Carl-Christian Elze

De Duitse dichter en schrijver Carl-Christian Elze werd geboren op 26 april 1974 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Carl-Christian Elze op dit blog.

so wenig sinnlichkeit

können worte: nur engel benennen
ohne ihr gesicht abzubilden
ihr sanftes gewölbe aus knochen
ihr vermischtes gewölbe aus mann und frau.

einzig vergleiche, die noch leuchten können
wie in öl: sein metallisches flugkleid
wie der zerknitterte rumpf eines learjets
ohne lackierung ..

und dennoch: welche ärmlichkeiten.
kein roter vorhang nur aus worten
der sich begreifen lässt im auge, im gehirn. kein r-o-t
das in maria eindringt, in ihr kristallines b-l-a-u

und wie, wie willst du licht ersetzen!
noch lächerlicher hier nur
licht zu sagen
das durch das fenster stürzt und schleicht zugleich
um ihr gesicht kaum merklich anzuheben

dass es die weiße lilie sieht
endlich erblickt, in diesem raum
der lautlos schwebt, im weltall schwebt
mit strengen mustern, burg und wolken ..

ein arme-leute-essen ist gekocht, sonst nichts

ein teller suppe
wo nur worte schwimmen
wie lose hände, die nichts greifen können
doch greifen wollen, und in den flachen löffeln beten.

 

zo weinig sensualiteit

kunnen woorden: een louter benoemen
van engelen zonder hun gezicht af te beelden,
hun zachte gewelf uit botten,
hun vloeiende gewelf uit man en vrouw.

slechts vergelijkingen, die nog kunnen glanzen
als in olieverf: een metalen vliegpak
zoals de gekreukelde romp van een Learjet
zonder laklaag ..

en toch: wat een armoedigheid.
geen rood gordijn van louter woorden
dat zich begrijpen laat in ‘t oog, in de hersens. geen r-o-o-d
dat in Maria binnendringt , in haar kristallijne b-l-a-u-w,

en hoe, hoe wil je licht vervangen!
nog belachelijker om hier
licht te zeggen
dat door het raam valt en sluipt tegelijk
om haast onmerkbaar haar gezicht op te tillen

om de witte lelie te zien
er eindelijk naar te kijken, in deze ruimte
die stil zweeft, door het universum zweeft
in strakke patronen, burcht en wolken ..

een armeluis-maaltijd is gekookt, meer niet

een bord soep
waarin alleen woorden zwemmen
als losse handen die niets kunnen grijpen
maar grijpen willen, en in de platte lepels bidden.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Sommerfliege

an einem augustabend im jahr 2016: eine sommerfliege
die ihr nachtmahl verzehrt, auf einem baugerüst
am palazzo dario, ohne begleitung von menschen.

mit ihrem spärlich behaarten, vorderen beinpaar
stemmt sie sich gegen den getrockneten kot einer möwe
dirigiert ihren tupfrüssel, der alles befeuchtet, verflüssigt.

zwei venezianische lippenpölsterchen mit einem system
von winzigen rinnen, versteift mit noch winzigeren
spängchen, beginnen lautlos zu saugen – die sonne versinkt.

für sekunden stehn alle fenster in flammen, ist jede scheibe
lodernd orange! – manchmal innehaltend im tupfen
und herabblickend auf die vorbeiziehenden dunklen

gebilde, tausendfach gebrochen im optischen kessel ihrer
glasleuchteraugen, erweckt die speisende den eindruck
einer kleinen touristin

oder dogaressa
oder geisterjägerin
die durch die zeiten irrt.

 

Carl-Christian Elze (Berlijn, 26 april 1974)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 26e april ook mijn blog van 26 april 2019 en ook mijn blog van 26 april 2015 deel 1 en eveneens deel 2.

Bernard Malamud, Vincente Alexandre, Carl-Christian Elze, Leo Stilma, Hannelies Taschau, Theun de Vries, Hertha Kräftner, Johann Uhland, Margreet van Hoorn

De Amerikaanse schrijver Bernard Malamud werd op 26 april 1914 in Brooklyn, New York, geboren. Zie ook alle tags voor Bernard Malamud op dit blog.

Uit:The Mourners

“Kessler, formerly an egg candler, lived alone on social security. Though past sixty-five, he might have found well-paying work with more than one butter and egg whole-saler, for he sorted and graded with speed and accuracy, but he was a quarrelsome type and considered a troublemaker, so the wholesalers did without him. Therefore, after a time he re-tired, living with few wants on his old-age pension. Kessler in-habited a small cheap flat on the top floor of a decrepit tenement on the East Side. Perhaps because he lived above so many stairs, no one bothered to visit him. He was much alone, as he had been most of his life. At one time he’d had a family, but unable to stand his wife or children, always in his way, he had after some years walked out on them. He never saw them thereafter because he never sought them, and they did not seek him. Thirty years had passed. He had no idea where they were, nor did he think much about it.In the tenement, although he had lived there ten years, he was more or less unknown. The tenants on both sides of his flat on the fifth floor, an Italian family of three middle-aged sons and their wizened mother, and a sullen, childless German couple named Hoffman, never said hello to him, nor did he greet any of them on the way up or down the narrow wooden stairs. Others of the house recognized Kessler when they passed him in the street, but they thought he lived elsewhere on the block. Ignace, the small, bent-back janitor, knew him best, for they had several times played two-handed pinochle; but Ignace, usually the loser because he lacked skill at cards, had stopped going up after a time. He complained to his wife that he couldn’t stand the stink there, that the filthy flat with its junky furniture made him sick. The janitor had spread the word about Kessler to the others on the floor, and they shunned him as a dirty old man. Kessler understood this but had contempt for them all.One day Ignace and Kessler began a quarrel over the way the egg candler piled oily bags overflowing with garbage into the dumbwaiter, instead of using a pail. One word shot off another, and they were soon calling each other savage names, when Kessler slammed the door in the janitor’s face. Ignace ran down five flights of stairs and loudly cursed out the old man to his impassive wife. It happened that Gruber, the land-lord, a fat man with a consistently worried face, who wore yards of baggy clothes, was in the building, making a check of plumbing repairs, and to him the enraged Ignace related the trouble he was having with Kessler. He described, holding his nose, the smell in Kessler’s flat, and called him the dirtiest person he ever saw. Gruber knew his janitor was exaggerating, but he felt burdened by financial worries which shot his blood pressure up to astonishing heights, so he settled it quickly by saying, “Give him notice.” None of the tenants in the house had held a written lease since the war, and Gruber felt confi-dent, in case somebody asked questions, that he could easily justify his dismissal of Kessler as an undesirable tenant. It had occurred to him that Ignace could then slap a cheap coat of paint on the walls, and the flat would be let to someone for five dollars more than the old man was paying.”

