Poem for the father (Alejandra Pizarnik)

Dolce far niente

 


Man on Bench door J. Coates, z. j.

 

Poem for the father

And it was then
that with a dead and cold tongue in his mouth
he sang the song they didn’t let him sing
in this world of obscene gardens and of shadows
that came at the wrong time to remind him
of songs from his boyhood
in which he couldn’t sing the song he wanted to sing
the song they didn’t let him sing
except through his absent mouth
through his absent voice.
Then from the highest tower of absence
his song echoes in the opacity of the hidden
in the silent extension
full of shifting hollows like the words I write.

 

Vertaald door Jose Valqui

 
Alejandra Pizarnik (29 april 1936 – 25 september 1972)
Avellaneda, de geboorteplaats van Alejandra Pizarnik

 

Zie voor de schrijvers van de 30e april ook mijn blog van 30 april 2018 en ook mijn blog van 30 april 2016 deel 1 en eveneens deel 2.

Konstantínos Petros Kaváfis, Rod McKuen, Bernhard Setzwein, Monika Rinck, Alejandra Pizarnik, Walter Kempowski, Bjarne Reuter, Kurt Pinthus, Humphrey Carpenter

De Griekse dichter Konstantínos Petros Kaváfis werd geboren te Alexandrië (Egypte) op 29 april 1863. Zie ook alle tags voor Konstantínos Petros Kaváfis op dit blog.

Heel zeldzaam

Hij is een oude man. Uitgeput en gebogen,
aangetast door de jaren en het wilde leven,
schrijdt hij langzaam stappend door de steeg.
Maar als hij zijn huis betreedt
om zijn ellende en zijn ouderdom daar te verbergen, bestudeert hij
het aandeel dat hij in de jeugd nog heeft.

Jonge mensen zeggen nu zijn eigen verzen.
Voor hun levendige ogen trekken zijn visioenen voorbij.
Hun sterke wellustige gedachten
en hun welgevormde strakke vlees
worden ontroerd door zijn getuigenis van schoonheid.

 

Stemmen

Aanbeden en geliefde stemmen
van hen die stierven en van hen
die voor ons verloren gingen alsof zij gestorven zijn.

Soms spreken zij in onze dromen;
soms hoort de geest hen in gedachten.

Met dit geluid keren zij weder:
geluiden uit de eerste poëzie des levens –
als verre muziek, wegstervend in de nacht.

 

Vertaald door M. Blijstra-van der Meulen

 

Sinds negen uur-

Half een. Snel is de tijd voorbij gegaan
sinds negen uur toen ik de lamp aanstak
en hier ging zitten. Ik zat zonder te lezen
en zonder te praten. Met wie zou ik ook praten
helemaal alleen in dit huis.

Sinds negen uur, toen ik de lamp aanstak,
is de schim van mijn jonge lichaam gekomen,
heeft mij gevonden, mij herinnerd aan
zeer welriekende gesloten kamers,
aan voorbijgegaan genot – wat een stoutmoedig genot! –
en heeft mij ook straten voor ogen gebracht
die nu onherkenbaar zijn geworden,
gelegenheden vol drukte die niet meer bestaan
en theaters en café’s die er eens waren.

De schim van mijn jonge lichaam is gekomen
en heeft me ook trieste overwegingen gebracht:
rouw in mijn familie, uiteengaan,
gevoelens van mijn verwanten, gevoelens
van de gestorvenen waarop zo weinig is gelet.

Half een. Hoe is de tijd voorbij gegaan.
Half een. Hoe zijn de jaren voorbij gegaan

 

Vertaald door Hans Warren en Mario Molegraaf’

 
K. P. Kaváfis (29 april 1863 – 29 april 1923)
Cover

 

De Amerikaanse dichter, zanger, singer-songwriter, componist en acteur Rodney Marvin McKuen werd geboren in Oakland, Californië op 29 april 1933. Zie ook alle tags voor Rod McKuen op dit blog.

Eighteen

I stood watching
as you crossed the street
for the last time.
Trying hard to memorize you.
Knowing it would be important
The way you walked,
the way you looked back over you shoulder at me.
      Years later
I would hear the singing of the wind
and the day’s singing would come back.
That time of going would return to me
every- sun-gray day.
April or August it would be the same
      for years to come.
        Man has not made the kind of bromide
that would let me sleep without your memory
or written erotically enough
to erase the excitement of just your hands.
        These long years later it is worse
for I remember what it was
as well as what it might have been

 

Thirty-six

I live alone.
It hasn’t always been that way.
It’s nice sometimes
to open up the heart a little
and let some hurt come in.
It proves you’re still alive.

I’m not sure what it means.
Why we cannot shake the old loves from our minds.
It must be that we build on memory
and make them more than what they were.
And is the manufacture
just a safe device for closing up the wall?

I do remember. The only fuzzy circumstance
is sometimes where-and-how.
Why, I know.

It happens just because we need
to want and to be wanted too,
when love is here or gone
to lie down in the darkness
and listen to the warm.

 
Rod McKuen (29 april 1933 – 29 januari 2015)
Cover 

 

De Duitse dichter en schrijver Bernhard Setzwein werd geboren op 29 april 1960 in München. Zie ook alle tags voor Bernhard Setzwein op dit blog.

Uit: Jean Paul von Adam bis Zucker (Adam)

„Wo wohnen Sie? Wie heißen Sie? Wer sind Sie? — Ihr Werk ist ein Juwel.” Man stelle sich vor: Nach einigem Zaudern und Zögern entschließt sich ein eigentlich gar nicht mehr so junger Mann — 29 ist er —, einer Berühmtheit seinen ersten Roman zu schicken, als mehrere hundert Seiten starkes handgeschriebenes Manuskript wohlgemerkt. Denn das Werk hat ja noch keinen Verleger. An einen solchen soll diese Berühmtheit es ja erst vermitteln. Aber man weiß doch: Vielbeschäftigt sind solche Exzellenzen, zumal wenn sie Professor der Königlichen Akademie in Berlin sind wie der Angeschriebene. Und außerdem selbst ein gefeierter Romanautor (deshalb hat man’s ihm ja geschickt, der Mann ist vom Fach). Und wie oft wird ihm das passieren, daß er unaufgefordert Manuskripte zugesandt bekommt, zur wohlwollenden Begutachtung. Eigentlich wäre es ein Wunder, wenn er überhaupt antwortet. Doch dann dieses! Mit noch weiter geöffneten Armen kann man jemanden gar nicht empfangen: „Wo wohnen Sie? Wie heißen Sie? Wer sind Sie? — Ihr Werk ist ein Juwel.” Karl Philipp Moritz, Verfasser des „Anton Reiser, war es, der solchermaßen reagierte. Er wußte in der Tat buchstäblich nichts über den Mann, der ihm dieses Manuskript, das wahrscheinlich noch ohne Titel war, zugeschickt hatte. Ließ sich vielleicht aus dem Romangeschehen etwas ableiten über die Person dessen, der das geschrieben hatte? Bekanntlich formen Autoren ja in ihren Erstlingswerken gerne einmal mehr oder weniger verschlüsselt das eigene Leben um. Sollte Moritz tatsächlich so gedacht haben, wäre er damit völlig in die Irre gegangen. Denn die Welt, die in diesem Buch beschrieben war, konnte kaum weiter entfernt sein von dem, was ihr Verfasser in seinem bis dato 29jährigen Leben gesehen und erlebt hatte. Der Roman spielt im Milieu von Fürstenhöfen, sein romantischer Held ist Gustav, der Sohn eines Rittmeisters, an dem ein außergewöhnliches Erziehungsexperiment vorgenommen wird: So als sei er Adam, der erste Mensch, soll Gustav von seiner Geburt an acht Jahre von der Außenwelt abgeschnitten in einer unterirdischen Höhle auf dem Falkenbergischen Rittersitz Auenthal aufwachsen und erzogen werden. Gewissermaßen in einem moralischen Treibhaus ohne Fremdeinflüsse — allerdings auch einem ohne Sonne. Eine eigenartige Erzählkonstruktion. Was muß das fier ein Mensch sein, der sich so etwas ausdenkt? Vielleicht gar selbst ein Rittmeisterssohn? Aber unter der Erde wird er doch wohl nicht aufgewachsen sein?”


Bernhard Setzwein (München, 29 april 1960)

 

De Duitse dichteres en essayiste Monika Rinck werd geboren op 29 april 1969 in Zweibrücken. Zie ook alle tags voor Monika Rinck op dit blog.

