Jo Gisekin, Jens Sparschuh, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook mijn blog van 14 mei 2007 en ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009 en ook mijn blog van 14 mei 2010.

Vader

Vaders zijn er altijd geweest met het
beheerste gebaar in de armen. Het broze
in elk van hun vingers. Het kind op schoot.
Onuitgepakt cadeau met verstrengelde
beentjes. Als mastiek ontrold.

Ze zijn van tel in het huiselijk bestaan. Ze
schuiven gordijnen open. Hun kijk op akkers
in bloei. Wrijven het dekentje glad en
smoren gevaren ondergronds. Een pluim op de hoed.
Ze denken dieper na hoe ze het armpje
of het hoofd moeten steunen.
Ze aarzelen bij elke stap. Gaan wijdbeens
op de voorplecht staan. In evenwicht.
Ze tellen ribben en
tenen en waken bij het gewicht in de wieg.
Geen wind mag in de zeilen slaan.

Het interval van de adem verschuift in hun
oor. Ze zoeken naar maat en volgen de
weg die de sluimer inslaat tot aan
de slaap.
Rust is aan vaders nooit besteed. Ze timmeren
een dak boven het hoofd van het kind: de herfst
wordt dramatisch dit jaar.
Ze springen in laarzen en dammen het land.
Geen watersnood binnen de oevers.
Liever eelt op de hand.

Vaders zijn tot alles in staat. Ze tekenen
hun zelfportret uit op het kind.
Het geringste voortbestaan.

 

De nacht is veel te groen

De nacht is veel te groen
om krekels van het
blauw te onderscheiden

waar is het licht
dat leeggezogen weiden
uit hun stramme schaduw dwingt?

Je hoort geen stilte
die luider snikt
dan legers meeldraden
– ze vechten voor wat licht –

schrijf met glazen woorden
de scherven op hun dode bloemenmond.

de tijd eet geld met hopen
en af en toe
zich rond.


Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

 

De Duitse schrijver Jens Sparschuh werd geboren op 14 mei 1955 in Karl-Marx-Stadt en groeide op in Oost-Berlijn. Zie ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009 en ook mijn blog van 14 mei 2010.

 

Uit: Eins zu eins

 

Auf dem hopste in eigensinnigen Schlenkern ein Autoreifen davon. Das alles stand deutlich vor meinen Augen. Rad ab! dachte ich noch. Doch schon wenig später konnte ich mich an Einzelheiten kaum noch erinnern. Das Bild zerfiel. So wie morgens ein Traum. Eben noch mit beiden Händen zu greifen, entzieht er sich – ein Schwindelgefühl, über einem Abgrund, hinterlassend – plötzlich ins Unterbewußtsein und läßt sich von dort schon nicht mehr zurückrufen. Je angestrengter ich mir das eben Gesehene klarmachen wollte, desto verschwommener wurde es. Am Ende blieb: die Erinnerung an einen Alptraum, der angeschmort nach Gummi roch und aus dem ein Autoreifen mit unbekanntem Ziel davonrollte. Die Trottenburg erwartete mich schon. Kaum hatte sie mich in ihr Zimmer gelotst, schloß sie, was sie sonst nie tut, die Tür. Da ahnte ich, daß was passiert sein mußte. Normalerweise steht ihr Büro offen. Wenn man auf unserer Etage unterwegs ist (zum Kopierer, zum Kartenraum, zur Kochnische, zum Klo), kommt man also nicht dort vorbei, ohne im dunklen Eichenholzrahmen das höchst lebendige Bild unserer Chefin Cora Trottenburg zu sehen: wie sie, elegant in Schwarz, vor dem Weiß des Tapetenhintergrunds, telefoniert, diktiert, tippt, redigiert, Kaffee trinkt – oft in den riskantesten Kombinationen, manchmal auch, wie der indische Gott Shiva, mit werweißwievielen Armen alles gleichzeitig -, und trotzdem bleibt ihr immer noch Zeit für ein Nicken und/oder Winken nach draußen in den Flur, zu uns, zu den Vorübergehenden. “Was ist denn los?” wollte ich wissen und zog mir einen Stuhl heran. Sie antwortete nicht sofort. Dann fragte sie: “Wieso bist du eigentlich gleich auf Wenzel gekommen?” “Keine Ahnung. Nur so eine . . .”, ich verdrehte die Augen. “Ahnung”, vervollständigte sie leise. “Genau.” Seit Donnerstag letzter Woche ist Wenzel nicht mehr im Büro gewesen. Natürlich hatte ich das bemerkt, ohne mir aber groß Gedanken darüber zu machen. Das war nicht ungewöhnlich – schließlich gibt es laufend irgendwelche Besichtigungen vor Ort, Vermessungen und Abgleichungen, gerade wenn es in die letzte Phase geht. Außerdem, ich war ganz froh darüber, daß der Schreibtisch mir gegenüber ein paar Tage leer geblieben war, ich brauchte dringend Ruhe, um endlich meine interne Diskussionsvorlage wenigstens ein Stück weit voranzubringen. Einem langfristig vereinbarten Gesprächstermin am Freitag, 11 Uhr, in Potsdam war Wenzel ebenfalls ohne Angabe von Gründen ferngeblieben. Der zuständige Abteilungsleiter vom Landesvermessungsamt hatte daraufhin bei der Trottenburg nachgefragt. Sie wußte aber nicht Bescheid – peinliche Situation.”

