Allen Ginsberg, Philippe Djian, Monika Maron, Larry McMurtry, Norbert Gstrein, Gerhard Zwerenz, Kathleen E. Woodiwiss

De Amerikaanse dichter Irwin Allen Ginsberg werd geboren in Newark, New Jersey, op 3 juni 1926. Zie ook mijn blog van 3 juni 2006 en ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008 en ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Cezanne’s Ports 

 

In the foreground we see time and life

swept in a race

toward the left hand side of the picture

where shore meets shore.

 

But that meeting place

isn’t represented;

it doesn’t occur on the canvas.

 

For the other side of the bay

is Heaven and Eternity,

with a bleak white haze over its mountains.

 

And the immense water of L’Estaque is a go-between

for minute rowboats. 

 

 

An Asphodel 

 

O dear sweet rosy

unattainable desire

…how sad, no way

to change the mad

cultivated asphodel, the

visible reality…

 

and skin’s appalling

petals–how inspired

to be so Iying in the living

room drunk naked

and dreaming, in the absence

of electricity…

over and over eating the low root

of the asphodel,

gray fate…

 

rolling in generation

on the flowery couch

as on a bank in Arden–

my only rose tonite’s the treat

of my own nudity.

 

allen_ginsberg

Allen Ginsberg (3 juni 1926 – 6 april 1997)

 

 

De Franse schrijver Philippe Djian werd geboren in Parijs op 3 juni 1949.

 

Uit: Criminels

 

“A vrai dire, je n’imaginais pas qu’elle reviendrait avec de bonnes nouvelles. Et j’avais raison.

Il m’est apparu, avec l’âge, comme une impérieuse nécessité de vivre avec une femme. Je ne reviens pas là-dessus.

Nous sommes dans une passe difficile. Tout semble aller de travers. Je ne sais pas où ça va nous mener. Tout ce que nous touchons s’enflamme sous nos doigts.

Je n’arrive pas à savoir si ce que je lui dis a le moindre effet sur lui. Il est comme sa mère. J’ai vécu dix ans de ma vie aux cotés d’une femme que je n’ai jamais pu approcher. D’autres s’en sont chargés à ma place.

Tu fais partie de ces gens qui s’imaginent que c’est un grand bonheur d’avoir des enfants. Je vais te dire une chose : ça marche pas à tous les coups. C’est même rare que ça arrive.

Est-ce qu’on en fait trop lorsqu’on est sincère ? Est-ce que vous voulez voir une belle façade ou ce qu’il y a à l’intérieur?…

Une fente s’est ouverte au milieu du ciel sombre, remplie de matière lumineuse, translucide et molle comme de la pâte de fruits.

Et puis, nous sommes arrivés à un âge où, même si l’on a évité les gros pépins, les petits ennuis commencent. Si je me passais en revue du sommet du crâne jusqu’à la pointe des pieds, j’aurais plus d’un motif de râler.

C’est la vérité. C’est comme ça. Une femme est toujours en train de penser à des trucs. Je veux dire des trucs auxquels on penserait pas…

Tu en connais beaucoup qui peuvent se payer le luxe de faire les difficiles ? Je veux dire, aujourd’hui, dans le monde où on vit. Tu lis pas les journaux ou quoi ? Tu crois qu’on peut se permettre d’avoir des sentiments ?

Faut pas se relever quand t’entends siffler le sabre.

J’y suis peut-être allé un peu fort. Et la vieillesse, c’est quand on a le sentiment qu’on n’aura plus le temps de réparer les choses. Quand on sait qu’on fait des trucs une bonne fois pour toutes.”

 

Philippe_Djian_2009

Philippe Djian (Parijs, 3 juni 1949)

 

 

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn.

Uit: Bitterfelder Bogen

 

„Schon an der Autobahnausfahrt nach Bitterfeld-Wolfen wird der Unkundige eingewiesen: ein schwarzer Pfeil auf weißem Grund und der verheißungsvolle, auf eine wundersame Erfolgsgeschichte verweisende Name: Solar Valley. Kurz darauf, neben der Landstraße, ein weites Feld mit leuchtend blauen Solar – modulen, wie dem Acker entwachsen, auf dem sie in dichten Reihen stehen. Die Wegweiser am Kreisverkehr zeigen nach Bitterfeld und Wolfen, nach Greppin, Thalheim und noch einmal zum Solar Valley.

