Carlo Michelstaedter, Kathleen E. Woodiwiss, Eugène Van Oye, Pedro Mir, Detlev von Liliencron, Friederike Brun, Otto Erich Hartleben, Philippe Quinault

De Italiaanse dichter, filosoof en schilder Carlo Michelstaedter werd geboren op 3 juni 1887 in Gorizia. Zie ook alle tags voor Carlo Michaelstaedter op dit blog.

 

Wozu Mädchen

II
Wenn an zarten Abenden, im langen feurigen Mittag,
auf bleichen Gesichtern schmeichelnd Amor Verlockungen flüstert,
und wenn der Mai die Brust entfacht dem Manne, der lebt,
schweigt mein Herz, oh Mädchen. –
Und wenn über dunklen Ebenen bleiern der Himmel droht,
auflodert die ribellische Flamme getragen vom Winde des Hasses,
des schmerzlichen Hasses der besiegten Massen,
wenn brennt jedes junge Herz und in der rauchigen Luft
verzweifelte Qualen weint, und ertönt der höchste Schrei,
wenn entbrannt sich die Bögen aller Leben spannen,
schweigt jenes, oh Mädchen.
Und wenn die Mutter von meiner heissen Wimper eine Träne fängt
und wenn der Tod mich berührt, mein Herz krampfhaft drückt,
wenn warm die Augen verfinstert das Blut der Vielen die ich geliebt
schweigt jenes noch immer oh Mädchen.
Und wenn die Menge mich auslacht oder wenn Lob mich erhebt,
und wenn die freche Kraft der Jugend in mir sich regt,
schweigt oh Mädchen mein Herz ein erhabenes unendliches Schweigen.


Carlo Michelstaedter (3 juni 1887 – 17 oktober 1910)
Borstbeeld in Gorizia

 

De Amerikaanse schrijfster Kathleen E. Woodiwiss werd geboren op 3 juni 1939 in Alexandria, Louisiana. Zie ook alle tags voor alle tags voor Kathleen E. Woodiwiss op dit blog.

Uit: Ashes in the Wind

“Bright moonlight streamed in through the parted curtains, lightening the room until all was visible. Though the lingering essence of intoxicants still clouded his brain, Cole became aware of the woman who leaned against the door. His mind felt slow and listless, and he could find no reason for what he saw, nor could he explain his presence in a strange bedroom. His situation struck him as extremely precarious. For all he knew he might momentarily find himself confronted by an outraged husband or an irate father bent on restoring his daughter’s honor.
“Ma’am,” he began, sorely chafed at the thickness of his tongue. “I fear I have intruded.”
Alaina realized escape was impossible, and knew she would have to brazen it out.
Her soft laughter broke the silence of the room. “Surely you haven’t decided to leave us after you vowed to stay the night, Captain. Can it be that you have forgotten so soon?” She mimicked the relaxed familiarity of the most successful courtesan and her voice was as honey, smooth and cultured. The deception seemed simple enough; she could play this part as successfully as that of ragged urchin. Yet she was thankful for the shadow that shrouded Cole’s nakedness, for the game might have dissolved in her own embarrassment and flight.
Alaina remembered her uncle had kept a decanter of brandy hidden away in the guest room, and she went to search the bureau for it. This was no time for the captain to sober up. If he would just drink enough and go back to bed, she was sure he would sleep the night through.
As she passed before the window, a shaft of silvery moonlight penetrated her garments. The slim but well-curved figure whet Cole’s appetite and imagination no small amount. The lust flared through his starved senses, and he felt a familiar tightening in his loins.
“Here, Captain,” the silky voice urged as the woman came back. “Have another drink.” Alaina pressed a water glass, liberally filled with brandy, into his hand, then slipped quickly away as he reached for her. Her soft laughter teased him. “Drink first, Captain.”


Kathleen E. Woodiwiss (3 juni 1939 – 6 juli 2007)
Cover

 

De Vlaamse dichter, toneelschrijver en arts Eugène Van Oye werd geboren in Torhout op 3 juni 1840. Zie ook alle tags voor Eugène Van Oye op dit blog.

 

Hoera Germania (Fragment)

Hoera, Gij edele, fiere Vrouw!
Hoera Germania!
Wat staat Gij stout en koen en trouw
bij d’ouden Rijn, hoera!
Bij laaiend heeten Junigloed
hoe zwaait Gij ’t bliksmend zweerd!
Hoe trekt Gij toornig, blijgemoed,
ten kamp voor uwen heerd!
Hoera, hoera, hoera,
hoera, Germania!

Gij dacht niet, neen, aan kamp en strijd:
Gij maaidet – in vredeslust –
op uwe velden, wijd en zijd,
den oogst in kalmt en rust.
Gij maaidet stil, bij zeisenklank,
en zongt een vroom refrijn,
toen plots – stil!… hoor! – een andre zang.
De krijgshoorn aan den Rijn!

