Heinrich Böll, Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Rebecca West, Ivan Blatný

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2007 en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Irisches Tagebuch

 

„Als ich an Bord des Dampfers ging, sah ich, hörte und roch ich, daß ich eine Grenze überschritten hatte; eine von Englands lieblichen Seiten hatte ich gesehen: Kent, fast bukolisch — das topographische Wunder London nur gestreift — dann eine von Englands düsteren Seiten gesehen: Liverpool — aber hier auf dem Dampfer war England zu Ende: hier roch es schon nach Torf, klang kehliges Keltisch aus Zwischendeck und Bar, hier schon nahm Europas soziale Ordnung andere Formen an: Armut war nicht nur »keine Schande« mehr, sondern weder Ehre noch Schande: sie war — als Moment gesellschaftlichen Selbstbewußtseins — so belanglos wie Reichtum; die Bügelfalten hatten ihre schneidende Schärfe verloren, und die Sicherheitsnadel, die alte keltisch- germanische Fibel, trat wieder in ihr Recht; wo der Knopf wie ein Punkt gewirkt hatte, den der Schneider gesetzt hatte, war sie wie ein Komma eingehängt worden; als Zeichen der Improvisation förderte sie den Faltenwurf, wo der Knopf diesen verhindert hatte.

Auch als Aufhänger für Preisschildchen, als Hosenträgerverlängerung, als Manschettenknopf-Ersatz sah ich sie, schließlich als Waffe, mit der ein kleiner Junge durch den Hosenboden eines Mannes stach: erstaunt war der Junge, erschrocken dann, weil der Mann keinerlei Reaktion zeigte; dann klopfte der Junge vorsichtig mit dem Zeigefinger den Mann ab, um festzustellen, ob er noch lebte: er lebte noch, schlug dem Jungen lachend auf die Schulter.

Immer länger wurde die Schlange vor dem Schalter, wo es den Nektar Westeuropas in großzügigen Portionen um billiges Geld gab: Tee; als wären die Iren bemüht, unbedingt auch diesen Weltrekord, den sie knapp vor England halten, nicht preiszugeben: fast zehn Pfund Tee werden jährlich pro Kopf in Irland verbraucht: ein kleines Schwimmbassin voll Tee also muß in jedem Jahr durch jede irische Kehle laufen.

Während ich langsam in der Schlange vorrückte, blieb Zeit genug, mir die anderen irischen Weltrekorde ins Gedächtnis zu rufen: nicht nur den im Teetrinken hält dieses kleine Land: als zweiten den im Priesternachwuchs (die Erzdiözese Köln etwa müßte fast tausend Neupriester jährlich weihen, um mit einer kleinen Erzdiözese in Irland konkurrieren zu können); als dritten Weltrekord hält Irland den im Kinobesuch (wiederum — wieviel Gemeinsamkeit bei allen Gegensätzen! — knapp vor England), als vierten schließlich einen bedeutsamen, von dem ich nicht zu sagen wage, daß er mit den ersten dreien in ursächlichem Zusammenhang stehe: In Irland gibt es die wenigsten Selbstmörder auf dieser Erde. Noch sind die Rekorde im Whiskeytrinken und im Zigarettenrauchen nicht ermittelt, doch auch in diesen Disziplinen liegt Irland weit vorne, dieses kleine Land, das soviel Bodenfläche wie Bayern, aber weniger Einwohner hat, als zwischen Essen und Dortmund wohnen.“

 

heinrich_boell

Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)
Beeld door Wieland Förster in Berlijn

 

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

Engel

Als ik naar mijn schouderbladen
grijp, voel ik vleugelstompjes.
Ik wist wel dat ik eigenlijk
een engel ben. Daarom en dus
kan ik ook waarzeggen; ik heb

altijd minstens voor de helft gelijk.
Maar mijn moeder gelooft niet in mij.
Ze zegt: Houd op met dat gezeik.

Dat had ze beter niet kunnen zeggen!
Ik zal voorspellen dat ze doodgaat
met veel pijn, voor straf. Ik wacht
alleen nog even tot ik zelf weet
hoe macaroni met ham en kaas moet.

