Arno Geiger, Michael Longley

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook alle tags voor Arno Geiger op dit blog.

Uit: Unter der Drachenwand

„Noch am Tag der Verwundung wurde ich mit dem Krankenwagen weggebracht. Wenn nicht ein großer LKW zur Begleitung abgestellt worden wäre, wären wir im Schlamm steckengeblieben, gleich draußen vor dem Dorf. So ging’s bis zum Hauptverbandplatz, wo ich einige grobe nähte bekam. ich schaute beim Vernähen zu, erneut mit größter Verwunderung. / Die Wäsche, die ich Ende Oktober angezogen hatte, hatte ich fast einen Monat am Leib gehabt, das Hemd war buchstäblich schwarz, als es mir ausgezogen wurde.
9ich sah einen Arzt, der beim Versuch, sich eine Zigarette anzuzünden, fünf Streichhölzer abbrach. Mit hängendem Kopf stand er da, bis eine Rot-Kreuz-Schwester kam und ihm die Streichhölzer aus der Hand nahm. nach zwei Zügen, die er lange mit geschlossenen Augen in der Lunge gehalten hatte, stieß der Arzt ein paar Wortfetzen aus und taumelte zwischen den blutigen Liegen davon. Zwei Tage später fuhren wir weiter. einmal wären wir bald umgekippt mit unserer Karre, wir waren in einen zuvor nicht sichtbaren Graben gerutscht. Als die andern den Wagen wie-der heraus hatten, war vor und hinter uns der Weg zu, denn es hatte starker Schneefall eingesetzt. Für neun Kilometer brauchten wir den ganzen Vormittag, weil der Weg freigeschaufelt werden musste, hinter uns war der Weg dann besser. Aber ich spürte jede rippe im Leib. / Auch auf der Haupt-straße war es schrecklich, sechsmal mussten wir Deckung suchen gegen Flugzeuge, die uns mit Bordwaffen angriffen. Bei einer hastigen Bewegung ging die Wunde am Oberschenkel auf. / Am Bahnhof von Dolinskaja wurden wir dreimal in einer Stunde von Bombern angegriffen, ich war froh, als ich von dort wegkam.in Dolinskaja warfen sie uns schachtelweise Drops und Schokolade in den Waggon. Das ist immer so: Wenn’s zurück geht, werden die Lager geräumt, bevor sie zuletzt den Sowjets in die Hände fallen. Drops und Schokolade sind das einzige, was uns Soldaten zugutekommt, sonst erleben wir nur Schreckliches. Frisch verbunden lag ich in einem Lazarettzug. Der Zug stand meistens auf freier Strecke wegen des starken Verkehrs. Fünf Tage brauchten wir bis Prag, und von Prag zwei Tage bis ins Saargebiet. / Man sollte es nicht für möglich halten, dass man vom Osten nach dem äußersten Westen verlegt wird, aber das beweist wieder, wie klein das sogenannte Großdeutschland ist.“

 

Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

 

De Ierse dichter Michael Longley werd geboren op 27 juli 1939 in Belfast. Zie ook alle tags voor Michael Longley op dit blog.

De waterval

Als je mijn gedichten zou lezen, allemaal, ik bedoel,
Mijn levenswerk, in één keer, op die ene plek,
Laat het hier zijn bij deze halfslachtige waterval
Die elk kiezelbekken zijn eigen zegje laat doen,
Vochtige stenen en lettergrepen, dan, als het donker wordt
En je naar huis gaat langs overwoekerde wijngaarden en
Kastanjebomen, ooit leverancier van dwarsbalken, maan-
Gevormde noten, meel en krakende vulling voor matrassen,
Laat ze hier, op de pagina, voor mijn geestesoog, verlicht
Als de vuurvliegjes bij de waterval, een muur van sterren.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Michael Longley (Belfast, 27 juli 1939)

 

Zie voor de schrijvers van de 22 juli ook mijn blog van 22 juli 2019 en ook mijn blog van 22 juli 2018 deel 2.

John Burroughs, Arno Geiger, Roland Jooris, Susan Hinton, Manu Joseph, Stephen Vincent Benét, Tom Robbins, Oskar Maria Graf, Dolce far niente

Dolce far niente

 

Zomerweide door Auguste Bonheur, ca. 1860


Midsummer in the Catskills

The strident hum of sickle-bar,
Like giant insect heard afar,
Is on the air again;
I see the mower where he rides
Above the level grassy tides
That flood the meadow plain.

The barns are fragrant with new hay,
Through open doors the swallows play
On wayward, glancing wing;
The bobolinks are on the oats,
And gorging stills the jocund throats
That made the meadows ring.

The cradlers twain, with right good-will,
Leave golden lines across the hill
Beneath the midday sun.
The cattle dream ‘neath leafy tent,
Or chew the cud of sweet content
Knee-deep in pond or run.

July is on her burning throne,
And binds the land with torrid zone,
That hastes the ripening grain;
While sleepers swelter in the night,
The lusty corn is gaining might
And darkening on the plain.

The butterflies sip nectar sweet
Where gummy milkweeds offer treat
Or catnip bids them stay.
On banded wing grasshoppers poise,
With hovering flight and shuffling noise,
Above the dusty way.

The thistle-bird, midsummer’s pet,
In billowy flight on wings of jet,
Is circling near his mate.
The silent waxwing’s pointed crest
Is seen above her orchard nest,
Where cherries linger late.

The dome of day o’erbrims with sound
From humming wings on errands bound
Above the sleeping fields;
The linden’s bloom faint scents the breeze,
And, sole and blessed ‘mid forest trees,
A honeyed harvest yields.

Poisèd and full is summer’s tide,
Brimming all the horizon wide,
In varied verdure dressed;
Its viewless currents surge and beat
In airy billows at my feet
Here on the mountain’s crest.

Through pearly depths I see the farms,
Where sweating forms and bronzèd arms
Reap in the land’s increase;
In ripe repose the forests stand,
And veilèd heights on every hand
Swim in a sea of peace.

John Burroughs (3 april 1837 – 29 maart 1921)
Kirkside Park in Roxbury, New York, de geboorteplaats van John Burroughs

 

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook alle tags voor Arno Geiger op dit blog.

Uit: Unter der Drachenwand

“Im Himmel, ganz oben im Himmel, ganz oben, konnte ich einige ziehende Wolken erkennen, und da begriff ich, ich hatte überlebt. / Später stellte ich fest, dass ich doppelt sah. Alle Knochen taten mir weh. Am nächsten Tag Rippfellreizung, zum Glück gut überstanden. Doch auf dem rechten Auge sah ich weiterhin doppelt, und der Geruchssinn war weg.So hatte mich der Krieg auch diesmal nur zur Seite geschleudert. im ersten Moment war mir gewesen, als würde ich von dem Krachen verschluckt und von der ohnehin alles verschluckenden Steppe und den ohnehin alles verschluckenden Flüssen, an diesem groben Knie des Dnjepr. Unter meinem rechten Schlüsselbein lief das Blut in leuchtenden Bächen heraus, ich schaute hin, das Herz ist eine leistungsfähige Pumpe, und es wälzte mein Blut jetzt nicht mehr in meinem Körper im Kreis, sondern pumpte es aus mir heraus, bum, bum. In Todesangst rannte ich zum Sanitätsoffizier, der die Wunde tamponierte und mich notdürftig verband. Ich schaute zu, in staunendem Glück, dass ich noch atmete. / ein Granatsplitter hatte die rechte Wange verletzt, äußerlich wenig zu sehen, ein weiterer Splitter steckte im rechten Oberschenkel, schmerzhaft, und ein dritter Splitter hatte unter dem Schlüsselbein ein größeres Gefäß verletzt, Hemd, Rock und Hose waren blutgetränkt. Das unbeschreibliche, mit nichts zu vergleichende Gefühl, das man empfindet, wenn man überlebt hat. Als Kind der Gedanke: Wenn ich groß bin. Heute der Gedanke: Wenn ich es überlebe. / Was kann es Besseres geben, als am Leben zu bleiben? Es passierte in genau derselben Gegend, in der wir um die gleiche Zeit vor zwei Jahren gestanden waren. Alles hatte ich gut in erinnerung, ich erkannte die Gegend sofort wieder, die Wege, alles immer noch dasselbe. Aber besser waren die Wege seither nicht geworden. Wir lagen neben einem zerstörten Dorf, die meiste Zeit unter Beschuss. in der Nacht war es schon so kalt, dass uns das Wasser im Kübel gefror. Auch auf den Zelten lagen Eiskrusten. / Unser Rückzugsmarsch war ein einziger Feuerstreifen, schauerlich anzusehen. Und ernüchternd, sich darüber Gedanken zu machen. Alle Strohschober brannten, alle Kolchosen brannten, gerade die Häuser blieben meistenteils stehen. Die Bevölkerung sollte nach rückwärts evakuiert werden, doch ließ sich das nur teilweise durchführen, zum Großteil waren die Leute nicht wegzubringen, es war ihnen egal, ob man sie erschoss, aber weg wollten sie auf gar keinen Fall. Und der Krieg arbeitete sich weiter, für die einen nach vorn, für die andern nach hinten, aber immer in der blutigsten, unverständlichsten Raserei.“

Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)
Cover

 

De Vlaamse dichter Roland Jooris werd geboren in Wetteren op 22 juli 1936. Zie ook alle tags voor Roland Joris op dit blog.

Achtergrond

Afgewend
met zijn rug naar
het zijnde spaart hij
zijn stilstand in verstomming
uit

de avond tegemoet
de helderheid achter donkere
glazen, de opgooi van stemmen
binnen het afgelijnde, het doffe
leder dat men in het wilde
trapt

doelloos
staart de mens naar
wat hem invalt als een schaduw
in de war van zijn
bestaan

 

Eensklaps

Als een duif opvliegt
neemt geen geluid
haar plaats
nog in;

Eensklaps
en wit
laat zij slechts
verte
in mij na.

 

Minimal

Vogel wipt.
Tak kraakt.
Lucht betrekt.
Bijna niets
om naar te kijken
en juist dat
bekijk ik.

Roland Jooris (Wetteren, 22 juli 1936)


De Amerikaanse schrijfster Susan Eloise Hinton werd geboren op 22 juli 1948 in Tulsa, Oklahoma. Zie ook alle tags voor Susan Hinton op diit blog.

Uit: Rumble Fish

“We went home. The Motorcycle Boy sat on the mattress and read a book. I sat next to him and smoked one cigarette after another. He sat there reading and I sat there waiting. I didn’t know what I was waiting for. About three years before, a doped-up member of the Tiber Street Tigers had wandered over onto Packer territory and got beat up and crawled back. I remember waiting around in a funny state of tenseness, like seeing lightning and waiting for thunder. That was the night of the last rumble, when Bill Braden died from a bashed-in head. I’d been sliced up real bad by a Tiger with a kitchen knife, and the Motorcycle Boy had sent at least three guys to the hospital, laughing out loud right in the middle of the whole mess of screaming, swearing, grunting, fighting people. I’d forgotten about that. Sitting there reminded me. It was much harder to wait than to fight. “Both home again?” The old man came in the door. He liked to stop in and change his shirt before he went out to the bars for the night. It didn’t matter that the one he changed into was usually as dirty as the one he took off. It was just something he liked to do. “I want to ask you somethin’,” I said. “Yes?” “Was—is—our mother nuts?”
“Your mother,” he said distinctly, “is not crazy. Neither, contrary to popular belief, is your brother. He is merely miscast in a play. He would have made a perfect knight, in a different century, or a very good pagan prince in a time of heroes. He was born in the wrong era, on the wrong side of the river, with the ability to do anything and finding nothing he wants to do.” I looked at the Motorcycle Boy to see what he thought. He hadn’t heard a word of it. And even though I didn’t have much hope that the old man could tell me something in plain English, I had to ask him something else. “I think that I’m gonna look just like him when I get older. Whadd’ya think?” My father looked at me for a long moment, longer than he’d ever looked at me. But still, it was like he was seeing somebody else’s kid, not seeing anybody that had anything to do with him. “You better pray to God not.” His voice was full of pity. “You poor child,” he said. “You poor baby.”
The Motorcycle Boy broke into the pet store that night. I was with him. He didn’t ask me along. I just went. “Look, you need some money? I’ll get you some money,” I said desperately. I knew he didn’t need any money. I just couldn’t think of any other reason for what he was doing. “Anyway…” I kept on talking, saying anything so I couldn’t feel the deadly silence,”…if you want money, liquor stores are the best bet.”

