Erika Mitterer, Tom Sharpe, Gert Heidenreich, Theo Breuer, Jean Giono

De Oostenrijkse schrijfster en dichteres Erika Mitterer werd geboren op 30 maart 1906 in Wenen. Zie ook mijn blog van 30 maart 2007 en ook mijn blog van 30 maart 2008.en ook mijn blog van 30 maart 2009.

 

Flucht

 

Nehmt mich, Wogen der Wälder, auf und wieget in Frieden

eine Seele, die wirr floh vor den Menschen, verstört!

Ob sie mich suchten und drängten, ob sie verächtlich mich mieden –

bis in den Traum hinein hab’ Schwatz ich und Hetze gehört.

 

Treue gilt nichts mehr und nichts Freiheit der Geistesentscheidung,

Christi feuriges Herz nichts, das die Völker verschmolz!

Flucht ist, feige, ich weiß, ängstliche Menschenvermeidung …

Aber wie wohl tut der Stirn Glätte von fühllosem Holz.

 

Nicht nach hilfreicher Hand taste ich mehr, seit im Schauern

kalten Regens ich müd scheintote Äcker betrat

bete nur stumm in den Sturm, daß einst den Söhnen der Bauern

dennoch heiliges Brot reife aus heilloser Saat.

 

 

 

Der erste Brief an R. M. R.

(Eine Erinnerung)

 

Wie das nichts gleichschaut: halb vergilbter Bogen,

bekritzelt zart mit scheuer Kinderschrift,

als habe eine rasche Hand den Stift,

halb widerrufend, übers Blatt gezogen!

 

Kein schönes Blatt! Nur eines Schulhefts Seite,

schief zugeschnitten ins Kuvert geknickt,

die Marke achtlos schräg ins Eck gepickt –

ein Brief, schlecht ausgerüstet für die Weite!

 

Und doch ward nie mit heißerm Zweifelshoffen

ein Gruß mit innigerem Traum begleitet

von Land zu Land, nach unbekanntem Ort:

 

Jetzt kann er dort sein … hat ihn angetroffen …

ward weggelegt … dann endlich ausgebreitet …

Ach, flammt der Funken aus verschlacktem Wort?

 

Erika_Mitterer

Erika Mitterer (30 maart 1906 – 14 oktober 2001)
Mitterer in 1928

 

De Engelse schrijver Tom Sharpe werd geboren op 30 maart 1928 in Londen. Zie ook mijn blog van 30 maart 2007.en ook mijn blog van 30 maart 2009.

 

Uit: Wilt in Nowhere

 

„‘God, what a day,’ said Wilt as he and Peter Braintree sat in the garden of the Duck and Dragon with their beers and watched a lone oarsman scull
down the river. It was summer and the evening sun glinted on the water. ‘After that bloody Entitlement meeting I had to tell Johnson and Miss Flour they’ve been made redundant because of the financial cuts, and then after that I was told that the Computer Department is going to do next year’s timetable and I don’t have to bother, the Vice-Principal sends a memo to say there’s a glitch in the programme or something and I’ve had to do it myself.’

‘You’d think the one thing a computer would be good at was sorting classes and putting them in the right rooms. All it requires is logic,’ said Braintree, Head of English.

‘Logic, my foot. Try using logic with Mrs Robbins who won’t teach in Room 156 because Laurence Seaforth is next door in 155 and she can’t make herself heard for the din his drama class makes. And Seaforth won’t move because he’s used 155 for ten solid years and the acoustics are just right for declaiming “To be or not to be” or Henry V’s speech at Agincourt in multi-decibels. Try getting a computer to take that into account.’

‘It’s the human factor. I’ve had the same sort of trouble with Jackson and Ian Wesley. They’re supposed to grade the same exam papers and if Jackson marks a paper high, Wesley invariably says it’s lousy. Human factor every time.’

 

Tom_Sharpe

Tom Sharpe (Londen, 30 maart 1928)

 

De Duitse dichter, schrijver en (radio)journalist Gert Heidenreich werd geboren op 30 maart 1944 in Eberswald. Zie ook mijn blog van 30 maart 2007.en ook mijn blog van 30 maart 2009.

Restaurant mit Adlervoliere

Taschkent, Usbekistan

Uigurisch
ist hier die Küche,
ihr Abfall nährt einen Adler: der
Jäger auf Kundenfang. Immerhin Freiluft und Raum,
die gestutzten Schwingen zu dehnen, sie vorzuweisen
den Männern. Schweigend begaffen
sie ihn, als wüssten sie, was ihnen
blüht. Des Königs Federkleid
löchrig wie Lumpen. Im
Auge die Seele
blind.