 

Aan tafel

Mam geeft mij een mep omdat mijn
kleine broertje te ver weg zit.
Hij kwam weer te laat voor het eten,
maar bracht wel zelfgeplukt onkruid
mee voor in een vaas. Zo’n joch

van zes, dat al precies weet hoe
een moeder moet. Hij, het mooiste
zoontje, zit tegenover haar; ze wil
hem in haar ogen – de lelijke zoon
moet in de buurt van haar handen.

Mijn zusje heeft daarvan geen last.
Zij pikt een worteltje alvast.

 

ted_van_lieshout

Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Die Gesänge der Verlierer

 

Als die Wand neben seinem linken Ohr endlich einstürzte, öffnete Nicholas Tyler die Augen. Seit dem frühen Nachmittag hatten die Bauarbeiter im Nebengebäude gewütet, jetzt setzten die Dieselmotoren der Maschinen mit hustenden, schleifenden Geräuschen aus. Tyler blieb liegen, sah zum Fenster und überlegte, wie spät es sein mochte. Im Haus nebenan, das der neue Besitzer vollständig aushöhlen ließ, kehrte fast so etwas wie Ruhe ein. Gelegentliches Scharren war zu hören, fernes Rumpeln, was Tyler nach dem Lärm als Stille empfand.

Dumpf dröhnte ein Lastwagen im Hinterhof, karrte eine weitere Fuhre Bauschutt irgendwohin, Backsteine, zersplitterte Bodenbretter, Leitungsrohre, die gewunden und verkalkt waren wie die Arterien von etwas Krankem.

Die Uhr zeigte halb drei, nicht vier, wie Tyler geschätzt hatte. ImWinter blieb das Licht oft über Stunden hinweg beinahe unverändert, keine Sonne bot einen Anhaltspunkt, und die Helligkeit nahm so langsam ab, dass man es als Ereignis kaum wahrzunehmen vermochte. Jetzt wurde nebenan Eisen auf Eisen geschlagen, vermutlich mussten mit Hammer und Meißel letzte Mauerbrocken entfernt oderWasserleitungen in Stücke zerlegt werden. Ein disharmonischer, sich überschneidender Takt entstand, und als hätte er den Einsatz abgewartet, drehte Wilkins im oberen Stockwerk dieMusik auf.

Tyler rollte sich an den Rand des Bettes, tastete mit den Füßen nach den Gummischlappen und erhob sich. In der Küche tönte Wilkins’ Radio stärker durch die Decke, und Tyler drückte die Play-Taste des Rekorders, bevor erWasser für Kaffee aufsetzte. Bestimmt zum hundertsten Mal hörte er das Gitarren-Intro, aus dem ein bodenlos dumpfer Basslauf und eine rasselnde Snare-Drum auftauchten. Tyler ging ins Bad, wo er sich vor den Spiegel stellte und eingehend sein Gesicht betrachtete. Der grobe Stoff der Tagesdecke hatte feine Striemen in seine Wangen gedrückt, die Haut wirkte fahl, die Lippen waren blutleer und rissig. Er lehnte sich nahe ans Glas, blinzelte und suchte nach einem möglichst abstoßenden Vergleich für den Anblick, den seine halb geöffneten, geröteten Augen boten. Verdorbene Muscheln, Wel ihm unerfreulich schnell ein. Er stöhnte und wusch sich mit eisigem Wasser, bis seine Finger vor Kälte schmerzten.”

 

Lappert

Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Die Tessinerin

 

„Um zehn Uhr abends bat sie ihn, er möge in der Stube auf dem Kanapee schlafen. Sie könne das Jammern und Stöhnen nicht mehr verbeißen, und sie wisse doch, wie nötig der Lehrer den Schlaf habe. Der Lehrer nahm seine Decke; wortlos ging er hinaus. In der Nacht hatte sie Träume, sie schwitzte, aber der Schmerz war erträglicher als in den Nächten zuvor. Morgens um sechs hörte sie in der Stube den Wecker schellen. Jetzt müsse man, dachte sie, dem Lehrer den Milchkaffee machen. Sie hatte sich aufgesetzt, es fror sie, der Körper schlotterte. Sie lüpfte mit beiden Händen erst das eine Bein, dann das andere Bein über den Bettrand. Vornübergebeugt blieb sie sitzen. Jetzt, sie wußte es, würde der Schmerz wieder kommen, und wie. Am Brustkasten waren die Rippen sichtbar geworden, ihre Hüftknochen stachen hervor, und ihre Brüste, die einmal schön gewesen waren, hingen als verschrumpelte Fladen ins nasse Hemd.