Susan Hinton (Tulsa, 22 juli 1948)
Scene uit de gelijknamige film uit 1983 met Dennis Hopper (Father) en Matt Dillon (Rusty James)

 

 De Indiase schrijver en journalsit Manu Joseph werd geboren op 22 juli 1974 geboren in Kottayam en groeide op in Chennai. Zie ook alle tags voor Manu Joseph op dit blog.

Uit: The Illicit Happiness of Other People

“Ousep Chacko, according to Mariamma Chacko, is the kind of man who has to be killed at the end of a story. But he knows that she is not very sure about this sometimes, especially in the mornings. He sits at his desk, as usual, studying a large pile of cartoons, trying to solve the only mystery that matters to her. He does not ask for coffee, but she brings it anyway, landing the glass on the wooden desk with minor violence to remind him of last night’s disgrace. She flings open the windows, empties his ashtray and arranges the newspapers on the table. And when he finally leaves for work without a word, she strands in the hall and watches him go down the stairs.
On the playground below, a hard brown earth with stray grass, Ousep walks with quick short strides towards the gate. He can see the other men, the good husbands and the good fathers, their black shoes polished, serious shirts already damp in the humid air. They walk to the scooter shed, carrying inverted helmets that contain their outrageously small vegetarian lunches. More men emerge from the stair way tunnels of Block A, which is an austere white building with three floors. Their tidy, auspicious wives in cotton saris now appear in the balconies to bid goodbye. They are mumbling prayers, smiling at other women, peeping with one eye into their own blouses.
The men never greet Ousep. They turn away, or become interested in the ground, or wipe their spectacles. But among their own, they have great affection. They are a fellowship, and they can communicate by just clearing the phlegm in their throats.
“Gorbachev,” a delicate man says.
“Gorbachev,” the other one says.
Having thus completed the analysis of the main story in The Hindu, which is Mikhail Gorbachev’s election as the first executive president of the Soviet Union, they walk towards their scooters. A scooter in Madras is a man’s promise that he will not return home drunk in the evening. Hard-news reporters like Ousep Chacko consider it an insult to be seen on one, but these men are mostly bank clerks. They now hold the handlebars of their scooters and stand in a languid way. Then they kick suddenly as if to startle the engine into life.
At the gates, the fragile watchman stands in a farcical para-military outfit that puffs in the wind, and he cautiously salutes his foe. Ousep nods without looking. That always gets the guard’s respect. Ousep turns for a glimpse of the women on the balconies, and they pretend they were not looking at him. On his own balcony on the third floor there is no one.”

Manu Joseph (Kottayam, 22 juli 1974)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Stephen Vincent Benét werd geboren op 22 juli 1898 in Bethlehem, Pennsylvania. Zie ook alle tags voorStephen Vincent Benét op dit blog.

Ghosts Of A Lunatic Asylum

Here, where men’s eyes were empty and as bright
As the blank windows set in glaring brick,
When the wind strengthens from the sea — and night
Drops like a fog and makes the breath come thick;

By the deserted paths, the vacant halls,
One may see figures, twisted shades and lean,
Like the mad shapes that crawl an Indian screen,
Or paunchy smears you find on prison walls.

Turn the knob gently! There’s the Thumbless Man,
Still weaving glass and silk into a dream,
Although the wall shows through him — and the Khan
Journeys Cathay beside a paper stream.

A Rabbit Woman chitters by the door —
— Chilly the grave-smell comes from the turned sod —
Come — lift the curtain — and be cold before
The silence of the eight men who were God!

 

Love In Twilight

There is darkness behind the light — and the pale light drips
Cold on vague shapes and figures, that, half-seen loom
Like the carven prows of proud, far-triumphing ships —
And the firelight wavers and changes about the room,

As the three logs crackle and burn with a small still sound;
Half-blotting with dark the deeper dark of her hair,
Where she lies, head pillowed on arm, and one hand curved round
To shield the white face and neck from the faint thin glare.

Gently she breathes — and the long limbs lie at ease,
And the rise and fall of the young, slim, virginal breast
Is as certain-sweet as the march of slow wind through trees,
Or the great soft passage of clouds in a sky at rest.

I kneel, and our arms enlace, and we kiss long, long.
I am drowned in her as in sleep. There is no more pain.
Only the rustle of flames like a broken song
That rings half-heard through the dusty halls of the brain.

One shaking and fragile moment of ecstasy,
While the grey gloom flutters and beats like an owl above.
And I would not move or speak for the sea or the sky
Or the flame-bright wings of the miraculous Dove!

Stephen Vincent Benét (22 juli 1898 – 13 maart 1943)
Cover biografie

 

De Amerikaanse schrijver Tom Robbins werd geboren op 22 juli 1936 in Blowing Rock, North Carolina. Zie ook alle tags voor Tom Robbins op dit blog.

Uit: Wild Ducks Flying Backward

“Physically, my pilgrimage commenced in downtown Seattle. Downtown Seattle has long been my “stomping grounds,” as they say, although in the past couple of years it’s lost its homey air. A side effect of Reaganomics was skyscraper fever. Developers, taking advantage of lucrative tax breaks, voodoo-pinned our city centers with largely unneeded office towers. In downtown Seattle, for some reason, most of the excess buildings are beige. Seattleites complain of beige a vu: the sensation that they’ve seen that color before.
In any case, it was in a Seattle parking lot, flanked by beige edifices, that I exchanged cars with my chiropractor. He took my customized Camaro Z-28 convertible, a quick machine whose splendid virtues do not include comfort on long-distance hauls; I took his big, new Mercedes.
If, indeed, the reader should decide to motor to Nevada and it proves to exceed an afternoon’s j aunt, may I suggest swapping cars with a chiropractor? Chiropractors’ cars are not like yours or mine. Theirs tend to be massage parlors on wheels, equipped with the latest breakthroughs in therapeutic seating, lumbar cushions, and vertebrae-aligning headrests. It’s like rolling along in a technological spa. The driver can get a spinal adjustment and a speeding ticket simultaneously.
So relaxed was I in that tea-green Mercedes that I didn’t look around when I heard my chiropractor burn a quarter inch of rubber off the Camaro’s tires. In a certain way, it was reminiscent of the movie Trading Places. As the good doctor tore off to drag sorority row at the University of Washington, I oozed through the beige maze with a serene, chiropractic smile, braking tenderly in front of Alexa’s apartment, and then in front of Jon’s.
For days to come, the three of us, Alexa, Jon, and your pilgrim, would take turns piloting the doctor’s clinical dreamboat along tilting tables of rural landscape. Once we’d crossed the tamed Columbia and were traversing the vastness of eastern Oregon, once we were out of the wet zone and into the dry zone, out of the vegetable zone and into the meat zone, out of the fiberglass-shower-stall zone and into the metal-shower-stall zone, we would glide through a seemingly endless variety of ecosystems, most of them virtually relieved of the more obvious signs of human folly, all of them unavoidably gorgeous.”

Tom Robbins (Blowing Rock, 22 juli 1936)

 

De Duitse schrijver Oskar Maria Graf werd geboren op 22 juli 1894 in Berg am Starnberger See. Zie ook alle tags voor Oskar Maria Graf op dit blog.

Uit: Das Leben meiner Mutter

„Allem Anschein nach aber ist er verschont geblieben, denn Colonus berichtet nichts Gegenteiliges, ja, er erwähnt die Heimraths nicht einmal mit einem einzigen Wort. Wenngleich dies nun durch nichts belegt werden kann, bei einiger Verwegenheit der Vorstellung könnte man fast annehmen, der Aufhauser Bauer habe zur Rettung seines Hab und Gutes einen anderen Weg als die kopflose Flucht in die Wälder eingeschlagen. Vielleicht sagte er sich in stumpfer Gelassenheit: »Krieg ist eben Krieg, und alles hängt vom Zufall ab. Was hab’ ich schon davon, wenn ich davonlaufe und beim Zurückkommen statt meines schönen Hofes einen Aschenhaufen finde! Lieber gleich als Heimrathbauer sterben, bevor ich ein Leben lang als Bettler im ungewissen herumlaufe. Bleiben wir und schauen wir, was wird! Besser ist’s, einiges einzubüßen, als alles sinnlos zugrunde gehen zu lassen.« Vielleicht ließ er Tür und Tor offen und empfing die rauhen Kriegsleute unerschrocken wie ein biederer Wirt, bot ihnen bereitwillig Speis und Trank an und ließ sie kaltblütig gewähren. Eine so abgebrühte, breit lachende, bezwingend-schlaue Bauernfreundlichkeit, die ein Heimrath dem anderen von Generation zu Generation vererbte, mag vielleicht auf die hitzigen Schweden derart verblüffend gewirkt haben, daß sie nach all dem wilden Fliehen und hilflos bittenden Jammern, das ihnen bis jetzt überall begegnet war, eine solche Einkehr als angenehme Abwechslung empfanden und schließlich abzogen. Demütig und gar nicht eitel darüber, daß sein kluger Einfall sie vor dem Schlimmsten bewahrt hatte, aber doch tief zufrieden, wird der Heimrath mit den Seinen dem Allmächtigen gedankt haben. Denn nichts vermochte der Mensch, alles stand in »Gottes Hand«. Gewiß sind das nur Mutmaßungen, dennoch ist eine so kühne Schlußfolgerung, wenn man alles scharf überdenkt, nicht ganz von der Hand zu weisen. In den darauffolgenden zwei Jahren raffte die Pest, die mit dem unseligen Krieg in die Gaue gekommen war, zahlreiche Familien dahin. Das pfarramtliche Totenregister enthält keinen Namen Heimrath. Zum ersten Male wird einer von ihnen im Zusammenhang mit einer Aufzeichnung aus dem Jahre 1645 im sogenannten Mirakelbuch der Aufkirchner Pfarrchronik namentlich erwähnt. Es heißt da, einer seiner Knechte habe sich in der Christnacht noch einmal im Stall bei den Pferden zu schaffen gemacht und dabei durch ein Guckloch in den dunklen, rauhreifüberzogenen Obstgarten geschaut.“

Oskar Maria Graf (22 juli 1894 – 28 juni 1967)
Cover

 

Zie voor de schrijvers van de 22 juli ook mijn blog van 22 juli 2018 deel 2.

Arno Geiger, Susan Hinton, Manu Joseph, Stephen Vincent Benét, Tom Robbins

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook alle tags voor Arno Geiger op dit blog.

Uit: Zelfportret met nijlpaard (Vertaald door W. Hansen)

“Kus op de mond? Dat zou me gewoon geleken hebben, omdat het vertrouwd was. Of kus links en rechts? En wie beslist dat? Wat als ik probeer haar op haar mond te zoenen en zij me haar wang toekeert? Moeten we elkaar een hand geven? We gaan elkaar toch zeker geen hand geven!
Dan maar beter helemaal niets. – Dus zeiden we: Hallo, hoe is het? En met jou? Wat moet ik zeggen? Je gelooft me toch niet.
Ik injecteerde het kalmeringsmiddel in de borst van de oehoe en daarna een verhoogde dosis narcoticum in de vleugelader, waarvoor ik de rechtervleugel uitspreidde, de ader was makkelijk aan de binnenkant te vinden. Judith bleef bij het dier totdat het dood was. Voordat ze wegging kwam ze nog één keer uit het andere vertrek om me te bedanken.
Ik vond het jammer dat ik de oehoe niet had kunnen helpen. Ik had graag alles goed willen laten aflopen. Eén ogenblik overwoog ik nog of ik me moest excuseren, ik voelde de overweldigende behoefte sorry te zeggen. Maar per slot van rekening was het niet mijn schuld.
Judith zei: ‘Ik hoop dat je hier gevonden hebt wat je zocht.’
Ik haalde onzeker mijn schouders op en knikte halfslachtig:
‘Zo’n beetje wel…’
Ze zei: ‘Het was goed dat we uit elkaar zijn gegaan.’
‘Zo zie ik het ook,’ antwoordde ik.
‘Ja, het was goed.’
‘Als ik erop terugkijk, ja.’
‘Ik hoorde dat je in Frankrijk hebt gezeten.’
‘In Parijs, twee jaar.’
‘Ik…’
Judith wilde iets zeggen, iets persoonlijks, dacht ik. Misschien onderbrak ze zichzelf doordat een verpleegster me aan mijn mouw trok en naar de röntgentafel wees, waarop een grote hond lag.
‘Nou, dan…’ zei Judith, ‘nogmaals bedankt.”


Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

 

De Amerikaanse schrijfster Susan Eloise Hinton werd geboren op 22 juli 1948 in Tulsa, Oklahoma. Zie ook alle tags voor Susan Hinton op dit blog.

Uit: The Outsiders

“I about decided I didn’t like it so much, though, when I spotted that red Corvair trailing me. I was almost two blocks from home then, so I started walking a little faster. I had never been jumped, but I had seen Johnny after four Socs got hold of him, and it wasn’t pretty. Johnny was scared of his own shadow after that. Johnny was sixteen then.
I knew it wasn’t any use though—the fast walking, I mean—even before the Corvair pulled up beside me and five Socs got out. I got pretty scared—I’m kind of small for fourteen even though I have a good build, and those guys were bigger than me. I automatically hitched my thumbs in my jeans and slouched, wondering if I could get away if I made a break for it. I remembered Johnny—his face all cut up and bruised, and I remembered how he had cried when we found him, half-conscious, in the corner lot. Johnny had it awful rough at home—it took a lot to make him cry.
I was sweating something fierce, although I was cold. I could feel my palms getting clammy and the perspiration running down my back. I get like that when I’m real scared. I glanced around for a pop bottle or a stick or something—Steve Randle, Soda’s best buddy, had once held off four guys with a busted pop bottle—but there was nothing. So I stood there like a bump on a log while they surrounded me. I don’t use my head. They walked around slowly, silently, smiling.
“Hey, grease,” one said in an over-friendly voice. “We’re gonna do you a favor, greaser. We’re gonna cut all that long greasy hair off.”
He had on a madras shirt. I can still see it. Blue madras. One of them laughed, then cussed me out in a low voice. I couldn’t think of anything to say. There just isn’t a whole lot you can say while waiting to get mugged, so I kept my mouth shut.
“Need a haircut, greaser?” The medium-sized blond pulled a knife out of his back pocket and flipped the blade open.
I finally thought of something to say. “No.” I was backing up, away from that knife. Of course I backed right into one of them. They had me down in a second. They had my arms and legs pinned down and one of them was sitting on my chest with his knees on my elbows, and if you don’t think that hurts, you’re crazy. I could smell English Leather shaving lotion and stale tobacco, and I wondered foolishly if I would suffocate before they did anything. I was scared so bad I was wishing I would. I fought to get loose, and almost did for a second; then they tightened up on me and the one on my chest slugged me a couple of times. So I lay still, swearing at them between gasps. A blade was held against my throat.”

 
Susan Hinton (Tulsa, 22 juli 1948)
Scene uit de gelijknamige film uit 1983.

 

De Indiase schrijver en journalsit Manu Joseph werd geboren op 22 juli 1974 geboren in Kottayam en groeide op in Chennai. Zie ook alle tags voor Manu Joseph op dit blog.

Uit: Serious Men

“The crowd on the Worli Seaface was swelling: it was now a giant colourless swarm. Pale boys with defeat in their eyes walked in horizontal gangs; they giggled at the aerobics of unattainable women. And they did not give way to the hasty girls. Ayyan loved this about the city-the humid crowds, the great perpetual squeeze, the silent vengeance of the poor. In the miserly lifts and stuffed trains, he often heard the relief of afternoon farts, saw scales on strange faces and the veins in their still eyes. And the secret moustaches of women. And the terrible green freshness when they had been newly removed with a thread. He felt the shoves and pushes and the heaviness of paunches. This unnerving constriction of Bombay he loved, because the congestion of hopeless shuffling human bodies he was born into was also, in a way, the fate of the rich. On the streets, in the trains, in the paltry gardens and sudden beaches, everybody was poor. And that was fair. The desperate lovers were still arriving and they quickly stole the gaps on the parapet between other fused couples. And then they, too, sat facing the sea with their backs to the great passing crowds, arranged their bodies and did their discreet things. Among these lovers were married people, some of them even married to each other. When night fell, they went back to their one-room homes, which were as large as a Mercedes, to rejoin their children, elders, siblings, nephews and nieces, all heaped under a single roof in gigantic clusters of boiling tenements. Like the BDD chawl, the mother hell. People who knew what BDD stood for were not the kind who lived there. But Ayyan knew such things, even though he was born on a cold floor there, thirty-nine years ago……He walked down the dim corridor of the third floor, which was the top floor. It was flanked by ageing pale-yellow walls with huge cracks that ran like dark river systems. There were about forty open doors here. Unmoving shadows sat on the doorways and gaped. Old widows calmly combed their hair. Children ran happily on the ancient grey stones of the corridor. He knocked on the only door on the corridor that was shut. As he waited, he felt the turbulence of all those open doors, and the milling shadows.”

 
Manu Joseph (Kottayam, 22 juli 1974)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Stephen Vincent Benét werd geboren op 22 juli 1898 in Bethlehem, Pennsylvania. Zie ook alle tags voorStephen Vincent Benét op dit blog.

Going Back To School

The boat ploughed on. Now Alcatraz was past
And all the grey waves flamed to red again
At the dead sun’s last glimmer. Far and vast
The Sausalito lights burned suddenly
In little dots and clumps, as if a pen
Had scrawled vague lines of gold across the hills;
The sky was like a cup some rare wine fills,
And stars came as he watched
— and he was free
One splendid instant — back in the great room,
Curled in a chair with all of them beside
And the whole world a rush of happy voices,
With laughter beating in a clamorous tide. . . .
Saw once again the heat of harvest fume
Up to the empty sky in threads like glass,
And ran, and was a part of what rejoices
In thunderous nights of rain; lay in the grass
Sun-baked and tired, looking through a maze
Of tiny stems into a new green world;
Once more knew eves of perfume, days ablaze
With clear, dry heat on the brown, rolling fields;
Shuddered with fearful ecstasy in bed
Over a book of knights and bloody shields . . .
The ship slowed, jarred and stopped. There, straight ahead,
Were dock and fellows. Stumbling, he was whirled
Out and away to meet them — and his back
Slumped to the old half-cringe, his hands fell slack;
A big boy’s arm went round him — and a twist
Sent shattering pain along his tortured wrist,
As a voice cried, a bloated voice and fat,
“Why it’s Miss Nancy! Come along, you rat!”

 
Stephen Vincent Benét (22 juli 1898 – 13 maart 1943)
Bethlehem, Pennsylvania, Main Street

 

De Amerikaanse schrijver Tom Robbins werd geboren op 22 juli 1936 in Blowing Rock, North Carolina. Zie ook alle tags voor Tom Robbins op dit blog.

Uit: Wild Ducks Flying Backward

“Getting back on course, beneath those baseball caps that advertise brands of beer or heavy equipment, under those genuine imitation Stetsons, there’re some rough ol’ hangovers being processed and some rough ol’ ideas being entertained. One simply does not approach a miner, a wrangler, a prospector, a gambler, a Stealth pilot, a construction sweat hog, or sandblasted freebooter and interrupt his thoughts about big, fast bucks and those forces—environmental legislation, social change, loaded dice, et cetera—that could stand between him and big, fast bucks; one simply does not march up to such a man, a man who lifts his crusty lid to no one, and ask:
“Sir, might you possibly direct me to the Canyon of the Vaginas?”
***********

Should readers desire to make their own pilgrimage to the Canyon of the Vaginas—and it is, after all, one of the few holy places left in America—they’ll have to find it by themselves. Were one to inquire of its whereabouts at a bar or gas station (in west-central Nevada they’re often one and the same, complete with slot machines), the best that one could hope for is that a dude would wink and aim one at the pink gates of Bobbie’s Cottontail Ranch, or whatever the nearest brothel might be called.
In the improbable event that he fails to misinterpret one’s inquiry, and/or to take sore offense at it, a dude still isn’t likely to further one’s cause. For that matter, save for the odd archeologist, neither is anybody else. The population of Nevada arises every morning, straightens its hat, swallows a few aspirin, and trucks off to try to strike it rich without so much as a nervous suspicion that the Canyon of the Vaginas lies within its domain.
Your pilgrim learned of it from a Salt Lake City artist who has hiked and camped extensively in the high deserts of the Great Basin. The man drew me a fairly specific map, but I, in good conscience, cannot pass along the details. My reluctance to share is rooted neither in selfishness nor elitism, but in the conviction that certain aspects of the canyon are quite fragile and in need of protection.

Not that genuflecting hordes are likely to descend upon it: the canyon is remote; troubled, according to season, by killer sun, ripping wind, and blinding blizzard; and is reached by a road that nobody making monthly car payments should even think of driving. Still, there are plenty of new-agers with the leisure and energy to track down yet another “power center,” and plenty of curiosity seekers with an appetite for the exotic souvenir. Surely I’ll be forgiven if I’m ever so slightly discreet. »

 
Tom Robbins (Blowing Rock, 22 juli 1936)
Cover

 

Zie voor de schrijvers van de 22 juli ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Arno Geiger, Susan Hinton, Manu Joseph, Stephen Vincent Benét, Tom Robbins

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook alle tags voor Arno Geiger op dit blog en ook mijn blog van 22 juli 2010.

Uit: Zelfportret met nijlpaard (Vertaald door W. Hansen)

“Een paar dagen geleden kwam Judith op de eerste hulp, met een oehoe. Het was onze eerste ontmoeting in bijna tien jaar, en ik herkende haar niet, al had ik haar wel moeten herkennen. Dat lag slechts voor een deel aan haar korte haar, ik werd afgeleid door de oehoe, mdat ik bij de eerste blik al dacht dat het een verloren zaak was. En plotseling zei de vrouw: ‘We kennen elkaar. Ik ben het!’
Ik keek haar aan en herkende haar. Mijn handen trilden, terwijl ik de oehoe onderzocht om me ervan te verzekeren dat mijn eerste indruk juist was geweest. Die valt in een duister gat, hem vangt niemand op. En tegen Judith zei ik: ‘Nou, Judith, er is niets meer aan te doen.’
‘Daar was ik al bang voor,’ zei ze. En alsof er een licht verwijt tussen ons beiden hing, voegde ze er hoofdschuddend aan toe: ‘Hij is niet van mij, ik heb hem bij mijn huis gevonden.’
Ze sloeg haar ogen neer, een ongemakkelijke situatie. De oranje-gele ogen van de oehoe met de zwarte pupillen waren enorm en staarden met een vreselijke uitdrukking in het niets.
Terwijl ik voorbereidingen trof om het dier te doden, wisten we beiden niet wat te zeggen. Vroeger had ik Judith nooit verlegen gezien, ze had altijd gestraald, een en al beweging, het prototype van de ongecompliceerde vrouw, de vrouw die in contactadvertenties wordt gezocht als maatje voor het leven. Ze keek afwisselend naar de grond en opzij.
Ik dacht: nee, we kennen elkaar niet, we hebben elkaar gekend, nu niet meer, nu zijn we een raadsel voor elkaar.
Die vervreemding was verrassend snel gekomen, parallel aan het verdwijnen van de openhartigheid. Op de dag nadat we uit elkaar waren gegaan had ik zo goed als niets meer gemerkt van de normale vertrouwdheid, en dat bleef zo bij elk weerzien. We wisten niet eens meer hoe we elkaar moesten groeten.”

