John Updike, Christa Wolf, Charlotte Roche, Wilfred Owen, Stéphane Mallarmé

De Amerikaanse schrijver John Updike werd geboren in Shillington, Pennsylvania, op 18 maart 1932. Zie ook mijn blog van 18 maart 2008 en  mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 28 januari 2009  en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: The Widows of Eastwick

 

Those of us acquainted with their sordid and scandalous story were not surprised to hear, by way of rumors from the various localities where the sorceresses had settled after fleeing our venerable town of Eastwick, Rhode Island, that the husbands whom the three Godforsaken women had by their dark arts concocted for themselves did not prove durable. Wicked methods make weak products. Satan counterfeits Creation, yes, but with inferior goods.
Alexandra, the oldest in age, the broadest in body, and the nearest in character to normal, generous-spirited humanity, was the first to become a widow. Her instinct, as with so many a wife suddenly liberated into solitude, was to travel—as if the world at large, by way of flimsy boarding cards and tedious airport delays and the faint but undeniable risk of flight in a time of rising fuel costs, airline bankruptcy, suicidal terrorists, and accumulating metal fatigue, could be compelled to yield the fruitful aggravation of having a mate. Jim Farlander, the husband she had conjured for herself from a hollowed pumpkin, a cowboy hat, and a pinch of Western soil scraped from inside the back fender of a pickup truck with Colorado plates that she had seen parked, looking eerily out of place, on Oak Street in the early 1970s, had, as their marriage settled and hardened, proved difficult to budge from his ceramics studio and little-frequented pottery shop on a side street in Taos, New Mexico.
Jim’s idea of a trip had been the hour’s drive south to Santa Fe; his idea of a holiday was spending a day in one of the Indian reservations—Navajo, Zuni, Apache, Acoma, Isleta Pueblo—spying out what the Native American potters were offering in the reservation souvenir shops, and hoping to pick up cheap in some dusty Indian Bureau commissary an authentic old black-and-white geometric Pueblo jar or a red-on-buff Hohokam storage jar, with its spiral-and-maze pattern, which he could peddle for a small fortune to a newly endowed museum in one of the burgeoning resort cities of the Southwest. Jim liked where he was, and Alexandra liked that in him, since she as his wife was part of where he was. She liked his lean build (a flat stomach to the day he died, and never performed a sit-up in his life) and the saddle smell of his sweat and the scent of clay that clung, like a sepia aura, to his strong and knowing hands. They had met, on the natural plane, when she, for some time divorced, had taken a course at the Rhode Island School of Design, where he had been enlisted as a fill-in instructor.“

 

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John Updike (18 maart 1932 – 27 januari 2009)

 

De Duitse schrijfster Christa Wolf werd geboren op 18 maart 1929 in het huidige Poolse Gorzów Wielkopolski. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Der geteilte Himmel

 

„Die Stadt, kurz vor Herbst noch in Glut getaucht nach dem kühlen Regensommer dieses Jahres, atmete heftiger als sonst. Ihr Atem fuhr als geballter Rauch aus hundert Fabrikschornsteinen in den reinen Himmel, aber dann verließ ihn die Kraft, weiterzuziehen. Die Leute, seit langem an diesen verschleierten Himmel gewöhnt, fanden ihn auf einmal ungewöhnlich und schwer zu ertragen, wie sie

überhaupt ihre plötzliche Unrast zuerst an den entlegensten Dingen ausließen. Die Luft legte sich schwer auf sie, und das Wasser — dieses verfluchte Wasser, das nach Chemie stank, seit sie denken konnten — schmeckte ihnen bitter. Aber die Erde trug sie noch und würde sie tragen, solange es sie gab.

Also kehrten wir zu unserer alltäglichen Arbeit zurück, die wir für Augenblicke unterbrochen hatten, der nüchternen Stimme des Radiosprechers lauschend und mehr noch den unhörbaren Stimmen sehr naher Gefahren, die alle tödlich sind in dieser Zeit. Für diesmal waren sie abgewendet. Ein Schatten war über die Stadt gefallen, nun war sie wieder heiß und lebendig, sie gebar und begrub, sie gab

Leben und forderte Leben, täglich.