Fährt man in Richtung Thalheim, kreuzt man die Guardianstraße, wo ein sechsstöckiges Haus, in dessen aus Solarzellen gestalteter Fassade ein großes Q eingelassen ist, vom Ursprung des Solar Valley kündet: Q wie Q-Cells. In der Guardianstraße stehen die ersten Q-Cells-Gebäude, errichtet 2001, als niemand damit rechnete, dass man schon bald mehr Platz, viel mehr Platz brauchen würde, als auf diesem bemessenen Terrain zu haben war. Das eigentliche Solar Valley, ein inzwischen dreihundert Hektar großes Areal, an dessen Rändern Bagger und Kräne schon das nächste Bauland bereiten, liegt an der Sonnenallee, ein oder zwei Kilometer von der Guardianstraße entfernt.

Bei meinem ersten Besuch aber ließ ich Guardianstraße und Sonnenallee links liegen und fuhr geradeaus nach Bitterfeld. Ich hatte ein Bild im Kopf, ein schwarzes, verrußtes, rostfarbenes, dreißig Jahre altes Bild.“

 

monika_maron

Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008 en ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Larry Jeff McMurtry werd geboren op 3 juni 1936 in Wichita Falls, Texas. Zie ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Uit: Lonesome Dove: A Novel

 

When Augustus came out on the porch the blue pigs were eating a rattlesnake — not a very big one. It had probably just been crawling around looking for shade when it ran into the pigs. They were having a fine tug-of-war with it, and its rattling days were over. The sow had it by the neck, and the shoat had the tail.

“You pigs git,” Augustus said, kicking the shoat. “Head on down to the creek if you want to eat that snake.” It was the porch he begrudged them, not the snake. Pigs on the porch just made things hotter, and things were already hot enough. He stepped down into the dusty yard and walked around to the springhouse to get his jug. The sun was still high, sulled in the sky like a mule, but Augustus had a keen eye for sun, and to his eye the long light from the west had taken on an encouraging slant.

Evening took a long time getting to Lonesome Dove, but when it came it was a comfort. For most of the hours of the day — and most of the months of the year — the sun had the town trapped deep in dust, far out in the chaparral flats, a heaven for snakes and horned toads, roadrunners and stinging lizards, but a hell for pigs and Tennesseans. There was not even a respectable shade tree within twenty or thirty miles; in fact, the actual location of the nearest decent shade was a matter of vigorous debate in the offices — if you wanted to call a roofless barn and a couple of patched-up corrals offices — of the Hat Creek Cattle Company, half of which Augustus owned.

His stubborn partner, Captain W. F. Call, maintained that there was excellent shade as close as Pickles Gap, only twelve miles away, but Augustus wouldn”t allow it. Pickles Gap was if anything a more worthless community than Lonesome Dove. It had only sprung up because a fool from north Georgia named Wesley Pickles had gotten himself and his family lost in the mesquites for about ten days.“

 

McMurtry

Larry McMurtry (Wichita Falls, 3 juni 1936)

 

 

De Oostenrijkse schrijver Norbert Gstrein werd geboren op 3 juni 1961 in Mils bei Imst, Tirol.

 

Uit: Das Sheerness des Erzählens

 

Der “Genosse Schriftsteller” fragt auch in eigener Sache. Denn der Hintergrund ist der Einmarsch sowjetischer Truppen in die Tschechoslowakei genau zwei Tage vor dem genannten Datum, und es geht ihm ohne Zweifel nicht nur um die Reaktion Titos darauf, der sich mit der tschechischen Seite solidarisch erklärt hatte und nicht viel mehr als eine Woche davor noch in Prag gewesen war, sondern um seinen eigenen im vierten Teil ins Stocken geratenen Roman Jahrestage, der mit diesem Tag, dem 20. August 1968 enden sollte. Daher schreibt er auch davon, “mit dem Zeremoniell der Partei Sachen besprochen zu haben, die die Partei vorläufig anders besprochen haben möchte”, und obwohl seine Frau und er “ganz benommen von dem Erlebnis” waren, als sie ins Hotel eilten, ist es doch Erleichterung unter der plötzlich aufkommenden Angst, der Staatsmacht, deren Kontrolle er sich 1959 mit seinem Umzug in den Westen entzogen hatte, doch nicht ein für alle Mal entwischt zu sein. “Gewiss ist das Träume entfernt von ostberliner Verhältnissen, im Vergleich geradezu vorzüglich”, beruhigt er sich, “aber uns grauste doch bei der Vorstellung, von solchen Leuten einmal im Unguten verhört zu werden.”

