence’s Women in Love.

 

Uit: The Bet (Tsjechov, vertaald door John Middleton Murry)

 

„IT was a dark autumn night. The old banker was pacing from corner to corner of his study, recalling to his mind the party he gave in the autumn fifteen years ago. There were many clever people at the party and much interesting conversation. They talked among other things of capital punishment. The guests, among them not a few scholars and journalists, for the most part disapproved of capital punishment. They found it obsolete as a means of punishment, unfitted to a Christian State and immoral. Some of them thought that capital punishment should be replaced universally by life-imprisonment.

“I don’t agree with you,” said the host. ” I myself have experienced neither capital punishment nor life-imprisonment, but if one may
judge a priori, then in my opinion capital punishment is more moral and more humane than imprisonment. Execution kills instantly, life-imprisonment kills by degrees. Who is the more humane executioner, one who kills you in a few seconds or one who draws the life out of you incessantly, for years ? “

“They’re both equally immoral,” remarked one of the guests, ” because their purpose is the same, to take away life. The State is not God. It has no right to take away that which it cannot give back, if it should so desire.”

Among the company was a lawyer, a young man of about twenty-five. On being asked his opinion, he said :

“Capital punishment and life-imprisonment are equally immoral ; but if I were offered the choice between them, I would certainly choose the second. It’s better to live somehow than not to live at all.”

There ensued a lively discussion. The banker who was then younger and more nervous suddenly lost his temper, banged his fist on the table, and turning to the young lawyer, cried out :

“It’s a lie. I bet you two millions you wouldn’t stick in a cell even for five years.”

“If that’s serious,” replied the lawyer, ” then I bet I’ll stay not five but fifteen.”

“Fifteen! Done!” cried the banker. “Gentlemen, I stake two millions.”

“Agreed. You stake two millions, I my freedom,” said the lawyer.“

 

johnmurry

John Middleton Murry (6 augustus 1889 – 12 maart 1957)

 

De Hongaarse schrijver János Rózsás werd geboren in Boedapest op 6 augustus 1926. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007  en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 

Uit: In der sonnigen Ukraine

 

„Am Ufer des breit und würdevoll dahinströmenden, blauen Dnjepr liegt eine der schönsten Städte der Ukraine: Cherson.

Im Sommer 1946 waren in der ganzen Stadt die entsetzlichen Spuren des unlängst beendeten, verheerenden Krieges noch immer sichtbar. Die brandgeschwärzt aufragenden Mauerreste der durch Bombardements, Beschuss und Straßenkämpfe ausgebrannten Häuser säumten die breiten Straßen. An anderen Stellen erinnerten Eisenbeton-Trümmerhaufen, grasbewachsene und rostige Industriegeleise, dass dort, irgendwann vor gar nicht langer Zeit, eine Fabrik gewesen sein mochte. Eine von Arbeit, von menschlichen Stimmen widerhallende Industrieanlage.

Die am Leben gebliebenen Mitglieder der im ungeheuerlichen Sturm des Krieges gelichteten, zerstreuten Familien sickerten nach und nach von Osten und von Westen zurück, um in ihrem sturmzerwühlten Heim das erloschene Feuer des häuslichen Herdes wieder anzufachen, das Leben auf den Trümmern neu zu beginnen.

Die von den verschiedenen Fronten heimkehrenden Soldaten nahmen ihre Auszeichnungen und Achselklappen von ihrem Uniformrock ab. In ihren von Rangabzeichen, Orden befreiten Soldatenkleidern stellten sie sich vor die Hochöfen, an die Maschinen und Werkbänke.

In ausgeblichener Soldatenhose und zerfledderter Wattejacke gingen Groß und Klein. Die Bekleidung der Frauen war ähnlich armselig und zusammengewürfelt. Die verblichene, verbrauchte Uniform und die an den Arbeitsplätzen ausgeteilten abgetragenen Wattesachen waren allgemein die einzige Bekleidung, gleichermaßen für Werktage und Feiertage, für die meisten sogar ihr Bettzeug nach dem in ermüdender Arbeit verbrachten Tag.“

 

Rozsas

János Rózsás (Boedapest, 6 augustus 1926)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Christa Reinig werd geboren op 6 augustus 1926 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 

 

Das Jahr 1945

(gesehen im Jahre 1945)

 

Wir sind dabei, den Leibgurt zu zerkauen,

und keiner mehr, der noch Vergangenes schmähte,

die Freiheit ist ein Trug, den wir durchschauen,

nichts als der Knechtschaft aufgeplatzte Nähte

 

und alle, die der Hunger niedermähte,

die wollten Knechte sein und gut verdauen,

und manche schlüpfen durch die Stacheldrähte

und dürfen draußen neue Waffen bauen

 

da hört man Räuber aus der Bibel lesen

und Mörder über Menschenrechte schreien

und Vollgefressene sind höhre Wesen-

 

das können wir der Freiheit nicht verzeihen,

für uns bleibt alles, wie es stets gewesen,

und wieder wird uns wer erneut befreien.

 

REINIGChrista

Christa Reinig (6 augustus 1926 – 30 september 2008)

 

De Algerijnse dichter en schrijver Yacine Kateb werd geboren op 6 augustus 1929 in Zighout-Youcef. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007 en ook mijn blog van 6 augustus 2008.