 
Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

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Dolce far niente, Karl Vannieuwkerke, Mart Smeets, Arno Geiger, Tom Robbins

Dolce far niente – Bij de Tour de France

 

 
Peter Sagan

 

Uit: Kapitalisme (column)

“Waar was Peter Sagan sinds hij weet dat hij de volgende jaren 4 miljoen euro per seizoen gaat verdienen? In Ponferrada heeft hij in elk geval een unieke kans om wereldkampioen te worden laten liggen als je zag hoe de koers verliep. Sagan kan zich gerust twee zuipwinters permitteren. Deze week liet Tinkov opnieuw van zich horen. Hij wil een bonus van 1 miljoen dollar vrijmaken om de vier toppers in de drie grote ronden te zien fietsen. Vincenzo Nibali, Chris Froome, Nairo Quintana en Alberto Contador drie keer drie weken lang tegen mekaar. De bonus moeten ze verdelen. Als Sagan al vier miljoen euro per jaar verdient, krijgen bovenstaande heren ongetwijfeld nog wat meer. Dan is 250. 000 dollar (omgerekend tegen de koers van de dag 197.402 euro) een aalmoes. Gelukkig is het niet meer en brengt het de Italiaan, Brit, Colombiaan en Spanjaard niet op ideeën.
Drie keer drie weken een zware ronde op één seizoen is waanzin. Roofbouw. Oleg is één keer te veel op zijn hoofd gevallen. Zonder helm dan. Spektakelschurken à la Tinkov zetten onvermijdelijk aan tot overmatig dopinggebruik. Jaren wordt er gepleit om grote ronden minder zwaar te maken, evenveel jaren hebben we gezien dat de drang naar sensatie in de Ronde van Italië alleen maar is toegenomen. Brouwerijbaas en bankier Tinkov gaat nu nog een stap verder en wil dat de figuranten in het schouwspel bij elke voorstelling worden betrokken. Een onredelijke eis. Met geld verkrijg je echt niet alles.”

 
Karl Vannieuwkerke (Ieper, 19 januari 1971)

 

Uit: Rabobank (Column. 2011)

“Als de correct geklede (allen de juiste oranje das) Rabobank zich presenteert, doet ze dat op Triple A manier. Het duurde lang, maar het ging vooral netjes, uitgebreid en tot in de puntjes verzorgd. Geen onvertogen woord. Zoals ze vaak fietsen.
Iedereen had de juiste trui aan, de gymschoenen identiek en de meeste antwoorden die de vele ondervraagden op de zaal loslieten waren ook gelijk; allemaal nette, welopgevoede kids die goed kunnen fietsen en blij zijn bij de grote Nederlandse bank onder contract te staan.
Na twee uur voorstelling werd de boel opgesplitst; men mocht nu met de rensters en renners gaan praten. Velen verkozen een versnapering, een rudimentair overblijfsel van de nog tot de verbeelding sprekende presentaties uit het verleden.
Ik was op weg naar de trein toen Adrie van der Poel (‘Het had wat sneller gekund’) en Rob Harmeling samen op een holletje naar buiten kwamen. Harmeling lachte: ‘Bij Cees Priem was het vroeger in een kwartiertje klaar, dan veel drinken en vooral goed eten en veel over de koers kletsen.’
Ik vertelde het verhaal van de presentaties van de grote ploegen van Peter Post. Inclusief de verlotingen, want in die jaren liep menig volger met grote dozen het pand uit; elektronische waar (Panasonic) in verlotingen die prima in elkaar waren gestoken. Het oude wielrennen dus.”

 
Mart Smeets (Arnhem, 11 januari 1947)
Rob Harmeling, Mart Smeets en Thijs Zonneveld in de Avondetappe, 2011

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Arno Geiger, Tom Robbins, Stephen Vincent Benét, Maria Janitschek

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009 en ook mijn blog van 22 juli 2010.

Uit: Der alte König in seinem Exil

„Das gemeinschaftliche Versagen am Anfang lag hinter uns, und die unangenehmen Erinnerungen verloren rasch an Schärfe, denn wir gingen jetzt behutsamer mit dem Vater um, außerdem hielt uns der Alltag mit immer neuen Überraschungen auf Trab. Wir schauten damals wenig zurück und viel nach vorn, denn die Krankheit stellte uns vor ständig neue Herausforderungen. Wir waren Neulinge und versuchten die ohnehin unsichere Herrschaft über unser aller Leben aufrechtzuerhalten – auf der Grundlage von fehlendem Wissen und fehlender Kompetenz.
Der Vater ging viel auf Wanderschaft, meistens zu meinem älteren Bruder Peter, der schräg vis-à-vis wohnt und drei Töchter hat. Doch immer öfter gingen die Ausflüge über den gewohnten Radius hinaus, manchmal mitten in der Nacht, nur unzureichend bekleidet, ängstlicher Blick. Zwischendurch war der Vater nicht auffindbar, weil er sich in eines der Kinderzimmer verirrt und dort in ein Bett gelegt
hatte, manchmal stöberte er in den Schränken und wunderte sich, wenn ihm Werners Hosen nicht passten. Irgendwann beschrifteten wir seine Tür mit August und sperrten die Zimmer daneben zu.
Oft war sein Schädel blutig oder er kam mit aufgeschlagenen Knien zurück, weil er auf dem Weg hinunter zu seinem Elternhaus über den steilen und stellenweise verwachsenen Bühel gestürzt war. Einmal drang er in sein Elternhaus ein und stand plötzlich bei der Schwägerin im ersten Stock und erkundigte sich nach dem Bruder Erich.
Noch in meiner Kindheit war der Riegel an der Tür durch ein Loch im Holz, in das man den Zeigefinger führte, leicht zu öffnen gewesen. Der Vater hatte es bestimmt mehrfach probiert, nicht wissend, dass der Mechanismus nicht mehr griff. Die Vergeblichkeit seiner Versuche muss ihn vollends verunsichert haben, so dass er sich entschloss, die Tür aufzubrechen.“

Manu Joseph (Kottayam 22 juli 1974)
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Arno Geiger, Tom Robbins, Stephen Vincent Benét, Maria Janitschek, Emma Lazarus, Per Højholt, Oskar Maria Graf, Jakob Lorber

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

Uit: Alles über Sally

“Es ist niederschmetternd, wie sehr die Anrufe immer spärlicher werden. Der Mittagsanruf erst um 13.10. Als ich deswegen eine Bemerkung machte, reagierte Jenny mit schon gewohntem Unverständnis. Es gab Streitereien. Jetzt darf ich in der Firma nicht mehr anrufen, und von zu Hause aus haben wir nur, wenn überhaupt, zweimal Kontakt: um 7.00 in der Früh und vor dem Schlafengehen. Dabei hat sie mich noch gestern ganz lieb gebeten, nächstes Wochenende schon früher zu ihr zu kommen, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Doch nach 20.30 war dann nichts mehr, nur ihr AB. Heute ab 8.00 versuchte ich vorsichtig zu wecken, doch bis jetzt 10.05 nur wieder der AB. Natürlich ist mir bekannt, daß sie mit Birgit Windisch zum Brunchen fährt, aber daß sie mich nicht anruft beziehungsweise auch jetzt nicht da ist, kann ich mir nicht erklären. Ich frage mich, ist sie nach unserem Telefonat noch weggefahren und über Nacht nicht nach Hause gekommen oder ist jemand bei ihr. Jedenfalls habe ich dadurch wieder einen beschissenen Sonntag.

Nicht einen einzigen Millimeter kommt mir Jenny entgegen. Ein kleines Hallo-hier-bin-ich! würde genügen, ich wäre ein anderer Mensch. Aber die Aktion von gestern, kein Gute Nacht, und heute einfach nichts, das macht mich fertig. Mir kommt vor, Jenny bricht den Kontakt förmlich ab. Meine E-Mails beantwortet sie nicht mehr, dabei weiß ich, daß sie mit Bekannten und Freunden stundenlang telefoniert und ihnen seitenlange E-Mails schreibt.”

geiger

Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

 

De Amerikaanse schrijver Tom Robbins werd geboren op 22 juli 1936 in  Blowing Rock, North Carolina. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

Uit: Villa Incognito

“Knock! Knock!
“Who’s there?”
“Tanuki.”
“Tanuki who?”
“Don’t be stupid. Tanuki. Himself.”
“Oh, I see. Well, where did you come from, Tanuki himself?”
“From the Other World.”
“What other world?”
“The one before this one, moron. The World of the Animal Ancestors.” His voice could have been shoveled from a gravel pit.
“Ah so. Excuse me, then, honorable animal ancestor. How did you get here?”
“Parachuted in. It’s strictly forbidden, of course. Against all the rules. But what the hell. . . .”
The farmer looked around for signs of equipment, for a silk canopy, specifically, and a harness.
“Never mind that,” growled Tanuki.
“Well, what is it you want here?”
“To drink rice wine.”
“Sake? Understandable, but I don’t think so. From the look of the grin on your face, you’ve drunk too much sake already. Anything else?”
“Yes. Girls. Young, pretty girls.”
The man snorted such a laugh that something shot out of his nostril. “Forget about it. No girl would have anything to do with a funny-looking creature like you.
“Don’t be too sure, old fool,” snarled Tanuki, and with that he butted the farmer in the midsection with such force that the man fell to the ground, speechless, gasping for breath. Then, on his hind legs, round belly jiggling like a Santa Claus implant, the badger waddled over to the well where the man’s daughter was filling water jars, and fixed her with his toothy, high-voltage grin, a smile so overheated and manic and wild it could crack a funhouse mirror or peel the lacquer off the chopsticks in a maiden’s hair.”

robbins

Tom Robbins (Blowing Rock, 22 juli 1936)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Stephen Vincent Benét werd geboren op 22 juli 1898 in Bethlehem, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

 

Campus Sonnets: Before An Examination

The little letters dance across the page,
Flaunt and retire, and trick the tired eyes;
Sick of the strain, the glaring light, I rise
Yawning and stretching, full of empty rage
At the dull maunderings of a long dead sage,
Fling up the windows, fling aside his lies;
Choosing to breathe, not stifle and be wise,
And let the air pour in upon my cage.

The breeze blows cool and there are stars and stars
Beyond the dark, soft masses of the elms
That whisper things in windy tones and light.
They seem to wheel for dim, celestial wars;
And I – I hear the clash of silver helms
Ring icy-clear from the far deeps of night.

 

Campus Sonnets: May Morning

I lie stretched out upon the window-seat
And doze, and read a page or two, and doze,
And feel the air like water on me close,
Great waves of sunny air that lip and beat
With a small noise, monotonous and sweet,
Against the window – and the scent of cool,
Frail flowers by some brown and dew-drenched pool
Possesses me from drowsy head to feet.

This is the time of all-sufficing laughter
At idiotic things some one has done,
And there is neither past nor vague hereafter.
And all your body stretches in the sun
And drinks the light in like a liquid thing;
Filled with the divine languor of late spring.

benet

Stephen Vincent Benét (22 juli 1898 – 13 maart 1943)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Maria Janitschek (geb. Tölk) werd geboren op 22 juli 1859 in Mödling bij Wenen. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

Abend

Es ist so seltsam still,
so schwerstill,
steinern …
Wenn doch ein einziger Schmetterling
durch die rotbraune Luft flöge!
An den schwarzen Bergen
hängen Nebelfetzen,
wie Spinnengewebe
an Kellermauern.

So seltsam still,
so schwerstill,
steinern …
Horch, ein Ton! …
Aus der Thalschlucht
das Sterbeglöcklein …
Wer wohl dort geht?

janitscheck

Maria Janitschek (22 juli 1859 – 28 april 1927)

 

De Amerikaanse dichteres Emma Lazarus werd geboren op 22 juli 1849 in New York. Zie ook mijn blog van 22 juli 2006  en ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

A June Night

Ten o’clock: the broken moon
Hangs not yet a half hour high,
Yellow as a shield of brass,
In the dewy air of June,
Poised between the vaulted sky
And the ocean’s liquid glass.

