Dolce far niente, E. E. Cummings, Ivo Victoria, Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Clemens Haipl, Miroslav Krleza, János Székely

Dolce far niente

 

 
The Summer Garden door Alfred de Breanski, Jr., ca. 1912

 

This Is The Garden

this is the garden:colours come and go,
frail azures fluttering from night’s outer wing
strong silent greens silently lingering,
absolute lights like baths of golden snow.
This is the garden:pursed lips do blow
upon cool flutes within wide glooms,and sing
(of harps celestial to the quivering string)
invisible faces hauntingly and slow.

This is the garden. Time shall surely reap
and on Death’s blade lie many a flower curled,
in other lands where other songs be sung;
yet stand They here enraptured,as among
the slow deep trees perpetual of sleep
some silver-fingered fountain steals the world.

 

 
E. E. Cummings (14 oktober 1894 – 3 september 1962)
Cambridge, Massachusetts, de geboorteplaats van E. E. Cummings

 

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen). Zie ook alle tags voor Ivo Victoria op dit blog

Uit: Dieven van vuur

“Ik herinner mij de dag dat de eerste wespen kwamen. Via de sleuven in de houten buitenbetimmering kropen ze in de spouw van de wand aan mijn rechterhand. Ik sta vaak op dat balkon, rokend, dwalend door mijn gedachten als een nieuwsgierige toerist, in deze periode van het jaar veelal mijmerend over vroeger.
Onze schaduwen nestelen zich in de plekken die wij achterlaten. Daarom raken we altijd zo in de war wanneer we er terugkeren, al is het maar in gedachten: omdat we de leegheid niet verwachten, het desolate, het verlatene van wat in onze herinnering bruisend en vol was, als de glazen champagne die wij toen nog niet konden betalen.
Ach, wat waren wij meer dan dwazen die naar een wilde jeugd verlangden, hun uiterlijk verwaarloosden in de hoop te worden bewonderd, en hun longen in brand zetten voor de lol? (Dat wij nog leven is een wonder, ook al ademen de meesten van ons met piepende geluiden en maken we beklagenswaardige lijstjes van wie bij ons in bed belandde, of wie we enkel zoenden of anderszins bijna hadden gehad.)
Wat rest er ons dan wel? Waar kunnen wij terug aan denken? Aan de dingen en gebeurtenissen die beslissend hadden kunnen zijn. Ze dansen, uitdagend, op de onbegrijpelijke noten die zonder overleg tegen die platenkast op springen; wespen, inderdaad, op zoek naar hun nest.
Het is geen dragende muur, dus nauwelijks meer dan wat hout, pleister en isolatiemateriaal. Wekenlang vlogen die wespen af en aan. De kolonie leek te groeien met iedere nieuwe sigaret. Toen ik het verdelgingsbedrijf belde, vertelden ze dat die wespen mijn muur van binnenuit zouden vernietigen met hun nest. Ik moest denken aan duizenden tot tienduizenden wespen die alles in die spouw zouden reduceren tot gruis en op een dag allemaal tegelijk uit die sleuven tevoorschijn zouden komen en uitvliegen.
Ik toonde de verdelger het balkon. Het hele idee is dat de wespen het mengsel aan hun lijf krijgen, mee het nest in nemen, en de koningin vergiftigen. De koningin sterft, het nest wordt verlaten. Ik vroeg die kerel of dat zeker werkte.”


Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

 

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook alle tags voor Lion Feuchtwanger op dit blog.

