Kostís Palamás, Karl Bleibtreu, Victor de Laprade, Jan de Bas, Eduard von Bauernfeld, Maler Müller, Mark Alexander Boyd

De Nieuwgrieks dichter Kostís Palamás werd geboren op 13 januari 1859 in Patra. Zie ook mijn blog van 13 januari 2009.

 

At night we wanted to depart

 

At night we wanted to depart, to leave the city
To climb up to the Heights, and to the rising sun
From the far away sea in its full beauty:
To take pleasure in the expected happiness of original man.

 

But the sleep deceived us, in the city we forgot,
And without satisfying our wish, we fled to other settlements.
All dreams about sunlight I saw in my sleep;
But somewhere I awoke, sunless is always my path through the night.

 

palamas

Kostís Palamás (13 januari 1859 – 27 februari 1943)
Standbeeld in Athene

 

De Duitse schrijver en criticus Karl August Bleibtreu werd geboren op 13 januari 1859 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 13 januari 2009.

 

Uit: Andere Zeiten, andere Lieder

 

„Und nun gar erst die Lyrik! Wer kennt die unsterbliche Annette von Droste-Hülshoff! Wer kennt nicht die Backfischlieder und weihevollen Formbegeisterungen des seligen Geibel! Nicht wahr, Majestätsbeleidigung? Nächstens werde ich noch gar die Butzenscheiben-Poesei unseres Julius Wolff antasten! “Meine teueren Hallermünder, o ich kenn’ Euch gar zu gut”, lacht der Mustertypus eines Originaldichters. Heine mag sich aber im Grabe mit der Thatsache befreunden, daß Platens Geist ihn besiegte – der Geist der “schönen Form”, welche die Armut des Inhalts und die Mattigkeit des dichterischen Feuers durch schwungvolle Sprachdrechselung maskiert. “Das sind Platens echte Erben, echtes Platenidenblut”, zitiere ich immer so für mich hin, wenn ich einen Neuen “von Gottes Gnaden” wie einen Koloß von Rhodus sich vor mir aufbauschen sehe, der dann auf meine Bitte “Hic Rhodus, hic salta” einen Eiertanz kunstvoller Metren und ein Phrasendrauflosgestürme à la Herwegh produziert. Das Volkslied, auf dem Umweg über Goethe, wird von den meisten kritischen Päpsten als einzig giltige Norm der sogenannten “echten Lyrik” angenommen. Nun, da halte ich mich lieber an Goethe selber, der in diesem Genre doch nie erreicht werden kann. Wozu die Kopien! Neues, Neues – das ist die gebieterische Forderung an jeden schöpferischen Geist. Natürlich gehört aber mehr wahres Verständnis dazu, daß Neue zu begreifen und zu würdigen, als in dok
trinärer Beschränktheit die schablonenhafte Nachahmungslyrik zu preisen. Dies gilt auch direkt von der sklavischen Schulmeistervergötzung Goethes, der uns absolut als allumfassender Gesetzgeber der Poesie aufgedrängt werden soll. Goethe, dem der Begriff des Dramas und des Dramatischen völlig verschlossen war, der mit Geringschätzung über Heinrich v [!] Kleist urteilte, konnte in der Lyrik unmöglich etwas anderes, als Naturstimmung und Erotik behandeln. Soll dies etwa für uns darum der Fingerzeig sein, in diesem “ewig weiblichen” Stimmungsgedusel in alle Ewigkeit die wahre Lyrik zu suchen? Sollen wir deshalb das Historische – “das große gewaltige Schicksal, welches den Menschen erhebt, wenn es den Menschen zermalmt” – aus der Lyrik verbannen, weil es Goethe an Sinn dafür gebrach?“

 

bleibtreu

Karl Bleibtreu (13 januari 1859 – 30 januari 1928)

 

De Franse dichter en criticus Victor Richard de Laprade werd geboren op 13 januari 1812 in Montbrison. Zie ook mijn blog van 13 januari 2009.

Une voix dans l’herbe

Voix des torrents, des mers, dominant toute voix,
Pins au large murmure.
Vous ne dites pas tout, grandes eaux et grands bois,
Ce que sent la nature.

Vous n’exhalez pas seuls, ô vastes instruments,
Ses accords gais ou mornes ;
Vous ne faites pas seuls, en vos gémissements,
Parler l’être sans bornes.

Vous ne dites pas seuls les mots révélateurs
D’un invisible monde ;
L’âme éclate à travers de plus humbles chanteurs,
Une âme aussi profonde !

Le filet d’eau caché sous l’herbe, le buisson,
La touffe de bruyère,
L’épi, le brin de mousse, ont aussi leur chanson,
Ont aussi leur prière.

