Mano Bouzamour, Hans Mayer, Philip Roth, Kirsten Boie, Lynne Sharon Schwartz, Lina Kostenko, Petar Preradović

De Nederlandse schrijver Mano Bouzamour werd geboren op 19 maart 1991 in Amsterdam. Zie ook alle tags voor Mano Bouzamour op dit blog.

Uit: Samir, genannt Sam (Vertaald door Bettina Bach)

„Mann, Maria voller Gnade, ich darf aufs Gymnasium, verdammt noch mal. Mein Bruder und ich liefen gut gelaunt zwischen rauchenden Jugendlichen die Eingangstreppe der Schule hinunter, wo ich gerade mein Kennenlerngespräch geführt hatte. Weil meine bescheuerte Grundschullehrerin mir nur eine Hauptschulempfehlung gegeben hat, obwohl ich laut Abschlusstest fürs Gymnasium geeignet bin, sollte ich mit einem Elternteil zum Gespräch kommen. Dann wollten sie entscheiden, ob ich aufs Gymnasium durfte oder nicht. Wie immer bei Schulgesprächen war mein Bruder dabei.
Eine Niederländischlehrerin nahm mich ins Kreuzverhör. Hätte nur noch gefehlt, dass sie mich an den Stuhl fesselt. Eine Dreiviertelstunde später schloss sie mit der Frage: »Versprichst du mir, dir wirklich Mühe zu geben, wenn du hier bei uns einen Platz bekommst?«
»Aber selbstverständlich.«
Sie hatte zu meinem Bruder geschaut, der neben mir saß.
»Sie haben das auch gehört? Sehr schön. Dann habe ich ja einen Zeugen. Sorgen Sie dafür, dass er Wort hält?«
»Wie ein Gefängniswärter, da können Sie ganz beruhigt sein. Die nächsten sechs Jahre gehört er mir.«
Mein Bruder legte mir seine warme Hand in den Nacken. Wir überquerten die Straße und gingen zu Soussi, dem engsten Freund meines Bruders, der auf dem Bürgersteig auf uns wartete. Er saß auf seiner eigenen Vespa, die Füße aber hatte er auf den Roller meines Bruders gestellt. Mein Bruder flüsterte: »Tu so, als wärst du ganz geknickt«, und dann rief er Soussi zu: »Nimm die Flossen von meinem Roller!«
Soussi sprang auf, als er uns sah. Er sprach platteren Amsterdamer Dialekt als der Schlagersänger André Hazes. »Hier an der Schule laufen echt klasse Weiber rum, Alter. Und? Was hat se gesagt? Wie lief’s? Haste nen Platz gekriegt?«
Ich spielte mit dem Schirm meiner verkehrt herum aufgesetzten roten Lacoste-Kappe, aus der meine Tolle wie eine hohe Welle aufragte, seufzte tief und sagte: »Nee, Mann.«

 
Mano Bouzamour (Amsterdam, 19 maart 1991)

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William Allingham, Ion Barbu, Rosalie Loveling, Tobias Smollett, Irving Wallace, Peter Abrahams

De Ierse dichter William Allingham werd geboren op 19 maart 1824 in Ballyshannon, Donegal. Zie ook alle tags voor William Allingham op dit blog.

Aeolian Harp

O pale green sea,
With long, pale, purple clouds above –
What lies in me like weight of love ?
What dies in me
With utter grief, because there comes no sign
Through the sun-raying West, or the dim sea-line ?

O salted air,
Blown round the rocky headland still,
What calls me there from cove and hill?
What calls me fair
From thee, the first-born of the youthful night,
Or in the waves is coming through the dusk twilight ?

O yellow Star,
Quivering upon the rippling tide –
Sendest so far to one that sigh’d?
Bendest thou, Star,
Above, where the shadows of the dead have rest
And constant silence, with a message from the blest?

 

Song. O Spirit Of The Summer-Time!

O spirit of the Summer-time!
Bring back the roses to the dells;
The swallow from her distant clime,
The honey-bee from drowsy cells.

Bring back the friendship of the sun;
The gilded evenings calm and late,
When weary children homeward run,
And peeping stars bid lovers wait.

Bring back the singing; and the scent
Of meadow-lands at dewy prime;
Oh, bring again my heart’s content,
Thou Spirit of the Summer-time!

 
William Allingham (19 maart 1824 – 18 november 1889)

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Noud Bles

De Nederlandse dichter en schrijver Noud Bles werd op 19 maart 1945 in Vinkeveen geboren. Bles begon in de jaren zestig te schrijven en ontving in 1964 de poëzieprijs van de Jong Nederlands-Belgische Literaire Dagen. Hij publiceerde vijf romans, twee verhalenbundels, drie gedichtenbundels en losse bijdragen in kranten en tijdschriften. Bles verzorgt cursussen verhalen schrijven, begeleidt leeskringen en maakt literaire programma’s, ook werkt hij aan literaire projecten zoals het culturele huisprogramma Radboud Reppen en Roeren van de Radboud Universiteit. In Nijmegen is hij medeoprichter van de Stichting Literaire Activiteiten Nijmegen en de werkgroep Literaire bakens Nijmegen.

Waalweemoed

Wat weet de rivier van de weg,
die ooit begon, onzichtbaar, hoog, en
na de langste afstand en de wijdste bochten
steeds naar de breedste breedte zoekt,
die vindt en oplost in zichzelf?