 

Gstrein

Norbert Gstrein (Mils bei Imst, 3 juni 1961)

 

 

De Duitse schrijver en essayist Gerhard Zwerenz werd geboren op 3 juni 1925 in Crimmitschau in Saksen.

 

Uit: Van der Lubbe und die Folgen

 

“Thomas Mann schrieb bereits anno 1933 in einem Brief über den Leipziger Prozess: „Welch ein Morast, welch ein Menetekel.“ Wer dieses Menetekel durch Namenswechsel vergessen macht, verfälscht Geschichte. Das Reichsgericht nenne ich Marinus-Haus, den Häuserblock zwischen Pleiße und Peterssteinweg das Bloch-Quadrat, auch wenn historische Blindgänger noch hundert Jahre brauchen, dieser Einordnung zuzustimmen. Meine Gänge in Leipzig um Dimitroffplatz, Reichsgericht und Bloch-Quadrat wurden mir zur ständigen Begegnung mit unserer Vergangenheit, der wir per Erziehungsdiktatur zu entrinnen suchten. Sie betraf weniger das Volk als seine Intelligentsia. So mein ganz individueller Zustand anno 1953 und 1956, als sich mit Stalins Tod und Chruschtschows zorniger Rede ein kultureller Ausweg anbot. Leider wachsen immer mehr Dumme nach als von denen, die schon in Amtsstuben hocken, klug werden.

Der fatale Leipziger Rückzug vom 1933er Menetekel, die konsequente Vergessens-Strategie und damit verbundene Diffamierung von Rebellen und Widerständlern wurde vom Westen lange vorher betrieben und eskaliert eben in einem eklatanten Fall. So erhielt den diesjährigen Büchner-Preis ein Schriftsteller, der sich ohne die geringste Verrenkung gegen die Große Französische Revolution armiert und den Revolutionär Georg Büchner über den Jakobiner Saint Just mit Himmlers Massenmord-Reden koppelt. Da muss selbst eine FAZ, die den mit Fug und Recht als Anti-Büchnerpreisträger einzuordnenden Mosebach zuvor rückhaltlos hofierte, am Tag danach (1.11.07) zähneknirschend melden, sogar der brave Sozialdemokrat und Historiker Heinrich August Winkler nenne diesen Vorgang schlichtweg reaktionär. Kein Wunder, wenn die Wachhunde des Geschichtsrevisionismus an ihren Ketten zerren, dass es bundesweit rasselt. Darmstadt sollte eine Straße nach Martin Mosebach benennen, am besten eine kleine Sackgasse, denn kurz ist der Weg von der Bücher- zur Büchnerverbrennung.“

 

Zwerenz

Gerhard Zwerenz (Crimmitschau, 3 juni 1925)

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008 en ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

 

De Amerikaanse schrijfster Kathleen E. Woodiwiss werd geboren op 3 juni 1939 in Alexandria, Louisiana. Zie ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Uit: Everlasting

 

August 24, 1135

She knew his name was Raven Seabern, that he was here at Westminster Castle in the service of his king, and she was aware of something else as well, that the tall, raven-haired Scotsman was staring at her again. But she was the Lady Abrielle of Harrington, daughter of a late Saxon hero of the Crusades, stepdaughter of a Norman knight who had also gained high esteem for his brave years of service in the Holy Land, both to be honored here tonight, and she would give the man’s attention the lack of regard it deserved. For here, at the court of King Henry, she was being paid the admiration of so many men. She turned away quickly and nodded to her mother’s soft-spoken praise of the interior grandeur of the great hall of Westminster Castle. Two massive hearths dominated the room at each end, with flames roaring higher than a man. Tapestries kept out the chill drafts and depicted scenes of men in battle or men at the hunt. The stitches were colored in royal crimson and gold, the deepest blue of a king’s robe, the startling green of dark forest. Never had Abrielle been in a castle so magnificent in its display of wealth and power. And she had been invited by the king himself.

She wanted to savor this happy occasion, as nights such as this had become sadly rare in her life since her father’s death and her stepfather’s recent difficulties. It was hard to be at ease, however, much less concentrate, with the Scotsman’s vivid blue gaze following her with an intensity to which she was not accustomed.“

 

woodiwiss

Kathleen E. Woodiwiss (3 juni 1939 – 6 juli 2007)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

Pedro Mir, Detlev von Liliencron, Friederike Brun, Eugène Van Oye, Carlo Michelstaedter, Otto Erich Hartleben, Philippe Quinault

De Domicaanse dichter en schrijver Pedro Mir werd op 3 juni 1913 in San Pedro de Macorís geboren. Zie ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Uit: Countersong to Walt Whitman (Vertaald door Jonathan Cohen)

 

9

 

For

         what has a great undeniable poet been

                but a crystal-clear pool

                       where a people discover their perfect

                              likeness?