Earth lies in the shadow still;
Low black bushes, trees, and lawn
Night’s ambrosial dews absorb;
Through the foliage creeps a thrill,
Whispering of yon spectral dawn
And the hidden climbing orb.

Higher, higher, gathering light,
Veiling with a golden gauze
All the trembling atmosphere,
See, the rayless disk grows white!
Hark, the glittering billows pause!

Faint, far sounds possess the ear.
Elves on such a night as this
Spin their rings upon the grass;
On the beach the water-fay
Greets her lover with a kiss;
Through the air swift spirits pass,
Laugh, caress, and float away.

Shut thy lids and thou shalt see
Angel faces wreathed with light,
Mystic forms long vanished hence.
Ah, too fine, too rare, they be
For the grosser mortal sight,
And they foil our waking sense.

Yet we feel them floating near,
Know that we are not alone,
Though our open eyes behold
Nothing save the moon’s bright sphere,
In the vacant heavens shown,
And the ocean’s path of gold.

lazarus

 Emma Lazarus (22 juli 1849 – 19 november 1887)

 

De Deense dichter en schrijver Per Højholt werd geboren op 22 juli 1928 in Esbjerg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

Uit: Praksis, 8: Album, tumult (1989)

  1. The lobster. His one hand is large and red and chapped and wet, it severs the head and fins of the fish and tears away the skin with sacking and passes the parcel over the counter. The other is smaller, yellowish, without nails, and is wiped with a cloth.

    39. Minor Kafka idyll. The more I spoke to him the larger his head became. Several times I tried falling silent to encourage him to empty himself, but he challenged me each time with new questions demanding detailed replies, and thereby against my will, little by little, I caused his head to take on a quite monstrous proportion. When later we accompanied each other along the street I noticed to my surprise that it was me people were staring at, not him, and when we took leave of each other and I remained standing a moment to watch him manoeuvre his great, egg-shaped head down through the pedestrian street, it was not him, but me they applauded.

 

Vertaald door Martin Aitken

hojholt

Per Højholt (22 juli 1928 – 16 oktober 2004)

 

De Duitse schrijver Oskar Maria Graf werd geboren op 22 juli 1894 in Berg am Starnberger See. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

Kleiner Gedanke

Einer stirbt nach halbem Gelingen
und lässt in den Kindern und Dingen
seine traurige Spur.
Einer wird groß mitten im Ringen
um Gott und die Welt, und nur
das Letzte bleibt ihm versagt,
weil er immerzu drängend fragt,
was seine Mühen ihm bringen.
Einer nur weiß sich als Blatt,
das ziellos im Winde treibt.
Und er klingt aus wie ein Lied,
das weder Anfang noch Ende hat,
aber als Nachhall bestehen bleibt
und die Menschen zärtlich durchzieht

graf

Oskar Maria Graf (22 juli 1894 – 28 juni 1967)
Portret door Georg Schrimpf

 

De Oostenrijkse mysticus, musicus en schrijver Jakob Lorber werd geboren in Kaniža bijŠentilj, dat tegenwoordig deel uitmaakt van Slovenië, op 22 juli 1800. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2009.

Uit: Der Grossglockner

Liebe Kinder, so ihr Mir nachfolget, da folget völlig in allem Mir nach; habt nicht Lust zu wandeln in tiefen Tälern, Gräben und Schluchten, die da sind oft voll Ungeziefer, unreiner Luft und nicht selten unter den Nachbarn voll Hader, Zank, Haß und aller Dieberei und gegenseitigen Fluches, sondern gehet mit Mir gern auf Berge und Höhen! Da sollet ihr allzeit entweder eine Bergpredigt, oder eine Verklärung, oder eine Sättigung mit wenig Brot, oder eine Reinigung vom Aussatze, oder einen Sieg über die stärksten Versuchungen, eine Erweckung vom Tode und derart vieles und für euch jetzt noch Unaussprechliches erfahren; ja, nehmet sogar Kinder mit, und ihr sollet den Segen der Berge an ihnen gar deutlich erkennen!“

lorber

Jakob Lorber (22 juli 1800 – 24 augustus 1864)

Arno Geiger, Tom Robbins, Stephen Vincent Benét, Maria Janitschek, Emma Lazarus, Per Højholt, Oskar Maria Graf, Jakob Lorber

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008.

Uit: Schöne Freunde

 

“Ich weiß nicht, wie viele Jahre wir vor dem großen Tor gestanden sind. Ich weiß nicht, ob ich es vergessen oder nie gewußt habe. Ich erinnere mich nicht, je mit jemandem darüber gesprochen zu haben. Trotzdem glaube ich, daß alle darüber Bescheid wissen. Der Akkordeonspieler müßte es wissen, aber er hat keinen Kopf dafür. Alle andern, die es wissen müßten, sind verschwunden. Sie sind aus dem Dorf verschwunden. Sie sind vom Schiff verschwunden. Sie sind aus der Imbißstube verschwunden. Oder sie sind geblieben. Im Dorf. Auf dem Schiff. In der Imbißstube.
Dann bin ich verschwunden.
Wenn ich einen Ausgangspunkt suche, gelange ich zur Ankunft des Beamten, der den Auftrag hatte, das Unglück zu untersuchen, ich gelange nicht zum Unglück selbst. Am Abend des Tages, an dem ein Teil der Grube eingestürzt war, hielt ein Geländewagen vor dem großen Tor. Der Akkordeonspieler fiel in eine rasche Tonfolge. Der Chauffeur des Wagens ließ das Seitenfenster herunterfahren, aber nicht, um eine Münze in meine Kappe zu werfen, sondern um uns anzuschreien. Wir sollten verschwinden. Ich wußte nicht, wie der Mann dazu kam, uns anzuschreien und zu verlangen, daß wir verschwinden sollten. Ich öffnete das Tor trotzdem, ich habe nie einen Unterschied gemacht.
Ich beschreibe das Tor. Ich beschreibe es, weil niemand anders es beschreibt. Ich beschreibe es vorsichtig, um mich nicht allzu sehr zu täuschen: Ein großes und sehr hohes Tor. Ich glaube, es war alt, aus schwarzem oder schwarz gefärbtem Eisen, manchmal rostig oder schorfig, ich weiß es nicht, ich habe mich nie so recht dafür interessiert. Ich stand dort jeden Tag mit Ausnahme Sonntag. Oben zur Mitte hin war das Tor ansteigend geschwungen. Die Gitterstäbe endeten in Lanzettenspitzen, die teils verbogen, teils abgebrochen waren, doch auch in diesem Fall weiß ich nicht warum. Rechts ein Portierhaus mit einer dicken Frau darin, Frau Berber. Links ein Zaun, der rechts zum Portierhaus zurückkehrte, aber so, daß ich den ganzen Zaun hätte abgehen müssen, um zu erfahren, auf welchem Weg.“

 

Geiger

Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

 

De Amerikaanse schrijver Tom Robbins werd geboren op 22 juli 1936 in  Blowing Rock, North Carolina. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008.

 

Uit: Wild Ducks Flying Backward

 

Canyon of the Vaginas
When one is on a pilgrimage to the Canyon of the Vaginas, one has to be careful about asking directions.
I mean, there’re some pretty rough ol’ dudes in west-central Nevada. One knows the ol’ dudes are rough when one observes that they eat with their hats on.
Nine days I was in the high desert between Winnemucca and Las Vegas, during which time I never witnessed a male Homo sapiens take his noontide nor his evening repast with an exposed bean. In every instance, a grimy bill or brim shaded the fellow’s victuals from the vulgar eye of light. I assumed that they breakfasted en chapeau as well, but by the hour that your pilgrim sat down to his flapjacks, the rough ol’ dudes had already gone off to try to strike it rich.
When a man’s brain is constantly heated by thoughts of striking it rich, thoughts that don’t fade much at mealtime, perhaps he requires some sort of perpetual head cover to cool the cerebral machinery. On the other hand, since they live in relatively close proximity to America’s major nuclear test site, a nerve-gas depot, several mysterious airfields, and numerous depositories for our government’s nasty toxic secrets, maybe the rough ol’ dudes are just trying to prevent their haircuts from ever flickering in the dark. If I lived in west-central Nevada, I might dine in gloves and a Mylex suit.
Naturally, one has to wonder if the men of Nevada also sleep in their hats. More pointedly, do they sleep with their wives, girlfriends, and thoroughly legal prostitutes in their hats? I intended to interview a Nevada woman or two on the subject, but never quite got around to it. However, something at the Canyon of the Vaginas gave me reason to believe that the answer is affirmative.
Of that, more later.”

 

Robbins

Tom Robbins (Blowing Rock, 22 juli 1936)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Stephen Vincent Benét werd geboren op 22 juli 1898 in Bethlehem, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008.

 

 

Young Blood

 

HE WOKE up with a sick taste in his mouth

And lay there heavily, while dancing motes

Whirled through his brain in endless, rippling streams,

And a grey mist weighed down upon his eyes

So that they could not open fully. Yet

After some time his blurred mind stumbled back

To its last ragged memory–a room;

Air foul with wine; a shouting, reeling crowd

Of friends who dragged him, dazed and blind with drink

Out to the street; a crazy rout of cabs;

The steady mutter of his neighbor’s voice,

Mumbling out dull obscenity by rote;

And then . . . well, they had brought him home it seemed,

Since he awoke in bed–oh, damn the business!

He had not wanted it–the silly jokes,

“One last, great night of freedom ere you’re married!”

“You’ll get no fun then!” “H-ssh, don’t tell that story,

He’ll have a wife soon!”–God! the sitting down

To drink till you were sodden! . . .

 

Like great light

She came into his thoughts. That was the worst.

To wallow in the mud like this because

His friends were fools. He was not fit to touch,

To see, oh far, far off, that silver place

Where God stood manifest to man in her. . . .

Fouling himself. . . . One thing he brought to her,

At least. He had been clean; had taken it

A kind of point of honor from the first.

Others might wallow but he didn’t care

For those things. . . .

 

Suddenly his vision cleared.

And something seemed to grow within his mind.

Something was wrong–the color of the wall–

The queer shape of the bedposts–everything

Was changed, somehow . . . his room. Was this his room?

 

. . . He turned his head–and saw beside him there

The sagging body’s slope, the paint-smeared face,

And the loose, open mouth, lax and awry,

The breasts, the bleached and brittle hair . . . these things.

. . . As if all Hell were crushed to one bright line

Of lightning for a moment. Then he sank,

Prone beneath an intolerable weight.

And bitter loathing crept up all his limbs.

 

benet

Stephen Vincent Benét (22 juli 1898 – 13 maart 1943)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Maria Janitschek (geb. Tölk) werd geboren op 22 juli 1859 in Mödling bij Wenen. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008.

 

 

Kinderspiel

»Ich hab eine Zither, du ein blaues Band,
komm laß uns werden ein Paar!« …
Er faßt nach ihrer braunen Hand
und bietet die Lippen ihr dar.

Sie küssen sich hungrig, sie küssen sich satt,
die Vöglein lauschen sacht;
es rührt sich in den Büschen kein Blatt;
nacktfüßig kommt die Nacht.

Die jüngsten Sterne gucken
neugierig auf die zwei,
ihre goldnen Wimpern zucken ..
zögernd ziehen sie vorbei.

 

Janitscheck

Maria Janitschek (22 juli 1859 – 28 april 1927)

 

De Amerikaanse dichteres Emma Lazarus werd geboren op 22 juli 1849 in New York. Zie ook mijn blog van 22 juli 2006  en ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008.

 

 

1492 

 

Thou two-faced year, Mother of Change and Fate,

Didst weep when Spain cast forth with flaming sword,

The children of the prophets of the Lord,

Prince, priest, and people, spurned by zealot hate.

