Tin Ujević, Josef Haslinger, Marcel Achard, Ilse Gräfin v. Bredow, Walter Matthias Diggelmann, Marcel Arland

 De Kroatische dichter Tin Ujević werd geboren op 5 juli 1891 in Vrgorac in het toenmalige Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 5 juli 2009 en ook mijn blog van 5 juli 2010

 

The Necklace (XXXII)

The Gulf! Whole oceans scaled over my head,
and gold fish fashioned out of crystallites,
I ask where Madam Moonlight’s lain abed,
and blue horizons haze blue mountain heights.

The dawn is spiked with delicate clear dread,
thought’s needles – piercing, lucid – snap and freeze.
No scales or spirals raise me, spirited,
nor mirrorings of rocked realities.

The heart’s a world unfathomed, fertile, deep,
and man, beneath his lead sky, breaks and sinks,
while life, a seagull, soars above his head.

Aye, well-fed easy woman, stuffed on bread,
thought’s rhythms broke our last connecting links,
but oh, how heart and pulse beat, beat and leap.

 

Star on High

He loves no less who does not waste his words,
but asks and cares too much, though seeming dumb,
and his whole scope of loving (like some crumb
of bread to feed to hungry teeth), he hoards,
preserving it to give some star on high –
his soul, his heart, his distant destiny.

His silence says: in this world’s alien loneliness,
flowers and poems occupy my dreams,
with plant-pots perched on seasoned wooden beams –
our poverty’s pure, simple lines of loveliness.
beneath the veil of day and night’s clean blue,
i’m dreaming: I shall come, I’ll come for you.

Vertaald door Richard Burns en Daša Marić.

 

Tin Ujević (5 juli 1891 – 12 november 1955)

Standbeeld in Zagreb

 

De Oostenrijkse schrijver Josef Haslinger werd op 5 juli 1955 in Zwettl geboren. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009 en ook mijn blog van 5 juli 2010

 

Uit: Opernball

“Als es geschah, fand ich Fred nicht auf den Bildschirmen. Er war der einzige Gedanke, an den ich mich erinnere. Die Aufzeichnung bewies mir jedoch, daß ich routinemäßig noch ein paar andere Kamerapositionen abgerufen hatte, bevor mir die Hände versagten. Millionen von Menschen aus ganz Europa schauten den Besuchern des Wiener Opernballs beim Sterben zu.
Fred wurde erst mein Sohn, als er siebzehn Jahre alt und heroinsüchtig war. Damals begann ich, um ihn zu kämpfen. Er gewann sein Leben zurück. Er wollte es festhalten. Er war sich selbst keine Gefahr mehr. Er hatte Tritt gefaßt. Und dann wurde er ermordet. Wir alle sahen zu und konnten nichts tun.
Um mich herum ein paar Techniker. Einer von ihnen war geistesgegenwärtig genug, mein Regiepult zu übernehmen. Die bemannten Kameras lieferten bald nur noch Standbilder, auf denen nacheinander die Bewegungen erstarrten. Stumme Aufnahmen von glitzernden, hohen Räumen, übersät mit Toten. Fotos von Menschen in Ballkleidern, die bunt durcheinander in Erbrochenen liegen, umrankt von Tausenden rosa Nelken. -Die drei automatischen Kameras fingen wieder zu schwenken an. Vergeblich suchten sie nach Anzeichen von Leben. Neben mir sprach einer französisch. Ich schwankte hinaus in den Lärm. Ich dachte, ich müsse Fred retten. Draußen herrschte Chaos. lch drängte mich durch die Menge, bis ich in die Nähe des Operneingangs kam. Da sah ich, daß es nichts gab, was ich für Fred noch hätte tun können. Als ich in den Sendewagen zurückkam, erfuhr ich, daß Michel Reboisson, der Chef von ETV, nach mir verlangt hatte.
ETV blieb europaweit auf Sendung. Eine unerträgliche Stille. Nur zwei Kameras waren ausgefallen. Die anderen lieferten weiter ihr jeweiliges Standbild. Sie wurden in langsamer Folge auf Sendung geschaltet. Jemand schrie ins Telefon: “Musik, wir brauchen Musik!”