Sie war, wie man hier oben sagt, vom Fleisch gefallen. Man hatte im Dorf darüber geredet, man wußte Bescheid. Im November hatte sie ein paar Tage im Bezirksspital in Einsiedeln gelegen. Man hatte sie untersucht. Eine Operation, hatte man gesagt, käme nicht mehr in Frage. Man gab ihr Tropfen gegen die Schmerzen – dreimal täglich sollte ein fingerhutkleiner Plastikbecher bis zu einem eingeritzten Zeichen gefüllt werden. Mitte Dezember nahm sie die Tropfen öfter als erlaubt, auf das Zeichen gab sie nicht mehr acht. Als ihr der Lehrer am Neujahrsmorgen ein glückhaftes Neues entbot, sagte sie, sie sei ziemlich müde und sie habe die Bitte, daß man ihr sofort – aber sofort! schrie sie, ein neues Fläschchen hole. Fortan fuhr der Lehrer einmal in der Woche mit der Post nach Einsiedeln, um in der Engel-Apotheke die Tropfen zu besorgen.

Das Rezept hatte der ‘Türk’ ausgestellt, ein Doktor Mehmet Asan, der im nahen Willerzell eine Praxis betrieb. Hie und da, ohne daß der Lehrer darum ersucht hatte, kam der Türk ins Lehrerhaus. Die Frau lag jetzt meistens im Bett, nur noch selten ging sie an zwei Krücken in die Küche. Die Krücken hatte sie bei der ehemaligen Hebamme des Dorfes, der alten Friedel, geliehen. Im Dorf war die Frau des Lehrers – man nannte sie die ‘Tessinerin’ – schon lang nicht mehr gesehen worden. An einem Samstagnachmittag hatte sie, früher als sonst, das Schulhaus verlassen – mit der einen Hand schleppte sie den Putzkübel, und mit der andern stützte sie den Körper auf der Krücke ab und schleppte sich selbst. Seit diesem Samstag blieb die Schulstube ungeputzt, und eine Zeitlang hieß es, die Tessinerin kehre wieder einmal die Bessere heraus.“

 

ThomasHürlimann

Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2007 en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Survivors in Mexico

 

Thirty years ago, in the Macedonian province of Yugoslavia, I knew one of the last pashas who were stranded there after the Turkish Empire had been driven out of t
he Balkans. Such Turks were in sad straits. Five hundred years before, their ancestors had been settled there by the sultans to colonise the territories their armies had conquered, and now the Christians had turned on them, and they were amazed, as exploiters always are when the exploited turn and bite the hand which has not fed them. There was nowhere for these obsolete pro-consuls to retreat from this revenge, for they were strict Moslems, the women wore the veil and the men the fez, and they knew that if they went back to Turkey they would find that by order of the Atatürk the Turkish females’ faces were naked and Turkish males had adopted infidel bowlers.

Therefore the old pasha, like several of his kind, lingered on in Macedonia, living in the crumbling villa-palace of his ancestors, with only the few acres round it that he had been allowed to keep when the rest was cut up into peasant holdings under the land reforms of King Alexander. The one place in his home where his poverty did not show, where there were no cracked tiles on the floor and no plaster dust fallen from the wedding-cake vaults above, was a second-storey balcony, which the old lilac trees in the garden had long overtopped. Sitting there, one could stretch out an arm into the branches and stir up the purple flowers and set the scent rising in clouds. There we used to pass the summer evenings, up among the lilacs, drinking a mixture of coffee and chocolate, not thick Turkish coffee, but the thin Western brew, laced with sweet chocolate beaten to a foam. “This,” the pasha told me every time we drank it, “is how they serve coffee in Mexico.” That was the only thing about Mexico I was sure I knew when I went there.