 
Bernard Malamud (26 april 1914 – 18 maart 1986)
Cover luisterboek

 

De Spaanse dichter Vincente Aleixandre (eig. Vicente Pío Marcelino Cirilo Aleixandre y Merlo) werd geboren op 26 april 1898 in Sevilla. Zie ook alle tags voor Vincente Aleixandre op dit blog.

Letzte Gedanken

Er ward geboren und ohne Erfahrung. Gab Antwort und sprach
    nicht.
Die erstaunten Seelen schauen dich an,
wenn du nicht vorübergehst. Nie hält der Wind sein Wort.
Langsam und allein fallen deine Gedanken.
Fallen wie die abgestorbenen Blätter
und fallen erneut, wenn der Wind sie verstreut.
Die nüchterne Erde indes erwartet sie,
sich öffnend. Still das Herz, stumm die Augen,
dein träger Gedanke löst sich auf
in der Luft. Sanft bewegt. Ein Laut von letzten
Zweigen, ein mißlungener Traum von lebendiger Raute
breitet sich aus… Es fallen die Blätter.

 

Für wen schreibe ich

I
Für wen schreibe ich? so fragte mich der Chronist, der Journalist oder ganz schlicht der Neugierige.

Ich schreibe nicht für den Herrn im vornehmen Jackett, nicht für seinen verärgerten Schnurrbart, nicht einmal für seinen erhobenen tadelnden Zeigefinger in den traurigen Wellen der Musik.

Auch nicht für die Reisekutsche noch für ihre verborgene Dame (hinter Scheiben, wie ein eisiger Strahl der Glanz des Lorgnons).

Ich schreibe für die vielleicht, die mich nicht lesen. Für jene Frau, die durch die Straße läuft, als wollte sie die Tore dem Frührot aufschlagen.

Oder jenen Alten, der auf der Bank des winzigen Platzes einnickt, während ihn die Abendsonne liebevoll berührt, ihn umfängt und sanft in ihrem Licht auflöst.

Für alle, die mich nicht lesen, die sich nicht um mich kümmern, sich aber vor mir in acht nehmen (obwohl sie mich nicht kennen).

Dieses Mädchen, das im Vorübereilen mich anschaut. Gefährtin meines Wagnisses, in dieser Welt zu leben.

Und diese Alte, die, vor ihrer Tür sitzend, Leben erfahren hat, fruchtbar von Vieler Leben, von müden Händen.

Ich schreibe für den zärtlich Verliebten; für ihn, der mit seiner Qual in den Augen vorüberging; für den, der ihn nicht anhörte; für den, der im Vorüber, nicht hinsah; für ihn, der schließlich umfiel, da er fragte und den man nicht hörte.

Für alle schreibe ich. Für die vor allem, die mich nicht lesen. Einen um den andern und die Menge. Und für die Brüste und für die Münder und für die Ohren, wo, ohne mich zu hören, mein Wort ist

 

Vertaald door Erich Arendt en Katja Hayek Arendt


Vicente Aleixandre (26 april 1898 – 14 december 1984)

 

De Duitse dichter en schrijver Carl-Christian Elze werd geboren op 26 april 1974 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Carl-Christian Elze op dit blog.

spaziergang I

zuerst die straße bis zum ende, die legende:
er sah sich rohrverlegung an, von innen
gesehen hat jedes rohrstück diesen dünnen
gummiüberzug, der grünt, für gute strömung.
es tut so gut, den grünen strömungsgummi
zu berühren; das fühlt sich reicher an an allen
fingerspitzen: glatt & frisch, weich wie fisch
wie junge haut. es kann nicht besser werden
sobald man um die ecke geht, doch wird es

besser! hier ist: kein rohr, hier ist ein aus-
gesprochen frisches ohr! verlegt? liegt da
als wär es da zuhaus? was täuscht. heb auf!
auch wenn sich gar nichts reimt, reim zu-
sammen: abgegangen von allein; jetzt steck
es ein & halt es fest & lauf es ab mit allen
fingerkuppen, im tiefen taschenohrversteck!
es tut so gut, die knorpelkanten sanft entlang-
zustreichen! es kann nicht besser werden
sobald man in den park einbiegt, doch wird es

besser! hier liegt: kein ohr, hier liegt ein chor-
gesang im ohr, wenn man die wiesen, auch
die blumenbeete, überläuft, doch unsichtbar!
schnall mal das eigne ohr aufs gras & lausch!
klarer fall: unterwiesenschall! es tut so gut

die finger tief ins erdfach einzuwühlen, die ganze
bohrhand, bis zum ellenbogen & dann fühlen:
die blanken schädeldecken streng in reih & glied
die blanken münder, wie die gehen: auf & zu
die starke luft, die in die hand einströmt dabei
bei jedem ton. ei, wie das tönt! echt lustgewinn

sagt die legende: spazieren gehen ohne ende.