 

 

Bonjour

 

Bonjour ma vie
Et vous mes désespoirs.
Me revoici aux fossés
Où naquit ma misère !
Toi mon vieux guignon,
Je te rapporte un peu de cœur

Bonjour, bonjour à tous
Bonjour mes vieux copains ;
Je vous reviens avec ma gueule
De paladin solitaire,
Et je sais que ce soir
Monteront des chants infernaux…
Voici le coin de boue
Où dormait mon front fier,
Aux hurlements des vents,
Par les cris de Décembre ;
Voici ma vie à moi,
Rassemblée en poussière…

Bonjour, toutes mes choses,
J’ai suivi l’oiseau des tropiques
Aux randonnées sublimes
Et me voici sanglant
Avec des meurtrissures
Dans mon cœur en rictus !…

Bonjour mes horizons lourds,
Mes vieilles vaches de chimères :
Ainsi fleurit l’espoir
Et mon jardin pourri !
– Ridicule tortue,
J’ai ouvert le bec
Pour tomber sur des ronces

Bonjour mes poèmes sans raison…

 

kateb_yacine

Yacine Kateb (6 augustus 1929 – 28 oktober 1989)

 

De Amerikaanse schrijfster Isabel Bolton (eig. Mary Britton Miller) werd geboren op 6 augustus 1883 in New London, Connecticut. Toen zij vier jaar was stierven haar veide ouders aan een longontsteking. Haar tweelingzus Grace verdronk toen zij veertien jaar was. Zij werd door haar grootmoeder opgevoed, maar werd na een reis naar Italië, waarvan zij volgens familieleden met een buitenechtelijk kind terugkeerde, het zwarte schaap van de familie. Zij begon te schrijven, zowel voor kinderen als voor volwassenen. Haar pseudoniem koos zij toen zij al 62 was en de New York Mosaik Trilogie (Do I Wake or Sleep, The Christmas Tree, Many Mansions) die zij onder dit pseudoniem publiceerde werden een groot succes. Na haar dood in 1975 raakte zij wat in de vergetelhied, maar in 1997 werd zij opnieuw ontdekt en tegenwoordig behoort zij tot de klassieken.

Uit: Der Weihnachtsbaum (Vertaald door Hannah Harders)

 

„Die Weihnachtszeit, dachte Mrs. Danforth, während sie in ihrem Wohnzimmer auf und ab ging, stellte komische Sachen mit einem an, baute die gesammelten Erinnerungen vor einem auf – und man erinnerte sich an frühere Weihnachten, ja, man könnte sagen, an frühere Leben; denn sie war eine Frau, die die eigene Sterblichkeit nicht aus den Augen verlor, und die Summe all ihrer Erfahrungen gab ihr recht häufig das merkwürdige Gefühl, als habe sie viele verschiedene Leben gelebt und viele Zeitalter durchlaufen. Nicht nur hatte sie gesehen, wie sich in der äußeren, der materiellen Welt erstaunliche Dinge zugetragen hatten, sondern auch welch bestürzende Revolutionen sich in den Seelen der Menschen ereignet zu haben schienen – die Gesten und Gebärden des Geistes, die Moralvorstellungen und Umgangsformen von heute! Gott, wenn man sich von diesen angesammelten Erinnerungen und Eindrücken hinreißen ließ – wenn man in Gedanken zur eigenen Jugend zurückkehrte.
Man wartete, erinnerte sie sich, und ihre Gedanken an frühere Weihnachten verschwommen zu einer sehr fernen Vergangenheit, während sie sah, wie die zarten kleinen Schneeflocken um die Ecke ihrer hohen Balkone und ihrer Terrassen von einem Dezember zum nächsten wirbelten und alle Tage dazwischen mit einem Hauch Weihnachtserwartung verzauberten. Da hatte es diese märchenhaften, ja legendären New Yorker Winter gegeben, auf der Avenue wurden Wagen und Busse von Pferden gezogen und im Park glitten die Schlitten in hellem Schneegestöber unter Glockengeläut dahin – und der knackende Klang der Wagenräde
r und Kutschenräder in der Kälte, das Plonk-Plonk der Pferdehufe – alle Straßen so ganz ordentlich und, um diese abgenutzte Wendung zu gebrauchen, »Menschen der eigenen Klasse« überlassen, der Schnee so rein, zu beiden Seiten der Gehwege akkurat aufgeschichtet, er lag auf Gittern und Geländern und Balustraden, und auf der Avenue überragten nur wenige Gebäude die vertrauten Kirchtürme, bis man schließlich an das Reservoir an der zweiundvierzigsten Straße kam, umgeben von der hohen Steinmauer, die so spärlich mit Efeu bewachsen war, in der die vielen Spatzen zwitscherten.“

 

bolten

Isabel Bolton (6 augustus 1883 – 5 april 1975)

 

De Australische schrijver Rolf Boldrewood (eig. Thomas Alexander Browne) werd geboren op 6 augustus 1826 in Londen. Zijn bekendste roman is Robbery Under Arms. Aan het begin van de roman wacht de verteller Dick Marsden op zijn terechtstelling wegens misdrijven die hij als ranger in de Australische bush gepleegd heeft. Hij vertelt de geschiedenis van zijn leven. Sommige verhalen berusten op werkelijke gebeurtenissen waarbij bestaande personen als Daniel Morgan, Ben Hall, Frank Gardiner en John Gilbert betrokken waren. Deze zogenaamde „ripping yarn“ is sinds de eerste publicatie in boekvorm in 1888 in Australië populair gebleven en werd drie keer verfilmd.

 

Uit: Robbery Under Arms

 

My name’s Dick Marston, Sydney-side native.  I’m twenty-nine years old, six feet in my stocking soles, and thirteen stone weight.

Pretty strong and active with it, so they say.  I don’t want to blow — not here, any road — but it takes a good man to put me on my back, or stand up to me with the gloves, or the naked mauleys. I can ride anything — anything that ever was lapped in horsehide — swim like a musk-duck, and track like a Myall blackfellow.