Kaninchen

Hört ihr das, so höhnen Honigprotokolle, mit raumfüllenden Stimmen,
ohne dass ich den Raum, den sie füllten, sähe. Ich bin im Hypnosezelt.
Ein leichter Luftzug, bebende, flackernde Bahnen, die gleich wieder
still von oben nach unten fallen wie undurchsichtige Farben, Orange,
durch die eine Stimme geht, die die Parzellen miteinander verbindet.
Sie sagt mir, was ich bin: ich bin entspannt. So liege ich allein im Schall
und lausche, bin ich viele Kaninchen, die aufgehört haben, zu flitzen.
Eingriff in die Dynamik der Seele geht so: Was assocciert ist, hemmen,
und das, was neuerlich dissociiert ist, re-associieren, Umkleidekabine.
Doch was streife ich klammheimlich ab, was lockert sich oder hakt?
Da die Bilder nicht heil wie die Stimme durch die Poren der Dinge
zu dringen vermögen, bin ich blinde Kaninchen, wir sind entspannt,
Indes geht der Hypnotiseur in durchbrochener Strumpfhose unsichtbar
und gedämpft auf dem dicken Teppich zwischen den Kabinen umher.
Schwarz befindete Schenkel, als kröche orchestriert etwas darüber,
wie ein stimmhaftes S, summend, gemustert. Ich denke: Kaninchen.
Ich bin entspannt, ich habe versagt. Kaninchen, immer: Kaninchen,

 

Augenfühlerfisch

Hört ihr das, so höhnen Honigprotokolle, es ist ja nicht gesagt,
dass das Klare stets hell sich mit Deutungswucht verdunkeln
ebensogut auch könnte aber dabei an Klarheit nicht einbüßt.
Wie es für Fische ist. Die den Unterschied sehen aber nicht
aussagen können. Bspw. für den Augenfühlerfisch der blind
für den eigenen Nuppsi ist. Aber wer ist das unter uns nicht?
Wobei beim Augenfühlerfisch der Nuppsi unblind für den Fisch.
Er nutzt das Außenauge um genau zu unterscheiden was klar
zwar aber dunkel und was dunkel zwar aber zudem unklar ist.
Mit seinem Augenarm dem angebauten Teleskop ist ihm das klar.
Schau ein als veralgter Stein getarner Augenfühlerfisch. In irrer
viel zu heller Beleuchtung. Mit diesem Auge sieht er nur Dunkles,
mit dem anderen Auge sich selbst, wenn er hell ist. Mit beiden
sieht er das Klare im Dunkeln aufflackern aber da er getarnt ist
sieht er sich nicht. Und noch was: Das Wasser dürfte nicht brennen.

 
Monika Rinck (Zweibrücken, 29 april 1969)

 

De Argentijnse dichteres en schrijfster Alejandra Pizarnik werd geboren op 29 april 1936 in Buenos Aires. Zie ook alle tags voorAlejandra Pizarnik op dit blog.

Sex, Night

Once again, someone falls in their first falling–fall of two bodies, of two eyes, of four green eyes or eight green eyes if we count those born in the mirror (at midnight, in the purest fear, in the loss), you haven’t been able to recognize the voice of your dull silence, to see the earthly messages scrawled in the middle of one mad state, when the body is a glass and from ourselves and from the other we drink some kind of impossible water.
Desire needlessly spills on me a cursed liqueur. For my thirsty thirst, what can the promise of eyes do? I speak of something not in this world. I speak of someone whose purpose is elsewhere.
And I was naked in memory of the white night. Drunk and I made love all night, just like a sick dog.
Sometimes we suffer too much reality in the space of a single night. We get undressed, we’re horrified. We’re aware the mirror sounds like a watch, the mirror from which your cry will pour out, your laceration.
Night opens itself only once. It’s enough. You see. You’ve seen. Fear of being two in the mirror, and suddenly we’re four. We cry, we moan, my fear, my joy more horrible than my fear, my visceral words, my words are keys that lock me into a mirror, with you, but ever alone. And I am well aware what night is made of. We’ve fallen so completely into jaws that didn’t expect this sacrifice, this condemnation of my eyes which have seen. I speak of a discovery: felt the I in sex, sex in the I. I speak of burying everyday fear to secure the fear of an instant. The purest loss. But who’ll say: you don’t cry anymore at night? Because madness is also a lie. Like night. Like death.

 

Vertaald door Patricio Ferrari en Forrest Gander


Alejandra Pizarnik (29 april 1936 – 25 september 1972)

 

De Duitse dichter en schrijver Walter Kempowski werd geboren in Rostock op 29 april 1929. Zie ook alle tags voorWalter Kempowski op dit blog.

Die Preßblume

Zwischen den Seiten des Folianten,
zwischen den Seiten des geschöpften Papiers
liegt sie entblättert,
die Blume.
Ein Fleck aus Orange
hat sich über die Schrift gelegt,
ein Seufzer aus Braun und Metall.

 

Stacheldraht

Ganz hübsch,
diese Falter von Draht!
Sie halten die Beine gespreizt.
Sie fliegen nicht fort.
Tropfen hängen und fallen.
Die Stäbe vibrieren im Wind.

 

Sommerabend

Es war Abend,
als Sommerschwall
zu dir drang.

Kein stummer Mond,
keine tönende Sonne.

Ein Hauch von Wärme.
Riefen Kinder nach dir

 
Walter Kempowski (29 april 1929 – 5 oktober 2007)
Cover (bundel literaire studies)

 

De Deense schrijver Bjarne Reuter werd geboren op 29 april 1950 in Brønshøj. Zie ook alle tags voor Bjarne Reuter op dit blog.

Uit: Das dunkle Lied des Todes (Vertaald door Gabriele Haefs)

„Er ist sogar gut angezogen, ohne geckenhaft zu wirken, und entspannt, ohne Arroganz zu zeigen. Am Telefon hatte er sich als Lars Emil Bromsen vorgestellt, Sport und Schlagzeug, und sie hatte geantwortet: Eva Bergman, Deutsch und Triangel. So hatten sie sich ausgedrückt. Kein Schnickschnack, keine Übertreibung. Ein vielversprechender Anfang einer guten Zusammenarbeit.
»Willkommen, du siehst aus, wie du dich anhörst. Am Telefon, meine ich. Wir können hier reingehen.« Eva öffnete die Tür zum leeren Lehrerzimmer und legte ihr Ringbuch ab.
»Kaffee?« »Danke nein. Ich halte nichts von Kaffee, oder genauer gesagt von Koffein.« Bromsen setzte sich aufs Sofa und schlug ein Bein über das andere. Eva lächelte und sagte, die Zeit auf der Klassenreise könnte möglicherweise sehr lang werden und sie werde dann einen Eimer Kaffee brauchen können. »Schön, dass wir zu zweit sind«, sagte sie. »Ich würde ja allein mit ihnen fertig, aber für die Jungen ist es gut, wenn auch ein Mann dabei ist. Ansonsten gelten sie als Musterklasse. Die beste aller Zeiten. Fachlich ungeheuer stark. Die Hälfte von ihnen wird sofort aufs Konservatorium überwechseln, wenn sie so weit sind. Setz dich. Kaffee? Nein, das hab ich ja schon gefragt. Hast du den Minibus?« »Das ist erledigt, und ich habe auch den entsprechenden Führerschein, wenn du daran gedacht haben solltest.« »Das ist doch hervorragend.« Eva wühlte in ihren Papieren und spürte, wie Hitze ihren Rücken hochjagte. Stress, dachte sie, einfach nur Stress. Sie suchte nach einem Erfrischungstuch und merkte, wie vor ihren Augen alles flimmerte. Hinlegen. Sie musste sich hinlegen. Nur für einen Moment. Zweimal tief durchatmen, spüren, wie ihr Puls sich beruhigte. Bromsen war sicher total in Ordnung, nur schade, dass er diese stechenden Augen hatte. Es war unmöglich, normal mit ihm zu reden, wenn er dermaßen glotzte.
»Ich weiß nicht, warum er mit uns reden will«, sagte Eva, »Kelberg meine ich.« Bromsen ließ sich zurücksinken. »Er hat mich gestern Abend angerufen.« »Da siehst du’s. Und was wollte er?« »Mich über die Gruppe und die nicht ganz gewöhnliche Situation informieren.« Eva schlug das Ringbuch mit den Klassenbildern auf. »Was für eine Situation?« Bromsen machte eine vage Handbewegung. »Ich habe gehört, dass du lange krankgeschrieben warst.«


Bjarne Reuter (Brønshøj, 29 april 1950)

 

De Duitse schrijver en bloemlezer Kurt Pinthus werd geboren op 29 april 1886 in Erfurt. Zie ook alle tags voor Kurt Pinthus op dit blog.

Uit: Zuvor (Vorrede zur Anthologie ‘Menschheitsdämmerung)

„Freilich wird die Musik dieser Dichting nicht ewig sein wie die Musik Gottes im Chaos. Aber was wäre die Musik Gottes, wenn ihr nicht die Musik des Menschen antwortete, die sich ewig nach dem Paradies des Kosmos sehnt… Von den vielen, vielen Dichtungen dieser Generation werden fast alle mit den verebbenden Stürmer ihrer Epoche untergegangen sein. Statt einiger großer leuchtender wärmender Gestirne wird Nachlebenden ihre Menge wie die von unzähligen kleinen Sternen erschimmernde Milchstraße erscheinen, die fahlklärenden Glanz in wogende Nacht gießt. Keiner dieser Dichter kokettiert mit der Unsterblichkeit, keiner wirft sich den Triumphmantel mit distanzierend heroischer Gebärde um, keiner will als Olympier in edler Haltung entschweben; und wenn diese Dichter in ausschweifender Weitschweifigkeit, in unmäßigem Fortissimo psalmodieren, stöhnen, klagen, schreien, fluchen, rufen, hymnen – so geschieht es niemals aus Hochmut, sondern aus Not und Demut. Denn nicht sklavisches Kriechen, untätiges Warten ist Demut; sondern es ist Demut, wenn einer hintritt und öffentlich aussagt, bekennt und fordert vor Gott und den Menschen, und seine Waffen sind nur sein Herz, sein Geist und seine Stimme. Als einer, der mitten unter ihnen stand, vielen durch Freundschaft und allen durch Liehe zu ihren Werken verbunden, trete ich vor und rufe: Lasst es genug sein, die Ihr Euch selbst nicht genügtet, denen der alte Mensch nicht mehr genügte; lasst es genug sein, weil Euch diese zerklüftete, ausbrechende, zerwühlende Dichtung nicht genügen darf! Lasst es nicht genug sein! Sondern helft, alle, voraneilend dem Menschheitswillen. einfacheres. klareres. reineres Sein zu schaffen. Denn jener Augenblick wird, muss kommen, da aus Beethovens Symphonie, die uns den Rhythmus unserer Jugend gab, im wildesten Chaos der tobenden Musik plötzlich die vox humana emporsteigt: Freunde, nicht diese Töne! Lasset uns andere anstimmen und freudenvollere!“


Kurt Pinthus (29 april 1886 – 11 juli 1975)
Portret van de componist Arnold Schönberg door Oskar Kokoschka, 1924

 

De Britse schrijver en biograaf  Humphrey Carpenter werd geboren op 29 april 1946 in Oxford. Zie ook alle tags voor Humphrey Carpenter op dit blog.