 
Carl-Christian Elze (Berlijn, 26 april 1974)

 

De Nederlandse dichter Leo Stilma werd geboren op 26 april 1953 in Hilversum. Zie ook alle tags voor Leo Stilma op dit blog.

Oude vrouw

1.
Ze loopt zo langzaam
zo traag alsof haar voeten
niet meer bij haar horen
en ze aan afstand heeft
verloren door de kaalslag
van een verdwenen tijd.

Ze droomt van een eiland
waar de dagen niet bestaan
maar er is geen streep
in de verte te zien, geen
teken van nevelig licht

alleen rimpelig water
waarin ze een gezicht
herkent dat ze mist

 
Leo Stilma (Hilversum, 26 april 1953)
Hilversum, de Sint Vituskerk

 

De Duitse dichteres en schrijfster Hannelies Taschau werd geboren op 26 april 1937 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Hannelies Taschau op dit blog.

Uit: Landfrieden

„Anne erinnert sich auch an den Tankstellenpächter. Er brauchte unendlich lange, er machte den Tank zu voll, im Wagen roch es nach Benzin, er zog den Stutzen Millimeter um Millimeter aus dem Tank, er kämpfte um jeden Groschen. Auch das Geldwechseln hatte Schwierigkeiten gemacht. Es war kalt, es war Nacht, Schrager sagte gereizt, ein Münztank müsse her. Und dann, sagte der Mann, kommen Leute wie Sie mit großen Scheinen und fahren zur Konkurrenz, weil hier keiner wechselt. Dann muß eben auch ein Münzwechsler her, sagte Schrager und fuhr grußlos davon. Den Münztank gibt es inzwischen, den Münzwechsler nicht. Unvorstellbar, in so einem Ort zu leben, hatte Schrager damals gesagt. Aber daran erinnert er sich jetzt nicht mehr. Laufen wir doch mal zum Bahnhof und zurück, sagt er ungeduldig, dann kriegen wir einen Eindruck, wir laufen ohnehin zu wenig. Anne trägt ihren gehäkelten knöchellangen Mantel über dem Arm, Schrager kann ihn nicht leiden. Er führt ihr den Ort vor: Sieh dich um, sagt er, sieh dir alles an, die gepflegten Straßen, diese vielen Kneipen, die Türen stehen schon morgens offen, die tiefhängenden Lampen, die den ganzen Tag brennen, der schöne Windschutz aus grünem oder rotem Filz vor den Türen; eine gesellige, sauffreudige Gesellschaft hier. Er bleibt vor einer Metzgerei stehen und schaut zu, wie von Blut und Kälte gerötete Finger mit kurzgeschnittenen Nägeln schöne, magere Fleischlappen auf die Waage werfen, absolut großstädtisch, Schrager ist zufrieden mit der Demonstration. Er ist unermüdlich, er strengt sich an, er bestimmt die Richtung, ist »überrascht«, »erfreut«, »angetan«. Insgesamt macht doch alles hier einen guten Eindruck, eine intakte Gemeinde, sagt er. Viele Handarbeitsgeschäfte, Kleintierhandlungen, auf einem Aquarium die Aufschrift: »Leisten Sie sich das vierte Programm.«

 
Hannelies Taschau (Hamburg, 26 april 1937)
Cover

 

De Nederlandse dichter en schrijver Theun de Vries werd geboren in Veenwouden op 26 april 1907. Zie ook alle tags voor Theun de Vries op dit blog.