Most things that a man can do I’m up to, and that’s all about it. As I lift myself now I can feel the muscle swell on my arm like a cricket ball, in spite of the — well, in spite of everything.

The morning sun comes shining through the window bars; and ever since he was up have I been cursing the daylight, cursing myself, and them that brought me into the world.  Did I curse mother,

and the hour I was born into this miserable life?

Why should I curse the day?  Why do I lie here, groaning; yes, crying like a child, and beating my head against the stone floor?

I am not mad, though I am shut up in a cell.  No.  Better for me if I was.

But it’s all up now; there’s no get away this time; and I, Dick Marston, as strong as a bullock, as active as a rock-wallaby, chock-full of life and spirits and health, have been tried for bush-ranging — robbery under arms they call it — and though the blood runs through my veins like the water in the mountain creeks, and every bit of bone and sinew is as sound as the day I was born, I must die on the gallows this day month.“

 

boldrewood

Rolf Boldrewood (6 augustus 1826 – 11 maart 1915)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 6 augustus 2007.

De Tsjechische schrijver, criticus en vertaler Jiří Weil werd op 6 augustus 1900 in Praskolesy.

Christoph Simon, Kjell Westö, Paul Claudel, Alfred Lord Tennyson, János Rózsás, Christa Reinig, Yacine Kateb, Jiří Weil

De Zwitserse schrijver Christoph Simon werd geboren op 6 augustus 1972 in Langnau im Emmental. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007.

Uit: Franz oder warum Antilopen nebeneinander laufen

 

Ich war Gymnasiast und kiffte. Ich kam aus dem Kiffen gar nicht mehr heraus, und wenn ich nicht gerade eine Socke missbrauchte, die Klasse wiederholte oder bei den Eltern im Lerchenfeld das Bewusstsein verlor, dann kiffte ich. Mein Dunstkreis war Thun, eine bescheuerte Garnisonsstadt am Anfang der Alpen. Die Zeit im Gymnasium war ein gelungener ausschweifender Schaufensterbummel, und ich kriegte nicht genug davon. Das Gymnasium war mein Nest, meine Muttersprache, meine geschützte Werkstadt, während die Welt da draussen einem monströsen Donnerstag gleichkam, einer Welt mit Fabriken, Spitälern, Kampfhandlungen, Brandbomben, eine Welt, die mich nicht besonders scharf machte, es stimm. Ich brauchte nicht viel zum Glücklichsein: ein Versteck, gutes Gras, ein Selbstgespräch und das Versprechen, dass alles bleibt, wie es ist: ich wünschte mir nichts anderes, als ein nutzloser, inkompetenter, quicklebendiger Gymnasiast zu bleiben, eingeschlossen in einem Mittelschulklo mit einem Bleistift hinterm Ohr, um einen Spruch and die Trennwand zu kritzeln. Wenn’s am Ende nicht klappte, dann nicht wegen der Schwierigkeit des Vorhabens (je höher die Hürde, desto leichter schlüpft man untendurch), sonder weil ich nicht weiss, was gut für mich ist. Mein einziges Talent bestand darin, mich selbst zu leimen. Auszuscheren. Links zu blinken und rechts abzubiegen. Um den Brei zu reden statt anzufangen mit Knutschen. Wo ich gern leben würde? In einer Zeit, wo ich keinen Anlass sähe, mich selbst zu sabotieren, wo ich gar nicht erst die Energie dazu aufbrächte; ich meine eine Zeit, die so überfrachtet mit wunderbaren Dingen ist, dass ich sie unmöglich alle kaputtmachen kann. Ob diese Zukunft jemals eintrifft, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, Aussicht auf sie zu haben.”

 

simon

Christoph Simon (Langnau im Emmental, 6 augustus 1972)

 

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

Uit: Tante Elsie und mein letzter Sommer (Vertaald door Paul Berf)

 

Im August kam Tante Elsie. Der Lärm der Stadt und die harten Holzpulte der Schule hatten sich bereits fest in meinen Gedanken verankert. Die Sonne versank immer schneller hinter dem Land der großen Kiefern auf der anderen Seite des Wassers. Ich war mir sicher, wenn ich nur das Motorboot nehmen und die dunkle Klippe mit der leer stehenden grünen Hütte umrunden dürfte, würde ich das Zischen hören und sehen können, wenn die Sonne in eine der Buchten hinter dem Kiefernwald fiel; aber Papa meinte, das Boot sei viel zu kippelig. Einige Jahre vergingen, unser Boxer Bruno gewann eine Dritter-Platz-Schleife bei einer großen Hundeausstellung und lief immer seltener weg, mein Bruder Kenneth zog zu Hause aus, an den Wintersamstagen bekamen wir schulfrei, aber gleichzeitig wurde der Sommer kastriert; es war nicht mehr der September, der die Grenze markierte, sondern der sechzehnte oder achtzehnte August. Wir aßen Flusskrebse, Onkel Walle holte sie in Tammerfors, blaugrau und grauslig krabbelten sie in ihren Pappkartons, wurden in den Kochtopf geworfen und wurden rot und tot. Die Raubfische erwachten aus ihrer Juliträgheit, die Zander gingen wieder ins Netz. Inmitten des schweren, dunklen Grüns gab es einen Abgrund, das spürte ich, obwohl ich erst viel später gelernt habe, die Worte dafür zu finden. Im August wartete ich auf Tante Elsie. Sie kam mit einem Duft aus Tabak und Moschus, Großstadt und Lachen. Tante Elsie setzte eine Zäsur, ihre Stimme war laut und gierig, durchdrang die Genügsamkeit und übersättigte Ruhe, die im August über Lönnbacka hing. Ihre Haare kräuselten sich bis zur Taille, so schwarz wie die Kohlenhalden neben den Kraftwerken, die der Stadt Wärme spendeten. Die Stadt! Vielleicht war dies ja das Geheimnis Tante Elsies – dass sie an Helsingfors erinnerte. Sie war hektisch und schnell, ihre Kent.“

 

westo

Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

 

De Franse dichter, schrijver en diplomaat Paul Claudel werd geboren op 6 augustus 1868 in Villeneuve-sur-Fère. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

 

Le rendez-vous

Forêt profonde…
Il fait si sombre…
J’entends quelqu’un avec moi qui marmotte
et qui fait des gestes,
Quelle est cette ombre?
La pluie qui tombe.
Le viellard marche tout noir entre les arbres
gigantesques.

