Dolce far niente, Cicero, Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott

Dolce far niente

“Cicero veroordeelt Catilina”. Fresco door Cesare Maccari, 1888

 

Uit: Tegen Catilina

“Catilina, hoe lang nog, in ’s hemelsnaam, ga je ons geduld misbruiken? Hoe lang nog gaat jouw razernij ons ontwijken? Hoe lang nog zal die ongebrijdelde durf van jou zich opwerpen? Heeft de nachtelijke bezetting van de Palatijn je niets gedaan, noch de wachtposten van de stad, noch de vrees van het volk, noch de samenkomst van alle republikeinen, noch de superversterkte plaats om de senaatszitting te houden, noch de gelaatsuitdrukking van dezen? Merk je niet dat je plannen uitgelekt zijn? Zie je niet dat jouw samenzwering reeds volledig lam ligt door de kennis van al dezen hier? Wie van ons, denk je, weet niet wat je vorige nacht en die daarvoor gedaan hebt, waar je was, wie je bijeengeroepen hebt, welk plan je beraamd hebt?

O tijden! O zeden! De senaat weet het, de consul ziet het; toch leeft hij. Leeft hij? Wat zeg ik? Hij komt zelfs naar de senaat, participeert aan de staatsbeslissingen, merkt en duidt eenieder van ons met zijn ogen ten dode. Wij echter, sterke mannen, hebben de indruk voldoende te doen voor de republiek als we zijn waanzin en zijn moordtuig vermijden. Het moest al lang dat jij, Catilina, op bevel van de consul tot de dood zou worden geleid en dat de pest, die jij al lang tegen ons allen beraamt, op jouw hoofd zou neerkomen.

Is het niet zo dat de zeer achtenswaardige man, Publius Scipio, de hoogste hogepriester, als ambteloos burger, Tiberius Gracchus heeft laten vermoorden, en dat deze slechts in geringe mate de republiek heeft doen wankelen; zullen wij, consuls, Catilina dulden, die heel de wereld verlangt te verwoesten door moord en brand? En dan ga ik nog voorbij aan al te oude precedenten, hoe Caius Servilius Ahala Spurius Maelius, die ijverde voor hervormingen, met zijn eigen handen heeft vermoord. Er was, er was ooit in deze republiek die deugd dat dappere mannen een verderfelijk burger met strengere straffen beteugelden dan de vreselijkste vijand. We hebben een hard en streng senaatsbesluit tegen jou, Catilina; het ontbreekt de republiek niet aan beleid, noch aan gezag van deze orde; ik zeg openlijk dat wij, consuls, dat wij in gebreke blijven.”

Cicero (3 januari 106 v. Chr. – 7 december 43 v. Chr.)

 

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

Uit: Das Geschenk

Geld, hatte d’Amato gesagt, ist nur zu einem gut, daß man es von einem Zug aus Fremden zuwirft. Was ganz das war, was Chuck dachte. Es ging weiter. Es hörte nicht auf. Nichts hörte auf, nicht plötzlich. Es gab immer eine Chance zu reagieren, und noch eine. Er kannte das. Und keinem erzählte er es lieber als seinem Sohn. Wichtiger als Geld war die Ruhe dessen, der keines hat. Sein Sohn suchte gerade den Tisch nach einem Wurfgeschoß ab, um die Fliege zu treffen, die eine undichte Stelle in der Fensterscheibe vermutete und sie deshalb inimmer neuen Attacken danach absuchte, bevor sie aufgab und zur Decke hinauf abdrehte. Die angebrochene Tafel Schokolade, die herumlag, interessierte ihn nicht, nur das Stanniolpapier, von dem er eine Ecke abriß und,ein Auge immer der Flugbahn der Fliege folgend, zu einem Kügelchen zusammenrollte. Geld verdirbt einem die Armut, sagte Chuck, und meinte es so. Es muß etwas bleiben, was man nicht hat, und nicht leicht bekommen kann, nicht zu seinen Bedingungen. Geld kostet was. Geld hat Hunger. Es ist eine Bestie. Es frißt dich auf. Es frißt, was es kriegt, deinen Verstand, dein Herz, deine Seele. Was bleibt, ist nichts, nur Angst, nackte Angst. Und was tut ein Mensch, der Angst hat? Er bewaffnet sich. Und mit was? Mit Geld! Er wollte wissen, ob sein Sohn darüber schon einmal nachgedacht habe, über Geld, über das, was Geld will, was es bedeutet, was es einem wert war. Man sagt, daß Geld Sicherheit bedeutet. Kann sein. Fragt sich nur, und ich frage das jetzt dich, wie abgesichert willst du leben? Wie viel Sicherheit ist sicher? Der Junge wirkte bedrückt. Was Geld wert war? Was man, wenn man sie hätte, mit einer Million anfinge, meinte er das? Was war das, ein Verhör? Gab es, vorausgesetzt, man hatte Lust, sich darüber Gedanken zu machen, eine Antwort? Und welchen Sinn hätte sie? Es würde der Antwort, falls er eine hätte, nur die nächste Frage folgen, und noch eine. Oder nicht ? Oder etwa nicht? Nachgedacht, fragte er, warum? Was war damit? Was sollte damit sein? Was gingen ihn die Vor- oder Nachteile einer Sache an, die ihn nichts anging? Und außerdem, sah sein Vater nicht, mit was er beschäftigt war, daß es nur eine Frage der Zeit sein konnte, wann sich die Fliege auf dem Tisch niederlassen würde? Er brachte also besser schon mal seine Munition in Stellung. Warum ? Weil es dein Leben kosten kann, mein Sohn, darum! Soweit er seinen Vater einschätzen konnte, war das seine Art, sich in seine Erziehung einzumischen. Er hatte immer solche Ideen, große Ideen. Und immer war man, wenn man sich darauf einließ, der Dumme. Man ging also besser in Deckung. Was für ein Leben? Deines. Damit niemand kommt und es stiehlt ! Oder kauft! Damit es dir gehört, allein dir, und nicht eines Tages einem anderen, einer Firma, einem Konzern, einer Regierung! Deshalb! Du wirst herausfinden müssen, was das ist, Geld, was dich daran interessiert.“