It is in line with life as I know it that when I got to Mexico nobody had ever heard of mixing coffee and chocolate. But my misapprehension worked out well, for Mexican waiters always took an interest in my husband and myself after we had ordered this bizarre beverage, saying, “Chk, chk, do they drink that in England?” and when we said, to save ourselves trouble, “Yes, all the time, all the time,” they nodded tolerantly, feeling that as foreigners we had to be wrong about something, and this was error in an innocent field. So they bore with us every afternoon, round about six, when we went up to the bar on the top floor, though that was the hour they liked to doze; and while they stretched themselves on the plush benches round the walls, we sat undisturbed by the huge west window and watched the sunset make a cavalry charge on the sky and beat the daylights out of it and then itself get beaten by the night.“

 

Rebecca_West

Rebecca West (21 december 1892 – 15 maart 1983)

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Small Variation

Thursday 8 pm. On the table:
Matches, cigarettes, tobacco, knife, and lamp.
My tools.
You already know my music from five or six things,
You already know my music from five or six things,
My little song.
As it sizzles on the stove, as it bubbles in quietude
The song of the interlude,
Which happens only once in history.
Matches, cigarettes, tobacco, knife, and lamp.
And dust on all of them.
The inaudible galloping horse carries it on its hoof.
In the deathified flat, dust up to the roof.
In the deathified flat, dust up to the roof.
For the last time the unsettled loses itself in history.
Thursday 8 pm. On the table:
Newspapers, cigarettes, tobacco, knife, and lamp.
Newspapers: Papandreu, Pierlot.
Furniture: Divan, ornamented credenza.
My little song.
Big drops hit the poorly boarded-up window with a splat.
We’ll get wet inside the flat!
We’ll get wet inside the flat!
And even worse boards
Will be left for the coffin.

 

 

Vertaald door Matthew Sweney

 

 

Nachtstück

 

Wenn im Silo des Mondscheins.

nachts das Getreide glimmt,.

strahlt jedes Korn auf seine Weise..

Dort! eine Hexe, die den Besen nimmt..

 

Der Dorfnarr, der noch immer.

meint, er werde niemals sterben,.

macht sich auf nach Morton-Marell..

Ich gehe mit, begleite ihn ein Stück..

Wir treffen unterwegs zwei Sommergäste..

 

 

Vertaald door Felix Philip Ingold

 

Blatny

Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Garmt Stuiveling, Philipp Galen, Ludwig Hölty, Gustave Kahn, Thomas Bracken, Mathurin Régnier, Benjamin Disraeli, Uwe Dick

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

Uit:  De Nederlandse Literatuurgeschiedenis: stand en misstand

„Wanneer ik nog een uur van uw tijd zou mogen vragen om u de tragedie van het Multatuli-Museum uiteen te zetten, dan zou u weten hoe zeer zowel bij de leidende politici als bij de geestelijke elite van ons volk het gevoel voor normen in de literatuur, voor continuïteit van de literaire traditie, ontbreekt. Wanneer wij ergens de eerbied voor het verleden zouden moeten in acht nemen, dan zou dat zijn ten opzichte van een aantal literaire voormannen uit het verleden. Maar er is geen traditie in dat opzicht. Het graf van Bredero is in het begin van onze eeuw geruimd; het graf van Camphuysen in Dokkum, het graf van Poot in Delft, wie kent ze, door wie worden ze ooit met eerbied bezocht? Wij zouden de moed moeten hebben om te erkennen, dat wij geen levende cultuur zijn als we ons verleden op deze wijze verwaarlozen. En daarmee kom ik tot het laatste punt. Hoe is de presentatie en hoe is het prestige van onze literatuur in het buitenland? Iedereen kent in het buitenland Rembrandt en Vincent van Gogh, iedereen die enigszins aan cultuur heeft gedaan. Niemand kent Hooft en Vondel, Gezelle, Multatuli en Gorter. Multatuli, dank zij de Max Havelaar nog het beste. Maar iedereen kent Erasmus, iedereen kent Spinoza, iedereen kent Thomas a Kempis. Dat wil dus zeggen dat de Nederlandse geest in het Latijn drie maal in drie eeuwen wereldliteratuur heeft voortgebracht: Thomas a Kempis, Erasmus, Spinoza. Maar het wil niet zeggen dat Willem die de Reinaert maecte en de anonieme auteur van de Beatrijs en Vondels Lucifer en Multatuli’s Max Havelaar en Gorters Mei van een minder niveau zouden zijn dan de Lof der Zotheid of de Ethica of De Navolging van Christus. Bepaald niet. Wie in staat is, hetzij uit belangstelling, hetzij door studie, deze dingen te vergelijken, weet dat de voorbije toegankelijkheid van het Latijn als internationale taal soms heeft gemaakt dat teksten gemeengoed zijn geworden van de wereld, terwijl andere teksten door hun ontoegankelijkheid afgesneden zijn van iedere internationale erkenning. Wie de Reinaert kent zoals u die kent, zoals ik die ken, weet dat dat geen geringer werk is dan de topstukken van onze laatmiddeleeuwse schilderkunst. En van de Beatrijs geldt hetzelfde. En wie de Barok in Europa wil kénnen, behoort inderdaad de Lucifer gelezen te hebben. Wie een werkelijk groot sociaal werk zoekt uit de 19de eeuw, kan een heleboel overslaan uit de hele Westeuropese literatuur, mits de Max Havelaar niet. Zo weten wij ook dat de late sensitieve of als u wilt nog impressionistische poëzie bij Gorter een internationaal hoogtepunt heeft bereikt. Wij hebben de wereld wel iets te bieden.“