Uit: The Brideshead Generation

“Of course, I may be mistaken, and there is a faint risk that he may develop into a bore. But what do you think, my dear, he has a passion for campanology.’ `Really, Brian?’ responds the other. ‘And is that interesting?’ `Why, it is the art of ringing bells, my dear. He knows everything, simply everything there is to know about it. I’m trying to persuade him to write a causerie on the subject. It could be extremely suggestive. I think I shall send it with a covering letter to the Eton Chronic/e, explaining to the editor why I think it so very important.’ He pauses and blinks his long eyelashes. He usually tells new acquaintances: ‘I am said to be the image of Max Beerbohm when he was beautiful as well as brilliant,’ and he does indeed bear a close resemblance to the Rothenstein drawing of the young Max. His companion, whose vowels do not sound altogether English — a lengthened a here, an American twang there — asks why campanology should be so important. `It struck me’, answers the Beerbohm cherub, ‘that every house’ (he means every boarding house in Eton College) ‘should build its own belfry. Then it could be distinguished both musically and architecturally. But I’m afraid’, he adds with a sigh, ‘that in my case m’tutor is bound to choose Lutyens. I suppose it can’t be helped, though one hears that he has made some tolerable designs for New Delhi. You, of course, will want to erect a Florentine campanile.’ The cherub pouts thoughtfully for a moment. ‘Having originated the scheme, I shall insist on being Chairman of the Bell Committee. I shall choose m’tutor’s bells.’ His companion laughs. ‘At Cartier’s, I suppose? And of platinum inlaid with cabochon rubies?’ The cherub frowns. ‘Now, don’t be facetious, dear, it doesn’t happen to suit you. I am in earnest. Just think of the carillons, my dear! I shall commission Rimsky-Korsakov!’ `But he’s with the angels, Brian.’ `Will you stop interrupting? I can see that you’re getting into one of your mosquito moods. Of course Rimsky’s dead, we all know that. I meant … Granados.”

 
Humphrey Carpenter (29 april 1946 – 4 januari 2005)
Een exemplaar van de Eton Chronicle uit 2014

Doubting Thomas (Kathryn Maris)

Bij Beloken Pasen

 

 
Het ongeloof van Sint Thomas door Adriaen van der Werff, 1710

 

Doubting Thomas

Call me Infidel, or just call me Tom.
Call me handsome, call me cold, call me bitter, call me cad

call me No-Better-Than-Judas-Iscariot
call me bachelor, call me saint, call me numb.

I was abused, I was married, I took pills, I was left,
I was in love, I was a liar, I was a drunk, I was in debt,

I wrote a book, I had some fame, then I was dead,
‘til I was saved, I slept around, I was too young, I was bereft.

You are good, you are beautiful, you are kind, you forgive,
you are loving, you are smart, you’re adored and you are brave.

There’s no one else. It isn’t you. I’m circumspect. I’m full of doubt.
It wouldn’t work. We’re not alike. I don’t know what I want.

Call me weak, call me ingrate, call me ‘once bitten, twice shy.’
Call me anything, but please don’t say I make you want to die.

 

 
Kathryn Maris (New York, 1971)
Saint Agnes Church, Long Island, New York

 

Zie voor de schrijvers van de 28e april ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Wim Hazeu, Gerbrand Bakker, Roberto Bolaño, Gerhard Henschel, Harper Lee, Joop Waasdorp, Karl Kraus, Ğabdulla Tuqay

De Nederlands dichter, schrijver, journalist, radio- en televisieprogrammamaker, uitgever en biograaf Wim Hazeu werd geboren in Delft op 28 april 1940. Zie ook alle tags voor Wim Hazeu op dit blog.

Imkers dood

uw bijenvader is dood
hang het zwarte strikje
om de korf zo los
dat bij de minste wind
ook dit teken vertrekt

jullie kunnen vrijuit gaan
zonder het hinderlijk volgen
van de man die meer beloofde
dan hij ooit waar kon maken
aan bloesem en aan was

 

Willem de Mérode

je had het over de waanzin van het recht
maar gekker nog is mijn protest
tegen jouw beul en letterknecht
wat kan ik doen uit mijn gewest
voor jouw verdriet, jouw ondersneeuwen
je hoort me niet, je bent te ver
mijn laatste reis naar jou duurt eeuwen

 

Achterberg

als ik aan achterberg denk, z’n leven
en z’n poëzie, dan slaat een zwoele adem
om m’n nek; ik peins dan: laat ‘em
in z’n tweede levensfase zonder beven
voor vingerwijzen en snurkerig plezier
geef hem de kans van ongeziene liefdes,
hartstochten en kwatrijnen daar
en ik met m’n gestumper hier

 
Wim Hazeu (Delft, 28 april 1940)

 

De Nederlandse schrijver Gerbrand Bakker werd geboren in Wieringerwaard op 28 april 1962. Zie ook alle tags voor Gerbrand Bakker op dit blog.

Uit: Boven is het stil

“Ik heb vader naar boven gedaan. Nadat ik hem in een stoelhad gezet, heb ik het bed uit elkaar gehaald. Hij bleef in die stoel zitten als een kalf van een paar minuten oud, nog voorhet schoongelikt is; met een ongestuurd wankelend hoofd en ogen die zich nergens aan hechten. Ik heb de dekens, lakens en de molton van het matras gerukt, het matras zelf en de beddenplanken tegen de wand gezet, en het hoofd- en voeteneinde losgeschroefd van de zijkanten. Ik probeerde zoveel mogelijk door mijn mond te ademen. De kamer boven – mijn kamer – had ik al leeggeruimd.‘Wat doe je?’ vroeg hij.‘ Je gaat verhuizen,’ zei ik.‘Ik wil hier blijven.’‘Nee.’Hij mocht zijn bed houden. Eén helft van het bed is al meer dan tien jaar koud, maar de onbeslapen plek wordt nog steeds bekroond met een kussen. In de kamer boven schroefde ik het bed weer in elkaar, het voeteneinde naar het raam toe. Onder de poten plaatste ik klossen. Ik maakte het bed op met schone lakens en twee schone kussenslopen. Daarna droeg ik vader de trap op. Vanaf het moment dat ik hem uit de stoel haalde, keek hij me aan en hij bleef dat doen tot ik hem in bed legde, en onze gezichten elkaar bijna raakten.‘Ik kan zelf lopen,’ zei hij, toen pas.
‘Nee, dat kan je niet,’ zei ik. Hij zag dingen door het raam die hij niet verwachtte tezien. ‘Ik lig hoog,’ zei hij.‘ Ja. Zo kun je naar buiten kijken zonder alleen maar lucht te zien.’Ondanks de nieuwe ruimte en de verschoonde lakens en slopen rook het bedompt, rook hij bedompt en schimmelig. Ik zette een van de twee ramen op het haakje. Buiten was het kraakfris en stil, alleen aan de bovenste takken van de kromme es in de voortuin zaten nog een paar verfrommelde bladeren. Heel in de verte zag ik drie fietsers over de dijk gaan. Als ik een stap opzij had gedaan, had hij de drie fietsers ook kunnen zien. Ik bleef staan waar ik stond. ‘Haal de dokter,’ zei vader.‘Nee,’ antwoordde ik. Ik draaide me om en liep de slaapkamer uit. Vlak voor de deur dichtviel, riep hij: ‘Schapen!’ In zijn voormalige slaapkamer lag een rechthoek stof op de grond, iets kleiner dan de maten van het bed. Ik haalde de slaapkamer leeg. De twee stoelen, de nachtkastjes en de kaptafel van moeder zette ik in de woonkamer. In een hoek van de kamer wurmde ik twee vingers onder de vloerbedekking. ‘Niet vastplakken,’ hoorde ik moeder zeggen, een eeuwigheid geleden, terwijl vader net door de knieën wilde gaan,met een pot lijm in zijn linker- en een lijmkwast in zijn rechterhand, en wij al haast bedwelmd raakten van de scherpe dampen. ‘Niet vastplakken, want over tien jaar wil ik nieuwe vloerbedekking.’ De achterkant van het tapijt verkruimelde onder mijn vingers. Ik rolde het op en droeg het door het melklokaal naar buiten, waar ik, midden op het erf, opeens niet wist wat ik ermee aan moest. Ik liet het uit mijn handen vallen, op de plek waar ik stond. Een paar kauwen schrokken van de onverwacht luide klap en vlogen op uit de bomen die langs het erf staan.”


Gerbrand Bakker (Wieringerwaard, 28 april 1962)

 

De Chileense dichter en schrijver Roberto Bolaño werd geboren op 28 april 1953 in Santiago de Chile. Zie ook alle tags voor Roberto Bolaño op dit blog.