 

Josef Haslinger (Zwettl, 5 juli 1955)

 

De Franse schrijver en toneelauteur Marcel Achard (eig. Marcel-Auguste Ferréol) werd geboren op 5 juli 1899 in Sainte-Foy-lès-Lyon. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 enook mijn blog van 5 juli 2009 en ook mijn blog van 5 juli 2010

 

Uit: Réponse de M. Marcel Achard au discours de M. Thierry Maulnier

„Monsieur,

Certaine phrase d’une de vos chroniques m’a beaucoup frappé. Vous parliez des coureurs Ron Clarke et Michel Jazy.

« Il n’est ni gratuit, ni inutile, ni absurde pour l’homme, disiez-vous, de ne pas se contenter d’être ce qu’il est, de chercher une limite au-delà de sa limite et, sachant qu’il ne peut être ni dieu, ni même lévrier, de pouvoir pourtant être plus que lui-même. »

Vous parliez aussi « de la perfection de l’harmonie dans l’effort, de la lutte contre la défaillance qui rétrécit le visage en larmes ».

« Seulement, ajoutiez-vous, soudain des ailes mystérieuses poussent aux talons du coureur dans le dernier tour. »

Vous êtes le seul d’entre nous, Monsieur, à qui ces ailes aient poussé, le seul qui ait préféré à Pégase ce moyen de locomotion perfectionné, le seul enfin qui ayez porté l’habit vert sur un vélodrome et qui ayez gagné un cinq mille mètres – à plusieurs secondes tout de même de Jazy.

Et quand je dis que vous avez porté l’habit vert sur la piste, ce n’est pas seulement symboliquement.

C’est en effet un maillot brodé des branches d’olivier académiques que vous avez revêtu à l’arrivée, lorsque vous vous êtes dépassé vous-même, lorsque Thierry Maulnier a été plus que Thierry Maulnier.

Vous êtes « le plus vite » d’entre nous, comme disent ces messieurs de la cendrée.

Et cependant… cependant, vous avez été accueilli dans notre Compagnie le 13 février 1964 et c’est seulement sur un ultimatum de vos parrains que vous vous êtes décidé, le 14 novembre dernier, à m’envoyer le texte de votre discours.

L’ultimatum expirait le 15, ce qui vous permettait de joindre à votre texte un billet, dans lequel vous me disiez assez drôlement : « Je vous demande de bien vouloir m’excuser pour les deux ans de retard, mais j’ai aussi vingt-quatre heures d’avance ! » Cette phrase semble indiquer que vous êtes à la fois le lièvre et la tortue.“

 

Marcel Achard (5 juli 1899 – 4 september 1974)

 

De Duitse schrijfster Ilse Gräfin v. Bredow werd geboren op 5 juli 1922 in Teichenau. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2009 en ook mijn blog van 5 juli 2010

 

Uit: Was dem Herzen gefällt

“Normalerweise ist Omi ja dem totalen Rentnerstress verfallen und flitzt mit ihrem Auto durch die Lande. Von überallher bekommen wir eine Karte: Florenz, Paris, Madrid.
»Eure Großmutter kuckt wirklich unter jeden Stein.« Mutti betrachtet sich gerührt die Ansichtskarten. »Soll sie nur ihr Leben genießen. Schwer genug hat sies ja gehabt. Gott sei Dank bekommt sie eine ganz anständige Rente. Die Jahre als Leiterin eines Gästehauses haben sich ausgezahlt.«
Tante Hertha schüttelte über die Reiselust ihrer Schwester nur den Kopf. Omi wäre schon als Kind so flatterhaft gewesen. Wenigstens im Alter sollte man sich dem Dienst am Nächsten widmen. Aber dafür hat Omi eben keine Meinung. Wir können nur staunen, was sie auf ihren Reisen für Strapazen aushält. Aber wenn wir mit ihr durch die Stadt nageln, jammert sie jedesmal: »Kinder, nicht so schnell. Meine Knie, mein Herz!« Doch wenn Mutti mal wegfährt, ist Omi gleich zur Stelle, um auf uns aufzupassen.
Dieser Aufgabe sehen wir jedesmal mit gemischten Gefühlen entgegen. »Warum muss die arme Omi bei uns einhüten?«, fragt Andrea scheinheilig. »Wir werden auch ganz gut allein fertig. Vielleicht will sie ja gerade wieder nach Australien fahren oder so.« Dort ist sie nämlich auch schon gewesen und, wie Papi behauptet, »ein richtiger Bushwalker geworden«.
Mutti sieht Andrea an. »Sagtest du, allein fertig? Ich möchte nicht nochmal eine angetaute Tiefkühltruhe vorfinden und eine Waschmaschine mit Reißzwecken im Flusensieb.«
Omi ist soweit ganz in Ordnung. Die ersten Tage mit ihr sind zwar echt nervig, weil sie vom Aufräumungsfimmel besessen ist. Sogar die Schubladen in der Küche werden entkrümelt.“