L’oiseau s’est tû.
J’ai trop vécu.
C’est la nuit et non plus le jour.
Fille du ciel
La tourterelle
Chante le désespoir et l’amour.

La mer d’Irlande,
Brocéliande,
J’ai quitté la vague et la grève.
La plainte lourde,
La cloche sourde,
Tout cela n’est plus qu’un rêve.

Bois ténébreux,
Temple de Dieu,
Que j’aime votre silence!
Mais c’est plus beau
Quand de nouveau
S’élève ce soupir immense!

Au fond du monde
La foudre gronde,
Tout est menace et mystère.
Mais plein de goût
Du rendez-vous,
Je marche vers le tonnerre!

 

 

Sieste

Deux heures après diner
Il est temps de se reposer

Ni mouvement aucun bruit
Deux heures après midi

Un chien prudent vient inspecter
La terrasse du café

Tout est fermé à la Mairie
Item à la gendarmerie

Dans le vide de l’église
Le crucifix agonise

Le jet d’eau chez le notaire
Suit son rêve protocolaire

Mais la chambre silencieuse
Dégage une odeur ombreuse

De feuillage et de lilas
De cire et de chocolat.

Dans la corbeille à ouvrage
Le livre abandonné surnage

Et l’œil sous le long cil éteint
Tenant sa main avec sa main

Insensible à travers le store
Au rayon qui la colore

Sommeille dans le demi-soleil
Une jeune fille vermeille.

 

Claudel

Paul Claudel (6 augustus 1868 – 23 februari 1955)

 

De Engelse dichter Alfred, Lord Tennyson werd geboren op 6 augustus 1809 in Somersby, Lincolnshire, England. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2006 en ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

 

CROSSING THE BAR

 

SUNSET and evening star,

And one clear call for me!

And may there be no moaning of the bar,

When I put out to sea,

 

But such a tide as moving seems asleep,

Too full for sound and foam,

When that which drew from out the boundless deep

Turns again home.

 

Twilight and evening bell,

And after that the dark!

And may there be no sadness of farewell,

When I embark;

 

For tho’ from out our bourne of Time and Place

The flood may bear me far,

I hope to see my Pilot face to face

When I have crost the bar.

 

 

SUMMER NIGHT

 

NOW sleeps the crimson petal, now the white;

Nor waves the cypress in the palace walk;

Nor winks the gold fin in the porphyry font:

The firefly wakens: waken thou with me.

 

Now droops the milk-white peacock like a ghost,

And like a ghost she glimmers on to me.

 

Now lies the Earth all Danaë to the stars,

And all thy heart lies open unto me.

 

Now slides the silent meteor on, and leaves

A shining furrow, as thy thoughts in me.

 

Now folds the lily all her sweetness up,

And slips into the bosom of the lake:

So fold thyself, my dearest , thou, and slip

Into my bosom and be lost in me.

 

tennyson

Alfred Tennyson (6 augustus 1809 – 6 oktober 1892)
Portret door John Everett Millais

 

De Hongaarse schrijver János Rózsás werd geboren in Boedapest op 6 augustus 1926. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

Uit: Autobiographie

 

Ich bin in der Stadt Budapest, am 6 August 1926 in einer bescheidenen Arbeiterfamilie geboren. Ich war kaum acht Jahre alt, als unsere Familie hat am Anfang des dreißigen Jahres – vor der auf die Gesellschaft unerträgbar lastenden Arbeitslosigkeit – aus der Hauptstadt Ungarn in eine kleine Grenzstadt des Landes, nach Nagykanizsa übersiedelt, und wir haben für uns dort ein endgültiges Heim gefunden.
Ich habe meine Schulstudien einstweilen im Jahre 1940, nach der achtklassigen Volksschule aufgehört. Obwohl ich war ein Vorzugsschüler, trotzdem mußte ich in Interesse des Unterhalts der Familie als 14 jährige Junge an die Arbeit gehen.
Ich wurde bei der hiesigen Elektrizitätswerke als Hilfsbeamte aufgenommen. Ich habe nach zwei Jahren in einem in der Nähe der Stadt befindlichen Dorf in einem Umkreisnotariat den Posten des Schreibers erworben. Ich bin im Sommer 1944, wegen der Kriegsgeschehnisse in meinem Elternhaus zurückgekehrt (mein Vater war damals schon am Ostfront im Rußland). Ich habe bei der Erdöl-Aktiengesselschaft die Stelle des Sekretärs im Büro des Hauptingenieurs bekommen.
Im Herbst 1944, im letzten jahr des Zweiten Weltkrieges wurde ich, wie andere ungarische Jugendlichen meiner Alte – ausser der Reihe auf Militärdienst mobilisiert. Unsere Einheit wurde militärisch fast unausgebildet bald an den Front kommandiert.
Ich bin mit meiner Gruppe am 22 Dezember 1944 in der Umgebung des Plattensees bei Sowjets in Kriegsgefangenschaft geraten. Die Sowjet Militärabwehr hat unsere – aus jungen Halbwüchsigen zusammengestellte – Gruppe gleich verhaftet. Wir alle wurden am Amfang 1945 mit der Beschuldigung als Kriegsverbrecher auf Zwangsarbeit verurteilt. (“Wir haben als junge, noch nicht wehrpflichtige Burschen, freiwillig an der Seite der faschistischen Mördern gegen Sowjetunion gekämpft”, – so hieß die Anklageschrift.)”

