Delphine Lecompte, Wilhelm Genazino, Rainer Stolz, Lord Byron, Krzysztof Kamil Baczyński, Gotthold Ephraim Lessing, Herwig Hensen

De Vlaamse dichteres en schrijfster Delphine Lecompte werd geboren op 22 januari 1978 in Gent. Zie ook alle tags voor Delphine Lecompte op dit blog.

Cultuur noch spijkerschrift onder de ijskast

Ik wacht nog altijd
Hij haat mijn verwachtingen
Op zijn keukenvloer bijt een tamme muis
Op een poppenhuisschommelstoel
Ik kan het niet laten
Ik jaag de muis weg en zit op de stoel
Tot hij breekt
Nu is de muis opnieuw schuw.

Ze komen onze papieren ophalen
Ik haat zijn praatjes met de werkmannen
Over excentrieke vijgenverkopers en losbandige schilderessen
Over verlieslatende honingbedrijven en kreunende stapelbedden
De maaltijd is een eenzaam gevecht
Hij verschuift
zijn bonen van west naar oost
Om 14 uur is mijn bord leeg
Mijn longen opgelucht, obstakelvrij.

De muis is teruggekeerd
Om wraak te nemen kan het niet zijn
Zo kleingeestig is een knaagdier nooit geweest
Hij zoekt een leiding om door te knagen
Een achtergebleven poppetje om droog te schurken.

Ik wacht op zijn verwensingen
Nadat hij de bokaal heeft laten vallen
De spijkers rollen onder de ijskast vooral
Zijn verwensingen viseren de muis en de gladde bokaal
We versleuren de ijskast
Tussen de codeloze spijkerchaos vinden we
Irrelevante dreigementen en blauwige culturen
We worden er niet moedeloos van.

 
Delphine Lecompte (Gent, 22 januari 1978)

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100 Jaar Rainer Brambach, August Strindberg, Helen Hoyt, Henry Bauchau, Howard Moss, Louis Pergaud, Hermann Lingg

De Zwitserse dichter en schrijver Rainer Brambach werd geboren op 22 januari 1917 in Basel. Dat is vandaag precies honderd jaar geleden. Zie ook alle tags voor Rainer Brambach op dit blog.

Poesie

Außer Poesie und mir
war niemand im Park.
Nur jemand wie Poe
zeigt sich in der Dämmerung
unter alten Ulmen.
Ich habe Poe gesehn.
Unter den Ulmen stand er
im nassen Laub, allein
und verregnet.
Ich sah Poe.
Er trug den Mantel
mit dem Samtbesatz
und sah düster nach – ich weiß nicht.
Pfeif dir was, Brambach! Versuch
eine Melodie,
denk dir einen Vogel,
laß ihn fliegen… wahrhaftig,
ich habe Poe gesehn
und wie er allmählich eins wurde
mit den Ulmen im Regen.

 

Leben

Ich schreibe keine Geschäftsbriefe,
ich beharre nicht auf dem Termin
und bitte nicht um Aufschub.
Ich schreibe Gedichte.

Ich schreibe Gedichte auf Rummelplätzen,
in Museen, Kasernen und Zoologischen Gärten.
Ich schreibe überall,
wo Menschen und Tiere sich ähnlich werden.

Viele Gedichte habe ich den Bäumen gewidmet.
Sie wuchsen darob in den Himmel.
Soll einer kommen und sagen,
diese Bäume seien nicht in den Himmel gewachsen.

Dem Tod keine Zeile bisher.
Ich wiege achtzig Kilo, und das Leben ist mächtig.
Zu einer anderen Zeit wird er kommen und fragen,
wie es sei mit uns beiden.

 
Rainer Brambach (22 januari 1917 – 14 augustus 1983)

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Ingrid Puganigg, Francis Picabia, Mary Hayley Bell, Guilbert de Pixérécourt, Antonio Gramsci, Sir Francis Bacon

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Ingrid Puganigg werd op 22 januari 1947 geboren in Gassen bij Afritz am See, Kärnten. Zie ook alle tags voor Ingrid Puganigg op dit blog.

Uit: Zwei Frauen warten auf eine Gelegenheit.(Samen met Monika Helfer)

Ich ging vom Over Cliff Drive in Southbourne hinunter zum Strand. In der Ferne sah ich einen Mann mit einem Kampfhund. Etwas stimmte nicht mit de beiden. Entweder war der Mann betrunken oder der Hund gehorchte einfach nicht mehr.
Ich eilte zum Fisherman’s Walk. Dort gibt es direkt am Cliff einen Aufzug. Ich stieg ein und fuhr hinauf zum Café Riva. Dort trank ich einen Espresso und dachte an die junge Frau, die sich ein paar Meter von hier mit Nikotin umgebracht hat. Im Krankenhaus, in das man sie brachte, nachdem Leute sie gefunden hatten, war sie noch einmal kurz bei Bewusstsein, riss die Sauerstoffmaske vom Gesicht und flehte um ihr Leben.
Über sie, die Freundin meiner Tochter, habe ich angefangen, einen Roman zu schreiben.
Fünfzigmal. Hundertmal.
Irgendwann fängt man an, über etwas zu schreiben. Schreibt jedenTag. Macht denText aber nie fertig, weil das, worüber man schreibt, nie enden soll.
Meine Tochter Ruth lebt seit über zwanzig Jahren in Dorset, Südengland.
Einmal stiegen wir auf den Hengistbury Head. Eine hügelige Landspitze bei Bournemouth.
Obwohl Anfang November, war es weder neblig noch kalt. Aber menschenleer. Gegen Abend, es dämmerte schon, kamen wir an ein kleines Moor. Umgeben von Gestrüpp. Darauf lagen ausgebreitet Jeans, Hemd, ein Schuh, ein Rucksack.
Wir dachten, jemand sei ermordet worden oder im Moor untergegangen.
Das hat sich nie aufgelöst.“

 
Ingrid Puganigg (Gassen, 22 januari 1947)

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