Joyce Maynard, Andreas Stichmann, Bert Wagendorp, Hanns-Josef Ortheil

De Amerikaanse schrijfster Joyce Maynard werd geboren op 5 november 1953 in Durham, New Hampshire en volgde een opleiding aan de Phillips Exeter Academy. Zie ook mijn blog van 5 november 2010 en eveneens alle tags voor Joyce Maynard op dit blog.

 

Uit: The Good Daughters

And here was the other part of the story, well known to me from a hundred tellings: small as our town was—not even so much as a town, really; more like a handful of farms with a school and a general store and a post office to keep things ticking along—I was not the only baby born at Bellersville Hospital that day. Not two hours after me, another baby girl came into the world. This would be Dana Dickerson, and here my mother, if she was in earshot, joined in with her own remarks.
“Your birthday sister,” she liked to say. “You two girls started out in the world together. It only stands to reason we’d feel a connection.”
In fact, our families could hardly have been more different—the Dickersons and the Planks. Starting with where we made our home, and how we got there.
The farm where we lived had been in my father’s family since the sixteen hundreds, thanks to a twenty-acre land parcel acquired in a card game by an ancestor—an early settler come from England on one of the first boats—with so many greats in front of his name I lost count, Reginald Plank. Since Reginald, ten generations of Plank men had farmed that soil, each one augmenting the original tract with the purchase of neighboring farms, as—one by one— more fainthearted men gave up on the hard life of farming, while my forebears endured.
My father was the oldest son of an oldest son. That’s how the land had been passed down for all the generations. The farm now consisted of two hundred and twenty acres, forty of them cultivated, mostly in corn and what my father called kitchen crops that we sold, summers, at our farm stand, Plank’s Barn. Those and his pride and joy, our strawberries.”

 

Joyce Maynard (Durham, 5 november 1953)

 

De Duitse schrijver Andreas Stichmann werd op 5 november 1983 in Bonn geboren. Zie ook mijn blog van 5 november 2010 en eveneens alle tags voor Andreas Stichmann op dit blog.

 

Uit: Das große Leuchten

“Das riesige Feld der Startbahnen. Aus dem Iran-Air-Flieger heraus gesehen. Vor dem Abflug. Vom Fensterplatz, den Robert mir überlässt, obwohl es auch sein erster Flug ist. Die Spielzeugautos, die dort zwischen den Flugzeugen fahren. Die Beschleunigung, diese Urkräfte, die jetzt verbrannt werden: Das Flugzeug rollt. Der berühmte Menschentraum aus Kabeln und Drähten, in dem man sitzt, ohne selber mitgeschraubt zu haben. Und wie die Erde unter uns wegfällt und sich die Landschaft schräg ins Fenster schiebt.

Es ist Wahnsinn, aber genau so muss es sein, es ist das, was Ana auch machen würde: es einfach versuchen, auch wenn es abwegig scheint. Eben noch in der Einöde und jetzt im Himmel, um sie irgendwo da unten zu finden, unter diesen tiefgelben Lichtmassen. Wir haben exakt sechs Tage und fünf Stunden Zeit. Es ist ein Last-Minute-Flug, der Rückflug ist schon mit drin.

Ich blinzle nicht. Ich versuche jetzt, eine Minute nicht zu blinzeln. Es ist eine Beruhigungstechnik, die wahrscheinlich albern aussieht, aber sie funktioniert, die Farben und Formen hinter dem Bullauge verschwimmen – und wenn ich dann wieder zu blinzeln beginne, entsteht das Gefühl, viel deutlicher zu sehen als zuvor. Ein Klarheitseffekt, ein ruhiger Blick, den ich hier entwickle. Mit Anas Kapuzenpullover im Schoß, der immer noch ein bisschen nach ihr riecht.

Robert schickt mir sein dünnes Lächeln – diesen Blick, der auf etwas hinweisen soll, das sich zwischen den Worten befindet, auch wenn sich da gar nichts befindet, weil wir nicht reden. Er drückt mit demonstrativer Gelassenheit auf dem Bildschirm im Rücken des Vordersitzes herum, staunt über den Entertainment-Arm, der in die Lehne eingefaltet ist wie ein elektronisches Küken. Schlägt sich in die Wolldecke ein, zieht seine Sandalen aus, justiert sich im Sitz. Als wollte er mir seine Lockerheit und Reisefähigkeit beweisen. Dabei ist es offensichtlich, dass er nervös ist – wie er sich am Hals kratzt, der schon ganz gerötet ist von seinen Allergien, wie er an den Knöpfen seines durchgeschwitzten Leinenhemdes rumfummelt. ­Nebenbei erwähnt er, dass er seine Medikamente nicht im Handgepäck hat, obwohl er sie jetzt nehmen müsste. Ich sage, dass ich über so was jetzt nicht nachdenken kann, er soll sich auf unsere Aufgabe konzentrieren in den nächsten sechs Tagen, schließlich ist er mitgekommen, um zu helfen.”