Fluks wierpt Gij ’t zeisen weg in ’t koorn,
uw arenkrans vervloog;
en op sprongt gij in eedlen toorn
met wild ontvlammend oog.
Gij zwoert – Europa schokte ervan – :
‘Men wil ‘t! Zoo zal het zijn!
Mijn kindren, op! Op, alle man!
Ten Rijn! – ten Rijn! – ten Rijn!’


Eugène Van Oye (3 juni 1840 – 4 juni 1926)
Cover

 

De Domicaanse dichter en schrijver Pedro Mir werd op 3 juni 1913 in San Pedro de Macorís geboren. Zie ook alle tags voor Pedro Mir op dit blog.

 

Tegenzang voor Walt Whitman

1
Er was eens een maagdelijke wildernis.
Bomen en land zonder daden of hekken.
Er was eens een perfecte wildernis.
Vele jaren geleden. Lang voor de voorouders van onze voorouders.
Speelden de vlaktes met galopperende buffels.
De eindeloze kustlijnen speelden met parels.
De rotsen lieten diamanten los uit hun baarmoeders.
En de heuvels speelden met geiten en gazellen. . .

De wind wervelde door de open plekken in het bos
zwaar van het gedurfde spel van herten en berkentakken
de poriën van de avond vullend met zaad.
En het was een maagdelijk land vol verrassingen.
Waar een kluit aarde een zaadje raakte
groeide plotseling een geurig bos.
Soms werd het aangevallen door een furie van stuifmeel
uit de populieren, de pijnbomen, de dennen geperst,
en uitgietend de nacht en de landschappen in trossen.
En er waren grotten en bossen en prairies
wemelend van beken en wolken en dieren.

 

Vertaald door Frans Roumen


Pedro Mir (3 juni 1913 – 11 juli 2000)
Portret door Miguel Nuñez, z.j.

 

De Duitse dichter Detlev von Liliencron werd op 3 juni 1875 in Kiel geboren. Zie ook alle tags voor Detlev von Liliencron op dit blog.

 

Aus der Kinderzeit

In alten Briefen saß ich heut’ vergraben,
Als einer plötzlich in die Hand mir fiel,
Auf dem die Jahresziffer mich erschreckte,
So lange war es her, so lange schon.
Die Schrift stand groß und klein und glatt und kraus
Und reichlich untermischt mit Tintenklecksen:

“Mein lieber Fritz, die Bäume sind nun kahl,
Wir spielen nicht mehr Räuber und Soldat,
Türk hat das rechte Vorderbein gebrochen,
Und Tante Hannchen hat noch immer Zahnweh,
Papa ist auf die Hühnerjagd gegangen.
Ich weiß nichts mehr. Mir geht es gut.
Schreib’ bald und bleibe recht gesund.
Dein Freund und Vetter Siegesmund …”

“Die Bäume sind nun kahl”, das herbe Wort
Ließ mich die Briefe still zusammenlegen,
Gab Hut und Handschuh mir und Rock und Stock,
Und drängte mich hinaus in meine Haide.

 

Mein täglicher Spaziergang

Nur ein paar Birken, Einsamkeit und Leere,
Ein Sumpf, geheimnisvoll, ein Fleckchen Heide,
Der Kiebitz gibt mir im April die Ehre,
Im Winter Raben, Rauch und Reifgeschmeide,
Und niemals Menschen, keine Grande Misère,
Nichts, nichts von unserm ewigen Seelenleide.
Ich bin allein. Was einzig ich begehre?
Grast ihr für euch, und mir laßt meine Weide.

 

Vogel im Busch

Kleiner Vogel in den Zweigen,
Bleib hübsch sitzen, singe weiter,
Keine Pfeile führ’ ich bei mir,
Singe fort, das ist gescheiter.

Bange nicht, ich hör’ so gerne
Deine lieben Zwitscherlieder,
Wenn dir linder Frühlingsregen
Leise tropft aufs Graugefieder.

Doch du hebst die flinken Flügel,
Schwingst entsetzt dich in die Gegend,
Schein’ ich dir denn so gefährlich,
Ist der Mensch so graunerregend?

 
Detlev von Liliencron (3 juni 1875 – 22 juli 1909)
Hier met zijn derde vrouw Anna en zijn zoon Wulff in 1908

 

De Deense dichteres Friederike Brun werd geboren op 3 juni 1765 in Gräfentonna, Thüringen. Zie ook alle tags voor Friederike Brun op dit blog.

 

Freundschaft und Liebe

Hand in Hand und unzertrennbar wandeln
Freundschaft und reine Liebe mit einander!
Wo die Freundschaft entflieht, da senkt der keusche
Eros die Fackel.

 

Trost der Trennung

Trennung! Du fernst uns nicht mehr,
      Wenn dies Erdengewühl
Uns ein hüpfendes Irrlicht ist –
    Alle Hoheit der Erde
Traum des entfesselten Schmetterlings!