Bruit de la goutte d’eau monotone et plaintif,
Cri des feuilles froissées,
Où, seul, trouve un accent le poète attentif
Aux choses délaissées ;

Murmure inaperçu du brin d’herbe odorant
Qui tremble à ma fenêtre,
Tu sors, comme la voix du chêne et du torrent,
Des entrailles de l’être !

Tu parles d’infini, comme sur les sommets
L’orgue des bois immenses.
Qui commencent aussi, sans l’achever jamais,
L’accord que tu commences.

Ainsi vous, coeurs perdus dans l’ombre et dans l’oubli,
Coeurs muets pour la foule,
Filet d’eau sous la pierre ou l’herbe enseveli,
Brin de mousse qu’on foule ;

L’harmonie est en vous, l’accord triste ou joyeux !
Et qui bien vous écoute,
Distingue avec amour le flot mystérieux
Qui filtre goutte à goutte.

Ce soupir contenu qui s’exhale à regret
N’en est pas moins sublime ;
C’est un monde profond autant qu’il est secret,
Que ce murmure exprime.

Mais pour l’entendre, il faut, vers l’humble voix penché,
Dans un lieu solitaire,
Comme vers le ruisseau sous ces gazons caché,
S’arrêter et se taire.

Or, le sage, écoutant, loin du monde moqueur,
Dieu dans la moindre brise,
Saisit pour son clavier et garde dans son coeur
Tous ces bruits qu’on méprise ;

Car tous, là-haut, soupirs exhalés, sans témoin,
Du brin d’herbe ou du hêtre,
Pour l’éternel concert, avec le même soin,
Sont notés par le Maître!

laparde

Victor de Laprade (13 januari 1812 – 13 december 1883)
Standbeeld in Montbrison

 

De Nederlandse historicus en dichter Jan de Bas werd geboren op 13 januari 1964. Zie ook mijn blog van 13 januari 2008 en ook mijn blog van 13 januari 2009.

Dat wat leven lijkt

Er gebeurt iets.
Er gebeurt iets altijd.
Een man rent van de bakker naar de slager.
Een vrouw hangt uit het raam.
Ze schreeuwt:
dit is de binnenstad van Pisa.

Geen mens weet precies wat de dingen met elkaar te maken hebben.
Velen denken dat toeval niet bestaat.
Is het God die de vrouw net niet uit het raam laat vallen?
De man bukt.
Hij heeft iets gevonden.
Ik schrijf: zijn leven heeft zin.

debas

Jan de Bas (13 januari 1964)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Eduard von Bauernfeld werd geboren op 13 januari 1802 in Wenen. Zie ook mijn blog van 13 januari 2009.

Beschränkung

Kannst du das Schönste nicht erringen,
so mag das Gute dir gelingen.
Ist nicht der große Garten dein,
wird doch ein Blümchen für dich sein.

Nach Großem drängt’s dich in die Seele?
Daß sie im Kleinen nur nicht fehle!
Tu heute recht – so ziemt es dir;
der Tag kommt, der dich lohnt dafür!

So geht es Tag für Tag; doch eben
aus Tagen, Freund, besteht das Leben.
Gar viele sind, die das vergessen:
Man muß es nicht nach Jahren messen.

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Eduard von Bauernfeld (13 januari 1802 – 9 augustus 1890)

 

De Duitse dichter en schilder Maler (Friedrich) Müller werd geboren op 13 januari 1749 in Kreuznach. Zie ook mijn blog van 13 januari 2009.

 

Der Mahler

 

Er zeichnet richtig mit Fleiß und Müh’,

Er färbet lieblich, klar und rein,

Er pinselt fertig, leicht: doch nie

War er, noch wird er Mahler seyn.

»Ein Räthsel! Ha, wo fehlts denn? Wie?«

Am Einzigen, an Phantasie.

 

 

Amor und Venus

 

Was schlägst du mich mit diesem Veilchen?

Ach liebe Mutter! ach! halt ein! –

Was gabst du Gleimen deine Pfeilchen?

Du mußt, du mußt bestrafet seyn! –

Ach schone mich! mich armen Jungen!

Er sang auch gar zu schön! – Du Schelm! –

Von Zevs hätt’ er den Bliz ersungen,

Vom Kriegsgott Schwert und Helm! –

Und hätt’ Apoll ihn selbst gelehret!

Schweig, Bube! – Liebes Mütterlein!

Ach! hättest du ihn nur gehöret,

Gewiß wär’ auch dein Gürtel sein!

 

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Maler Müller (13 januari 1749 – 23 april 1825)
Ets van Ludwig E. Grimm, 1816

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 13 januari 2007.

De Schotse dichter Mark Alexander Boyd werd geboren op 13 januarri 1562.