Uit: De neven

“De begrafenis van Tjalling was achter de rug; staande op de drempel van het kleine renteniershuis had Reinou Herres de leeddragers de hand gedrukt. Zij bleef niet geheel alleen achter; een dochter van haar broer Pier zou bij haar wonen. Ekke Wiarda was een van de laatsten, die afscheid namen, nadat hij een rij van mannen en vrouwen langs zijn tante had zien gaan, de mannen met de oudmodische hoge hoeden in zonderlinge kartonnen dozen, de vrouwen met dofbefloerste oorijzers. Ook Herre had zijn moeder de hand gedrukt; ze hadden elkaar aangekeken: Rudmer was niet op de begrafenis geweest; ze wisten niet, waar hij uithing, en Reinou had de nieuwsgierige vragers verteld, dat hij ziek was. – Ekke keek Herre na, die wegschreed naar het station – ook hij droeg het hoedenkoffertje met lijdzaam en onvermijdelijk gebaar – en haastte zich, om hem in te halen.
Er hing een blauwig schaduwig lichtstof tussen de elzenstruiken van de weg; een koele herfstige geur van boomschors en galappels en vermoeide bladerdracht dreef van het bouwland aan, dat nog dik in de loverwallen lag. Ekke trok sneller aan de achterste voet; hij wilde zijn neef inhalen. Het was een zwaar, haast onverteerbaar brok, maar hij moest het toch slikken, terwille van At, terwille van het ongeborene… Hij liep in het boerse laken, dat hem in de vrije loop belemmerde; zijn hemd plakte onder zijn armen, aan zijn rug. Het was nodig, nu nog, voor Herre hem ontsnapte, de grote vraag te stellen, die hij zijn oom Tjalling had willen doen: het geld, de zekerheid van te leven. – Hij zag Herre voor zich; de halfnurkse, sterke schok, die rug en schouders doorveerde bij elke tred – een kracht en een afweer, die Ekke vreesde. Het beeld werd steeds duidelijker, en Ekke keek vertwijfeld naar den krachtigen man, daar voor hem, met de meesterlijke gang, het langwerpig forse achterhoofd, dat met een aanzet van een vetplooi in de boord verdween. Deze man was zijn neef, was een fabrieksbezitter! Maar hij betekende misschien ook de redding, nee, móest de redding zijn, nu Tjalling verscheiden was.
– Herre!…
Ekke schrok bijna, toen hij de naam had uitgesproken. Het was, of hij over een afstand riep, die groter was dan de meetbare, die nog tussen de twee mannen op de eenzame woudweg lag. Herre Wiarda keek om, zag hem; een halve tel had het er de schijn van, of hij wilde doorlopen. De onwilligheid van het onderdrukt gebaar remde Ekke’s moed nog meer. Hij naderde, links, met een poging, een familietoon te vinden, die er tussen hem en den ander nooit was geweest.”


Theun de Vries (26 april 1907 – 21 januari 2005)

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Hertha Kräftner werd geboren op 26 april 1928 in Wenen. Zie ook alle tags voor Hertha Kräftner op dit blog.

Selbstbildnis

Die Stirne Einsamkeit,
beschattet durch den Fall der Haare,
zuweilen im Gesenktsein von Verworrenheit
bedeckt und leidend
an der Ungestalt der frühen Jahre.
Die Brauen aber schon in Klarheit,
in ihrer Schwärze manchmal fremd
den blassen Wangen,
der Bogen oft mit Sehnsucht sehr
behangen,
und manchmal wie von Zärtlichkeit
überschwemmt.
Die Augen wie von Abenden verhüllt,
der Blick bekannt mit ungeschauten Dingen,
bisweilen aber blau erfüllt,
wenn ihm die Tage nicht gelingen.
Die ungenauen Lippen aber singen
nicht alles, das die Welt an sie vergibt.

Gesicht des Widerspruchs von dicht und lose,
verstreut an Augenblicke, die es liebt,
und so, als ging es schmal ins Ausweglose,
von dem es weiß, daß es besiegt.

 
Hertha Kräftner (26 april 1928 – 13 november 1951)

 

De Duitse dichter, literatuurwetenschapper, jurist en politicus Johann Ludwig Uhland werd geboren in Tübingen op 26 april 1787. Zie ook alle tags voor Johann Uhland op dit blog.

Des Knaben Berglied

Ich bin vom Berg der Hirtenknab’,
Seh’ auf die Schlösser all herab;
Die Sonne strahlt am ersten hier
Am längsten weilet sie bei mir;
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Hier ist des Stromes Mutterhaus;
Ich trink ihn frisch vom Stein heraus;
Er braust vom Fels in wildem Lauf,
Ich fang ihn mit den Armen auf;
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Der Berg, der ist mein Eigentum,
da ziehn die Stürme ringsherum;
Und heulen sie von Nord und Süd,
So überschallt sie doch mein Lied:
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Sind Blitz und Donner unter mir,
So steh ich hoch im Blauen hier;
Ich kenne sie und rufe zu:
Laßt meines Vaters Haus in Ruh’!
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Und wann die Sturmglock einst erschallt
Manch Feuer auf den Bergen wallt,
Dann steig ich nieder, tret ins Glied
Und schwing mein Schwert und sing mein Lied:
Ich bin der Knab’ vom Berge!

 

Verborgenes Leid

Im Walde wohnt mein Leid,
Ich darf es niemand klagen,
Zum Walde muß ich’s tragen
Zur tiefsten Einsamkeit.

Kommt je in künft’ger Zeit
Ein Mensch zu jenen Gründen,
Im Walde kann er finden
Mein scheues Herzeleid.

Sieht er im Walde weit,
Recht einsam und verschwiegen,
die tiefsten Schatten liegen,
Das ist mein finstres Leid.

 
Johann Uhland (26 april 1787 – 13 november 1862)
Op een postzegel uit de DDR, 1987

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Margreet van Hoorn (pseudoniem van Greta de Reus) werd geboren in Hoorn op 26 april 1922. Zie ook alle tags voor Margreet van Hoorn op dit blog.

Weerom?

En ja… weerom, weerom den toch,
ik kin ’t gienien meist zegge,
weerom ‘k ’t anker van m’n skip
’t liefst ‘deer’ zou legge,
in ’t durpie met de smalle sloôt
en heêl die vere woide
met mens en dier in fris vertier
en vrolijkhoid zo bloide.
Weerom? Omdat ik van ’t durpie… hou
met leige, vere luchte
met rust en stilt’ en stilt’ en rust
en koele klare vruchte.
Omdat… ik weet, ik weet ’t niet
ik kin ’t gienien meist zegge
want nerges kin ik m’n hande zo
tevreden samenlegge.

 
Margreet van Hoorn (26 april 1922 – 18 maart 2010)
Hoofdtoren te Hoorn door Hendrik Elias Roodenburg, 1947

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 26e april ook mijn blog van 26 april 2015 deel 1 en eveneens deel 2.