Ook ik weet niet waar ik begon,
wanneer en vooral niet: waarom.

Wij lijken op elkaar, de rivier en ik,
de rivier en jij en wij.
Eens kroop het leven naar het land.
Zie mij: ik sta rechtop.
Eens telden wij één cel,
Nu denk ik na, droom op mijn oever,
vaar mee met de stroom,
en eindig ooit in zee.

Bij elke bocht kijk ik vooruit zover ik kan en
weer terug, waar ik niets meer zie.
Waar is de Waal? Wanneer? Waarom?

 

Wie

Wie kindergeheimen lekt,
likt kleine wonden
aan kleine handen en
aan kleine vingers
een kleine snee.

Wie kind blijft,
bakt de kleine koekjes
in het lange leven
op het grote strand
de niet te meten zee.

Wie groot wordt,
door klein te blijven,
wie klein blijft
en toch groter wordt,
verklapt het geheim
van het lange, te korte leven.
Leef mee, leef mee.

 
Noud Bles (Vinkeveen, 19 maart 1945)

Am dritten Sonntage in der Fasten (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij de derde zondag van de vasten

 

 
“Jesus treibet Teufel aus” door Julius Schnorr von Carolsfeld, 1860

 

Am dritten Sonntage in der Fasten
Evang: Jesus treibt den Teufel aus

»Mein Nam’ ist Legion, denn unserer sind Viele!«
So spricht der finstre Geist.
Sein Nam’ ist Legion, weh mir, daß ich es fühle!
Daß es mich zittern heißt!

Wo kindlich dem Gemüt in Einfalt und Vertrauen
Nichts als sein Jesu kund,
Da kann der Finstre nicht die wirren Höhlen bauen
Im einfach lichten Grund.

Doch du, mein schuldvoll Herz, in deinem eitlen Wissen,
In deinem irren Tun:
Wie sind dir tausend brand’ge Stellen aufgerissen,
Worin die Nacht kann ruhn!

Und raff’ ich mich empor, und will ich mich erkühnen
Zu heil’gen Namens Schall,
O, könnte nicht vielleicht mein guter Wille dienen
Zu neuem schwerem Fall!

Denn daß die Welt mich nicht, die Menschen mich nicht kennen,
Die gleißend wie das Meer,
Daß sie mich oft sogar noch hell und freudig nennen,
Das senkt unendlich schwer!

Mich kennen muß die Welt, ich muß Verachtung tragen,
Wie ich sie stets verdient;
Ich Wurm, der den, den Engel kaum zu nennen wagen
Zu preisen mich erkühnt!

Laß in Zerknirschung mich, laß mich in Furcht dich singen,
Mein Heiland und mein Gott!
Daß nicht mein Lied entrauscht, ein kunstvoll sündlich Klingen,
Ein Frevel und ein Spott.

Ach, wer so leer wie ich in Worten und in Werken,
An Sinnen so verwirrt,
Dess Lied kann nur des Herrn barmherzig Wunder stärken,
Daß es zum Segen wird.

Ist nicht mein ganzer Tag nur eine Reihe Sünden?
Muß oft in Traumeswahn,
Oft wachend die Begier nicht zahllos Wege finden,
Nur nie die Himmelsbahn?

Tönt nicht der Kampfgesang der Lust von allen Seiten?
Und bringt er nicht den Sieg?
Ist nicht mein Leben nur ein flüchtig kraftlos Streiten,
Ein schmachbedeckter Krieg?

Und mein’ ich eine Zeit, daß ich den Sieg errungen,
Weil die Begierde schwand:
Da bin ich ausgeschlürft wie von Empusenzungen,
Wie eine tote Hand!

Und ist mir’s eine Zeit, als will das Leben ziehen
Ins Herze gar erstarrt:
Da muß mit ihm zugleich der Übermut entglühen,
Der eines Hauchs geharrt.

Und wird mir’s endlich klar, umsprüht von Leidensfunken,
Wie klein, wie Nichts ich bin;
Da bin ich ausgebrannt, zu Asche eingesunken,
Verglüht an Geist und Sinn.

Das hast du selber dir, du schuldvoll Herz, zu danken;
Mein Jesu lieb und traut,
Wärst du nur irgend treu, er würde nimmer wanken
Von der geliebten Braut.

Doch daß du schlummernd läßt durch alle Tore ziehen
Den grausen Höllenbund,
Daß überall für ihn die Siegeskränze blühen
Aus deinem eignen Grund;

Daß du dich töricht wähnst in vollem hellem Laube,
Du armer dürrer Zweig!
Daß du, indes der Feind frohlockt in deinem Raube.
Dich herrlich wähnst und reich:

Das ist warum du stirbst, daß du in Wahnes Gluten
Nicht kennst den eignen Schmerz,
O, fühltest du dich selbst aus allen Adern bluten,
Du töricht frevelnd Herz!

So schaue deine Not! Noch fielen nicht die Schranken
Der dunklen Ewigkeit.
»Sein Nam’ ist Legion«, o fasse den Gedanken!
Es ist die letzte Zeit!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Friedhofskapelle Mariä Himmelfahrt in Meersburg. Annette von Droste-Hülshoff werd in Meersburg begraven.