Albert Camus, Jan Vercammen, Albert Helman, Antonio Skármeta, Pierre Bourgeade, W. S. Rendra

De Franse schrijver en filosoof Albert Camus werd geboren op 7 november 1913 in Mondovi, Algerije. Zie ook mijn blog van 7 november 2010 en eveneens alle tags voor Albert Camus op dit blog.

Uit: Die Pest (Vertaald door Gottfried Beutel)

“Was halten Sie von Panelouxs Predigt, Doktor?“ Die Frage war einfach und zwanglos gestellt und Rieux beantwortete sie ebenso selbstverständlich.
„Ich habe zu lange in den Hospitälern zugebracht, um die Idee einer Kollektivstrafe zu lieben. Aber Sie wissen, die Christen sprechen manchmal so, ohne jemals wirklich daran denken. Sie sind besser als sie zu sein scheinen.“
„Sie denken aber gleich viel, wie Paneloux, daß die Pest auch ihr gutes habe; daß sie die Augen öffnet, das sie zum Denken zwingt.“ Der Doktor schüttelte ungeduldig den Kopf.
„Wie alle Krankheiten dieser Welt. Aber was für alle Übel dieser Welt gilt, gilt auch für die Pest Sie kann dazu dienen, einigen wenigen zum Wachstum zu helfen. Wenn man indessen das Elend und den Schmerz sieht, den sie mit sich bringt, dann muß man verrückt, blind oder feige sein, um sich mit der Pest abfinden zu können.“ Rieux war im Ton kaum lauter geworden. Dennoch machte Tarrau eine Handbewegung, als wolle er ihn beruhigen. Er lächelte.
„Ja“, sagte Rieux und zuckte, die Schultern. „Aber Sie haben mir nicht geantwortet. Haben Sie es sich gut überlegt?“ Tarrou richtete sich in seinem Sessel ein wenig auf, und schob seinen – Kopf vor in das Licht.
„Glauben Sie an Gott, Doktor?“ Auch diese Frage wurde ganz zwanglos gestellt. Aber diesmal zögerte Rieux.
„Mein, das nicht, aber was will das schön heissen? Ich befinde mich im Dunkel der Nacht und ich bemühe mich, darin klar zu sehen. Ich habe seit langem aufgehört, darin etwas besonderes zu finden.“
„Ist es nicht gerade das, was Euch von Paneloux trennt?“ „Ich glaube nicht. Paneloux isr ein studierter Mann. Er hat noch nicht genug Leute sterben sehen, und deswegen spricht er im Namen einer Wahrheit. Aber der einfachste Landpfarrer,der sich um das Seelenheil seiner Pfarrkinder kümmert, und der das Röcheln eines Sterbenden gehört hat, denkt wie ich. Ehe er auf die Vorzüge des Leidens hinwiese, würde er daran gehen, es zu heilen.“ – Rieux richtete sich auf. Sein Antlitz war jetzt im Dunkel. „Lassen wir das“, sagte er, „da Sie ja doch nicht antworten wollen.“ Tarrou lächelte, ohne sich in seinem Sessel zu bewegen.“

 
Albert Camus (7 november 1913 – 4 januari 1960)

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