Bernard Malamud, Vincente Alexandre, Carl-Christian Elze, Hannelies Taschau, Theun de Vries, Hertha Kräftner, Johann Uhland, Margreet van Hoorn, Leo Stilma

De Amerikaanse schrijver Bernard Malamud werd op 26 april 1914 in Brooklyn, New York, geboren. Zie ook alle tags voor Bernard Malamud op dit blog.

Uit:The Jewbird

„The window was open so the skinny bird flew in. Flappity-flap with its frazzled black wings. That’s how it goes. It’s open, you’re in. Closed, you’re out and that’s your fate. The bird wearily flapped through the open kitchen window of Harry Cohen’s top-floor apartment on First Avenue near the lower East River. On a rod on the wall hung an escaped canary cage, its door wide open, but this black-type longbeaked bird—its ruffled head and small dull eyes, crossed a little, making it look like a dissipated crow—landed if not smack on Cohen’s thick lamb chop, at least on the table, close by. The frozen foods salesman was sitting at supper with his wife and young son on a hot August evening a year ago. Cohen, a heavy man with hairy chest and beefy shorts; Edie, in skinny yellow shorts and red halter; and their ten-year-old Morris (after her father)—Maurie, they called him, a nice kid though not overly bright—were all in the city after two weeks out, because Cohen’s mother was dying. They had been enjoying Kingston, New York, but drove back when Mama got sick in her flat in the Bronx.
“Right on the table,” said Cohen, putting down his beer glass and swatting at the bird. “Son of a bitch.”
“Harry, take care with your language,” Edie said, looking at Maurie, who watched every move.
The bird cawed hoarsely and with a flap of its bedraggled wings—feathers tufted this way and that—rose heavily to the top of the open kitchen door, where it perched staring down.
“Gevalt, a pogrom!”
“It’s a talking bird,” said Edie in astonishment.
“In Jewish,” said Maurie.
“Wise guy,” muttered Cohen. He gnawed on his chop, then put down the bone. “So if you can talk, say what’s your business. What do you want here?”
“If you can’t spare a lamb chop,” said the bird, “I’ll settle for a piece of herring with a crust of bread.
You can’t live on your nerve forever.”
“This ain’t a restaurant,” Cohen replied. “All I’m asking is what brings you to this address?”
“The window was open,” the bird sighed; adding after a moment, “I’m running. I’m flying but I’m also running.”
“From whom?” asked Edie with interest.
“Anti-Semeets.”
“Anti-Semites?” they all said. ”

 
Bernard Malamud (26 april 1914 – 18 maart 1986)
Scene uit de opvoering van een toneelversie in New York, 2009

 

De Spaanse dichter Vincente Aleixandre (eig. Vicente Pío Marcelino Cirilo Aleixandre y Merlo) werd geboren op 26 april 1898 in Sevilla. Zie ook alle tags voor Vincente Aleixandre op dit blog en eveneens alle tags voor V. Aleixandre.

With All Due Respect (Fragment)

Trees, women and children
are all the same thing: Background.
Voices, affections, brightness, joy,
this knowledge that finally here we all are.
Indeed. Me and my ten fingers.

Now the sun isn’t horrendous like a cheek that’s ready:
it isn’t a piece of clothing or a speechless flashlight.
Nor is it the answer heard by our knees,
nor the task of touching the frontiers with the whitest part of our eyes.
The Sun has already become truth, lucidity, stability.
You converse with the mountain,
you trade the mountain for a heart:
then you can go on, weightless, going away.
The fish’s eye, if we come to the river,
is precisely the image of happiness God sets up for us,
the passionate kiss that breaks our bones.

Indeed. Finally, it’s life. Oh, what egg-like beauty
in this ample gift the Valley spreads before us,
this limitation we can lean our heads against
so as to hear the greatest music, that of the distant planets.
Hurry, let’s all
get close around the bonfire.
Your hands made of petals and mine of bark,
these delicious improvisations we show each other,
are good—for burning, for keeping faith in tomorrow,
so that our talk can go on ignoring our clothes.
I don’t notice our clothes. Do you?
Dressed up in three-hundred burlap suits,
wrapped in my roughest heaviest get-up,
I maintain a dawn-like dignity and brag of how much I know about nakedness.

 
Vicente Aleixandre (26 april 1898 – 14 december 1984)
Hier met collega-dichter Miguel Hernández (links)

 

De Duitse dichter en schrijver Carl-Christian Elze werd geboren op 26 april 1974 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Carl-Christian Elze op dit blog.

ich fange an sinnlos zu werden, soldaten, verzeiht!
die schlacht ist kraut & pferde fallen wie die fliegen.
selbst fleisch aus meinem fleisch riecht nicht mehr gut.
ich möchte in einem beichtstuhl wohnen, väterchen
weil da die wege kürzer sind. ich brauche bildchen, heilige
die auf der stelle stehn. wer spielt denn pausenlos
an meinem mund herum & pflanzt mir neue zähne?
ich werde sie alle abschleifen mit magnolienblüten.
ich will mich ordentlich zusammenschlagen, aufknüpfen
herunternehmen. dann auferstehn. das muss genügen.