Also nehmen wie unsere Gespräche wieder auf: Über die Hochzeit, ob sie schon zu Weihnachten sein soll oder erst im Frühjahr; über die neuen Kindermäntel zum Winter; über die Krankheit der Frau und den neuen Vorgesetzten im Betrieb. Wer hätte gedacht, daß einem das alles so wichtig ist? Wir gewöhnen uns wieder, ruhig zu schlafen. Wir leben aus dem vollen, als gäbe es übergenug von diesem seltsamen Stoff Leben, als könnte er nie zu Ende gehen.“

 

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Christa Wolf (Gorzów Wielkopolski, 18. März 1929)

 

 

De Duitse schrijfser, televisiepresentatrice, actrice en zangeres Charlotte Roche werd geboren in High Wycombe, Engeland, op 18 maart 1978. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Feuchtgebiete

 

Dafür setze ich mich immer im Schneidersitz in die Dusche, bisschen zurückgelehnt, Po etwas hoch. Dann fummele ich die ganzen Schamlippen zu den Seiten, wo sie hingehören, und schiebe mir ganz langsam und vorsichtig den dicken Duschkopf rein. Dafür brauche ich kein Pjur, weil meine Muschi bei der bloßen Vorstellung, dass ich mich gleich volllaufen lasse, Unmengen von hilfreichem Schleim produziert. Pjur ist das beste Gleitmittel, weil es nicht einzieht und geruchsneutral ist. Ich hasse parfümierte Gleitcremes. Wenn also der Duschkopf endlich drin ist, was wirklich lange dauert, weil ich mich sehr stark auseinanderdehnen muss, drehe ich ihn so, dass die Seite mit den Wasserdüsen nach oben zeigt, also Richtung Gebärmutterhals, -mund, -auge oder wie das da oben heißt, wo ein Mann mit langem Schwanz bei bestimmten Stellungen leicht gegenklopft. Jetzt wird das Wasser stark aufgedreht, ich verschränke die Hände hinterm Kopf – hab ja beide Hände frei, weil die Muschi den Duschkopf selber hält – mache die Augen zu und summe »Amazing Grace«.
Nach gefühlten vier Litern drehe ich das Wasser ab und ziehe ganz vorsichtig den Duschkopf wieder raus, damit so wenig Wasser wie möglich rausläuft. Das brauche ich nachher noch zum Abspritzen. Mit dem Duschkopf klopfe ich so lange meine vom Aufspreizen geschwollenen Vanillekipferln, bis ich komme.
Das geht bei
mir meistens sehr schnell – wenn ich nicht gestört werde. Durch das Gefühl, komplett gestopft zu sein, wie jetzt von dem Wasser, schaffe ich das in wenigen Sekunden. Wenn ich gekommen bin, walke ich mit einer Hand feste meinen Unterbauch durch und stecke gleichzeitig alle Finger der anderen Hand tief in die Muschi rein und spreize sie alle auseinander, damit das Wasser nur so rausschießt, genauso wie es reingeschossen ist. Meistens komme ich vom rauslaufenden Wasser gleich noch mal. Das ist für mich eine schöne, erfolgreiche Selbstbefriedigung. Nach so einer großen Wassersause muss ich noch stundenlang viele Schichten Klopapier in meinem Unterhosenschritt türmen, weil bei jeder Bewegung immer wieder stoßweise Wasser rausschießt und in Klamotten so aussähe wie Pipi. Das will ich nicht.
Eine andere Sanitäranlage, die sich hervorragend für so was eignet, ist das Bidet. Das Bidet wurde mir immer von meiner Mutter nahegelegt, um sich nach dem Sex mal schnell untenrum wieder frisch zu machen. Warum sollte ich?”

 

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Charlotte Roche (High Wycombe, 18 maart 1978)

 

De Engelse dichter en schrijver Wilfred Owen werd op 18 maart 1893 geboren in Oswestry in Shropshire. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

The Dead-Beat

 

He dropped, — more sullenly than wearily,

Lay stupid like a cod, heavy like meat,

And none of us could kick him to his feet;

Just blinked at my revolver, blearily;

— Didn’t appear to know a war was on,

Or see the blasted trench at which he stared.

“I’ll do ‘em in,” he whined, “If this hand’s spared,

I’ll murder them, I will.”

 

                            A low voice said,

“It’s Blighty, p’raps, he sees; his pluck’s all gone,

Dreaming of all the valiant, that AREN’T dead:

Bold uncles, smiling ministerially;

Maybe his brave young wife, getting her fun

In some new home, improved materially.

