Top Naeff, Robert Hamerling, Fanny Lewald, Christian Schubart, Gabriele von Baumberg, Olive Schreiner, William Morris, Richard Leising

 

De Nederlandse schrijfster Top Naeff (eig. Anthonetta van Rhijn-Naeff) werd geboren op 24 maart 1878 in Dordrecht. Zie ook alle tags voor Top Naeff op dit blog.

Uit: School-ydillen

“En alle vier stelden zij zich haar voor als Kaatje, ’t Brebis. – ’t Model, verrukt over ’t effect van den nu glimmenden armband aan haar fijn blank polsje, verbrak ’t eerst de stilte: ‘Is ’t de volgende week Woensdag of Donderdag groote lijst?’
Noes dook op: ‘Woensdag al,’ zei ze.
‘O hemel,’ zuchtte Jeanne en Jet trommelde fanfares.
Met ’n vinnigen blik op Jeanne, zei Lien: ‘Jij hoeft niet te zuchten, jij hebt altijd goeje cijfers en iedereen weet, dat je je best doet. Maar wij, hé Noes?’
‘Wij hebben altijd slechte cijfers, en iedereen weet, dat wij niet ons best doen,’ beaamde deze gelaten. ‘En we krijgen altijd zoo’n standje van ma.’
‘Vooral ik, ik zit voor ’t tweede jaar,’ en Lien’s gezicht werd meer en meer benauwd.
‘’t Kan jou niet schelen, hé Jet?’
Jet was juist aan haar derde fanfare. Zij draaide zich met een vaartje op den pianostoel om, stopte de veters van haar laarzen in, en met ’n allergenoeglijkst gezichtje zei ze:
‘Ik? kind ben je mal! als ik me dat allemaal aan moest trekken, kon ik wel aan den gang blijven. Laat eens zien…. ik was zes jaar toen ik op school kwam, ‘k ben nou vijftien, dus negen jaar op school geweest, en in al die negen jaren heb ik nog nooit, zegge nooit, een goed rapport gehad. Dat kan ik me toch niet voortdurend aan blijven trekken, ’t zou compleet geen leven zijn!…. Och, ’n mensch went aan alles, en men moet zich in ’t onvermijdelijke leeren schikken….’
Jeanne keek met heimelijke bewondering naar haar op:
‘Vindt je dan ’t oogenblik, dat de lijst wordt opgelezen en juffrouw Prior je zoo woedend aankijkt ook niet akelig? Je ziet er toch altijd net uit of je ’t je erg aantrekt.’
‘Dat’s mijn “groote-lijst-gezicht”, dat zet ik altijd bij die gelegenheid.’ Jet maakte de mimiek er bij. ‘Ik houd m’n hoofd zoo’n beetje scheef, kijk zóó en dan staar ik stijf op één punt, meestal naar ’t lintje om Mies Vermeulen’s vlecht. Dan vouw ik m’n handen zedig over elkaar, zet m’n boventanden in m’n onderlip en trek m’n kin ’n beetje in. Zóó. ’t Is heel gemakkelijk te leeren, als….’

 

 
Top Naeff (24 maart 1878 – 21 april 1953)
Illustratie uit School-ydillen

 

 

De Oostenrijkse dichter en dichter Robert Hamerling werd geboren op 24 maart 1830 in Kilchberg am Walde. Zie ook alle tags voor Robert Hamerling op dit blog.

 

Die Lerchen

Es ziehen die Wolken,
Es wandern die Sterne,
Es schweben die Lerchen
In goldiger Ferne;
An himmlischer Pforte,
Beseligten Drang’s,
Erlauschen die Worte
Seraphischen Klang’s.

Die Lerche fliegt nieder
Aus himmlischen Hohen,
Und was sie gehöret,
Und was sie gesehen,
Das will sie verkünden
Den Blumen im Thal,
Den Wassern, den Winden,
Mit lieblichem Schall.

