Jakob Wassermann, John Rechy, Chloé Delaume, Karel van de Woestijne, Boris Vian, Manolis Anagnostakis

 

De Duitse schrijver Jakob Wassermann werd geboren op 10 maart 1873 in Fürth. Zie ook mijn blog van 10 maart 2007 en ook mijn blog van 10 maart 2008. en ook mijn blog van 10 maart 2009 en ook mijn blog van 10 maart 2010.

 

Uit: Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens (Der fremde Jüngling) 

 

„In den ersten Sommertagen des Jahres 1828 liefen in Nürnberg sonderbare Gerüchte über einen Menschen, der im Vestnerturm auf der Burg in Gewahrsam gehalten wurde und der sowohl der Behörde wie den ihn beobachtenden Privatpersonen täglich mehr zu staunen gab.

Es war ein Jüngling von ungefähr siebzehn Jahren. Nie- mand wußte, woher er kam. Er selbst vermochte keine Auskunft darüber zu erteilen, denn er war der Sprache nicht mächtiger als ein zweijähriges Kind; nur wenige Worte konnte er deutlich aussprechen, und diese wiederholte er immer wieder mit lallender Zunge, bald klagend, bald freudig, als wenn kein Sinn dahintersteckte und sie nur unverstandene Zeichen seiner Angst oder seiner Lust waren.

Auch sein Gang glich dem eines Kindes, das gerade die ersten Schritte erlernt hat: nicht mit der Ferse berührte er zuerst den Boden, sondern trat schwerfällig und vorsichtig mit dem ganzen Fuße auf.

Die Nürnberger sind ein neugieriges Volk. Jeden Tag wanderten Hunderte den Burgberg hinauf und erklommen die zweiundneunzig Stufen des finstern alten Turmes, um den Fremdling zu sehen. In die halb verdunkelte Kammer zu treten, wo der Gefangene weilte, war untersagt, und so erblickten ihre dichtgedrängten Scharen von der Schwelle aus das wunderliche Menschenwesen, das in der entferntesten Ecke des Raumes kauerte und meist mit einem kleinen weißen Holzpferdchen spielte, das es zufällig bei den Kindern des Wärters gesehen und das man ihm, gerührt von dem unbeholfenen Stammeln seines Verlangens, geschenkt hatte. Seine Augen schienen das Licht nicht erfassen zu können; er hatte offenbar Furcht vor der Bewegung seines eignen Körpers, und wenn er seine Hände zum Tasten erhob, war es, als ob ihm die Luft dabei einen rätselhaften Widerstand entgegensetzte.”

 

 

 

Jakob Wassermann (10 maart 1873 – 1 januari 1934)

 

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Joseph von Eichendorff, Friedrich Schlegel, Joaquin Miller

 

De Duitse dichter en schrijver Joseph von Eichendorff werd op 10 maart 1788 op het slot Lubowitz in Ratobor. Zie ook mijn blog van 10 maart 2007 en ook mijn blog van 10 maart 2008 en ook mijn blog van 10 maart 2009 en ook mijn blog van 10 maart 2010.

 

 

Schneeglöckchen

 

’s war doch wie ein leises Singen

In dem Garten heute nacht,

Wie wenn laue Lüfte gingen:

“Süße Glöcklein, nun erwacht,

Denn die warme Zeit wir bringen,

Eh’s noch jemand hat gedacht.” –

’s war kein Singen, ’s war ein Küssen,

Rührt’ die stillen Glöcklein sacht,

Daß sie alle tönen müssen

Von der künft’gen bunten Pracht.

Ach, sie konnten’s nicht erwarten,

Aber weiß vom letzten Schnee

War noch immer Feld und Garten,

Und sie sanken um vor Weh.

So schon manche Dichter streckten

Sangesmüde sich hinab,

Und der Frühling, den sie weckten,

Rauschet über ihrem Grab.

 

 

 

Die Lerche

 

Ich kann hier nicht singen,

Aus dieser Mauern dunklen Ringen

Muß ich mich schwingen

Vor Lust und tiefem Weh.

