Am Weihnachtstag (Annette von Droste-Hülshoff)

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Prettig Kerstfeest!

 

De Aanbidding Door De Herders, Anthonie van Dyck, ca 1632

 

 

Am Weihnachtstag

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geboren,
der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;
den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
da ist’s, als ob aufs nied’re Dach er falle;
in tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das nied’re Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
die Mutter knieet, schlichter Mann rückt tief erschüttert
das Lager ihnen; seine Rechte zittert
dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe steh’n geringe Leute,
mühsel’ge Hirten, doch die ersten heute,
und in den Lüften klingt es süß und lind,
verlor’ne Töne von der Engel Liede:
“Dem Höchsten Ehr’ und allen Menschen Friede,
die eines guten Willens sind.”

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Buste in het park van slot Hülshoff

 

 

Zie voor de schrijvers van de 25e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Quentin Crisp, David Pefko, Tununa Mercado, Sabine Kuegler, Alfred Kerr

De Engelse schrijver, acteur en homoactivist Quentin Crisp werd geboren als Denis Charles Pratt op 25 december 1908 in Sutton, Surrey. Zie ook alle tags voor Quentin Crisp op dit blog.

 

Uit: The Alternative Queen’s Message


As you now know, the Queen of England addresses the nation on the afternoon of Christmas Day. And she tells them what has happened and she invites them to be part of the history of England, and to be proud of being English and to go on. Then a Mr. Michael Jones came from England to America and said, “Will you make a speech?” And I said, “Ye-e-e-e-s-s-s-s.” And I was worried about it, but when I had on the table the script which I could read, I told them how to be happy. And in the last bit, Mr. Jones said, “Have you one final speech, one final message to deliver the English?” And I said, “Yes, I have. Tell them to pack tonight and to leave tomorrow, like Portuguese explorers of old, for the islands of the blessed. We are waiting for you.” Here is what I told the English that night:
As Mr Dickens would have said, 1993 has been the best of times and it has been the worst of times. A reginal theme has permeated my year. I have had, as some of you may know, the novel experience of appearing as a Queen of England in a film adaptation of Mrs Wolf’s novel Orlando. The film connects the many moments of English history with what, I believe, is called gender bending.
Having worn reginal gowns, I begin to understand why Queen Elizabeth the first was not always in the best of moods. She was much troubled by relatives and in-laws, often Scottish. Many of whom she axed from life, and even more seriously from the social register.
Continuing my honest masquerade, I appear thus to address the entire British nation on Christmas day. I am, of course, in mufti. But departing from tradition, I will not speak mainly of myself, Britain, or the strangely misnamed commonwealth. Instead, I will speak of America. I do this because America is the land where I think, despite its faults, is where the best of you should be.“

 

Quentin Crisp (25 december 1908 – 21 november 1999)

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Friedrich Wilhelm Weber, Christian Geissler, Dorothy Wordsworth, Carlos Castaneda, William Collins, Ute Erb, Gerhard Holtz-Baumert

De Duitse schrijver Friedrich Wilhelm Weber werd geboren op 25 december 1813 in Althausen. Zie ook alle tags voor Friedrich Wilhelm Weber op dit blog.

 

Morgenläuten

Der Morgenstern erschwang sich schon,

Vom Walde klingt ein heller Ton

Hinab zum finstren Grunde:

Des Klausners Glöcklein weiht den Tag,

Und laut und leise klingt es nach

In ferner Runde.

Und weißt du, was das Glöcklein sagt?

Es grüßt die demutvolle Magd,

Die Jungfrau auserkoren,

Die, wie der lichte Morgenstern

Die Sonne bringt, der Welt den Herrn

Zum Heil geboren.

Und dreimal schlägt das Glöcklein an:

Drei Ave schließe fromm daran

Und denke des Dreieinen;

Und füg‘ ein Ave noch hinzu

Als Opfer für die sel’ge Ruh‘

Der lieben Deinen!

Und danke Gott für sich’re Wacht,

Mit der er dich in dunkler Nacht

Behütet und umgeben;

Und danke Gott für Schlaf und Rast

Und neue Kräfte, die du hast

Zu neuem Streben!

Das Glöcklein ruft: Die Tage fliehn!

Gebrauch‘ das Pfund, das dir verliehn,

Gleich dem getreuen Knechte!

Sei gut und wirksam, wie du kannst;

Wenn du dich recht auf dich besannst,

Wirst du das Rechte!

Nun fang‘ in Gottes Namen an

Dein Tagwerk; wer fromm begann,

In Freude wird er enden!

Getrost, der tapfre Kämpfer siegt!

Tu‘, was du sollst, das andre liegt

In Gottes Händen! –

Der Morgenstern verdämmert schon,

Vom Walde klingt ein heller Ton

Hinab zum finstren Grunde:

Des Klausners Glöcklein weiht den Tag,

Und laut und leise klingt es nach

In ferner Munde.

 

Friedrich Wilhelm Weber (25 december 1813 – 5 april 1894)

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