Florian Havemann, Fatos Kongoli, William Nicholson, Jack London, Ferenc Molnár, Charles Perrault

De Duitse schrijver, schilder en componist Florian Havemann werd geboren op 12 januari 1952 in Oost-Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 januari 2009.

 

Uit: Havemann

 

„Biermann hätte dem Staatsschutz gegenüber Gründe nennen können, warum ich etwas gegen ihn haben dürft e, sein Lied über mich hätte ein solcher Grund sein können, und auch seine Aussage während des schon erwähnten Havemann-Prozesses in Frankfurt an der Oder, als er seitens der Verteidigung mit meinem SPIEGEL-Artikel über meinen Vater konfrontiert wurde, weil der ein so anderes Bild davon zeichne, in welcher Situation sich mein Vater befand, welche Auswirkungen der über ihn verhängte Hausarrest auf sein Leben gehabt hatte, wäre so ein Grund gewesen, den er hätte nennen können und der dann sicher auch plausibel geklungen hätte – Biermann hatte vor Gericht meinen Artikel mit der lapidaren Bemerkung abgetan, er halte ihn für eine Auft ragsarbeit der Stasi, und das war dann sofort am gleichen Tag über die Sender und durch die Nachrichten gegangen und am nächsten in vielen deutschen Zeitungen zu lesen. Aber wahrscheinlich hatte er auch dies lieber verdrängt, denn auf Nachfrage der Verteidigung, ob es denn für seine Behauptung irgendwelche Beweise gebe, mußte er doch kleinlaut zugeben, daß er sie nicht habe, und dann hatte sich auch noch der auch ihm gut bekannte SPIEGEL- Redakteur Uli Schwarz öff entlich gegen die Unterstellung verwahrt, seine Zeitschrift könne einen Artikel abgedruckt haben, der im Auft rage der Stasi geschrieben worden wäre, und dazu bekannt, daß es der SPIEGEL in seiner Person gewesen ist, der mir diesen Auft rag gegeben hatte, einen solchen Artikel über meinen Vater zu schreiben.

Vollkommen irre, was sich aus der Lektüre dieser mich betreff enden Akte ergab: ich sollte also zwei Tage nach der Geburt meiner zweiten Tochter damit begonnen haben, Wolf Biermann, mit dem ich da schon seit fast 15 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt hatte, am Telefon zu beschimpfen und zu bedrohen, ihn damit zu bedrohen, ihn umzubringen, ihn ermorden zu wollen.“

 

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Florian Havemann (Oost-Berlijn,12 januari 1952)

 

De Albanese schrijver Fatos Kongoli werd geboren op 12 januari 1944 in Elbasan. Zie ook mijn blog van 12 januari 2009.

 

Uit: Hundehaut (Vertaald door Joachim Röhm)

 

Damals wohnten wir im ersten Stock eines Wohnblocks in der Myslim-Shyri-Straße. Wir waren erst ein Jahr vor dem Tod meines Vaters von unserer alten Wohnung beim Haus der Offiziere nach dort umgezogen. Unsere Fenster gingen zur Straße hinaus, und direkt unter uns befand sich der Milchladen des Viertels, an den sich der Brotladen anschloß, auf den der Fleischladen und schließlich der Obst- und Gemüseladen folgten. Den Geschäften gegenüber befand sich ein Kino.
Ich haßte die Wohnung, weil dort kurz hintereinander Vater und Brunilda gestorben waren. Später, als Erwachsener, haßte ich sie zusätzlich, weil einen der Lärm dort fast in den Wahnsinn trieb. Vor allem in der Nacht war es laut. Das lag nicht so sehr am Straßenverkehr, der hielt sich in Grenzen. Nur Personenautos und Lieferwagen, meistens polnische Erzeugnisse der Marke »Zuk«, waren erlaubt. Pkws kamen nur gelegentlich durch und machten wenig Lärm. Auch die Lieferwagen ließen sich ertragen. Absolut nicht auszuhalten war für mich der Lärm der wartenden Schlangen.
Bereits um zwei Uhr nachts erwachte man an einem dumpfen Grummeln, das aus den Eingeweiden der Erde zu kommen schien. Das waren die Leute, die drunten vor dem Milchladen anstanden. Sie redeten, diskutierten, stritten sich, und zwar vor allem, wenn endlich die Milchverkäuferin und gleich darauf der Lieferwagen eintrafen und die dem Volk der Zigeuner angehörenden Arbeiter unter lautem Getöse die Kisten mit den Milchflaschen abluden. In diesem Moment erreichten die lautstarken Wortwechsel mit niederträchtigen Vordränglern ihren Höhepunkt. Stimmen der Verbitterung erklangen, empörte Protestrufe. Der »Zuk« entfernte sich mit knatterndem Auspuff, dann herrschte eine gewisse Ruhe. Die Vorwitzigen waren in ihre Schranken verwiesen, die Menschen drängten nach vorne, jeder hatte Anspruch auf zwei Liter, und hielt er die Flaschen dann tatsächlich in seinen Händen, ging er zufrieden nach Hause. Bis zur nächsten Nacht.
Ich selbst nahm an den epischen Schlachten um zwei Liter Milch teil, nachdem Tom auf die Welt gekommen war. Anfangs galten in der Schlange noch liberale Postierungsregeln. Es genügte, einen Stein oder einen anderen markanten Gegenstand auf den Boden zu legen, und der Platz galt als besetzt. Doch eines Tages erklärte man Steine und anderes Zeug für unzureichend. Der lange schwelende Konflikt erreichte seinen dramatischen Höhepunkt, als ein Mensch um zwei Uhr morgens vor sich in der Männerschlange keinen einzigen Mann vorfand, sowenig wie sich Frauen in der Frauenschlange befanden. Es gab nur an die sechzig Steine in jeder der beiden Reihen.“ 

