Khalid Boudou, Günter Wallraff, P. N. van Eyck, Israël Querido, Charles Cros, John Hegley

De Nederlands – Marokkaanse schrijver Khalid Boudou werd geboren in Tamsamane, Marokko op 1 oktober 1974. Zie ook mijn blog van 1 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Khalid Boudou op dit blog.

 

Uit:  Lehrjahre im Schnitzelparadies (Vertaald door Franca Fritz)

 

»Ist das alles? Ist das schon alles?« Lautstärke und Klang meiner Stimme erinnern wohl an ein Transistorradio, dessen Batterien fast leer sind. Wachsam beobachten meine Augen das Messer, das sich dank Amimuns unkontrollierter Energie immer mehr in Richtung meiner Brust vorzittert.
Seine Ohren wackeln, glühend rot vor Wut. »Was soll denn sonst noch sein, Spülwurm? Was ist mit euch Jungs los? Euch haben sie wohl schon völlig auf ihre Seite gezogen, mit diesen komischen, faden Weißbrot- und Weihnachtsmannmärchen. Aber mich kriegen sie nicht!« Er schlägt sich kräftig gegen die Brust. Eine harte Faust küsst das Schneidbrett. Vorderzähne graben sich in die Unterlippe. »Ich bin und bleibe ein maro, Nordip, außer ich gewinne zwanzig Millionen Mäuse im Lotto. Typen wie ihr macht uns nur lächerlich. Ihr mit eurem Gelehrtengequatsche. Und was hat dir das gebracht? Du schrubbst hier Pfannen und Töpfe. Aber sieh dir mal die Chinesen oder die Türken an – über die spricht oder schreibt niemand, keine Zeitung, kein einziger Fernsehsender, niemand weiß, was die machen. Denen ihr Leben ist denen ihr Leben. Sie verkaufen sich nicht selbst, verstehsdu. Sie haben alle ihre eigenen Läden, arbeiten füreinander, unterstützen sich gegenseitig, bewahren ihren Stolz und that’s it.« Er schluckt. Der Apfel in seiner Kehle hüpft auf und nieder. »Zwischen die kriegt keiner auch nur einen Fingerbreit. Hast du schon mal irgendjemand über die meckern hören? Oder hast du … Spülwurm, dummer kahler Pickelhering… hast du vielleicht schon mal einen Chinesen mehr Niederländisch reden hören als >Sambal dazu<? Und alle rufen: >Prima, ja, machen Sie es ruhig scharf… ja, prima, lecker… leckres chinesisches Essen … < Die sind stolz. Die sagen nur das, was nötig ist. Aber ihr… ihr Kahlköppe, ihr müsst ja mal wieder ein Riesentheater um uns machen, euch selbst verleugnen, eure Seele an Schitan verkaufen, Couscous für sie aufwärmen und sogar die Teller noch ablecken, euch anpassen und auch so … auch so ein Weißbrot-Aromie werden wollen. Ich schwör dir, noch keine zwanzig Jahre und ihr sitzt allesamt mit ‘nem String am Hintern mit euren Kindern rund um ein geräuchertes grinsendes ekliges Dreckschwein und singt fröhlich Weihnachtslieder wie: Morgen, Kinder, wird’s was geben … «

 

 

Khalid Boudou (Tamsamane, 1 oktober 1974)

 

De Duitse schrijver en undercoverjournalist.Günter Wallraff werd geboren op 1 oktober 1942 in Burscheid bij Keulen. Zie ook mijn blog van 1 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Günter Wallraff op mijn blog.

 

Uit: Schwarz auf Weiß

 

“Es muss wohl an meinem Aussehen liegen. Ich bin schwarz. Auf dem Kopf trage ich eine Perücke mit krausen schwarzen Haaren. Aber, das hat mich schon bei meinen Recherchen als Türke »Ali«

verblüfft, die meisten schauen nicht so genau hin und nehmen einem eine Verkleidung bereitwillig ab, auch wenn man ein eigenartiges »gebrochenes Deutsch« spricht wie ich in meiner Rolle als

»Ali« oder sich eben als »Schwarzer« ausgibt.

Ein Jahr lang reise ich immer wieder als »Schwarzer« durch die deutschen Lande, in Ost und West. Ich will auf Straßen festen mitfeiern, suche eine Wohnung, unternehme einen Bootsausflug, versuche einen Campingstellplatz mit meiner »schwarzen Familie« zu mieten, will in Diskos, in Kneipen, mische mich unter Fußballfans und spreche bei Behörden vor.

