Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Lesley Blanch, Sarah Dessen

De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009 en ook mijn blog van 6 juni 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Tonio Kröger

„Die Wintersonne stand nur als ein armer Schein, mil­chig und matt hinter Wolkenschichten über der engen Stadt. Naß und zugig war’s in den giebeligen Gassen, und manchmal fiel eine Art von weichem Hagel, nicht Eis, nicht Schnee.
Die Schule war aus. Ueber den gepflasterten Hof und heraus aus der Gatterpforte strömten die Scharen der Befreiten, teilten sich und enteilten nach rechts und links. Große Schüler hielten mit Würde ihr Bü­cherpäckchen hoch gegen die linke Schulter gedrückt, indem sie mit dem rechten Arm wider den Wind dem Mittagessen entgegen ruderten; kleines Volk setzte sich lustig in Trab, daß der Eisbrei umherspritzte und die Sieben Sachen der Wissenschaft in den Seehunds­ränzeln klapperten. Aber hie und da riß alles mit from­men Augen die Mützen herunter vor dem Wotanshut und dem Jupiterbart eines gemessen hinschreitenden Oberlehrers …
»Kommst du endlich, Hans?« sagte Tonio Kröger, der lange auf dem Fahrdamm gewartet hatte; lächelnd trat er dem Freunde entgegen, der im Gespräch mit anderen Kameraden aus der Pforte kam und schon im Begriffe war, mit ihnen davon zu gehen … »Wieso?« fragte er und sah Tonio an … »ja, das ist wahr! Nun gehen wir noch ein bißchen.«

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Thomas Mann als 9-jarige in Lübeck

Armin Martens,

Het model voor Hans Hansen

Tonio verstummte, und seine Augen trübten sich. Hatte Hans es vergessen, fiel es ihm erst jetzt wieder ein, daß sie heute Mittag ein wenig zusammen spazie­ren gehen wollten? Und er selbst hatte sich seit der Verabredung beinahe unausgesetzt darauf gefreut!
»Ja, adieu, ihr! « sagte Hans Hansen zu den Kamera­den.»Dann gehe ich noch ein bißchen mit Kröger.« – Und die Beiden wandten sich nach links, indes die Anderen nach rechts schlenderten.
Hans und Tonio hatten Zeit, nach der Schule spa­zieren zu gehen, weil sie beide Häusern angehörten, in denen erst um vier Uhr zu Mittag gegessen wurde. Ihre Väter waren große Kaufleute, die öffentliche Aemter bekleideten und mächtig waren in der Stadt. Den Hansens gehörten schon seit manchem Men­schenalter die weitläufigen Holz-Lagerplätze drunten am Fluß, wo gewaltige Sägemaschinen unter Fauchen und Zischen die Stämme zerlegten. Aber Tonio war Konsul Krögers Sohn, dessen Getreidesäcke mit dem breiten schwarzen Firmendruck man Tag für Tag durch die Straßen kutschieren sah; und seiner Vorfah­ren großes altes Haus war das herrschaftlichste der ganzen Stadt … Beständig mußten die Freunde, der vielen Bekannten wegen, die Mützen herunter neh­men, ja, von manchen Leuten wurden die Vierzehn­jährigen zuerst gegrüßt …“

Breite Straße 38 in Lübeck

Het geboortehuis

Untere Breite Straße

Rond 1880

 

De Russische dichter en schrijver Aleksandr Poesjkin werd geboren in Moskou op 6 juni 1799. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007 en ook mijn blog van 6 juni 2008 en ook mijn blog van 6 juni 2009 en ook mijn blog van 6 juni 2010

Drie bronnen

In de bedroefde steppe van het leven
welt op drie plaatsen een geheime bron :
De bron der jeugd, door overmoed gedreven,
kolkend en bruisend, fonkelt in de zon.
Kastalia, de bron van de poëten,
stilt met haar stroom der bannelingen smart.
De laatste koele bron van het vergeten
lenigt het zoetst het branden van het hart.

 

Die Vernunft und die Liebe

Der junge Daphnis wollte Doris fangen
Und rief: “Was eilst du, holdes Kind, so sehr?
Sprich nur: ich liebe dich! und nimmermehr
Verfolg ich dich; o bleibe, laß dein Bangen!”
Laut warnte die Vernunft: “Kein Wörtchen sprich!”
Doch Eros riet: “Sag ihm: ich liebe dich!”