 

Rozsas

János Rózsás (Boedapest, 6 augustus 1926)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Christa Reinig werd geboren op 6 augustus 1926 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

Uit: Orion trat aus dem Haus. Neue Sternbilder

 

Er war sanftmütig und freundlich. Seine Augen standen dicht beieinander. Das bedeutete Hinterlist. Seine Brauen stießen über der Nase zusammen. Das bedeutete Jähzorn.

Seine Nase war lang und spitz. Das bedeutete unstillbare Neugier. Seine Ohrläppchen waren angewachsen. Das bedeutete Hang zum Verbrechertum. Warum gehst du nicht unter die Leute?, fragte man ihn. Er besah sich im Spiegel und bemerkte einen grausamen Zug um seinen Mund. Ich bin kein guter Mensch, sagte er. Er verbohrte sich in seine Bücher. Als er sie alle ausgelesen hatte, musste er unter die Leute, sich ein neues Buch kaufen gehn. Hoffentlich gibt es kein Unheil, dachte er und ging unter die Leute.

Eine Frau sprach ihn an und bat ihn, ihr einen Geldschein zu wechseln. Da sie sehr kurzsichtig war, musste sie mehrmals hin- und zurücktauschen. Der Skorpion dachte an seine Augen, die dicht beieinander standen, und verzichtete darauf, sein Geld hinterlistig zu verdoppeln. In der Straßenbahn trat ihm ein Fremder auf die Füße und beschimpfte ihn in einer fremden Sprache.

 

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Christa Reinig (Berlijn, 6 augustus 1926)

 

De Algerijnse dichter en schrijver Yacine Kateb werd geboren op 6 augustus 1929 in Zighout-Youcef. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

 

Toi, ma belle

 

Toi, ma belle, en qui dort un parfum sacrilège
Tu vas me dire enfin le secret de tes rires.
Je sais ce que la nuit t’a prêté de noirceur,
Mais je ne t’ai pas vu le regard des étoiles.
Ouvre ta bouche où chante un monstre nouveau-né
Et parle-moi du jour où mon cœur s’est tué !…

Tu vas me ricaner
Ta soif de me connaître
Avant de tordre un pleur
En l’obscur de tes cils !
Et puis tu vas marcher
Vers la forêt des mythes

Parmi les fleurs expire une odeur de verveine :
Je devine un relent de plantes en malaises.
Et puis quoi que me dise ma Muse en tournée,
Je n’attendrai jamais l’avis des moissonneurs.

Lorsque ton pied muet, à force de réserve,
Se posera sur l’onde où boit le méhari,
Tu te relèveras de tes rêves sans suite
Moi, j’aurai le temps de boire à ta santé.

 

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Yacine Kateb (6 augustus 1929 – 28 oktober 1989)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 6 augustus 2007.

 

De Tsjechische schrijver, criticus en vertaler Jiří Weil werd op 6 augustus 1900 in Praskolesy.

Kjell Westö, Christoph Simon, Jiří Weil, Paul Claudel, János Rózsás, Alfred Lord Tennyson, Christa Reinig, Yacine Kateb

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Terugkerend thema in zijn werk is de ambivalente verhouding tussen de Zweedse minderheid in Finland en de Finstalige meerderheid.

Uit: Vom Risiko, ein Skrake zu sein (Vertaald door Paul Berf)

 

„Gestern wehte der Wind aus Südost, und gegen Abend schenkte mir das Meer eine Lachsforelle.
Es war ein wolkenverhangener und grauer Tag gewesen, doch in den letzten Stunden war der Himmel klar. Der Fisch war nicht sonderlich groß, anderthalb Kilo vielleicht, aber wild und kraftvoll. Er biss an, als die Sonne hinter Helsingfors gerade in einer kühlen Kaskade aus Rot unterging, und als er um seine Freiheit und sein Leben schwamm und sprang, glitzerte es wie Feuer in seinen silbrigen Schuppen. Auch der Blinker, den ich benutzte, war rot, mit schwarzen Querstreifen, denn wenn ich bei Sonnenuntergang fische, hallen stets Werners Worte in mir wider:
Bei klarem Wetter musst du in der letzten Stunde Rot oder Orange benutzen.
Außerdem biss der Fisch bei Ryssgrynnan an, südlich von Hästkobben, genau dort, wo ich es Werners Worten zufolge stets dann versuchen sollte, wenn es Frühling war und der Wind aus südöstlicher Richtung kam.
Und ich sagte mir: Erstaunlich, dass die Methode noch immer funktioniert, obwohl mehr als dreißig Jahre vergangen sind, seit Werner mir das Fischen beibrachte.

