Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

Uit: Die Jüdin von Toledo

 

Achtzig Jahre nach dem Tod ihres Propheten Mohammed hatten die Moslems ein Weltreich aufgebaut, welches sich von der indischen Grenze ununterbrochen durch Asien und Afrika die südlichen Gestade des Mittelmeers entlang bis zur Küste des Atlantischen Ozeans dehnte. Im achtzigsten Jahr ihres Eroberungszuges setzten sie über die schmale westliche Enge des Mittelmeers hinüber in das “Andalús”, nach Spanien, zerstörten das Reich, welches dort die christlichen Westgoten drei Jahrhunderte vorher aufgerichtet hatten, und unterwarfen in gewaltigem Schwung die gesamte Halbinsel bis zu den Pyrenäen.
Die neuen Herren brachten mit sich eine überlegene Kultur und machten das Land zu dem schönsten, bestgeordneten, volkreichsten Europas. Von kundigen Architekten und einer weisen Baupolizei geplant, entstanden große, herrliche Städte, wie sie der Erdteil seit den Römern nicht mehr gekannt hatte. Córdova, die Residenz des westlichen Kalifen, galt als die Hauptstadt des gesamten Abendlands.
Die Moslems brachten die vernachlässigte Landwirtschaft wieder hoch und gewannen dem Boden durch kluge Bewässerung ungeahnte Fruchtbarkeit ab. Sie förderten den Bergbau durch eine neue, hochentwickelte Technik. Ihre Weber stellten kostbare Teppiche her und erlesene Tuche, ihre Zimmerleute und Bildhauer delikate Holzkunst, ihre Kürschner jede Art Pelzwerk. Ihre Schmiede schufen Gegenstände höchster Vollendung für friedliche wie für kriegerische Zwecke. Schwerter, Degen, Dolche wurden erzeugt, schärfer und schöner als die der nichtmoslemischen Völker, Rüstungen von großer Widerstandskraft, weittragende Geschütze, Geheimwaffen, von denen man in aller Christenheit mit Unbehagen sprach. Auch ein Anderes, Unheimliches, sehr Gefährliches wurde hergestellt…“

 

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Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006 en ook mijn blog van 7 juli 2007  ook mijn blog van 7 juli 2008  en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

On the pavement stones

On the pavement stones
Of my trampled soul
Steps of madmen
Plait soles of harsh words.
Where the cities
Are hung
And in a cloud noose
Stilled
Crooked turrets
Of towers –
I walk
Alone sobbing
That on the crossroads
Are crucified the tsar’s cops

 

A few words about my wife

Along a fantastic seas’ faraway beach
Promenades the moon –
My wife
My ginger-haired lover
After our carriage
Trundles the boisterous crowd
Of bright-striped constellations.
Marriage in a garage parking lot
Kissing of the newspaper kiosks
And the Milky Way’s train a blinking page boy
Embellished by the sparkle of tinsel.
And I?
Carried on brows’ yoke in gelid pails
To one singed from the eyes of wells
In lake-land silks it was you that hung
And with amber violins your hips sung.
You can’t fling
Into regions of roofs’ malice the forest’s radiance.
In boulevards I sank, fanned by the sorrow of sands:
Don’t you see, it’s your daughter – my song
In frilly laced socks
outside the coffee shops!

 

Mayakovsky

Vladimir Majakovski (7 juli 1893 – 14 april 1930)

 

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: The Quickening

 

In the old, tattered photo Sensio has been dressed in a peach-colored prisoner’s uniform made out of discarded tarp and then tied to a small post that Aunt Etta made me hammer into the ground. Sensio’s long white ears are slanted back behind his head. His front legs, trapped by the crude arm holes, hang stiff at a forward angle. The absurdly large hind feet with the shadows for claws are, perhaps, the most monstrous part of Sensio—the way they seem to suddenly shoot from the peach-colored trousers, in a parody of arrested speed. The look on Sensio’s face—the large, almond-shaped eye, the soft pucker of pink nose—seems caught between a strange acceptance and an inchoate rage. Sensio was, of course, a rabbit, and in the photo, Aunt Etta’s stance confirms this bestial fact—she holds the end of the rope that binds Sensio to the post, and she holds it, between thumb and forefinger, with a form of distaste, even disdain? Such a strange pose, delicate against the roughness of Sensio; even a gentle tug and his humiliation would be undone. Or maybe not. I don’t know. I know only that Aunt Etta’s expression is ultimately unreadable, muddied by the severe red of her lipstick, by the book-ending of her body by a crepe-paper bag of a hat and the shimmering turquoise dress hitched up past her waist, over her stomach, and descending so far down that she appears to float above the matted grass of the ground. (Between the two, a flowsy white blouse that seems stolen from a more sensible person.) She’d dressed me in something similar, so that I looked like a flower girl at a wedding. The shoes Aunt Etta had dug up out of the closet pinched my feet.