It’s not these stiffs have crazed him; nor the Hun.”

 

We sent him down at last, out of the way.

Unwounded; — stout lad, too, before that strafe.

Malingering?  Stretcher-bearers winked, “Not half!”

 

Next day I heard the Doc.’s well-whiskied laugh:

“That scum you sent last night soon died.  Hooray!”

 

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Wilfred Owen (18 maart 1893 – 4 november 1918)

 

De Franse dichter Stéphane Mallarmé werd geboren in Parijs op 18 maart 1842. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

A la nue accablante …

A la nue accablante tu
Basse de basalte et de laves
A même les échos esclaves
Par une trompe sans vertu

Quel sépulcral naufrage (tu
Le sais, écume, mais y baves)
Suprême une entre les épaves
Abolit le mât dévêtu

Ou cela que furibond faute
De quelque perdition haute
Tout l’abîme vain éployé

Dans le si blanc cheveu qui traîne
Avarement aura noyé
Le flanc enfant d’une sirène.

 

Rien au réveil que vous n’ayez

Rien au réveil que vous n’ayez
Envisagé de quelque moue
Pire si le rire secoue
Votre aile sur les oreillers

Indifféremment sommeillez
Sans crainte qu’une haleine avoue
Rien au réveil que vous n’ayez
Envisagé de quelque moue

Tous les rêves émerveillés
Quand cette beauté les déjoue
Ne produisent fleur sur la joue
Dans l’oeil diamants impayés
Rien au réveil que vous n’ayez

StéphaneMallarmé

Stéphane Mallarmé (18 maart 1842 – 9 september 1898)
Portret door Edouard Manet, 1876

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 18e maart ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

 

Héctor Bianciotti, Hellema, Friedrich Hebbel, Max Barry, Wolfgang Bauer

De Argentijnse schrijver Héctor Bianciotti werd geboren op 18 maart 1930 in Córdoba. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook

mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

Uit: Comme la trace de l’oiseau dans l’air

 „Plus d’un quart de siècle s’était écoulé sans que je revienne au pays de ma première naissance. A l’exception d’Armando qui fit deux fois le voyage de Paris, un éloignement touchant déjà à l’absence me séparait de mes frères et sœurs.
De loin en loin, l’un ou l’autre m’envoyait des photographies, mais dans ces instantanés réalisés à l’occasion d’un événement heureux, d’un anniversaire, ou de l’une de ces réunions dominicales autour d’une table généreuse, telle qu’ils en ont le culte, aucun ne figurait seul – aussi ne les avais-je jamais retrouvés dans leur singularité, chacun pareil à soi et à nul autre, comme dans mon souvenir : ils y cédaient tous une partie d’eux-mêmes au petit enfant qui brandissait une cuiller dégoulinante et dont on essuyait le minois, à leur voisin, ou au photographe qui leur enjoignait de regarder l’objectif ; et, tout en écoutant d’une oreille le provocateur de service occupé à susciter le rire pour que la prise les fige entre rire et grimace, ils acquiesçaient, avec complaisance, avec cérémonie.
Même dans la durée de l’instant, qui est et qui n’est plus, on cherche à se faire beau, à se montrer à son avantage : on soulève le menton pour tendre les joues, les sourcils pour déplisser les paupières, au risque de devenir sa propre caricature, et, pour finir, dans un reflet soudain sur la vitre on constate que le passé ne ment, ni n’ajourne l’entrée dans la vieillesse.
Lors de mon séjour parmi mes frères et sœurs, je compris leur besoin de conserver les images, les traces d’un repas, d’une petite fête, d’une promenade : le rituel en demeurait immuable, et une coupe de cheveux ou celle d’une robe d’autrefois les amusait, rythmait le temps, préservait les moments épars, ce qui disparaît ou se flétrit, les choses destinées à perdurer ; et cela consolidait leur réalité, les distrayait de l’angoisse de l’avenir, certes fixé depuis toujours et comme déjà advenu.”