 

garmtstuiveling

Garmt Stuiveling (21 december 1907 – 11 mei 1985)

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Frühlingslied

 

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
die kleinen Maienglocken blühn
und Schlüsselblumen drunter;
der Wies
engrund ist schon so bunt
und malt sich täglich bunter.

 

Drum komme, wem der Mai gefällt,
und freue sich der schönen Welt
und Gottes Vatergüte,
die diese Pracht hervorgebracht,
den Baum und seine Blüte.

 

 

 

Ein goldner Stern hing über euren Wiegen

 

Ein goldner Stern hing über euren Wiegen,
Wenn Gott ein liebend Herz euch gab;
Und geudete Vergnügen auf Vergnügen,
Aus voller Urn‘, auf euch herab!

Ein goldner Stern, wenn ihr das Mädchen findet,
Das euch im Jugendtraum begrüßt;
Wenn Arm um Arm, und Geist um Geist sich windet,
Und taumelnd Seel’ in Seele fließt.

Die Liebe streut den May auf Winterfluren,
Streut auf die Wildniß Tanz und Spiel;
Enthüllet uns der Gottheit lichte Spuren,
Giebt uns des Himmels Vorgefühl.

 

Hoelty
Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)
Beeld in het Hölty-Gymnasium in Celle

 

 

De Duitse schrijver Philipp Galen (eig. Ernst Philipp Karl Lange) werd geboren op 21 december 1813 in Potsdam. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

Uit: Der Irre von St. James

„Nun kam auch Bob auf seinem Ponywallach herangaloppiert und begrüßte uns herzlichst. Er und sein Vater, die sich viel zu erzählen hatten, nahmen die Pferde, und ich ging neben Edward den Hügel hinab.

Das große Gittertor stand offen. Wir schritten hindurch und gelangten an die Haustür, vor der die großen Pappeln standen – ich machte sie leise auf.

»Ach«, flüsterte er, »Ruhe, Fassung! Meine Brust will zerspringen – wenn sie nur da ist – lasst einen Augenblick noch mich erholen.«

Wir blieben stehen, er lehnte sich an den Türpfosten, – ich glaubte, sein Herz klopfen zu hören.

»Wie Gott will!«, sagte er plötzlich und richtete sich hoch auf, »ich habe mich wieder, kommen Sie!«

»Nein!«, erwiderte ich, indem ich meine Hand von der seinigen, mit der er mich gefasst hatte, löste, »gehen Sie allein – ich kann mir das alles denken.«

Wir traten in das Vorzimmer – ich machte die zweite Tür auf – ein helles Licht leuchtete uns aus dem Nebenzimmer entgegen. »Guten Abend, Graham!«, rief ich hinein – schob dann Edward vor und schloss gleich hinter ihm wieder die Tür. Dann lehnte ich mein Ohr daran und horchte.