Uit: Antwerpen (vertaald door Aline Glastra Van Loon)

“De meeste huizen waren onbewoond in dit jaargetijde. De man stopte in een smalle straat met huizen van één verdieping en identieke tuinen. Terwijl zij in de badkamer verdween, zette hij koffie. De keuken had bruine vloertegels met arabesken en zag eruit als een gymnastieklokaal. Ze schoof de gordijnen open, in geen van de huizen aan de overkant scheen licht. Ze trok haar satijnen jurk uit en de man stak weer een sigaret voor haar aan. Voordat ze haar slipje omlaag deed, zette de vent haar op handen en voeten op het zachte, witte tapijt. Ze hoorde dat hij iets zocht in de kast. Een rode, ingebouwde kast. Ze zag hem ondersteboven, tussen haar benen door. De man glimlachte tegen haar. Nu loopt er iemand door een straat waar alleen auto’s geparkeerd staan voor de respectieve huizen. Boven de boulevard bungelt, alseen gehangene, de lichtreclame van het beste restaurant in de buurt, sinds lang gesloten. De voetstappen sterven weg in de aflopende straat, in de verte zie je de koplampen van een paar auto’s. Zij zei nee. Luister. Er is iemand buiten. De man liep naar het raam, daarna kwam hij naakt terug naar het bed. Ze had sproeten en soms hield ze zich sla-pend. Hij keek naar haar vanuit de deuropening met een soort onpersoonlijke vertedering. Iemand creëert stiltes voor ons. Hij drukte zijn gezicht zo lang te-gen het hare dat het pijn deed en penetreerde haar met één stoot.Misschien schreeuwde ze een beetje. Vanaf de straat was echter niets te horen. Ze vie-len in slaap zonder elkaar los te laten. Iemand gaat weg. We zien zijn rug, zijn vuile broek en zijn laarzen met de afgesleten hakken. Hij gaat een bar binnen en zoekt een plaatsje aan de toog als iemand die jeuk heeft over zijn hele lijf. Zijn bewegingen bren-gen een vaag gevoel van verontrusting teweeg bij de rest van de stamgasten. Is dit Barcelona? vraagt hij. ’s Avonds lijken alle tuinen hetzelfde, overdag maken ze een andere indruk, alsof de verlangens wor-den gekanaliseerd via de bloemenen de perken en de slingerplanten. ‘Ze verzorgen hun auto’s en hun tuinen…’ ‘Iemand heeft een speciale stilte voor ons gecreëerd…’ ‘Eerst bewoog hij hem van binnen naar buiten en daarna werd de beweging circulair…’ ‘Haar billen zaten vol krabben…’ ‘De maan gaat schuil ach-ter het enige grote gebouw in de buurt…’ ‘Is dit Bar-celona…?’


Roberto Bolaño (28 april 1953 – 15 juli 2003)
Cover

 

De Duitse schrijver en vertaler Gerhard Henschel werd geboren op 28 april 1962 in Hannover. Zie ook alle tags voor Gerhard Henschel op dit blog.

Uit: Jugendroman

„Die Sonne bollerte ins Zimmer, und als ich mich auf die andere Seite drehte, knarrte das Bettgestell. Ich rieb mir die Augen und gähnte ein Stück Tapete an, das ich nie zuvor gesehen hatte.
Ach du Schreck – jetzt war ich ja in Meppen! In unserem neuen Haus, das ich noch gar nicht kannte, weil ich den Umzug nicht miterlebt hatte und danach erst spätabends aus Jever abgeholt worden war.
Nichts wie raus aus der Kiste! Hastig frühstücken und sich dann alles ansehen, von oben bis unten.
Von meinem Zimmer konnte ich durchs Fenster auf den Balkon klettern. Volker wohnte links nebenan und verfügte über eine Balkontür, weil er drei Jahre älter war als ich und das bessere Zimmer gleich mit Beschlag belegt hatte. Seins war auch viel größer als meins.
»Untersteh dich, hier durchs Fenster zu steigen!« rief Mama, als sie mit dem Staubsauger nach oben kam. »Schluß damit!« Das war das Ende meiner Karriere als Fassadenkletterer und zugleich der Beginn meiner Laufbahn als ruhmloser Einwohner einer emsländischen Kleinstadt.
Den Auszug aus unserem Eigenheim auf dem Mallendarer Berg in Vallendar bei Koblenz hatte Mama uns damit schmackhaft zu machen versucht, daß wir es von Meppen aus nicht mehr so weit zu Oma und Opa Jever hätten. Das stimmte: Früher hatten wir regelmäßig sechs Stunden lang im vollgefurzten Pkw gehockt oder in überfüllten Zügen, und von hier aus würde die Fahrt bloß noch knapp zwei Stunden dauern.
Das Haus hatten Mama und Papa vom Bund gemietet. Georg-Wesener-Straße 47.
Im oberen Flur gab es außer dem Elternschlafzimmer und Renates, Volkers, Wiebkes und meinem Zimmer ein Bad mit Wanne und Waschbecken und ein Klo mit Waschbecken und Dusche. Zum Dachboden führte eine steile Holztreppe hoch, die man mit einem Hakenstiel nach unten klappen und dann ausfahren mußte, wenn man da raufwollte. Dabei mußte man aber aufpassen, daß einem die Leiter beim Herunterklappen nicht in die Fresse donnerte. Da oben hatten Mama und Papa nach dem Umzug allen Kraßel abgestellt, mit dem sie auch schon in unserem alten Haus nicht gewußt hatten wohin.
Verboten war es, vom Balkon in den Garten zu hopsen oder auf die von Papa übertapezierten Klingeln in den Kinderzimmern zu drücken: Wenn man das tat, bimmelte es unten in der Küche. Damit hatten einstige Hausbewohner ihr Personal alarmiert.
Im Erdgeschoß standen einem da und dort noch unausgepackte Umzugskartons im Weg. Hinter der Küche war eine kleine Vorratskammer versteckt.“


Gerhard Henschel (Hannover, 28 april 1962)

 

De Amerikaans schrijfster Nelle Harper Lee werd geboren in Monroeville op 28 april 1926. Zie ook alle tags voor Harper Lee op dit blog.

Uit:Go Set A Watchman

“She sternly repressed a tendency to boisterousness when she reflected that Sidney Lanier must have been somewhat like her long-departed cousin, Joshua Singleton St Clair, whose private literary preserves stretched from the Black Belt to Bayou La Batre. Jean Louise’s aunt often held up Cousin Joshua to her as a family example not lightly to be discountenanced: he was a splendid figure of a man, he was a poet, he was cut off in his prime, and Jean Louise would do well to remember that he was a credit to the family. His pictures did the family well – Cousin Joshua looked like a ratty Algernon Swinburne.
Jean Louise smiled to herself when she remembered her father telling her the rest of it. Cousin Joshua was cut off, all right, not by the hand of God but by Caesar’s hosts.
When at the University, Cousin Joshua studied too hard and thought too much; in fact, he read himself straight out of the nineteenth century. He affected an Inverness cape and wore jackboots he had a blacksmith make up from his own design. Cousin Joshua was frustrated by the authorities when he fired upon the president of the University, who in his opinion was little more than a sewage disposal expert. This was no doubt true, but an idle excuse for assault with a deadly weapon. After much passing around of money Cousin Joshua was moved across the tracks and placed in state accommodations for the irresponsible, where he remained for the rest of his days. They said he was reasonable in every respect until someone mentioned that president’s name, then his face would become distorted, he would assume a whooping crane attitude and hold it for eight hours or more, and nothing or nobody could make him lower his leg until he forgot about that man. On clear days Cousin Joshua read Greek, and he left a thin volume of verse printed privately by a firm in Tuscaloosa. The poetry was so ahead of its time no one has deciphered it yet, but Jean Louise’s aunt keeps it displayed casually and prominently on a table in the living-room.”

 
Harper Lee (Monroeville, 28 april 1926) 

 

De Nederlandse schrijver en journalist Joop Waasdorp (pseudoniem: Frans Hals) werd geboren in Amsterdam op 28 april 1917. Zie ook alle tags voor Joop Waasdorp op dit blog.

Uit: Fritzi

“Fritzi ten Harmsen van der Beek, een hartelijke, geinige vrouw, heeft een interessant-knap gezicht, een zekere chique en is verder om de bliksem geen doetje. Ik heb haar eens een proleet van een vent woedend en afdoende horen afbekken. Bravo! Haar gedichten, maar ook haar verhaaltjes, bijvoorbeeld dat dingetje over Koekje met zijn tas met cadeautjes (uit Neerbraak) – wie die niet prachtig vindt moet zijn of haar bovenkamer laten nakijken.
Ik ken Fritzi sinds de winter van 1968 toen zij op een late namiddag een nogal bekend bierhuis kwam binnenzoeven. Aanstonds bleek dat zij manieren heeft. Zo noemde ze mij bij die eerste ontmoeting ‘meneer’ en zei netjes U in plaats van direct te gaan jijjen en jouwen. Ook liet zij (wat later) in het bierhuis achter een mapje kiekjes zien van Chicago (Crime City), waarop een nieuwjaarswens, kort nadat we in gezelschap van haar escort (een geschikte jonge snuiter) capucijners gegeten hadden. Fritzi wil op een beschaafde wijze leven. Wat zij daaronder verstaat blijkt uit haar bizarre mondeling gedane verhalen. In een daarvan vertoefde zij dagenlang in een lauw-warm kuipbad in de badinrichting aan de Amsterdamse Heiligeweg, terwijl op gezette tijden heerlijke tartaartjes naar binnen werden geschoven door een besteller van de fijnste banketbakker van heel Amsterdam, namelijk de firma Pott uit de Van Baerlestraat (inmiddels verdwenen).
En knaagt iets (Wat knaagt? is immers de titel van een van haar dichtbundels) en dat knagen zal wel een gemeen scherp kantje hebben. Desondanks staat die snuit van Fritzi vrijwel steeds naar lachen, wat ik bijzonder in haar waardeer.
Zij had mij uitgenodigd voor een feestje op haar behuizing Jachtlust. Als de bulldozers het niet hebben vermalen staat het er nog maar jammer genoeg zonder Fritzi. Jachtlust lag er, al was het winter, tamelijk riant bij: een groot vóórgazon, enkele forse bomen, oprijpaden. Er was veel goede drank, waarvan ik weinig gebruikte omdat teveel drank mij ziek maakt. Veel volk was er ook, het merendeel van jeugdige leeftijd, van wie ik (behalve Fritzi’s zoon Gill, aardige jongen) niemand kende. Maar op een feestje is dat eigenlijk ook nergens voor nodig. Dus liet ik mij neer in een oude settee, waar ik aangenaam warm en droog zat en die urenlang mijn basis is gebleven. Intussen werd er steeds opgebeld, wat kennelijk van Fritzi niet moest. Uiteindelijk besloot zij deze ‘waardeloze typen’ niet meer te woord te staan. Verder deelde ze de gasten mede dat iedereen die iets van haar wou ‘meteen moest opdonderen’. Fritzi kan zoiets doen en dan toch charmant blijven.
Later, in de vestibule, stond zij met een enkelloops jachtgeweer in de handen. Ik vond dat ding naderhand in een paraplubak en ik heb toen gekeken of het soms geladen was maar dat was niet zo.”