What has he been

                              but a deep garden

                                     where all men recognize themselves

                                            through language?

And what

                 but the chord of a boundless guitar

                        where the fingers of the people play

                               their simple, their own, their strong and

                                      true, innumerable song?

For that’s why you, numerous Walt Whitman, who saw and ranted

just the right word for singing your people,

who in the middle of the night said

                                                         I

and the fisherman understood himself in his slicker

and the hunter heard himself in the midst of his gunshot

and the woodcutter recognized himself in his axe

and the farmer in his freshly sown field and the gold

panner in his yellow reflection on the water

and the maiden in her future town

                                                       growing and maturing

under her skirt

and the prostitute in her fountain of gaiety

and the miner of darkness in his steps beneath his homeland . . .

When the tall preacher, bowing his head

between his two long hands, said

                                                         I

and found himself united with the foundryman and the salesman

with the obscure traveler in a soft cloud of dust

with the dreamer and the climber,

with the earthy mason resembling a stone slab,

with the farmer and the weaver,

with the sailor in white resembling a handkerchief . . .

And all the people saw themselves

when they heard the word

                                          I

and all the people heard themselves in your song

when they heard the word

                                          I, Walt Whitman, a kosmos,

                                          of Manhattan the son . . . !

Because you were the people, you were I,

and I was Democracy, the people’s family name,

and I was also Walt Whitman, a kosmos,

of Manhattan the son . . . !

 

Pedro_Mir

Pedro Mir (3 juni 1913 – 11 juli 2000)

 

De Duitse dichter Detlev von Liliencron werd op 3 juni 1875 in Kiel geboren. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008 en ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Italienische Nacht

 

I

                Weit fort, im südlichen Italien war es. –

Du schautest vom Altane in den Garten

Auf weiterhellte, festbelebte Wege.

Dann hob dein Auge sich, und deine Seele

Verlor sich in das Schweigen ferner Landschaft:

    Im Meer des Mondenlichtes liegen still

    Die weißen Schlösser, Schiffen gleich, vor Anker.

    Es dunkeln, Inseln, die Zypressenhaine,

    Wo Liebesworte und Gitarrenklang

    Im gleichen Fall der Brunnen sich vermischen.

Wie lange willst du träumen, deutsche Frau,

Von glutdurchtränkter Nacht des Romeo?

Weckt dir Erinnerung nicht liebe Bilder

Aus unbarmherzig strenger Winternacht,

Die mit gesenktem Augenlid umdämmert

Die Hünengräber deines rauhen Strandes?

 

II

 Im Nebelnorden, an der Ostseeküste,

Abseits der Städte und der großen Straßen,

Schläft einsam und vergessen, halb verweht

Im Schnee, von harten Stürmen oft gezaust,

Ein kleines Gut. Zwei ungeschlachte Riesen,

Uralte Tannen, strecken ihre Arme

Wie Speere vor zum Schutz des Herrenhauses.

Unhörbar, drinnen auf dem Smyrnateppich,

Geht eine junge Dame auf und nieder.

Bisweilen bleibt sie stehn, schraubt an der Lampe,

Schiebt auf dem Bechstein an das Notenpult

Die schweren Bronzekandelaber näher,

Zupft im Vorübergehen an der Decke

Des Sofatisches, horcht, und wandert, horcht,

Die grauen Augen auf die Tür gerichtet.

Bis endlich ihre schwere Stirn ein Schwarm

Von Sommervögeln lustig überflattert.

Nun schreitet langsam auf dem warmen Teppich

Ein Pärchen, angeschmiedet, auf und nieder.

Behaglichkeit, das Kätzchen, schnurrt im Zimmer,

Indessen draußen in der Winternacht,

Ein Abglanz von den Schilden Schlachterschlagner,

Die fleißig in Walhall den Humpen schwingen,

Die blassen Strahlenbündel eines Nordlichts

Am strengen Himmel Odins sich ergießen.

Und auf der toten Heide bellt der Fuchs.

 

Liliencron

Detlev von Liliencron (3 juni 1875 – 22 juli 1909)
Portret door  Arthur Illies, 1913

 

 

De Deense dichteres Friederike Brun werd geboren op 3 juni 1765 in Gräfentonna, Thüringen. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2009.