Bianciotti

Héctor Bianciotti (Córdoba, 18 maart 1930)

 

De Nederlandse schrijver Hellema (pseudoniem voor Alexander Bernard (Lex) van Praag) werd geboren in Amsterdam op 18 maart 1921. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Niet van horen zeggen

 

‘Af en toe viel er een pauze, dan klonken weer commandofluitjes en knetterde het, geweervuur, brand, brekende takken. De kwelling van de oorlog was om het allemaal te moeten horen – er was veel meer te horen dan te zien. Het oog is selectief, het richt zich, het stelt zich in – het oor kan niet kiezen wat het wil horen, het scheidt alleen de klanken, zonder richting, in een wereld waarin het geluid geen perspectief heeft. Wel kan het geluid versterven, maar niet in een bos, waar het blijft hangen en weerkaatst wordt en vervormd en waar het naklinkt in de oren ook als het allang stil geworden is.’

 

Hellema

Hellema (18 maart 1921 – 19 maart 2005)

 

De Duitse schrijver Christian Friedrich Hebbel werd geboren in Wesselburen op 18 maart 1813. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Eine Nacht im Jägerhause

 

Kommen wir denn nicht bald nach D.?« rief Otto ungeduldig seinem Freude Adolf zu und fuhr heftig mit der Hand nach seiner linken Wange, weil er sich an einem Zweig geritzt hatte. »Die Sonne ist längst hinunter, die Finsternis kann kaum noch größer werden, und die Beine wollen mich nicht mehr tragen.« — »Ich glaube, daß wir uns verirrt haben«, entgegnete Adolf übermütig, »wir müssen uns wohl darauf gefaßt machen, die Nacht im Walde zuzubringen!« –»Das habe ich längst gedacht«, versetzte Otto ärgerlich, »aber du weißt allenthalben Bescheid, auch da, wo du nie gewesen bist. Hungrig bin ich auch wie der Wolf, wenn er ein Schaf blöken hört.« — »Ich habe noch eine Semmel in der Tasche«, erwiderte Adolf, indem er darnach zu suchen begann, »doch nein«, setzte er sogleich hinzu, »ich habe sie dem ausgehungerten Schäferhunde zugeworfen, der an uns im letzten Dorf vorüberschlich.«

Eine lange Pause, wie sie nur dann unter Studenten möglich ist, wenn sie bis aufs Blut ermüdet sind, trat ein. Die Freunde wanderten, sich beide gereizt fühlend und sich beide dieser Kleinlichkeit schämend, bald stumm, bald pfeifend, nebeneinander hin. »Nun fängt’s auch noch zu regnen an!« begann Otto endlich wieder. »Wer eine Haut hat, fühlt es«, versetzte Adolf, »aber wenn mich mein Auge nicht täuscht, so seh’ ich drüben ein Licht schimmern!« –»Ein Irrlicht, was wohl anders!« sagte Otto halblaut. »Es wird hier an Sümpfen nicht fehlen!« Dessenungeachtet verdoppelte er seine Schritte. »Wer da?« rief Adolf und stand auf einmal still. Es erfolgte keine Antwort. »Ich meinte, Fußtritte hinter uns zu hören!« sagte der dann. »Man verhört sich leicht!« entgegnete Otto.“

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Friedrich Hebbel (18 maart 1813 – 13 december 1863)

 

De Australische schrijver Max Barry werd geboren op 18 maart 1973 in Melbourne. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Jennifer Government

 

“There,” a John said, handing him a handkerchief. “You feel better?”
Hack nodded, shamed. “I’m sorry.”
“Hey, don’t worry about it,” Vice-President John said. “Career change can be very stressful. I read that somewhere.”
“Here’s the paperwork.” The other John handed him a pen and a sheaf of papers. The first page said CONTRACT TO PERFORM SERVICE, and the others were in type too small to read.
Hack hesitated. “You want me to sign this now?”
“It’s nothing to worry about. Just the usual noncompetes and nondisclosure agreements.”
“Yeah, but . . .” Companies were getting a lot tougher on labor contracts these days; Hack had heard stories. At Adidas, if you quit your job and your replacement wasn’t as competent, they sued you for lost profits.
“Hack, we need someone who can make snap decisions. A fast mover.”
“Someone who can get things done. With a minimum of fucking around.”
“If that’s not your style, well . . . let’s forget we spoke. No harm done. You stick to Merchandising.” Vice-President John reached for the contract.
“I can sign it now,” Hack said, tightening his grip.
“It’s totally up to you,” the other John said. He took the chair beside Hack, crossed his legs, and rested his hands at the juncture, smiling. Both Johns had good smiles, Hack noticed. He guessed everyone in marketing did. They had pretty similar faces, too. “Just at the bottom there.”
Hack signed.
“Also there,” the John said. “And on the next page . . . and one there. And there.”
“Glad to have you on board, Hack.” Vice-President John took the contract, opened a drawer, and dropped it inside. “Now. What do you know about Nike Mercurys?”