Joop Waasdorp (28 april 1917 – 3 september 1988)
Fritzi ten Harmsen van der Beek

 

De Joods-Oostenrijkse dichter, schrijver en journalist Karl Kraus werd geboren in Jičin, Bohemen, Oostenrijk-Hongarije (thans Tsjechië) op 28 april 1874. Zie ook alle tags voor Karl Kraus op dit blog.

Der sterbende Mensch

Der Mensch
Nun ists genug. Es hat mich nicht gefreut,
Und Neues wird es auch wohl nicht mehr geben.

Das Gewissen
In einer Stunde endet sich dein Leben,
Und du hast nichts gesühnt und nichts bereut.

Der Mensch
Bereuen kann man nur, was man getan.
Ich habe nichts erfüllt und nichts versprochen.

Die Erinnerung
Ich war dein Zeitvertreib. So wurden Wochen
Aus Jahren. Denkst du noch? Sieh mich nur an!

Der Mensch
Ich sah stets hinter mich, und du warst da.
Warst du nicht da, so schloß ich gern die Augen.

Die Welt
Ich schien dir nicht in deine Welt zu taugen.
Du sahst nur alles Ferne immer nah.

Der Mensch
Und alles Nahe fern. Bleib mir vom Geist!
Stell dich nicht vor, ich stell’ dich besser vor.

Der Geist
Wenn sie dich plagt, was leihst du ihr dein Ohr?
Von mir hast du, von ihr nicht, was du weißt!

Der Mensch
Was weiß ich, was ich weiß! Ich weiß es nicht.
Ich glaube, zweifle, hoffe, fürchte, schwebe.

Der Zweifel
Du fällst nicht, Freund, wenn ich dich höher hebe.
Verlaß dich auf mein ehrliches Gesicht.

Der Mensch
Ich kenne dich. Du hast durch manche Nacht
Mir eingeheizt und manches Wort gespalten.

Der Glaube
Ich aber, glaub mir, hab’ es dir gehalten,
Mit meinem Atem dir die Glut entfacht.

Der Mensch
Zu viel, ich hab’ die Seele mir verbrannt.
Oft wars wie Hölle, oft wars wie der Blitz –

Der Witz
Da bin ich schon. Im Ernst, ich bin der Witz.
Ich bins im Ernst, und doch als Spaß verkannt.

Der Mensch
Wer wäre, was er ist, wo Trug und Wesen
Die Welt vertauscht in jämmerlicher Wahl!

Der Hund
Ich bin ein Hund und kann nicht Zeitung lesen.

Der Bürger
Ich bin der Herr und wähle liberal.

Die Hure
Ich, weil ich Weib bin, von der Welt verachtet.

Der Bürger
Weil ich kein Mann bin, von der Welt geehrt.

Der Mensch
Nach ihrer Ehre hab’ ich nicht geschmachtet.
Und ihre Liebe hat mich nicht verzehrt.

Gott
Im Dunkel gehend, wußtest du ums Licht.
Nun bist du da und siehst mir ins Gesicht.
Sahst hinter dich und suchtest meinen Garten.
Du bliebst am Ursprung. Ursprung ist das Ziel.
Du, unverloren an das Lebensspiel,
Nun mußt, mein Mensch, du länger nicht mehr warten.


Karl Kraus (28 april 1874 – 12 juni 1936

 

De Tataarse dichter Ğabdulla Tuqay werd geboren op 28 april 1886 in Qoşlawıç in Kazan, Rusland (tegenwoordig Tatarstan). Zie ook alle tags voor Ğabdulla Tuqay op dit blog.

Uit:The book

In those moments when my spirit is low,
I hate myself, I feel nothing but sorrow.
With pangs of remorse I look for a place,
Where I could peace and comfort embrace.
I’m in a total void, miserable and sad,
Dark thoughts race spinning through my head.
My eyes have barely dried of tears,
A still darker image before me appears.
In moments like these I turn to the Scripture
What I find on its pages my mind can picture.
And suddenly joy fills my poor exhausted soul,
Chasing away dark thoughts and making troubles go.
Every page I read, every line and every verse,
Turn to shining stars, showing me the course.
O, how meaningless become all these earthly concerns,
My eyes are opened and the light returns.
Now I’m forgiven, I am redeemed and safe,
That’s what the Holy Book means for Allah’s slave.
It brings back confidence, self esteem and trust,
With hope I view the future, leaving behind the past.


Ğabdulla Tuqay (28 april 1886 – 15 april 1913)
Standbeeld in Naberezjnye Tsjelny

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 28e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Charles Cotton, Nezahualcóyotl, Auguste Barbier, Bruno Apitz, Kathryn Maris, Zia Haider Rahman, Meister Eckhart

De Engelse dichter en vertaler Charles Cotton werd geboren op 28 april 1630 in Beresford in Staffordshire. Zie ook alle tags voor Charles Cotton op dit blog.

The Morning Quatrains (Fragment)

Now doors and windows are unbarr’d,
Each-where are cheerful voices heard,
And round about ‘Good-morrows’ fly,
As if Day taught Humanity.
The chimnies now to smoke begin,
And the old wife sits down to spin,
Whilst Kate, taking her pail, does trip
Mull’s swoll’n and straddl’ing paps to strip.
Vulcan now makes his anvil ring,
Dick whistles loud, and Maud doth sing,
And Silvio with his bugle horn
Winds an Imprime unto the Morn.
Now through the morning doors behold
Phoebus array’d in burning gold,
Lashing his fiery steeds, displays
His warm and all-enlight’ning rays.
Now each one to his work prepares,
All that have hands are labourers,
And manufactures of each trade
By op’ning shops are open laid.
Hob yokes his oxen to the team,
The angler goes unto the stream,
The woodman to the purlews hies,
And lab’ring bees to load their thighs.
Fair Amarillis drives her flocks,
All night safe-folded from the fox,
To flow’ry downs, where Colin stays,
To court her with his roundelays.

 
Charles Cotton (28 april 1630 – 16 februari 1687)
Charles Cotton’s vissershuisje (gebouwd in 1674) aan de oevers van de rivier de Dove. Cotton woonde in het nabijgelegen Beresford Hall

 

De Meso-Amerikaanse dichter en filosoof Nezahualcóyotl werd geboren in Texcoco op 28 april 1402. Zie ook alle tags voor Nezahualcóyotl op dit blog.

He Makes The Eagles And Ocelots Dance With Him! (Fragment)

Thus the dead one was directed,
when he died:

‘Awaken, already the sky is rosy,
already dawn has come,
already sing the flame-coloured guans,
the fire-coloured swallows,
already the butterflies fly.’

Thus the old ones said
that who has died has become a god,
they said: ‘He has been made a god there,
meaning ‘He has died.’

Even jade is shattered,
Even gold is crushed,
Even quetzal plume are torn . . .
One does not live forever on this earth:
We endure only for an instant!

Will flowers be carried to the Kingdom of Death:
Is it true that we are going, we are going?
Where are we going, ay, where are we going?
Will we be dead there or will we live yet?
Does one exist again?

 
Nezahualcóyotl (28 april 1402 – 4 juni 1472)
Standbeeld in Ciudad Nezahualcóyotl (Neza)

 

De Franse dichter Auguste Barbier werd geboren op 28 april 1805 in Parijs.Zie ook alle tags voor Auguste Barbier op dit blog.

Matrimonium – Satire (Fragment)

Cher lecteur! Suis mes pas, entrons dans un ménage
Où, sous la cheminée, on bâcle un mariage;
Prenons place au foyer et voyons un instant
Ce qu’ on pense tout haut sur ce point important.
La maison est bourgeoise ou noble, peu importe:
Aujourd’ hui qu’ on n’ a plus d’ écussons à sa porte,
Que la fortune a mis son niveau sur les rangs,
Le langage et les moeurs ne sont point différents.
-Mon ami, dit la femme au père de famille,
Il est temps de songer à pourvoir notre fille.
Le Père.
Eh bien, soit. Tu connais Acaste, il a du bien,
Trois frères sans enfants, un nom qui vaut le mien;
Il ne prendra que peu… c’ est vraiment notre affaire.
La Mère.
Mais il est, cher ami, presque sexagénaire.
Le Père.
Tant mieux, c’ est un motif pour qu’ il ne soit pas fou
Et ne croque son bien jusques au dernier sou.
La Mère.
Monsieur Georges, ami, me plairait davantage;
Il a trente ans au plus, barbe noire au visage;
C’ est un joli valseur et des plus complaisants
À promener au bal les ennuis des mamans.
Il pourrait devenir receveur ou notaire.

 
Auguste Barbier (28 april 1805 – 14 februari 1882)
Cover

 

De Duitse schrijver Bruno Apitz werd geboren in Leipzig op 29 april 1900. Zie ook alle tags voor Bruno Apitz op dit blog.

