Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Sarah Dessen, Jean Cayrol

De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 6 juni 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Buddenbrooks

“Zwei und ein halbes Jahr später, um die Mitte des April schon, war zeitiger als jemals der Frühling gekommen, und zu gleicher Zeit war ein Ereignis eingetreten, das den alten Johann Budden­brook vor Vergnügen trällern machte und seinen Sohn aufs freu­digste bewegte.
Um 9 Uhr, eines Sonntag morgens, saß der Konsul im Früh­stückszimmer vor dem großen, braunen Sekretär, der am Fenster stand und dessen gewölbter Deckel vermittelst eines witzigen Mechanismus zurückgeschoben war. Eine dicke Le­dermappe, gefüllt mit Papieren, lag vor ihm; aber er hatte ein Heft mit gepreßtem Umschlage und Goldschnitt herausgenom­men, und schrieb, eifrig darüber gebeugt, in seiner dünnen, winzig dahineilenden Schrift, – emsig und ohne Aufenthalt, es sei denn, daß er die Gänsefeder in das schwere Metall-Tintenfaß tauchte…
Die beiden Fenster standen offen, und vom Garten her, wo eine milde Sonne die ersten Knospen beschien, und wo ein paar kleine Vogelstimmen einander kecke Antworten gaben, weh­te voll frischer und zarter Würze die Frühlingsluft herein und trieb dann und wann sacht und geräuschlos die Gardinen ein wenig empor. Drüben, auf dem Frühstückstische, ruhte die Sonne blendend auf dem weißen, hie und da von Brosamen ge­sprenkelten Leinen und spielte in kleinen, blitzenden Drehun­gen und Sprüngen auf der Vergoldung der mörserförmigen Tassen …
Beide Flügel der Tür zum Schlafzimmer waren geöffnet, und von dorther vernahm man die Stimme Johann Buddenbrooks, der ganz leise nach einer alten drolligen Melodie vor sich hin summte:

»Ein guter Mann, ein braver Mann,
Ein Mann von Complaisancen;
Er kocht die Stipp’ und wiegt das Kind
Und riecht nach Pomeranzen.
†

Bendix Grünlich (Justus von Dohnányi) vraagt Tony Buddenbrook (Jessica Schwarz) ten huwelijk. Scene uit de verfilming van „Buddenbrooks“ uit 2008.†

Er saß zur Seite der kleinen Wiege mit grünseidenen Vorhängen, die bei dem hohen Himmelbett der Konsulin stand und die er mit einer Hand in gleichmäßiger Schwingung erhielt. Die Kon­sulin und ihr Gatte hatten sich, der leichteren Bedienung halber, für einige Zeit hier unten eingerichtet, während ihr Vater und Madame Antoinette, die, eine Schürze über dem gestreiften Kleide und eine Spitzenhaube auf den dicken weißen Locken, sich dort hinten am Tische mit Flanell und Linnen zu schaffen machte, das dritte Zimmer des Zwischengeschosses zum Schla­fen benutzten.
Konsul Buddenbrook warf kaum einen Blick in das Neben­zimmer, so sehr war er von seiner Arbeit in Anspruch genom­men. Sein Gesicht trug einen ernsten und vor Andacht beinahe leidenden Ausdruck. Sein Mund war leicht geöffnet, er ließ das Kinn ein wenig hängen, und seine Augen verschleierten sich dann und wann. Er schrieb:
»Heute, d. 14. April 1838, morgens um 6 Uhr, ward meine liebe Frau Elisabeth, geb. Kröger, mit Gottes gnädiger Hilfe aufs glücklichste von einem Töchterchen entbunden, welches in der hl. Taufe den Namen Clara empfangen soll. Ja, so gnädig half ihr der Herr, obgleich nach Aussage des Doktors Grabow die Ge­burt um etwas zu früh eintrat und sich vordem nicht alles zum Besten verhielt und Bethsy große Schmerzen gelitten hat. Ach, wo ist doch ein solcher Gott, wie du bist, du Herr Zebaoth, der du hilfst in allen Nöten und Gefahren und uns lehrst deinen Wil­len recht zu erkennen, damit wir dich fürchten und in deinem Willen und Geboten treu mögen erfunden werden! Ach Herr, leite und führe uns alle, solange wir leben auf Erden … « –
†

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Ets door Johannes Lindner, 1905

 

De Russische dichter en schrijver Aleksandr Poesjkin werd geboren in Moskou op 6 juni 1799. Zie ook alle tags voor Aleksandr Poesjkin op dit blog.

Uit: Evgeny Onegin

Book 2

I
The estate in which our bored Yevgeny
Now lived, was in fact a fine retreat:
There a lover of the simpler pleasures
Would thank the heavens for his fate.
His mansion house was solitary,
Sheltered by hills in windy weather,
And stood by a river. Stretching away
Far off the meadows were bright and gay
With flowers, and the cornfields golden.
And here was a hamlet, there another,
And cattle wandered the meadows at random,
While shade was cast both deep and wide
By a huge garden all overgrown,
For the pensive Dryads a secret home.