 


Jens Sparschuh (Karl-Marx-Stadt, 14 mei 1955) 
 

 

De Oostenrijkse schrijver, essayist en uitgever Karl-Markus Gauß werd geboren op 14 mei 1954 in Salzburg. Zie ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009 en ook mijn blog van 14 mei 2010.

Uit: Im Wald der Metropolen

„Den ärgsten Grimassierer meines Lebens habe ich in Beaune gesehen. Der Ort sei von Touristen überlaufen, hatte uns ein Tourist gewarnt, der glaubte, wir würden seine Selbsttäuschung teilen und uns, bloß weil wir auf eigenen Wegen und nicht nach dem Pauschalangebot eines Reisebüros unterwegs waren, für Nomaden der Moderne halten. Der Hass des Touristen auf den Touristen

ähnelt dem des Provinzlers auf den Provinzler, er gebiert kuriose Selbstentwürfe, von denen der Abenteurer mit der Kreditkarte einer der apartesten ist. Man begegnet ihm überall, in der Wüste und im Hochgebirge verursacht er abenteuerliches Gedränge, und seine Flotte pflegt über entlegene Inseln im Pazifik, die ihm alleine bekannt sind, herzufallen. Wir hatten nicht vor, in Beaune, einem von Touristen überlaufenen Ort, zu übernachten. Aber als wir das berühmte Hôtel-Dieu besichtigt hatten, machten wir uns doch auf die Suche nach einem Quartier in dieser großen kleinen Stadt.

Was der burgundische Kanzler Nicolas Roulin und seine Gemahlin Guilon de Salins beabsichtigten, als sie 1443 das Hôtel-Dieu errichten ließen, war nach den Worten des Kanzlers nichts anderes, als ihre Seele mit einem mildtätigen Werk für die Ewigkeit zu retten. Mehr als sechshundert Jahre diente das Hôtel-Dieu, großzügig angelegt über alles bekannte Maß hinaus, als Krankenhaus der Armen, die hier medizinische Behandlung wie religiösen Beistand erfuhren. Der gotische Krankensaal ist fünfzig Meter lang und vierzehn Meter breit, an den beiden Längsseiten stehen Betten, aus denen die Kranken auf die Kapelle und den Altar, die die Stirnseite des Saales beschließen, blicken konnten, sodass sie sich nicht vom Krankenlager erheben mussten, um der Heiligen Messe beizuwohnen.“

 

Karl-Markus Gauß (Salzburg, 14 mei 1954)

 

 

De Ierse schrijver Eoin Colfer(zijn voornaam wordt uitgesproken als Owen) werd geboren in Wexford op 14 mei 1965. Zie ook mijn blog van 14 mei 2007 en ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009 en ook mijn blog van 14 mei 2010.
 

Uit:Artemis Fowl

 

„Artemis was perhaps the only person alive who could take full advantage of his recent acquisition. He still retained a childlike belief in magic, tempered by an adult determination to exploit it. If there was anybody capable of relieving the fairies of some of their magical gold, it was Artemis Fowl the Second.

It was early morning before they reached Fowl Manor. Artemis was anxious to bring up the file on his computer, but first he decided to call in on Mother.

Angeline Fowl was bedridden. She had been since her husband’s disappearance. Nervous tension, the physicians said. Nothing for it but rest and sleeping pills. That was almost a year ago.

Butler’s little sister, Juliet, was sitting at the foot of the stairs. Her gaze was boring a hole in the wall. Even the glitter mascara couldn’t soften her expression. Artemis had seen that look already, just before Juliet had suplexed a particularly impudent pizza boy. The suplex, Artemis gathered, was a wrestling move. An unusual obsession for a teenage girl. But then again she was, after all, a Butler.