Uit: Bruno Apitz. Eine politische Biographie (door Lars Förster)

„Bruno Apitz erblickte um die Jahrhundertwende das Licht der Welt: am 28. April 1900. Sein nachfolgender Lebensweg, insbesondere seine Kindheit und Jugend. ist untrennbar mit Leipzig verbunden. Die Stadt war damals eine der größten mitteldeutschen Industriestädte und das Zentrum der sich institutionalisierenden Arbeiterbewegung. Hier bildete sich ein dichtes Netz an Organisationen und Arbeitervereinen. dessen Mittelpunkt die SPD war. Die Leipziger SPD genoss zu dieser Zeit den Ruf außerordentlicher Radikalität sowie marxistischer Revolutionsgläubigkeit und entwickelte sich zur Hochburg linker Strömungen innerhalb der deutschen Sozialdemokratie. Hier gab später Franz Mehring die damals auch weit über Sachsens Grenzen hinaus bekannte sozialdemokratische »Leipziger Volkszeitung« heraus, das wichtigste Sprachrohr des linken SPD-Flügels. Apitz wuchs anfangs im Osten Leipzigs auf, im Arbeitervorort Volkmarsdorf. heute wie damals ein Problemviertel. Sein Geburtshaus befand sich in der Elisabethstraße 15, direkt gegenüber der Lukaskirche. dem Zentrum dieses Vororts. Bruno war der ungewollte Nachzügler einer Arbeiterfamilie. Seine Mutter. Marie Friederike Apitz. geborene Anhalt, hatte bereits elf Kinder geboren, von denen nur fünf am Leben geblieben waren. Die anderen hatten nicht einmal ihre Windelzeit überlebt. »Kindersegen. bedeutete in vielen Arbeiterfamilien vor allem »Kinderlast.. Jedes Neugeborene war ein Esser mehr am Tisch, was die Nöte und die ohnehin schon starke Arbeitsbelastung der Mütter vergrößerte. Bruno Apitz wuchs somit gemeinsam mit fünf Geschwistern in nach heutigen Maßstäben zerrütteten Familienverhältnissen auf. Seine Mutter. Jahrgang 1863, stammte aus ländlich-proletarischen Verhältnissen, sie hielt sich mühsam mit Wäschewaschen über Wasser. Ungewöhnlich für diese Zeit ist wohl. dass Apitz’ Mutter allen politischen Fragen mit großer Aufgeschlossenheit begegnete. Sie war Freidenkerin und hatte schon in jungen Jahren Zusammenstöße mit der Kirche erfahren. die einmal sogar zu einem Prozess wegen Gotteslästerung geführt hatten. Damals war sie bereits Mitglied der SPD und besuchte abends innerhalb der Leipziger Arbeiterbildungsvereine die Frauenzirkel von Clara Zetkin und Käte Dunelter, um sich ein gewisses Maß an Bildung anzueignen. Apitz’ Mutter kann wohl als Urbild einer selbstbewussten. sächsischen Proletarierin am Anfang des 20. Jahrhunderts gelten, die man heute als emanzipiert bezeichnen würde. Der Vater. Friedrich Hermann Apitz – von der Familie nur der »Alte« genannt – war als Wachstuchdrucker zwar sehr arbeitsam, pflegte jedoch auch eine Kehrseite als grober Kerl und Alkoholiker. Einen Großteil seines Verdienstes vertrank er. Die Mutter und die sechs überlebenden Geschwister hatten unsäglich unter ihm zu leiden. »Nicht. daß er die Mutter geprügelt hätte.. erinnerte sich Apilz später…“aber er gröhllte und randalierte. daß die Nachbarn zusammenliefen.«


Bruno Apitz (28 april 1900 – 7 april 1979)
Cover

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Amerikaanse dichteres Kathryn Maris werd geboren in New York in 1971. Zij woont sinds 1999 in Londen. Zij behaalde een BA in Engelse literatuur aan de Columbia University en een MA in creatief schrijven Boston University. Maris publiceerde o.a. de bundel “God Loves You” (2013) en “The Book of Jobs” (2006). Ze heeft een Pushcart Prize gewonnen, een Academy of American Poets Award en beurzen van Yaddo, het Fine Arts Work Centre in Provincetown en van Hawthornden Castle. Haar gedichten zijn verschenen in Poetry Review, Plowshares, Poetry London, Slate, Poetry, The Spectator en The Financial Times, evenals in vele bloemlezingen, waaronder Best British Poetry 2012, Dark Matter: Poems of Space en de Oxford Poets Anthology. Ze geeft online en face-to-face lessen voor de Poetry School.

School Run

I board the same bus I boarded this morning
and see the same driver from the earlier journey.
Our eyes meet; he remembers me too.
When I exit, I feel abandoned by the driver

I know from many early-morning journeys
to my daughter’s school in northwest London.
Why do I feel the driver has abandoned me?
Has an imagined intimacy developed?

At my daughter’s school in northwest London
were the usual mums and dads I greet
with an imagined sense of intimacy
that has nothing to do with friendship.

Among the many mums and dads I greeted
with politeness, or something like fondness
having nothing at all to do with friendship,
were business people and psychoanalysts.

Out of politeness or something like fondness,
I do not ask the driver why he left me.
He’s not in the business of psychoanalysis;
it’s not his job to say I miss my daughter,

that it was a loss when my daughter left
my body, when I met her eyes after the birth.
It’s not his place to say I’m losing my daughter.
I exit the same bus I boarded this morning.

 
Kathryn Maris (New York, 1971)

 

De Britse schrijver Zia Haider Rahman werd in 1969 geboren op het platteland van Bangladesh in de regio Sylhet. Zie ook alle tags voor Zia Haider Rahman op dit blog.

Uit: In the Light of What We Know

“The greatest difference between us, however, the significance of which I did not begin to ascertain until two years after our first meeting, lay in our social classes. As I mentioned, my father was an academic at Oxford, and my mother, after seeing off her only child to university, had returned to practising as a psychotherapist, throwing herself into the retraining necessary to make up ground lost while raising me. My maternal grandfather had been Pakistan’s ambassador to the United States and had moved in that country’s elite internationalist circles; his closest friend had been Muhammad Asad, Pakistani ambassador to the UN shortly after 1947, a man who had begun life as Leopold Weiss, an Austro-Hungarian Jew born in what is now Ukraine. On the paternal side, my grandfather was an industrialist whose fortune, based on landholdings and tenancies, he augmented with the profits of shipping enterprises.
More than once during term time, Zafar came with me to lunch at my parents’ home, a large double-fronted, three-storey Victorian house like many in that part of Oxford, though somewhat more capacious than the homes of most academics. To this day, whenever I return there, I feel an ease and lightness suffuse my being as I tread across the sweeping arc of the driveway, the gravel crunching underfoot, up to the stained glass of the wide front door.
On his first visit, Zafar stood at the threshold, wiping his feet over and over, his eyes darting about the large hall, his mouth slightly open. Evidently, he was, as people often are, astonished by the books, which were everywhere: shelves hanging wherever a wall would allow, books overflowing onto the floors, even leaning accordion-like on the staircase along the wall. In the family room, old issues of science magazines and journals, my father’s subscriptions, sat in box files on shelves that scored the walls like lines on a writing pad. More recent issues lay about in small piles on a sideboard and on the floor. Zafar surveyed all this but his eyes settled on the far wall that was covered with my father’s collection of old maps, mounted and framed, of the Indian subcontinent under the British Raj, an area that today stretches from Pakistan across India to Bangladesh.”

 
Zia Haider Rahman (Sylhet, 1969)

 

De Duitse theoloog, filosoof, mysticus, schrijver en dichter Johannes Eckhart werd omstreeks 1260 in Hochheim geboren. Zie ook alle tags voor meister Eckhart op dit blog.

Götterdämmerung (Fragment)

Von kühnen Wunderbildern
Ein großer Trümmerhauf,
In reizendem Verwildern
Ein blühnder Garten drauf;

Versunknes Reich zu Füßen,
Vom Himmel fern und nah,
Aus anderm Reich ein Grüßen –
Das ist Italia!

Wenn Frühlingslüfte wehen
Hold übern grünen Plan,
Ein leises Auferstehen
Hebt in den Tälern an.

Da will sichs unten rühren
Im stillen Göttergrab,
Der Mensch kanns schauernd spüren
Tief in die Brust hinab.

Verwirrend in den Bäumen
Gehn Stimmen hin und her,
Ein sehnsuchtsvolles Träumen
Weht übers blaue Meer.

Und unterm duftgen Schleier,
Sooft der Lenz erwacht,
Webt in geheimer Feier
Die alte Zaubermacht.


Meister Eckhart (Rond 1260 – 1328)

De Koning (Jaap Fischer), The Old Men (Walter John de la Mare)

Bij Koningsdag

 

 
Koninginnedag door Jan Cremer, 1974

 

De Koning

Als een schoft om een praatje verlegen zit
Vindt hij altijd wel op straat
Een schoft die om een praatje verlegen zit
Met wie hij dan praat
Maar koning, met wie praat jij in zo’n geval
Je zoekt je dood, je blijft alleen, ik zie het al
Want een koning heeft alleen maar minderen
En z’n kinderen en z’n vrouw

Zelfs als een hond wil gaan wandelen in de stad
Vindt hij altijd wel een ander na een blok of wat
D’r wordt gesnuffeld en okee bevonden
En gaan ze samen verder, twee honden
Maar koning, met wie ga jij in zo’n geval
Je zoekt je dood, je vindt geen mens, ik zie het al
Want een koning vindt alleen maar minderen
En z’n kinderen en z’n vrouw

Zie, de koning zet z’n kroon af
Gaat de stad in naar het goedkoopste café of het duurste hotel
Zie, de koning bestelt een koffie of whisky
Kruipt in een kring, kijkt of zich heen
Dan merkt ie het wel
Dat alle mensen vinden dat ie stoort
Alsof een koning ergens anders hoort
Alsof hij echt slechts hoort bij minderen
En bij z’n kinderen en z’n vrouw

 

 
Jaap Fischer (Utrecht, 18 april 1938)

 

 

Dolce far niente

 
Two Old Men door Lisbeth Firmin, 2015

 

The Old Men

Old and alone, sit we,
Caged, riddle-rid men;
Lost to earth’s ‘Listen!’ and ‘See!’
Thought’s ‘Wherefore?’ and ‘When?’