Die Blumen, die Winde,
Die Wellen, sie flüstern,
Erzählen’s geschwinde
Viel trauten Geschwistern:
Der Mensch geht vorüber
Und lauschet und glüht,
Und saßt es in Worte,
Das himmlische Lied.

 

 

Gewitter im Walde

Es braus’t der Forst, Gewitterwolken fliegen,
Des Waldes Ströme schwellend sich ergießen,
Gestein und Trümmer stürzen hingerissen,
Und krachend sich die hohen Wipfel biegen.

Die Thiere tief sich in die Klüfte schmiegen.
Wer leitet mich aus diesen Finsternissen?
Doch – bei der Blitze Schein, dem ungewissen,
Seh’ ich vor mir die sich’re Grotte liegen.

Ich lag’re hin im weichen Moose mich:
Da kommt im Traum die Schönste mir der Schönen
Und neigt zu mir sanft mit Gekose sich.

Und während fernher die Gewitter dröhnen,
Erschließt mein Herz wie eine Rose sich,
Und stillt den Sturm mit Lieb’ und Liebestönen.

 

 
Robert Hamerling (24 maart 1830 – 13 juli 1889)
Borstbeeld in Kirchberg am Walde

 

 

De Duitse schrijfster Fanny Lewald werd op 24 maart 1811 in het toenmalige Königsberg geboren. Zie ook alle tags voor Fanny Lewald op dit blog.

Uit: Italienisches Bilderbuch

„Und als mein Leben dann eine andere Wendung nahm, als der Horizont sich für mich erweiterte und ein reicheres Dasein begann, da trat die alte, nie geschwundene Sehnsucht mächtig hervor, und der friedliche Römerzug wurde beschlossen.
Ich hatte im Juli und August des Jahres 1845 die Schweiz durchreist; ich hatte die schneebedeckten Häupter der Jungfrau und des Montblanc erglühen sehen unter dem Scheidekusse der Sonne und aufflammen bei ihrem Morgengruß; die Sterne hatte ich glänzen sehen in den tiefen, hellen Spiegeln der Schweizerseen, und immer näher trat mir das schöne Italien, das Ziel meiner Wünsche.
Wie klopfte mir das Herz, als ich in dem freundlichen Vevey den ersten Spaziergang durch die Stadt machte, vom Hafen die Rue du Lac entlangwanderte und mich bald darauf in der Rue du Simplon befand. So wie in jenem Momente war mir als Kind zumute, wenn der erste Adventssonntag anbrach und mit den ersten buchsbaumumflochtenen, vergoldeten Äpfeln die ganze unbeschreibliche Weihnachtsseligkeit in meinen Gesichtskreis gerückt wurde.
Vevey hat schon einen sehr südlichen Charakter. Der Hafen mit seinen Platanenalleen, die rebengekränzten Ufer des blauen Genfer Sees, die Feigen und Trauben und Melonen, die in reichen Massen zum Kaufe feilgeboten werden, auch die Luft und das Licht und die lebhafte Physiognomie der Menschen gehören schon dem Süden an. Es ist die Introduktion der Jubelsymphonie Italien.
Oft saß ich da auf der Terrasse meines Hauses am See und sah hinüber zum Dent du midi und Dent du Morcles, wenn ihr purpurn beleuchtetes Schneehaupt sich im See spiegelte oder doch mindestens rote Reflexe wie einzelne Rosen über das stille Wasser warf. Dann träumte ich mich zurück in die Tage meiner ersten Jugend, um mich daran zu erfreuen, daß ich auf dem Punkte stände, jene alte Sehnsucht befriedigt zu sehn.
Aber es gibt einen Epikureismus der Entsagung, den ich sehr süß finde; er besteht darin, sich den Genuß eines Glückes, dessen man sicher ist, so lang als möglich vorzuenthalten. Ich glaube, dies hängt mit einer bestimmten Organisation mancher Menschen zusammen. Das Gewaltsame, Überraschende stört das Gleichgewicht der Seele, das Langerwartete tritt ihr bekannt und mild entgegen. Es ist so süß, das allmähliche Wachstum, das zarte Entfalten einer Knospe zu betrachten; es ist ein ahnungsvolles Entzücken, die Phantasie im voraus genießen zu lassen, was bald als unumstößliche, beglückende Wirklichkeit vor uns stehen soll.“