 

ich habe fickende fliegen im kopf, ich habe so viele
fickende fliegen im kopf, alles brummt & legt kleine eier.
ich habe dinge zu regeln, wenn ich wieder im haus bin.
wie kann es sein, dass fickende fliegen in mich geraten?
das system muss offen sein. wie liebestoll ist dieses system?
& wenn es offen ist, kann ich mit dem kleinen finger hinein?
& reicht es aus, wenn ich nur einer einzigen fickenden fliege,
während sie fickt, mit dem kleinen finger übers rückenfell fahre
dass es knistert, um selber glücklich zu sein?, weil fickende fliegen
glücklich sind, so steht es geschrieben, & alles glück abstrahlt –

 
Carl-Christian Elze (Berlijn, 26 april 1974)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Hannelies Taschau werd geboren op 26 april 1937 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Hannelies Taschau op dit blog.

Apfelerinnerungen Eintausendvierhundert heimische Apfelsorten Goldparmänen Gravensteiner Hasenköpfe Bohn- und Schlotteräpfel zu sehn am Apfeltag Die Rambur Borsdorfer die roten die grauen die Gold- und Wachs-Renetten Streiflinge Spitzäpfel Plattäpfel Hausäpfel Fleckäpfel Erdäpfel Gulderlinge Rosenäpfel Taubenäpfel Die Eigenschaften die Formen die Farben die Süße die Säure eben die andere Hälfte der Wahrheit Der Herzapfel meiner Urgroßmutter war der Frühe von Hanns und Apfelverkäufe brachten die Söhne durchs Studium Wenn mein Vater einen Apfel ißt macht er noch heute die Augen zu und ich habe das alles aufgeschrieben damit du davon erfährst Am selben Tag zur selben Stunde Entschied sich jemand nicht mehr zu sprechen nachdem er ganz normal in einem Hotelbett aufgewacht war sich geduscht gekleidet seinen Koffer gepackt hatte das Zimmer verließ zurückblickte zurückging die Vorhänge beiseite zog das Fenster öffnete das Zimmer abermals verließ die Tür vorsätzlich leise schließend die Treppe hinunterstieg und auf die Fragen Wünschen Sie Tee? Kaffee? Wie haben Sie geschlafen? nicht mehr antwortete

 

Wer bin ich

Im Kaufhof hat man bei Umtausch und Rückzahlung
der Kauf summe seinen Namen und seine Anschrift
preisgegeben
Ich würde auch gerne bei jedem Kauf meinen Namen
angeben aber noch will ihn niemand wissen
Dabei würde es die Arbeit – der Staatsschützer
zum Beispiel – doch erleichtern wenn Kaufhäuser
daran mitarbeiten würden wenn es darum geht zu
erkennen
wer ich bin

 
Hannelies Taschau (Hamburg, 26 april 1937)
Cover

 

De Nederlandse dichter en schrijver Theun de Vries werd geboren in Veenwouden op 26 april 1907. Zie ook alle tags voor Theun de Vries op dit blog.

Uit: Koningssage

“Wind had zich van de ruimte bemachtigd, sedert de dag was aangebroken. Ook in Radbod van Friesland raasde het bij dit afscheid.
Haastig, als opgejaagd, dreven de gebeurtenissen van het laatste jaar nogmaals door zijn gedachten: een snelle wisseling, waarvan hij nog niet herademd was.
En nu waren naar deze Deensche koningsburcht, waarop hij heel zijn leven had doorgebracht, mannen uit de Friesche gouwen gekomen: Beroald, Frieslands koning, was den dood des ouderdoms gestorven, en de wil der vrijen en edelingen had hèm, den zoon, den uitlandschen vreemden prins bijna, tot koning gekozen. Wéer was er een ommekeer in zijn leven gekomen, maar ditmaal verraderlijk onverwacht en overmachtig. Gansch zijn bestaan was veranderd. Wel had hij steeds geleefd met het onbewuste weten, dat hij eens terug zou moeten keeren naar het land, dat hij met kindertranen verlaten had, maar de dag van deze terugkeer was hem ver en onbekend gebleven; zoo onbekend en ver als die van den dood.
Nog, wanneer hij zich in trachtte te denken, hoe de nu voor hem weggelegde dagen moesten worden, leek het soms een grootsche waan, een begoocheling der zinnen, die zijn gedachten opjoeg tot enkel overaardsche verbeeldingen en plotseling ineen dreigde te kunnen storten.
Hier, op de burcht van zijn oom, den Denenkoning, was hij van stil, moederloos kind opgegroeid tot een vroolijken jager en wilden ruiter, die luchthartig en begeerig tevens de dagen aanvaardde. Hij had gestoeid met de landmeisjes bij den oogst en menigen avond was hij, groote knaap, naar buiten geslopen, in den geurigen zilten zeenacht. Dan kroop hij fluitend als een vogelaar, door den omtrek, langs de muren der lage hofsteden, waarachter hij een jonge en schoone boerendeerne wist, en hij ging niet eerder heen, voor hem op zijn welbekende minnewijs de kleine hofpoort was ontsloten, en hij twee warme lippen op de zijne en een heerlijk armenpaar om zijn hals voelde rusten, al de duistere, vochtige uren van den middernacht, tusschen de bloemen der aarde en de sterren des hemels.
Toen kwam Amara.
Zijn nicht was het, de prinses der Denen, een zingend, licht wezen op de donkere burcht. Sinds hij haar na haar kinderjaren plotseling met nieuwe oogen leerde zien, meende hij haar lief te hebben, en zocht met al de voortvarende en nimmer weerstreefde wil, die in hem was, haar wederliefde. Dikwijls had hij getracht, haar te weerhouden en te kussen, zooals hij de maagden in de keukens en dienstvertrekken deed, heerschzuchtig en zegebewust; maar deze bruid was hem te snel bij iedere gelegenheid. Eenmaal waagde hij het in haar toren door te dringen: toen was zij opgevlogen en had hem bevolen heen te gaan.”