Zuruf an die Gegend von Rom

Sey mit stürzenden Thränen der Freude gegrüßt,
Was auch fern vor der Seele mir stand,
Wo sich kühner der Keim der Gedanken erschließt,
O du altes Saturnisches Land,
Wo die heilige Höh’ und die wallende Fluth
Mir entzünden und kühlen die sehnende Gluth,
Die nach dir ich im Busen empfand.

Wem im Busen das Herz, in dem Herzen der Geist
Sich erhebet zum höheren Seyn;
Wem sich tiefer der Quell der Gedanken ergeußt,
O wie fröhlich kann der hier gedeih’n!
Stürzt die WeIt auch in stäubende Trümmer dahin,
Im Unendlichen schwebet der geistige Sinn,
Und verschmäht den betrüglichen Schein!

Was da war, was noch ist, und was werden einst kann.
Das erscheinet dem sinnenden Blick!
Wenn sich löset der vielfach umkreisende Bann,
Und einst Nemesis kehret zurück!
Mit der Rechten schwingt sie die Geißel empor,
Treibt aus finsterer Nacht die Verbrecher hervor,
Und befreit das gefesselte Glück!

 

Brun

Friederike Brun (3 juni 1765 – 25 maart 1835)

 

De Vlaamse arts, dichter en toneelschrijver Eugène Van Oye werd geboren in Torhout op 3 juni 1840. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Vriendenzoen

(Voor Eugène van Oye)

 

Waar zaat gij dan

gestoken, gij,

verduisterd en

verdoken, gij,

o vriendenhert:

dor vriendenhand,

zoo waandet ge, in

uw onverstand,

gekwetst en afgewezen?

‘k En hadde u nooit

vergeten, ik,

geen weêrstand u

verweten, ik;

geen stroo u in

den weg geleid,

geen werk gedaan,

geen woord gezeid,

dat kwetsende u kon wezen.

 

Nog meer als ik,

zijt gij, misschien,

een vriendenherte

en mij, misschien,

spijts al hetgeen,

tot beider leed,

ons beider liefde

in stukken smeet,

een ware vriend gebleven?

Dat vriendschap is

moet sterker zijn,

moet, sterk alzoo

de kerken, zijn

gesteund op vast-

en dieper grond

als vriendenhand

en vriendenmond,

zoo nu, zoo na dit leven.

 

‘t Is dit alleen,

dat scheiden ons

zoo bitterlijk,

dat beiden ons

kon drijven, om,

gij hier, ik daar,

verre af en zoo

nabij malkaar,

te porren en te pogen

aan ‘t gene ik wist,

of waande, dat

het was; en gij

hieldt staande dat

het niet en was:

niet anders als

een ijdel woord,

een vuil en valsch,

eene opgesmukte logen.

 

Zoo ziet men ‘t gene,

op dezen dag,

nog ijzervast

gevezen lag,

verworteld en

verwassen, eer

‘t ooit morgen is,

met éénen keer,

ter stede, in stukken vliegen;

zoo komt men eere

en trouw vaneen,

zoo komt men man

en vrouw vaneen,

zoo vriendenherte

en vriendenhand,

zoo onderdaan

en vaderland

en volk intween te liegen.

 

‘k Herbiede u dan

de vriendenhand,

het vriendenhert,

den vriendenband,

die, spannende en

weêrspannig aan

ons beider bede,

is losgegaan,

nu weêr aaneen te binden.

‘k Herbiede u hulpe

en bijstand, in

den strijde, om weêr

den vijand in

te stormen; en

dat ongekleed,

dat edel wicht,

dat Waarheid heet,

te zoeken en te vinden.

 

Guido Gezelle

 

VanOye

Eugène Van Oye (3 juni 1840 – 4 juni 1926)
Standbeeld in Gistel

 

De Italiaanse dichter, filosoof en schilder Carlo Michelstaedter werd geboren op 3 juni 1887 in Gorizia. Zie ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Uit: Persuasion and Rhetoric (Vertaald dsoor Russell Scott Valentino)

 

„Nor is any life ever satisfied to live in any present, for insofar as it is life it continues, and it continues into the future to the degree that it lacks life. If it were to possess itself completely here and now and be in want of nothing-if it awaited nothing in the future-it would not continue: it would cease to be life.

So many things attract us in the future, but in vain do we want to possess them in the present.