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

 

De Amerikaanse schrijfster Danielle Steel werd geboren in New York op 14 augustus 1947. Zie ook alle tags voor Danielle Steel op dit blog.

Uit: Lost and Found

“Madison Allen lived in an old brick firehouse in the West Village in downtown New York, a few blocks east of the Hudson River. The firehouse was a hundred years old. It had been a departure for Maddie, after living on the Upper East Side most of her life. She had raised her three children in a comfortable although not luxurious apartment, in a serious-looking prewar building. Buying the firehouse downtown had been an act of independence for her, and it had become a labor of love. She had bought it fifteen years before, when her youngest child, Milagra, had left for college. Her older two, Deanna and Ben, were twenty and twenty-one when she bought it, and still came home for school holidays. Two years later, they had moved into their own apartments, and never came home to live again after they had graduated.
Deanna moved in an apartment in Chelsea and got a job as an assistant designer for a successful contemporary fashion brand that was popular with young women. She had gone to Parsons School of Design and had real talent. She was fiercely competitive with other designers and single-minded with her love of fashion, always focused on her own success. She was less intellectual than her brother and sister. Ben, her younger brother, had a keen instinct for business and had done well. Milagra, the youngest, had been writing since she was fifteen, and her first novel was published by the time she was nineteen. All three of Maddie’s children were very different from each other, with their interests in design, business, and literature. Unlike her younger siblings, Deanna had a killer instinct.
After graduating from Berkeley, Ben had decided to stay in San Francisco, in the world of start-ups. He swore he’d never come back to New York to live, and he hadn’t. He loved the outdoors, California life, and the high-tech world. He was a kind and loving person, a good husband and father, and caring son, although Maddie seldom saw him, and rarely contacted any of them. She didn’t want to intrude on them now that they were adults, and most of the time waited to hear from them. Sometimes it was a long wait, so she called them. But she held out as long as she could.
Milagra had gone to UCLA, taken postgraduate writing classes at Stanford, and moved to Mendocino in northern California. She needed isolation to write her books, and silence. So Maddie heard from her the least often.
Maddie would have rattled around her old apartment alone, like a marble in a shoebox, if she’d stayed there. When she moved downtown, her children had been shocked, and objected strenuously. They felt awkward in their mother’s new and somewhat unusual home. But she was firm about it and knew it was right for her at the time and they would adjust to it eventually. And as she knew they would, they grew up and left.”

Danielle Steel (New York, 14 augustus 1947)
Cover

 

De Duitse schrijver Erwin Strittmatter werd geboren op 14 augustus 1912 in Spremberg. Zie ook alle tags voor Erwin Strittmatter op dit blog.