“Problems, Juliet?”

Juliet straightened hurriedly. “My own fault, Artemis. Apparently I left a gap in the curtains. Mrs. Fowl couldn’t sleep.”

“Hmm,” muttered Artemis, scaling the oak staircase slowly.

He worried about his mother’s condition. She hadn’t seen the light of day in a long time now. Then again, should she miraculously recover, emerging revitalized from her bedchamber, it would signal the end of Artemis’s own extraordinary freedom. It would be back off to school, and no more spearheading criminal enterprises for you, my boy.

He knocked gently on the arched double doors.

“Mother? Are you awake?”

 

 

Eoin Colfer (Wexford, 14 mei 1965)

 

De Duitse schrijfster Gaby Hauptmann werd geboren op 14 mei 1957 in Trossingen. Zie ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009 en ook mijn blog van 14mei 2010. 

 

Uit: Ticket ins Paradies

 

„Clara bohrte ihren grossen Zeh in den warmen Sand und sah den feinen Sandkörnern zu, wie sie sofort nachrieselten und sich um ihre Haut schlossen. Ihr Zeh war weg – ganz wie ihr früheres Leben. Clara hatte sich aufgesetzt, die Arme um ihre nackten Beine gelegt, und ihr Blick glitt hinüber zu Andrés’ Füßen. Er hatte schöne Füße, einen ausgeprägten Spann, die Zehen gleichmäßig, Männerfüße, die man gern betrachtete. Clara zog ihren großen Zeh aus dem Sand. Ein Sandhäufchen hatte sich darauf gebildet und floss nun nach allen Seiten ab. Clara wartete, bis nur noch eine feine Schicht Körner übrig war, die ihren roten Nagel und die braune Haut mit einem leichten Schimmer bedeckten, dann schob sie ihren Fuß langsam hinüber zu Andrés. Sie sahen gut aus, nebeneinander, sie passten zusammen.

Andrés schlief. Seine Bauchdecke hob und senkte sich gleichmäßig, und Clara schob ihre gespreizten Finger durch seine lockigen Brusthaare, die sich kurz um ihre Finger schmiegten, länger wurden und sich sofort wieder einrollten, sobald sie ihre Hand wegzog. Zärtlich betrachtete sie ihn. Sein Körper war ihr vertraut, der weiche Zug um seine Lippen rief in ihr ein Gefühl der Zärtlichkeit hervor, das Clara mit Dankbarkeit erfüllte. Sie hätte nie gedacht, dass sie für einen Mann noch einmal so würde empfinden können.“

 


Gaby Hauptmann (Trossingen, 14 mei 1957)

 

De Italiaanse dichter Dante Alighieriwerd tussen 14 mei en 13 juni 1265 (volgens hemzelf in de Divina Comedia in de Goede Week en in het teken van de Tweelingen) in Florence geboren. Zie ook mijn blog van 14 mei 2007 en ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009 en ook mijn blog van 14 mei 2010.
 

Uit: Divina Comedia

Canto I (Fragment)

 

Through diver passages, the world’s bright lamp

Rises to mortals, but through that which joins

Four circles with the threefold cross, in best

 

Course, and in happiest constellation set

He comes, and to the worldly wax best gives

Its temper and impression.  Morning there,

 

Here eve was by almost such passage made;

And whiteness had o’erspread that hemisphere,

Blackness the other part; when to the left

 

I saw Beatrice turn’d, and on the sun

Gazing, as never eagle fix’d his ken.

As from the first a second beam is wont

 

To issue, and reflected upwards rise,

E’en as a pilgrim bent on his return,

So of her act, that through the eyesight pass’d

 

Into my fancy, mine was form’d; and straight,

Beyond our mortal wont, I fix’d mine eyes

Upon the sun.  Much is allowed us there,

 

That here exceeds our pow’r; thanks to the place

Made for the dwelling of the human kind

 

I suffer’d it not long, and yet so long

That I beheld it bick’ring sparks around,

As iron that comes boiling from the fire.

 

And suddenly upon the day appear’d

A day new-ris’n, as he, who hath the power,

Had with another sun bedeck’d the sky.

 

 

Vertaald door H. F. Cary

 


Dante Alighieri (14 mei/13 juni 1265 – 13/14 september 1321)

Portret door Francesco Signorelli (Detail)


Zie voor nog meer schrijvers van de 14e mei ook mijn vorige blog van vandaag.