Uit: Goya oder der arge Weg der Erkenntnis

„Im Spätsommer kehrten die Albas nach Madrid zurück. Cayetana blieb unsichtbar und schickte keine Botschaft. Mehrmals begegnete Francisco einem der Wagen des Hauses Alba. Er befahl sich, nicht hinzuschauen. Schaute hin. Zweimal war es der Herzog, zweimal ein Fremder, ein anderes Mal die alte Marquesa. Eine Karte wurde überbracht, welche den Hofmaler de Goya y Lucientes und Seriora Doüa Josefa einlud, einem Musikabend des Herzogs beizuwohnen; gespielt werden sollte eine Oper des Serior Don Josü Haydn »Die Welt auf dem Monde«. Eine Stunde lang war Francisco fest entschlossen abzulehnen, die nächste ebenso fest, hinzugehen. Josefa hielt es für selbstverständlich, daß man die Einladung annahm. Wiederum wie an jenem Abend, da Goyas unselige Verstrickung mit ihr begonnen hatte, war die Alba zunächst nicht sichtbar. Vorerst einmal mußte Francisco die ganze Oper des Seflor Haydn anhören. Da saß er neben Josefa, verzehrt von Ungeduld, Furcht und Hoffnung, gepeinigt von der Erinnerung an Stunden in Piedrahita, wo er bei ähnlichen Musikdarbietungen des Herzogs neben Cayetana gesessen hatte. Dabei war die Oper leicht und zierlich. Sie stellte dar, wie ein von der Passion für die Astronomie besessener reicher Herr, Bonafede, Vater zweier hübscher Töchter, von einem betrügerischen Scharlatan, Eccletico, in den Glauben versetzt wird, er lebe auf dem Monde; seine Erlebnisse auf diesem Gestirn veranlassen ihn, seine Töchter an Freier zu verheiraten, denen er sie auf Erden niemals gegeben hätte. Der italienische Text war von dem Herzog selber, noch mit Hilfe des nunmehr verschwundenen Abate, ins Spanische übertragen worden, die Inszenierung war gut, die Musik nicht so verstiegen, wie Goya befürchtet hatte, er hätte sich unter andern Umständen der anmutigen Darbietung erfreut. So aber, in seinem Innern, schimpfte und knurrte er. Endlich war die Oper zu Ende, der Mayordomo bat in den Hauptsaal. Wie damals empfing Doria Cayetana ihre Gäste auf altspanische Art, auf ihrer Estrade. Diesmal war der hohe Baldachin, unter dem sie saß, geschmückt mit einer bemalten Holzstatue der Jungfrau, geschaffen von Juan Martinez Montanüs. Mit gefalteten Händen, das Haupt verschämt geneigt, stand anmutig mit einem ganz kleinen, stolzen, spanischen Lächeln die Jungfrau auf dem Schemel eines Halbmonds, der getragen war von zierlichen Engelsköpfen. Der Anblick der Alba, wie sie lieblich unter dieser lieblichen Statue saß, hatte etwas Lasterhaftes und Berückendes. Sie war geschminkt dieses Mal und gepudert, sie trug ein Kostüm alten Versailler Schnittes, von schmalster Taille fiel weit der Rock. Gewollt puppenhaft und beinahe lächerlich hochmütig sah sie aus. Das weiße Gesicht, starr lächelnd, während die metallischen Augen unter den hohen Brauen bestürzend lebendig wirkten, schien doppelt sündhaft durch die holde und freche Gemeinsamkeit mit dem Antlitz der Jungfrau, welche lächelnd und mit züchtiger Genugtuung der Verkündigung lauscht. Francisco,“


Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)
Cover

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Baghdati, Imereti, Georgië, geboren. Zie ook alle tags voor alle tags voor Vladimir Majakovski op dit blog.

A Cloud In Trousers – Part I (Fragment)

The doors suddenly banged ta-ra-bang,
as though the hotel¡¯s teeth
chattered.

You swept in abruptly
like ‘take it or leave it!’
Mauling your suede gloves,
you declared:
‘D’ you know,
I’m getting married.’

All right, marry then.
So what,
I can take it.
As you see, I¡¯m calm!
Like the pulse
of a corpse.

Do you remember
how you used to talk?
¡°Jack London,
money,
love,
passion.¡±
But I saw one thing only:
you, a Gioconda,
had to be stolen!

And you were stolen.

In love, I shall gamble again,
the arch of my brows ablaze.
What of it!
Homeless tramps often find
shelter in a burnt-out house! 

