Martin Suter, Yórgos Seféris, Marin Sorescu, Howard Nemerov, John Byrom, Saul Williams

De Zwitserse schrijver Martin Suter werd geboren op 29 februari 1948 in Zürich. Zie ook alle tags voor Martin Suter op dit blog.

 

Uit: Der Koch

“Auf dem kurzen Weg von der Tramstation bis zur Theodorstraße 94 wurde Andrea von einem Junkie angebettelt, von einem Dealer angehauen und von einem Autofahrer angemacht. Für den Rückweg würde sie ein Taxi bestellen, auch wenn es früh am Abend war. Und es würde früh sein, das hatte sie sich fest vorgenommen. Gleich beim Betreten seiner Wohnung würde sie sagen, sie wäre beinahe nicht gekommen, so krank fühle sie sich. Im Treppenhaus roch es, wie es eben in Mietshäusern riecht um diese Zeit. Nur nicht nach Hackbraten, sondern nach Curry. Im ersten Stock standen zwei Tamilinnen in ihren halboenen Wohnungstüren und schwatzten. Im dritten wartete ein kleiner Junge auf dem Treppenabsatz und verschwand enttäuscht in der Wohnung, als er Andrea sah. Maravan erwartete sie vor seiner Wohnungstür. Er trug ein buntes Hemd und eine dunkle Hose, war frisch rasiert und frisch geduscht, gab ihr seine lange schmale Hand und sagte: »Willkommen in Maravans Curry Palace.« Er führte sie herein, nahm ihr den Wein ab und half ihr aus dem Mantel. Überall brannten Kerzen, nur da und dort sorgten ein paar Spots für eine etwas nüchterne Beleuchtung. »Die Wohnung erträgt nicht viel Licht«, erklärte er in seinem Schweizerhochdeutsch mit tamilischem Zungenschlag. Auf dem Wohnzimmerboden, keine zwanzig Zentimeter erhöht, war ein Tisch für zwei Personen gedeckt. Kissen und Tücher dienten als Sitzgelegenheit. An der Wand stand ein Hausaltar mit einer brennenden Deepam. In dessen Zentrum die Statue einer vierarmigen Göttin, die in einer Lotusblüte saß. »Lakshmi«, sagte Maravan mit einer Handbewegung, als stelle er einen weiteren Gast vor. »Weshalb hat sie vier Arme?« »Dharma, Kama, Artha und Moksha. Rechtschaenheit, Lust, Wohlstand und Erlösung.”

 

Martin Suter (Zürich 29 februari 1948)

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Stephen Spender, Bart Koubaa, Luc Dellisse, Bodo Morshäuser, John Montague

De Engelse dichter, essayist en schrijver Stephen Spender werd geboren op 28 februari 1909 in Londen. Zie ook alle tags voor Stephen Spender op dit blog.

My Parents kept me from children who were rough

My parents kept me from children who were rough
and who threw words like stones and who wore torn clothes.
Their thighs showed through rags. They ran in the street
And climbed cliffs and stripped by the country streams.

I feared more than tigers their muscles like iron
And their jerking hands and their knees tight on my arms.
I feared the salt coarse pointing of those boys
Who copied my lisp behind me on the road.

They were lithe, they sprang out behind hedges
Like dogs to bark at our world. They threw mud
And I looked another way, pretending to smile,
I longed to forgive them, yet they never smiled.

 

The Room Above the Square

The light in the window seemed perpetual
When you stayed in the high room for me;
It glowed above the trees through leaves
Like my certainty.

The light is fallen and you are hidden
In sunbright peninsulas of the sword:
Torn like leaves through Europe is the peace
That through us flowed.

Now I climb up alone to the high room
Above the darkened square
Where among stones and roots, the other
Unshattered lovers are.

 

O Night O Trembling Night

O night O trembling night O night of sighs
O night when my body was a rod O night
When my mouth was a vague animal cry
Pasturing on her flesh O night
When the close darkness was a nest
Made of her hair and filled with my eyes

(O stars impenetrable above
The fragile tent poled with our thighs
Among the petals falling fields of time
O night revolving all our dark away)

O day O gradual day O sheeted light
Covering her body as with dews
Until I brushed her sealing sleep away
To read once more in the uncurtained day
Her naked love, my great good news.

Stephen Spender (28 februari 1909 – 16 juli 1995)

Cover

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