 

 

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Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Damals, ein Leben in Deutschland

 

„Aber er hatte sich schließlich doch als praktischer Arzt in einem Vorort von Breslau niedergelassen, und vielleicht, so mochten die Tanten Schube der Nichte Jonas hoffen, wäre er nun reif für eine Frau, eine Familie; und mit der jungen alten Krankenschwester würde er noch eine Sprechstundenhilfe dazu bekommen. Ein Versuch mit überraschend zügigem Erfolg. Daß Fräulein Jonas schon zwei Wochen nach diesem ersten Treffen als »Deine Braut« an ihren »Mann« und »lieben Reinhard« schreiben würde, um ihm zu versichern, sie würde ihm für seine Liebe danken wollen, »so lange ich lebe« – das war in dem Komplott der Tanten sicher nicht vorgesehen.
Die Erwählte, diese Johanniterschwester kam aus gutem Hause, aus einem schlesischen Gutshaus mit strenger Biedermeierfassade vorn und zwei Renaissanceseitenflügeln hinten zum Park hinaus.
Ihr Vater, mein Großvater Jonas, residierte als königlich-preußischer Domänenpächter auf dem Krongut Fürstenau im fruchtbaren Vorland des Riesengebirges, wo er sich, wie viele zweite oder dritte Söhne wohlhabender Kaufmannsfamilien aus dem Westen, mit seinem Braunschweiger Erbvermögen als Landwirt und Gutsherr eingekauft hatte. Mein Vater dagegen war ein Aufsteiger, Sohn eines Dorfschullehrers nahe der niederschlesisch-polnischen Grenze, der alle seine drei Söhne hatte studieren lassen, einen Philologie, einen Medizin, einen Theologie. Und keiner der drei hatte während des Studiums je eine Mark dazuverdient, sondern wie selbstverständlich von den Wechseln des schuftenden Vaters gelebt. Der mußte sein Lehrergehalt mit lauter Nebeneinkünften aufbessern, als Steuerberater und Mitverwalter von Großbauerngütern, als Sparkassen- und Versicherungsagent und auch mit dem Pensionsgeld von fremden, »heimlichen« Kindern, die mit den eigenen durchgefüttert wurden. Er war, als ich geboren wurde, schon fünf Jahre tot, Jahrzehnte überlebt von seiner Frau, dieser einzigen für uns sichtbaren, nahe bei uns wohnenden Oma, die erst starb Sommer 45, verhungert nach dem Einmarsch der Roten Armee.“

 

Baumgart

Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

De Duitse dichter en schrijver Kuno Bärenbold werd geboren op 7 juli 1946 in Pfullendorf. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

 

So ist das
Wenn Sie die Liebe kennen,
so geben Sie mir bitte ihre Anschrift.
Hast du mich, so hast du
nichts mehr zu verlieren außer dich.
Viele Frauen & Männer haben einen Sender –
Aber nur wenige ein Programm.
Wenn’s oben nicht stimmt, kann’s unten nicht klappen.
Eine Beziehung, die krank macht, ist nicht gesund.
Er half ihr schon lange
nicht mehr beim Frühjahrputz.
Er machte ihn wieder allein.
Wo du nicht bist,
fühl ich mich wohl.
Wissen,
was zwischen Menschen möglich ist und nicht geschieht,
macht traurig.
Leben – und nicht lieben dürfen,
das ist die Hölle.
Es gibt keine Liebe,
es gibt nur die Sehnsucht danach.
Schade nur, daß Bücher
nicht küssen können.
Hast du dich,
so hast du nichts mehr
zu verlieren.
Mein größter Fehler:
In Maskierungsfragen bin ich eine Niete –
Welch ein Glück!
Wer zu gut schreibt,
den bestraft der Leser.

 

Kuno

Kuno Bärenbold (7 juli 1946 – 6 mei 2008)

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

 

