Ernst van Altena, Alfred de Musset, Christian Grabbe, Maximilian von Schenkendorf, Paul Kornfeld

De Nederlandse dichter, schrijver en vertaler Ernst van Altena werd geboren in Amsterdam op 11 december 1933. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

Bomen

In oktober zijn de bomen
van hun zomerwee bekomen
en ze zuchten dan: we zijn weer onder ons…..
Geen gebrom meer of geknetter, geen getetter of geschetter…
En ze kleden zich in feestlijk goud en brons.

En dan houden zij een party in het Spaanderswoud
met de varens en de mossen en het kreupelhout.
En ze lachen en ze bomen met elkaar.

Kijk, de eiken staan te prijken met hun bruine, brede kruinen.
De kastanje met oranje kroonjuwelen….
En de vlieren staan gevieren
populieren te versieren.
bij de vennen kussen dennen de abelen….

En de ceders doen wat teders met de els.
Westwinden strijken linden door hun pels.
Coniferen converseren met de sterke blanke berken.
Ook de essen en cipressen komen los
van september tot november in het bos!

Maar helaas een weekje later
heeft haast elke boom een kater
van dat al te vrolijk najaarszonnefeest.
En zij laten met z’n allen al hun bronzen blaren vallen.
En ze denken ’t is weer mooi genoeg geweest.

Bij de eerste najaarsstormen in het Spaanderswoud
gooien zij elkaar met eikels en met stukken hout.
En zo vechten alle bomen met elkaar
op die eerste winterdagen van het jaar.
Ja, dan beuken alle beuken op de eiken die niet wijken,
maar geniepen met de iepen en de berken…
En de sparren harrewarren met de vlieren,
die weer klieren door de tere coniferen te bewerken…

Populieren staan te tieren naar de olm…
En die dwaze beukt de hazelaar tot molm!
Alle dennen slaan hun pennen naar de essen en cipressen.
Ook krakelen de abelen er op los…
In november en december in het bos!

Ernst van Altena (11 december 1933 – 14 juni 1999)

 

De Franse dichter en schrijver Alfred de Musset werd geboren op 11 december 1810 in Parijs. Zie ook alle tags voor Alfred de Musset op dit blog.

 

Morgenständchen

Genug des Schlafes, Süße!

Am Söller wiehert Grüße

Bereits Dein Falber kühn!

Die Beizer komm’ zu schauen,

Der Falken schwarze Klauen

Auf ihrer Ärmel Grün.

Sieh’, Pagen und Bereiter

Im Aufzug flott und heiter,

Nicht Wams noch Stahlgewand;

Am Hut die Hahnenfeder,

Den Zelter fest am Leder,

Die Armbrust in der Hand.

Schau’ dort im grünen Grunde

Windspiele, prächtige Kunde,

Und Teckel, kläffend hell;

Zur Jagd, die glückerlesen,

Setze, geliebtes Wesen,

Den Fuß in Bügel schnell!

Zuvor in Schmerz doch hülle

Des schönen Busens Fülle,

Den Arm von Elfenbein;

Damit dem Aug’ die reinen

Göttlichen Formen scheinen

Erratbar bloß allein.

Wie lieb’ ich’s, strählst Du zierlich

Mit weißer Hand manierlich

Dein Schwarzhaar, neigend Dich,

Das, Morgens aufgebunden,

Gelöst in Abendstunden

Durch Dich wird und durch mich.

Wohlan denn, meine Milde,

Zu Ross durch Herbstgefilde,

Dass hell der Huf erklingt;

Indeß, gleich einer Lanze,

Dein Narr im muntern Tanze

Den Sonnenschirm Dir schwingt!

Und jetzt noch rasch die Binde

Um’s Schulterrund Dir winde,

Ums Goldkorsett geschwind;

Dann in des Mantels Falten

Will tragen ich und halten

Dich wie ein schlummernd Kind!

 

Vertaald doorAdolf Strodtmann

 


Alfred de Musset (11 december 1810 – 2 mei 1857)

Portret door Eisler

 

De Duitse toneelschrijver Christian Dietrich Grabbe werd geboren in Detmold op 11 december 1801. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

Uit:Etwas über den Briefwechselzwischen Schiller und Goethe

Die Guillotine der Revolution steht still und ihr Beil rostet, – mit ihm verrostet vielleicht auch manches Große, und das Gemeine, in der Sicherheit, daß ihm nicht mehr der Kopf abgeschlagen werden kann, erhebt gleich dem Unkraut sein Haupt. Napoleons Schlachtendonner sind gleichfalls verschollen. Seine Feinde denken seiner nicht mehr, weil sie ihn nicht mehr sehen noch hören, – Freunde, die ihn kannten, sterben allmählig aus, – jugendliche Enthusiasten bewundern wohl seinen Kriegesglanz, von dem ihnen noch einige Augenzeugen zu erzählen wissen, begreifen aber schwerlich seinen Character, seine Sendung und seine Zeit.