You’re teasing me now?
‘You have fewer emeralds of madness
than a beggar has kopeks!’
But remember!
When they teased Vesuvius,
Pompeii perished!

Hey!
Gentlemen!
Amateurs
of sacrilege,
crime,
and carnage,
have you seen
the terror of terrors ¨C
my face
when
I
am absolutely calm? 

 
Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)
Majakovski museum in Moskou

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Zie ook alle tags voor Clemens Haipl op dit blog.

Uit: Sind wir bald da?

„Na bitte: Einödhof, Pilger … klingt doch ganz passabel. Muss mir das mal in Ruhe ansehen.
Ich habe vergessen, dass ich heute zum Internisten muss. Ich habe erhöhten Blutdruck, und es ist nicht auszuschließen, dass ich einen verfrühten, völlig würdelosen Tod erleiden werde. Ich will das nicht, also Abgang zum Internisten. Seine Sprechstundenhilfe muss er von seinem Vater, der sicher auch Arzt war, übernommen haben. Als Erbstück oder eine Art Leibrente, was weiß ich. Freiwillig setzt man sich so einen Drachen nicht in die Ordination. Das möchte ich rundheraus ausschließen. Zumal der Arzt und seine Assistentinnen nett und hübsch sind und, soweit ich das beurteilen kann, auch kompetent. Aber die Sprechstundenhilfe … mein lieber Herr Gesangsverein.
An ihrem Tisch staut sich eine Schlange, die bis zur Eingangstür reicht, ich schätze zehn Personen. Eine illustre Mischung aus starken RaucherInnen und TrinkerInnen und ein wunderschönes älteres Ehepaar aus der Neigungsgruppe »Wir sehen aus wie die Klestils oder Waldheims«. Er in ordentlichem Anzug, hochroter Kopf und ganz offensichtlich schon an dem einen oder anderen Herzinfarkt vorbeigeschrammt. Sie im feinsten Trachtenkostüm, eine Frisur, für die sich ihr Coiffeur bestimmt große Mühe gegeben hat (vielleicht hat er sie aber auch nur ausgelacht), und sehr eifrig bemüht, den Eindruck zu vermitteln, dass die beiden, vor allem aber sie, nur durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle oder eine üble Laune Gottes in dieser elenden Proletengegend gelandet sind. Vielleicht waren sie mit ihrem Mercedes Arbeiter schauen, wie früher die Familien in Gänserndorf im Safaripark. Sie wollten einfach einmal raus aus Hietzing und etwas anderes erleben. Also sind sie ins Auto gestiegen, um Hackler und Proleten in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Sie hat ein paar Leberkässemmeln gekauft, obwohl sie weiß, dass das Füttern verboten ist (zumal aus dem Auto), und justament hier, in dieser Ungegend, ist ihnen dann das Auto eingegangen. Er hat sich darob sehr erregt, und weil kein anderer verfügbar war, muss man eben jetzt mit dem Buschinternisten vorliebnehmen.
Der Ordinationsdrache scheint einen Anflug von Respekt vor der Trägerin der Edith-Klestil-Memorialfrisur zu haben, denn sie darf sich nicht nur schamlos an der Menschenschlange vorbeidrängeln, sie wird sogar einigermaßen menschenwürdig behandelt. Wahrscheinlich kennt man einander noch aus besseren Tagen, als der Herr Doktor noch ordinierte. Also der »richtige Doktor, Sie wissen schon, der Vater …”


Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook alle tags voor Miroslav Krleza op dit blog.