 

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Max Barry (Melbourne, 18 maart 1973)

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Wolfgang Bauer werd geboren op 18 maart 1941 in Graz. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Gespenster

 

“Wenn i nix trink, häng i völlig in der Luft”, lässt Bauer in GESPENSTER sein Alter Ego Fred philosophieren, “I wer durch nix mehr definiert… durch ka spezielle Gesellschaft… die eingelernten Pflichtaccessoires san eben überschwemmt… ich kann nix mehr ernst nehmen… nix… außer wos waß i… Hunger, Durst, Geilheit… Geld hab i vom Fernsehen… krank bin i net… wann ma viel trinkt wird ma net krank, weil der Körper in sich locker bleibt… und die ganzen Unterhaltungsspiele wie Kultur, Politik, Sport oder Karriere san ma zu langweilig… ma könnte ja bewußt wieder in irgendwas einsteigen, verstehst… aber des wär der Höhepunkt des Zynismus… i finds eh scho zynisch genug, daß i überhaupt geboren bin… ma könnte höchstens die Lüge als Lebenssinn erheben… aber soweit bin i no net… die Lüge is menschlich… a Viech kann net lügen!”

 

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Wolfgang Bauer (18 maart 1941 – 26 augustus 2005)

Walter Rheiner, Srečko Kosovel, Jean Anglade, George Plimpton, Richard Condon, Cosmo Monkhouse, Friedrich Nicolai

De Duitse dichter en schrijver Walter Rheiner (eig. Walter Heinrich Schnorrenberg) werd geboren op 18 maart 1895 in Keulen. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

Köln

Ich komme am Dom vorbei. Der steht da – unersättlich, mit der großen
in die Nacht hineingreifenden Gebärde –

Kleine weiche Kokotten stehen im Schatten der Häuser und haben jenes
mir ach so bekannte Zucken um den Mund, wenn ein großer gedunsener
Mann auf sie zutappt und mit breiten Froschfingern ihre kleine Brust betastet.

Und ich stehe auf dem Bahnhof.

Da liegt der braune Zug in den Gleisen, der nachts seine Not
von London über Ostende, Berlin und Warschau nach Moskau heult,
atmend wie ein gepeinigtes Tier.

Und ich weiß: –

Um diese Zeit sinken schwere Wolken von Schnee tief in die kanadischen Wälder;
um diese Zeit wälzt sich ein kranker, müder Krake auf dem Meeresgrund
dem Tode zu;
um diese Zeit bröckelt wieder eine zermorschte Landschaft von dem greisen
Monde ab. —

Und ich weiß: –

Ich empfinde das alles: das tiefe Elend, in dem ich liege, das helle Glück,
zu dem ich fliege in anderen Stunden;

in mir ist die Angst des Bibers; der Hunger des Kängurus, das unter südlichen
Sternen einsam auf flüsternden Steppen springt; meine Seele ist ein Zwinger
voll wilder Tiere, voll lauernder, boshafter Affen und nagender Hyänen;

und ich bin machtlos, arm; ich falle vor ihr nieder wie ein nackter Wilder,
der im heißen Dunst und Dunkel brütender Sümpfe die Kugelblitze um
den Kilimandscharo rollen hört; –

und doch weine ich und lache und singe mit zersprungenen Lippen;
und mein Herz glüht wie eine Perle, und meine Augen sind Diamanten: –

Meine Welt! Meine tanzende, große Welt!

 

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Walter Rheiner (18 maart 1895 – 12 juni 1925)
Portret door Manfred W. Jürgens

 

De Sloveense dichter en schrijver Srečko Kosove werd geboren in Sežana op 18 maart 1904. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

A Face By The Window

I love you, the grey face in the grey
window of the coffee house – the face
with expectations.-
In the age of broken spears, ships,
masts – the heart full of
arrows – grey apathy in the eyes,
you would know: It spills
over us like a cascade of light
from the sky.

We will be able to look at
the swaying of the green seas
and see terrifying whirlpools,
sailors on masts,
without nervousnes.