Hounded from sea to sea, from state to state,

The West refused them, and the East abhorred.

No anchorage the known world could afford,

Close-locked was every port, barred every gate.

Then smiling, thou unveil’dst, O two-faced year,

A virgin world where doors of sunset part,

Saying, “Ho, all who weary, enter here!

There falls each ancient barrier that the art

Of race or creed or rank devised, to rear

Grim bulwa
rked hatred between heart and heart!”

 

LazarusPor

Emma Lazarus (22 juli 1849 – 19 november 1887)
Geschilderd door Amélie Dautel D’Aubigny

 

De Deense dichter en schrijver Per Højholt werd geboren op 22 juli 1928 in Esbjerg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007 en ook mijn blog van 22 juli 2008.

 

Uit: Praksis, 8: Album, tumult (1989)


3. Around the town, even on its more frequented thoroughfares, there are places where no-one or hardly anyone sets foot. Places which have not always been there, brought into existence as they are by the town itself, an architecture with the rectangle and the square as its basic forms. But since people in the main move in curves, these corners and triangles are in surplus, they fall outside the scope, though never on that account approaching nature. They are without growth and innocence and become places of sojourn for children, dogs, leaves, drunks and litter, which here, without inconveniencing more purposeful traffic, are able to play, shit, perish or rot, or move slightly in windy weather.

16. The way across the floor to the door I manage as a matter of course. It is going down the stairs I take exception to, all those steps, one merely referring to the next. If the last only referred to my death, but it refers as a simple matter of course to the floor down here in the kitchen.

 

Hojholt

Per Højholt (22 juli 1928 – 16 oktober 2004)

 

 De Duitse schrijver Oskar Maria Graf werd geboren op 22 juli 1894 in Berg am Starnberger See. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

Uit: Wir lasen um die Wette

 

“Auch dieser schwere Sommer verging wie jeder andere. Anfang Herbst kam der Maurus, der ausgelernt hatte, aus Karlsruhe nach Hause. Die Herrschaften waren fort. Der Maxl ging ins Holz oder fuhr Mist auf die Felder und überließ dem Maurus die wenige Konditorarbeit. Er sah ihn nicht gern, redete wenig mit ihm, die beiden wichen einander, so gut es ging, aus, doch sie stritten wenigstens nie. Nun gab es ruhigere Zeiten für mich. Ich brauchte dem Maurus nicht viel zu helfen, aber ich tat es gern. Jetzt konnte ich ja oft bis nach Mitternacht schlafen, ehe wir das Backen anfingen. Der Maurus hatte viele Bücher mitgebracht. Er las Goethe und Heine ebenso eifrig wie Flaubert, Balzac, Stendhal, Maupassant und Zola. Ibsen, Björnson und Strindberg, die damals in Deutschland berühmt wurden, lagen ihm näher als Dostojewski und Gogol, und Gorki mochte er lieber als Tolstoi. Er verstieg sich bis Leibnitz, Spinoza, zu Fichte, Kant und Schopenhauer, aus deren Schriften er ganze Hefte voll tiefsinniger Sentenzen abschrieb. In diesen Heften standen auch Gedichte von Klassikern und solche, die er in Zeitungen oder Zeitschriften gelesen hatte. Jede Seite schmückte er mit einer hübschen, selbstgezeichneten Vignette, die er immer wieder verbesserte. Maurus suchte mich beständig für seine Bücher zu interessieren und gab sich alle Mühe, mir das Gelesene begreiflich zu machen. Ich konnte aber vieles nicht erfassen und wurde schnell müde dabei. Dann wurde er ärgerlich und schlug mich, und es war seltsam, wie er sich dabei erregen konnte. Er war dem Weinen nahe vor Wut und redete in einem fort auf mich ein: “Ja, verstehst du’s denn wirklich noch nicht? … Noch nicht? … Das ist doch schön! Da muß man doch lachen! Begreif doch, du Aff, du blöder! Warum weinst du denn, du Esel? … Paß doch besser auf, dann wirst du schon dahinterkommen, wie wunderschön das ist.”

 

Graf

Oskar Maria Graf (22 juli 1894 – 28 juni 1967)
Standbeeld in Aufkirchen

 

De Oostenrijkse mysticus, musicus en schrijver Jakob Lorber werd geboren in Kaniža bijŠentilj, dat tegenwoordig deel uitmaakt van Slovenië, op 22 juli 1800. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

Uit: Die geistige Sonne

 

„Wenn nun die Glocke angeschlagen wird, so wird der Schlag von dem inwendigsten Fluidum, welches als ein geistiges Substrat höchst elastisch und dehnbar ist, als ein seine Ruhe störendes Etwas wahrgenommen. Dadurch wird das ganze geistige Fluidum in ein freiwerdenwollendes Bestreben versetzt, was sich dann in anhaltenden Schwingungen zu erkennen gibt. Wird die äußere Materie mit einer andern Materie bedeckt, welche von nicht so leicht erregbaren geistigen Potenzen durchdrungen ist, so wird diese Vibration der erregbaren geistigen Potenzen, vielmehr ihr freiwerdenwollendes Bestreben, bald gedämpft. Eine solche Glocke wird bald ausgetönt haben. Ist aber die Glocke frei, so dauert die tönende Schwingung noch lange fort. Umgibt sie noch dazu von außen ein sehr erregbarer Körper, etwa eine reine, mit Elektrizität gefüllte Luft, so wird dadurch das Tönen noch potenzierter und breitet sich weit in einem solchen miterregbaren Körper aus.
[GS.01_001,09] Wenn ihr nun dieses Bild ein wenig betrachtet, so wird euch daraus notwendig klar werden müssen, daß hier wieder ein Geistiges das Inwendigste, das Durchdringende und das Umfassende ist. Wir wollen aber noch ein Beispiel nehmen.”

 

jakob_lorber

Jakob Lorber (22 juli 1800 – 24 augustus 1864)

Arno Geiger, Maria Janitschek, Emma Lazarus, Stephen Vincent Benét, Per Højholt, Tom Robbins, Oskar Maria Graf, Jakob Lorber

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

Uit: Anna nicht vergessen

Es rührt sich nichts

 

Es ist niederschmetternd, wie sehr die Anrufe immer spärlicher werden. Der Mittagsanruf erst um 13.10. Als ich deswegen eine Bemerkung machte, reagierte Jenny mit schon gewohntem Unverständnis. Es gab Streitereien. Jetzt darf ich in der Firma nicht mehr anrufen, und von zu Hause aus haben wir nur, wenn überhaupt, zweimal Kontakt: um 7.00 in der Früh und vor dem Schlafengehen. Dabei hat sie mich noch gestern ganz lieb gebeten, nächstes Wochenende schon früher zu ihr zu kommen, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Doch nach 20.30 war dann nichts mehr, nur ihr AB. Heute ab 8.00 versuchte ich vorsichtig zu wecken, doch bis jetzt 10.05 nur wieder der AB. Natürlich ist mir bekannt, daß sie mit Birgit Windisch zum Brunchen fährt, aber daß sie mich nicht anruft beziehungsweise auch jetzt nicht da ist, kann ich mir nicht erklären. Ich frage mich, ist sie nach unserem Telefonat noch weggefahren und über Nacht nicht nach Hause gekommen oder ist jemand bei ihr. Jedenfalls habe ich dadurch wieder einen beschissenen Sonntag.

Nicht einen einzigen Millimeter kommt mir Jenny entgegen. Ein kleines Hallo-hier-bin-ich! würde genügen, ich wäre ein anderer Mensch. Aber die Aktion von gestern, kein Gute Nacht, und heute einfach nichts, das macht mich fertig. Mir kommt vor, Jenny bricht den Kontakt förmlich ab. Meine E-Mails beantwortet sie nicht mehr, dabei weiß ich, daß sie mit Bekannten und Freunden stundenlang telefoniert und ihnen seitenlange E-Mails schreibt. Ich möchte das mit keiner Silbe erwähnen, sonst ist sie nur wieder böse und erzählt mir, wie wichtig ihre Freunde für sie sind. Aber die Frage, was eigentlich ich für sie bin, drängt sich irgendwie auf. Wo sie mich so behandelt. Da fehlt mir komplett der Durchblick. Wenn wir einmal im Monat miteinander schlafen, wirkt sie abwesend und gähnt. Es ist schon lang her, daß sie nach mir gefaßt oder mich aus eigenem Antrieb geküßt hat.”

 

 

geiger

Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Maria Janitschek (geb. Tölk) werd geboren op 22 juli 1859 in Mödling bij Wenen. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

 

Glückseligkeit

Durch mein Fenster kommt der leise Vollmond,
kommt und küßt mich zärtlich auf die Lippen,
»Thörichte, so kalt und lustverschlossen,
willst du nicht von meinem Tranke nippen?

Sieh, schon lange bin ich tot, und dennoch,
helle Friedensströme gießt noch immer
mein erloschen Sein auf deine Menschheit,
denn es stirbt die Saat der Lichten nimmer«.

Stirbt sie wirklich nicht, du leiser Vollmond?
Wird dereinstens auch von meinen Bahnen
milder Glanz in müde Seelen träufeln
und sie an ein flammend Leben mahnen?

Aber nein, mein lieber leiser Vollmond,
will nicht denken an den Tod, den herben,
denn, daß ich dirs sag, nicht träumen kann ichs,
und nicht ahnen, wie es ist: zu sterben.

»Wie es ist? So lausche!«
Lautlos schwindet,
wie von kühlen Flügeln fortgetragen,
aus dem Kämmerlein der leise Vollmond,
Finsternisse aneinander jagen …

Dunkles Huschen, Flüstern, eisige Hauche.
Mir beengt die Brust ein banges Sorgen ..
Da zerreißt die Nacht, im goldnen Rauche
steigt empor ein siegeslichter Morgen.

Das hieß sterben? Aus dem einen Leuchten
in das andre Leuchten weich versinken?
O mein lieber, weiser, stiller Vollmond,
lasse mich von deinem Glanze trinken! ..

 

 

 

Kinderspiel

»Ich hab eine Zither, du ein blaues Band,
komm laß uns werden ein Paar!« …
Er faßt nach ihrer braunen Hand
und bietet die Lippen ihr dar.

Sie küssen sich hungrig, sie küssen sich satt,
die Vöglein lauschen sacht;
es rührt sich in den Büschen kein Blatt;
nacktfüßig kommt die Nacht.

Die jüngsten Sterne gucken
neugierig auf die zwei,
ihre goldnen Wimpern zucken ..
zögernd ziehen sie vorbei.

 

janititschek

Maria Janitschek (22 juli 1859 – 28 april 1927)

 

 

De Amerikaanse dichteres Emma Lazarus werd geboren op 22 juli 1849 in New York. Zie ook mijn blog van 22 juli 2006  en ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

 

Chopin

 

I

A dream of interlinking hands, of feet
Tireless to spin the unseen, fairy woof
Of the entangling waltz. Bright eyebeams meet,
Gay laughter echoes from the vaulted roof.
Warm perfumes rise; the soft unflickering glow
Of branching lights sets off the changeful charms
Of glancing gems, rich stuffs, the dazzling snow
Of necks unkerchieft, and bare, clinging arms.
Hark to the music! How beneath the strain
Of reckless revelry, vibrates and sobs
One fundamental chord of constant pain,
The pulse-beat of the poet’s heart that throbs.
So yearns, though all the dancing waves rejoice,
The troubled sea’s disconsolate, deep voice.

 

 

 

City Visions

 

I

As the blind Milton’s memory of light,
The deaf Beethoven’s phantasy of tone,
Wroght joys for them surpassing all things known
In our restricted sphere of sound and sight,–
So while the glaring streets of brick and stone
Vix with heat, noise, and dust from morn till night,
I will give rein to Fancy, taking flight
From dismal now and here, and dwell alone
With new-enfranchised senses. All day long,
Think ye ’t is I, who sit ‘twixt darkened walls,
While ye chase beauty over land and sea?
Uplift on wings of some rare poet’s song
Where the wide billow laughs and leaps and falls,
I soar cloud-high, free as the winds are free.