 

 
Fanny Lewald (24 maart 1811 5 augustus 1889)
Cover

 

 

De Duitse dichter, componist enn journalist Christian Friedrich Daniel Schubart werd geboren op 24 maart 1739 in Obersontheim. Zie ook alle tags voor Christian Schubart op dit blog.

 

An den Tod

Tod, du Schrecken der Natur,
Immer rieselt deine Uhr;
Die geschwung´ne Sense blinkt,
Gras und Halm und Blume sinkt.
Mühe nicht ohn´Unterschied,
Dieses Blümchen, das erst blüht,
Dieses Röschen, erst halbrot;
Sei barmherzig, lieber Tod!
Tod, wann kommst du, meine Lust?
Ziehst den Dolch aus meiner Brust?
Streifst die Fesseln von der Hand?
Ach, wann deckst du mich mit Sand?
Komm, o Tod, wenn´s dir gefällt,
Hol´Gefang´ne aus der Welt:
Komm, vollende meine Not;
Sei barmherzig, lieber Tod!

 

 

Toleranz

Der dicke Franz nahm eine Hur’ ins Haus.
Sein Nachbar Melcher sprach:
Ei Franz, jag doch das Mensch hinaus!
Im ganzen Dorf spricht man dir Uebels nach.
Hm, sprach der aufgeklärte Franz,
‘S ist dummes Volk, weiß nichts von Toleranz.

 

 
Christian Schubart (24 maart 1739 – 10 oktober 1791)
Portret door Johann G. Ettlinger, 1773

 

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Gabriele von Baumberg werd geboren op 24 maart 1768 in Wenen. Zie ook alle tags voor Gabriele von Baumberg op dit blog.

 

Der Schmetterling auf einem Vergißmeinnichtchen

Ein Blümchen, das sich zwar nicht mehr
Für unsre Lage schickt,
Hab’ ich doch, Freund, von Ungefähr
Für dich jüngst abgepflückt.

Denn wiss’, als ich es pflückte, hing
Ein Schmetterling daran.
Ich sah, dass auch ein Schmetterling
Dies Blümchen lieben kann.

Dies Wunder der Natur entging
Dann meinem Blicke nicht:
Drum schick’ ich dir den Schmetterling
Und das Vergißmeinnicht.

 

 
Gabriele von Baumberg (24 maart 1768 – 24 juli 1839)
Blik op de Mehlmarkt in Wenen, gezien vanuit het zuidwesten door Canaletto, 1760

 

 

De Zuidafrikaanse schrijfster Olive Emilie Albertina Schreiner werd geboren op 24 maart 1855 in Wittebergen, Lesotho. Zie ook alle tags voor Olive Schreiner op dit blog.

