Nicolaas Anslijn, Eva Demski, Farley Mowat, Werner Bräunig, Cäsar Flaischlen

De Nederlandse schrijver Nicolaas Anslijn werd op 12 mei 1777 geboren in Leiden. Zie ook alle tags voor Nicolaas Anslijn op dit blog.

Uit: De brave Maria

“Niet te haastig! Maria heeft haren tijd wel besteed. Zij kan goed lezen, schrijven, en rekenen, en heeft in de school nog vele andere nuttige zaken geleerd, waardoor zij zulk een goed meisje geworden is.
Toen zij zeven jaren oud was, kon zij al kousen breiden; zij maakte zelden kwade steken, want zij was zeer oplettend.
Nu leert zij het naaijen bij hare moeder, want deze is ook eene kundige en brave vrouw.
Ik zou liever bij eene naaivrouw gaan.
Ei, waarom? De moeder van Maria is bekwaam genoeg om aan hare dochter het naaijen te leeren.
Maria is reeds zoo verre gevorderd, dat zij het goed van hare broertjes en zusjes kan verstellen.
Weet gij, waarom Maria bij hare moeder het naaijen leert?
De ouders van Maria zijn geene rijke lieden. Zij hebben nog vier kleine kinderen.
Maria moet hare moeder in het huishouden behulpzaam zijn, omdat hare ouders geen geld genoeg hebben om eene meid te houden.
Dat is toch niet aangenaam voor Maria.
O, dat verbeeldt gij u! De moeder zeide eens tegen Maria:
Kind! gij moet mij aan het huiswerk helpen!
Een meisje moet vroeg leeren huishouden. Zij moet zich vroeg aan het werk gewennen.Zij moet vroeg zuinigheid, zindelijkheid, en orde leeren. Als zij dit vroeg leert, dan wordt het haar eindelijk tot eene gewoonte.
Als wij vroeg aan orde, zindelijkheid, en zuinigheid gewend worden, dan weten wij naderhand niet beter, of het behoort zoo.
Het naaijen, zal ik zelve u leeren in de uren, die ons overblijven.”

 
Nicolaas Anslijn (12 mei 1777 — 18 september 1838)
Leiden, de Marekerk gezien over de Korte Mare, geschilderd door Paulus Constantijn la Fargue (1729-1782)

 

De Duitse schrijfster Eva Demski werd geboren op 12 mei 1944 in Regensburg. Zie ook alle tags voor Eva Demski op dit blog.

Uit: Gartengeschichten

„Seit dem Weidenexperiment hatte meine Mutter Oberwasser, und so entstand ihre bewunderte, kontrolliert wild bluhende Simulation eines Bauerngartens mit Rosen, Margeriten, Schafgarben, Cosmeen, Schwertlilien und noch hundert anderen Blumenarten, in jeder Jahreszeit bluhte irgendwas Schones. Es gelang meiner Mutter, einer eleganten Stadterin,
die Blumen bisher nur mit Papier drum herum gekannt hatte, in wenigen Jahren die Geheimnisse eines Gartens zu entschlusseln. Wahrscheinlich hat sie auch erkannt, das der
Garten die einzige Moglichkeit fur sie war, ohne zu trauern alt zu werden.
Sie hatte vor dem Alter immer Angst gehabt. Entsetzlich, wenn nicht einmal die Bauarbeiter mehr pfeifen, sagte sie.
So wanderten die Schiaparelli- und St.-Laurent-Kleider in den Keller, ordentlich in alte Bettbezuge gehullt wie in Leichentucher. Meine Mutter trug furderhin Overalls, und wenn
sie ihrer Schonheit nachtrauerte, lies sie es keinen merken. Sie hatte der Welt den Rucken zugedreht und sah dafur ihrem Garten ins Gesicht. Sie war und ist nicht die einzige Frau, die das so macht, ob sie es sich eingesteht oder nicht.
Ein Garten ist eine von allen respektierte Art, der Welt mitzuteilen, das sie einen nicht mehr interessiert. Da meine Mutter jeden Morgen um funf Uhr Deutschlandfunk horte und auch sonst keine Nachrichtensendung, keinen Dokumentarfilm uber Pharma-, Wirtschafts-, Korruptions- und sonstige Politikskandale versaumte (nur solche uber Tiertransporte konnte sie nicht anschauen), hatte sie eine ebenso klare wie dustere Meinung uber das Leben. Von ausen hatte man ihres fur komfortabel, ja sogar glucklich halten konnen, aber das war es nicht.“

 
Eva Demski (Regensburg, 12 mei 1944)
Cover

 

De Canadese schrijver Farley Mowat werd geboren in Belleville, Ontario, op 12 mei 1921. Zie ook alle tags voor Farley Mowat op dit blog.