I climb to a mountaintop: its height calls me, I want to have it, and I ascend and dominate it. But how can I possess the mountain? I am truly high above the plain and sea, and I see the wide horizon from the mountain. But none of that is mine: What I see is not within me, nor does seeing more ever mean, “I have seen”: the sight, I don’t possess it. The sea shines bright in the distance-that will be mine in a different manner. I shall descend to the coast. I’ll hear its voice, sail along its back and … be content. But now on the sea, “the ear cannot be filled with hearing,” the boat rides ever new waves, and “an equal thirst takes hold of me.” I may plunge into it, feel a wave across my body, but where I am the sea is not. If I want to go where the water is and have it, the waves make way before the swimming man. I may drink in the saltiness, exult like a porpoise, drown myself, but I still won’t possess the sea: I am alone and distinct in its midst.

Nor can a man seeking refuge in the persona he loves satisfy his hunger: neither kisses nor embraces nor any other demonstrations invented by love can interpenetrate one with the other: they will always be two, each alone and distinct. Men lament this solitude, but if they find it lamentable it is because being with themselves they feel alone: they feel themselves to be with no one, in want of everything.“

 

Carlo_Michelstaedter

Carlo Michelstaedter (3 juni 1887  – 17 oktober 1910)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Otto Erich Hartleben werd geboren op 3 juni 1864 in Clausthal. Zie ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Der Sünder

 

Wenn ich den Wellenschlag des Meeres höre,

eintönig rauschend, Nachts, in dunkler Stunde,

aufblutet des Gewissens alte Wunde,

so stark ich auch mich wider mich empöre.

 

Ich seh ein Weib, gehüllt in Trauerflöre,

das murmelt dumpf mit todesblassem Munde,

was mich vor Graun erbeben macht, die Kunde,

dass sie der Schande Fluch im Grabe störe.

 

Weh meinem fiebergluth-durchlohten Hirne!

Ich seh sie winken mir mit schmalen Händen –

und kalte Tropfen perlen von der Stirne.

 

Der Rache Faust seh ich auf mich sie wenden,

weil sie durch mich erniedrigt ward zur Dirne –

in Qualen fühl ich meine Nächte enden.

 

 

Wir hattens einst so gut verstanden

 

Wir hattens einst so gut verstanden,

zu küssen uns zu rechter Stund,

eh wir es selber ganz empfanden,

gefunden hatte Mund den Mund.

 

Ein einiger Gedanke schwebte,

war weder mir noch dir bewusst,

und plötzlich Lipp an Lippe bebte

und plötzlich bebte Brust an Brust.

 

Dann haben wirs vergessen müssen,

verleugnet ward die Kinderzeit,

wir trugen, statt uns froh zu küssen,

ehrbar und dumm das Heuchlerkleid.

 

Doch als ich heut nach langen Tagen,

dich still geliebte wiedersah –

wir hattens gar zu schwer getragen –

war Kuss und Kindheit wieder da!

 

hartleben

Otto Erich Hartleben (3 juni 1864 – 11 februari 1905)

 

 

De Franse dichter, schrijver en librettist Philippe Quinault werd geboren in Parijs op 3 juni 1635. Zie ook mijn blog van 3 juni 2009.

 

Poème sur l’hérésie (Fragment)

 TABLEAU DE LA CHUTE DE L’HÉRÉSIE

 

Je n’ai que trop chanté les jeux et les Amours.

Sur un ton plus sublime il faut me faire entendre ;

Je vous dis adieu, Muse tendre,

Je vous dis adieu pour toujours.

C’est à des actions d’éternelle mémoire

Que je dois consacrer mes vers,

Je ne veux désormais célébrer que la gloire

Du plus grand Roy de l’Univers.

Quelle multitude innombrable

D’héroïques vertus et d’étonnants exploits !

Est-ce la valeur indomptable

Ou la sagesse impénétrable

Pour qui je dois d’abord faire éclater ma Voix ?

Chanterai-je la guerre où ce Roy redoutable

De tant de Rois ligués a triomphé cent fois ?

Chanterai-je la paix encore plus mémorable

Dont en Maistre du Monde il imposa les loix ?

Mais un nouveau triomphe à qui tout autre cède

M’engage à l’annoncer sur les tons les plus forts :

Loin de moy, profanes transports,

Un transport divin me possède.

Avec étonnement j’observe un si grand Roy,

J’ay peine à soutenir tout l’éclat de sa gloire

Pour exprimer ce que je voy !

L’avenir pourra-t-il m’en croire ?

 

Philippe Quinault

Philippe Quinault (3 juni 1635 – 26 november 1688)
Standbeeld in de gevel van het l’Hôtel de ville in Parijs