Dolce far niente, Christian Morgenstern, Daniel Falb, Christoph Peters, Han Resink, Conrad Ferdinand Meyer, François Mauriac

Dolce far niente

 


Herfsttuin door Vincent van Gogh, 1888

 

Herbst

Zu Golde ward die Welt;
zu lange traf
der Sonne süßer Strahl
das Blatt, den Zweig.
Nun neig
dich, Welt, hinab

Bald sinkt’s von droben dir
in flockigen Geweben
verschleiernd zu –
und bringt dir Ruh,
o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
Ruh.

 


Christian Morgenstern (6 mei 1871 – 31 maart 1914)
De Isar en de St. Maximiliankirche in München, de geboorteplaats van Christian Morgenstern

 

De Duitse dichter en schrijver Daniel Falb werd geboren op 11 oktober 1977 in Kassel. Zie ook alle tags voor Daniel Falb op dit blog.

dieses regionale getreide

dieses regionale getreide war ressource, diese geste ethnisch
im sich beschleunigenden personenkarussell und du,
auf welchem gesicht du reitest.
der bericht zur misswahl fing genau jetzt an.

               vor dem umbau waren im saal provisorisch migranten
untergebracht gewesen, und jetzt wieder.
wir mussten los, du sahst einfach hinreißend aus, oder
ich. das internationale gesicht war sicher

                ein tor zur welt, aber wer konnte da noch fernsehen.
und im offenen dieser reservate, der party,
standen wir knietief im gras und ich wusste nicht,
wo ich suchen sollte.

 

das wollte ich nicht

das wollte ich nicht, aber die finanzkrise der kommunen
hatte auch diesen autobahnabschnitt erfasst:
wie sich die gelben engel inzwischen selbst reparierten,
bei völliger dunkelheit, diese insektenhaft
nach außen gestülpte intelligenz.
wir wollten das hier überhaupt nur aufbauen,
um es hinterher wieder abreißen zu können.
vorerst lagen die raststätten jedoch zu strategisch,
in die landschaft geschmiegt,
als daß man sie ohne weiteres hätte nehmen können.
schwankend aussteigen, um zu helfen,
hier war übrigens nur eine tragfläche abgerissen,
sonst alles in ordnung. dann sahen wir clausewitz von hinten,
auf seinem rücken bewegte sich etwas.
radwechsel …äh.
es gab da so viele truppen, die wir vergessen hatten, kleine
truppen, beamte, die aus dem fenster geworfen worden waren,
die luftwaffe konnte sie nicht mehr abfangen,
das wollte ich nicht.

 
Daniel Falb (Kassel, 11 oktober 1977)

 

De Duitse schrijver Christoph Peters werd geboren op 11 oktober 1966 in Kalkar. Zie ook alle tags voor Christoph Peters op dit blog.