“Glücklich sind die Einfältigen”
Swoboda war der Gepäckträger des Städtchens. Wenn es stimmt, daß Angebot und Nachfrage einander bedingen, dann mußte seine Existenz allerdings als ökonomische Anomalie bezeichnet werden. Nur zwei Züge täglich hielten in der kleinen Provinzstadt, zwei rauchende, rußige, klepprige, im Schneckentempo keuchende Lokalzüge, und sie wurden hauptsächlich von Pendlern benützt, die mit dem Sechs-Uhr-vierzig zur Arbeit in die nächstgelegene Industriestadt fuhren und mit dem Neunzehn-Uhr-zehn zurückkehrten, ohne Gepäck, versteht sich. Andere Passagiere gab’s kaum. Höchstens hin und wieder ein älteres Ehepaar, das seine Kinder in der Stadt besuchte, oder junge Leute, die zu ihren Eltern fuhren. Lauter Verlustgeschäfte für den Dienstmann: denn die hatten meistens bloß eine Papiertüte mit Geschenken dabei. Touristen und heimliche Liebespaare waren ebenfalls Ausfälle. Erstere buckelten Rucksäcke, während die Wochenend-Liebespaare für zwei Pyjamas und einen Rasierapparat kaum einen Dienstmann brauchten. Swobodas einzige potenzielle Kunden waren griesgrämige, in dynamischeren Märkten erfolglose Handelsreisende, die, volle Musterkoffer schleppend, ihr Glück in der Provinz versuchten.
Dennoch war Swoboda schon fast seit einem Vierteljahrhundert Dienstmann, ein Phänomen, das sich nur durch seine beispiellose Einfältigkeit erklären ließ. Swoboda gehörte zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ja, man führte ihn sogar mit fast väterlichem Stolz den Gästen vor, die ob soviel heiliger Einfalt aufrichtig staunten.

 

JánosSzékely

János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Miroslav Krleza, Clemens Haipl, Hasan Abidi, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

 

Dr. Nielsen stood on the small grass plot surrounding the statue of Waldemaras and, as if enchanted by the magical glow of the streetlights, counted the cars as they descended from Beauregard and, above him in the greenish light of the gas lamps, dressed in his bronze frock coat, towered Andria Waldemaras, the greatest Blitvinian poet of the nineteenth century, who had mourned his fatherland with the well-known opening line “Blitva, my fatherland, thou art a poisonous disease.” Andria Waldemaras stood there, with his frock coat down to his knees, his trousers creased, in massive, elephantine shoes (that swelled like heavy loaves), and stepped merrily forward with his right leg, bareheaded, young like a high school reciter, and who read to the Blitvinians a book of his verse held in his left hand while, with his right hand, he held the fob on his watch chain on the right pocket of his bronze frock coat. That fob was in the form of a horse’s head to which the gifted sculptor had paid great attention and modeled down to the last detail, one might say, perfectly.

Andria Waldemaras, who died in his twenty-seventh year from tuberculosis, signing himself in his love letters to Miss Hildegarde, the first among Blitvinians to do so, as “a dead man on a holiday to Blitva,” he, the first among the dead Blitvinian holidaymakers, stood there like a monument on his granite pedestal, and a bronze Blitva knelt like an Oriental slave girl in front of him and offered him as a gift upon a velvet cushion a lyre, to him, Andria Waldemaras, the laurel-crowned genius, whose right hand held the horse’s head of his fob, stupidly and naively declaiming his historic reveille: “Blitva shall not ever perish, while we, her sons are yet alive.”

 

Krleza

Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)
Monument in Zagreb

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Sind wir bald da?

 

Irgendwann hab ich mich tatsächlich geduscht und angezogen, bevor ich versucht habe, dem Tag etwas Sinnvollles zu entlocken. Geworden ist daraus wieder ein ausgiebiges Internet-Surfen und E-Mail-Checken. (Gott sei Dank habe ich zwei Computer und ein iPhone. Ich weiß zwar, dass auf allen dreien das gleiche Internet läuft, aber wirklich glauben tue ich es nicht. Deshalb laufe ich getrieben zwischen den Geräten hin und her, um zu überprüfen, ob nicht doch auf dem Laptop etwas Interessanteres zu sehen ist als auf dem Desktop oder dem iPhone.)“

 

Haipl

Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

 

 

De Pakistaanse dichter, schrijver en journalist Hasan Abidi werd geboren op 7 juli 1929 in Jaunpur in Uttar Pradesh. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Arts Council award winners

 

„THE Pakistan Arts Council is jubilant over the Independence Day awards won by 11 of its members. Prominent among them are Talat Hussain, Mazhar Jamil and Prof Saher Ansari.
The happiness was evident at a gathering on Saturday to honour another award winner, head of the National Book Foundation, Iftikhar Arif.
Mirza Akhtar Ali presented a welcome address. Longtime friends and admirers of Iftikhar Arif, Khawaja Razi Akhtar and Asad Mohammad Khan, read interesting papers. An essay by Raza Ali Abedi written some decades back was also read out on the occasion. Shahida Hasan in her article critically examined Arif’s poetry and praised his chiselled and urbane diction. Prof Saher Ansari was brief in his discourse and mentioned the popularity of Iftikhar Arif — his former boss at the Urdu Markaz, London — in many countries and in many languages.
Dr Pirzada Qasim, Vice-Chancellor at Karachi University and a reputed poet, spoke highly of Arif, who was to him the “conscience” of our time. “Whenever the history of our country will be written, 50 or a hundred years later this age of ours will be described as the age of Iftikhar Arif,” Dr Pirzada declared.
Arif recited his ghazals, for which the audience had to wait for a long time. First a hamd, then a naat, then a manqabat and lastly a salam were presented.“