 

Kongoli

Fatos Kongoli (Elbasan, 12 januari 1944)
Kongoli (links) met zijn uitgever in Berat

 

De Britse schrijver William Nicholson werd geboren op 12 januari 1948 in Tunbridge Wells, Kent. Zie ook mijn blog van 12 januari 2009.

 

Uit: Seeker

 

„Seeker woke earlier than usual, long before dawn, and lay in the darkness thinking about the day ahead. It was high summer, with less than a week to go before the longest day of the year. In school it was the day of the monthly test.

And it was his sixteenth birthday.

Unable to sleep, he rose and dressed quietly so as not to wake his parents, and went ou
t into the silent street. By the light of the stars, he made his way to the steps that zigzagged up the steep hillside, and began to climb. As he did so he watched the eastern sky, and saw there the first pale silver gleams on the horizon that heralded the coming dawn.

He had decided to watch the sun rise.

At the top of the steps the path flattened out and led into the stone-flagged Nom square. To his right rose the great dark mass of the Nom, the castle-monastery that dominated the island; to his left, the avenue of old storm-blasted pine trees that led to the overlook. He knew these trees well; they were his friends. He came to this place often, to be alone and to look out over the boundless ocean to the very farthest edges of the world.“

 

nicolson

William Nicholson (Tunbridge Wells, 12 januari 1948)

 

De Amerikaanse schrijver Jack London (eig. John Griffith Chaney) werd geboren op 12 januari 1876 in San Francisco, Californië. Zie ook mijn blog van 12 januari 2009.

 

Uit: White Fang

 

„Dark spruce forest frowned on either side the frozen waterway. The trees had been stripped by a recent wind of their white covering of frost, and they seemed to lean toward each other, black and ominous, in the fading light. A vast silence reigned over the land. The land itself was a desolation, lifeless, without movement, so lone and cold that the spirit of it was not even that of sadness. There was a hint in it of laughter, but of a laughter more terrible than any sadness — a laughter that was mirthless as the smile of the Sphinx, a laughter cold as the frost and partaking of the grimness of infallibility. It was the masterful and incommunicable wisdom of eternity laughing at the futility of life and the effort of life. It was the Wild, the savage, frozen-hearted Northland Wild.

But there was life, abroad in the land and defiant. Down the frozen waterway toiled a string of wolfish dogs. Their bristly fur was rimed with frost. Their breath froze in the air as it left their mouths, spouting forth in spumes of vapor that settled upon the hair of their bodies and formed into crystals of frost. Leather harness was on the dogs, and leather traces attached them to a sled which dragged along behind. The sled was without runners. It was made of stout birch-bark, and its full surface rested on the snow. The front end of the sled was turned up, like a scroll, in order to force down and under the bore of soft snow that surged like a wave before it. On the sled, securely lashed, was a long and narrow oblong box. There were other things on the sled — blankets, an axe, and a coffee-pot and frying-pan; but prominent, occupying most of the space, was the long and narrow oblong box.

In advance of the dogs, on wide snowshoes, toiled a man. At the rear of the sled toiled a second man. On the sled, in the box, lay a third man whose toil was over, — a man whom the Wild had conquered and beaten down until he would never move nor struggle again. It is not the way of the Wild to like movement. Life is an offence to it, for life is movement; and the Wild aims always to destroy movement. It freezes the water to prevent it running to the sea; it drives the sap out of the trees till they are frozen to their mighty hearts; and most ferociously and terribly of all does the Wild harry and crush into submission man — man, who is the most restless of life, ever in revolt against the dictum that all movement must in the end come to the cessation of movement.