Only far memories stray
Of a past once lovely, but now
Wasted and faded away,
Like green leaves from the bough.

Vast broods the silence of night,
The ruinous moon
Lifts on our faces her light,
Whence all dreaming is gone.

We speak not; trembles each head;
In their sockets our eyes are still;
Desire as cold as the dead;
Without wonder or will.

And One, with a lanthorn, draws near,
At clash with the moon in our eyes:
‘Where art thou?’ he asks: ‘I am here,’
One by one we arise.

And none lifts a hand to withhold
A friend from the touch of that foe:
Heart cries unto heart, ‘Thou art old!’
Yet reluctant, we go.

 
Walter John de la Mare (25 april 1873 – 22 juni 1956)
Charlton, London, de geboorteplaats van Walter John de la Mare rond 1900

 

Zie voor de schrijvers van de 27e april verder ook mijn blog van 27 april 2018 en ook mijn blog van 27 april 2016 en mijn blog van 27 april 2013 deel 1 en eveneens deel 2.

Bernard Malamud, Vincente Alexandre, Carl-Christian Elze, Leo Stilma, Hannelies Taschau, Theun de Vries, Hertha Kräftner, Johann Uhland, Margreet van Hoorn

De Amerikaanse schrijver Bernard Malamud werd op 26 april 1914 in Brooklyn, New York, geboren. Zie ook alle tags voor Bernard Malamud op dit blog.

Uit:The Mourners

“Kessler, formerly an egg candler, lived alone on social security. Though past sixty-five, he might have found well-paying work with more than one butter and egg whole-saler, for he sorted and graded with speed and accuracy, but he was a quarrelsome type and considered a troublemaker, so the wholesalers did without him. Therefore, after a time he re-tired, living with few wants on his old-age pension. Kessler in-habited a small cheap flat on the top floor of a decrepit tenement on the East Side. Perhaps because he lived above so many stairs, no one bothered to visit him. He was much alone, as he had been most of his life. At one time he’d had a family, but unable to stand his wife or children, always in his way, he had after some years walked out on them. He never saw them thereafter because he never sought them, and they did not seek him. Thirty years had passed. He had no idea where they were, nor did he think much about it.In the tenement, although he had lived there ten years, he was more or less unknown. The tenants on both sides of his flat on the fifth floor, an Italian family of three middle-aged sons and their wizened mother, and a sullen, childless German couple named Hoffman, never said hello to him, nor did he greet any of them on the way up or down the narrow wooden stairs. Others of the house recognized Kessler when they passed him in the street, but they thought he lived elsewhere on the block. Ignace, the small, bent-back janitor, knew him best, for they had several times played two-handed pinochle; but Ignace, usually the loser because he lacked skill at cards, had stopped going up after a time. He complained to his wife that he couldn’t stand the stink there, that the filthy flat with its junky furniture made him sick. The janitor had spread the word about Kessler to the others on the floor, and they shunned him as a dirty old man. Kessler understood this but had contempt for them all.One day Ignace and Kessler began a quarrel over the way the egg candler piled oily bags overflowing with garbage into the dumbwaiter, instead of using a pail. One word shot off another, and they were soon calling each other savage names, when Kessler slammed the door in the janitor’s face. Ignace ran down five flights of stairs and loudly cursed out the old man to his impassive wife. It happened that Gruber, the land-lord, a fat man with a consistently worried face, who wore yards of baggy clothes, was in the building, making a check of plumbing repairs, and to him the enraged Ignace related the trouble he was having with Kessler. He described, holding his nose, the smell in Kessler’s flat, and called him the dirtiest person he ever saw. Gruber knew his janitor was exaggerating, but he felt burdened by financial worries which shot his blood pressure up to astonishing heights, so he settled it quickly by saying, “Give him notice.” None of the tenants in the house had held a written lease since the war, and Gruber felt confi-dent, in case somebody asked questions, that he could easily justify his dismissal of Kessler as an undesirable tenant. It had occurred to him that Ignace could then slap a cheap coat of paint on the walls, and the flat would be let to someone for five dollars more than the old man was paying.”

 
Bernard Malamud (26 april 1914 – 18 maart 1986)
Cover luisterboek

 

De Spaanse dichter Vincente Aleixandre (eig. Vicente Pío Marcelino Cirilo Aleixandre y Merlo) werd geboren op 26 april 1898 in Sevilla. Zie ook alle tags voor Vincente Aleixandre op dit blog.

Letzte Gedanken

Er ward geboren und ohne Erfahrung. Gab Antwort und sprach
    nicht.
Die erstaunten Seelen schauen dich an,
wenn du nicht vorübergehst. Nie hält der Wind sein Wort.
Langsam und allein fallen deine Gedanken.
Fallen wie die abgestorbenen Blätter
und fallen erneut, wenn der Wind sie verstreut.
Die nüchterne Erde indes erwartet sie,
sich öffnend. Still das Herz, stumm die Augen,
dein träger Gedanke löst sich auf
in der Luft. Sanft bewegt. Ein Laut von letzten
Zweigen, ein mißlungener Traum von lebendiger Raute
breitet sich aus… Es fallen die Blätter.

 

Für wen schreibe ich

I
Für wen schreibe ich? so fragte mich der Chronist, der Journalist oder ganz schlicht der Neugierige.

Ich schreibe nicht für den Herrn im vornehmen Jackett, nicht für seinen verärgerten Schnurrbart, nicht einmal für seinen erhobenen tadelnden Zeigefinger in den traurigen Wellen der Musik.

Auch nicht für die Reisekutsche noch für ihre verborgene Dame (hinter Scheiben, wie ein eisiger Strahl der Glanz des Lorgnons).

Ich schreibe für die vielleicht, die mich nicht lesen. Für jene Frau, die durch die Straße läuft, als wollte sie die Tore dem Frührot aufschlagen.

Oder jenen Alten, der auf der Bank des winzigen Platzes einnickt, während ihn die Abendsonne liebevoll berührt, ihn umfängt und sanft in ihrem Licht auflöst.

Für alle, die mich nicht lesen, die sich nicht um mich kümmern, sich aber vor mir in acht nehmen (obwohl sie mich nicht kennen).

Dieses Mädchen, das im Vorübereilen mich anschaut. Gefährtin meines Wagnisses, in dieser Welt zu leben.

Und diese Alte, die, vor ihrer Tür sitzend, Leben erfahren hat, fruchtbar von Vieler Leben, von müden Händen.

Ich schreibe für den zärtlich Verliebten; für ihn, der mit seiner Qual in den Augen vorüberging; für den, der ihn nicht anhörte; für den, der im Vorüber, nicht hinsah; für ihn, der schließlich umfiel, da er fragte und den man nicht hörte.

Für alle schreibe ich. Für die vor allem, die mich nicht lesen. Einen um den andern und die Menge. Und für die Brüste und für die Münder und für die Ohren, wo, ohne mich zu hören, mein Wort ist

 

Vertaald door Erich Arendt en Katja Hayek Arendt


Vicente Aleixandre (26 april 1898 – 14 december 1984)

 

De Duitse dichter en schrijver Carl-Christian Elze werd geboren op 26 april 1974 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Carl-Christian Elze op dit blog.

spaziergang I

zuerst die straße bis zum ende, die legende:
er sah sich rohrverlegung an, von innen
gesehen hat jedes rohrstück diesen dünnen
gummiüberzug, der grünt, für gute strömung.
es tut so gut, den grünen strömungsgummi
zu berühren; das fühlt sich reicher an an allen
fingerspitzen: glatt & frisch, weich wie fisch
wie junge haut. es kann nicht besser werden
sobald man um die ecke geht, doch wird es

besser! hier ist: kein rohr, hier ist ein aus-
gesprochen frisches ohr! verlegt? liegt da
als wär es da zuhaus? was täuscht. heb auf!
auch wenn sich gar nichts reimt, reim zu-
sammen: abgegangen von allein; jetzt steck
es ein & halt es fest & lauf es ab mit allen
fingerkuppen, im tiefen taschenohrversteck!
es tut so gut, die knorpelkanten sanft entlang-
zustreichen! es kann nicht besser werden
sobald man in den park einbiegt, doch wird es

besser! hier liegt: kein ohr, hier liegt ein chor-
gesang im ohr, wenn man die wiesen, auch
die blumenbeete, überläuft, doch unsichtbar!
schnall mal das eigne ohr aufs gras & lausch!
klarer fall: unterwiesenschall! es tut so gut

die finger tief ins erdfach einzuwühlen, die ganze
bohrhand, bis zum ellenbogen & dann fühlen:
die blanken schädeldecken streng in reih & glied
die blanken münder, wie die gehen: auf & zu
die starke luft, die in die hand einströmt dabei
bei jedem ton. ei, wie das tönt! echt lustgewinn

sagt die legende: spazieren gehen ohne ende.

 
Carl-Christian Elze (Berlijn, 26 april 1974)

 

De Nederlandse dichter Leo Stilma werd geboren op 26 april 1953 in Hilversum. Zie ook alle tags voor Leo Stilma op dit blog.

Oude vrouw

1.
Ze loopt zo langzaam
zo traag alsof haar voeten
niet meer bij haar horen
en ze aan afstand heeft
verloren door de kaalslag
van een verdwenen tijd.