Als ich über die Råbergabucht zurückfuhr und das Boot neben den Überresten von Östermans Sauna an Land zog (ich bin kein Mitglied im Råberga Bootsclub und darf darum dessen Jachthafen nicht benutzen), dämmerte es bereits. Ich fädelte einen Zweig durch die Kiemen der Lachsforelle und trug sie auf althergebrachte Art, ich ging im sachte dunkler werdenden Abend den Råbergaväg hinab, ich roch den Duft aus Meer und Erde und Nadelbäumen, und genau das war der Moment, in dem mir bewusst wurde: Ich bin tatsächlich wieder zurückgezogen.
Es gibt vieles, das in Råberga anders ist als früher. Den Jachthafen habe ich bereits erwähnt: Die Betonpiere und ein Zaun aus Leichtmetall haben schon vor langer Zeit den ausgedienten Dampfschiffanleger ersetzt, an dem unser Boot immer vertäut lag. Und Tistelskär und Kalvholmen sind erschlossen worden, auf jeder Lichtung steht ein Holzhäuschen, vor den Häuschen befinden sich sorgsam gepflegte Gärten, in den Blumenbeeten heben Gipslöwen und Gipsgriechen ihre möchtegernantiken Köpfe, und zur Sommerzeit werden die Rasenflächen von Sitzgruppen aus weißem Plastik bevölkert.“

 

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Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

 

De Zwitserse schrijver Christoph Simon werd geboren op 6 augustus 1972 in Langnau im Emmental. Hij bezocht het gymnasium in Thun en de Jazz school in Bern. Daarna reisde hij door Israel, Jordanië, Egypte, Polen, Zuidamerika en bezocht hij Londen en New York. In 2001 publiceerde hij zijn eerste roman Franz oder Warum Antilopen nebeneinander laufen waarmee hij bij een breed publiek en bij de pers veel succes had. In 2003 volgde de roman Luna Llena. In 2005 schreef hij in zijn derde boek Planet Obrist aan de geschiedenis van de hoofdpersoon uit zijn debuutroman verder. Simon is uitgever van het tijdschrift Leuchtelement en lid van de groep Die Autören, samen met Urs Mannhart, Lorenz Langenegger und Markus Beutler.

 

Uit: Herr Obrist und der Dachs

 

“Nach einem Todestraum mit schauerlichen Details wache ich auf, mache Licht und vergewissere mich, dass Doris noch Lebenszeichen von sich gibt. Ich halte ihr ungeschickt die Hand unter die Nase, um den ausströmenden Atem zu spüren. Halb wach geworden fragt sie: „Was machst du da für einen Mist?“, dreht sich um, und ihr Gesicht verschwindet im aufgebauschten Kopfkissen.

Wie ich in Träumen schon gestorben bin: Erschlagen mit dem Hackbeil. Erstickt an Erbrochenem. Zu Tode gepeitscht mit der Neunschwänzigen. Aufgespießt von angespitzten Bambusstäben in einer Falle des Vietcong. Madenzerfressen. In einem Mähdrescher hängen geblieben. Abgasdusche. Von einem Heuschreckenschwarm abgenagt bis auf die Knochen, die dann von ausgezehrten Hunden weggetragen werden. Im Bett explodiert. Mit einem Halstuch erwürgt, und niemand, der sich dafür interessiert, nicht einmal beruflich.

Solches passiert anderen auch, warum soll es mir nicht passieren? Das wirklich Bedenkliche am Tod ist: Mein Leben erlischt, ohne dass dabei die Weltordnung erzittert, ohne dass die Herzen der Frauen erschüttert werden, ohne dass ein Kind um seinen Vater weint, ohne dass ein Beamtengremium beschließt, eine lebensgetreue maßgerechte Wachsnachbildung von Zuwanderer Obrist im Entrée des Tiroler Landesarchivs aufzustellen. Franz Obrist wird von der Erde vollkommen verschwinden.

 

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Christoph Simon (Langnau im Emmental, 6 augustus 1972)

 

De Tsjechische schrijver, criticus en vertaler Jiří Weil werd op 6 augustus 1900 in Praskolesy. In 1942 moest hij zich, zoals alle joden in Praag voor het transport naar een concentratiekamp melden, maar hij kon vluchten. In 1949 schreef hij Leven met een ster over het leven in Praag voor de transporten.

 

Uit:  Leben mit dem Stern

 

“Lange zerbrach ich mir den Kopf über ein Rundschreiben, das sich auf die Benutzung der Straßenbahn bezog. Ich fuhr stets mit der Straßenbahn, wenn ich in die Stadt mußte, das war die

gewöhnlichste Sache der Welt. Ich stieg an der Haltestelle ein und löste beim Schaffner einen

Fahrschein. Manchmal kam ein Kontrolleur, aber ich hatte immer einen Fahrschein und war noch nie bestraft worden. Manchmal sprang ich allerdings auch von der fahrenden Bahn ab, und einmal hatte ich mich dabei ganz schön langgelegt und mir die Brille zerbrochen. In der Straßenbahn hingen immer irgendwelche Reklameaufkleber und außerdem die Betriebsvorschriften, ich aber hatte sie nie gelesen.

Ich mußte von nun an zu Fuß gehen, das war manchmal sehr schlimm, weil ich weit draußen wohnte, und am schlimmsten war es, wenn ich aus der Stadt heimkehrte. Oft fiel Schnee und durchnäßte meinen dünnen Mantel, manchmal rutschte ich auf einer vereisten Stelle aus. Es war immer schlimm, wenn ich aus der Stadt zurückkehrte, weil ich einen Hügel erklimmen mußte, um den Weg abzukürzen. Der Weg war voller Löcher, und manchmal fiel ich in eine Schneewehe, Schuhe und Strümpfe waren durch und durch naß, und nur schwer bekam ich die Füße aus dem tiefen Schnee heraus; ich war sehr müde und hatte Hunger, und mir kam es vor, als würde ich nie die Haustür erreichen.”