Uit: Der Laden

„Der Möbelwagen ist ein Haus auf Rädern; sein Dach ist gewölbt, an seiner Vorderseite, hoch über den Pferden, ein Sitz für vier Kutscher. Es sind Männer mit Bauerngesichtern und Lederschürzen, stämmig, gewaltig, krummbeinig, vom Lastentragen erdwärts gedrückt, und alle sind Sorben vom Lande, die in der Kleinstadt nach Glück fischen.
Die Räder des Möbelwagens sind athletisch. Ihre metallenen Reifen rieben sich an den Landstraßensteinen silberig; auch die Steine werden was von der Reibung gehabt haben, aber unsere Augen sind grob, sie sehen die Reibspuren auf den Straßensteinen nicht.
Vor dem Möbelwagen stehen sechs Belgierpferde, sie stehn in zwei Reihen und haben gespaltene Kruppen. Eine Hirschlaus krabbelt durch das Brusthaar eines Braunschimmels. Vielleicht fürchtet sie sich so wie ich, wenn ich durch eine finstere Waldschlucht muß?
Von den Flanken der Pferde steigt Dunst auf. Der Dunst ist wie mit Nadeln versetzt, und die Nadeln sticheln in meiner Nase.

Ammoniak, sagt die Mutter. Was hilfts? Es stichelt.
Die gelösten Zugstränge liegen über den Rücken der Gäule; sie klirren leise, wenn die Tiere atmen, und sie klirren laut, wenn die Pferde sich schütteln. Die Köpfe der Pferde stecken bis zu den Augen in Futterbeuteln, und die Tiere prusten in den Häcksel, um an die Haferkörner zu kommen. Sogleich nässen die Kutscher das Futter, gießen je einen Schwapp Wasser in die Freßsäcke, und Häcksel und Hafer sind nicht mehr zu trennen. Die Steppe, die Pferdeweide von einst, ist auf einen Raum, der in einem Futtersack Platz hat, zusammengedrängt.
Das schreibst du heute, sagt mein Sohn, aber hast dus damals so gesehen?
Ich habe es damals so gesehen, aber ich sagte es nicht; ich fürchtete mich vor dem Ausgelächter.
Einmal bewirtete mich die Vatermutter, von uns die Amerikanische genannt, mit Milchsuppe, und ich löffelte die Suppe langsam, weil sie einen Beigeschmack hatte.“

Erwin Strittmatter (14 augustus 1912 – 31 januari 1994)
Spremberg

 

De Schotse dichter en schrijver Sir Walter Scott werd geboren in Edinburgh op 14 augustus 1771. Zie ook alle tags voor Sir Walter Scott op dit blog.

Uit: Ivanhoe

“And where sleeps Gurth the swineherd?” said the stranger. “Gurth,” replied the bondsman, “sleeps in the cell on your right, as the Jew on that to your left; you serve to keep the child of circumcision separate from the abomination of his tribe. You might have occupied a more honourable place had you accepted of Oswald’ s invitation.” “It is as well as it is,” said the Palmer; “the company, even of a Jew, can hardly spread contamination through an oaken partition.” So saying, he entered the cabin allotted to him, and taking the torch from the domestic’s hand, thanked him, and wished him good-night. Having shut the door of his cell, he placed the torch in a candlestick made of wood, and looked around his sleeping apartment, the furniture of which was of the most simple kind. It consisted of a rude wooden stool, and still ruder hutch or bed-frame, stuffed with clean straw, and accommodated with two or three sheepskins by way of bed-clothes. The Palmer, having extinguished his torch, threw himself, without taking off any part of his clothes, on this rude couch, and slept, or at least retained his recumbent posture, till the earliest sunbeams found their way through the little grated window, which served at once to admit both air and light to his uncomfortable cell. He then started up, and alter repeating his matins, and adjusting his dress, he left it, and entered that of Isaac the Jew, lifting the latch as gently as he could. The inmate was lying in troubled slumber upon a couch similar to that on which the Palmer himself had passed the night. Such parts of his dress as the Jew had laid aside on the preceding evening, were disposed carefully around his person, as if to prevent the hazard of their being carried off during his slumbers. There was a trouble on his brow amounting almost to agony. His hands and arms moved convulsively, as if struggling with the nightmare; and besides several ejaculations in Hebrew, the following were distinctly heard in the Norman-English, or mixed language of the country: “For the sake of the God of Abraham, spare an unhappy old man! I am poor, I am penniless — should your irons wrench my limbs asunder, I could not gratify you!” The Palmer awaited not the end of the Jew’s vision, but stirred him with his pilgrim’s staff. The touch probably associated, as is usual, with some of the apprehensions excited by his dream; for the old man started up, his grey hair standing almost erect upon his head, and huddling some part of his garments about him, while he held the detached pieces with the tenacious grasp of a falcon, he fixed upon the Palmer his keen black eyes, expressive of wild surprise and of bodily apprehension.”

Sir Walter Scott (14 augustus 1771 – 21 september 1832)
Roger Moore als Ivanhoe in de tv-serie (KRO, 1961-1964)

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2018 en ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.