 

The Sun Laughs

The sun laughs at the dead
You
with burning cheeks
and with hearts burning,
with fervent lips
chanting
to holy Righteousness.

Rigid ascetics
in blue coats,
with a thought firmly
fixed upon the future
and with resignation
in black eyes.
I am luxury.

 

Vertaald door Katarina Jerin

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Srečko Kosovel (18 maart 1904 – 27 mei 1926)
Monument in Triëst

 

De Franse schrijver  Jean Anglade werd geboren op 18 maart 1915 in Bonnets bij Thiers. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Les Bons Dieux

 

“Décidément, les Saton ont pris goût aux nouveautés! A peine soixante-quinze ans après s’être mis à faire des couteaux, voici qu’ils décident à leur tour de fonder une entente pareille à celle des Bonnet-Lavest. Ils y ont tout de même réfléchi près de huit siècles. Elle associe un grand-père, trois frères, deux beaux-frères, deux cousins, sans compter les femmes, enfants et autre menu bétail. Mais une ordonnance exige à présent un acte écrit prouvant l’établissement de toute société possédant plus de cent livres de capital. Les nouveaux parsonniers doivent se rendre donc à Vollore chez Jean Ferrand, notaire royal et arpenteur juré, afin de coucher noir sur blanc la surface et les limites de leurs terres, bois et prairies, la substance et la valeur du cheptel mort et vif, l’inventaire du mobilier et des ustensiles, le montant de l’argent liquide disponible. Ils s’engagent à exploiter en communauté tous ces biens, et autant l’un comme l’autre en tous et chacun ses meubles et immeubles, et même héritages, passés, présents et à venir en quelque pays et province qu’ils soient situés et assis, sans aucune chose se réserver en propre ni tenir l’un plus que l’autre. Ils notent enfin qu’ils ont élu maître et maîtresse Josion, le grand-père Saton, et Louise Cathonnet sa petite-nièce par alliance. La fondation amène pendant six mois beaucoup de grabuge dans le village, mais enfin tout finit par trouver sa juste place, les maisons, les bêtes et le monde. Cette responsabilité écrite d’un homme et d’une femme sur les travaux, le domestique et les moeurs s’avère une excellente chose : elle contribue à assagir les Saton, naguère réputés pour leur turbulence. Et en effet les relations entre les deux communautés voisines deviennent amicales.”

 

anglade

Jean Anglade (Bonnets, 18 maart 1915)

 

De Amerikaanse schrijver George Ames Plimpton werd geboren op 18 maart 1927 in New York. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Truman Capote

 

“Truman must have kept at his guest list all that summer, pruning, adding, mostly pruning, I suspect. I remember summer day at the Bennett Cerfs’ in Mount Kisco — the estate called the Columns because the money to build it had come the proceeds Bennett got for his syndicated columns — “Tradewinds,” “Cerfboard” among them. It was a hot day and I remember the luncheon guests gathered around the swimming pool that afternoon — Frank Sinatra, Mia, his young wife then, and Truman of course. Mia in a black bathing suit, as I remember, was lying on her back in the sun by the edge of the pool — just enchanting, and not really part of the conversation or anything, when suddenly a butterfly landed on the exposed part of her breast, above the line of the bathing suit. It was one of the large swallowtail variety, the kind that fans its wings absolutely straight up and holds them there motionless, a sail for an instant, and then fans them again. Absolutely beautiful, of course, obviously because it had picked Mia to land on, faunlike, childlike, and we all stared spellbound. Then Truman broke it, quite abruptly. “What about the Goetzes?” he called out quite loudly, or some such name. “Should I invite them, or consign them…”

 

Plimpton

George Plimpton (18 maart 1927 – 25 september 2003)

 

De Amerikaanse romancier Richard Thomas Condon werd geboren op 18 maart 1915 in New York. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: The Manchurian Candidate

 

“We know. We read all about it and let me say with all my heart I got left that I am as proud of you, even though I never met you, as if it were Eddie, my own kid. My son.”

“Mr. Mavole,” Raymond said rapidly, “I thought that if it was O.K. with you maybe I could stop over in St. Louis on my way to Washington, you know? I thought, I mean it occurred to me that you and Mrs. Mavole might get some kind of peace out of it, some kind of relief, if we talked a little bit. About Eddie. You know? I mean I thought that was the least I could do.”

