Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Julia Mann – da Silva-Bruhns

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008. en ook mijn blog van 14 augustus 2009 en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

 

Uit: Mozarts Friseur

 

Der Friseur, so die Legende, ist eine Mischung aus einem arabischen Findelkind und einem (gewordenen) Wiener, aufgefunden von Nomaden und von ihnen am Leben gehalten, gesäugt von Kamelen, nachts warm gehalten von ihrem Dung, bemuttert von Palmenschatten, in die man ihn während der Ruhepausen bettete. Die Hölle war es trotzdem. Mit dem Lebenswillen eines Weggeworfenen wehrte er sich gegen das Verdursten und Verhungern, gegen Fieber und das Verbrennen der Augen. Bedürfnislos wie die Tiere, die ihn trugen, kam er durch. Eine Gruppe von Matrosen, die um eine Wasserpfeife saß, nahm das verlorene kleine Bündel in Port Said an Bord ihres Frachters (mit Ziel São Paulo), in keiner Absicht. In den Wüsten, erklärten sie, sei der Sand, am Himmel die Sonne, auf See jede Welle wahnsinnig. Daran solle er sich unter Menschen bis zu seiner Todesstunde erinnern.
Der Friseur kann den Wortlaut dieser seltsam bedrohlichen, knapp und endgültig klingenden Botschaft noch heute, fast ein halbes Menschenleben später, im Schlaf aufsagen, ist aber dem Entschluß zu seiner Entschlüsselung aus Gründen, über die er erst lange nachdenken müßte, bisher immer ausgewichen. Nicht, daß ihm dazu die Zeit gefehlt hätte, natürlich nicht. Aber es klappte beim Nachdenken mit den Gedanken nicht, sie waren nie zu dressieren. Und trainiert hat er das Denken später auch nie. Er geht noch immer auf Sand oder Wasser, wenn er denkt. Es gibt keinen Grund, keinen festen Boden, er sinkt ein, das Gehen seiner Gedanken ist schwer und ermüdend. Auch deshalb erinnert er sich jener lange zurückliegenden Zeit, als er an Gedanken noch nicht einmal gedacht hatte. Das Schweigen der Männer, die ihn aufgezogen hatten, war so selbstverständlich wie ihre Befehle verständlich waren. Unterhielten sie sich, benutzten sie nicht Worte, sondern machten Musik, einige tanzten. Sie lasen keine Bücher, schrieben keine Briefe, stellten keine Fragen, auch ihm nicht. Die Sonne ging morgens auf und abends ging sie unter, kein Gedanke würde daran etwas ändern, auch der Gedanke an Profite nicht. Es war das Leben ein stummes Vorwärtskommen auf beschwerlichen Routen, ein Ausruhen zwischendurch, ein Aufbrechen zu einem Ziel, von dem aus sie nach einigen Tagen oder Wochen wieder in die Wüste zurückkehrten, wieder beladen, wieder im Kampf mit dem Auftrag, eine Ladung ins Landesinnere zu bringen, zu Oasen oder Handelsstationen, und von dort eine andere zurück zum Fluß oder zur Küste.
Da ihm Gefahren unbekannt waren, dachte er über sie auch nicht nach. Luftspiegelungen, falls er sie überhaupt wahrnahm, hielt er für wirklich. Ein Spiel war nichts, was ihm widerfuhr. Er spielte nicht, mit nichts, nicht unterwegs. Er dachte sich auch nichts bei dem Spaß, unter die Bäuche der Kamele zu kriechen, um die dort herunterhängenden Haarbüschel erst zu entflechten, um sie anschließend wieder zu kleinen Zöpfen binden zu können. Mach nur weiter so, sagten die Männer und gaben ihm Fußtritte.
Das alles änderte sich mit den Matrosen.”

 

 

 

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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John Galsworthy, Marie Delle Grazie, Johannes Trojan, Ernest Thayer, Carola Herbst, Sibilla Aleramo, Alice Rivaz

De Britse schrijver John Galsworthy werd geboren op 14 augustus 1867 in Kingston Hill in Surrey. Zie ook mijn blog van 14 augustus 2008 en ook mijn blog van 14 augustus 2009 en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

 

 Uit:The Forsyte Saga

 

“Over against the piano a man of bulk and stature was wearing two waistcoats on his wide chest, two waistcoats and a ruby pin, instead of the single satin waistcoat and diamond pin of more usual occasions, and his shaven, square, old face, the colour of pale leather, with pale eyes, had its most dignified look, above his satin stock. This was Swithin Forsyte. Close to the window, where he could get more than his fair share of fresh air, the other twin, James–the fat and the lean of it, old Jolyon called these brothers–like the bulky Swithin, over six feet in height, but very lean, as though destined from his birth to strike a balance and maintain an average, brooded over the scene with his permanent stoop; his grey eyes had an air of fixed absorption in some secret worry, broken at intervals by a rapid, shifting scrutiny of surrounding facts; his cheeks, thinned by two parallel folds, and a long, clean-shaven upper lip, were framed within Dundreary whiskers. In his hands he turned and turned a piece of china. Not far off, listening to a lady in brown, his only son Soames, pale and well-shaved, dark-haired, rather bald, had poked his chin up sideways, carrying his nose with that aforesaid appearance of ‘sniff,’ as though despising an egg which he knew he could not digest. Behind him his cousin, the tall George, son of the fifth Forsyte, Roger, had a Quilpish look on his fleshy face, pondering one of his sardonic jests. Something inherent to the occasion had affected them all.

Seated in a row close to one another were three ladies–Aunts Ann, Hester (the two Forsyte maids), and Juley (short for Julia), who not in first youth had so far forgotten herself as to marry Septimus Small, a man of poor constitution. She had survived him for many years. With her elder and younger sister she lived now in the house of Timothy, her sixth and youngest brother, on the Bayswater Road. Each of these ladies held fans in their hands, and each with some touch of colour, some emphatic feather or brooch, testified to the solemnity of the opportunity.

In the centre of the room, under the chandelier, as became a host, stood the head of the family, old Jolyon himself. Eighty years of age, with his fine, white hair, his dome-like forehead, his little, dark grey eyes, and an immense white moustache, which drooped and spread below the level of his strong jaw, he had a patriarchal look, and in spite of lean cheeks and hollows at his temples, seemed master of perennial youth. He held himself extremely upright, and his shrewd, steady eyes had lost none of their clear shining. Thus he gave an impression of superiority to the doubts and dislikes of smaller men. Having had his own way for innumerable years, he had earned a prescriptive right to it. It would never have occurred to old Jolyon that it was necessary to wear a look of doubt or of defiance.”

 

 


John Galsworthy (14 augustus 1867 – 31 januari 1933)

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