 

Grabschrift auf einen ertrunkenen Jüngling

Wohl sank er tief ins Meer hinab….
         Weinet um Ihn!
    Sanft ruht er im Meeres-Schoos!
Hoch hebet der Sturm die Wogen empor,
Sie donnern Tod in der Sterblichen Ohr.
     Sanft ruht er im kühligen Moos!

 
Friederike Brun (3 juni 1765 – 25 maart 1835)
Portret van Friederike Brun met haar dochter Charlotte door Erik Pauelsen, 1789

 

De Duitse dichter en schrijver Otto Erich Hartleben werd geboren op 3 juni 1864 in Clausthal. Zie ook alle tags voor Otto Erich Hartleben op dit blog.

 

Und wenn dein Lächeln unter die Leute fällt

Und wenn dein Lächeln unter die Leute fällt –
sie lesen es wie goldene Scherben auf,
sie danken dir wie frohe Kinder,
schreiten mit hellerem Auge weiter.

An deiner Seite schweigend und ernst nur ich,
dem du die leichte Hand in den Arm gelegt …
O fernes Gold der lieben Sterne –
goldene Locken an meiner Schulter!

 

Liebe und Lyrik

Der Liebe Lust in Liedern auszuklagen,
scheint heutzutag dem Dichter fast verwehrt.
Was könnt er Neues auch den Leuten sagen:
so mancher hat uns schon sein Glück beschert.
Glaubt einer gar der Liebe Leid zu tragen,
lässt er uns sicherlich nicht unversehrt:
Herz reimt noch stets auf Schmerz, auf Liebe Triebe –
ich reimte mit Genuss auf beide – Hiebe!

So weiss denn selbst der traurigste Philister:
die Liebe sei so eine Himmelsmacht;
in illustrierten Wochenblättern liest er,
dass man sich oft sogar drum umgebracht.
Ein Kenner aller Leidenschaften ist er,
wer ihm nichts Neues bringt, wird ausgelacht:
kurz, was die Lieb angeht – er ist au fait:
es lässt sich nichts mehr machen drin. O weh!

Und ist man nun aus purem Pech ein Dichter,
dems schlecht behagt, den andern nachzutreten,
dems nicht genügt, nur manchmal neue Lichter
zu pflanzen vor ein Bild, zu dem sie beten –
so wird man fluchen auf das Reimgelichter,
das auch den schönsten Brei schon breitgetreten,
und wird, obwohl die Sache etwas schwierig,
die Liebe gänzlich streichen aus der Lyrik.

Wie hass ich jene, die naiv wie Thiere
ihr Lieben schmatzend beichten – ekelhaft!
Unreinem Ohre bei unechtem Biere!
Doch ist nicht schlimmer noch die Leidenschaft,
auf unverhülltem, feilem Druckpapiere
schamlos zu künden, was uns Freuden schafft?
Drum Heil dem Dichter, der mit sich gerungen
und als ein Held zum Schweigen sich bezwungen!

 
Otto Erich Hartleben (3 juni 1864 – 11 februari 1905)

 

De Franse dichter, schrijver en librettist Philippe Quinault werd geboren in Parijs op 3 juni 1635. Zie ook alle tags voor Philippe Quinault op dit blog.

 

Poème de Sceaux (Fragment)

C’est pour luy faire aimer la Demeure qu’elle aime
Qu’elle a rendu ces Lieux si beaux ;
Elle y joint chaque jour mille agrements nouveaux ;
Elle en a fait cesser la secheresse extréme,
Et l’on y voit par tout briller de claires eaux
Qu’elle puise au Ciel elle mesme.

Regarde avec estonnement
L’amas prodigieux des ondes escoulées.
Le Dieu du liquide Element
Semble avoir fait passer ses flots dans ces Vallées.
Deux Fleuves couronnez de Joncs et de Roseaux,
Ont soin d’attendre les Ruisseaux
Qui sortent de ce vert Boccage,
Et sont assis sur leur passage.
Avec un doux plaisir, ces venerables Dieux
Reçoivent les eaux qui descendent,
Pour grossir le tribut qu’ils rendent
A la nouvelle Mer qui se forme en ces lieux.
Mille fontaines dispersées,
Apres de longs detours, ensemble ramassées,
Forment d’un commun mouvement,
Sur ce riche Vallon un spectacle charmant.
Malgré le penchant qui les presse
De se precipiter sans cesse
Vers le lit spacieux qui leur est préparé,
Elles semblent, comme enchantées,
Ne pouvoir détacher leurs ondes argentées
Du verdoyant esmail, et du sable doré,
Dont si pompeusement leur chemin est paré :
Loin de paraistre impatientes
D’arriver à la fin de leurs courses errantes,
On les voit, par bouillons espais,
Tascher a remonter dans ces lieux pleins d’attraits
A cent reprises differentes ;
Et par cent bonds plaintifs, par cent chutes bruyantes,
On les entend gemir en tombant pour jamais
Dans le vaste sejour d’une profonde paix.


Philippe Quinault (3 juni 1635 – 26 november 1688)
Op een bronzen medaille uit 1822

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