Alles war still – ich lauschte, – da mit einem Male hörte ich einen Schrei: »Edward!« und dann: »Evelyn, Evelyn!« Und dann war wieder alles still.

Wie lange ich in dieser Stellung verblieb, und was mir während dieser Zeit durch Kopf und Herz ging, ich weiß es nicht mehr.

Endlich wurde die Tür aufgemacht und vor mir stand, eine brennende Kerze in der Hand haltend, die ehrwürdige Gestalt Sir Robert Grahams, das Gesicht mit Tränen übergossen, die Lippen bebend, aber einen strahlenden Glanz in den feuchten Augen, wie ihn das Licht der Kerze, und wären ihrer tausend angezündet, nicht zu geben vermocht hätte. »Kommen Sie!«, sprach er milde, als er mich sah, »kommen Sie, er sagte uns, Sie seien hier!«

Mechanisch folgte ich ihm in Evelyns Zimmer – und hier erblickte ich ein Schauspiel, das mir immer unvergessen bleiben wird.

Auf einem Sessel ohne Lehne saß die nach vorne gebeugte Gestalt Evelyns; zu ihren Füßen, den Kopf auf ihren Schoß gedrückt, lag Edward, gewandet in einen blauen Umhang. Ihre Hände hielten seinen Kopf umschlossen und ihre Lippen waren in seinen braunen Locken verborgen. Daneben aber saß hoch aufgerichtet der riesige Hund, den klugen Kopf halb zur Seite gewandt, und blickte, von Zeit zu Zeit ungeduldig knurrend und mit dem zottigen Schweife den Boden peitschend, mit seinen großen Augen bald Edward, bald Evelyn fragend an.“

 

Philipp_Galen_jung

Philipp Galen (21 december 1813 – 18 februari 1899)

 

 

De Franse dichter en schrijver Gustave Kahn werd geboren in Metz op 21 december 1859. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

I Dreamed of a Cruel Lad

I Dreamed of a Cruel Lad
torturing a little bird he had,
to feel its flanks palpitate.

I dreamed of a world like a mother’s breast

with shades of siesta and slow wings fluttering rest,

and alleys of white dreams.

 

I dreamed as of a sister, chaste, serene,

with the only lips of sweetness that have been,

sister and wife she seems.

 

 

 

The Dying Lover

 

So long as the child preferred to me such and such a

player of the flute or singer to the zither,

little I cared

that she loved such and such a player of the flute or

scratcher of the zither.

 

By the cross-roads I have fa
llen struck, struck by the

thrust of a sword.

Whose? player of flute or scratcher of zither?

 

How long the night is to be so slow in dying.

 

 

 

Vertaald door Jethro Bithell

 

gustave_kahn

Gustave Kahn (21 december 1859 – 5 september 1936)

 

 

De Australische dichter en schrijver Thomas Bracken werd geboren op 21 december 1843 in Clones, County Monaghan, Ierland. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

Pax Vobiscum 

 

IN a forest, far away,

One small creeklet, day by day,

Murmurs only this sad lay:

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

One old box-tree bends his head,

One broad wattle shades her bed,

One lone magpie mourns the dead:

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

Echoes come on every breeze,

Sighing through the ancient trees,

Whisp’ring in their melodies:

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

Mellow sunbeams, morn and eve,

Quick to come and slow to leave,

Kiss the quilt where daisies weave

Rich designs o’er Lilian.

 

When the dying blossoms cling

To the skirts of parting Spring,

Wattle-boughs and branches fling

Showers of gold o’er Lilian.

 

When the Summer moon mounts high,

Queen of all the speckless sky,

Shafts of silver softly lie

O’er the grave of Lilian.

 

Mystic midnight voices melt

Through each leafy bower and belt,

Round the spot where friends have knelt—

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

Far away from town and tower,

Sleeping in a leafy bower,

Withered lies the forest flower—

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

There, where passions ne’er intrude,

There, where Nature has imbued

With her sweets the solitude,

Rests the form of Lilian.

 

Dear old forest o’er the sea,

Home of Nature’s euphony,

Pour thy requiem psalmody

O’er the grave of Lilian.

 

Guard that daisy-quilted sod:

Thou hast there no common clod;

Keep her ashes safe; for God

Makes but few like Lilian.