 

lazarus

Emma Lazarus (22 juli 1849 – 19 november 1887)

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Stephen Vincent Benét werd geboren op 22 juli 1898 in Bethlehem, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

 

A Minor Poet

 

I am a shell. From me you shall not hear
The splendid tramplings of insistent drums,
The orbed gold of the viol’s voice that comes,
Heavy with radiance, languorous and clear.
Yet, if you hold me close against the ear,
A dim, far whisper rises clamorously,
The thunderous beat and passion of the sea,
The slow surge of the tides that drown the mere.

Others with subtle hands may pluck the strings,
Making even Love in music audible,
And earth one glory. I am but a shell
That moves, not of itself, and moving sings;
Leaving a fragrance, faint as wine new-shed,
A tremulous murmur from great days long dead.

 

 

 

 

Dinner in a Quick Lunch Room

 

Soup should be heralded with a mellow horn,
Blowing clear notes of gold against the stars;
Strange entrees with a jangle of glass bars
Fantastically alive with subtle scorn;
Fish, by a plopping, gurgling rush of waters,
Clear, vibrant waters, beautifully austere;
Roast, with a thunder of drums to stun the ear,
A screaming fife, a voice from ancient slaughters!

Over the salad let the woodwinds moan;
Then the green silence of many watercresses;
Dessert, a balalaika, strummed alone;
Coffee, a slow, low singing no passion stresses;
Such are my thoughts as — clang! crash! bang! — I brood
And gorge the sticky mess these fools call food!

 

Benet

Stephen Vincent Benét (22 juli 1898 – 13 maart 1943)

 

De Deense dichter en schrijver Per Højholt werd geboren op 22 juli 1928 in Esbjerg. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

 

 

Poem

Elk vers in dit gedicht luidt: ”solen se dens vældige horn mælken fryser i sin karton” (de zon zie haar immense hoorn de melk bevriest in het pak)

 

hojholt

Per Højholt (22 juli 1928 – 16 oktober 2004)

 

 

De Amerikaanse schrijver Tom Robbins werd geboren op 22 juli 1936 in  Blowing Rock, North Carolina. Zie ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

Uit: Another Roadside Attraction

 

The magician’s underwear has just been found in a cardboard suitcase floating in a stagnant pond on the outskirts of Miami. However significant that discovery may be—and there is the possibility that it could alter the destiny of each and every one of us—it is not the incident with which to begin this report.

In the suitcase with the mystic unmentionables were pages and pages torn from a journal which John Paul Ziller had kept on one of his trips through Africa. Or was it India? The journal began thusly: “At midnight, the Arab boy brings me a bowl of white figs. His skin is very golden and I try it on for size. It doesn’t keep out mosquitoes. Nor stars. The rodent of ecstasy sings by my bedside.” And it goes on: “in the morning there are signs of magic everywhere. Some archaeologists from the British Museum discover a curse. The natives are restless. A maiden in a nearby village has been carried off by a rhinoceros. Unpopular pygmies gnaw at the foot of the enigma.” That was the beginning of the journal. But not the beginning of this report.

Neither the FBI nor the CIA will positively identify the contents of the suitcase as the property of John Paul Ziller. But their reluctance to specify is either a bureaucratic formality or a tactical deceit. Who else but Ziller, for God’s sake, wore jockey shorts made from the skins of tree frogs?”

 

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Tom Robbins (Blowing Rock, 22 juli 1936)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 22 juli 2007.

 

De Duitse schrijver Oskar Maria Graf werd geboren op 22 juli 1894 in Berg am Starnberger See.

 
De Oostenrijkse mysticus, musicus en schrijver Jakob Lorber werd geboren in Kaniža bij Šentilj, dat tegenwoordig deel uitmaakt van Slovenië, op 22 juli 1800.

Maria Janitschek, Arno Geiger, Emma Lazarus, Oskar Maria Graf, Stephen Vincent Benét, Per Højholt, Tom Robbins, Jakob Lorber

De Duitse dichteres en schrijfster Maria Janitschek (geb. Tölk) werd geboren op 22 juli 1859 in Mödling bij Wenen. Toen zij negentien was trok zij met haar moeder naar Graz, waar zij onder het pseudoniem Marius Stein als journaliste werkte. Zij trouwde met de hoogleraar kunstgeschiedenis Hubert Janitschek. In 1893 stierf haar man en vertrok zij naar Berlijn, later naar München. De eerste boeken die zij publiceerde waren bloemlezingen en novellen. Zij kon zich zeer goed identificeren met de interesses van de burgerlijke vrouwenbeweging. Zij had in haar vertellend werk een voorliefde voor sterke vrouwenfiguren die veranderen in genadeloze wraakneemsters als hun onrecht wordt aangedaan.

 

Ein modernes Weib

 

Ein Mann beleidigte ein Weib. Es war
Von jenen schnöden Thaten eine, die
Kein Weib vergessen und vergeben kann.

 

Geraume Zeit verstrich. Da eines Abends
Ward an die Thür des Frevlers laut gepocht.
Er rief: “Herein”, und sah voll tiefen Staunens,
In Trauerkleidern eine Frau vor sich.

 

Sie schlug den Schleier bald zurück. Er blickte
In ihre großen stolzerstarrten Augen,
In diese großen schmerzversengten Augen …
Er lächelte verlegen, denn ein Schauer
Erfaßte ihn … Er bot ihr höflich Platz,
Sie aber dankte, und mit ruhiger Stimme
Sprach sie zu ihm: “Du hast mich schwer beleidigt,
Es war nur Gott dabei … vor diesem Gott,
Vor dir, und mir allein, will ich den Flecken
Den Makel meiner Ehre, zugefügt
Von deiner Hand, verlöschen.
Höre nun!
Um dies zu thun, bleibt mir ein Mittel nur:
Ich kann nicht gehn, um einem fremden Menschen
Das was ich selbst mir kaum zu sagen wage,
Zu offenbaren. Für mich herrscht kein Richter,
Er wär’ denn blind und taub und stumm, deshalb
(Ein Schildern des Vergangenen glich’ aufs Haar
Der neuen That, hieß’ selber mich entehren),
Deshalb gibt’s eins nur: hier sind Waffen, wähle!”
Sie stellte auf den Tisch ein Kästchen hin
Und öffnete den Deckel. – –
Lange standen
Die beiden Menschen stumm. Er sah sie an,
Sie hielt das glänzend große Aug’ gerichtet
Fest auf die Waffen.
Plötzlich brach er aus
In lautes Lachen. Da durchglühte feurig
Ein tiefes Rot die farbenlosen Wangen
Der jungen Frau. Wie, wenn die ganze Antwort
Dies Lachen wär’? Sie hätte schreien mögen

 

Vor Wut und Elend. Aber sie bezwang sich,
Und sagte mild: “Wenn dir ein Unvorsichtiger
Zufällig auf den Fuß getreten wäre,
Du würdest ohne lange Ueberlegung
Ihm deine Karte in das Antlitz schleudern,
Nichts Lächerliches fändest du dabei.
Nun denk’: nicht auf den Fuß trat mir ein Mensch,
Mein Herz trat er in Stücke, meine Ehre!
Verlang’ ich mehr, als du verlangen würdest
Für einen unvorsichtigen Schritt, sag’ selbst,
Ist das nicht billig?”

 

Lächelnd sah er ihr
Ins zornerglühte Antlitz. “Liebes Kind,
Du scheinst es zu vergessen, daß ein Weib
Sich nimmer schlagen kann mit einem Manne.
Entweder geh zum Richter, liebes Kind,
Gesteh ihm alles, gerne unterwerfe
Ich seinem Urteil mich. Nicht? Nun dann bleibt
Dir nur das eine noch: vergesse, was du
Beleidigung und Schmach nennst. Siehst du, Liebe,
Das Weib ist da zum Dulden und Vergeben …”
Jetzt lachte sie.
“Entweder Selbstentehrung
Wenn nicht, ein ruhiges Tragen seiner Schmach,
Und das, das ist die Antwort, die ein Mann
In unserer hellen Zeit zu geben wagt
Der Frau, die er beleidigt.”
“Eine andere
Wär’ gegen den Brauch.”
“So wisse, daß das Weib
Gewachsen ist im neunzehnten Jahrhundert,”
Sprach sie mit großem Aug’, und schoß ihn nieder.

 

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Maria Janitschek (22 juli 1859 – 28 april 1927)

 

De Oostenrijkse schrijver Arno Geiger werd geboren op 22 juli 1968 in Bregenz, Vorarlberg. Hij studeerde filologie, oude geschiedenis en vergelijkende literatuurwetenschap in Innsbruck en Wenen. Sinds 1993 is hij zelfstandig schrijver. Van 1986 tot 2002 werkte hij als videotechnicus bij de Bregenzer Festspielen. In 2005 ontving hij voor zijn roman Es geht uns gut de Deutsche Buchpreis van de Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

 

Uit : Es geht uns gut

 

„Weiter dringt Richard in seiner Lektüre nicht vor, weil ein offener Steyr-Wagen in die Auffahrt biegt. Der Wagen rollt aus und kommt kiesknirschend vor Ottos Tretauto zum Stehen. Crobath, ein Studienkollege, den Richard seit Jahren nicht gesehen hat, steigt aus dem Wagen. Er trägt Uniform, dazu eine dieser adrett gescheitelten Frisuren. Und Richard? Mit Haaren, die von der Kapitänsmütze und dem Schlaf hinten kreuzquer verlegen sind, im Hemd und in ausgetretenen Segeltuchschuhen. Auf Crobath zustrebend, vom warmen Grasgeruch in den Kiesstaub, nimmt Richard sich vor, Alma zu bitten, ihm neue Schuhe von derselben Art zu besorgen, am besten gleich zwei Paar.
– Man hat mir gesagt, daß ich Sie zu Hause antreffe.
Crobath redet ein wenig durch die Nase, auf die gut wienerische Art, was Richard dran denken läßt, daß Crobath, als sie gemeinsam bei den akademischen Naturfreunden waren, sich als Eislauflehrer am Heumarkt verdingte, um seine magere Menage aufzubessern. Damals hinkte Crobath in allem nach, ein Mensch mit einem nichtssagenden Gesicht, den Richard immer ein wenig verachtete. Doch wenn Richard ihn sich jetzt ansieht, muß er zugeben, daß sein Gegenüber in seiner Kantigkeit vitaler und um Jahre jünger wirkt als er selbst.
Haben sie einander damals gedutzt?
– Ich hoffe, ich störe nicht, sagt Crobath.
– Ich bitte Sie. Was kann ich für Sie tun?
Er legt Crobath wie prüfend die Hand auf die gepolsterte Uniformschulter. Nach weiteren Höflichkeitsfloskeln für Alma, wendet Crobath sich wieder an Richard mit der Bitte um ein Gespräch unter vier Augen.
– Ist es etwas Wichtiges? fragt Alma, die Arme gekreuzt, eigenwillig noch darin.
– Es ist keine große Sache, sagt Crobath. Aber es klingt wie das Gegenteil.
– Bitte sorg dafür, daß wir nicht gestört werden. Frieda soll Kaffee bringen.“

 

Geiger

Arno Geiger (Bregenz, 22 juli 1968)

 

De Amerikaanse dichteres Emma Lazarus werd geboren op 22 juli 1849 in New York. Zie ook mijn blog van 22 juli 2006.

 

Life and Art

Not while the fever of the blood is strong,
The heart throbs loud, the eyes are veiled, no less
With passion than with tears, the Muse shall bless
The poet-sould to help and soothe with song.
Not then she bids his trembling lips express
The aching gladness, the voluptuous pain.
Life is his poem then; flesh, sense, and brain
One full-stringed lyre attuned to happiness.
But when the dream is done, the pulses fail,
The day’s illusion, with the day’s sun set,
He, lonely in the twilight, sees the pale
Divine Consoler, featured like Regret,
Enter and clasp his hand and kiss his brow.
Then his lips ope to sing–as mine do now.