 

HasanAbidi

Hasan Abidi (7 juli 1929 – 6 september 2005)

 

 

 

De Duitse schrijver Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Edelweisskönig

 

„Von der Bergseite des Tales kam ein Jäger über die Wiesen her, deren junges Grün in der Nachmittagssonne einen Glanz wie Metall bekam. »Grüss dich Gott, Finkenjörg! Schaust dir dein’ Hof an?« rief er einem Bauern zu, der, die Pfeife zwischen den Zähnen, am Zaun seines Gehöftes lehnte. »Aber hast schon recht! Da is auch was dran zum Schauen!«

Der Finkenhof mit dem zweistöckigen Wohnhaus, mit dem Gesindetrakt, dem Back- und Waschhause, mit der eigenen Schmiede, mit den Stallungen, Scheunen und Heustadeln und Holzschuppen bildete ein Dörfl inmitten des Dorfes. Ein brauner Staketenzaun mit breitem Gattertor und einer kleinen, zum Wohnhaus führenden Pforte schied das Gehöft von der Strasse; ein gleicher Zaun umschloss auf der Rückseite des Hauses den Gemüsegarten, während graue Bretterplanken die hügeligen Wiesen von den Nachbarhöfen trennten. Höher und höher stiegen diese Planken hinauf, bis sie im Wald der Berge sich verloren, die mit zerrissenen Graten in weitem Bogen das Dorf umspannten. Weiss lag noch der Schnee auf allen Felskuppen, und wie mit bleichen Fingern griff er durch viele Schluchten hinunter ins Tal. Die Almen waren schon frei von Schnee, aber ihre Grashänge zeigten noch ein totes Gelb; die Lärchenbestände waren bereits von zartem Grün überhaucht, und auch die tiefer stehenden Fichten begannen schon jene hellere Färbung anzunehmen, die der frische Trieb des Frühjahrs den dunklen Nadelbäumen verleiht. Wo aber von den obersten Wiesen aus der Buchenwald in breiten Streifen sich einzwängte zwischen die Fichten, blickte durch das Gewirr der nackten Äste noch das rötliche Braun des Berggrundes, auf dem die Blätter des verwichenen Sommers moderten. Auch die Haselnussstauden, die den grauen Bretterzaun geleiteten, waren in der Nähe des Bergwaldes noch unbelaubt; je mehr sie dem Tal sich näherten, desto sichtlicher zeigte sich an ihnen die Kraft des Lenzes; in der Nähe des Finkenhofes waren sie schon übersät mit kleinen blassgrünen Frühlingsherzen.“

 

Ganghofer

Ludwig Ganghofer (7 juli 1855 – 24 juli 1920)

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Alfred Josef Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: Brief an Richard Dehmel

 

In der Familie besitzen wir ein großes Landhaus mit Sälen, Gärten, Wiesen pp, das heißt, ein Junggesellenonkel ist der Inhaber, einer jener Stillen, Freien, Abgeklärten, denen Schicksal Stubensache, alles aber die Kunst bedeutet. Und dieses Haus soll das Stammhaus zu einer Kolonie von Geistesarbeitern werden! Dies ist das “Haus Nyland” bei Rheine in Westfalen, im liebsten Heidedörfchen der Welt. Wir rissen alle überflüssigen Ökonomiegelübde nieder und schmückten das Ganze zu einem stillen Idyll, darauf momentan eine Witwen-Tante Haushalt führt. […]
Nun haben wir zunächst einen kühnen, aber vielleicht phantastischen Plan: im Sommer von Haus Nyland aus eine Einladung an bekannte Dichter ergehen zu lassen, dort auf einige Tage zusammen zu treffen. Wir dachten an eine Art von geistigem Bayreuth […], dachten an ein Institut, wie es in Amerika bei
Boston besteht: eine Pfingstwoche des Geistes, in der alle Be deutenden sich treffen zu gemeinsamer Aussprache, sich kennen zu lernen, nach Art und Sinn, einmal “unter sich” zu sein. Wir dachten, daß ein Zusammenschluß für unser Kulturleben von unendlicher Tragweite sein müsse und eine Art von Äropag [sic] würde, ein letztes Forum, eine Götterversammlung. Wie hätte das sein müssen, wenn zum Beispiel Vater Ra[a]be mit seinem humorigen Bart in der Ecke gesessen und ein neues Kapitel vorgelesen hätte – und die er lauchten und erleuchteten Köpfe im Kreise bei Wein und Pfeifenwölkchen? Und so jedes Jahr einmal. Reporter ante portas! […]“

 

winckler

Josef Winckler (7 juli 1881 – 29 januari 1966)