Und Doris sprach: “ich liebe dich!” Und glühend
Schlug beider Herz im ersten Liebesglück.
Zu Füßen sank ihr Daphnis, und der Blick
Der Hirtin irrte, leidenschaftersprühend.
Laut warnte die Vernunft: “O, flieh geschwind!”
Doch Eros sprach, der Schalk: “Bleib, süßes Kind!”

Und Doris blieb, und, zitternd vor Verlangen,
Nahm ihre Hand der Hirt: “Ich liebe dich!
Sieh, wie die Taube mit dem Täuberich
Sich mit den Flügeln im Gezweig umfangen!”
Laut warnte die Vernunft: “O, flieh geschwind!”
Doch Eros sprach: “Von ihnen lerne, Kind!”

Und Doris stand mit heißen, schamverwirrten,
Umflorten Augen da, beseligt bang,
Die Lippen flammten ihr – und plötzlich sank
Sie in die Arme des verliebten Hirten.
“Sei glücklich!” sprach Schalk Eros bei dem Sieg.
Und die Vernunft? Ei, die Vernunft – sie schwieg!

Vertaald door Friedrich Fiedler

Aleksandr Poesjkin (6 juni 1799- 10 februari 1837)
Geschilderd door Valentin Serov, 1899

 

De Engelse schrijfster Lesley Blanch werd geboren op 6 juni 1904 in Londen geboren. Zie ookmijn blog van 6 juni 2009 en ook mijn blog van 6 juni 2010

Uit: Portrait of a Legend.

„Everything about her was extraordinary. She was a woman, dressed as a man. A European turned Arab. A Russian who transposed ‘nitchevo’ into ‘mektoub’, whose untidy mystical torments, l’âme slave, found peace in Islam’s faith – and flesh. She was born on the prim, pale lakeside of Geneva. She died on the burning desert. She was an expatriate wanderer whose nomadic Slav background led her to range the desert insatiably: yet she dreamed of a petit-bourgeois haven, a grocer’s shop in some obscure little Algerian town where she and her Arab husband and all his hordes of relatives could conduct a modest business. She adored her insignificant husband, but her sensual adventures were without number. Her behaviour was outrageous: she drank, she smoked hashish, but déclassée, she remained racée. She was the outcast, despised and rejected by French Administration and the colony in general. But she was General Lyautey’s trusted friend. She was a writer who was almost unrecognised, and quite penniless till after her death, when, ironically, posthumous editions of her books earned a small fortune —- for others. Her death was strangest of all, for she was drowned in the desert.“

Lesley Blanch (6 juni 1904 – 6 mei 2007)

 

De Amerikaanse schrijfster Sarah Dessen werd geboren op 6 juni 1970 in Evanston, Illinois. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009 en ook mijn blog van 6 juni 2010

Uit:This Lullaby

The name of the song is “This Lullaby.” At this point, I’ve probably heard it, oh, about a million times. Approximately.
All my life I’ve been told about how my father wrote it the day I was born. He was on the road somewhere in Texas, already split from my mom. The story goes that he got word of my birth, sat down with his guitar, and just came up with it, right there in a room at a Motel 6. An hour of his time, just a few chords, two verses and a chorus. He’d been writing music all his life, but in the end it would be the only song he was known for. Even in death, my father was a one-hit wonder. Or two, I guess,

if you count me.

Now, the song was playing overhead as I sat in a plastic chair at the car dealership, in the first week of June. It was warm, everything was blooming, and summer was practically here. Which meant, of course, that it was time for my mother to get married again.

This was her fourth time, fifth if you include my father. I chose not to. But they were, in her eyes, married—if being united in the middle of the desert by someone they’d met at a rest stop only moments before counts as married. It does to my mother. But then, she takes on husbands the way other people change their hair color: out of boredom, listlessness, or just feeling that this next one will fix everything, once and for all. Back when I was younger, when I asked about my dad and how they’d met, when I was actually still curious, she’d just sigh, waving her hand, and say, “Oh, Remy, it was the seventies. You know.”

Sarah Dessen (Evanston, 6 juni 1970)

 


Zie voor nog meer schrijvers van de 6e juni ook
mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.