Uit: The Lost Joy

“When on the sharp stones Life cut her feet, he wiped the blood upon his garments, and kissed the wounded feet with his little lips. When in the desert Love lay down faint (for Love itself grows faint), he ran over the hot sand with his little naked feet, and even there in the desert found water in the holes in the rocks to moisten Love’s lips with. He was no burden—he never weighted them; he only helped them forward on their journey.
When they came to the dark ravine where the icicles hang from the rocks—for Love and Life must pass through strange drear places—there, where all is cold, and the snow lies thick, he took their freezing hands and held them against his beating little heart, and warmed them—and softly he drew them on and on.
And when they came beyond, into the land of sunshine and flowers, strangely the great eyes lit up, and dimples broke out upon the face. Brightly laughing, it ran over the soft grass; gathered honey from the hollow tree; and brought it them on the palm of its hand; carried them water in the leaves of the lily, and gathered flowers and wreathed them round their heads, softly laughing all the while. He touched them as their Joy had touched them, but his fingers clung more tenderly.
So they wandered on, through the dark lands and the light, always with that little brave smiling one between them. Sometimes they remembered that first radiant Joy, and whispered to themselves, “Oh! could we but find him also!”
At last they came to where Reflection sits; that strange old woman who has always one elbow on her knee, and her chin in her hand, and who steals light out of the past to shed it on the future.
And Life and Love cried out, “O wise one! tell us: when first we met, a lovely radiant thing belonged to us—gladness without a tear, sunshine without a shade. Oh! how did we sin that we lost it? Where shall we go that we may find it?”

 

 
Olive Schreiner (24 maart 1855 – 11 december 1920)

 

 

 De Engelse schrijver, ontwerper en utopisch denker William Morris werd geboren op 24 maart 1834 in Walthamstow, Essex. Zie ook alle tags voor William Morris op dit blog.

 

OF THE THREE SEEKERS (Fragment)

Whither away to win good cheer?
“With me,” said the second, “my knight is near.”
So to the knight they went their ways,
But there was a change of times and days.
He dwelt in castle sure and strong,
For fear lest aught should do him wrong.
Guards by gate and hall there were,
And folk went in and out in fear.
When he heard the mouse run in the wall,
“Hist!” he said, “what next shall befal?
Draw not near, speak under your breath,
For all new-corners tell of death.
Bring me no song nor minstrelsy,
Round death it babbleth still,” said he.
“And what is fame and the praise of men,
When lost life cometh not again?”

Whither away to seek good cheer?
“Ah me!” said the third, “that my love were anear!
Were the world as little as it is wide,
In a happy house should ye abide.
Were the world as kind as it is hard,
Ye should behold a fair reward.”

 

 
William Morris (24 maart 1834 – 3 oktober 1896)

 

 

De Duitse dichter Richard Leising werd geboren op 24 maart 1934 in Chemnitz. Zie ook alle tags voor Richard Leising op dit blog.

 

Bodden

Wenn das Eis in den Bodden kommt
Kommen die Schwäne in den Bodden

Dann hocken sie auf dem letzten Wasser
Dann zieht das Eis Kreise um sie
Dann frieren die Kreise zu
Dann machen sie schlapp
Dann sterben sie
Schnell

Dann kommen neue

Dann kann man hingehen
Dann kann man sich einen Schwan greifen
Dann kann man ihn in die Waschküche schleifen
Dann kann man das Wasser in die Wanne schütten
Dann kann man ihn hineinsetzen

Dann kann man ein Feuer machen
Dann kann man das Wasser anwärmen
Dann kann man ihm zu fressen geben

Dann kann man ihm zu fressen geben
Dann kann man ihm Fische und Brot geben
Dann frisst er nicht
Dann kann man ihm Fische und Brot geben
Dann kann man ihm Pudding und Kirschen geben
Dann kann man ihm was man hat geben
Dann frisst er nicht
Dann kann man ihm gute Worte geben

Dann frisst er nicht

Dann wird sein Hals dürr
Dann kann man zusehen wie sein Hals dürr wird
Dann kann man zusehen wie sein Hals gelb wird
Dann schnieft er nicht mehr beim Näherkommen
Dann wartet er auf was
Dann kackt er das Wasser grün
Dann kippt sein Hals über den Wannenrand
Dann verreckt er
Dann muss man ihn herausnehmen
Dann muss man ihm die Daunen herausreißen
Dann muss man ihn in die Grube schmeißen

Dann muss man sich die Hände waschen.

 

 
Richard Leising (24 maart 1934 – 20 mei 1997)

 

 

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008 en eveneens mijn blog van 24 maart 2009.