Ze droomt van een eiland
waar de dagen niet bestaan
maar er is geen streep
in de verte te zien, geen
teken van nevelig licht

alleen rimpelig water
waarin ze een gezicht
herkent dat ze mist

 
Leo Stilma (Hilversum, 26 april 1953)
Hilversum, de Sint Vituskerk

 

De Duitse dichteres en schrijfster Hannelies Taschau werd geboren op 26 april 1937 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Hannelies Taschau op dit blog.

Uit: Landfrieden

„Anne erinnert sich auch an den Tankstellenpächter. Er brauchte unendlich lange, er machte den Tank zu voll, im Wagen roch es nach Benzin, er zog den Stutzen Millimeter um Millimeter aus dem Tank, er kämpfte um jeden Groschen. Auch das Geldwechseln hatte Schwierigkeiten gemacht. Es war kalt, es war Nacht, Schrager sagte gereizt, ein Münztank müsse her. Und dann, sagte der Mann, kommen Leute wie Sie mit großen Scheinen und fahren zur Konkurrenz, weil hier keiner wechselt. Dann muß eben auch ein Münzwechsler her, sagte Schrager und fuhr grußlos davon. Den Münztank gibt es inzwischen, den Münzwechsler nicht. Unvorstellbar, in so einem Ort zu leben, hatte Schrager damals gesagt. Aber daran erinnert er sich jetzt nicht mehr. Laufen wir doch mal zum Bahnhof und zurück, sagt er ungeduldig, dann kriegen wir einen Eindruck, wir laufen ohnehin zu wenig. Anne trägt ihren gehäkelten knöchellangen Mantel über dem Arm, Schrager kann ihn nicht leiden. Er führt ihr den Ort vor: Sieh dich um, sagt er, sieh dir alles an, die gepflegten Straßen, diese vielen Kneipen, die Türen stehen schon morgens offen, die tiefhängenden Lampen, die den ganzen Tag brennen, der schöne Windschutz aus grünem oder rotem Filz vor den Türen; eine gesellige, sauffreudige Gesellschaft hier. Er bleibt vor einer Metzgerei stehen und schaut zu, wie von Blut und Kälte gerötete Finger mit kurzgeschnittenen Nägeln schöne, magere Fleischlappen auf die Waage werfen, absolut großstädtisch, Schrager ist zufrieden mit der Demonstration. Er ist unermüdlich, er strengt sich an, er bestimmt die Richtung, ist »überrascht«, »erfreut«, »angetan«. Insgesamt macht doch alles hier einen guten Eindruck, eine intakte Gemeinde, sagt er. Viele Handarbeitsgeschäfte, Kleintierhandlungen, auf einem Aquarium die Aufschrift: »Leisten Sie sich das vierte Programm.«

 
Hannelies Taschau (Hamburg, 26 april 1937)
Cover

 

De Nederlandse dichter en schrijver Theun de Vries werd geboren in Veenwouden op 26 april 1907. Zie ook alle tags voor Theun de Vries op dit blog.

Uit: De neven

“De begrafenis van Tjalling was achter de rug; staande op de drempel van het kleine renteniershuis had Reinou Herres de leeddragers de hand gedrukt. Zij bleef niet geheel alleen achter; een dochter van haar broer Pier zou bij haar wonen. Ekke Wiarda was een van de laatsten, die afscheid namen, nadat hij een rij van mannen en vrouwen langs zijn tante had zien gaan, de mannen met de oudmodische hoge hoeden in zonderlinge kartonnen dozen, de vrouwen met dofbefloerste oorijzers. Ook Herre had zijn moeder de hand gedrukt; ze hadden elkaar aangekeken: Rudmer was niet op de begrafenis geweest; ze wisten niet, waar hij uithing, en Reinou had de nieuwsgierige vragers verteld, dat hij ziek was. – Ekke keek Herre na, die wegschreed naar het station – ook hij droeg het hoedenkoffertje met lijdzaam en onvermijdelijk gebaar – en haastte zich, om hem in te halen.
Er hing een blauwig schaduwig lichtstof tussen de elzenstruiken van de weg; een koele herfstige geur van boomschors en galappels en vermoeide bladerdracht dreef van het bouwland aan, dat nog dik in de loverwallen lag. Ekke trok sneller aan de achterste voet; hij wilde zijn neef inhalen. Het was een zwaar, haast onverteerbaar brok, maar hij moest het toch slikken, terwille van At, terwille van het ongeborene… Hij liep in het boerse laken, dat hem in de vrije loop belemmerde; zijn hemd plakte onder zijn armen, aan zijn rug. Het was nodig, nu nog, voor Herre hem ontsnapte, de grote vraag te stellen, die hij zijn oom Tjalling had willen doen: het geld, de zekerheid van te leven. – Hij zag Herre voor zich; de halfnurkse, sterke schok, die rug en schouders doorveerde bij elke tred – een kracht en een afweer, die Ekke vreesde. Het beeld werd steeds duidelijker, en Ekke keek vertwijfeld naar den krachtigen man, daar voor hem, met de meesterlijke gang, het langwerpig forse achterhoofd, dat met een aanzet van een vetplooi in de boord verdween. Deze man was zijn neef, was een fabrieksbezitter! Maar hij betekende misschien ook de redding, nee, móest de redding zijn, nu Tjalling verscheiden was.
– Herre!…
Ekke schrok bijna, toen hij de naam had uitgesproken. Het was, of hij over een afstand riep, die groter was dan de meetbare, die nog tussen de twee mannen op de eenzame woudweg lag. Herre Wiarda keek om, zag hem; een halve tel had het er de schijn van, of hij wilde doorlopen. De onwilligheid van het onderdrukt gebaar remde Ekke’s moed nog meer. Hij naderde, links, met een poging, een familietoon te vinden, die er tussen hem en den ander nooit was geweest.”


Theun de Vries (26 april 1907 – 21 januari 2005)

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Hertha Kräftner werd geboren op 26 april 1928 in Wenen. Zie ook alle tags voor Hertha Kräftner op dit blog.

Selbstbildnis

Die Stirne Einsamkeit,
beschattet durch den Fall der Haare,
zuweilen im Gesenktsein von Verworrenheit
bedeckt und leidend
an der Ungestalt der frühen Jahre.
Die Brauen aber schon in Klarheit,
in ihrer Schwärze manchmal fremd
den blassen Wangen,
der Bogen oft mit Sehnsucht sehr
behangen,
und manchmal wie von Zärtlichkeit
überschwemmt.
Die Augen wie von Abenden verhüllt,
der Blick bekannt mit ungeschauten Dingen,
bisweilen aber blau erfüllt,
wenn ihm die Tage nicht gelingen.
Die ungenauen Lippen aber singen
nicht alles, das die Welt an sie vergibt.

Gesicht des Widerspruchs von dicht und lose,
verstreut an Augenblicke, die es liebt,
und so, als ging es schmal ins Ausweglose,
von dem es weiß, daß es besiegt.

 
Hertha Kräftner (26 april 1928 – 13 november 1951)

 

De Duitse dichter, literatuurwetenschapper, jurist en politicus Johann Ludwig Uhland werd geboren in Tübingen op 26 april 1787. Zie ook alle tags voor Johann Uhland op dit blog.

Des Knaben Berglied

Ich bin vom Berg der Hirtenknab’,
Seh’ auf die Schlösser all herab;
Die Sonne strahlt am ersten hier
Am längsten weilet sie bei mir;
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Hier ist des Stromes Mutterhaus;
Ich trink ihn frisch vom Stein heraus;
Er braust vom Fels in wildem Lauf,
Ich fang ihn mit den Armen auf;
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Der Berg, der ist mein Eigentum,
da ziehn die Stürme ringsherum;
Und heulen sie von Nord und Süd,
So überschallt sie doch mein Lied:
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Sind Blitz und Donner unter mir,
So steh ich hoch im Blauen hier;
Ich kenne sie und rufe zu:
Laßt meines Vaters Haus in Ruh’!
Ich bin der Knab’ vom Berge!

Und wann die Sturmglock einst erschallt
Manch Feuer auf den Bergen wallt,
Dann steig ich nieder, tret ins Glied
Und schwing mein Schwert und sing mein Lied:
Ich bin der Knab’ vom Berge!

 

Verborgenes Leid

Im Walde wohnt mein Leid,
Ich darf es niemand klagen,
Zum Walde muß ich’s tragen
Zur tiefsten Einsamkeit.

Kommt je in künft’ger Zeit
Ein Mensch zu jenen Gründen,
Im Walde kann er finden
Mein scheues Herzeleid.

Sieht er im Walde weit,
Recht einsam und verschwiegen,
die tiefsten Schatten liegen,
Das ist mein finstres Leid.

 
Johann Uhland (26 april 1787 – 13 november 1862)
Op een postzegel uit de DDR, 1987

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Margreet van Hoorn (pseudoniem van Greta de Reus) werd geboren in Hoorn op 26 april 1922. Zie ook alle tags voor Margreet van Hoorn op dit blog.

Weerom?

En ja… weerom, weerom den toch,
ik kin ’t gienien meist zegge,
weerom ‘k ’t anker van m’n skip
’t liefst ‘deer’ zou legge,
in ’t durpie met de smalle sloôt
en heêl die vere woide
met mens en dier in fris vertier
en vrolijkhoid zo bloide.
Weerom? Omdat ik van ’t durpie… hou
met leige, vere luchte
met rust en stilt’ en stilt’ en rust
en koele klare vruchte.
Omdat… ik weet, ik weet ’t niet
ik kin ’t gienien meist zegge
want nerges kin ik m’n hande zo
tevreden samenlegge.

 
Margreet van Hoorn (26 april 1922 – 18 maart 2010)
Hoofdtoren te Hoorn door Hendrik Elias Roodenburg, 1947

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 26e april ook mijn blog van 26 april 2015 deel 1 en eveneens deel 2.