II
The stately mansion was built and planned
As all good mansions should really be:
Sturdily set in the peaceful land
In the refined taste of an age gone by.
All of the rooms were wide and lofty,
Silk wall paper embellished the drawing room,
And portraits of tsars hung on the walls,
The stoves were bright with ceramic tiles.
All this is nowadays somewhat passé,
Indeed, for what reason, I cannot say,
But of course for my friend, our story’s hero
There was no need for these things at all,
Because he would yawn with equal distraction
At an ancient pile or a modern mansion.

III
He settled in the sitting room
Where the old-timer in his country ways
For forty years had gazed from the window
Or balled at the housekeeper, or swatted flies.
A simple room, with oaken floors,
Two cupboards, a table and a stuffed settee,
And not a single spot of ink.
Onegin opened the cupboard doors;
He found in one a book of expenses,
In another a shelf of home brewed brandy,
And apple water in an earthenware jar,
And from eighteen o eight a calendar.
The old man having such a busy life
Found that looking in books brought too much strife.

Aleksandr Poesjkin (6 juni 1799- 10 februari 1837)
Cover

 

De Amerikaanse schrijfster Sarah Dessen werd geboren op 6 juni 1970 in Evanston, Illinois. Zie ook alle tags voor Sarah Dessen nop dit blog.

 Uit: The Moon and More

“Here they come.
“—or I promise you, we’ll turn right around and go back to Paterson!” the woman behind the wheel of the burgundy minivan was shouting as it pulled up beside me. She had her head turned towards the backseat, where I could see three kids, two boys and a girl, staring back at her. A vein in her neck was bulging, looking not unlike the interstate, thick and unmissable, on the map held by the man in the passenger seat beside her. “I am serious. I have had it.”
The kids didn’t say anything. After a moment of glaring at them, she turned to look at me. She had on big sunglasses with bedazzled frames. A large fountain drink, the straw tinged with lipstick, was parked between her legs.
“Welcome to the beach,” I said to her, in my best Colby Realty employee voice. “May I—”
“The directions on your Web site are garbage,” she informed me. Behind her, I saw one of the kids frog-punch another, who emitted a stifled shriek. “We’ve gotten lost three times since getting off the interstate.”
“I’m so sorry to hear that,” I replied. “If you’d like to give me your name, I’ll grab you your keys and get you on the way to your rental.”
“Webster,” she told me.
I turned, reaching into the small rattan bin that held all the envelopes for that day’s check-ins. Miller, Tubman, Simone, Wallace . . . Webster.
“Heron’s Call,” I read off the envelope, before opening it to make sure the keys were both in it. “That’s a great property.”

In reply, she stuck out her hand. I gave the envelope to her, along with her complimentary beach bag full of all the free stuff—Colby Realty pen, giveaway postcard, area guide, and cheap drink cooler—that I knew the cleaning crew would most likely find untouched when they checked out. “Have a great week,” I told her. “Enjoy the beach!”†

Sarah Dessen (Evanston, 6 juni 1970)

De Franse dichter en schrijver Jean Cayrol werd geboren op 6 juni 1911 in Bordeaux. Zie ook alle tags voor Jean Cayrol op dit blog.

Chant Funèbre à la mémoire du Père Jacques (Fragment)

Le vent souvent te délivrait, un vent énorme
dévorant paroles et haleines
ce vent où tu entendais que Christ était vivant ;
mais au milieu de ce secret bourdonnant
comme une veine trop tendre qui se déchire
le filet d’une brise lointaine arrivait jusqu’à toi :

le souffle du levant sur le bras de la Seine
le vent de Port Royal, de la guirlande de Julie,
la voix sourde de Phèdre sous un soleil sans vie
le vent sifflant des hauts pendus qui se démènent
le soupir étouffé d’un enfant sous la lampe,
le frôlement soyeux d’un vers de Lamartine
ou le cri étoilé d’une sainte au bûcher,
un battement de pétales dans un ciel qui te devines
l’orage de Rimbaud sur de pâles armées,
le murmure d’un peuple où Claudel a vécu
quand il a traversé les eaux noires du péché
et l’air pur de Pascal où ton cœur est à nu.

mais le souffle mordant de la mort était en toi,
tu respirais déjà le vent des ombres, ce n’était plus
la risée heureuse du printemps sur tes doigts
mais l’air froid des tombeaux ouverts dans les plaines de l’exil
mais la brise des morts, des branches mortes, des eaux mortes,
tu avais trop respiré dans les sèches vallées de la mort
tu étais trop penché sur le dernier aveu qui s’endort
tu avais permis à tous les morts de vivre en toi,
de respirer en toi la dernière gorgée d’air pur,
O ce vent aigu comme une lame qui entrait dans ta chair
flèche vibrante de l’amour du prochain sur ton sein
.

Jean Cayrol (6 juni 1911 – 10 februari 2005)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e juni ook mijn blog van 6 juni 2011 deel 1 en eveneens deel 2.