There was a silence. Then Mr. Mavole began to make a lot of slobbering sounds so Raymond said roughly that he would wire when he knew what flight he would be on and he hung up the phone and felt like an idiot. Like an angry man with a cane who pokes a hole through the floor of heaven and is scalded by the joy that pours down upon him, Raymond had a capacity for using satisfactions against himself.

When he got off the plane at St. Louis airport he felt like running. He decided Mavole’s father must be that midget with the eyeglasses like milk-bottle bottoms who was enjoying sweating so much. The man would be all over him like a charging elk in a minute. “Hold it! Hold it!” the pimply press photographer said loudly.

“Put it down,” Raymond snarled in a voice which was even more unpleasant than his normal voice. All at once the photographer was less sure of himself. “Whassa matter?” he asked in bewilderment – because he lived at a time when only sex criminals and dope peddlers tried to refuse to have their pictures taken by the press.

“I flew all the way in here to see Ed Mavole’s father,” Raymond said, despising himself for throwing up such corn. “You want a picture, go find him, because you ain’t gonna take one of me without he’s in it.”

 

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Richard Condon (18 maart 1915 – 9 april 1996)

 

De Engelse dichter en kunstcriticus William Cosmo Monkhouse werd geboren op 18 maart 1840 in Londen. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Song 

Who calls me bold because I won my love,

And did not pine,

And waste my life with secret pain, but strove

To make him mine?

 

I us’d no arts; ’t was Nature’s self that taught

My eye to speak,

And bid the burning blush to paint unsought

My flashing cheek;

 

That made my voice to tremble when I bid

My love “Goodby,”

So weak that every other sound was hid,

Except a sigh.

 

Oh, was it wrong to use the truth I knew,

That hearts are mov’d,

And spring warm-struck with life and love anew,

By being lov’d?

 

One night there came a tear, that, big and loth,

Stole ’neath my brow.

’T was thus I won my heart’s own heart, and both

Are happy now.

 

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Cosmo Monkhouse (18 maart 1840 – 20 juli 1901)
Portret door John McLure Hamilton

 

 

 

De Duitse schrijver Friedrich Nicolai werd geboren op 18 maart 1733 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 18 maart 2009.

 

Uit: Freuden des jungen Werthers

 

«‘s, der Henker hol’ ’n Buch, ‹ Die Leiden des jungen Werthers›», sagte Hanns, «‘s dringt dir durch Mark und Bein, jede Ader schwillt dir, und’s Gehirn funkelt dir, daß du gleich auf möchtest…»

«Ja freilich, ’s so ein Buch», sagte Martin, «wer’s geschrieben hat, kann sich ruhig aufs Haupt legen und fürchten nicht, daß über hundert Jahr ’n belesner Tölpel davon schwatze: “s ist euch ein rar Buch, ihr Leute, seit neunundneunzig Jahren hat kein Mensch davon was gehört und gesehn.»

Hanns war einundzwanzig Jahr alt und Martin zweiundvierzig.

Hanns fuhr fort: «Was das für ’n Junge war, der Werther. Gut, edel, stark. Und wie sie’n verkannt haben. Da kamen die Schmeißfliegen, setzten sich auf ‘n, beschmitzten alles, was er tat. Und auch Albert, sein Freund, verkannt ‘n, konnt’ eifersüchtig werden. Ach, was hat der Albert nicht auf sich! Möcht nit Albert sein, um aller Welt Güter nit!»

M.: Du nicht Albert? Hör, Hanns, du tätst ’n großen Sprung, wenn du Albert würdst. War Albert nicht der redlichste, unbescholtenste, nützlichste Mann, der Lotten von ganzer Seele liebte? Sollt’ er etwan ganz geruhig zusehen, daß ein andrer bei seiner Frau den sterblich Verliebten spielte, ihr den Kopf umkehrte und sie in der Leute Mäuler brächte? Was hat denn wohl Albert getan, warum du nicht Albert sein möchtest?

H.: ‘s ja ’n Greuel, hast nicht gelesen, wie ‘r eifersüchtig war, wie ‘r Lotten spitze Reden gab, als er den armen Werther in aller Unschuld bei ‘r fand?“

 

Nicolai

Friedrich Nicolai (18 maart 1733  – 8 januari 1811)