 


Ilse Gräfin v. Bredow (Teichenau, 5 juli 1922)

Boekcover

 

De Zwitserse schrijver Walter Matthias Diggelmann werd geboren op 5 juli 1927 in Zürich. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009 en ook mijn blog van 5 juli 2010

 

Uit: Das Verhör des Harry Wind

„Wir gehen weiter zum Erkennungsdienst, zur Daktyloskopie. Der Daktyloskopist nimmt meine Finger, als wären sie aus Holz, drückt die Fingerbeeren, dann auch die Handballen hart auf eine geschwärzte Unterlage und dann auf das Karteiblatt. Kurz sieht zu, Rappold beobachtet das übrige Treiben: an allen Karteikasten stehen Männer und suchen. Wir begeben uns in einen anderen Raum, ins Fotostudio. Ich muss mich auf einen Stuhl setzen: Bitte ohne Krawatte, und Kragen geöffnet. Der Adamsapfel muss mit drauf auf dem Foto sein. Den Hinterkopf muss ich an eine Stütze pressen, die Hände bitte auf die Knie. Ich muss stillhalten. Der Fotograf heftet eine schwarze Tafel an meine Brust. Darauf lese ich: Harry Wind, 4.7.1918/286345. Ich muss stillhalten. Der Fotograf kann meinen Stuhl aus der Entfernung steuern: Der Stuhl dreht sich rechts herum, dann links herum. Das Licht bleibt dasselbe. Sie machen keine Porträtstudien hier, das ist klar. Hier ist es wichtig, dass auf dem Foto das Muttermal an meinem linken Nasenflügel zu sehen ist und die Narbe in der Mitte der Stirne. Nach der Aufnahme werden meine Körpermasse gemessen: 1,80 gross, Brustumfang 92. Dann folgt eine Beschreibung: hängende Schultern, Zähne intakt, bartlos, auf dem linken Nasenflügel Muttermal, Durchmesser zwei Millimeter, in der Mitte der Stirn schöne Narbe, drei Zentimeter lang, senkrecht verlaufend. Augen: grünbraun, Haare dunkelbraun bis schwarz.
“Wenn ich die Haare eine Woche lang nicht gewaschen habe, scheinen sie schwarz; ganz schwarz”, sage ich.
Der Beamte überhört meinen Einwurf. Er spannt ein Formular in die Maschine, frägt mich nach Namen, Vornamen, Geburtsdatum. Er tippt mit nur zwei Fingern. Hauptmann Kurz steht am Fenster. Er hat die Vorhänge zurückgeschlagen. Rappold interessiert sich für die Fotoapparate. Hin und wieder stellt er dem Beamten eine Frage. Er besitze privat eine “Hasselblatt”, mit Teleobjektiv, sagt er. Vor allem fotografiere er vom Fenster seiner Wohnung aus Strassenszenen.“

 


Walter Diggelmann (5 juli 1927 – 29 november 1979)

 

De Franse schrijver en criticus Marcel Arland werd geboren in Varennes-sur-Amance op 5 juli 1899. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2010

 

Uit: Terre Natale

«Nos paysages, il m’a fallu plus de vingt ans pour les découvrir. Je ne les croyais ni si amples, ni si purs, ni si harmonieusement ordonnés. Et pourtant, à mesure que j’en prenais conscience, je retrouvais mon enfance même qui s’en était pénétrée avant de les comprendre»

(…)

« Un coin de sable, un arbre, un mur, oui, c’était là sans doute mon décor et la source de ma joie. Mais ce coin de sable avait une ampleur de citadelle, où les plus belles aventures pouvaient naître, et cet arbre, dont le tronc, dès la base, se partage en deux branches, c’est son déchirement, sa figure intime, son être propre qui m’émouvait comme un visage et plus qu’un visage. Car tout prenait une âme ; il n’était que de rester silencieux, immobile, pour la sentir ; et le monde se peuplait ainsi de compagnies amicales et stables, d’autant plus précieuses que nul que moi ne semblait les reconnaître.”

 

Marcel Arland (5 juli 1899 -12 januari 1986)

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