 

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Jiří Weil (6 augustus 1900 – 13 december 1959)

 

De Franse dichter, schrijver en diplomaat Paul Claudel werd geboren op 6 augustus 1868 in Villeneuve-sur-Fère. Zijn bekendste en meest gespeelde stuk is het in de middeleeuwen spelende L’Annonce faite à Marie. Bekend is ook de trilogie L’Otage 1909, Le Pain dur 1914 en Le Père humilié 1916. Maar als zijn hoofdwerk geldt het in het Spanje van de zestiende eeuw spelende Le Soulier de satin uit 1925, een immens lang drama, dat pas in 1943 in een sterk verkorte versie voor het eerst gespeeld werd. Claudel schreef ook meerdere libretti voor opera’s van Darius Milhaud. In de jaren twintig tot veertig van de twintigste eeuw werd Claudels werk in katholieke kringen zeer gewaardeerd en in 1946 werd hij met een opname in de Académie Française bellond. Na WO II raakte hij wat in vergetelheid.

 

Uit: Le Soulier de satin

 

Doña Prouhèze monte debout sur la selle et se déchaussant elle met son soulier de satin entre les mains de la Vierge.

Vierge, patronne et mère de cette maison,

Répondante et protectrice de cet homme dont le cœur vous est pénétrable plus qu’à moi et compagne de sa longue solitude,

Alors si ce n’est pas pour moi, que ce soit à cause de lui,

Puisque ce lien entre lui et moi n’a pas été mon fait, mais votre volonté intervenante :

Empêchez que je sois à cette maison dont vous gardez la porte, auguste tourière, une cause de corruption !

Que je manque à ce nom que vous m’avez donné à porter, et que je cesse d’être honorable aux yeux de ceux qui m’aiment.

Je ne puis dire que je comprends cet homme que vous m’avez choisi, mais vous, je comprends, qui êtes sa mère comme la mienne.

Alors, pendant qu’il est encore temps, tenant mon cœur dans une main et mon soulier dans l’autre,

Je me remets à vous ! Vierge mère, je vous donne mon soulier !

Vierge mère, gardez dans votre main mon malheureux petit pied !

Je vous préviens que tout à l’heur
e je ne vous verrai plus et que je vais tout mettre en œuvre contre vous !

Mais quand j’essayerai de m’élancer vers le mal, que ce soit avec un pied boiteux ! La barrière que vous avez mise,

Quand je voudrai la franchir, que ce soit avec une aile rognée !

J’ai fini ce que je pouvais faire, et vous, gardez mon pauvre petit soulier,

Gardez-le contre votre cœur, ô grande Maman effrayante !”

 

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Paul Claudel (6 augustus 1868 – 23 februari 1955)

 

De Hongaarse schrijver János Rózsás werd geboren in Boedapest op 6 augustus 1926. In 1944 werd hij opgeroepn voor militaire dienst en hij raakte in Russisch krijgsgevangenschap. Daar leerde hij Aleksandr Solzjenitsyn kennen. Pas in 1953 kwam hij weer vrij. Zijn herinneringen schreef hij toen al neer, maar zij konden pas na de val van het ijzeren gordijn in Hongarije gepubliceerd worden.

Uit: Schwester Dusja

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges, im Frühherbst 1944, hatte die Rote Armee das Karpatenbecken allmählich überflutet. Als der erste kämpfende sowjetische Soldat seinen Fuß auf ungarischen Boden setzte, begann sofort eine grausame Unterjochung unseres Landes mit reihenweisen Festnahmen von Zivilpersonen, sowohl Männern als auch Frauen. Die sowjetischen Militärgerichtshöfe stellten sie, in Zusammenarbeit mit den Organen der politischen Abwehr, den sogenannten Smersch, auf Grund verschiedener Anklagen und vorgetäuschter Scheingründe vor Gericht. Die Opfer, die sich unter unmenschlichen Umständen in der Untersuchungshaft quälen mussten, verstanden wegen der mangelhaften Sprachkenntnisse der Dolmetscher aus den ihnen zur Last gelegten Anschuldigungen nichts. Man konnte nur vage ahnen, dass die in den Verhörprotokollen festgehaltenen unbewiesenen, auf Annahmen und Verleumdungen aufgebauten Anklagen auf Kollaboration mit den faschistischen Deutschen, sowjetfeindlicher Spionage und nie verübten Terrorakten beruhten.

Verteidigungsmöglichkeiten vor den sowjetischen Militärgerichtshöfen gab es nicht. Die Rechtsprechung dauerte jeweils nur einige Minuten. Man verurteilte die Beschuldigten gruppenweise, nahezu am laufendem Band auf Grund der in unverständlicher Sprache vorgelesenen Anklageschrift. Es wurden die Todesurteile gefällt, 10, 15 oder 25jährige Zwangsarbeit verhängt, je nach dem, was der fantasiereiche Untersuchungsrichter-Offizier in sein Verhörprotokoll hineingeschrieben hatte.“

 

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János Rózsás (Boedapest, 6 augustus 1926)

 

De Engelse dichter Alfred, Lord Tennyson werd geboren op 6 augustus 1809 in Somersby, Lincolnshire, England. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2006.

 

The Charge of the Light Brigade (fragment)

1.

Half a league, half a league,
Half a league onward,
All in the valley of Death
Rode the six hundred.
“Forward, the Light Brigade!
“Charge for the guns!” he said:
Into the valley of Death
Rode the six hundred.

 

2.

“Forward, the Light Brigade!”
Was there a man dismay’d?
Not tho’ the soldier knew
Someone had blunder’d:
Their’s not to make reply,
Their’s not to reason why,
Their’s but to do and die:
Into the valley of Death
Rode the six hundred.

 

3.

Cannon to right of them,
Cannon to left of them,
Cannon in front of them
Volley’d and thunder’d;
Storm’d at with shot and shell,
Boldly they rode and well,
Into the jaws of Death,
Into the mouth of Hell
Rode the six hundred.