Zum großen Vogel im Käfig
schlüpft durch die Stäbe ein kleiner, singt von
der unendlichen Steppe, zwitschert
Wolkenlicht in die Voliere, pfeift
Aufwind herbei. Da hackt
der ermüdete Große den
Kleineren tot.

Die Männer wenden sich ab.
Es ist Mittag.

heidenreich

Gert Heidenreich (Eberswald, 30 maart 1944)

 

De Duitse schrijver en dichter Theo Breuer werd geboren op 30 maart 1956 in Zülpich. Zie ook mijn blog van 30 maart 2007.en ook mijn blog van 30 maart 2009.

das dunkel lösen

wir laufen dem tag nach der errötet
am horizont verschwindet
als schäme er sich für die nacht

die über das land kommt
wie ein unlöschbares feuer
doch wir sind zu langsam

und knicken ein in den schatten
der uns von hinten die kniekehlen
beugt mit gezieltem schlag

während der himmel die bäume
durchleuchtet bis sie schwarz werden
und mit finsternis verwachsen

schließlich geben wir es auf
das licht das uns schon so weit voraus ist
daß wir es in einem anderen land vermuten

im haus sind uns die lampen ersatz
mit denen wir die stunden etwas aufhellen
bevor wir zu bett gehen

und darauf warten daß der morgen
die dunkelheit löst
wie ein ihm altbekanntes rätsel

Breuer

Theo Breuer (Zülpich, 30 maart 1956)

 

De Franse schrijver Jean Giono werd geboren op 30 maart 1895 Manosque in het Département Alpes-de-Haute-Provence. Zie ook mijn blog van 30 maart 2007.en ook mijn blog van 30 maart 2009.

 

Uit: Les Âmes fortes

 

„Tu ris ? Il n’y a pas de quoi rire, Thérèse. Il était comme ça ton Firmin.
– Je sais. C’est lui craché.
– Puisque tu sais alors, je ne vais pas me gêner. Gougeon chez qui il travaillait à Châtillon, c’était zéro en chiffre. Les messageries lui avaient retiré la clientèle. Il avait truqué avec des maîtres de postes. Puis, mauvaise vie. Une forge où l’on faisait cuire des châtaignes, une de ces maisons où le chien fait la vaisselle. Où il n’y a rien, le roi perd ses droits. A moins de porter l’enclume et le soufflet chez les prêteurs, il n’y avait pas de quoi gratter. Le Firmin y resta quand même un bout de temps parce qu’il fallait courir au plus pressé. Celle-là était dans ses derniers mois. Et, coûte que coûte, il fallait la becquée. On leur avait prêté la cabane à lapins. Ces dames de Sion avaient bien apporté quelques p
aniers mais en méfiance; elles s’activaient comme il se doit du côté des papiers et du mariage officiel. Celle-là donc se délivre de son premier. Dans quelles conditions ? Il vaut mieux ne pas le savoir. Mais, si vous ne vous êtes pas rendu compte que Firmin fait flèche de tout bois, je n’ai rien dit. Tout ça qui nous fait dresser les cheveux sur la tête, pour lui c’est une affaire. Celle-là a suffisamment déambulé dans Châtillon avec son gros ventre pour qu’elle ait tiré l’œil. Ces dames de Sion sont bien venues sept ou huit fois à la cabane à lapins. On n’a pas besoin de savoir qu’elles viennent, surtout pour des papiers. Le tout est qu’on les voie aller et venir avec leurs armes et bagages, c’est-à-dire chapeaux et corsages de satin. Si ces dames sont dans la bagarre, c’est bon signe. On peut y aller de sa larme à l’œil et tout le monde y va. Il n’est question que de cette pauvre fille. « Mais vous savez qu’elle va se marier ? – Mais que me dites vous ? – Je le tiens de ces dames de Sion qui s’en occupent. » Ce mariage, c’est le chef d’œuvre de Firmin. Il en a fait comme une course à pied. Qui arrivera le premier : le pasteur ou l’enfant ? C’est le pasteur. Mais au poil. C’est ce qu’il faut. Ne laissons pas refroidir le public. Thérèse est allée au temple un soir. Elle est comme une barrique. C’est tout juste su Firmin ne lui dit pas : « Tiens-le encore un peu. » Ou peut-être il le lui a dit. En tout cas elle le tient aller et retour, mais retour, elle lâche.“

 

Giono

Jean Giono (30 maart 1895 – 9 oktober 1970)