Uit: People of the Deer

“In the camps of the People the child is king, for childhood is short and tragedy often comes after. As it is with the dogs, so the early years of a child are made free of compulsion and of hard labors, for these years must always remain in the child’s memory to alleviate the agonies which come with mature years. . . . I expressed surprise that no Ihalmiut child knows corporal punishment even when the provocation is great. I spoke casually, but Ootek replied with vehemence, for it seemed he was honestly puzzled that I should not know why a child is never beat. ‘Who but a madman would raise his hand against blood of his blood?’ he asked me, ‘Who but a madman would, in his man’s strength, stoop to strike against the weakness of a child?’ . . . There was something that might have been contempt in his voice as he spoke, and I never again raised that question.
(…)

“So the children live their lives free of all restraint except that which they themselves impose; and they are at least as well behaved as any child anywhere. For three years after birth a child is suckled and by the time it has been weaned it is already aware of the general pattern of its life. I told you of Kunee who, at the age of five, was already an accomplished woman of the People, yet Kunee had never been taught what she must do. She was simply observant and imitative, as most children are, and she saw what others did and longed to do as well by herself.
(…)

“The children’s work is also their play. At night, when the adults are asleep or resting on the ledge, no voice is raised to chide the girl children, who remain active until the dawn, keeping the fire alive under the cooking pot and concocting broths and stews, not with toy things, but with the real equipment that will be theirs in maturity. No regimen or hard routine is laid upon them. When they are sleepy, they sleep. When they are hungry, they may always eat, if there is food. If they wish to play, no one will halt them and give them petty tasks to do, for in their play they learn more of life than can be taught by tongues and by training.”

 
Farley Mowat (Belleville, 12 mei 1921)
Cover

 

De Duitse schrijver Werner Bräunig werd geboren op 12 mei 1934 in Chemnitz. Zie ook alle tags voor Werner Bräunig op dit blog.

Uit: Gewöhnliche Leute

„Wir sind hinter dem gleichen Mädchen hergelaufen, und gekriegt hat sie keiner, das heißt, irgend so ein Fleischerladensohn hat sie gekriegt. Wir waren im ersten Weltkrieg in der gleichen Kompanie und hatten das gleiche verdammte Glück, und wir haben gegen Kapp ganz schön mitgemischt, auch wenn es hinterher für die Katz war. Und dann haben wir fast jede Arbeit gemacht, die auf der Phönix vorkam, dreißig Jahre lang und meist irgendwie
gegenseitig in Reichweite – aber das kann doch nicht alles sein. Und dann dachte er: Da wird man siebzig, kommt sich krumm und ramponiert vor, aber man hat sich noch immer nicht darauf eingerichtet. Weiß Gott, dachte er, was für eine grimmige Ausdauer.
Oder Teichgräber, wie er vor der Grube stand. Paul Schramm hatte immer gesagt: Wenn es soweit ist – bloß keinen Pfaffen! Also hatte Teichgräber gesprochen, der damals mit auf der Phönix war, und jetzt war er in der Kreisleitung. Er hatte das anständig verrichtet, ohne große Worte: Paul Schramm ist tot, begraben wir ihnehrlich. Und nur diese eine Frage: Was bleibt, wenn ein Arbeiter stirbt? Seine Arbeit – das, was er geschaffen hat. Ja, dachte Urban, das schon. Aber was hat er denn geschaffen? Wenn es noch Brücken, Orgeln oder wenigstens Nähmaschinen wären. Aber ein Bergarbeiter kann das, was er geschaffen hat, nirgendwo
besichtigen. Die Grube ist stillgelegt seit einem halben Jahr, da haben wir also ein Loch in der Landschaft, das ist nicht gerade viel, wenn man dreißig Jahre dagegensetzt. Allerdings hat der Schornstein immer geraucht.
Die Räder haben sich gedreht, wenn wir mal davon absehen, für wen sie sich die meiste Zeit gedreht haben. Das ist immerhin etwas, dachte Urban. Und dann dachte er: Mit sechzig sagt man siebzig, höchstens fünfundsiebzig, dann macht’s keinen Spaß mehr. Mit siebzig sagt man ganz was anderes. Es war das dritte Begräbnis in diesem Jahr. Einer von seinen Leuten. Einer in seinem Alter. Und die wurden immer weniger.“

 
Werner Bräunig (12 mei 1934 – 14 augustus 1976)
Cover

 

De Duitse dichter en schrijver Cäsar Flaischlen werd geboren op 12 mei 1864 in Stuttgart. Zie ook alle tags voor Cäsar Flaischlen op dit blog.

 

Ich möchte still am Wege stehn

Ich möchte still am Wege stehn
und möcht’ es Frühling werden sehn,
ich könnt’ noch immer wie ein Kind
bei jeder kleinen Knospe säumen!
Und klänge in den kahlen Bäumen
ein Vogeltriller … ach, ich könnt’,
mir einen langen Sommer träumen
voll Klang und Glanz und Sonnenschein
und glücklich sein!

 

Ein Sonntag

So geht ein Sonntag still zu Ende,
auf den du lange dich gefreut…
ein müder Bettler steht am Weg,
am heimatlosen,
und spielt ein Leierkastenlied…
ein leises Abendrot verweint am Himmel…
und aus den Gärten her, sommermüd,
kommt’s wie einst ein Duft
von heimlich welkenden Rosen.

 
Cäsar Flaischlen (12 mei 1864 – 16 oktober 1920)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e mei ook mijn vorig blogs van vandaag.

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