 

4.

Flash’d all their sabres bare,
Flash’d as they turn’d in air,
Sabring the gunners there,
Charging an army, while
All the world wonder’d:
Plunged in the battery-smoke
Right thro’ the line they broke;
Cossack and Russian
Reel’d from the sabre stroke
Shatter’d and sunder’d.
Then they rode back, but not
Not the six hundred.

 

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Alfred Tennyson (6 augustus 1809 – 6 oktober 1892)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Christa Reinig werd geboren op 6 augustus 1926 in Berlijn. Van 1950 tot 1953 studeerde zij aan de arbeiders- en boerenfaculteit, daarna tot 1957 kunstgeschiedenis en archeologie aan de Berlijnse Humboldt-Universität. Van 1957 tot 1964 was zij wetenschappelijk assistente bij het Märkische Museum. Reinig begon al in de jaren veertig te schrijven. Zij was medewerkster van het satirische tijdschrift Eulenspiegel, kon ook publiceren, maar wegens haar nonconformistische houding kreeg zij vanaf 1951 een publicatieverbod in de DDR. In 1964 keerde zij van de uitreiking van de Bremer Literaturpreis niet meer naar de DDR terug en vestigde zich in München. 

 

 

Robinson

Manchmal weint er wenn die worte
still in seiner kehle stehn
doch er lernt an seinem orte
schweigend mit sich umzugehn

 

und erfindet alte dinge
halb aus not und halb in spiel
splittert stein zur messerklinge
schnürt die axt an einen stiel

 

kratzt mit einer muschelkante
seinen namen in die wand
und der allzu oft genannte
wird ihm langsam unbekannt

 

 

mein besitz

Ich habe einen mantel in die jackentasche zu stecken
einen taschenmantel
ich habe ein radio in die jackentasche zu stecken
einen taschenradio
ich habe eine bibel in die jackentasche zu stecken
eine taschenbibel
ich habe gar keine solche jacke mit taschen
gar keine taschenjacke
ich habe eine schnapspflasche mit zwölf gläsern für mich
und alle meine onkels und tanten
ich habe eine kaffeekanne mit vier tassen für mich
und meine drei besten freundinnen
ich habe ein schachbrett mit schwarzen und weißen steinen für mich
und einen freund
ich habe gar keine freunde einzuladen
niemanden

ich habe einen himmel endlos über mir
darunter mich wiederzufinden
ich habe eine stadt voll straßen endlos
darin mir zu begegnen
ich habe ein lied endlos und endlos
darin ein- und auszuatmen
ich habe nicht mehr als ein gras zwischen zwei pflastersteinen
nicht mehr zu leben

 

Reinig

Christa Reinig (Berlijn, 6 augustus 1926)

 

De Algerijnse schrijver Yacine Kateb werd geboren op 6 augustus 1929 in Zighout-Youcef. Zijn eerste boek verscheen in 1946, toen hij zeventien was. Vanaf 1947 begon hij Frankrijk te bezoeken, later verhuisde hij er naar toe.Tot 1952 werkte hij een tijd als journalist en als dokwerker, wat hij snel weer opgaf om zich aan het schrijven te wijden. Hij reisde veel. In de vroege jaren zeventig vestigde hioj zich weer in Akgerije. Zijn boeken schreef hij in het Frans. Zijn hoofdthema is de politiekebevrijdingsstrijd van de Berbers.

POUSSIÈRES DE JUILLET

 

 Le  sang
Reprend  racine
Oui
Nous  avions  tout  oublié
Mais  notre  terre
En  enfance  tombée
Sa  vieille   ardeur  se  rallume

 

Et  même  fusillés
Les  hommes  s’arrachent  la  terre
Et  même  fusillés
Ils  tirent la  terre  à  eux
Comme  une  couverture
Et  bientôt  les  vivants  n’auront  plus  où  dormir

 

 Et  sous  la  couverture
Aux  grands trous  étoilés
Il  y  a  tant  de  morts
Tenant  les  arbres  par  la  racine
Le  cœur  entre  les  dents

 

 Il  y  a  tant  de  morts
Crachant  la  terre  par  la  poitrine
Pour  si  peu  de  poussière
Qui  nous  monte  à  la  gorge
Avec ce vent  de  feu

N’ enterrez  pas l’ancêtre
Tant  de
fois  abattu
Laissez-le renouer la trame  de  son  massacre

Pareille  au  javelot  tremblant
Qui  le transperce
Nous  ramenons  à  notre  gorge
La  longue  escorte  des  assassins.

 

 

 

C’est vivre

C’est vivre

Fanon, Amrouche et Feraoun 

Trois voix brisées qui nous surprennent 

Plus proches que jamais 

Fanon, Amrouche, Feraoun 

Trois source vives qui n’ont pas vu 

La lumière du jour 

Et qui faisaient entendre 

Le murmure angoissé  

Des luttes souterraines 

Fanon, Amrouche, Feraoun 

Eux qui avaient appris 

A lire dans les ténèbres 

Et qui les yeux fermés 

N’ont pas cessé d’écrire

Portant à bout de bras

Leurs oeuvres et leurs racines 

Mourir ainsi c’est vivre 

Guerre et cancer du sang 

Lente ou violente chacun sa mort 

Et c’est toujours la même 

Pour ceux qui ont appris 

A lire dans les ténèbres, 

Et qui les yeux fermés 

N’ont pas cessé d’écrire 

Mourir ainsi c’est vivre.

 

 

Kateb

Yacine Kateb (6 augustus 1929 – 28 oktober 1989)