Mit Napoleons Ende ward es mit der Welt, als wäre sie ein ausgelesenes Buch, und wir ständen, aus ihr hinausgeworfen, als die Leser davor, und repetirten und überlegten das Geschehene. In succum et sanguinem haben wir es indeß noch nicht vertirt, selbst die historischen Compendien-Fabrikanten und Guckkastenzeiger, wozu insbesondere die deutschen Geschichtschreiber mehr oder weniger gehören, nicht ausgeschlossen. Und was soll man da hoffen? Was wenigstens bei unsren Landsleuten? Eine Recension, von irgend einem Laffen zusammengeschrieben, ist ihnen oft mehr werth als das recensirte Buch, denn – es ist eine Recension, – eine Pflanze lernen sie eher aus Linnés System kennen, als in der Natur selbst, denn – sie steht in einem System. Analogisch geht’s ihnen grade so bei den Weltbegebenheiten.

Aber so ruhig unsere Zeit scheinen, so ruhig man sie betrachten mag, der nachdenkende Beobachter schaudert doch zuletzt zusammen: unter den Gebildeten (und diese wirken auf die Masse vermöge der vielen Mittheilungsmittel mehr zurück als je) Weltüberdruß allethalben, – selbst der Mystiker ist von ihm angesteckt, nur flüchtet er davor nicht in den sinnlichen Wust des Lebens, sondern in seine überirdischen Himmel. Wie wenig Achtung vor den alt-bürgerlichen und religiösen Institutionen! Wie viel Tausende, welche diese Achtung zu haben glauben, brauchen nur geprüft zu werden, um selbst zu fühlen und Anderen zu beweisen, daß sie dieselbe nicht besitzen.“

 

Christian Grabbe (11 december 1801 – 12 september 1836)

 

De Duitse dichter Maximilian Gottfried von Schenkendorf werd geboren op 11 december 1783 in Tilsit in Oost-Pruisen. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

An Goethe

Nun hab’ ich dich gesehen,

Du hohes Heldenhaupt,

In fernen, sel’gen Höhen,

Von frischem Kranz umlaubt.

Apollo’s goldner Bogen

Der Stirne lichter Bau,

Ein Firmament, umzogen

Von ewig klarem Blau.

Das milde, weise Lächeln,

Das um die Lippe wallt,

Wie linder Weste Fächeln

Zu mildern die Gewalt.

Wie traten aus dem Dunkeln

Die Formen klar und rein,

Die Blicke sah ich funkeln

Wie goldner Sterne Schein.

Mit Worten dich zu grüßen,

Hat Stolz mich nie verführt,

Die Hand nur möcht’ ich küssen,

Die so die Saiten rührt.

Du Herzog sonder Gleichen,

Du sel’ger Dichterfürst,

Der du in deinen Reichen

Doch ewig herrschen wirst!

O laß dir’s noch gefallen

Hienieden gern und lang;

Auch in des Aethers Hallen,

Tönt ja nur dein Gesang.

 

Maximilian von Schenkendorf (11 december 1783 – 11 december 1817)

 

De Duitse schrijver Paul Kornfeld werd geboren op 11 december 1889 in Praag. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

Uit: Der umgekehrte Fontane (Recensie van Blanche oder Das Atelier im Garten door Gert Ueding)

„Das ganze Personal dieses umfangreichen Romans könnte man Revue passieren lassen und würde überall einer großen charakterlichen Vielspältigkeit und Feinheit begegnen, die sich noch dazu oft mit hochgradiger ästhetischer Empfindlichkeit mischen.Hier taucht das Projekt des Ästhetizismus in neuer Wendung auf. Denn die Kunst wird wieder zur Heimstatt der menschlichen Wunschexistenz, damit zum Bollwerk gegen eine feindliche Außenwelt, gegen die flache, materialistische Gesellschaft und eine ungenügende Natur, die nur ästhetisiert, als Gartenlandschaft, zugelassen ist und allenfalls das Seelenleben der Personen widerspiegelt.Doch weiß Paul Kornfeld nur allzu genau um die Flüchtigkeit der aus Traum und Kunst gewobenen Scheinwelt. Einerseits dient ihm ihre minutiöse Beschreibung mit all ihren ästhetischen Raffinessen dazu, das Leben der bürgerlichen Gesellschaft, in seiner Beschränktheit und geschwätzigen Trostlosigkeit im Kontrast erkennbar zu machen. Darin ist er gleichsam ein umgekehrter Fontane, denn er bemüht die Form des Konversationsromans dazu, die Perversion des gebildeten, humanen Gesprächs zum eitlen, leeren Gerede darzustellen. Auf der anderen Seite läßt Kornfeld nie einen Zweifel daran, daß der Traum von einer schönen Wirklichkeit keinen Bestand haben kann.Kornfelds erst posthum und spät, 1957, erschienener Roman gehört zu den wenigen Großwerken der deutschen Literatur dieses Jahrhunderts, in denen man sich verlieren kann, weil sie, mit Ernst Jünger, Einblick geben “in das Gefüge der Welt, mit Paradiesen und Höllen, mit Gipfeln und Abgründen”, die dem unmittelbaren stofflichen Leserinteresse ebensoviel wie dem Kunstverstand bieten. Das Sentimentale setzt sich in hohe Kunst fort, bildet den Absprung in eine feinnervige dichterische Welt, daß man sich oft ins Universum Prousts versetzt glaubt.“

 


Paul Kornfeld (11 dezember 1889 – † januari 1943)