Wie lebt es sich als Schwar zer in Deutschland? Das will ich heraus finden.

Ist die Vorstellung vom unverbesserlich fremdenfeindlichen deutschen Wesen nur noch ein Klischee? Wird mein schwarzes Alter Ego das tolerante Deutschland kennen lernen, wie es zuletzt anlässlich der Fußball weltmeisterschaft 2006 so gepriesen wurde? Oder werde ich umgekehrt entdecken müssen, dass das von der Boulevardpresse so gern gepflegte Schreckbild vom Schwarzen als Dealer, Asylbetrüger und Kriminellen die Stimung im Lande prägt? Ich will den Lackmustest auf die Stimmung im Lande machen und bin neu gierig und besorgt zu gleich.

Diese Rolle zu spielen entsprang keiner Augenblickslaune. Schon vor Jahren hatte ich einen ersten Anlauf gemacht, das Vorhaben aber wieder abgebrochen, weil ich glaubte, es nicht bewältigen zu können. Nicht, weil diese Rolle anmaßend wäre gegenüber schwarzen Migranten oder schwarzen Deutschen. Jede meiner Rollen ist auf eine bestimmte Art anmaßend. Ohne diesen Schritt auf »fremdes« Terrain, das eigene Ich zu überwinden, um ein anderer zu werden, ist meine Art der verdeckten Recherche nicht möglich. Nein, der Grund für mein Zögern lag in der Befürchtung begründet, dass man mich zu rasch »enttarnen« könnte.”

 

 

Günter Wallraff (Burscheid, 1 oktober 1942)

Cover

 

 

De Nederlandse dichter criticus, essayist en letterkundige Pieter Nicolaas van Eyck werd geboren op 1 oktober 1887 in Breukelen. Zie ook mijn blog van 1 oktober 2010 en eveneens alle tags voor P. N. van Eyck op dit blog.

 

Juni-ochtend

’t Is vroeg. Ik sta voor de open deur,
Nauwelijks bewust, in stil verpozen,
en mijmerend drinkt mijn blik de kleur
Van anjers, leliën en rozen.

Dan, vredig, fluistert hart naar geest
(Zo leest een vrome zijn getijden):
‘Alles is rein, en alles feest,-
Het wenkt ook ons nog tot verblijden.’

 

Laat mij nog éénmaal

Laat mij nog éénmaal met U gaan:
Uw woord was mij zo strelend zacht!
Beween nog eens mijn stille waan,
Mijn liefde en droef verborgen klacht.

Laat mij nog éénmaal met U gaan
En luistren naar dit teer gerucht,
Dat uit U schreit in traan na traan
Om ’t leed, waarvan mijn peinzen zucht.

Laat ons nog éénmaal samenstaan –
De wereld wenkt zo grijs, zo wijd…
Geef mij nog éénmaal, vóór wij gaan,
Uw troostende barmhartigheid.

Eén enkle maal: dan zal Uw hart
Vergeten wat gij thans beschreit –
Mijn droefenis die zwijgend mart,
Mijn smart die om Uw droefheid lijdt.

Geef mij nog ééns Uw koele hand:
Dan zal ‘k voor altijd van U gaan,
En dwalen langs ’t verlaten land,
En klagen van mijn laatste waan.

 

P. N. van Eyck (1 oktober 1887 – 10 april 1954)

Breukelen

 

 

De Nederlandse schrijver Israël Querido werd geboren in Amsterdam op 1 oktober 1872. Zie ook alle tags voor Israël Queriodo op dit blog.

 

Uit: Kunstenaarsleven

 

“- Weg d’r mee, weg, wèg… weg d’r mee, kerel! Nièt dichterbij!

Ze gilde als ’n dolle in hallucinatie-stuip, de oude weduwe Hoenders. – Ontsteld duwde ze zich achteruit in haar leunstoel, en, de armen naar voren gestoken, graaiden haar magere, doorpeesde handen in gruwbaren angst en afschuw rond d’r heen.