Lazarus

Emma Lazarus (22 juli 1849 – 19 november 1887)
Geschilderd door Amélie Dautel D’Aubigny

 

De Duitse schrijver Oskar Maria Graf werd geboren op 22 juli 1894 in Berg am Starnberger See. Gedurende de WO I vocht hij aan het front in het Duitse leger, maar werd in 1916 wegens een bevelweigering gevangengezet. Na een tiendaagse hongerstaking liet men hem gaan en werd hij uit het leger ontslagen. Begin 1918 was hij betrokken bij een staking in een munitiefabriek in München. In het voorjaar van 1919 nam hij deel aan de Beierse Revolutie en werd als volkscommissaris opgenomen in de radenregering van de radenrepubliek Beieren. Na de onderdrukking van de Beierse Revolutie door de vrijkorpsen werd hij gevangengezet, maar in 1920 kwam hij vrij en werd dramaturg van het arbeiderstheather Die neue Bühne. In 1927 schreef hij de autobiografie Wir sind Gefangene, waarin hij zijn leven als onafhankelijke schrijver beschrijft. In februari 1933 week hij uit naar Oostenrijk vanwege zijn afkeer voor de nazi’s. In 1934 ging hij naar Tsjecho-Slowakije en nam later deel aan het ‘Eerste Uniecongres van Sovjetschrijvers’. Hoewel zijn boeken om de één of andere reden populair waren bij de nazi’s weigerde hij naar Duitsland terug te keren. Via Nederland week hij in 1938 uit naar de Verenigde Staten van Amerika.

 

Uit: Verbrennt mich

„Wie fast alle links gerichteten, entschieden sozialistischen Geistigen in Deutschland, habe auch ich etliche Segnungen des neuen Regimes zu spüren bekommen: Während meiner zufälligen Abwesenheit aus München erschien die Polizei in meiner dortigen Wohnung, um mich zu verhaften. Sie beschlagnahmte einen großen Teil unwiederbringlicher Manuskripte, mühsam zusammengetragenes Quellenstudien-Material, meine sämtlichen Geschäftspapiere und einen großen Teil meiner Bücher. Das alles harrt nun der wahrscheinlichen Verbrennung.
Ich habe al
so mein Heim, meine Arbeit und – was am Schlimmsten ist – die heimatliche Erde verlassen müssen, um dem Konzentrationslager zu entgehen. Die schönste Überraschung aber ist mir erst jetzt zuteil geworden: Laut “Berliner Börsencourier” stehe ich auf der “weißen Autorenliste” des neuen Deutschlands, und alle meine Bücher, mit Ausnahme meines Hauptwerkes “Wir sind Gefangene”, werden empfohlen: Ich bin also dazu berufen, einer der Exponenten des “neuen” deutschen Geistes zu sein!
Vergebens frage ich mich: Womit habe ich diese Schmach verdient? Das “Dritte Reich” hat fast das ganze deutsche Schrifttum von Bedeutung ausgestoßen, hat sich losgesagt von der wirklichen deutschen Dichtung, hat die größte Zahl seiner wesentlichsten Schriftsteller ins Exil gejagt und das Erscheinen ihrer Werke in Deutschland unmöglich gemacht.”

 

Graf

Oskar Maria Graf (22 juli 1894 – 28 juni 1967)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Stephen Vincent Benét werd geboren op 22 juli 1898 in Bethlehem, Pennsylvania. Hij  stamde uit een familie van militairen en zijn eigen instelling was dan ook vaderlandslievend, al wijdde hij zich niet aan de militaire dienst, maar aan de literatuur. Ook zijn broer William Rose Benét, zijn zuster Laura, zijn schoonzus Elinor Wylie en zijn vrouw Rosemary Carr schreven. Benét studeerde in Calefornië, in Yale en aan de Sorbonne in Parijs. Hij kreeg een Guggenheim beurs die het hem mogelijk maakte een lang epos over de burgeroorlog te schrijven, John Brown`s Body (1928). Het leverde hem ook de Pulitzer prijs op.

The General Public

“Ah, did you once see Shelley plain?” — Browning.

 

“Shelley? Oh, yes, I saw him often then,”

The old man said. A dry smile creased his face

With many wrinkles. “That’s a great poem, now!

That one of Browning’s! Shelley? Shelley plain?

The time that I remember best is this —

 

A thin mire crept along the rutted ways,

And all the trees were harried by cold rain

That drove a moment fiercely and then ceased,

Falling so slow it hung like a grey mist

Over the school. The walks were like blurred glass.

The buildings reeked with vapor, black and harsh

Against the deepening darkness of the sky;

And each lamp was a hazy yellow moon,

Filling the space about with golden motes,

And making all things larger than they were.

One yellow halo hung above a door,

That gave on a black passage. Round about

Struggled a howling crowd of boys, pell-mell,

Pushing and jostling like a stormy sea,

With shouting faces, turned a pasty white

By the strange light, for foam. They all had clods,

Or slimy balls of mud. A few gripped stones.

And there, his back against the battered door,

His pile of books scattered about his feet,

Stood Shelley while two others held him fast,

And the clods beat upon him. `Shelley! Shelley!’

The high shouts rang through all the corridors,

`Shelley! Mad Shelley! Come along and help!’

And all the crowd dug madly at the earth,

Scratching and clawing at the streaming mud,

And fouled each other and themselves. And still

Shelley stood up. His eyes were like a flame

Set in some white, still room; for all his face

Was white, a whiteness like no human color,

But white and dreadful as consuming fire.

His hands shook now and then, like slender cords

Which bear too heavy weights. He did not speak.

So I saw Shelley plain.”

                        “And you?” I said.

 

“I? I threw straighter than the most of them,

And had firm clods. I hit him — well, at least

Thrice in the face. He made good sport that night.”

 

 

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Stephen Vincent Benét (22 juli 1898 – 13 maart 1943)

 

De Deense dichter en schrijver Per Højholt werd geboren op 22 juli 1928 in Esbjerg. Tot 1965 werkte hij als bibliothecaris, daaran als schrijver. Hij debuteerde in 1949 met de dichtbundel Het paard en de zon. Hij ontwikkelde zich tot een grootmeester van de konkrete poëzie. Højholt schitterde als performer en voordrager van zijn eigen teksten. In 1982 kreeg hij de prijs van de Koninklijke Academie van Wetenschappen en Kunsten.

 

Uit: Auricula  (Vertaald door Peter Halle-Urban)

 

„Die Stille des Jahres 1915 trat am 7. September ein und erfaßte Westeuropa und die Länder vom Baltikum im Norden bis zum Balkan im Süden. Da sie unvorhergesehen kam, gibt es keine Berichte darüber. Kurzlebig und zufällig wie sie war, bemerkten viele sie gar nicht, und das, obwohl sie selbst daran teilnahmen. Für Widerwillen gab es weder die Zeit, noch kam er in Betracht.
Die Stille fand statt, erwischte ein Europa zwischen zwei Atemzügen und mit sozusagen erhobenem Bein, worauf alles und alle weitermachten, als wäre nichts geschehen. Woher sollte man schließlich auch wissen, daß die Stille, zu der man unvermutet beitrug, ganz Europa betraf? Natürlich hätte sie unmittelbar danach zum Gesprächsgegenstand gemacht werden können, da aber die wenigen Zeugen in unzumutbarer Weise verteilt waren – etliche wohnten entlegen, in Gegenden, in denen die Stille von vorneherein ihre Vertraute war -, wechselte man rasch das Thema.
Die Nachrichtenmedien, die nicht nur daran teilnahmen, sondern auch ungläubige Anfragen diesbezüglich entgegennahmen, sahen sogleich ein, daß es unmöglich sein würde, sie zu verifizieren, und daß sie deshalb wer weiß was zur Folge haben könnte, und vertuschten sie. Wer über die Begebenheit eine Auskunft einholen will, ist noch heute, so viele Jahre danach, übel dran. Eine bulgarische agronomische Zeitschrift berührt sie in einem Nebensatz in Verbindung mit einer Erwähnung von Wassermühlen in den nordöstlichen Provinzen, und das Pseudonym Ludwig Renn hat in seinem Roman aus dem Jahr 1936, Vor großen Wandlungen, unangebrachte Ironie für das Phänomen übrig.“

 

hojholt

Per Højholt (22 juli 1928 – 16 oktober 2004)

 

De Amerikaanse schrijver Thomas Eugene Robbins werd geboren op 22 juli 1936 in  Blowing Rock, North Carolina. Robbins staat op de leeslijst op Amerikaanse middelbare scholen.Hij debuteerde met ‘Another Roadside Attraction’ (1971). Verder schreef hij ‘Even Cowgirls Get the Blues’ (1976), ‘Still Life with Woodpecker’ (1980), ‘Jitterbug Perfume’ (1984), ‘Skinny Legs and All’ (1990) en ‘Villa incognito’ (2003).

 

Uit: Villa Incognito

 

“It has been reported that Tanuki fell from the sky using his scrotum as a parachute.

That is not so ridiculous when we take into account the unusual size of Tanuki’s scrotum.

Well, okay, it’s still pretty ridiculous–and no less so just because in relation to his overall body mass, Tanuki’s scrotum is proportionately larger than the scrota of elephants, whales, and the Jolly Green Giant. In those days, his testicular balloon bag may actually have been even more voluminous than it is today, though that’s difficult to imagine since his balls very nearly drag the ground as it is, and any increase in volume would surely have been an impediment to mobility if, indeed, not a source of some pain. There is also the possibility that Tanuki had (and perhaps still has) the power to increase or decrease scrotum size at will.

Yet, having said all that, we must concede that the role of anatomical size per se in Tanuki’s descent is not easy to determine, and a more pertinent question might be not how the badger managed to use his significant seed sack to parachute to earth but, rather: Where did he parachute from? And why?”

 

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Tom Robbins (Blowing Rock, 22 juli 1936)

 

De Oostenrijkse mysticus, musicus en schrijver Jakob Lorber werd geboren in Kaniža bijŠentilj, dat tegenwoordig deel uitmaakt van Slovenië, op 22 juli 1800. Hij was zoon van een landbouwer die tevens een rondreizend muzikant was. Hij volgde een lerarenopleiding, maar kreeg daarna geen aanstelling. Om te voorzien in zijn levensonderhoud gaf hij privé muziek- en tekenlessen en trad hij op als muzikant. Waarschijnlijk leidde zijn kennis met Paganini tot zijn optreden in de Scala van Milaan. In 1840 werd hem de positie van kapelmeester in Triëst aangeboden. Enkele dagen later, op 15 maart 1840, hoorde Lorber een -zoals hij dat noemde- inwendige Stem die hem de opdracht gaf te gaan schrijven wat hem gedicteerd zou worden. Het aanbod uit Triëst sloeg hij daarom af. Hij schreef ruim 10 delen van circa 500 bladzijden onder de titel Het Grote Johannes Evangelie, -zo genoemd omdat het in de geest van het Johannesevangelie geschreven is- waarbij Jezus’ actieve leven (de drie jaren van optreden) bijna van dag tot dag is beschreven.

 

Uit: Die geistige Sonne

Die geistige Sonne ist somit das Inwendigste der Sonne und ist ein Gnadenfunke aus Mir. – Dann durchdringt das Geistige mächtig wirkend die ganze Materie der Sonne, und endlich ist es auch das die ganze Wesenheit der Sonne Umfassende. Solches demnach zusammengenommen ist die geistige Sonne. Diese Sonne ist die eigentliche Sonne, denn die sichtbare materielle Sonne ist nichts als nur ein von der geistigen Sonne bedingtes, ihr selbst wohltätiges Organ, welches in all seinen Teilen so beschaffen ist, daß si
ch in und durch dieselben das Geistige äußern und sich eben dadurch selbst wieder in seiner Gesamtheit völlig ergreifen kann.”

 

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Jakob Lorber (22 juli 1800 – 24 augustus 1864)