O Freude, in klarer Höh

Zu sinken und sich zu heben,

In Gesang

Über die grüne Erde dahinzuschweben,

Wie unten die licht’ und dunkeln Streifen

Wechselnd im Fluge vorüberschweifen,

Aus der Tiefe ein Wirren und Rauschen und Hämmern,

Die Erde aufschimmernd im Frühlingsdämmern,

Wie ist die Welt so voller Klang!

Herz, was bist du bang?

Mußt aufwärts dringen!

Die Sonne tritt hervor,

Wie glänzen mir Brust und Schwingen,

Wie still und weit ist’s droben am Himmelstor!

 

 

 

 

Joseph von Eichendorff (10 maart 1788 – 26 november 1857)

Monument in Ratibor (Racibórz)

 

 

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Samuel Ferguson, Georges Dor, Pedro Antonio de Alarcón, Otto Heinrich Kühner

 

De Ierse dichter Samuel Ferguson werd geboren op 10 maart 1810 in Belfast. Zie en ook mijn blog van 10 maart 2009 en ook mijn blog van 10 maart 2010.

 

 

The Fair Hills Of Ireland

 

A plenteous place is Ireland for hospitable cheer,

Uileacan dubh O!

Where the wholesome fruit is bursting from the yellow barley ear;

Uileacan dubh O!

There is honey in the trees where her misty vales expand,

And her forest paths in summer are by falling waters fann’d,

There is dew at high noontide there, and springs i’ the yellow sand,

On the fair hills of holy Ireland.

 

Curl’d he is and ringleted, and plaited to the knee–

Uileacan dubh O!

Each captain who comes sailing across the Irish Sea;

Uileacan dubh O!

And I will make my journey, if life and health but stand,

Unto that pleasant country, that fresh and fragrant strand,

And leave your boasted braveries, your wealth and high command,

For the fair hills of holy Ireland.

 

Large and profitable are the stacks upon the ground,

Uileacan dubh O!

The butter and the cream do wondrously abound;

Uileacan dubh O!

The cresses on the water and the sorrels are at hand,

And the cuckoo’s calling daily his note of music bland,

And the bold thrush sings so bravely his song i’ the forests grand,

On the fair hills of holy Ireland

 

 

 

Samuel Ferguson (10 maart 1810 – 9 augustus 1886)

 

 

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Hilde Van Cauteren

 

De Vlaamse dichteres Hilde Van Cauteren werd geboren 10 maart 1967 Hamme. Van Cauteren studeerde aan Sint-Lucas in Gent en werkte een aantal jaren in lager en middelbaar onderwijs. Zij was jarenlang vrijwillig lesgever bij verschillende verenigingen. Daarnaast is Hilde Van Cauteren (voor Groen!) actief bezig met lokale politiek. Van Cauteren schrijft behalve poëzie ook proza. Zij is lid van de dichtersgroep Pazzi di Parole en behaalde met haar gedichten verschillende nominaties en prijzen. Voor de jeugd schreef zij „Het Naveltheater“, een roman over theater, vrijheid en gelijke rechten.

 

 

Verbeter mij

 

want men zei me dat ik een meisje was
en vroeg me of ik daar blij mee was
en of ik dan alle dagen op tijd
voor het eten zou zorgen.

 

En men zei dat ik onderdanig was
en geneigd om te volgen en dat ik
zou vloeien. Met regelmaat, en discreet
onder mijn rokken. Verbeter mij

 

want ik heb een naakte achterkant,
een rusteloos profiel en ik durf
op tafel slaan, zonder dat er deeg
ligt om te kneden, en ik kijk niet

 

altijd naar beneden. Verbeter mij,
als mijn blik te wild wordt of mijn tong
te scherp. Als de onrust van het vlees
mijn zinnen binnen dringt, verbeter mij.

 

Van bloed maak ik vruchten.
Dat kan niet te vertrouwen zijn.

 

 

 

Hilde Van Cauteren (Hamme, 10 maart 1967)