 

Sceptics ask me: ‘Is that clay

In the forest far away

Part of her?’—I only say:

‘Flow’rets breathe out Lilian;

 

‘From her grave their sweets mount high—

Love and beauty never die—

Sun and stars, earth, sea and sky

All partake of Lilian.

 

Thomas_Bracken_memorial_Dunedin_Northern_Cemetery
Thomas Bracken (21 december 1843 – 16 februari 1898)
Gedenksteen voor Thomas Bracken op de Northern Cemetery in Dunedin, Nieuw Zeeland.

 

 

 

De Franse dichter en satricus Mathurin Régnier werd geboren op 21 december 1573 in Chartres. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Satire II (Fragment)

 

…Aussi, lors que l’on voit un homme par la rue
Dont le rabat est sale et la chausse rompue,
Ses grègues aux genoux, au coude son pourpoint,
Qui soit de pauvre mine et qui soit mal en point,
Sans demander son nom on le peut reconnaître ;
Car si ce n’est un poète au moins il le veut être. […]

Or laissant tout ceci, retourne à nos moutons,
Muse, et sans varier dis-nous quelques sornettes
De tes enfants bâtards, ces tiercelets de poètes,
Qui par les carrefours vont leurs vers grimaçant,
Qui par leurs actions font rire les passants,
Et quand la faim les poind, se prenant sur le vôtre,
Comme les étourneaux ils s’affament l’un l’autre.

Cependant sans souliers, ceinture ni cordon,
L’oeil farouche et troublé, l’esprit à l’abandon,
Vous viennent accoster comme personnes ivres,
Et disent pour bonjour : ” Monsieur, je fais des livres,
On les vend au Palais, et les doctes du temps,
A les lire amusés, n’ont autre passe-temps “.
De là, sans vous laisser, importuns, ils vous suivent,
Vous alourdent de vers, d’allégresse vous privent,
Vous parlent de fortune, et qu’il faut acquérir
Du crédit, de l’honneur, avant que de mourir ;
Mais que, pour leur respect, l’ingrat siècle où nous sommes
Au prix de la vertu n’estime point les hommes ;
Que Ronsard, du Bellay, vivants ont eu du bien,
Et que c’est honte au Roy de ne leur donner rien.

 

regnier

Mathurin Régnier (21 decmber 1573 – 22 oktober 1613)

 

 

De Britse schrijver en politicus Benjamin Disraeli werd geboren op 21 december 1804 in Londen. Zie ook mijn blog van 21 december 2006. en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Tancred

 

The week of celebration was over: some few guests remained, near relatives, and not very rich, the Montacutc Mountjoys for example. They came from a considerable distance, and the duke insisted that they should remain until the duchess went to London, an event, by the bye, which was to occur very speedily. Lady Eleanor was rather agreeable, and the duchess ;a little liked her; there were four daughters, to be sure, and not very lively, but they sang in the evening. It was a bright morning, and the duchess, with a heart prophetic of happiness, wished to disburthen it to her son; she meant to propose to him, therefore, to be her companion in her walk, and she had sent to his rooms in vain, and was inquiring after him, when she was informed that “Lord IVIontacute was with his grace.” A smile of satisfaction flitted over her face, as she recalled the pleasant cause of the conference that was now taking place between the father and the son. Let us see how it advanced. The duke is in his private library, consisting chiefly of the statutes at large, Hansard, the Annual Register, Parliamentary Reports, and legal treatises on the powers and duties of justices of the peace. A portrait of his mother is oer the mantel-piece:opposite it a huge map of the county. His corresponde
nce on public business with the secretary of state, and the various authorities of the shire, is admirably arranged. For the duke was what is called an excellent man of business, that is to say, methodical, and an adept in all the small arts of routine. These papers were deposited, after having been ticketed with a date and a summary of their contents, and tied with much tape, in a largecabinet, which occupied nearly one side of the room, and on the top of which were busts in marble…“

 

disraeli

Benjamin Disraeli (21 december 1804 – 19 april 1889)

 

 

Zie voor ondersdtaande schrijver ook mijn blog van 21 december 2008.

 

De Duitse schrijver Uwe Dick werd geboren op 21 december 1942 in Schongau.