 
Theun de Vries (26 april 1907 – 21 januari 2005)
Cover

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Hertha Kräftner werd geboren op 26 april 1928 in Wenen. Zie ook alle tags voor Hertha Kräftner op dit blog.

Beschreibung eines Geliebten

Ein Fremdling unterm Weidenbaum, nur mir vertraut.
Dürstendes Tier, immer zitternd vor Unruh und Stärke.
Träume – wandeln durch sein schwarzes Blut –
wissen nichts von seinem Hirn;
nur sein Gefühl ahnt manchmal eine Treppe bis zum
Mond.
Ausgesetzt jener Liebe, die die Einsamen haben:
das Herz sich zu durchbohren
und aufzufädeln auf ein Haar,
das die Geliebte in der Leidenschaft verlor.
Und immer hungernd nach dem bitteren Geschmack
von gelben Blumen, verloren vor der Zeit.
Verirrte Bilder hinterm Lid…
Und manchesmal schreckt er sich süß vor einem Wort,
das andere ihm sagen, weil er darinnen spürt,
wie alles ihn vertreibt.
Dann tastet er nach einem Weidenbaum,
nur mehr vertraut der Trauer. Nicht mehr mir.


Hertha Kräftner (26 april 1928 – 13 november 1951)
Cover

 

De Duitse dichter, literatuurwetenschapper, jurist en politicus Johann Ludwig Uhland werd geboren in Tübingen op 26 april 1787. Zie ook alle tags voor Johann Uhland op dit blog.

Das Schifflein

Ein Schifflein ziehet leise
den Strom hin seine Gleise;
es schweigen, die drin wandern,
denn keiner kennt den andern.

Was zieht hier aus dem Felle
der braune Waidgeselle?
Ein Horn, das sanft erschallet;
das Ufer widerhallet.

Von seinem Wanderstabe
schraubt jener Stift und Habe
und mischt mit Flötentönen
sich in des Hornes Dröhnen.

Das Mädchen saß so blöde,
als fehlt’ ihr gar die Rede;
jetzt stimmt sie mit Gesange
zu Horn und Flötenklange.

Die Rud’rer auch sich regen
mit taktgemäßen Schlägen;
das Schiff hinunterflieget,
von Melodie gewieget.

Hart stößt es auf am Strande,
man trennt sich in die Lande:
“Wann treffen wir uns, Brüder,
auf einem Schifflein wieder?”

 

Abendwolken
Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.
Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.

 
Johann Uhland (26 april 1787 – 13 november 1862)
Borstbeeld in Stuttgart

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Margreet van Hoorn (pseudoniem van Greta de Reus) werd geboren in Hoorn op 26 april 1922. Zie ook alle tags voor Margreet van Hoorn op dit blog.

Liedje

Ik bin ‘t, ik bin ‘t, ik bin ’t vergete,
Hoe was ‘t, hoe was ‘t, hoe was ’t ok weer?
Was ’t over de veugels, de bloeme, de kinders
de lachende velde, de veerte, de vlinders
de wolde, de wolke, de wind en nag meer?
Hoe was ‘t, hoe was ’t ok weer?

‘k Hew zocht nij dat liedje, dat woisie van vroeger
en wat ’t behelsde dat gong m’n verboi.
’t Was maar zo’n klointje, zo’n olek refrointje
en ’t maakte, ’t maakte m’n hartje zo bloi….

En as ik de moidjes en joonjes zien stoeie
en alles is lache en leven en licht,
den is ‘r opiens weer dat liedje van vroeger
dat kloine, dat foine, dat kindergedicht.

Ik bin ‘t, ik bin ‘t, ik bin ’t niet vergete
en blakert de zon over ’t laaiende land
den hoor ik, den voel ik, den zing ik met vader
’t lied van de molen, moin hand in zoin hand.

Den gloidt ‘r zo efkes ’n glimp van verlange
nij ’t leven dat wás en toch altoid zel zoin.
’t Lied van de liefde in honderde kleure
van woorde en zinne en hoimlek gebeure,
dàt lied met ’t ouwe refroin….

‘k Zoek oftig nij ’t woisie, dat dinkie van vroeger
en wat ’t vertelde begroipt ‘r gienien.
’n Hand in je hand en ’n lach langs je wange
voor moin, ja, voor moin toch allien.


Margreet van Hoorn (26 april 1922 – 18 maart 2010)

 

De Nederlandse dichter Leo Stilma werd geboren op 26 april 1953 in Hilversum. Zie ook alle tags voor Leo Stilma op dit blog.

Kinderafdeling
voor Geertje

Je hoorde haar dood al grommen
als een boosaardige hond
tussen de ritselende papieren
en de lippen van de dokter.

Het leven loopt laf een blokje
om als zij naar buiten kijkt
en kinderen ziet hollen,
en dollen op de schommels

want binnen, op het grimmig blauw
beweegt schokkend haar levenslijn
aangevreten door vreemde beestjes
die niemand bij name kent.

De tijd loopt trekkebenend
door de gang, hij sart en tart
de eeuwigheid door zijn
dodelijke aanwezigheid

maar als hij weg is
weten we hem wel te vinden

de schoft

 
Leo Stilma (Hilversum, 26 april 1953)

 

 Zie voor nog meer schrijvers van de 26e april ook mijn blog van 26 april 2015 deel 1 en eveneens deel 2.