Uit: Das Jahr der Katze

»Wenn du willst, bist du um halb zwölf an der Tankstelle Spanische Allee.« Nachdem der Satz zusammen mit Onishis Nummer auf dem Display ihres Telefons erschienen war, hatte Nikola den Fernseher ausgeschaltet und war in die Küche gegangen, lediglich aus dem Bedürfnis, sich zu bewegen, nicht, um dort etwas Bestimmtes zu tun. Unmittelbar zuvor war in einer grellen Computeranimation die Magmablase unter dem Yellowstone-Nationalpark explodiert. Aschewolken und eine monatelange Sonnenfinsternis hatten die gegenwärtige Welt in den Untergang gestürzt. Im Nachrichtenticker war gemeldet worden, dass die Berliner Polizei Waffen und Sprengstoff bei einer rechtsextremen Splittergruppe gefunden hatte und einen Zusammenhang mit der aktuellen Mordserie an vietnamesischen Geschäftsleuten im Osten der Stadt vermutete. In Nikola hatten sich gegenläufige Empfindungen überlagert: Aufregung, die an Glück grenzte; Schmerz über verschiedene Abschiede; Staunen. Beim Gedanken an Yukis Tod waren ihr Tränen in die Augen gestiegen, denen sie jedoch keine Beachtung geschenkt hatte. Im ersten Moment war sie sicher gewesen, Onishi würde sie irgendwohin mitnehmen, im nächsten dachte sie, dass er sie ebenso gut erstechen, erschießen, aus dem fahrenden Wagen stoßen konnte, weil sie zu viel wusste oder weil er ihr Verhalten ihm gegenüber nicht respektvoll genug fand. Sie zog das Messer mit der langen, schmalen Klinge aus dem Block, das Yuki, bevor er ermordet wurde, manchmal benutzt hatte, um ihr Bewegungsabläufe für die Selbstverteidigung zu zeigen, bildete sich aber nicht ein, dass sie damit gegen Onishi eine Chance hätte. Trotzdem spürte sie keine Angst. Seit Onishi in der Frühe weggegangen war, hatte sie allein in ihrer Wohnung gehockt und darauf gewartet, dass es dunkel wurde. Die Welt, in der sie die vergangenen vierundzwanzig Monate zugebracht hatte, existierte nicht mehr, eine andere, in die sie hätte zurückkehren können, gab es nicht. Sie hatte keine beste Freundin, und ehe sie wieder zu ihrer Mutter nach Boppard zog, ließ sie sich lieber von einem Japaner abknallen, der zumindest darauf achten würde, dass es nicht wehtat.”

 
Christoph Peters (Kalkar, 11 oktober 1966)
Cover

 

De Nederlands / Indonesisch dichter, essayist en geleerde.Gertrudes Johannes (Han) Resink werd geboren in Jogjakarta op 11 oktober 1911. Zie ook alle tags voor Han Resink op dit blog.

Zuidkustbaai

De vissers vallen binnen met de vloed
en brengen uit de zoele schelpen baaien
van de zuidkust, waarlangs nog oerwoud woedt,
de nalust van de nacht en dode haaien.

Wild komen rollers rizoforen paaien
om weg te waden naar hun groene gloed,
en ik voel roggen scheren, kwallen waaien
en stromen gleren door mijn brak, kalm bloed.

Maar ik blijf stil, tot kustland voorbestemd,
meer baai dan kaap voor elk gehaaid soort leven.
Ik kan me als kreek, doch niet als breker geven,
ben soms slechts drijfzand, dat een kind omklemt.

Trouw heb ik drift met vormen afgeremd,
net als mijn land: stormloos – doch steeds licht bevend.

 

Parang tritis

Steil druipend rots, zuidwand der duizend bergen,
kalkruggen, grijze duinen, grijzer strand;
een hete kust, waarvan niets valt te vergen
dan mergel, zwaluwnesten, ijzerzand.

Een waligraf tracht aan de heuvelrand
zich bij ketapanbomen te verbergen.
Het is hier stil; je hoort hier zee en land
elkaar met deiningen en vogels tergen.

In deze streek herken ik mijn bestaan:
de wereld buiten me in een brandingsbaan,
hardheid in karstvormen, huiver in zand,
mijn hemels heimwee in één salanggaan;

iets van mijn jeugd in het wijd achterland,
dat vruchtbaarheid ontvangt van een vulkaan.

 
Han Resink (11 oktober 1911 – 4 september 1997)
De kust bij Parangtritis, Indonesië

 

De Zwitserse dichter en schrijver Conrad Ferdinand Meyer werd geboren in Zürich op 11 oktober 1825. Zie ook alle tags voor Conrad Ferdinand Meyer op dit blog.

Der schöne Tag

In kühler Tiefe spiegelt sich
Des Juli-Himmels warmes Blau,
Libellen tanzen auf der Flut,
Die nicht der kleinste Hauch bewegt.

Zwei Knaben und ein ledig Boot –
Sie sprangen jauchzend in das Bad,
Der eine taucht gekühlt empor,
Der andre steigt nicht wieder auf.

