Am Pfingstmontage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Prettige Pinksterdagen!

 

 

 

 

Pinksteren door de “Meister des Salemer Heiligenaltars”, eind 15e eeuw

 

 

 

 

Am Pfingstmontage

 

“Also hat Gott die Welt geliebt, daß er ihr seinen
eingeborenen Sohn gesandt hat, damit Keiner,
der an ihn glaubt, verloren gehe. – Wer aber
nicht glaubt, der ist schon gerichtet”

Ist es der Glaube nur, dem du verheißen,
Dann bin ich tot.
O, Glaube, wie lebend’gen Blutes Kreisen,
Er tut mir not;
Ich hab’ ihn nicht.
Ach, nimmst du statt des Glaubens nicht die Liebe
Und des Verlangens tränenschweren Zoll,
So weiß ich nicht, wie mir noch Hoffnung bliebe.
Gebrochen ist der Stab, das Maß ist voll
Mir zum Gericht.

Mein Heiland, der du liebst, wie Niemand liebt;
Fühlst du denn kein
Erbarmen, wenn so krank und tiefbetrübt
Auf hartem Stein
Dein Ebenbild
In seiner Angst vergehend kniet und flehet?
Ist denn der Glaube nur dein Gotteshauch?
Hast du nicht tief in unsre Brust gesäet
Mit deinem eignen Blut die Liebe auch?
O sei doch mild!

Ein hartes, schweres Wort hast du gesagt:
Daß, wer nicht glaubt,
Gerichtet ist. Ich seh’ nicht, wo es tagt;
Doch so beraubt
Läßt er mich nicht,
Der hingab seinen Sohn, den eingebornen,
Für Sünder wie für Fromme allzugleich.
Zu ihm ich schau, die Ärmste der Verlornen,
Nur um ein Hoffnungswort; er ist so reich,
Mein Gnadenlicht.

Du Milder, der die Taufe der Begierde
So gnädiglich
Besiegelt selbst Sakramentes Würde:
Nicht zweifle ich,
Du hast gewiß
Den Glauben des Verlangens, Sehnens Weihe
Gesegnet auch, sonst wärst du wahrlich nicht
So groß an Milde und so stark an Treue,
Brächst du ein Zweiglein, draus die Knospe bricht
Und Frucht verhieß.

Was durch Verstandes Irren ich verbrochen,
Ich hab’ es ja
Gebüßt so manchen Tag und manche Wochen;
So sei mir nah
Nach meiner Kraft,
Die freilich ich geknickt durch eigne Schulden,
Doch einmal aufzurichten nicht vermag,
Will hoffen ich, will sehnen ich, will dulden;
Dann gibst du Treuer wohl den Glauben nach,
Der Hilfe schafft.

 

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Drostes Pianoforte in het Fürstenhäusle in Meersburg

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 20e mei ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Ellen Deckwitz, Tommy Wieringa, Gerrit Achterberg, Annie M.G. Schmidt, William Michaelian, Wolfgang Borchert

De Nederlandse dichteres en schrijfster Ellen Deckwitz werd geboren op 20 mei 1982 in Deventer. Zie ook alle tags voor Ellen Deckwitz op dit blog.

ONZE MOEDER I

Onze moeder kan een voetstuk op (één teug),
ze drinkt al jaren onder de tafel. Van flessenbodems
schrapen we gedachtenis af. We zetten ze bij,

de vaasjes waarop blank fluiteschuim bloesemt
en soms druipt het, soms knipoogt de fles soms

kruipen er wolken voor de zin. Slokken die
de dag van het gelaat vijlen. Wat doet iemand als wij
op een plek als enfin.

Onze moeder dus
die kan een voetstuk op.
Nu hop,

straks ziet ze dat we het aankunnen. Klappen we
voor ouders die niet willen dat er over hen wordt
gedroomd,

knip zegt het glas en de kamer gaat uit.

 

ONZE MOEDER II

Op een dag werden we uit onze moeder gepeld
en ik vergat dat ze botten dealde.

Je raakt ook zo snel afgeleid
door de eerderen die maar om elkaar krommen
om maar in elkaar te stollen

terwijl je slonk. Er is grond
waarop ik palmen plant, getuigen
dat ik geen wortel meer schiet.
Mezelf niet als een kalenderblad
scheuren kan.

De aarde slurpt regenwormen op en ik gok
dat we allemaal lief willen worden
(gevonden), men zich op de bodem
in een midden bevindt. Dat voor ons niets
ooit aanbreekt.

 

 

Ellen Deckwitz (Deventer, 20 mei 1982)

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Ingvar Ambjørnsen, A.C. Cirino, Hanna Krall, Hector Malot, Sigrid Undset, Honoré de Balzac

 

De Noorse schrijver, muzikant en theatermaker Ingvar Ambjørnsen werd geboren in Tønsberg op 20 mei 1956. Zie ook alle tags voor Ingvar Ambjørnsen op dit blog.

 

Uit: Potes pour la vie (Vertaald door Jean-Baptiste Coursaud)

 

“– Quand j’étais minot, j’adorais les groseilles. Maintenant, j’peux plus les blairer.

Kjell Bjarne a prononcé cette phrase sur un ton censé me faire comprendre qu’entre-temps il s’était passé des choses. À savoir qu’il avait vécu la moitié d’une vie humaine. Et que, sur le chemin de cette vie, il n’avait plus goût aux groseilles.

Pour ma part, je n’ai absolument rien à reprocher aux baies rouges et acidulées. Les groseilles sont tout à fait à mon goût. Si le temps m’avait confisqué quoi que ce fût, c’était ma capacité à m’égayer. Je ne trouvais plus la vie très folichonne, du moins pas autant que lorsque j’étais enfant. Ce que je me gardais bien de révéler. Pareille déclaration n’aurait que perturbé Kjell Bjarne. Et c’est d’ailleurs un phénomène étrange : si on en vient à dire telle ou telle chose à voix haute, elle gagne doublement en vérité. Et perd, dans ce cas de figure, tout aussi doublement sa part de gaieté.

D’autant que je n’avais grosso modo pas à me plaindre. Vraiment pas. Je serais même plus proche de la réalité en avouant que je suis un jeune homme gâté. À l’instar de tant de jeunes hommes de ce pays. Inutile d’aller courir l’Afrique en quête de Noirs pour trouver des camarades dans de sales draps, il suffisait d’observer ne fût-ce qu’une seconde les Noirs vivant à Oslo pour se rendre compte illico que ce pays était tombé bien bas. Car ils étaient traités, si je ne me fourrais pas le doigt dans l’oeil, comme de vulgaires négros. Même par la police. Ou plutôt : tout particulièrement par la police. « Amène-toi, Bamboula, leur lançaient les forces de l’ordre. Voyons voir à quoi il ressemble, ton

faux passeport. » Toujours est-il qu’on pouvait lire jusqu’à l’écoeurement des faits similaires dans les colonnes de la presse nationale.”

 

 

 

Ingvar Ambjørnsen  (Tønsberg, 20 mei 1956)

In de jaren 1980 

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