 

Andreas Stichmann (Bonn,5 november 1983)

 

De Nederlandse schrijver en journalist Bert Wagendorp werd geboren in Groenlo op 5 november 1956. Zie ook alle tags voor Bert Wagendorp op dit blog.

 

Uit: Veren (Column)

“Twee jaar later schudde in Engeland Tony Blair, geïnspireerd door Wim Kok, ook zijn ideologische veren af en kwam met zijn ‘Derde Weg’, de geliberaliseerde markt als ‘dienaar van de samenleving’. Dat was een van de grootste vergissingen van de afgelopen decennia, weten we inmiddels, die ons duur is komen te staan.

Daar ging Wouter Bos’ Den Uyl-lezing over. Want wat staat ons nu te doen? Je krijgt uit zijn woorden niet de indruk dat Bos daar kraakheldere ideeën over heeft; hij is geen bezielde visionair als Den Uyl – wat die te veel had, heeft Bos te weinig.

Bos sprak over ‘het brede welvaartsbegrip’ en ‘de publieke aansturing’. Zijn lezing ademde twijfel en onzekerheid – postmoderne kwaliteiten, ik weet er alles van, maar behoorlijk lastig voor een minister van Financiën en partijleider.
Obama kondigde aan dat hij de Amerikaanse banken wil gaan splitsen en verkleinen. Het zware gespeculeer met door de overheid gegarandeerd particulier spaargeld moet afgelopen zijn.

In Obama herken je soms de Uyliaanse gedrevenheid – de neiging om met grote gebaren veranderingen te forceren. Bos stuurde Obama meteen een brief, om hem met zijn ideeën te feliciteren. Warm gebaar.
Barack Obama gelooft in maakbaarheid.
Het is te hopen dat Obama’s plannen Bos de moed geven zélf ook weer een paar ideologische veren in de kont van zijn partij te durven steken – en iets te doen.”

 

Bert Wagendorp (Groenlo, 5 november 1956)

 

De Duitse schrijver Hanns-Josef Ortheil werd geboren op 5 november 1951 in Keulen. Zie ook mijn blog van 5 november 2010 en eveneens alle tags voor Hanns-Josef Ortheil op dit blog.

 

Uit: Liebesnähe

“Er führt die schmale, hellgraue Straße entlang, die jetzt von dunklen, dichten Nadelwäldern gesäumt wird, die wenigen, vereinzelten Wolken hoch oben setzen sich scharf vom tiefen Himmelsblau ab, er fährt immer langsamer, diese stille Vorgebirgslandschaft hat etwas wohltuend Einsames. Die Straße hat keinen Mittelstreifen, und ihr heller Asphalt wirkt wie improvisiert oder bloß wie eine dünne Erdschicht, die den Weg bahnt und sich kaum abhebt von den noch schmaleren Seitenstreifen.

Er lässt die Fenster des Wagens herunter, der Wagen rollt aus und kommt dann zum Stehen.

Er stellt den Motor aber nicht ab, weil er die Fahrt nicht unterbrechen, sondern nur für einen Moment die Waldluft atmen und einen Schluck Wasser trinken will. Seit Tagen hat er sich auf diese Ankunft gefreut, und nun ist diese Freude sogar regelrecht spürbar, denn sein Herz klopft und reagiert damit instinktiv auf all diese starken Bilder.

Er trinkt Wasser aus einer Sprudelflasche, er schüttet eine kleine Ladung davon in die hohle Hand und fährt sich mit ihr durchs Gesicht, diese Frische passt genau zu der Frische der Landschaft, die an diesem Spätsommermorgen etwas Hellwaches und Aufgekratztes hat, als forderte sie einen auf, sofort aufzubrechen und auf einer langen Wanderung dem nächstbesten Pfad hinauf in die Berge zu folgen.

Er atmet tief durch, dann fährt er weiter, er lässt den Wagen bei sehr niedriger Geschwindigkeit dahinrollen, als fände er ganz alleine den Weg. Die Bäume gleiten vorbei wie ein scheues Spalier und treten dann immer weiter zurück, die Szene öffnet sich, während die Straße in leichten Schwingungen abschüssig ins Tal führt.

Dann, plötzlich, ist der Blick frei, und er sieht die Ganze Weite des Raums: Die hellgrünen, gemähten, welligen Wiesen, den sich anschließenden Ringsaum der dunkleren Nadelwälder und das Schiefergrau der hohen Berge, über deren Spitzen einige kleine Wolken verstreut sind.”

 

Hanns-Josef Ortheil (Keulen, 5 november 1951)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 5e november ook mijn blog van 5 november 2011deel 1 en eveneens deel 2.