Ein wilder Schrei: “Der Bruder sank!”
Von Booten wimmelt’s schon. Man fischt.
Den einen rudern sie ans Land,
Der fahl wie ein Verbrecher sitzt.

Der andre Knabe sinkt und sinkt
Gemach hinab, ein Schlummernder,
Geschmiegt das sanfte Lockenhaupt
An einer Nymphe weiße Brust.

 

Traumbesitz

“Fremdling, unter diesem Schutte
Wölbt sich eine weite Halle,
Blüht des Inka goldner Garten,
Prangt der Sessel meines Ahns!

Alles Laub und alle Früchte
Und die Vögel auf den Ästen
Und die Fischlein in den Teichen
Sind vom allerfeinsten Gold.”

“Knabe, du bist zart und dürftig,
Deine greisen Eltern darben –
Warum gräbst du nicht die nahen
Schätze, die dein Erbe sind?”

“Solches, Fremdling, wäre sündlich!
Nein, ich lasse mir genügen
An dem kleinen Weizenfelde,
Das mir oben übrig blieb.

Im Geheimnis meines Herzens,
Mit den Augen meines Geistes
Schwelg ich in den lichten Wundern,
In dem unermeßnen Hort:

O des Glanzes! O der Fülle!
Siehst du dort die Büschel Maises
Mit den schön geformten Kolben?
Siehst du dort den goldnen Thron?”

 

Jetzt rede du

Du warest mir ein täglich Wanderziel,
viellieber Wald, in dumpfen Jugendtagen,
ich hatte dir geträumten Glücks so viel
anzuvertraun, so wahren Schmerz zu klagen.

Und wieder such ich dich, du dunkler Hort,
und deines Wipfelmeers gewaltig Rauschen
jetzt rede du! Ich lasse dir das Wort!
Verstummt ist Klag’ und Jubel. Ich will lauschen.

 
Conrad Ferdinand Meyer (11 oktober 1825 – 28 november 1898)
Hier in zijn werkkamer, 1895

 

De Franse schrijver François Mauriac werd op 11 oktober 1885 geboren in Bordeaux. Zie ook alle tags voor François Mauriac op dit blog.

Uit: La chair et le sang

“Claude Favereau, après qu’il a interrogé les porteurs, découvre enfin la voie, en dehors du hall, où le train omnibus aligne de vieux wagons, se gare avec un air abandonné. Claude aurait dû choisir l’express du soir qui n’a besoin que de trois quarts d’heure pour atteindre Toulenne; mais le jeune garçon a mieux aimé ce petit train d’après déjeuner qui le long de la Garonne, rampe, s’attarde à chaque gare, et dont on dirait que la chaleur ralentit la marche, l’oblige à se traîner au milieu des vergers et des vignes accablées. Aux haltes indéfinies, on entend, à travers la cloison du compartiment, des conversations patoises. Le chef de gare approche le sifflet de ses lèvres, avec importance, parce que c’est l’acte essentiel de sa journée. Claude aime ces heures vagues où rien ne le détourne de penser à soi. Il n’en finit pas, il n’en finira jamais de mettre dans son cœur de l’ordre; quelle confusion en lui, à cette minute, où, pour toujours, il quitte le séminaire! Il songe qu’il ne perdra plus ce goût de reploiement, cette manie d’examiner sa conscience, ce don de transformer en cellule, en oratoire, le wagon de troisième classe où il rêve seul: ce lui est presque une volupté qu’avec impatience il appelle, alors que, sur le quai du départ, le volubile abbé de Floirac le retient.
Selon le vœu de ses maîtres, Claude a quitté le séminaire sans avertir aucun camarade sauf celui-ci: son ami officiel. Quand il a fallu décider qui raccompagnerait à la gare, Claude, en même temps que M. le Supérieur, prononça le nom de Floirac, mais le jeune homme sait bien que cet abbé est le seul qu’il ne regrette pas et qu’il se fût plus ému de dire adieu, sur ce quai, au gros Parmentier, le dernier de sa classe, qui l’entretenait de chasse à la palombe, d’histoires de chiens d’arrêt et de bécasses. Immobile sur l’asphalte souillé, M. de Floirac ne souffre point de la température; des livres déforment les poches de sa soutane où, au long des boutons, des taches s’égrènent; il parle à Claude, comme naguère aux promenades, du père Tyrrel et de l’abbé Loisy. Sait-il que dans six minutes, ce train emportera pour toujours le seul de ses camarades préoccupé des problèmes qui l’obsèdent? Peut-être se connaît-il malhabile à rien exprimer de ses sentiments et, avec le résumé d’un article du dernier fascicule de la_Revue d’apologétique_, il comble les silences. Le train se détache; Claude, un instant, imagine le retour solitaire de son ami: «Floirac se consolera avec des excès de métaphysique», se dit-il.”