Bernard Malamud, Vincente Alexandre, Carl-Christian Elze, Hannelies Taschau, Theun de Vries, Hertha Kräftner, Johann Uhland

De Amerikaanse schrijver Bernard Malamud werd op 26 april 1914 in Brooklyn, New York, geboren. Zie ook alle tags voor Bernard Malamud op dit blog. 

Uit:The Fixer

“From the small crossed window of his room above the stable in the brickyard, Yakov Bok saw people in their long overcoats running somewhere early that morning, everybody in the same direction. Vey iz mir, he thought uneasily, something bad has happened. The Russians, coming from streets around the cemetery, were hurrying, singly or in groups, in the spring snow in the direction of the caves in the ravine, some running in the middle of the slushy cobblestone streets. Yakov hastily hid the small tin can in which he saved silver rubles, then rushed down to the yard to find out what the excitement was about. He asked Proshko, the foreman, loitering near the smoky brickkilns, but Proshko spat and said nothing.Outside the yard a black-shawled, bony-faced peasant woman, thickly dressed, told him the dead body of a child had been found nearby. “Where?” Yakov asked. “How old a child?” but she said she didn’t know and hurried away. The next day the Kievlyanin reported that in a damp cave in a ravine not more than a verst and a half from the brickworks, the body of a murdered Russian boy, Zhenia Golov, twelve years old, had been found by two older boys, both fifteen, Kazimir Selivanov and Ivan Shestinsky. Zhenia, dead more than a week, was covered with stab wounds, his body bled white. After the funeral in the cemetery close by the brick factory, Richter, one of the drivers, brought in a handful of leaflets accusing the Jews of the murder. They had been printed, Yakov saw when he examined one, by the Black Hundreds organizations. Their emblem, the Imperial double-headed eagle, was imprinted on the cover, and under it: SAVE RUSSIA FROM THE JEWS. In his room that night, Yakov, in fascination, read that the boy had been bled to death for religious purposes so that the Jews could collect his blood and deliver it to the synagogue for the making of Passover matzos. Though this was ridiculous he was frightened. He got up, sat down, and got up again. He went to the window, then returned hastily and continued to read the newspaper. He was worried because the brick factory where he worked was in the Lukianovsky District, one in which Jews were forbidden to live. He had been living there for months under an assumed name and without a residence certificate. And he was frightened of the pogrom threatened in the newspaper. His own father had been killed in an incident not more than a year after Yakov’s birth–something less than a pogrom, and less than useless: two drunken soldiers, shot the first three Jews in their path, his father had been the second. But the son had lived through a pogrom when he was a schoolboy, a three-day Cossackraid. On the third morning when the houses were still smoldering and he was led, with a half dozen other children, out of a cellar where they had been hiding he saw a black-bearded Jew with a white sausage stuffed into his mouth, lying in the road on a pile of bloody feathers, a peasant’s pig devouring his arm.”

 
Bernard Malamud (26 april 1914 – 18 maart 1986)
Cover

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Carl-Christian Elze

De Duitse dichter en schrijver Carl-Christian Elze werd geboren op 26 april 1974 in Berlijn. Elze studeerde drie semesters geneeskunde, later biologie en Duits aan de Universiteit van Leipzig. Hij voltooide een lange stage bij de dierentuin van Berlijn. Van 2004-2008 studeerde Elze naast zijn docentschap aan de Henriette-Goldschmidt-Schule aan het Duitse literatuur Instituut in Leipzig. Hij gaf van 2002 tot 2009, samen met Thomas Siemon, Anja Kampmann, Katharina Bendixen en Christian Kreis het literaire tijdschrift plumbum uit. Carl-Christian Elze schrijft poëzie, proza, scenario’s en libretti. Zijn gedichtenbundel “ich lebe in einem wasserturm am meer, was albern ist“ verscheen in 2013. In 2016 verscheen de bundel “diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde. Sinds 2012 verzorgt Carl-Christian Elze met Janin Wolke, Udo Grashoff, Mario Salazar en Thorsten Frey de lezingenreeks “niemerlang” in Berlijn en Leipzig.

 

ich lebe in einem wasserturm am meer, was albern ist
ich bin immer versalzen, aber das süße halt ich nicht aus.
eine katze schlich ums haus & hat sich auf den rücken geworfen.
was das nur soll? ich will keine ergebenheit, ich will liebe.
woher ich meine liebe nehme, ist mein größtes geheimnis.
ich habe einen tank voll davon, aber nicht in meinem turm.
ich bin oft betrunken vor liebe ´& oft ein stinkendes feld.
das meer ist eine katze, der ich nichts anvertrauen kann.
in den dünen finden sich manchmal die knochen von engeln.
trete ich aus meinem turm heraus, liebe ich heftig die sonne.

 

gehen

immer schneller, schneller gehen, etwas glüht
die muskeln warm, weich, heiß in den avenues
das glatte knochenspiel, gelenke knicken gleiten
als wär ein puppenspieler, der die drähte zieht
den schwerpunkt kennt, die glieder wieder
äste, gesetz: tanz toter pendel! dann:

magnolienblüten, die du liebst, du denkst
nicht schneller als sonst, nicht anders als sonst
magnolienblüten, die du liebst, du denkst
verheddert in den langen drähten
magnolienblüten, die du liebst, du denkst
du denkst, du sinkst, du denkst   verglühst

 
Carl-Christian Elze (Berlijn, 26 april 1974)