Whitsunday (George Herbert)

Prettige Pinksterdagen!

 

 

Pinksteren door Fernando Gallego, 2e helft 15e eeuw

 

 

Whitsunday

Listen sweet Dove unto my song,
And spread thy golden wings in me;
Hatching my tender heart so long,
Till it get wing, and fly away with thee.

Where is that fire which once descended
On thy Apostles? thou didst then
Keep open house, richly attended,
Feasting all comers by twelve chosen men.

Such glorious gifts thou didst bestow,
That th’earth did like a heav’n appear;
The stars were coming down to know
If they might mend their wages, and serve here.

The sun which once did shine alone,
Hung down his head, and wisht for night,
When he beheld twelve suns for one
Going about the world, and giving light.

But since those pipes of gold, which brought
That cordial water to our ground,
Were cut and martyr’d by the fault
Of those, who did themselves through their side wound,

Thou shutt’st the door, and keep’st within;
Scarce a good joy creeps through the chink:
And if the braves of conqu’ring sin
Did not excite thee, we should wholly sink.

Lord, though we change, thou art the same;
The same sweet God of love and light:
Restore this day, for thy great name,
Unto his ancient and miraculous right.

 

 

George Herbert (3 april 1593 – 1 maart 1633)

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 19e mei ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Constantin Göttfert, Karel van het Reve, Gijs IJlander, Jodi Picoult, Ruskin Bond

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Constantin Göttfert werd op 19 mei 1979 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 29 december 2010.

 

Uit: Satus Katze

 

„Das Plakat der Freien Bühne zeigte eine hässliche schwarze Katze, deren Fell mehrere kahle Stellen aufwies. Ich beugte mich wei-ter vor, Schweiß hatte den Rücken meines Hemdes mit der Sessellehne verklebt. Von meinem Klapptisch im gegenüberliegenden Gastgarten des Café Wortner konnte ich den Namen des Stückes nicht erkennen. Der Springbrunnen in der Mitte  des Platzes warf Feuchtigkeit auf die Zeitungen der Gäste, bei jedem Windstoß segelten winzige weiße Blüten blätter aus den Kirschbaumzweigen auf meine Unterarme herab. Mit einer  Hand schirmte ich die Augen gegen die tief stehende Sonne ab, aber die Buchstaben auf dem Plakat blieben unleserlich.

Es war Mitte Mai. Nach längerer Abwesenheit war ich wieder nach Wien zurückgekehrt. Durch ein Stipendium einer Kulturstiftung der Universität Oulu hatte ich einige Monate in Finnland verbracht. Per Vertrag war ich dazu verpfl ichtet, über den Fortschritt des eingereichten Arbeitsprojektes Auskunft zu geben, und seit meiner Ankunft in Wien Schwechat überlegte  ich nun, wie ich der Universität klarmachen konnte, dass ich schon seit Stipendienbeginn nichts mehr geschrieben hatte.

Ich blätterte durch die Seiten meines Notizbuches, überflog einige Einträge, blätterte weiter, die Blütenblätter klebten an meinen Unterarmen. Nichts von dem, was ich in Finnland erlebt hatte, hatte ich niedergeschrieben, nicht einen Satz, nicht ein Wort, doch nun nahm ich den Stift, blickte auf das Plakat an der gegenüberliegenden Straßenseite, in die halb geschlossenen Augenlider der Katze, und mit rasender Geschwindigkeit schrieb ich die Worte:

die Katzen meiner Nachbarin nieder.

Eine Straßenbahn zog ratternd über die Wiedner Hauptstraße, gefolgt von einer Kolonne Autos, aus deren offen stehenden Seitenscheiben Musik kam.

Ich schlug das Notizbuch zu und bückte mich nach dem Stift, der über die Tischkante in den Kies gerollt war, als ich auf die Stimme einer jungen Frau aufmerksam wurde, die an einem der Nachbartische telefonierte.“

 

 

 

Constantin Göttfert (Wenen, 19 mei 1979)

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Lorraine Hansberry, Fritz Rudolf Fries, Rahel Varnhagen, Anna Jameson

 

De Amerikaanse schrijfster Lorraine Hansberry werd geborenop 19 mei 1930 in Chigago. Zie ook alle tags voor Lorraine Hansberry op dit blog.

 

Uit: A Raisin in the Sun

 

“Mama: It don’t sound nice for a young girl to say things like that — you wasn’t brought up that way. Me and your father went to trouble to get you and Brother to church every Sunday.

Beneatha: Mama, you don’t understand. It’s all a matter of ideas, and God is just one idea I don’t accept. It’s not important. I am not going out and be immoral or commit crimes because I don’t believe in God. I don’t even think about it. It’s just that I get tired of Him getting credit for all the things the human race achieves through its own stubborn effort. There simple is no blasted God — there is only man and it is he who makes miracles!

(MAMA absorbs this speech, studies her daughter and rises slowly and crosses to BENEATHA and slaps her powerfully across the face. After, there is only silence and the daughter drops her eyes from her mother’s face, and MAMA is very tall before her)

Mama: Now — you say after me, in my mother’s house there is still God. (There is a long pause and BENEATHA stares at the floor wordlessly. MAMA repeats the phrase with precision and cool emotion) In my mother’s house there is still God.

Beneatha: In my mother’s house there is still God. (A long pause)”

 

 

Lorraine Hansberry (19 mei 1930 – 12 januari 1965)

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Yahya Hassan

 

De Deense dichter van Palestijnse afkomst Yahya Hassan werd geboren 19 mei 1995 in Aarhus.


LANGDIGT (LANG GEDICHT)

Kein Schweinefleisch willst du zu dir nehmen,
möge Allah dich belobigen für deine Essgewohnheiten,
du willst Freitagsgebet bis zum nächsten Freitagsgebet,
du willst Ramadan bis zum nächsten Ramadan,
und zwischen den Freitagsgebeten und den Ramadans,
trägst du ein Messer in deiner Tasche,
während du Menschen fragst, ob sie denn ein Problem haben,
wenngleich doch du das wahre Problem bist.

 

Yahya Hassan (Aarhus,19 mei 1995)