François Mauriac (11 oktober 1885 – 1 september 1970)
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e oktober ook mijn blog van 11 oktober 2017 en eveneens mijn blog van 11 oktober 2015 deel 2.

Anna Burns

Onafhankelijk van geboortedata

 De Noord-Ierse schrijfster Anna Burns werd geboren in Belfast in 1962. Zij groeide op in de katholieke arbeiderswijk Ardoyne in Belfast. In 1987 verhuisde ze naar Londen. Ten tijde van het schrijven van haar novelle “Mostly Hero” (2014) woonde ze in East Sussex, aan de Engelse zuidoostkust. Haar eerste roman, “No Bones” (2001), is een verslag van het leven van een meisje dat opgroeit in het Belfast van The Troubles. Onder de Ierse literatuur over de Troubles wordt “No Bones” als een belangrijk werk gezien, dat om het vastleggen van de alledaagse spreektaal van de mensen in Belfast wel is vergeleken met Dubliners van James Joyce. De roman won in 2001 de Winifred Holtby Memorial Prize van de Royal Society of Literature voor de beste regioroman in het Verenigd Koninkrijk en Ierland van dat jaar. Een jaar later werd de roman genomineerd voor de Orange Prize for Fiction.

Uit: Mostly Hero

“The villains from downtown eastside put a magic spell on femme fatale so that she would kill superhero whilst under the influence of this magic spell. She would be totally insensible of doing so. The villains considered this plan delicious and foolproof, but it wasn’t entirely foolproof because the evil wizards from whom they had purchased it said it was a new spell, not as yet perfected, therefore not entirely reliable. They could guarantee that whosoever was under it would experience an irresistible urge to kill the person they were programmed to kill. It was just they might not try to kill this person all the time. The villains did calculations and decided there was a good enough percentage of chances that she might kill him more than a percentage of chances that she might forget to kill him. So yes, delicious and almost foolproof. What made it especially exquisite for the villains was that immediately this woman killed her lover she would come to and realise what she’d done. She would scream, be maddened, be heart-broken, be broken – then she’d be arrested and have to go to the jail. Even this though, wasn’t the main deliciousness. This femme fatale was small fry in the eyes of these villains. What would be truly massively orgasmic was that hero would be taken by surprise. Ordinarily it was very hard to take him by that – owing to his training and superpowers and so forth. But in this case he’d be off guard, perhaps at home, perhaps partially undressed, perhaps doing something domestic, making coffee perhaps in his kitchen, all the while pondering the magnificence of his woman with his underbelly receptive and exposed. Dumbfounded, he’d be astonished that here, after all these years, he’d managed at last to let someone get close to him. He’d turn to say as much to his very own femme fatale who at that moment would be tiptoeing up behind him. Then he’d look dumbfounded in a completely different way because it would be at that moment she’d plunge the daggers in. That would be the end of him, laughed the villains, and effectively it would be the end of her also, at least as a happy woman – so far as femmes fatales could be said to be happy women. So they rubbed their hands in glee, these villains, and purchased the spell and brought it home to their downtown eastside residence where, in the rarefied atmosphere required for spells, they performed the ritual by doing exactly what it said on the tin.”

 
Anna Burns (Belfast, 1962)