Haar zoon Ko stond kalm vóór d’r. Naast de in den raamhoek geschoven tafel, z’n sarrend-leuk gezicht plooiloos-rustig, gebaarde hij komiekerig, telkens tartend-zacht ’t egeltje op z’n hand verwiegelend. –

Wat beduusd van haar lawaai, struikelde hij ’n eindje achteruit, al schuwer en bedremmelder door haar aansterkend gekrijsch.

– Stil toch lieve mins, schreeuw soo niet… de bure salle denke, dat ‘k m’n wijfje van jetje geef! Kijk ‘reis an, ’t is maar ’n onnoosel stekelmannetje… niks meer as ’n groote tandeborstel…

Maurice Fleury, de buur-van-drie-hoog, stapte nèt de trap op, hoorde ’t gegil en gekrijsch van de onde vrouw, kwam ontsteld, zonder kloppen de kamer inloopen, met bangen kijk vragend, wat er gebeurde.

– Niks an ’t handje, amise! Aldegaar larie en apekool van m’n moesie, m’n liefe moesie, lachte Ko ironiseerend… ’t is een doodnuchter, kaal beesie met ’n harretje van goud en hij heb beloofd m’n belasting te betale… en ’t is d’r ’n beesie, ’n schuinsmesjeerder die selfs mit geen vlieg hommeles maakt… Sòo! Sòo!

– Nou maar kerel, als je moeder d’r nou zoo bang van is, smak ’t ding dan weer wèg, zei goeiig Maurice, blij, dat ’t zoo’n onbeduidend redentje was, waarvoor moeder Hoenders ’t huis bij elkaar geschreeuwd had. Maar Ko bleef staan wiegelen ’t dierke op z’n groote bloedlooze handen en schuw keek Fleury naar de wegkrimpende angsthouding van de oude vrouw op d’r leunstoel in den hoek.”

 

 

Israël Querido (1 oktober 1872 – 5 augustus 1932)

 

 

De Franse dichter Charles Cros werd geboren in Fabrezan op 1 oktober 1842. Zie ook mijn blog van 1 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Charles Cros op mijn blog.

 

 

Madrigal (sur un carnet d’ivoire)

Mes vers, sur les lames d’ivoire
De votre carnet, font semblant
D’imiter la floraison noire
Des cheveux sur votre cou blanc.

Il faudrait d’immortelles strophes
A votre charme triomphal,
Quand dans un tourbillon d’étoffes
Vous entrez follement au bal.

Le sein palpite sous la gaze
Et, fermés à demi, les yeux
Voilent leurs éclairs de topaze
Sous la frange des cils soyeux.

Willis parisienne, empreinte
D’un charme inquiétant, mais doux,
J’attends, voluptueuse crainte,
La mort, si je valse avec vous.

 

Conquérant

 J’ai balayé tout le pays
En une fière cavalcade ;
Partout les gens se sont soumis,
Ils viennent me chanter l’aubade.

Ce cérémonial est fade ;
Aux murs mes ordres sont écrits.
Amenez-moi (mais pas de cris)
Des filles pour la rigolade.

L’une sanglote, l’autre a peur,
La troisième a le sein trompeur
Et l’autre s’habille en insecte.

Mais la plus belle ne dit rien ;
Elle a le rire aérien
Et ne craint pas qu’on la respecte.

 

Charles Cros (1 oktober 1842 – 9 augustus 1888)

 

 

De Engelse dichter John Hegley werd geboren op 1 oktober 1953 in Londen. Zie ook mijn blog van 1 oktober 2010 en eveneens alle tags voor John Hegley op dit blog.

 

Omo

 

We were fourteen

and the two of us went camping

and you smuggled into my tent

and we smuggled

and in the morning your smile was a joy

but when we were back at school

because I was a boy

and so were you

we had to keep it under the covers

otherwise the others

would have taken out their fears on us

but it was our fear as well

and back at the school

even when there was no one else near

all we ever spoke about was football.

 

 

Classic

 

In the radio interview

the former Classics student

asked me about the similarity between

my writings and those of Aristotle.

I said I didn’t know there was such a similarity.

When she asked how useful my Sociology degree had

been,

I answered that it had taught me how to felt tip

my idea of a potato on to a sheet of transparent plastic,

then compare it with the real world

by placing it over an existing potato,

and she said, ‘that’s Plato’.

 

 

John Hegley (Londen, 1 oktober 1953)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 1e oktober ook mijn blog van 1 oktober 2011 deel 1 en eveneens deel 2.