Uit:The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

“And consider this: Whether Barutanski, as a phenomenon, is to your personal liking or not, he is an organic phenomenon! His every act as a ruler is dictated by a deep, inborn awareness that he’s acting not in the twentieth but in the fifteenth century. That, generally, is exclusively political skill: to manage in space and in time and act with the means which suit the needs of a particular time in a particular space. Yes! Nature, as is well known, does nothing by leaps or bounds, my dear young friend, and it is an old and well-tried piece of wisdom: Naturae convenienter vivere! And what you are seeking in this ‘Open Letter’ of yours is, for our circumstances, rebus hic et nunc stantibus, here, today, in Blitva, a demand which is against nature! You’re looking for a leap, a salto mortale, from the fifteenth into the twentieth century! That is an intellectual supererogation, my dear friend; a state cannot be governed like that.”
“So, Professor: The world has to be ruled by the bludgeon and I have to be beaten to death by that bludgeon simply because I don’t think that the bludgeon should be ultima ratio?”
“Give me just one example in the history of civilizations that was not built on similar means of persuasion,” Burgwaldsen replied. “The pharaohs, Pericles, the Rome of the Caesars, Borgia, the papal see, the East India Company, the Transvaal? According to you, Blitva should be the one exception? Forgive me, but that’s naive!”
“Yes, my dear professor, I am naive, that much I admit. But do you know who it was who brought me up to be naive? In other words, who is responsible for my naïveté? You personally, you and your naive principles, which you naively preached from the rostrum and to which I naively listened through the course of several naive semesters, as you should well know! You taught us, together with the naive Cicero, that human communities should be ruled by that naive spirit of communality, that by the law of natural social instinct, people should be bound in naive organizations, according to the law of an instinct which Cicero naively called naturalis quaedam congregatio, and you yourself insisted that social groups should be naively similar to Cicero’s naive civitas and to that naive concept which Cicero naively called constitutio populis!”

 
Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)
Monument in Zagreb

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook alle tags voor János Székely op dit blog.

Uit:Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

„Um Schneiderrechnungen brauchte Swoboda sich ebenfalls keine Sorgen zu machen. Die Anzüge, die er zum ersten Mal trug, waren gewöhnlich bereits zehn oder fünfzehn Jahre früher bezahlt worden. Er bekam sie nicht etwa unentgeltlich. O nein! Dies nun doch nicht! So verschwenderisch war niemand in der Stadt. Swoboda arbeitete hart für seine Garderobe. Wenn ein großer Hausputz bevorstand, schickte man das Hausmädchen nach ihm. Mit der Zeit brachte er es im Teppichklopfen zur Meisterschaft und auch im Fußbodenschrubben und im Insektenvertilgen; er hatte sogar gelernt, selbständig die Vorhänge herunterzunehmen. Er spaltete das Anbrennholz in schön regelmäßige Scheite und nahm nach und nach dem Hausmädchen alle Arbeiten ab, die für es zu schwer waren.
Sein Lohn bestand aus den Mahlzeiten, aus alten Schuhen, fadenscheinigen Hemden, verwaschenen Unterhosen ? Manchmal sogar aus einem abgewetzten Anzug oder einem verschabten Überzieher. Die kostbare Garderobe mußten natürlich hart erarbeitet werden, denn es gab kein Kleidungsstück, egal wie alt und schäbig es war, das für die knickrigen Bürger nicht mehr wert gewesen wäre als ein Tagelohn für Swobodas Hilfe. Waren keine alten Kleider da, drückte ihm der Hausherr ein paar Heller in die Hand, wofür Swoboda sich mit einem herzlichen “Dankserr” bedankte. Er umklammerte die Münzen, als hänge sein Seelenheil davon ab, hätte es aber für unter seiner Würde gehalten, das Geld in Anwesenheit seines Kunden zu zählen. Auch die Bahnangestellten trugen ihm Besorgungen auf, und Anfang des Monats, solange ihr Gehalt es noch zuließ, gaben sie ihm ein kleines Trinkgeld. Swoboda stand jedermann zu Diensten und bedankte sich für die kleinste Belohnung mit einem breiten, freundlichen Grinsen.“


János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958) 
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook mijn blog van 7 juli 2016 en ook mijn blog van 7 juli 2014 en ook mijn blog van 7 juli 2013 deel 2 en eveneens deel 3.

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