But at front and rear, unawed and indomitable, toiled the two men who were not yet dead. Their bodies were covered with fur and soft-tanned leather. Eyelashes and cheeks and lips were so coated with the crystals from their frozen breath that their faces were not discernible. This gave them the seeming of ghostly masques, undertakers in a spectral world at the funeral of some ghost. But under it all they were men, penetrating the land of desolation and mockery and silence, puny adventurers bent on colossal adventure, pitting themselves against the might of a world as remote and alien and pulseless as the abysses of space.“

 

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Jack London (12 januari 1876 – 22 november 1916)

 

De Hongaarse schrijver Ferenc Molnár werd op 12 januari 1878 in een burgerlijk-joods gezin van Duitse afkomst geboren. Zie ook mijn blog van 12 januari 2009.

 

Uit: A Matter Of Husbands

 

FAMOUS ACTRESS: It happens to every actress who is moderately pretty and successful. It’s one of the oldest expedients in the world, and we actresses are such conspicuous targets for it! There is scarcely a man connected with the theater who doesn’t make use of us in that way some time or another–authors, composers, scene designers, lawyers, orchestra leaders, even the managers themselves. To regain a wife or sweetheart’s affections all they need to do is invent a love affair with one of us. The wife is always so ready to believe it. Usually we don’t know a thing about it. But even when it is brought to our notice we don’t mind so much. At least we have the consolation of knowing that we are the means of making many a marriage happy which might otherwise have ended in the divorce court. [With a gracious little laugh] There, dear, you mustn’t apologize. You couldn’t know, of course. It seems so plausible. You fancy your husband in an atmosphere of perpetual temptation, in a backstage world full of beautiful sirens without scruples or morals. One actress, you suppose, is more dangerous than a hundred ordinary women. You hate us and fear us. None understands that better than your husband, who is evidently a very cunning lawyer. And so he plays on your fear and jealousy to regain the love you deny him. He writes a letter and leaves it behind him on the desk. Trust a lawyer never to do that unintentionally. He orders flowers for me by telephone in the morning and probably cancels the order the moment he reaches his office. By the way, hasn’t he a lock of my hair? They bribe my hair-dresser to steal from me. It’s a wonder I have any hair left at all. And hasn’t he left any of my love letters lying around? Don’t be alarmed. I haven’t written him any. I might have if he had come to me frankly and said: “I say, Sara, will you do something for me? My wife and I aren’t getting on so well. Would you write me a passionate love letter that I can leave lying around at home where she may find it?” I should certainly have done it for him. I’d have written a letter that would have made you weep into your pillow for a fortnight. I wrote ten like that for a very eminent playwright once. But he had no luck with them. His wife was such a proper person she returned them all to him unread.”

 

Molnar

Ferenc Molnár (12 januari 1878 – 1 april 1952)

 

De Franse schrijver Charles Perrault werd geboren op 12 januari 1628 in Parijs. Zie ook mijn blog van 12 januari 2008 en ook mijn blog van 12 januari 2009.

 

Uit: Le Petit Poucet (Klein duimpje)

 

Il était une fois un Bûcheron et une Bûcheronne qui avaient sept enfants tous Garçons. L’aîné n’avait que dix ans, et le plus jeune n’en avait que sept. On s’étonnera que le Bûcheron ait eu tant d’enfants en si peu de temps; mais c’est que sa femme allait vite en besogne, et n’en faisait pas moins que deux à la fois. Ils étaient fort pauvres, et leurs sept enfants les incommodaient beaucoup, parce qu’aucun d’eux ne pouvait encore gagner sa vie. Ce qui les chagrinait encore, c’est que le plus jeune était fort délicat et ne disait mot : prenant pour bêtise ce qui était une marque de la bonté de son esprit. Il était fort petit, et quand il vint au monde, il n’était guère plus gros que le pouce, ce qui fit que l’on l’appela le petit Poucet. Ce pauvre enfant était le souffre-douleur de la maison, et on lui donnait toujours le tort. Cependant il était le plus fin, et le plus avisé de tous ses frères, et s’il parlait peu, il écoutait beaucoup. Il vint une année très fâcheuse, et la famine fut si grande, que ces pauvres gens résolurent de se défaire de leurs enfants. Un soir que ces enfants étaient couchés, et que le Bûcheron était auprès du feu avec sa femme, il lui dit, le coeur serré de douleur :

Tu vois bien que nous ne pouvons plus nourrir nos enfants ; je ne saurais les voir mourir de faim devant mes yeux, et je suis résolu de les mener perdre demain au bois, ce qui sera aisé, car tandis qu’ils s’amuseront à fagoter, nous n’avons qu’à nous enfuir sans qu’ils nous voient.“

 

Perrault

Charles Perrault (12 januari 1628 – 16 mei 1703)